Keine Zeit zu sterben

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Knapp 2 Jahre wurde die Premiere vom letzten Daniel Craig James Bond verschoben. Pandemiebedingt, was mich schon auch leicht ärgerte, aber klar nen Film in dem irre Bösewichte die Welt mit nem Virus verseuchen wollen, war denen dann wohl doch zu heikel und eine zu krasse Verschwörungserzählung.

Ich bin wahrlich kein James-Bond-Fan, komme in die alten Filme kulturell nicht rein, die Dialoge und Actionsszenen und das Flirtverhalten touchen mich einfach nicht.

Casino Royal war mein erster Bond, im Übrigen auch der erste mit Daniel Craig. Für mich war das damals ein MUST-SEE-Film, weil dort gepokert wurde und das damals mein Sport und ein Mega Hype war. Ich könnte mich jetzt hier darüber auslassen wie falsch und fehlerhaft Poker in den meisten Mainstreamfilmen und auch Serien dargestellt wird, so dass es ein wirklich unrealistisches Bild entsteht, aber das ist glaube ich ein eigener Blogeeintrag.

Schon im Jahre 2007 produzierte mein jüngerer Bruder einen generischen Bond-Trailer, der auch passend zu dem 2021 Bond eindeutig vorhandene Dynamiken spoilert. Urlaub, Cocktails, Schießereien und Frauen, aber ja, dieses Mal gab es keinen Fallschirm beim Sprung aus dem Flugzeug, sondern ein Mini-Graviations-Flugzeug-Tauchboot.

Bitte Liken und Teilen

Ich gönnte mir heute die Deutschland-Premiere von „James Bond – keine Zeit zu sterben“. Sie hatten ja jetzt zwei Jahre Werbung machen können und mussten ihn unter Verschluss halten und hoffen, dass keine Spoiler an die Öffentlichkeit gelangen. Diesbezüglich lade ich euch auch ein, den Film so schnell wie möglich zu sehen. Am Besten noch vor dem 11.10.21, denn da könnten für Ungeimpfte nochmal ca. 20€ für ne Testung zum Ticket und Verpflegung draufkommen.

Und ja, der Hype war spürbar. Billie Superstar Eilish macht den Eröffnungssong. Der oscarprämierte Darsteller von Freddy – fucking legend – Mercury sowie Christoph Waltz sprechen für eine hochkarätig charismatische Besetzung der „Schurken“. Der Daniel-Craig-Bond ist als Figur unfassbar gut aufgebaut. Es ist sein fünfter und letzter Teil, es hat sich psychologisch enorm viel bei ihm angestaut und es gibt auch in der spirituellen Szene bekannte, vor allem in den Rauhnächten, Loslassrituale. Er hat eine emotionale Facettenbreite und -tiefe, die nie zuvor hätte da sein können. Ich bin lange nicht von männlichen Hauptfiguren emotional so bewegt worden. Absoluter Pluspunkt ist ja auch, dass es eine Art Filmuniversum ist und Handlungsstränge sich über alle 5 Teile durchziehen. Das ist nochmal ne größere Leistung als für einen einzelnen abgeschotteten Film ne Handlung zu kreieren. Für mich der mit Abstand beste Bond aller Zeiten, wobei mein Maßstab aber alters und Sozialisationsbedingt sehr verzerrt sein mag. Dieser Eiserne Mann hat sich seine Ruhestand redlich verdient.

Und klar, mein Mind könnte auch ins Kritische gehen, was sich vor allem auf kleinere Gefühle des „Nicht-Verstehens“ zusammenfassen lässt, weil ich die ganze Überdynamik jetzt auch nicht auswendig im Kopf habe und Minidetails jetzt nicht vollends schlüssig erklärt werden, aber das machen Actionfilme oft, weil bei der Action das unterhaltende Element liegt und nicht in der 100% Kohärenz.

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