Dune

Ich habe mir am Tag der Deutschlandpremiere dann doch noch spätabends nach dem Feierabend DUNE reingezogen.

Meine Einschätzung: „Meisterwerk“

Ja, düster, ganz anders als die Rave-Band Dune aus den 90ern, („cant stop Raving“, „lets go hands ind hands“ und der Queen Remix „who wants to live forever„) die ich mir immer noch gerne reinziehe und kaum vergleichbar mit dem anstrengenden Trashfilm Dune aus dem Jahre 1984, den ich kaum aushalten konnte. Ich verlinke mal, falls ihr statt diesem Artikel doch lieber Bock auf Gute-Laune-Ecstatic-Dance mit euch selbst habt.

Sehr viele Griffe der Filmkunst ausgeschöpft. Absolute Starbesetzung, extreme starke Bilder und Filmmusik von der absoluten Elite „Hans Zimmer“. Bißchen Abzug gibt es in der Story und in der Breite des Films. Tiefe hat er, aber es fehlte noch etwas mehr Bezug zum Filmuniversum, da toppt bspw. Star Wars mit einer enorm breiten Darstellung ihres Filmuniversums.

In meinen Prozessen mit meinem rechten Oberkörper, meiner väterlichen Seite, hatte ich mich letztens auch mit der Wüstenfrequenz connected. Mein Vater kommt ja aus Afghanistan, wenn ich diese Steinwüsten in den TV-Bildern sehe, fällt es mir schwer vorzustellen, dass es bei Menschen heimatliche Gefühle auslöst. Ich liebe das Deutsche Klima und die entsprechende Natur mit ihrer speziellen Ausprägung von Wäldern schon sehr und bin dankbar, dass ich meine Inkarnation hier leben darf. Auch als ich mal in Marokko Urlaub machte konnte ich mich nicht so in die Natur dort reinentspannen. Die geistige Welt lädt mich aber dazu ein mit der Weite und Leere und Stille der Wüstenfrequenz in Kontakt zu gehen. Mein Monkeymind hat Angst davor. Den Kinofilm Dune zu schauen, war jetzt ein schöner Kompromiss für meinen Monkeymind und meinen rechten Oberkörper mich mit der Frequenz von Wüste zu connecten.

Ich werde im Folgenden einige Assoziationen teilen, mit geringer Spoilerfrequenz. Den einzigen Fakt, den ich als Service Spoilern werde ist, dass es sich um einen Episode 1 Film handelt. In die Falle bin ich schon bei „Alita Battle Angel“ und „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ getappt. Hätte ich vorher die Information gehabt, dass es ein Mehrteiler ist anstatt ein Einzelfilm, hätte ich anders entscheiden können wann ich diese Filme schauen möchte, weil die Gefahr besteht, dass ich dann zum zweiten Teil den ersten wieder vergessen habe und vielleicht doch lieber alle zusammen schauen möchte. Naja, hinterher habe ich auf einem Filmplakat gesehen „it begins“, was mensch als Hinweis deuten könnte. Sei der Filmindustrie das Unterlassen dieser Information aus kommerziellen Gründen mal verziehen.

https://youtu.be/NHMCcXjD7Ak

Ich konnte wunderbar eintunen. Seit sehr langer Zeit endlich mal wieder ein 3D-Film und ich hatte ein völlig neues 3D-Erlebnis. Es war sehr beklemmend in den Sandstürmen mit schlechter Sicht und hat mich emotional voll aufgewühlt und in den Film hineingesogen. Ein Effekt, den ich liebe bei Filmen und mein Hauptkriterium für ein gutes Filmerlebnis ist. Holt der Film mich rein oder bleibe ich in der bewussten Beobachtung.

Es bleiben einige Assoziationen mit Star Wars. Bspw. die eine Szene, wo Luke von einer Planke in ein Sandloch mit Zähnen springen soll, erinnert an die majestätischen bis zu 400m großen Sandwürmer und deren Zähne, die sich durch den Wüstensand bewegen wie Fische durch das Wasser. Es gibt auch einen Imperator und Raumschiffe. Aber weder den Imperator oder die viel zitierte Raumfahrergilde, welche mit Hilfe von Spice, einer psychedelischen Droge, die Quantensprünge für weite Reisen im Universum berechnen können, bekommen da irgendwie persönlichen Raum, was sich natürlich massiv von Star Wars unterscheidet, wo der Imperator und die Piloten und auch Nicht-Humanoide Lebensformen und viel mehr Randfiguren sehr viel mehr Raum bekamen. Das „bekannte Universum“ in Dune ist geweitet, aber es gibt nur Humanoide und es leben verschiedene Adelsgeschlechter auf verschiedenen Planeten. Ich hätte mir von Dune ein breiteres Eintauchen ins Filmuniversum gewünscht.

Auffallend ist eine fehlende Urbanität, Infrastruktur, Freizeitgestaltung. Es gibt keine Bars, keine Schulen, keine Läden, keine Gassen/Straßen, keine Restaurants, keine Parties, keine Sauna. Die Architektur ist abgesehen davon aber immer sehr gewaltig. Riesengroße Raumschiffe und riesengroße Räume. Jeder Raum ist ne Halle. Daneben gibt es mal ab und an Schlafzimmer zu sehen, wobei der Fokus da dann er auf der Person im Bett ist.

Und auch das ist ein Stilmittel, das in diesem Film mir sehr positiv aufgefallen ist. Es gab Figuren, die einerseits in Nahaufnahmen in ihrer Größe eingefangen wurden, aber gleichzeitig wurden sie immer zur Größe des Raums, also des physischen Saals, der gewaltigen Wüste, dem gewaltigen Sonnenuntergang, dem tobenden Wassermassen in Szene gesetzt. Das Große im Größeren. Demut durch Größe und Bilder von Naturgewalt. Die Wassermassen und Musik von Hans Zimmer erinnerte mich sehr stark an „Interstellar“, an die Szene, wo sie auf dem Wasserplaneten landen, wo dann auch die „Wasserdune“, die Welle kommt.

Es gibt ein klares Patriarchiat. Die Adelsfamilien und Männer sind Arbeiter oder Soldaten. Eine krasse Homogenität der Menschen. Es gibt fast ausschließlich Erwachsene in einem gewissen Alterspektrum und in ihrer uniformen Rolle. Keine Kinder, keine Individualität, außer natürlich für die adeligen Hauptfiguren. Und auch hier gibt es wie auf unserem Planeten ein Imperium, dass auf Rohstoffen basiert, also auf Ausbeutung der Natur. Eine Natürlicher Rohstoff führt zu einem extrem hohen Wert und wie auch hier auf unserem Planeten werden die meisten Kriege zum Thema Rohstoffe geführt, weil der Rohstoff Macht verspricht.

Parallel gibt es zum Patriarchiat, das weibliche Pendant. Ich könnte jetzt Matriarchiat schreiben. Aber zum Matriarchiat habe ich eine hierarchiefreie Verknüpfung im Kopf. Es geht darum, dass mächtige Frauen mit spirituellen Fähigkeiten ihren Platz neben den Männern einnehmen. Ja, „Hexen“ werden nicht als Feinde des Patriarchiats oder der Religionen verbrannt, sondern bekommen ihren Platz mitten im System und haben ihre eigene Agenda. Es ist Tradition, dass die Fähigkeiten von Frau zu Tochter weitergegeben wird und es deshalb wichtig ist Mädchen zu gebären, so wie es wichtig ist für Männer Jungen zu gebären. Berührend fand ich wie weise das Patriarchiat einer Adelsfamilie dargestellt wurde: In anderen Filmen ist es oft eine Bürde für die Kinder, die Last der Verantwortung übernehmen zu müssen. Hier in dem Film gab es, obwohl Druck da ist, dass der Sohn es übernehmen müsste, weil „wer denn sonst?“, gab der Vater ihm Raum für eine freie Entscheidung und betonte die Liebe zum Sohn unabhängig zu der äußeren Rolle. Das sah ich selten in Patriarchialen Filmen (kann mich nicht an was vergleichbares erinnern) und muss lobenswert hervorgehoben werden.

Ich werde ins 11 Jahrtausend geholt. Was davor passiert ist und eine Einordnung der Zeit, insbesondere auch zum Thema Künstliche Intelligenz liest sich sehr gut in diesem Artikel, den ich sehr empfehlen möchte. Ich resoniere sehr mit der Technologieferne und der Abwesenheit von Androiden, was auch nochmal stark zu Star Wars abgrenzt, auch wenn es dann in einer Szene, dann doch ein 3D-Bildungstool gibt. Hätte mensch auch drüber nachdenken können komplett drauf zu verzichten. Auch absolut erwähnenswert ist, dass der Arzt, da nicht mit Maschinen und Scangeräten rumrennt, sondern, dass der Arzt der Zukunft, die Menschen berührt, intuitiv reinzoomt und dann eine Diagnose abgibt. Eine Heiltherapie in dem Film ist dann auch ein Schlammbad. Könnte mir vorstellen, dass unser System der Schulmedizin auch parallel solche ausgebildeten Heiler_innen zur Seite stellt. Menschen, die das total lernen, dem Körper zuzuhören und nicht nur Symptombekämpfung aus dem Lehrbuch runterrattern.


Der letzte und auch entscheidenste Punkt warum dieser Film, sehr, sehr geil ist, ist die absolute Starbesetzung vor allem mit Figuren, die aus dem MCU, von Marvel und dem DCEU bekannt sind. Fangen wir an mit Josh Brolin, den größten Bösewicht aller Zeiten im MCU gespielt hat und die Ehre hatte im X-Men Universum mit der Rolle von Cable Freund und Feind von Deadpool zu sein. Dann haben wir die äußerst hübsche und charismatische Freundin vom Tom Holland Spiderman. Mit Tom Holland habe ich echt meine Schwierigkeiten, weil er anders als Tobey Maguire, son hyperaktiven 15jährigen Spidey spielt und die Beziehungsprobleme schon echt weird sind. Aber sie ist hübsch, ihre durch das SPICE, der Rohostoff auf dem DUNE-Wüstenplaneten, aufgepeppten Blau-leuchtenden Augen sind hypnotisch. Sie ist charismatisch und sie kriegt die Schlumpfinenrolle als einzige (vor allem junge) Frau in nem Tribe aus männlichen Wüstenkriegern dazuzugehören.

Große Freude tauchte bei mir auf als ich Drax aus Guardians of the Galaxy sah und nicht zuletzt Jason Aquaman Momoa (+GoT).

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