Theta Healing Session mit Leni

Jetzt folge ich mal den Impuls endlich eine Thetahealingsession mit meiner Lieblingsthetahealingsessionleiterin Leni zu dokumentieren. Eine Raumhalterin, die ich sehr schätze, bspw. bei Kakao und Kuscheln und die Abschiedsfeier vom SPIRIT BERLIN , die sie organisierte.

Theta-Healing ist ähnlich wie Channelling. Konkret verbindet sich die leitende Person über ihr Höheres Selbst mit dem Höheren Selbst des_der Fragestellenden. So können Antworten zu aktuellen Fragestellungen und Themen hier auf diese Frequenz gebracht werden.

Ich hatte schon einige Sessions. Ich mag grundsätzlich Raumhaltende, die ne Anbindung nach oben haben und dann nicht aus ihrem Mentalkörper handeln. Der Prozess und der bei mir hochkommende Schmerz wird dann auch entsprechend sehr gut begleitet und gehalten, was es mir erlaubt zu vertrauen und tief zu gehen.

Ich traf sie am Donnerstag, den 12.09.19, am Ankommenstag vom Tribal Gathering an ihrem Kakao-Verkaufsstand. Und typisch heilungssüchtig, wie ich bin dealte ich relativ zeitnah nach ein paar Sharings, einen Sessionaustausch mit kurzen Einheiten mit ihr aus. Sie bekam ne Miniaufstellung von mir und ich eine kurze Theta-Healingsitzung.

Ich war schon einen Tag länger dort und hattezu diesem Zeitpunkt gerade den Anruf bekommen, dass ich einen Tag später nach Bad Meinberg zu Yoga Vidya reise, um gleich ein ganzes Wochenende lang Familienaufstellungen zu leiten. Raumhalten ist irgendwie mein Ding, aber erfahrungsgemäß gehe ich energetisch auch immer tief mit rein in die Themen und Gruppenenergie und arbeite auch hart für die Qualität, die ich nunmal bringe. Ein Schatten ist es noch, dass ich hinterher doch schon auch sehr erschöpft bin und ich jetzt keine Fließbandarbeit draus machen kann, wie bspw. ein Jobcoach, der 4-5 Klient_innen hintereinander hat, oder Leute, die wirklich nur mit ner mentalen Coachingmethode arbeiten und ansonsten energetisch gut abgegrenzt sind. Weiterhin bin ich Spezialist dafür Erschöpfung zu unterdrücken, damit ich ja meine Programme fahren kann möglichst viel zu erleben. Dahinter ist die Angst etwas zu verpassen. Problem bei dem vielen erleben ist, dass ich es oft nur erlebe und nicht tief fühlen kann.

Wenn ich dann grundsätzlich mal in Entspannung reingehe, dann  holt mich der jahrelang aufgebaute Schatten aus unterdrückter Erschöpfung ein und es kommt viel dunkle Energie hoch, vor der ich Angst habe, weil ich nicht weiß wie lange sie mich ausknocken möchte und was ich dann alles verpasse. Mein System hat also eine unterbewusste Angst vor Hingabe und Entspannung aufgebaut. Daher kreiere ich Muster, um eine gewisse Anspannung aufrechtzuerhalten, bspw. Süchte, ohne die, ich die aufkommenden Gefühle nicht aushalten könnte.

Immerhin gab es Verbesserung in diesem Bereich. Ich war seit Juli nicht mehr auf Spiegel Online, was ich vorher täglich machte, spiele gerade kein Poker, schaue etwas weniger Filme, Serien gerade gar nicht. Hoch ist noch meine Facebooksucht, wo ich doch nochmal viele aufwühlende Nachrichten ins System bekomme und eben meine Zuckersucht (und Fast Food), weil es mir einfach „gut“ geht damit. Und Leute, die mich kennen, wissen, das „gut“ eines der toxischsten Wörter ist, die es so gibt. Denn für dieses „Ego-gut“, diese Energie und das mentale Bewusstsein, das mir Zucker gibt, zahle ich meinen Preis, dass ich mich vom vermeintlich „schlechten“, Dunkelheit, Erschöpfung, dem Nichtstun, der Hingabe und dem auch mal unbewusst sein, trenne.

Ich formulierte in dieser Session mein Thema, und konnte mich wahrlich nicht kurz ausdrücken. Auf den Punkt gebracht ging es um meine Zuckersucht, dass ich Angst habe auf der Zugfahrt nach Bad Meinberg zuviel Scheiß zu kaufen und dass ich dann bei der Leitung des Seminars zu sehr ins Mentale dissoziiere und wieder über meine Grenzen gehe, weil ich mich trenne und meine Gefühle nicht ausreichend spüre. Andersrum hatte ich Angst, dass wenn ich das nicht mache, ich zu erschöpft bin, zu sehr mit meinen Gefühlen konfrontiert und dass ich dann den Raum nicht halten kann.

Sie sagte, dass sie ein Bild reinbekommt und fasste es in mit Gesten in Worte. Nach oben bin ich offen, da sieht sie ein Bewusstseinsfeuerwerk. Nach unten war es sehr tief und dunkel. Irgendwie auch gleich nen Sprung auf ne extreme Weise. Und dann ist da noch die nicht vorhandene Mitte. Sie hielt die zusammengedrückte Faust auf Brusthöhe. Das Feld war aktiv, ich war stark in Resonanz und berührt von dem Bild. Die Erkenntnis ist einerseits banal und auf einer gewissen Ebene mit vielen Worten schon durchreflektiert. Ich weiß ja um meine Dissoziationen und Gefühllosigkeit im Oberkörper und mein Flüchten in Prozesse aus Gründen der Heilungssucht und Verzweiflung und aufgrund von falsch abgespeicherten und übertrieben angewandten Konzepten wie „emotional Release“. Anderseits kam die Erkenntnis durch diese energetische Geste auf einer andere Frequenz nochmal tiefer in mein System. Es geht um meine körperliche Mitte und das ich dieses Fliehen in das krasse Bewusstsein in die geistige Welt nach oben oder in die Dunkelheit nach untern tricky nutze, um meinen irdischen Gefühlen auszuweichen. Ja, ich nehme viel wahr, auch krasseste Gefühle, fühle aber nicht. Es ist mir zu banal und irgendwie sind Gefühle wie Scham, Berührtheit, Langeweile usw. unerträglich für mich. Sie sagte auch, dass ich mehr auf meine Angst als Gefühl schauen soll. Und ja sie hat Recht. An der moderiere ich mich vom Mentalkörper gerne vorbei, die übergehe ich. Ich weiß aber von Panikattacken, wenn ich vorhabe berührbar, außerhalb eines sicheren Raumes oder Rollen, in Kontakt mit Menschen (speziell Frauen) zu gehen. Ich bin großartig in meinem Bewusstsein, aber fucking schwach hier als irdisches arbeitsloses und bindungsgestörtes Wesen, das sich bei weltlichen Tätigkeiten kaum halten kann. (Hatte heute noch nen Bürokratiejob zu erledigen und kam voll an meine Grenzen, inklusive Nasenbluten, wegen Stressattacke und Rückenschmerzen. Den Sozialarbeiterjob, habe ich unter anderem aufgegeben, weil ich die Bürokratie nicht hinbekomme.)

Ich nahm dieses Bild dann energetisch mit auf meine Reise und fühlte dann diese „Mitte“ bspw, wenn ich in der Bahn saß und nicht in Prozess gehen konnte. Ich fühlte eine unerträgliche Leere verbunden, blieb aber präsent mit ihr und einem mit krassem Widerstand. Nach einer Weile entspannte sich etwas. Nach einer Zeit war „das Unerträgliche“ (gelabelte) aushaltbar geworden. Trotzdem beobachte ich aber permanent meine automatisierten Fluchtimpulse in den Kopf (Gedankenwelten, Tagträumen) und der innere Moderator will ständig einen Prozess lostreten, damit das die Leere durchfühlt und losgelassen werden kann. Der Innere Moderator hat aber immer eine leicht toxische Energie, weil er aus einem Widerstand und loswerden-wollen handelt. Er handelt nicht aus einer „lieben-was-da-ist“ Frequenz. Wie auch, ist je nen Egoanteil, der quasi konzeptionell gesehen „“nicht“ mit dem Herzen verbunden ist.

Beim Wochenendworkshop wurde ich in meinem Einzelzimmer mit einem Powerriegel begrüßt, was für eine nette Geste. Ich aß ihn dann auch am nächsten Morgen vor meiner Acht-Uhr-Schicht und auch zwischendurch wenig und am Sonntag nach dem Workshop gönnte ich mir ne ordentliche Portion Schokolade.

Ich bin insgesamt mit meiner Leistung sehr zufrieden und es gab auch gutes Feedback. Habe mich auch mehr mit eigener Unsicherheit gezeigt als sonst, was ein Fortschritt war, habe natürlich aber auch viele Anteile zurückgehalten. Mein eigenes Thema passte auch zu dem was im Workshop auftauchte, allein dadurch, dass nur Frauen teilnahmen: der abwesende Mann. Ich habe den abwesenden Vater knallhart erfahren dürfen und es spiegelt sich immer noch durch meine abwesende Männlichkeit in meinem System und ich muss mir die Anteile in vielen Prozessen zusammensuchen, die andere Menschen automatisch in der Kindheit unterbewusst mitbekommen haben und als selbstverständlich wahrgenommen werden.

Meinen Aufenthalt bei Yoga Vidya verlängerte ich um mir in den tollen Rahmenbedingungen vor Ort Zeit zu nehmen, mich wieder mit meinem Körper zu synchronisieren und die Erschöpfung zu fühlen. Ich führte die Übungen meine Mitte, die Leere spüren fort und beobachtete meine Wegspring-Abwesenheits-Muster. Hatte dann weiterhin meine heilenden Prozesse. Bspw. bin ich in Multidimensionalitätswahrnehmung und in Kontakt mit dem SPIRIT Mutter Natur bei einer Trancereise gekommen. Hatte ne Herz- und Rangelsessions mit einer wunderschönen offenen Frau und nen paar Innere-Kind Prozesse, was nochmal ordentlich geweint hat, weil es die Mutter vermisst.

Hier eine ausführlicher Zusammenfassung der Woche:

Der Punkt ist, dass sich dennoch was getan hat. Ich habe mich mehr auf die „menschliche“/“irdische“/“körperliche“ Frequenz eingetunt und bin mehr da. Auch wenn noch ordentliche Pakete von Schatten abzutragen sind und ich mit meinem mentalem Programm und mit der ehrenamtlichen Arbeit hier eher noch zu viel tue und mache und möglichst auch jedes Event mitnehme und gerade um 0:34 Uhr an diesem Blogeintrag arbeite anstatt nochmehr dem Vertrauen, der Hingabe, dem Nichts-Tun, dem Kommen lassen, der Ruhe Raum zu geben oder mal schlafen zu gehen Raum zu geben.

Bei der kurzen Gegenleistungssession mit Leni am Verkaufsstand ging es im Übrigen auch um das mich tangierende und kollektive Thema von Umgang mit Rollen vs. Authentizität, wenn mensch sich auf Business ausgerichtet hat. Sie machte einen Verkaufsstand auf dem Tribal Gathering mit der Herzöffnende Deva-Pflanze Cacao. Einerseits ist es ein spirituelles Setting und das Wort Authentizität ist in diesem Matrixfeld gebrandet. Andererseits ist es für die Leute dann doch irritierend, wenn Leni dann mal (zu) authentisch ist und auch mal rotzig, pissig oder verächtlich auf dumme Fragen der Kundschaft reagieren würde. Da ist dann eine Bubblefalle. „Authentizität ja, aber nur, wenns positiv ist.“ Als ich „die Kundschaft“ repräsentierte nahm ich wahr, dass die Authentizität von Leni meinen Schmerz berührte und das „wollte“ ich nicht. Ich wollte ja hier hin, weil es mir „gut“ gehen soll und der Cacao mein Herz mit Konnotation auf „positive“ Gefühle öffnen soll. Das Ergebnis meiner Aufstellung war nicht befriedigend. Ja, sie muss sich Zeit nehmen für ihr Inneres Kind, das da aktiv ist und kann es nicht in der Rolle authentisch ausleben, da es tatsächlich die Konsequenz hätte, dass Kundschaft verschreckt werden würde und auf Abstand geht. Und die Verkaufsrolle ist eine Rolle, die sie sich ausgesucht hat und die ihr auch authentisch Spaß macht, wenn sie sich wieder mit dieser Rolle synchronisiert hat.

 

 

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