TENƎT

Vorneweg ein R.I.P.für Chadwick Boseman

Er ist heute mit 43 Jahren an Krebs gestorben (andere Quellen geben sein Geburtsjahr mit 76 an), er hat die Krankheit gegenüber der Öffentlichkeit verheimlicht und parallel noch Filme gedreht, trotz Operationen. Meine Verbundheit ist über die Figur Black Panther entstanden, die er in Avengers Filmen und seinem Solofilm verkörperte. Hier ein Bericht von der Deutschlandpremiere, für die ich zwei Tickets gewonnen hatte. Politisch und spirituell eine Filmfigur mit starker Tiefe und Auswirkungen auf die Gesellschaft. Teile von Black Lives Matters benutzte die Wakanda-Grußformel heißt es bspw. in diesem Nachruf im Tagesspiegel vom 29.08.20.

Ich war gestern nach sehr langer Zeit wieder im Kino. Sehr spontan hat es mich zu dem Film Tenǝt gezogen. Es war von dem Meisterregisseur Christopher Nolan, welcher die Dark Knight Trilogie, Interstellar und Inception zu verantworten hat. Und ja der Trailer versprach hochgradige Innovation mit einer völlig neuen Idee mit der Zeit zu spielen. Endlich mal wieder ein guter Film, ich habe ihn genossen, wenngleich ich nicht die Kategorie Sehr gut oder hervorragend vergeben kann. An Inception kommt er bspw. nicht ran, ähneln tut sich nur die emotionale unübersichtlichkeit, die ich in beiden Filmen empfunden habe. Unter dem Trailer schreibe ich ein paar Worte zu dem Film in einer Spoilerenergie. Ich kann empfehlen den Film zu schauen, auch gerne ohne Trailer, der Text unten lädt zum Austausch mit Leuten ein, die ihn auch gesehen haben.

 

Der Film läuft auf einem Level von James Bond. Ein zweikampfstarker Agent, der sich auch mit bewaffneten Terrorist_innen anlegen kann, weil die Bösen im Film ja nicht treffen, der blitzschnell alle möglichen Ressourcen zusammenstellt, ohne dass ich als Zuschauer das Gefühl habe, dass er dafür nen Team hätte oder ich werde einfach nur vom Regisseur mit diesen lästigen Kommunikationsvorgängen verschont. Und es gibt den großen irren Bösewicht, der die gesamte Welt bedroht. Ein Unterschied ist nur, dass er in einer Partnerschaft mit Robert Pattinson begibt, der sich im neuen The-Batman-Trailer, der offensichtlich den düsteren „Joker“ aus dem Jahr 2019 toppen will, gar nicht so schlecht macht und jetzt sein Twilight-Image wirklich transformieren kann.

Ich habe das Wort innovativ benutzt. Das ist der Punkt, dass sich zeitlich vorwärtsgehende und zeitlich rückwärtsbewegende Gegenstände, Menschen, Gruppen und Transportmittel in den gleichen Szenen im gleichen Moment befinden. Und ja genau aus dieser Idee heraus ist es ein MUST-SEE Film vor allem für alle, die sagen, dass den Leuten die Ideen ausgehen.

Relativieren möchte ich die Innovation natürlich dennoch, da bestimmte Momente mich, ohne dass ich das vorwerfen möchte, an andere Filme erinnern. Der Krieg der Zukunft mit der Gegenwart erinnerte mich an den sehr brutalen Film Loopers, bei dem Auftragskiller Menschen aus der Zukunft ermorden, dafür ein tolles Leben haben, aber dafür auch ihr 25Jahre später-Ich in der Gegenwart erschießen müssen.

Die Kommunikation über Mailboxes mit der Zukunft hat es in dem Filmklassiker 12 Monkeys schon gegeben, übrigens auch wegen der Corona-„Pandemie“ ein Film zum mal wieder anschauen.

Das Spiel, dass sich der Protagonist (Wenn er rückwärts durch die Zeit läuft ist er kurz ein Antagonist #metahumor) und selbst rettet/begegnet ohne es zu wissen, erinnerte mich an den Harry Potter Teil, wo Hermine ein Zeitamulett benutzt, um parallele Unterrichtsstunden zu besuchen und die drei Hauptcharaktere den gleichen Zeitstang aus zwei Perspektiven erleben.

Zu guter letzt bleibt das Zeitreisen-Großvater-Paradox, das im Film thematisiert wird, aber nicht augelöst wird. In Avengers 4 habe ich mich mega drüber aufgeregt, in diesem Film war es akzeptabel, dass sie der Storyline zuliebe mit Unlogik gespielt habe. Filme dürfen das, auch wenn sie in der letzten Szene nochmal knallhart das Paradox provozieren. Bis heute bleibt der mir einzige bekannte Film, in dem Fall ist es sogar eine Trilogie, der das Zeitreiseparadox wirklich korrekt bearbeitet die „Zurück in die Zukunft“ – Reihe. Mein Wunsch wäre, dass sich zukünftige Zeitreisefilme wieder an diesem Schema orientieren, auch wenn es zu Lasten der Innovation geht kann damit ja viel gemacht werden.

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