Kollektive Aufstellung auf dem Tribal Gathering

Hinweis: Der Artikel ist am Anfang lange einleitend und zäh und beschreibt meine Dynamik und auch meine Themen und ich musste mich erstmal warm schreiben. Aber bitte geht mit dem Fokus auch zu den Bildern und zu gesammelten Anekdoten am Ende von den einzelnen Teilnehmer_innen. Diese Beschreibungen von den Rollen direkt, die haben Power.

An dem Wochenende vom 8.4.22 bis zum 10.4. leitete ich ein Aufstellungs-WE bei Yoga Vidya. Es kamen 11 Frauen und kein Mann, was Tatsache eine Herausforderung war, aber das klappte dann dennoch erstaunlich gut. Ich konnte in mir auf jeden Fall im Vorfeld das Programm beobachten, dass ich soviele Aufstellungen wie möglich schaffen wollte aus einer Angst heraus, dass Menschen eine Aufstellung wollen, aber keine bekommen und dann unzufrieden sind.

Ich hatte eine sehr enge Struktur. 5 Slots mit meiner Gruppe. 3 mal eine Stunde, einmal 1,5Std und einmal 4 Stunden. Das erste Treffen war am Freitag von 21 Uhr bis 22 Uhr und schon da musste ich bis nach 23 Uhr überziehen, um Kennenlernen und die erste Aufstellung zu schaffen. Die anderen beiden Ein Stundenslots konnte ich nicht überziehen, weil sie von 8:05 bis 9:05 gingen und danach Yoga war und somit musste ich pünktlich losstarten und hoffen, dass sich das Feld synchronisiert. Hats dann auch. Am Ende machte ich zwei Extraslots, einmal am Samstag Abend, wo eigentlich Satsang gewesen wäre und eine Extra-Aufstellung am Montag von 14:00 bis 16:00, weil ich um 16:30 abreiste.

Dieser Aufopfern führt natürlich auch ein wenig dazu über Grenzen zu gehen, aber am Ende war es glaube ich ne stimmige Linie. Ich hätte ja mich wirklich an die Struktur halten können und Freitag Abend nur Ankommen und Kennenlernen machen können und im 1,5 Stunden Slot nur Abschluss machen können und wenige Aufstellungen machen können. Aber das wäre auch nicht stimmig. Ich habe meine Teilnehmerinnen ordentlich gefordert und mehrfach darauf hingewiesen, dass die Folgetage sehr viel Zeit und Integrationsfocus brauchen. Da waren auf jeden Fall ordentliche Themen im Feld, die sich vor allem mit Kopfschmerzen ausdrückten. Bei einer Aufstellung, wo es auch um Kopfschmerzen ging wurde auch deutlich, dass da ordentlich was im Becken festsitzen kann und die Kopfschmerzen verursachen kann. Generell prägt das mein Menschenbild, wenn ich mich beobachte und meine Mitmenschen beobachte, wieviele angestaute Gefühle und Traumata sich im physischen Raum festhalten und wie nervig und aufwendig und Raumeinnehmend die ganzen Prozesse sind. Ich mache viele, aber es zieht natürlich den Fokus weg vom wegdrücken und einfach mal drüber gehen und funktionieren, was natürlich auch für Konsequenzen im weltlichen Funktionieren hat. Und die Traumata müssen auch gehalten werden. Ich mache auch viel zu viel Aufstellungsarbeit mit mir allein und komme dadurch feinstofflich sehr, sehr tief in mir in dunkelste Räume hinein, weil mein Mind da sehr searchend und pushy ist, aber ich vergesse das, was ich meinen Teilnehmer_innen immer rate: die Integration. Ich selber bin nicht sehr gut in meinem Physischen Körper und Emotionalkörper verankert, so dass ich die Integration auf dieser Ebene halten kann, aber ich bin halt top, wenn es um abspacen in den überenormen Reflektionsmentalkörper, ins spirituelle Feldwahrnehmungsbewusstsein und um Hochsensibilität geht. Da ist schon ein enormes Ungleichgewicht in mir. Zwei Wesen, ein sehr funktionales und energiekreierendes über meinem Hals in meinem Kopf und ein abgespaltenes dunkles Wesen unter meinem Hals in meinem Körper, das eigentlich permanent ein Erschöpfungssyndrom hat, weil ich nicht entspannen oder fühlen kann und auch in meinem Herzen nur ein Black Hole vorfinde.

Hm. Jetzt wollte ich eigentlich über die Aufstellungen schreiben und dieser Part von mir, der gesehen werden möchte, schaltet sich automatisch in meinen Text rein. Aber OK, ich verkaufe es mal als Transparenz.

Am Samstag erhielt ich eine Nachricht von Ron Kleiner, dem Organisator und Veranstalter vom Tribal Gathering. Ich bin da Stammgast. Es wird meine 12te Teilnahme von insgesamt 13 Events. Habe nur das erste verpasst. Er lud mich ein die eröffnende Zeremonie am Freitag zu leiten mit einer kollektiven Aufstellung mit folgendem Mandat.

Was braucht es vom Individuum und als Gemeinschaft um von jetzt an zum Ursprung des Lebens zurückzufinden und dadurch im Einklang zu sein um dem höchsten zu dienen.

Es waren 70 Leute angemeldet und ich dachte schon so: okaay. Das wird nicht leicht, aber es gibt so einen Urtrust in meinen Raumhalteranteil, der sich freut, desto schwieriger desto besser und so sagte ich zu und fing an mich zu synchronisieren. Ich weiß, dass ich in meiner Raumhalterrolle frei bin von meinen Themen, aber dennoch muss ich dafür sorgen, dass bestimmte Trigger nicht auftauchen, die mich aktivieren und chargen. Dazu gehört Smalltalk-Energien. Aber ich weiß, dass ich den Sacred Space eröffnen durfte und wusste, das ich in der Rolle die Leute dazu einladen durfte in die Stille zu gehen. Nur dann setzen sich die Energien, der Raum geht auf und ich kann gut in die Feldwahrnehmung gehen. Das ist auch der Grund warum ich gehaltene Räume aufsuche, weil sich mein System entspannen kann mit seiner Feldwahrnehmung. Vorgestern war ich bei nem Ecstatic Dance, ich kann echt tief in Prozesse gehen und es gab ne Abschlusssharingrunde. Danach war Freeflow und es entstanden zweier und dreiergesprächsgruppen. Mehrere auf einmal. Meine Hochsensibilität flippt dann aus, weil ich die vielen Kleingruppenenergien dann einzeln wahrnehme (ADHS und Hochsensibilität) und das nicht aushalte einerseits und weil ich selber nicht so gut in Beziehungssettings gehen kann, wo free flow mäßig connected wird, weil das mein enormes Bindungstraumata berührt. Ich kann gut mit mir alleine in hochfrequenten Räumen oder eben zu Gruppen sprechen oder Gruppen leite, weil ich da nicht auf 1:1 Beziehungsebene agieren muss. Als Raumhalter bin ich auch in meiner geschützten Rolle und bin nicht verletzlich oder berührbar, sondern hochenergetisch und nach oben angebunden. Meine Angst ist, dass ich wenn ich irgendwann mal heile und mich in meinem Körper verorte und verletzlich und berührbar bin, dass ich meine einzigen Talente von Feldwahrnehmung und meinen Raumhalterskillz verliere, da diese Ausgeprägtheit meines Talents schon auch auf Dissoziation beruhen und ich das auch als toxisches und dämonisches Talent einordne, das ich aber natürlich durch meine Anbindung nach oben für eine dienende Sache einsetze.

Der nächste Trigger sind Kinder, da sprach ich mit Ron ab, dass die Eltern ihre Kinder selber halten sollen und ich sie in die Eigenverantwortung einladen darf, was mich entspannte. Aber Kinder so toll und süß sie immer sind und wie wertschätzend über sie geredet wird vor allem auf dem Tribal Gathering, meine Wahrheit ist: Kinder können ganz schön stören. Kinder können nicht flüstern oder sich auf Sacred Space Fokusse einlassen und sie ziehen Aufmerksamkeit und Fokus in der Gruppe (und vor allem der Mütter/Väter/Verantwortlichen), was zu einer Anstrengung und leichtem Stress führt bei den Teilnehmenden, was die Entspannung und das volle Einlassen und die Hingabe leicht behindert.

Und der absolute Killertrigger für mich ist englischsprachigkeit. Mich nervt es so sehr, dass soviel in der Berliner Workshopszene auf englisch switcht. Es kostet soviel Energien und Synchronizitäten, die mit korrektem Ausdruch in der von Kindheit an gelernten Sprache sonst da wäre. Es strengt an, wenn einzelne Begriffe nicht übersetzt werden können, umschrieben werden müssen oder auf Ausdruck von Gefühlen, Empfindungen und Wahrnehmungen verzichtet wird, weil die englische Ausdrucksmöglichkeit fehlt. Dadurch wird die Sprache oberflächlicher und es geht eine gewisse Tiefe und Genauigkeit verloren. Und ja auch Übersetzungen/Zweisprachiges Erklären stören im Raum und gerade bei ner Aufstellung ist es kaum möglich. Aber die gute Nachricht war, dass mir gesagt wurde, dass es bisher keine rein englischsprachigen Menschen gab. Das entspannte mich. Denn es war kein Nachmittagsworkshopslot, wo die Leute kommen oder eben nicht, die in Resonanz zu mir sind. Es war die eröffnende Abendzeremonie und da durfte niemand ausgeschlossen werden.

Der letzte Trigger war dann aber noch Ron. Ich spürte meine Wahrheit, dass wenn er im Raum ist, ich seine hochfrequente Rolle als höchste Instanz im Raum spüren würde und das mein System aber stört, weil ich aus Feldtechnischen Raumhalter-Gründen die höchste Instanz im Raum sein muss, weil ich ja das Gruppenfeld halten muss und es eine klare Systemische Störung ist, wenn der kleine den Großen mithalten muss. Am Ende synchronisierte es sich aber und Ron hatte einen anderen Fokus an dem Abend, weil ein langjähriger Freund, den er lange nicht gesehen hat anreiste.

Ich bekam meine Eingaben ab Samstag und im Laufe der Woche und vertraute einfach mal. Ich sah einen Erfahrungsraum. Eine Reise mit vielen Begegnungen für die einzelnen Teilnehmenden. Weiterhin war es mir wie sonst auch wichtig ein Warm Up zu machen. Beim Aufstellungswochende hatte ich strukturell einfach keine Zeit für Warm Ups, weil die Zeit fehlte. Ich war damit selber am Strugglen, so hatte ich das Gruppenfeld als sehr weiblich, verbunden und harmonisch gelesen. Dadrunter waren aber ne Menge Schatten. Ich bekam Samstag in der Mittagspause vor dem 4 Stundenslot einen Ambivalenzprozess, weil ein Teil am liebsten mit den Teilnehmerinnen ein Creators Game machen wollte. Ich hatte echt zu kämpfen, kriegte mich aber ein, weil es nicht mein Mandat bei Yoga Vidya war, sondern mein Impuls, mein Bedürfnis nach Tiefe und wahrhaftiger Authentizität. Ein Teil von mir will auch weg von Aufstellungen. Creators Game ist das einzig wahre und wahrhaftigste was es an Workshops gibt, wobei auch die gut gehalten werden müssen und geerdet und integriert werden müssen. Und für körperliche Begegungen braucht es auf jeden Fall Playfight und Rangeln. Das ist das was ich auch noch gerne auf dem Tribal als Ausgleich zu meiner kollektiven Aufstellung angeboten hätte, war aber kein Space mehr dafür. Das Tribal hatte ne durchgehend hohe Frequenz und wir sind ordentlich geflogen/gereist. Aber das fehlte mir und ich will in Zukunft Playfight/Rangeln und Creators Game Prozessarbeit mehr fokussieren als die reine Aufstellungsarbeit, die sehr luftig hochfrequentig und mental ist.

Für die Gruppe auf dem Tribal Gathering bekam ich die Eingabe das härteste Warm Up zu machen, dass ich je gemacht habe. Eigentlich ist es ein eigener Workshop. Ein Kaliritual mit viel Aggression, Wut, Zerstörunglust. Mit Aktivierung des/der inneren Krieger_in und dem Lösen von Verstrickungen mit der weltlichen Welt. Es ging auch um die Frequenz von Tod, die ja für Loslassen steht. Und als Synchronität/Bestätigung sah ich dieses Schild am Eingang zum Veranstatltungsraum.

Genau das war mir wichtig in Bezug auf das Mandat, wie wir in der weltlichen Welt agieren können. Als erstes mal Verstrickungen lösen um klarer und mit Abstand auf Beziehungsebene mit der Welt in Kontakt gehen zu können. Außerdem holt es die Leute aus dem Kopf, in die feurige und emotionale und physische Präsenz. War mutig, da es nur ein Warm Up und sehr voll im Raum war, konnte ich es nicht völlig ausführlich erklären und Raum geben und ich denke, ich konnte auch nicht alle voll in dieses Feld reinholen, was aber auch völlig OK ist. Ich denke aber, dass das Rausschreien gut getan hat, weil die letzten Wochen und Monate merke ich in Begegnungen mit anderen Menschen, dass das auf jeden Fall nen Schatten ist. Viele Menschen haben unterdrücktes Schreien in ihrem Feld, weil die sozialen Hürden echt enorm sind, wegen Nachbar_innen Passant_innen und selbst in der Natur kannste Angst haben, dass dich irgendwelche Spaziergänger_innen hören und die Polizei rufen.

Ich kündigte meinen Abend schon im Mittagskreis an um den Raum vorzubereiten und zu synchronisieren. Christian dachte sich immer noch wtf und wurde nervös, weil er keine Nervösität verspürte, die doch eigentlich da sein müsste und lebendig macht. Aber mein Raumhalteranteil war tiefenentspannt.

Mir war Stille wichtig. Ich fragte nach Räucherinnen und ich bekam auch drei. Aber der Raum war ziemlich unruhig. Das störte mich. Das Tribal Gathering ist einen Patriarchiale Männerführung gewöhnt, die mit ner kräftigen Stimme für Ruhe, Ordnung, Disziplin und für Stille sorgen kann. Ich hatte diese Qualitäten noch nicht integriert, war zu nett und meine Bitte nach Stille drang nicht durch. Dann kam eine Räucherin auf die Idee alle nochmal rauszuschicken und nochmal in den Raum zu bitten, wo sie alle nochmal geräuchert wurden als Signal, dass sie jetzt einen heiligen Space mit Stille begannen. Es klappte etwas besser, auch wenn manche Menschen Stille einfach nicht aushalten und dann wieder in den Smalltalkmodus gingen.

Während die Leute langsam reinkamen hatte ich den Impuls vorher schon zwei ausgesuchte Lieder anzumachen, die ich auch leich hier teilen werde. Ich wusste, dass ich tief gehen wollte und daher wollte ich Leichtigkeit und Humor im Gruppenfeld berühren. Ich wusste, dass ich aus unserer Spiribubble mit der weltlichen Welt connecten wollte und ich wusste, dass ich Schattenarbeit liebe und dass das Kaliritual auch mit der Töten-Frequenz arbeit.

So entschied ich mir für das leichte Poprocklied „in the Shadows“ von the Rasmus (2003) und „Join me (in Death)“ von H.I.M. (His Infernal Majesty) (Soundtrack von „13th“ Floor ein „Matrix“-Film)

Kurz bevor ich das Lied anmachte überkam mich eine Angst gejudged zu werden, weil ich die Matrix des Tribal Gatherings, das ja eher in der Mantrenfrequenz agiert, aufbreche. Aber als die Musik lief, ich die Leute zum Tanzen einlud und ich die Wirkung im Feld der Gruppe spürte, entspannte sich was bei mir. Und es war ein guter Move, weil ich damit das Gruppenfeld synchronisierte und mir ne Stimmung kreierte, die ich haben wollte.

Ich holte die Gruppe ab durch kleine Tools wie Raum geben und aktives einbinden und beim Erklären der Aufstellung mir Leute in die Mitte zu holen und Moves vorzumachen, meine Erklärung möglichst unterhaltsam und anschaulich zu halten.

Ich habe vier verschiedenfarbige Moderationskarten vorbereitet.

Rot: weltliche Instanzen

Blau: Spirits/irrationale Qualitäten

Grün: alle, die keine Rolle bekommen, durften sich selber repräsentieren. Es repräsentierten zwei Menschen sich selbst und eine Person bekam die Rolle „Das Individuum“.

Gelb: Sonderrollen (Wie „Tribal Gathering“), die nicht in die anderen Kategorien passten. Später in der Aufstellung brauchte ich noch „die Antwort“ in Bezug auf das Mandat mit in die Aufstellung und ließ sie sehr viel bestimmen.

Es lief etwas flowiger als ich es vorher im Kopf geplant hatte. Die Gruppe sollte mir Instanzen nennen und wenn sie was genannt hatten, es auf eine Moderationskarte schreiben.

Zwei wollten unbedingt Grün haben und eine Person bekam Grün mit der Rolle „Das Individuum“. Ansonsten wurde für Rot aufgezählt. Die Lehrer, die christliche Kirche, Banken, Regierung, Militär, Weltwirtschaftsforum, Massenmedien, (Bildung/Schulen), der Regenwald, Freunde, Industrien, Gemeinschaften, Familie

Für Blau hatten wir Qualitäten wie Dämonen, Engel, Dunkelheit, Nichts, Licht, Väterlichkeit, Mütterlichkeit, Angst, Krafttiere, Mitgefühl, Spirits des Ortes, Inneres Kind, Liebe, Pacha Mama, die spirituelle Praxis, die Seele, Gott, indigene Völker, der Mond, Kultur und Musik, Kali, die Ahnen.

Die Leute wurden irgendwann so kreativ, dass ich bremsen musste. Eigentlich dachte ich, dass es einen großen Anteil an Grünen Karten geben wird, aber wir hatten dann – ohne dass ich abgezählt habe – für alle eine Rolle. Geile Synchroniztät. Die Rollen wurden dann verdeckt den einzelnen Menschen zugelost, wenn sie sich nicht schon für eine Rolle entschieden hatten und dann holte ich die Leute ins Feld. Und es funktionierte auch flowiger als gedacht. Es war nicht so, dass sich die Rollen viel Über Gefühle und Empfindungen ausdrückten, sondern schon sehr dynamisch durch im Raum bewegen und Dialoge in den Begegnungen. Ich lief es ziemlich lange laufen, ohne dass ich versuchte wirklich den Fokus zu behalten, sondern nur mal hier und da unterstützden eingriff und auch mal nen paar Rollen aktivierte in dem ich nach Wahrnehmungen und Impulsen fragte.

Nur einmal bin ich in eine Teilnehmerenergie gerutscht und die Erfahrung habe ich in der Tribal Gathering Telegramgruppe geteilt.

Christian Fender

Ich lief als Leiter durch die Aufstellung ohne klare Rolle. Aber auf einmal stand die Dunkelheit mit einer enormen physischen Präsenz vor mir und ich spürte wie Feldenergie durch mich ging und ich kurz in die Rolle „Ich selbst “ ging. Sie redete klar und laut und reflektiert. Durch mich ging ein Energieschub von Größer und ebenfalls einer gewissen Präsenz und auch ner selbstbewussten Freude ihr begegnen zu können. Es fühlte sich wie Augenhöhe an und dass ich keine Angst vor ihr habe. Ich habe nur Widerstand, weil mein Kopf es natürlich als Abspaltungen einordnet und mich leiden lässt und ich keine Kontrolle darüber habe. Wir gingen in einen Dialog. Ich teilte ihr das mit. Den genauen Wortlaut erinnere ich nicht. Das Licht wurde erwähnt und es war diese Aufstellungssynchronizität, dass ganz plötzlich das Licht neben uns stand. Ich reagierte freudig überrascht, weil ich den Moment schon genial fand und auf eine Frage wieso sie so plötzlich hier ist, sagte sie, dass sie sich gerufen gefühlt hat. Da war in mir ein zum Licht wollen, aber die Lesson war, dass ich die Dunkelheit an die Hand nehmen soll und somit halten und tragen soll. Dann kam das Mitgefühl. Etwas was mir wirklich schwer fällt, wirklich zu fühlen anstatt nur wahrzunehmen. Es gab eine holprige Umarmung. Ich wehrte es ein wenig ab und flüchtete wieder aus meinem Moment der Aufstellung, weil ich nicht fühlen wollte, da mir Gefühle die Stabilität genommen hätte weiter zu leiten.

Im Folgenden nutzte ich das Bild die Dunkelheit an die Hand zu nehmen in meinen Prozessen.

Ich fange jetzt nicht an über die Dynamik der Aufstellung zu schreiben, weil es wie im echt Leben viele Dynamiken und Anekdoten und Erfahrungswelten gab. Es gabe aktivere Rollen und inaktivere Rollen. Manche verließen auch vorzeitig die Aufstellung oder kamen auch wieder. Das war vorher auch so abgesprochen und erlaubt. Es war wichtig, dass jede_r auf seine Grenzen achtet und sich zurückzieht, wenn es zuviel oder zu anstrengend wird. Auffallend war nur, dass viele Rote Institutionen sich als Körper-Haufen zusammenfanden (Auch Spaltungen) und ihre Dynamik hatten und es relativ Wenig Bezug zum Tribal Gathering gab. Am Ende moderierte ich doch noch rein und holte den Focus auf die Rolle „die Antwort“. Ich nahm wahr, und das kam als zentraler Punkt schon in dieser Aufstellung raus, dass es mehr Verspieltheit braucht(!!!). Sie agierte mit tanzender Leichtigkeit und zog die Leute, die ihr folten, somit in eine andere Frequenz. Am Ende gab es auch noch eine Art Abschlussbild, auch wenn es noch ein paar Diskussionen gab. Vor allem von der christlichen Kirche, die mensch noch hätte in viele verschiedene Unterrollen aufsplitten hätte können.

Ich teile stattdessen, die Anekdoten von einzelnen Rollen, die mir geschickt wurden und ein paar Fotos, damit ihr euch ein Bild/eine Vorstellung zusammenbasteln könnt.

Vorher noch kurz was zum Abschluss. In der Abschlussrunde kamen auch nochmal ein paar Rollen zu Wort. Bspw. die Väterlichkeit gab nen paar wichtige Hinweise für den anstehenden Männerkreis mit. Manche teilten sehr persönliche Gefühle und Prozesse und machten sich mit Verstecken und Intransparenzmustern transparent. Es wurde sehr emotional, weil Rollen ausgegrenzt wurden und Stellvertreter_innen dieses Gefühl von Ignoranz aus der Kindheit oder persönlich kannten und das angetriggert wurde und sich diese Gefühle von Wut und Schmerz vor der ganzen Gruppe mit Liebe und Halt entladen und gesehen werden konnte.

Alles in allem war diese Abendzeremonie ein Erfolg. Es lief besser als ich dachte und ich bekam viel Anerkennung und Wertschätzung. Danke, dass ich diese Erfahrung machen durfte.

Die haben sich ganz schnell gefunden, hatten aber auch ihre Prozesse.

Vorne lag die Liebe, der gings gar nicht gut. Sie hatte wirklich wenig Halt.
Immer wieder viele Kleingruppen, die entstanden, sich spaltenten, auflösten, eine Figur zu einer anderen Gruppe brachten und so weiter.

Ab hier beginnt das Abschlussbild in Kreisform. Die beiden Gelben Karten Tribal Gathering und die Antwort stehen hinter in der Mitte.

Hier der Cuddlehaufen der weltlichen Institutionen, der im Abschlusskreis lag. Sie lachten sich schlapp, wenn etwas sie etwas in esoterischer Sprache im Raum hörten und waren klar abgegrenzt und gleichzeitig Teil auch unserer Lebenswelt.
Wir hatten vorne das Individuum, das Tribal Gathering, die Antwort, der Spirit des Ortes und zweimal das Individuum. Eins wollte die Dunkelheit dabei haben, ein anderes nicht. Das Licht saß auch dabei sowie Gemeinschaften und Innere Kind wurden auch eingeladen, nachdem sie auf sich aufmerksam machten. Im Inneren Kreis am Altar, saß die Liebe, die gehalten werden musste, die Indigenen Völker und die christliche Kirche um deren Platz es am meisten Diskussionen, Widerstand und Streit gab. Links im Bild liegen die weltlichen Institutionen und feiern sich selbst in ihrer Frequenz und die anderen Rollen bilden eine Art äußerer Kreis und symbolisierten in etwa, dass alles mit allem Verbunden ist.
Ein Satz, der mir hängen blieb war, dass das Tribal Gathering noch zu sehr um sich selbst kreist und da draußen richtig krasse Probleme am Start sind.

Im Folgenden einzelne Erfahrungsberichte, die ich hier anonymisiert reinkopiere:

Der Regenwald

Erfahrungen in der Aufstellung

Während der Aufstellung habe ich den Regenwald als weltliche Instanz verkörpert. Hierbei habe ich bewusst eine rote Karte verdeckt gewählt, da ich das Bedürfnis verspürt habe, eine weltliche Institution zu repräsentieren. Die Regenwald-Karte war auch die letzte übriggebliebene rote Karte.

Anfänglich hatte ich Schwierigkeiten, mich mit der Rolle anzufreunden, da ich selbst bei mir die Einstellung bemerkt habe, den Regenwald eher als Randphänomen und Außenseiter und gar nicht so wichtig wahrzunehmen, wenn um mich herum Regierung und Gott, Angst und Liebe herumlaufen. Diese anfängliche Begegnung meiner selbst mit der Institution Regenwald hat sich in den Begegnungen der Aufstellung immer wieder wiederholt.

Zu Beginn empfang ich das Bedürfnis, mich in eine Ecke zu stellen und dort zu warten. Ich fühlte mich von Anfang an als etwas, das kein breites Interesse und keine besondere Aufmerksamkeit genießt und für viele in unserem Kulturkreis erstmal sehr weit weg ist. Deswegen war auch ich sehr weit weg und am Rande.

Mein erster Kontakt war mit den Massenmedien. Deren Reaktion war, mich abzuwerten und ihr Desinteresse an mir explizit auszudrücken. Darüber hinaus fielen die Worte „Wenn du brennst, dann bist du interessant“. Dies hat mich sehr verletzt und eine Angst vor Zurückweisung ausgelöst. Und mehr als das noch eine Angst vor dem Tod. Ähnlich verlief auch die darauffolgende Begegnung mit den Banken, die ihr Desinteresse an mir sehr deutlich gemacht haben.

Ein sehr angenehmer Kontakt war darauf mit dem Koch als Individuum des Tribal Gatherings. Er hat sich eine Weile bei mir aufgehalten, mich umarmt und mir seine Wertschätzung ausgedrückt. Ich fühlte mich in diesem Moment gesehen und beachtet. Doch nachdem er sich wieder von mir entfernt hatte, habe ich schnell gemerkt, dass die Beachtung des Einzelnen nur einen schwachen Trost für mich darstellt.

Immer wieder kamen Menschen und Institutionen auf mich zu, die mir sagten, ich solle mir doch Hilfe suchen. Ich könnte doch nicht einfach da rumstehen und müsste etwas tun. Das hat in mir eine erhebliche Verwirrung ausgelöst. Ich war doch ein Wald, wie sollte ich mir denn da selbst Hilfe suchen? Wie sollte ich denn auf andere zugehen und sie um etwas bitten? Ich habe die Aufforderung schlicht nicht verstanden. Es hat mich hier etwas aus der Rolle geworfen, dass mich andere für mein Verhalten kritisiert haben, da ich mich in meiner Rolle machtlos gefühlt habe und nicht im Stande gesehen, einfach loszugehen und mir Hilfe zu holen.

Im Mittelteil machte ich viele Begegnungen mit spirituellen Instanzen. Die Krafttiere waren bei mir und auch Pachamama. Sie haben mir allesamt versichert, dass ich die Menschen überleben werde und dass meine Kraft die der Menschen übersteigt. Das hat mir nur einen sehr geringen Trost gespendet. Denn ich, als leibhaftiger Regenwald, habe mich in meiner physischen Existenz bedroht gefühlt. Meine Essenz, meine spirituelle Kraft mochte die Zeit überdauern, aber ob ich als lebendes Wesen weiterexistieren würde, wenn die Menschen mich nicht bemerkten, schien mir alles andere als Gewiss. Ich wusste, ich sterbe, und es passiert nichts. Die einzige Instanz, die mir aus irgendeinem Grund Kraft und Zuversicht gegeben hat, war der Mond.

Nach einer Weile kam endlich die Angst zu mir und wir entschlossen uns, die Menschen durch die Angst vor meinem Tod auf mich aufmerksam zu machen. Ich wollte mit der Angst zur Regierung und zurück zu den Massenmedien, doch die Angst wollte dort nicht hin, schien andere Pläne oder besseres zu tun zu haben. Wir wandten uns an die Lehrer, in der Hoffnung, dass die Bildung einen kleinen Teil zu meiner Rettung beitragen könnte, doch die Reaktion der Lehrer war „Wir sind viel zu klein, um etwas zu bewirken“.

Ein paar schöne Momente hatte ich noch mit der Musik und der Kultur, doch beide schienen ihren eigenen Kampf zu kämpfen zu haben und der Versuch der Kultur, mich der Regierung vorzustellen, die inzwischen einen undurchdringlichen Verband mit den Banken, den Massenmedien, der Industrie und dem Militär eingegangen war, verliefen im Sande.

So blieb mir zuletzt nur meine Verbindung zur christlichen Kirche. Diese kam immer wieder zu mir und zeigte Interesse. Das verwirrte mich. Ich wusste nicht, was die christliche Kirche von mir wollte. Sie sagte, ich wäre ihr schon immer wichtig gewesen und mit ihren Grundsätzen vereinbar. Zuerst bemerkte ich, dass der Grund darin lag, dass sie selbst keine Beachtung mehr in der Welt erfuhr und mich für ihre Zwecke nutzen wollte. Doch im Laufe des Abends wurde mir dies immer gleichgültiger. Es war mir nicht mehr wichtig, warum mir die Kirche Beachtung schenkte, Hauptsache, jemand schenkte mir Beachtung. Irgendwann empfand ich sogar Mitgefühl, als ich bemerkte, dass auch sie genau wie ich nur um ihr Überleben kämpfte und gesehen werden wollte.

Ich hatte während der gesamten Aufstellung keine einzige Interaktion mit dem Tribal Gathering.

Nach dem Ende der Aufstellung teilte ich meine Erfahrungen mit der Gruppe und erzählte, wie vernachlässigt und ausgestoßen ich mich gefühlt habe. Meine Rolle wirkte noch lange über die Aufstellung hinaus. Das Gefühl des Ausgestoßensseins klang noch lange nach. Unter anderem auch, weil einige mich noch danach in meiner Rolle ansprachen, so besonders der Koch, um zu sagen „Aber ich war doch bei dir“. Ich habe in meiner Rolle überlegt, ob ich mich vielleicht geirrt habe, ob ich genug Aufmerksamkeit bekommen habe, aber dies nur nicht fühlen konnte. Ich erinnerte mich an alle, die bei mir waren, aber mein Gefühl blieb bestehen. Ich hatte Aufmerksamkeit bekommen, aber es hatte nicht gereicht. Es blieb ein Gefühl, nicht genug beachtet zu werden, um mein Überleben zu sichern. Spirituelle Instanzen hatten mich bemerkt und bestärkt, aber ihr Effekt auf die weltlichen Instanzen und Institutionen war nicht vorhanden. Denn die bemerkten mich nicht oder versuchten mich zu missbrauchen. Ich wusste, wenn sich nichts änderte, wenn nicht die breite Masse auf mich aufmerksam würde, dann würde ich sterben. Und diese Aufmerksamkeit war nicht da.

Das Individuum

Ich fühlte mich befähigt frei zu sein, mich frei zu bewegen und mit allem im kontakt zu sein. Alles war interessant. Neugierde. Erwas überforderung, orientierungslosigkeit
Bald kam „die spirituelle praxis“ zu mir. Erst kurz Schüchternheit. Dann freute ich mich und fühlte mich kraftvoll mit ihr. Sicher. Ich wollte sie als meinen begleiter bei mir haben. Sie mir am liebsten aif den rücken huckepack nehmen damit sie nimmer geht. Und gleichezeitig frei sein und alles entdecken, alles kennenlernen. Wir gingen auf meinen vorschalg hin los und zogen etwas herum. Vertrautheit. Endlich nicht mehr allein sein.
Wir trafen auf einige andre: spirit des ortes,native kultures,u.a. – ich kniee nieder vor den native kultures und den spirits des platzes; dialoge, ich möchte mit den native kultures mitgehen und sage ihr dass. Sie ist skeptisch. Ich könnte hinter ihr herlaufen sagt sie, wenn ich sie in Ruhe lasse. Dem willige ich ehrergiebig zu.So kam mir die soirituelle praxis abhanden – sie zog mit jemand andres los.
irgenwann traf ich die spirituelle praxis wieder. Freude … viel Gerede…. das langweilte mich. Die spirituelle praxis erschien mir etwas verkopft und verirrt/ohne echte weisheit. Ich fühlte mich frei und wollte weiter entdecken.
Ich zog weiter (mit der spirituellen praxis?weiss nimmer,irgendwer war mit mir..)… kam zum Banken/Militär/WTF/Regierungsknäul
Denen streckte ich meinen Arsch hin um sie zu necken und zu sagen“ ihr könnt mich mal, ich bin frei“ Die regierung trat mir mit dwm fuss in den hintern und sagte sie freue sich endlivh mal ein echtes gegenüber zu haben … ich sagte ihr sie könne gern mit dir mitkommen – ohne die andren (ich stellte mir vor dass man mit ihr was brquchbares anfangen kann wenn sie mal von den andren erwähnten weg kommt)… sie war angehaftet an dem knäul und lehnte ab mitzukommen.
Nach einer weiteren wilden runde mit vielen begegnungen die mir +- oberflächlich/zuviel gerede erschien kam ich zu pacha mama die auf dem boden sass. Anziehung. Ehrfucht, Freude Ich setzte mich zu ihr. Erfüllender dialog. Die Liebe Lag neben ihr arm in arm.Ich legte ihren (pacha mama)kopf auf meinen schoss. Begann sie von den vielen abklebebandfetzen zu befreien und wollte ihr eine ordentlich krone basteln… freude bei uns beiden…
Entspannung aus dem vielen gerede raus zu sein und einen bezugspartner zu haben dem ich vollkomen vertraue .
Jemand stetzte sich mir in den Rücken .
Dann wurde der abschluss eingeleitet.
Als da die dunkelheit von der antwort und dem tribal gathering verbannt/an den rand gedrängt werden sollte stand ich auf , äusserte protest und stellte mich zur abschlussgruppe hinzu hinter die dunkelheit.
Am ende war wut da dass Pacha mama und die Spirit des platzes nicht dabei waren.

Das Militär

Ich war das Militär. Anfangs bin ich einfach so, wie eine Preisboxerin durch den Raum gelaufen und kam mir ganz schön stark vor. Habe ein bisschen ausprobiert , zu imponieren und rum zu gockeln. Niemand wollte was mit mir zu tun haben.
Ich hatte genauso wenig Interesse, in Kontakt zu gehen, bis ich dann auf die Regierung gestoßen bin. Das fühlte sich an, wie nach Hause kommen. Langsam schlich sich auch das Gefühl ein, dass ich alleine machtlos bin. Allerdings gab ich dem nicht viel Beachtung, weil ich jetzt Papa bzw. Mama Regierung hatte.
Die Banken wurden mit Begeisterung in unser Team aufgenommen und besonders enthusiastisch schloss die Industrie sich uns an. Gemeinsam fühlte es sich super an. So, als könnten wir den ganzen Raum erobern, beherrschen, einnehmen. Wir genügten uns selber und hatten nicht viel Interesse an anderen, die mit uns in Kontakt kommen wollten.
Schule & Bildung kam immer mal wieder vorbei und auch die katholische Kirche sagte Hallo, fanden jedoch beide nicht so richtig Anschluss. Einige andere kamen mutig und versuchten uns mit ihrer Frequenz zu beeindrucken. Ich weiß nicht mehr genau, wer alles da war. Wir beachteten sie nicht & nahmen keinen Ernst. Mir dämmerte mehr & mehr, dass ich alleine nichts bin.
Wieder & wieder schielte ich hin zur Regierung, an deren Arm ich hing. Ich wünschte mir, dass sie mir langsam mal einen Befehl gäbe. Allerdings wurde die Regierung schwächer und schwächer, gestützt & aufgestachelt von Banken und Industrie. Nützte jedoch nix mehr. Die Luft war raus.
Mein Interesse alleine weiter zu laufen, war gleich null. Auch ich wurde immer schwächer. Am Ende sind wir dann alle gemeinsam unter gegangen und lagen schwach und krank am Boden.

Die Industrie

Ich war die “Industrie”. Voller Tatendrang, auf der Suche nach neuen Produkten und Dienstleistungen.

Erst lief ich durch die Welt und begegnete allerlei interessanter Produktideen. Aber keine Stach so richtig hervor.

Nach einer Weile fanden mich allerdings zwischen den “Massenmedien”, dem „Militär“ und der “Regierung”. Fühlte mich erst mal Willkommen. Und ist die Regierung nicht der Auftraggeber mit den größten Produkten?

Eine Weile war ich damit ziemlich zufrieden, einfach Waffen fürs Militär zu produzieren und der Regierung auf Anfrage den Ratschlag zum Krieg zu geben. Es war etwas komisch, ständig von meinem größten Kunden um Rat gefragt zu werden, und das letztendlich dann aber nie auch nur eine einzige Entscheidung getroffen wurde.

Naja, wenigstens waren die Buffets gut.

Hatte so einige Probleme in der Rolle zu bleiben und rutschte ab und zu mal zurück in die Rolle „KLARNAME“. Der hat es auch sehr genossen, nach langer Einsamkeit durch Corona mal von so vielen attraktiven Frauen umringt zu werden.

An einer Stelle bildeten wir einen Kreis und Namen uns das „Nichts“ als zentralen Angelpunkt in die Mitte. Allerdings blieb uns nicht mal dieser Purpose lange erhalten.

Also konzentrierten wir uns auf unsere Geschwisterschaft der „freien Marktwirtschaft“.

Im Laufe des Abends entwickelten wir Ideen wie wir das „Individuum“ vermarkten könnten, wie wir den nutzlosen „Regenwald“ in nützliche Produkte verwandeln könnten, und wie wir helfen könnten der „Kirche“ wieder zu mehr ansehen zu verhelfen, im Tausch für ein hübsches Sümmchen versteht sich.

Am Ende waren wir so betrunken von unseren ganzen Parties und Konferenzen und Messen, dass wir uns einfach nur vergnügt im Schlamm suhlten.

„Fete, geile Fete. Was haben wir gelacht!“

Das Tribal Gathering

ich hab das “Tribal Gathering” repräsentiert. Es war eine interessante Rolle, da ich mit echt vielen in Kontakt kam, jedoch war es meist ein ‘oh hallo, willkommen, schön dich zu sehen’ aber kein tiefgreifender Austausch. Besonders berührt hat mich die Ablehnung der indigenen Völker, da sie das Gefühl hatten nicht ganz vom TG respektiert worden zu sein. Mit den Dämonen wurde gerne getanzt. die Industrie, das WWF und Institutionen wurden kurz beobachtet ohne weiteren Kontakt. Pachamama wurde leider gar nicht begegnet. Die Dunkelheit wünschte sich mehr Raum bei mir und es wurde auch mit etwas unangenehmen Gefühl mehr Raum gegeben. Bei dem Zusammentreffen mit der Väterlichkeit gab es etwas Überforderung und es gab den Wunsch die Väterlichkeit in ihrem Neuerfinden zu unterstützen. Der intensivste Kontakt entstand mit den ‘Spirit des Ortes’, es war so eine leichte Begegnung und ich bekam die Gewissheit, dass ich mich immer mit den Spirits verbinden und in Kontakt treten kann. Ich fühlte mich sehr gehalten und hatte den Impuls die Spirits auch bewusster zum Gathering einzuladen.
Das Schlussbild fühlte sich stimmig an; die Mischung aus Gemeinschaft, Licht und Dunkelheit und dem Individuum „Klarname“, der für mich die Energie repräsentierte, die das TG sich von jedem wünscht, da jeder etwas zu geben hat und so eine blühende Gemeinschaft entstehen kann. Durch das Erleben von Zusammensein und Selbstermächtigung auf dem TG, kann es leichter sein diese Stärke in die Stadt und Welt außerhalb des TG zu tragen.

Als am Abreisetag von dem nächtlichen Ausflug eines Teilnehmers in die Dunkelheit erzählt wurde, und von den vergangenen Vorfällen an diesem Ort, kam mir auch wieder die Verbindung mit den Spirits des Ortes in den Sinn. Ich hab aber keine konkrete Vorstellung wie diese integriert werden können 🙏🏼

Die Dunkelheit

verkürztes Transkript aus einem 5 min Video

Was für mich erstmal krass war, als ich die ganzen Karten geschrieben habe, die Dunkelheit im Augenwinkel zu sehen und zu denken krass, wer die Karte zieht hat ja richtig hartes Karma heute Abend. Und dann habe ich diese Karte gezogen. #lachen Es waren soviele blaue Karten und ich habe gehofft irgendwas schönes zu ziehen, wie spirituelle Praxis oder der Mond oder das Licht und was ziehe ich so? #augenrollen Na, klar, die Dunkelheit. Das begleitet mich immer: Depressionen, Schattenarbeit und Sucht. Themen, die mit der Dunkelheit zusammenhängen. Deswegen konnte ich mich da gut reinspüren wie schön die Dunkelheit auch ist und das Schöne wollte ich der Rolle dann auch geben. Sie hat sonst sowas träges und schweres runterziehendes. Aber sie hat auch was ruhiges und tiefes.

Und zum Glück haben ja viele Leute aus dem Feld auch wissend darauf reagiert. Der Mond war ne total tolle Begegnung. Das Licht war ne super Begegnung: Wir sind eigentlich eins und gehören zusammen. Die Begegnung mit Christian war für mich wunderschön und intensiv, weil ich ja auch immer so Respekt und Angst vor Christian hatte und ich nochmal sone schöne weiche Seite an ihm sehen konnte und ich mich gesehen und angenommen gefühlt habe. Es war total toll, dass wir da nochmal son tollen Side-Quest hatten.

Ich habe die Dunkelheit auch so als Schattenarbeit gefühlt und bin deshalb total froh, dass ich vom Tribal Gathering Raum bekommen habe. Und son bißchen konnte ich das auch auf mich persönlich übertragen, weil ich mir auch oft denke, so, na klar, die Dunkelheit wird so verkannt und übersehen. Das denke ich bei mir auch oft, weil ich sone Präsenz und sone große Klappe habe, dass die Leute dann denken, dass ich immer so intensiv bin und dass dabei meine weiche Seite auch nicht so rauskommt und gesehen wird. Aber klar, ich bin da auch noch herausgefordert mit das zu zeigen.

Ich fand es richtig, richtig wertvoll für das Gathering. War schön mit euch zusammen zu sein und bin nicht wie sonst in ein Loch gefallen und konnte diese Kreisenergie hier in mein Wirken in meiner Arbeit mit Menschen mitnehmen.

Der Mond

Sehr nice, eure Sharings zur Aufstellung zu lesen/ hören 🙏🧡☀️. Das schafft erneut eine gewisse Verbundenheit bei mir. Insofern krame ich auch noch mal meine Erinnerungen hervor.

Bei der Aufstellung war ich der Mond. Als ich die Karte gezogen habe, kam eine gewisse Freude auf, so etwas schönes wie den Mond gezogen zu haben. Gleichzeitig etwas Respekt, weil ich einer weiblichen Figur mehr vertraut hätte, den Mond zu repräsentieren und mir nicht ganz sicher war, ob ich die Rolle gut ausfüllen kann. Dann haben mir allerdings die Worte „du kannst keine Fehler machen“ geholfen und bin einfach losgezogen.

Die erste Begegnung war mit dem Nichts. Das war wunderbar und für mich wie eine Ehre, weil ich das Nichts als die ultimative Wahrheit oder das ultimative Sein empfunden habe und mich als lebendigen Teil der Schöpfung in seiner/ihrer Gunst gesehen habe. Außerdem hat das Nichts so wunderbar herzlich gelacht, über einfach alles, als wenn dieses ganze Wunder des Universums und der ganzen Schöpfung am besten mit Lachen zu verarbeiten oder zu verstehen ist. Irgendwas wollte beim Nichts bleiben und irgendwas wollte los. So ging es also weiter.

Nun merkte ich die Qualitäten des Monds noch mal besser. Er ist einfach da, kreist um die weltlichen Gegebenheiten herum, guckt sie sich liebevoll an, versucht auf Sie positiv zu wirken, allerdings sehr subtil, weil direkt eingreifen ja nicht geht. Hier hab ich auch gemerkt wie schön ich diese Rolle finde, weil ich mich auf dem Gathering oder in der Gesellschaft auch häufig so fühle oder gerne diese Rolle einnehme, als dass ich gerne etwas außen vor bin, mir die Dinge von außen angucke und trotzdem mitfühle, Liebe schicke und mich gleichzeitig freue, wenn mir jemand Beachtung schenkt.

Klar bin ich an den Banken, der Industrie usw einfach vorbeigezogen, die haben mich nicht interessiert. Der Regenwald wirkte so, als wenn er etwas Beistand gebrauchen könnte und so war ich gerne da. Gerne hätte ich etwas geholfen, als dass ich das Mitgefühl gerne zum Regenwald geschickt hätte, weil ich es als Schlüssel von so vielen Problemen auf der Welt wahrgenommen habe, doch dann hab ich gemerkt, dass ich wenig lenken kann, sondern am ehesten einfach dabei sein kann und mein blaues, klares, liebevolles Licht ausstrahlen kann.

Fast magnetisch hat mich Pacha Mama angezogen und es hat sich so gut angefühlt in ihren Armen zu liegen. Herrlich! Hier hätte ich den ganzen Abend bleiben können und bin gerne immer wieder zurück zu ihr gekommen. Sie hat mir auch ein paar Fragen gestellt, was es denn eigentlich genau mit mir auf sich hat usw. Als Antwort konnte ich allerdings nur erzählen, wie ich mich fühle, nicht wer ich wirklich bin, wo ich herkomme oder was es genau mit mir auf sich hat.

Die Dunkelheit war auch toll, weil ich mich sehr gesehen gefühlt habe von ihr und ich sie ähnlich wie das Nichts als Background-Kraft wahrgenommen habe.
Die Sonne war natürlich auch nice. Allerdings fast schon wie eine Schwester, die ja eh die ganze Zeit da ist und somit gar nicht so besonders für mich war.

Die Kirche kam mir etwas suspekt vor und ich konnte ihr nicht so recht vertrauen.

Dann kamen immer mal wieder einzelne Figuren auf mich zu und ich hab mich jedes Mal gefreut, wenn sie mich wahrgenommen haben. Ich hätte gewünscht, dass sie mich öfters wahrnehmen, weil nur so kann ich ihnen ja meine Kraft und Liebe schicken. Auch hätte ich gerne das Element Wasser getroffen, weil ich dieses in vielem wahrgenommen habe, als dass es am besten zu mir passt und durch das ich am besten auf der Welt wirken kann.

Beim Schlussbild hab ich mich ganz natürlich bei Pacha Mama wieder gefunden. Ich glaube ich habe versucht ihr den Rücken zu stärken.

In den folgenden Tagen war es natürlich noch mega schön, den Vollmond zu genießen und seine mystische Kraft nun noch intensiver wahrzunehmen, da ich einmal in dessen Rolle schlüpfen durfte.

Also, auch von mir super vielen Dank für diese grandiose Aufstellung! Sie hat mir nicht nur viel Spaß gemacht, sondern hat für mich auch das Verbundenheitsgefühl in der Gruppe gestärkt und hat mich wieder mal, (wie schon damals bei der Wohnsituations-Aufstellung vor 2 Jahren) was die Schlusserkenntnis und die ganzen kleinen Learnings und Erkenntnisse angeht, ziemlich geflasht. Für mich persönlich hat sich das Schlussbild sehr stimmig angefühlt. Die Antwort fand ich mega, mit welcher Klarheit sie gesprochen hat und ich fand es auch sehr interessant, dass die Gemeinschaft so eine wichtige Rolle eingenommen hat und dass die spirituelle Praxis, die ich persönlich als wichtige Säule in meinem Leben sehe, zwar da war, aber jetzt nicht die zentrale Rolle eingenommen hat. Nice! I can relax there a little bit 😉

Danke an Christian, der dies wieder mal grandios geleitet/ gehalten hat. Danke an Ron, dem Raum gegeben zu haben. Danke an alle Mitwirkenden!

Ja und in den folgenden Tagen konnte ich die Aufstellung noch super als Inspiration sehen, genauso durch mein Leben zu gehen wie in der Aufstellung. Also, einfach darauf zu vertrauen, zu den richtigen Figuren zu gelangen, auf meine Impulse vertrauen zu dürften, nicht zu trauern, wenn Verbindungen sich lösen, keine Angst haben zu brauchen, nicht mit jedem in Verbindung gegangen zu sein, sondern dass alles schon so seine Richtigkeit hat/ hatte/ haben wird.

Mein Verstand hat dann noch etwas getrauert, dass wir so viele Rollen an schlussendlich eher unwichtige Gesellschaftsrollen vergeben haben und nicht noch mehre spirituelle Kräfte dargestellt haben oder die restlichen Elemente oder die Sexualität oder sonstigen Fragen, die noch so in meinem Kopf herumschwirren. Bloß auch das sollte wohl so sein :). Auch spannend: Gott hatte eine Rolle, oder? Ich weiß es gar nicht mehr genau. Ich meine ich hätte „ihn“ gesehen doch eher so wahrgenommen, dass er die Sachen einfach im Hintergrund lenkt und fürs Verstehen gar nicht so eine wichtige Rolle spielt, weil er ja eh einfach da ist und durch die anderen Figuren hindurch wirkt.

Ohne Rolle

Meine Aufstellung von dir danke dafür🙏

Ich war Ich, ich war nicht lange dabei, schon bei dem Kali-Warm-up war ich erschöpft, mein Hals tat weh, ich schlachtete meinen Exmann, danach fühlte ich mich schlecht, mir war so übel!

Ich war so müde, hatte Bauchweh und so entschied ich mich für „keine Rolle“, mich, ich begegnete dem Weltwirtschaftsforum, wir redeten kurz, ich hab nicht so recht ins Gespräch gefunden, wollte eher weiter, dann sah ich die Liebe, sie weinte, ich blickte mich um und entschied mich dazu den Raum zu verlassen, mir war es viel zu viel!

Ich fand Hoffnung in der Teezeremonie, am Abreisetag von „Klarname“! Meine Tarotkarte: die Welt/Das All: von mir gekürzte Version bzw. was ich draus gelesen hab: wenn die Welt im kleinen funzt, funzt sie auch im Großen! Lg

Pacha Mama

Meine Reise als Pachamama
Ich hatte gleich am Anfang die klare Information erhalten, dass ich „die Erde“ unbedingt auf einen Zettel schreiben muss. Ich schrieb nach einem kurzen Austausch mit Christian dann Pachamama auf den grünen Zettel. Aus über 40 Karten zog ich dann später genau meine Karte „Pachamama“.
An das erste was ich mich erinnere war, dass ich der Kultur begegnete und ich die Kultur fragte was Sie denn sei. Die Kultur sagte zu mir, ich solle mir ein Wörterbuch kaufen. Total irritiert ging ich weiter. Ich begegnete vielen roten Karte, die Schule, die Industrie, die Bank, etc. und bei allen hatte ich das Gefühl es nicht zu verstehen. Ich habe es auch immer wiederholt: „Ich versteh nicht was du bist, ich verstehe es einfach nicht“. So verwirrt ging ich durch die Masse an Menschen und Trubel. Eine Begegnung war mit dem Regenwald, der so traurig war und Angst hatte zerstört zu werden. Ich sagte recht gefühllos: „Du wirst wieder, keine Angst. Das ganze hier ist bald vorbei. Wir brauchen nur etwas Geduld.“ Ich meinte hiermit die „Menschheit“.
Eine weitere richtig schöne Begegnung war mit dem Mond. Ich fühlte mich verbunden und angekommen. Wir kuschelten und freuten uns über unser sein. Als könnte er mich verstehen und sehen. Immer wieder begegneten wir uns und ich hatte das Gefühl wir geben uns halt für diese Zeit.
Es gab einen Moment mit dem Mitgefühl. Er war so traurig und ich saß plötzlich neben ihm und wiederholte immer wieder: „Mit – Gefühl, Mit – Gefühl, Mit – Gefühl“ Warum genau, kann ich jetzt nicht mehr sagen, ich musste mich stoppen um nicht ganz verrückt dazustehen. Das Mitgefühl konnte dadurch aber entspannen und ich spürte wie er neben mir losließ und sich fallen ließ. Ich kuschelte mich kurz an ihn und hatte dann aber das Gefühl, dass ich wieder weiter muss.
Öfters schaute ich auf mich herab und mein Schild wollte nicht kleben. Ich war daher mit ganz viel Klebestreifen beklebt und meines Erachtens sah ich furchtbar aus und verbalisierte das auch immer wieder. „Ich sehe furchtbar aus! Seht mal wie ich aussehe!“ Darauf kam sehr lange keine Reaktion bis ich beim wunderbaren Individuum landete, welches sich entschied mich anzunehmen und mein Schild abzunehmen und den Versuch startete mir eine Krone zu bauen. Ich fühlte mich wohl, gesehen und gehalten. Da ich im Schoß des Individuums lag. Auch die Liebe war hier sehr lange bei mir und umarmte mich und kuschelte an meiner Seite. Genau so war das Ende für mich. Ich lag im Schoß des Individuums von der linken Seite gekuschelt von der Liebe, mit dem Gefühl gesehen, gehalten und angekommen zu sein.

Die Regierung

Ich hatte die Rolle der Regierung. Als ich sie gezogen habe, hatte ich erst etwas Angst und Respekt so eine meiner Erwartung nach „mächtige“ Rolle einzunehmen. Dieses Gefühl von Macht ist allerdings recht schnell verschwunden. Ich habe mich schwach und willenlos gefühlt und nur die Industrie hat mich gehalten und geführt. Bei ihr konnte ich mich anlehnen und hatte jemanden der mir sagt wo es langgeht. Auch zu den Medien habe ich mich sehr angezogen gefühlt und hatte Lust mit ihnen zusammenzuarbeiten, wir drei waren ein gutes Team und die Banken kamen auch immer mal wieder dazu. Vor denen hatte ich auch irgendwie Respekt. Das Militär war einfach da, ich war froh dass es da war. Ich wollte aber keinen Krieg. Ich wollte auch gut dastehen vor dem Volk und wollte eigentlich nicht dass man sieht wie schwach ich bin. Allerdings hat mir das Volk gefehlt, die Rolle gab es leider nicht. Mit den ganzen Tribal Gathering Leuten und Spiritualität konnte ich nicht viel Anfangen, es war allerdings schon auch Interesse da. Es war irgendwo auch Interesse da was Gutes zu tun, zb für den Regenwald, aber ich hab dabei keine Unterstützung von der Industrie und so bekommen und mich auch kaum getraut das anzusprechen. Ich weiß nicht wie es gewesen wäre, wenn vielleicht eine größere Menge an Menschen oder bestimmte Rollen stärker auf mich zugekommen wären. Aber ich hatte wenig Kraft und Macht. Und vor allem keinen Durchblick. Ich hab auch nicht so richtig mitbekommen was Industrie und banken zu geplant haben. Interessant war dass bestimmte spirituelle Kräfte wie Kali, die Dämonen aber auch die Engel eine Wirkung auf mich hatten, ich hab ihre Präsenz auf jeden Fall stark gespürt und da war auch eine gewisse Anziehung und gleichzeitig auch viel Angst.
Das innere Kind habe ich voll abgelehnt.
Insgesamt war ich sehr Schwach und Überfordert und habe mich sehr von außen leiten lassen. Und irgendwo war eine ganz leise Sehnsucht. Von der ich nicht sagen kann ob es einfach die von „eigener Klarnamne“ war oder ob sie auch in der Regierung präsent ist. Eine Sehnsucht nach einer besseren Welt und nach spirituellen Kräften und irgendwie auch nach Pacha Mama, auch wenn ich ihr nie begegnet bin.
Letztendlich hatte ich dann im Endbild meine Kuschelparty mit Industrie und dem ganzen Pulk und das Tribalgathering und die anderen Rollen haben meinem Gefühl nach wie ihre eigene Welt aufgebaut die größer und größer wurde und uns hat es nicht gestört. Wir hatten uns und ihr hattet euch. Wir konnten auf euch nicht einwirken und euch nichts wirklich anhaben, das hat uns auch nicht interessiert. Ich konnte niemandem bedrohlich sein, wie ich erst gedacht hätte und da war so eine Angst und Ahnung, irgendwann einfach unterzugehen, mich aufzulösen und etwas neuem Platz zu machen. Vielleicht war ich als Regierung schon auf dem Weg dort hin.

War froh als die Aufstellung vorbei war und ich langsam wieder in meine eigene Energie und Kraft gekommen bin. Interessante Erfahrung 😊

Die Familie

Ich schreibe hier von
Ausschnitten meiner Erfahrungen als Darstellerin der Familie. Ich hatte die Karte zuvor selbst beschriftet und dann gezogen.
Zu Beginn habe ich mich klein gemacht und hatte das Gefühl mich nicht von der Stelle bewegen zu können.
Doch dann lief ich los und sah „die Liebe“ traurig und zurückgezogen in der Ecke.
Was machst du da, warum bist du nicht bei mir (uns/der Familie)? Komm doch zu mir? Ich fühlte mich entsetzt und wurde auch ganz traurig. Was brauchst du denn? Da kam die „Angst“ zu ihr und „die Liebe“ fühlte sich bei ihr etwas wohler. Die Angst stand neben „der Liebe“ und gefühlt zwischen uns. Ich war etwas beruhigt dass es „der Liebe“ etwas besser ging, jedoch konnte es das nicht gewesen sein. Ich versuchte Unterstützung zu holen, doch ich fühlte mich nicht wirklich gehört und gesehen. „Das Licht“ und „der Engel“ gaben mir zeitweise Halt. Ich fühlte mich verzweifelt, besorgt, auf der Suche nach Lösungen.
„Die Ahnen“ wollte ich finden und Unterstützung einholen.
Ich traf auf „Kali“. Sie sagte zu mir das sei alles alt, meine Rolle als Familie dürfe sich ändern, altes dürfe sich auflösen. Dir soll ich nun vertrauen fragte ich laut und vorerst zweifelnd. Kali redete mir weiter bei, mir wurde übel. „Kali“ sagte lass es raus ich halte es für dich. Ich spuckte Kali in die Hand. Es war ein Moment von Scham, Halt, Abgeben und Altes lösen.
Später habe ich mich mit meinem Rücken an den der Liebe gesetzt, die gerade Pachamama kuschelte.

Weltwirtschaftsforum

Ich zog einen Zettel ohne nachzudenken, als Idee, es kommt das, was sich mir zeigen will: „Weltwirtschaftsforum“! – Ich spürte Enttäuschung – Mein Ego – oder Herz? wollte eigentlich etwas wie Liebe oder Gemeinschaft oder eben irgendetwas „Romantisches“ mit Herz.

Nun gut, ich ging in die Akzeptanz, spürte weiter, um mit der Rolle „Eins“ zu werden. – So lief ich umher und sah all die anderen – ich sah die Menschen, mit ihren „Herzensangelegenheiten“ – erste Prozesse konnte ich dort wahrnehmen, wie sie zusammenkamen, ich konnte nicht erkennen, wer genau sie waren, in dem Moment waren es Bewohner dieses Planeten mit Emotionen, sie kamen zusammen und unterstützten sich gegenseitig – sie umarmten sich, lachten und weinten schon. – Und ich? Ich fühlte mich sehr einsam, nicht zugehörig, ganz weit weg von all dem Menschlichen…wenn mich jemand sah, zeigte sich Abneigung oder ein „Belächeln“. Ich versuchte irgendwo „anzubandeln“ – niemand wollte irgendetwas mit mir zu tun haben.

Dann traf ich auf ein Gespann, es waren die Industrie, die Regierung, die Banken, die Medien und das Militär. Die Industrie war groß, wirkte glücklich und tiefenentspannt, hatte rechts im Arm die Regierung und links die Banken oder/und die Medien. Ich begab mich dazu und fühlte ein „Ankommen“ – Jo! Hier fühlte ich mich wohl, da war ich endlich, bei der „Elite“ – ich spürte eine tiefe innere Erhabenheit in mir aufkommen und ich konnte wahrnehmen, wie klein und egal mir diese Leute da „draußen“ wurden und wie lächerlich – die mit ihrem ganzen Gedöns…“die wollen die Welt retten“…Ha ha ha, macht mal, ihr Sklaven, lebt mal schön in Eurer Welt und betet. Eure Einbildungskraft ist unser Gewinn – wir bestimmen den Markt und was ihr denken sollt – umso mehr ihr Euch ablenkt mit Weltrettungsgedanken können wir im Hintergrund arbeiten, Geld schöpfen und Euch am langen Ast halten…Ich bekam richtig dicke Eier, wurde zum Checker, zum Prollo, der über allem steht – die Musik kam zu mir, und wollte mir ein schlechtes Gewissen machen, dass ich ja auch Musik höre und dass es mir ohne Musik schlecht gehen würde. Ich konnte nur lachen und sagen, ich liebe Eure Musik und verköstige mich daran, denn ich fördere Sie durch Verträge mit Künstlern, die ja auch ihren berechtigten Anteil an den Einnahmen haben, aber der Rest, der in Millionen zu uns fließt, ist eben unsere Einnahme daran. Ohne uns könntet ihr auf dem Markt nicht bekannt werden, denn wir bestimmen das, ohne das ihr es merkt. Die Musik tat mir nur leid, zu versuchen, Einfluss auf mein Gewissen zu nehmen.

Denen ich von nun an begegnete, erschien ich wie vom hohen Roß, nicht wie am Anfang – ich war nun über allem erhaben, das Gefühl der Macht und alles unter Kontrolle zu haben, verlieh mir Kraft – Ich konnte auch den Anteil wahrnehmen, dass das moralisch voll daneben war, und zugleich war es mir so egal wie einem Betrunkenen, der ohne Kleider durch die Gegend läuft und null Scham empfindet.

Die Universitäten kamen – gefundenes Fressen! Wir investieren in die Universitäten und suchen uns die Besten raus, die wir zu unseren Agenten ausbilden und auf der Welt in die Institute verstreuen, um Mindblowing in den Firmen und Instituten zu verbreiten – ganz nach unseren Vorgaben und Zielen – es ist so herrlich!! Das Gefühl der Macht ergriff mich, es gab mir Halt…

Ich sah das Militär stets gelangweilt neben mir – ich sagte, komm, wir brauchen doch nur irgendwo ein bisschen Chaos anrichten, dann sind die wieder alle abgelenkt und wir schöffeln Kohle – das Militär antwortete, ja, aber ich brauche doch einen Befehl! OK – ich wurde lauter und rief zur Regierung, Loosss! Wir brauchen einen Krieg, dann können wir verdienen – nun mach schon, gib dem Militär den Befehl! – die Regierung wirkte allerdings sehr schwach und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich durch sie hindurch spreche, ich hatte bestimmt mindestens drei oder vier Mal zum Krieg aufgerufen, aber nichts geschah…Irgendwann sackte die Regierung auf die Knie und das Militär saß gelangweilt und erschöpft daneben.

Die Bank rannte des Öfteren weg und machte so ein auf beleidigt… Ich konnte es nicht verstehen, die erforderliche Zusammenarbeit war aus meiner Perspektive nicht umsetzbar – alles was ich „konstruktiv“ der Bank ausrichtete erreichte sie nicht im geringsten, sie nahm mich einfach nicht bzw. reagierte nicht auf meine Vorschläge.

Der Regenwald kam zu mir und bat um Hilfe. Ich sagte, hey, ist doch alles gut, wir investieren soviel Geld in Firmen zur Erhaltung des Regenwaldes, was willst du denn? Natürlich nach unseren Vorgaben und dass nach außen hin alles gut aussieht, also heul hier nicht rumm, du bleibst schon erhalten, eben nur ein bisschen kleiner am Ende, werden ja auch wieder neue Bäume gepflanzt!

Ich hatte noch ein paar andere Begegnungen, die entweder kaum oder erfolglos in Beziehung gingen, inklusive provokanter Abwehr oder die ich leider auch vergessen habe. Die Dunkelheit wollte auch nicht mein Partner werden – sie sagte, sie wäre schon gesättigt und bräuchte mich nicht mehr. Das Nichts kam auch vorbei und wollte mich mit sich selbst „vereinen“ also auflösen, als Versuch, die Welt ohne mich zu einem besseren Ort zu machen. Ich hatte wieder dieses totale Gefühl der Erhabenheit und stellte das Nichts energetisch unter meine Scheffel – Ha, du Nichts, du bist schon mein, denn im Nichts ist alles Potenzial dieser Welt enthalten, besonders das Potential, was wir als Weltwirtschaftsforum entscheiden und bestimmen…

Es kam irgendwann ein Moment, ich weiß den Auslöser leider nicht mehr, wo mich dieses ganze „Schauspiel“ anekelte. Dieses ganze Getue der Erhabenheit und das Chaos der Elite in ihrem „Party“-rausch – ich spürte Leere…

Ich wollte plötzlich raus, ich spürte, nein, so kann das doch nicht weitergehen! Aufhören! Aufhören! Was kann ich jetzt tun?

Ich riss mir das Schild vom Leib und schrieb auf mehrere Karten: Gemeinschaft! Und wollte sie an die „Elite“ verteilen – ich glaube, eine Person machte mit, ich glaube das Militär, bin mir aber nicht mehr sicher, jedenfalls schlüpfte diese fast bekehrte Person wieder in ihre alte Rolle zurück mit dem Statement: ich ziehe das jetzt durch bis zum Schluss.

Nach dieser „Befreiungshandlung“ konnte ich zunächst nicht richtig emotional differenzieren zwischen mir, der Rolle als Weltwirtschaftsforum und der Gemeinschaft, in die ich mich reinrevolutioniert hatte. – Mich überfiel eine tiefe innere Trauer – ich spürte ein wenig mein Ich und erkannte, dass ich das, was ich mit meinem Verstand über die Jahre erforscht habe, warum die Weltpolitik so ist wie sie ist, leibhaftig gespürt hatte.

Fazit: Für mich war diese Aufstellung das Abbild der Systematik unseres globalen Funktionierens oder Disfunktionierens. Zurück bleibt eine Unsicherheit, mit dem Fühlen, dass dieses System sehr stark ist und die Verblendung Kraft hat – anderseits die Kraft des Wandels als Potential in der Luft liegt, im Grunde ja fortlaufend – solange wir jedoch unsere unbearbeiteten Traumatas oder angeborenen Verhaltensschematas weitergeben, können wir immer wieder von der Kraft der Verblendung leben, egal, ob sie sich leer oder egohaft anfühlt. Das Gefühl als Weltwirtschaftsforum, so geht es nicht weiter, ich schmeiße, macht mir Hoffnung! Wie im Kleinen, so im Großen. Ich hoffe und freue mich auf die „critical mass“!

Dämon

Meine Erfahrung als Dämon. Ich liebe sie❤️❤️❤️!!!

Ich war der Dämon (eigentlich wollte ich Gott sein aber wollen verhindert haben 🤪).
Ich bin losgegangen mit dem Gefühl „mich mag eh keiner, ich bin aber nunmal da“. Zuerst traf ich auf das „Tribal Gathering“ und das hatte überraschenderweise keine Angst vor mir, das hat mich angelächelt und wir haben zusammen getanzt. Dann musste ich weiterziehen, denn ich konnte nicht länger bei jemanden bleiben, der mich komplett angenommen hat. Mit der „Angst“ zusammen habe ich mich sehr Wohlgefühl. Die „Bank“ und die „Regierung“ wollten zwischendurch mit mir
Ihre Macht vergrößern aber sobald ich die Furcht vor mir nicht gespürt habe, war ich weg.
So bin ich umhergeirrt, hatte keinen richtigen Platz und sobald ich angenommen und gesehen wurde, musste ich weiterziehen.
Als der „Arbeitgeber“ mich loswerden wollte, habe ich mich richtig festgekrallt, er hat es dann mit „Licht“ und (ich meine) „spiritueller Praxis“ versucht aber dadurch hatte ich nur noch ein größeres Verlangen zu bleiben. Es war auch nicht ausreichend zu sagen „ich habe keine Angst und jetzt geh“. Nur die komplette Annahme hätte mich dazu bewegt weiter zu ziehen.

Wie witzig, ich wusste bis dahin nicht, dass Dämonen so sind. Tatsächlich fühle ich mich oft ähnlich, wie in der Aufstellung. Ich wundere mich, warum ich gemocht werde und sobald ich komplett angenommen werde, habe ich den Wunsch weiterzuziehen.🙈

AHO…

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