Unbreakable

Am 5.1.19 mache ich dieses FB-Posting.

Zusammengefasst: Split macht einen der krassesten Kniffs der Filmgeschichte und deutet in der letzten Szene an, dass es sich um den zweiten Film eine Trilogie handelt, obwohl die Handlungen aus Unbreakable und und Split als Einzelfilme für sich stehen. Diese Woche ist Premiere von Glass, leider an meinem ersten Urlaubstag, am Donnerstag ohne Mittwochspreview, so dass ich ihn nicht wie geplant mit Martin schauen kann.

Ich freue mich auf den Filmabend mit Martin. Hat etwas männliches-freundschaftliches. Was mit Männern zu machen und zusammen Filme zu schauen ist eines der Dinge, die ich gefühlt zu wenig mache. Tagsüber war ich mit zwei sehr guten Freundinnen in zwei verschiedenen Fitnessstudios. Immerhin, geiler Tag, ich liebe mein Leben. Ich liebe die Freundschaften zu Frauen, ich profitiere stark von ihnen, auch wenn es einen Teil in mir gibt, der unter den Frauenfreundschaften leidet solange ich im sexuellen Mangel bin.

Mit einer von den beiden habe ich auf dem Tribal Gathering gekuschelt, irgendwann ging meine Hand zu ihrem Po. Sie setzte ihre Grenze und teilte mir im Fitnessstudio mit, dass sie noch zwei Tage danach wütend auf mich war, dass sie es als Vertrauensbruch empfunden hat. Sie hat es schon ordentlich für sich durchgefühlt. Die Beziehung ist stabil. Ich erlaube ihr ihre Wut an mir auszudrücken. Sie nimmt die Einladung an und schubst mich. Und für mich ist es auch besser, wenn sie alles an mir ablädt, als wenn sie drüber geht und es dann eine subtile Spannung zwischen uns gibt. Sie fängt an auch was giftiges/ fieses zu bemerken und drückt das mit Kneifen aus.

Dann gehe ich in einen gewaltigen Schatten von mir. Wut darüber von Frauen abgelehnt zu werden und ich drücke diese Wut mit einem symbolischen Schubser aus. Ohne Vorwarnung, sie kann es halten, es bringt uns in Kontakt. Ich bin soviele Jahre abgelehnt worden und habe mir aus meiner mentalen Dissoziation heraus dieses irrationale Gefühl nicht erlaubt. Mein Mindset sagte, ich habe nicht das Recht wütend zu sein, wenn mich eine Frau ablehnt. Und es verletzt Männer, die das Risiko haben. Und ja, ich habe vor meinem geistigen Auge auch dieses Klischeebild von einem „toxischen Macho-Mann, der eine Frau anbaggert, er abgelehnt wird und sie dann beleidigt und als Schlampe abwertet. Dieser Mann ist hinter seiner Aggression auch verletzt und dieses narzisstische Abwerten schützt ihn davor seine Verletzung zu zeigen und zu spüren. Sich immer nur korrekt zu verhalten und die Gefühle zu unterdrücken ist ein anderes Extrem in der Gesellschaft. Ich kenne meine Mitte noch nicht. Mir wurde es noch nicht ordentlich beigebracht Frauen anzusprechen und dann mit meinem irrationallen Gefühlen dazu sein, zumal ich auch Angst meine Verletzlichkeit zu zeigen, auch wenn das von einigen Frauen so gerne betont wird, dass Männer, die ihre Schwäche zeigen, ganz stark sind, blablabla. Ich fühle mich aber nicht safe meine Verletzlichkeit zu zeigen, wenn ich von einer Frau einen Korb bekomme. Ich kenne sie ja nicht und wer weiß, ob sie nicht auch eine toxisch projizierende Aggression in meinem System ablädt, nachdem ich sie meine Schwäche und Verletzlichkeit spüren lassen habe.

Ich möchte aber hier nochmal meine persönliche Statistik vom Tribal Gathering teilen, um auch zu zeigen, dass es auch anders ablaufen kann und jetzt nicht nur dieser Vorfall in den Köpfen hängen bleibt. Es ging dreimal meine Hand zum Po einer Frau, jedesmal im Rahmen eines vertrauten Kuschelns. Die erste, brach dann ab und signalisierte, wie oben beschrieben, dass es eine Grenzüberschreitung gab. Die zweite Nahm einfach meine Hand weg, setzte für mich spürbar ihre Grenze und blieb in einem intensivem kuschelnden Kontakt mit mir und die dritte akzeptiere meine Hand an ihrem Po und es fühlte sich auch so an, als ob es OK für sie war.

Ich weiß, dass das Konzept Wheel of Consent propagiert wird, in dem es bspw. eine Regel ist, dass mensch vorher immer um Erlaubnis fragt, bevor mensch etwas macht. Die Regel hat die Funktion, dass immer vorher reingespürt werden kann bevor ein Impuls ausagiert wird und soll so vor dem Überschreiten von Grenzen schützen. Ich persönlich mag das Konzept anteilig und nutze es auch, lehne den dogmatischen Anteil darin aber auch ab. Einer meiner Widerstände ist bspw. dass ich es für mich schwer finde aus einem State des Fühlens, des im Körper seins, des Impulse wahrnehmens in den State des Fragens zu gehen. Gerade bei mir – ich habe das schon oft beschrieben – ist das verbunden mit einem Sprung aus der Connection in den Mentalkörper. Wenn ich dann eine Antwort bekommen habe, kann das Feeling von dem Impuls oder der Impuls selber schon weg sein und es fühlt sich dann getrennt an.

Ich ordne das eher als sone Schutzregel ein, die von traumatisierten Frauen kommt, um sich vor ihrem Schmerz, den sie durch übergriffige Erlebnisse noch abgespeichert haben, schützen wollen. Ich habe auch die Vorstellung davon, dass Frauen es unattraktiv finden, wenn der Mann immer vor jeder Aktion um Erlaubnis fragt und dass in diesen Groschenromanen für Frauen auch sehr gerne das Bild von Frauenfantasien gezeichnet wird, dass der Mann einfach von hinten ankommt und die Frau „nimmt“. Ich habe auch in kleinen Coachings und Gesprächen, vor allem mit Frauen, die Rückmeldung erhalten, dass ich mir das mehr erlauben soll und mutiger zu meinen Impulsen stehen soll und dass die Frau dann schon für ihre Grenzen verantwortlich ist und sie setzen kann. Ich spüre in das kollektive Thema gerade hinein und spüre eine Zerrissenheit und getrenntheit. Eine Genervtheit von Frauen, die sich den Mann zurechterziehen soll und andere Frauen, die von den Schlappschwänzigkeit der von ihnen erzogenen Männer genervt sind. Ein Gedanke zu diesem Konzept ist noch die Vorstellung, dass wenn ich vom Kopf her eine Frau frage ob ich sie berühren darf, dass sie dann vom Kopf nein sagt, weil im Kopf viele Programme aktiviert aktiviert werden unter anderem auch das Spiel erstmal nein sagen zu müssen, und wenn ich sie ungefragt berührt hätte, sie dann die Energie der Berührung auf einer nichtmentalen Ebene gefühlt hätte zumal ich ja dann auch in einer Nichtmentalen Energie handele und sie dann spürt, dass es sich gut anfühlt und dann ja sagt. Und ja ich bin verunsichert bzgl. des Themas und megaverkopft und ich habe meine Angst dass die Frau mir eine Grenuüberschreitung spiegelt sehr stark abgespeichert, obwohl das was ich ja mache, ja gar nicht die Intention hat Grenzen zu überschreiten und ich mich dann doch übergriffig und schuldig fühle nachdem es passiert ist.

Wie dem auch sei. Meine Dunkelheit, mein Mangel, mein Wollen, meine Frustration, meine Bedürftigkeit, meine Schuldgefühle, mein Grübeln darüber was ich machen soll, wie ich heilen kann, wie ich es endlich richtig machen kann ohne ständig abgelehnt zu werden sind aktiviert. Es ist anstrengend, da ich im ÖPNV auf dem Weg nach Stelitz bin dissoziiere ich mich von meinen Gefühlen, die ja Prozess bedeuten würden.

Angekommen bei Martin bekomme ich mein Bedürfnis erfüllt und kann erstmal alleine mit mir in meinem Prozess ankommen. Ich gerate sofort in eine Trancereise und visualisiere einen mir bekannten Inneren Raum. Ein Haus. In der Mitte ein Wohnzimmer, rechts der Raum vom inneren Mann, links von der Inneren Frau, oben vom Inneren Mädchen und vom Inneren Jungen. Ich reise öfters dorthin und erfahre mich über die Bilder. Innere Frau und Innere Mann habe ich noch nicht wirklich in einen harmonischen Kontakt bringen können. Sie sind verstrickt. Er hofft auf ihre Liebe, dass er Halt findet und sie hofft auf seinen Halt, dass sie lieben kann. Sie steht an ihrer Tür mit verschränkten Armen und beobachtet. Der Innere Mann merkt, dass es sein Scheiß ist und dass er das jetzt ohne die Frau lösen muss. Durch das Öffnen der Tür zum Raum vom Inneren Mann fließt eine Schwarze Flüssigkeit ins Wohnzimmer und breitet sich aus. Das Kind sitzt oben auf der Couchlehne und beobachtet auch ist davon nicht tangiert. Der Mann steht Schienbeinhoch in dieser klebrigen Teerflüssigkeit. Mein Innerer Moderator denkt, dass er das jetzt irgendwie reinigen und releasen muss und versucht Lösungen zu finden. Ich öffne die Tür zum Garten, wo eine Wiese und ein Baum steht, aber es fließt nicht ab. Der Mann versucht sich reinzulegen und sich der Flüssigkeit voll hinzugeben. Der Innere Mann kann dort nicht atmen und es passiert nichts. Also steht er wieder auf. Ich bin ein wenig irritiert und frustriert, weil mir die Bilder keine Lösung anbieten. Irgendwann gehe ich zum Raum vom Inneren Mann, ich bin dort noch nie drin gewesen und meine Wahrnehmung verändert sich stark von einer Trancereise hin zu in einem leeren Raum gehend. Ich befand mich im Männerfeld, die Kommunikation switchte zu Feldkommunikation, Eingaben, Channeling ohne Visualisierung. Die Botschaft war, dass ich mehr durch Sport und körperlichen Ausdruck diese Flüssigkeit verbrennen soll, also wirklich mit Anfachen von Feuer und ja, ganz ehrlich das mache ich zu wenig. Ich gehe immer nur brav zum Yoga.

Aber heute bspw. hat die eher spirituelle Superfitlehrerin zwei Übungen eingebaut, die es in der Form noch nie gab. Den Holzfäller und den Löwen. Sie hat explizit zum Emotional Release eingeladen, was bei Superfit noch nie passiert ist und lud das eher weltliche Fitnesscenter-im-Alexa-Einkaufszentrum-Publikum beim Löwen so lautstark wie möglich zu schreien und damit auch Gefühle zu befreien. Geil. Mir gehts auch saugut danach.

Ich wusste dass am nächsten Tag ein Treffen der Spirit Family wegen eines Abschieds und eines Bday waren und ich sah bei FB, dass auch der Playfight stattfindet. Ich hatte mich eigentlich mich entschieden den sozialen Kontakten Vorrang zu einem Workshop zu geben. Aber das Männerfeld sagte klar, dass ich zum Rangeln gehen sollte. Mein Ego/ meine weltliche Identität war ganz schön getriggert und hatte Schwierigkeiten, die Entscheidung zu dem Family-Event zu gehen loszulassen. Aber ich habe natürlich auch das Mindset, dass wenn ich schonmal in der geistigen Welt bin und um Rat frage, dass ich dann auch vertraue und höre. Weiterhin sagte das Männerfeld, ich übersetze es jetzt mit meinen Worten, jetzt hier bei Martin, darfst du das verletzlich sein üben, was dir bei Frauen nicht gelingt.

Ich beendete den Prozess und war jetzt wieder emotional synchron mit mir, weich, im Körper. Es gab eine tiefe Checkin-Runde zwischen Martin und mir und dann schauten wir den Film. Es war schön mit ihm in einem Bett zu liegen, dass ich mich dem Raum hingeben konnte und auf diesen wundervollen Großbildschirm einen Film zu schauen auf den ich richtig Bock hatte. Ich hatte diesen Film aus dem Jahr 2000 bereits gesehen, schaute ihn aber mit einem anderen Mindset und fand ihn auch eher langweilig, weil er schon relativ wenig Action hat im Vergleich zu Stirb Langsam oder True Lies aus der Zeit oder auch viel weniger Gruseleffekte, als the Sixth Sense.

Aber ich schaute ihn jetzt mit einem großen Interesse, um mich für Glass zu synchronisieren, einem anderen Mindset und mit einer ganz anderen Verbundenheit.

Achtung, es folgen SPOILER

Schon die erste Szene, die Geburt von Glass, hat mich emotional in den Film reingesogen. Er hatte gebrochene Arme und Beine bei der Geburt und überhaupt, seine Knochen waren dann als Erwachsener schon 54mal gebrochen. Was für ein Schmerz, was für ein Leid. Was für eine Ungerechtigkeit. Es gabe tolle Rückblenden in seine Kindheit, wie er zu Comics geführt wurde und dort seine Antworten suchte. Dieser Film ist, auch wenn er nicht so wirkt ein Superhelden-Comicfilm. Vielleicht der Subtilste, vielleicht der geerdetste. Er spielt mit dem Spiegelgesetz, dass da wo Superhelden auftauchen mit besonderen Fähigkeiten, sie automatisch Bösewichte anziehen mit besonderen Fähigkeiten. Da wo eine unfassbare Verletzlichkeit auftaucht, taucht auch „unbreakable“ auf. Und nicht im Sinne von Wolverine, wo mensch die Schusswunden nachwachsen sieht. Der Film verzichtet auch auf die Schusswunde, um seine Superheldenfähigkeit zu testen. Nein er überlebt ein Zugunglück als einziger. Hätte auch in dieser Realität passieren können, dass es genau einen unverletzten Überlebenden gibt.

Ich bin voll drin im Film. Bruce Willis repräsentiert eine Männlichkeit, die mir fern ist. Er redet wenig, gehört zur einfachen Arbeiterschicht. Intellektualisiert nichts, ist einfach Vater mit weltlichen Trennungsproblemen. Die Frau redet mit ihm über die Beziehung und anstatt, zu reagieren oder so wie ich die Emotionen auszuverbalisieren und zu analysieren und alles mögliche klären zu wollen, schweigt er. Er ist präsent, er ist spürbar, er ist im Kontakt und die Frau spürt, dass das was sie sagt ankommt und er Zeit braucht darauf zu reagieren. Sie verlässt das Gespräch nachdem sie geredet hat ohne dass er antwortet.

Glass Fähigkeit ist weiterhin seine Intelligenz und auch seine Intuition. Er ist eine Art Engel, der Bruce Willis dazu bringen möchte sich selbst und seine Fähigkeiten zu erkennen und seiner Berufung zu folgen, damit er nicht mehr jeden Morgen mit dieser subtilen Trauer aufwachen muss. Dessen Zweitfähigkeit ist auch eine starke Intuition, die mich als Weißen Spiegel mega berührt hat. Er kann die Schatten und Dämonen von Menschen sehen und lebt dann sein Talent als Superheld aus.

Und hier macht der Film wieder einen genial berührenden, geerdeten und subtilen optischen Trick. Der Film steckt ihn nicht etwa in ein Superheldenkostüm, sondern lässt es just in dem Moment in Strömen regnen, so dass er ein Regencape trägt, was dann die Power eines Superheldenazugs übernimmt. Das Phantombild erscheint dann in der Zeitung und spielt mit der Comic-Assoziation.

Martin entdeckt dann noch ein Easteregg, dass Glass, gespielt von Samuel L. Jackson in einer Comic-Ausstellung vor einem S.H.I.E.L.D Plakat steht. Genau jener Organisation, welche dann von Nick Fury, gespielt von Samuel L. Jackson, geführt wird.

Hier zu sehen, wo er am Ende von Avengers drei in letzter Sekunde Captain Marvel ruft. Ein entscheidende Brücke zu den letzten beiden Teilen des MCU mit Captain Marvel und Avengers 4 Endgame.

Der Film endet dann mit einem überraschenden und unerwartetem Gänsehautmoment, wo die Fähigkeit und die Aufgaben von Glass und der unbreakbale Figur zusammentreffen.

Also wirklich ein sehr geiler Film und für mich ein must-see-film der Filmgeschichte.

Ich freue mich jetzt auf den Dritten Teil der Trilogie.

 

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