Tantra Temple -Transfiguration Circle

Am 9.1.18 zog es mich zum Tantratemple – Transfiguration Circle mit Kabira. Ich halte sehr viel von ihr als Raumhalterin. Ich erkenne ihre Fähigkeit an auch dunkle Anteile von mir zu sehen und darin das Licht zu erkennen. Ich fühle mich von ihr gesehen und gewertschätzt. Ich kannte sie von Veranstaltungen im SPIRIT BERLIN und holte sie zu den SPIRIT Vollmondevents, die ich organisieren durfte auch als Mainevent mit rein, weil sie Leute zieht und ich sehr viel von ihrer Arbeit halte. Beim letzten Workshop hier in Berlin kamen 44 Leute in einen sehr kleinen Raum, der zugestellt war mit vielen Einrichtungsgegenständen wie großen Pflanzen und nem Piano, was alles an die Ränder geschoben wurde. Ich musste gehen, weil meine Hochsensibilität, die sich nach safen Spaces sehnt, dazu gehört auch nen gewisses Maß an freien Bewegungsspace für mich, austickte. Ich war eh erschöpft und mein Körper zwang mich gegen meine Egoangst was zu verpassen auf meine Grenzen zu achten. Dieses Mal waren ca. 46 Leute in einem geeigneteren, doppelt so großen Raum, der nicht so zugestellt war. Die Location in der aktuell auch die SPIRIT Vollmondpartys stattfinden. Ich fühlte mich viel wohler und war auch in einer ganz anderes Stabilität, auch wenn ich jetzt heute, einen Tag danach noch ne starke Anstrengung und Erschöpfung von gestern in mir spüre, das noch verarbeite.

Wir gingen einige Agreements durch. Bspw. Confidentality, worunter ich verstehe, dass das was im Raum passiert im Raum bleibt, so dass ein vertrauensvoller Raum entsteht wo passieren darf, wo ich mich zeigen darf und wo ich mit meinen Prozessen gelassen werde. Auch gerade an der Stelle mag ich ihre Raumhaltung, da in ihrem Raum sein darf und es nicht nur ums Funktionieren als Teilnehmender geht.

Wir saßen im Kreis. Die erste Übung war, dass ich meinen linken Partner zwei Minuten erzählen sollte, warum ich nicht hier sein will und was mich an der Präsenz des Hier seins hindert. Ich mag diese paradoxe bewusstseinsschaffende Übung, da sie die Leute einlädt sich ihren Schatten bewusst zu werden, die oft verdrängt werden, weil mensch ja Erwartungen an sich selbst und die eigene Stimmung und das was mensch erfahren möchte hat. Dem rechten Partner erzählte ich dann warum ich hier bin. Ich erzählte, dass ich normalerweise zu solchen Workshops gehe weil ich mich nach den körperlichen, sexuellen Resonanzen sehne und ab und an eine Herzöffnung im Kontakt mit Frauen erlebe und dies in meinem Alltag nicht hinbekomme, einen Mangel darin habe und deswegen zu Workshops gehe um diesen zu kompensieren. Und ja, da ist ein Erfahrung-machen-Wollen-Anteil in mir, der mich vom Moment vom Herzen, vom Loslassen trennt. Ich weiß das dieses dämonische Wollen (dämonisch: Energien, die vom Herzen/der Annahme des Moments trennen) vom Schatten des Mangels genährt wird (Schatten: weggedrückte präsente Emotionen/Anteile) und eins meiner größten Probleme ist, so gab ich mir die Intention dieses Wollen radikal loszulassen, was mir ja eigentlich auch ne fürs Ego angenehme Energie und Präsenz gibt, und mir zu erlauben mich mit dem zu zeigen was dahinter ist und was ich gerne verstecke: Lustlosigkeit, Schwäche, Interesselosigkeit, Grenzen/Schutz meiner Verletzlichkeit (normal bin ich in meinem Mentalkörperstate eher grenzenlos). In mir war auch Scham über mein dickliches Aussehen was ich zur Abwechslung mal nicht wegdrängte sondern voll da sein ließ, weil es halt nunmal auch meine Fucking Wahrheit ist, dass ich mich für meine 120Kg schäme, auch wenn es mir leicht fällt mit mentaler Energie und Einstellungen über diese feinfühlige Schamwahrnehmung drüber zu gehen.

Nach dieser Übung lud Kabira ein die Sachen, die mensch von seinen Nachbar_innen gehört hatte in den Raum zu rufen in kurzen Ein-Wort-Stichpunkten. Ich war getriggert, ich teilte ja etwas in einem eins-zu-eins-Rahmen, was ich nicht mit der großen Gruppe teilen würde und dann wurde es fremdbestimmt in den Raum gegeben ohne dass ich eine Kontrolle darüber hätte. Ich merkte, dass ich getriggert war von dieser Form von Übergriffigkeit. Ich habe das Wort Confidentality noch nicht nachgeschlagen, aber ich glaube, dass genau dieses Gefühl verletzt wurde. Ich landete in einer Bewertung der anderen, die der Einladung folgten und in einem Urteil über diese Anleitung. In mir staute sich Anspannung und ich benutzte eine Strategie, die ich von mir kenne, um mich wieder mit dem Raum zu synchronisieren. Ich machte mit, denn dann war ich mitschuldig und meine Bewertung änderte sich von „die anderen“ zu „mich eingeschlossen“ und das Phänomen ist ja, wenn mensch selber etwas macht, dann bewertet mensch das anders als wenn es nur die anderen machen. Ich nannte als Grund für das hier sein, weil die Partnerin es so wollte. Und für den Raum war klar, dass es entweder um die Person links oder rechts von mir gehen würde. Ich hatte eine persönliche Information geteilt und sie war zu 50% einer Person zuordbar. Ich fühlte mich übergriffig, ich fühlte eine Fremdscham, dass ich eine Information, die mir in einem eins zu eins Sharing anvertraut wird dem Raum transparent zu machen ohne dass ich die Person vorher um Erlaubnis fragte und ohne dass der Person vorher klar war, dass die Übung so endet.

Die Hauptübung war, dass es einen inneren und einen äußeren Kreis geben wird: Transfiguration-Circle. Innen saßen die Leute, die Lust auf Shiva-Energie haben, das männliche Prinzip aus Präsenz, Stille, Halten und einem geradlinigem Focus. Sie bleiben das Ritual über die ganze Zeit sitzen. Die andere Hälfte durfte in die Shakti-Energie gehen, das weibliche Prinzip aus Energie, Formen, Fließen, Lebendigkeit, Ausdehnen.

Sie erklärte dass die Shaktis jedem Shiva (und andersrum) mit einem Augenkontakt und einem Händegriff begegnen werden während die Shivas sitzen bleiben und die Shaktis sich im äußeren Kreis bewegen. Sie erklärte ein tantrisches Prinzip mit einem Dreieck das unten eine Polarität zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit kreiert und nach oben hin zu der Spitze eine Perspektive der Nondualität, die sich vor allem im Dritten Auge aufsplittet. Sie lud ein ganz bewusst in diese lichtvolle, nicht-wertende, herzliche und in allem das schöne sehende Perspektive zu gehen im Augenkontakt. Eine Qualität von Kabira ist es auch, dass sie einerseits so ein Konzept in den Raum haut, mit dem ich übrigens resoniere, und andererseits sehr humorvoll mit einem herzlichen Lachen eine Einladung ausspricht es einfach Jimbo und Jambo (oder so ähnlich) zu nennen für alle, die nicht an die Prinzipien von Männlichkeit/Weiblichkeit und Shiva/Shakti glauben. Wieder ein schönes Spiel von Dualität von ihr mit Konzepten reingeben und sie gleichzeitig loszulassen.

Es gab weiteres Warm Up mit Massageketten und Tanzen. Unter anderen Nirvana, wo sich wenigstens einer fand, der mit mir gepogt hatte, das tat gut, brachte mich in den Körper, auch das Massage bekommen löste dieses angenehme Gänsehautgefühl aus, dass ich mir nicht selbst kreieren kann und was mich so fucking abhängig nach Berührungen durch andere macht. Ich dachte die ganze Zeit darüber nach, ob ich in die Shiva oder Shaktirolle gehe. Es zog mich mehr in die Shaktirolle, aber gleichzeitig hatte ich Scham und Angst dafür als unmännlich bewertet zu werden, hatte das Bild, dass ich außen vor allem mit den Frauen sitze und nur Männern im inneren Kreis begegne. Ich habe noch anteilig das Programm, dass ich zwar gerne in die Shaktienergie gehen würde, aber dann einer Frau in der Shiva-Energie begegnen wollen würde. Da steckt noch ne Angst mit Männern in Kontakt zu gehen dahinter. Als es dann losging sollten wir die Handflächen entweder nach oben machen für die Shivaposition oder nach unten für die Shaktiposition und dann eine Polarität finden mit der wir dann den Kreis bilden. Und die Antwort kam dann außerhalb meines Kopfes über meine Hände. Ich probierte beides aus und die leichtere Position war die Shaktihaltung. Klar ich hätte im Laufe des Abends auch gerne gewechselt, aber insgesamt bin ich froh über die Entscheidung. Denn die Kreise waren wirklich durchweg geschlechtergemischt. Das entspannte mich.

Ich hatte eine sehr schöne blonde Frau mit großen blauen Augen und vollen Lippen vor mir, sie stand bei dem Warm Ups etwas distanziert am Rand und wirkte auf mich getriggert, was ja auch zu meinem (gestörten) Beuteschema gehört, wenn ich Themen sehe bei Frauen. Dabei hat sie nur auf ihre Grenzen geachtet, aber ja, unterbewusst eine Frau auszusuchen, die gerade ihre Grenzen hochgefahren hat, ist wohl auch schon ein Teil des Spiels von mir, dass ich Übergriffig-sein-Erfahrungen mache.

Wir wurden nochmal eingeladen uns bei der ersten Person mit unserer Intention zu verbinden, was ich tat. Und dann ging die Reise los. Ich begegnete daraufhin ca. 22 Männern und Frauen, die sich in die Qualität der Shivaenergie begeben haben. Ich ließ in der Shaktienergie mein sexuelles Wollen im Becken los und öffnete eine nach außen gerichtete Herzenergie im Brustbereich.

Ich liebe Workshops, ich darf in diesem geschützten Space jetzt auf eine Art und Weise in Kontakt gehen, die mir im Alltag nicht gelingt. Im Alltag sind meine Egoprogramme, meine Anspannung, meine Schutzmuster, meine Masken sehr aktiv. Ich gehe vor allem über mentale Energie und über Rollen in Kontakt. Ich vermeide diese normalen Beziehungsgespräche (ich habe das oft erwähnt in meinen Blogs, ich beobachte als Alien diese banale und herzliche Kommunikation zwischen Menschen, wenn die Kassiererin und Kundin dann herzlich verbindend lachen über einen aus Unsicherheit rausgepressten Witz und ich steh dann dahinter und denke mir, das war doch nicht lustig, dennoch sind die Leute im Kontakt. Oder wenn die Leute über ihre Reisen, Inneneinrichtung, Beziehungen, Arbeit, Kochen, Kinder und Familien reden, dann beobachte ich, dass etwas verbindendes zwischen den Leuten entsteht. Bei mir passiert das nicht. Ich habe zwar ein großes Bewusstsein und nehme viel wahr pro Moment, aber sobald ich anfange zu reden, springe ich instant in mein Ego und ich kann das ziemlich gut beobachten. Mir wird auch immer und ständig gesagt, dass ich viel attraktiver bin, wenn ich schweige und mir wird es auch ständig empfohlen, weil sich der Raum dann entspannt. Bei jedem eben genannten „banalem“ Thema über das Leute reden kommen bei mir kaum haltbare Emotionen hoch, weil alles was mit Erdung, weltlich sein, Wohnung, Essen, Familie so stark noch mit Mangel und Unfrieden besetzt ist. Ich kann diese Emotionen noch nicht halten, kann das aber auch nicht beiseite schieben und mich nur für den anderen freuen, weil in dem Moment wo es präsent ist und ich drüber gehe, kreiere ich einen spürbaren Schatten für den anderen. Wenn dann ein Mangel in mir aktiv ist oder Wut darüber, dass mein Kind abgetrieben wurde, kann ich nicht sagen, dass ich mich freue, dass die andere Person mir erzählt wie sie ihr Geld für geile Urlaubsreisen ausgibt oder mich für ihr Kinder haben freuen, weil ich ne andere Energie sende. Ich habe dann die narzisstische Strategie, dass ich in den Mentalkörper gehe um nicht unpassend in meine Emotionen zusammenzusacken und das Thema auf mich und meine Themen lenken muss, weil das meine einzige Möglichkeit ist, dann noch im Kontakt zu bleiben. (Etwas anderes ist nur die Coaching oder die Raumhalterrolle, da gehe ich in einen stabilen State, in eine Kraft in der ich frei von meinem Themen bin und für den Raum und meine Teilnehmer_innen und Klient_innen da bin. Und ja dieser State ist leicht dissoziiert von meiner Berührbarkeit, aber als Raumhalter ist es von Vorteil, weil ich dann tiefe Prozesse einfach mit meiner hochsensiblen Wahrnehmung halten und begleiten kann ohne mich emotional im Prozess des anderes durch Empathie zu verlieren). Und es passiert schon wieder, dass ich eigentlich über den Workshop schreiben will, aber jetzt erstmal mein System erkläre, über mich rede, damit meine Erfahrung innerhalb dieses Workshops für den Lesenden eingeordnet werden kann. 😉

Meine Erfahrung die ich machte war dann, dass ich im Kontakt mit jeder einzelnen Person genau einen Anteil, eine Emotionen oder eine Beziehungsqualität reinbekam. Also ich entschied mich nicht mental dazu, es kam wie bei einer Aufstellung oder einem Channeling rein, ich übersetzte das nur mit einem mentalen Gedanken. Und ja auf einer weniger spirituellen Perspektive, auf einer psychologischen Ebene würde ich formulieren, dass jede Person eine andere Projektion in mir aktivierte. Und zu guter letzt kommt mir noch der Gedanke, dass das was ich erlebt habe, vielleicht so „normal“ für andere ist, dass sie diese Sachen wahrnehmen, dass sie darüber nicht reden und ich dieses „Normale“ nur aus einer verzerrten Perspektive für spirituell oder besonders halte, weil ich mein Leben bisher nur aus dieser von Berührbarkeit und Beziehungsfähigkeit getrennten Maskenperspektive erlebt habe.

Hier an der Stelle seid ihr eingeladen zu kommentieren. Mich interessiert eure Wahrnehmung beim in Kontakt gehen mit Menschen, so dass ich einen Realitycheck machen kann.

Was zum Beispiel reinkam war ein Mann, der auf dem Fersensitz saß, größer als ich und sehr kräftig meine Hände in der Luft hielt, während ich sie locker hängen ließ. Ich spürte die Qualität von Hierarchie zu einem starken Mann, der mich hält, schaute zu ihm auf und öffnete mich für diese Ebene von Beziehung. Entgegen meiner Programme, welche Hierarchie auch ein wenig ablehnen, was es schön. Es gab dann auch einen Mann mit dem ich voll die Qualität von Augenhöhe erfuhr. Eine Frau kontrollierte auch mit einem festen Griff die Position mit Hände. Ich fühlte mich von ihr dominant geführt, schaute ihr in die Augen und gab mich dieser Beziehungsqualität hin, die mich sonst triggert, bspw. als Sozialarbeiter mit weiblichen Vorgesetzten. Auch bei einer Frau erlebte ich in meiner Projektion eine Energie, wie sie mich verändern will. Ich weiß, dass ich da normalerweise in Widerstand und Abwehrreaktionen gehe. Aber ich blieb in mir, öffnete mein Herz, schaute ihr in die Augen und nahm einfach eine Frau war, die mich verändern wollte und ging in Frieden damit. Ein Mann war für mich nicht greifbar, ich hatte Schwierigkeiten den Augenkontakt zu halten, er interessierte mich nicht, aber ich hielt den Kontakt und ging in Beziehung zu dem Mann, den ich nicht greifen konnte. Bei einer Frau spürte ich einen klammernden Anteil in mir und ich ging voll rein in die Erfahrung und ließ dieses Klammern in meinem Herzen und Händen da sein, bis die ein bis zwei Minuten um waren – Kabira spielte wirklich für jede Begegnung eine eigenen Track an – und sie dazu einlud sich mit einem Namaste zu bedanken und die Shaktis, zu denen ich gehörte, bat, einen Platz weiterzurutschen.

Bei einer Frau kam einfach nur mein Schmerz über die erlebte Abtreibungen hoch und ich fühlte das die ganze Zeit im Kontakt mit ihr. Ich hätte gerne hinterher mal gefragt, ob sie ne Abtreibung hinter sich hatte, ob meine Eingaben irgendwie in Resonanz mit der Wirklichkeit der Person war oder ob es wirklich nur Randomprojektionen waren. In einer Frau sah ich den Archetyp der Tänzerin und ich ging in einen weibliches Feld in meinem Herzen und wandelte ein Gefühl von Neid zu Respekt und Bewunderung und Freude über ihr Talent. In einem Mann sah ich einen Clubszenetypen, der da voll aufgeht, in dieser für mich mittlerweile auch dunklen Welt. Ich ging in Frieden mit mir, dass es nicht mehr mein Weg ist, obwohl ich soviele Jahre dort Zeit verbrachte immer auf der Suche nach Annahme und Zugehörigkeit, und ich freute mich, dass das Universum diesen Aspekt halt über einen anderen Menschen auslebt anstatt durch mich. Ich sah auch einen Crazy-Guy, den ich sehr mochte oder einen, den ich mit radikaler Ehrlichkeit verband. Dann war da noch der Typ, der die meisten Redebeiträge hatte. Auf einer sympathischen Art und Weise machte er viele Beiträge, aber er stellte immer sehr mental Fragen zu spirituellen Erfahrungen, was mich triggerte, weil genau diese Fragen nicht spirituell beantwortet werden können. Kabira antwortete auch mit einem lachenden „i dont Know“, sie versuchte gar nicht erst in den spirituellen Expert_innenstatus zu gehen und mental Erfahrungen zu erklären, so wie ich es bspw. gerne tue. Ich begegnete diesem Typen schweigend und sah den Aspekt von herzlicher Mentalität und öffnete mein Herz für ihn. Wenn ich über Herzöffnung schreibe meine ich ein warmes nicht wertendes Gefühl und betrachtungsweise, die in Form von Wärme in meiner Brust spürbar war. Ich war sehr stark auf der Wahrnehmungsebene und so gut es ging präsent im Körper, wo Gefühle auf einem Lowlevel wahrzunehmen waren. Ich nehme meist eher auf der Feld- oder Energieebene Gefühle war anstatt auf der emotional fließenden Ebene. Weiterhin spürte ich wie das Sitzen und die lange Dauer des Rituals sehr anstrengend für mein körperliches Empfinden wurde. Einmal setzte ich mich in den Versensitz, ich rutschte in die Beziehungs-Qualität des mich Überhöhens und Herabschauens und spürte wie es mich anstrengte mich zu überhöhen, beim nächsten Shiva ging ich in meine Qualität der Erschöpfung, sackte zusammen, stützte meine Ellenbogen in die Oberschenkel und zeigte mich auf der Beziehungsebene damit. Das war ein megagutes Training für mich, weil ich es in Beziehungskontakten vermeide mich mit meiner Erschöpfung und Schwäche zu zeigen. Beim letzten Shiva des Kreise kam bei mir nochmal ein Intensität rein. Ich war erschöpft und trotzdem traurig, dass das Ritual gleich vorbei war. Ich fühlte Abschied und auf eine subtile Wahrnehmungsebene kam Stille und Tod in meine Präsenz. Ein Ministerbeprozess. In der Zeit gönnte sich jemand, ich muss stark davon ausgehen, dass es ein Typ war ein lautes Furzen. Der Raum bekam einen Lachkrampf. Krass wie aufgewacht der Typ ist, seine Körpergeräusche liebt, sich frei machen kann von den Reaktionen im Raum und sich von dieser Matrix-Regel „sowas macht mensch doch nicht“ entkonditioniert hat. Sein befreites Furzen war so ein Geschenk von ihm. In Wahrheit war ja gefühlt keiner Böse auf ihn oder bewertete ihn, es lud den Raum zum Lachen und vielleicht fremdscham spüren ein und ich ging voll in meinem Lachkrampf rein. Es ging dann beim Lachen gar nicht mehr um seinen Furz, ich spürte wie es mich und eine Anspannung im Raum, wir durften ja nich reden, löste. Ich assoziiere emotional Release mit Lachkrämpfen. Dahinter steckt meist Trauer. (Es ist immer wieder schade, wenn ich sehe wie Leute in Lachkrämpfen sind und Leute in den Trauerprozess (Ja, achtet mal drauf, hinter Lachkrämpfen stecken meist unerwünschte Gefühle, die sich Raum schaffen wollen) mit der Frage „Warum lachst du“ reingehen, weil dieses „Warum“ dieses Lachen unterbricht und in den Kopf in die Erklärung/Rechtfertigung holt. Ich kenne auch eine Spirit-Vollmondparty mit einem Mexikanischen Sterberitual, wo der Sterbeprozess mit einem Lachkrampf verbunden wird. Im Sterben sollten wir über alle Probleme, die wir haben lachen, weil in Angesicht des Todes alle Probleme radikal bedeutungslos werden. Ich war also angekommen in meinem Sterbeprozess und meinem Lachkrampf (Trauer). Mein Bewusstseinszustand vertiefte sich. Kabira lud ein letztes Mal ein, einen Platz weiter zu rutschen. Ich war wieder vor diese wunderschönen blonden Frau, mit den großen blauen Augen und vollen Lippen

Im Hintergrund meines Mentalkörpers ist gerade beim Schreiben die leicht angstbesetzte und einschränkende und mich selbst bewertende Vorstellung, dass linksfeministische progressive Kräfte mir ihre besetzten Konzepte von Sexismus und Lookism vorwerfen.

Ich fand sie so wunderschön und ließ mich in ihre Augen fallen. Ich war so berührbar wie den ganzen Abend nicht. Ich hatte das ganz intensive Gefühl von Neugeburt und Dankbarkeit, ah, nach dem Tod gehts ja doch weiter. Eine neue Runde, nachdem ich in der ersten Runde viele Erfahrungen mit vielen verschiedenen Menschen machen durfte. Kabira lud ein sich mit einer Umarmung zu verabschieden und im Kreis im Körperkontakt zu gehen mit unseren Sitznachbar_innen. Sie hielt die Umarmung, die von mir ausging, sehr kurz und distanziert und ich spürte auch, dass sie im Sharingkreis keinen Körperkontakt wollte und ließ es sein. Toll, da hatte ich schon meine Neugeburt, aber das Thema, dass ich Frauen attraktiv finde, die mich ablehnen ist immer noch da.

Ein dunkler Teil von meinem Mentalkörper redet gerade dazwischen, dass es eine mathematische Logik ist, dass wenn keine Frau dich attraktiv findet und du egal auf welchen Typ Frau du stehst, du immer auf Frauen stehen wirst, die dich nicht attraktiv finden.

Interessant auch, dass ich meine Programme loslassen konnte, nahe und körperliche Erfahrungen zu machen und meine Sexualität zu spüren zu wollen, wenn ich in einen Tantraworkshop gehe. Diese Qualität tauchte nur bei einer Frau auf, dass ich sie in einer Shaktienergie in mein Wurzelchakra eindringen ließ und sie voll vom Herzen umschlungen/eingenommen habe. Ich spüre mein Wollen in mir, diese Erfahrungen machen zu wollen und meinen Widerstand gegen das was ich als Banal einordne. Dieser Anteil hätte viel lieber intensive tantrische weggespacte symbiotische Erfahrungsräume anstatt in Frieden mit den Gesprächen über die Banalitäten des Alltags zu kommen und dann mit Herzoffenheit den Scheiß von Alltagsgelaber mitzumachen anstatt bspw. stundenlang über nen Workshoperfahrung zu bloggen, weil das aus jetztiger Perspektive eine Verschwendung von Lebenszeit ist, wenn doch soviele andere krasse und intensive Sachen in dieser Inkarnation theoretisch möglich wären.

Aber ich bin auch sehr dankbar für diesen Raum gestern und dass ich mir erlaubt mich mal auf diesen Erfahrungsraum hinter meinem Wollen und meinen Sehnsüchten einzulassen. Es hat mich geerdet und es war mal wieder etwas neues im Gegensatz zu den sich wiederholenden Erfahrungen abgelehnt zu werden und mit Schmerz da sein zu müssen, dass Bedürfnisse und Sehnsüchte nicht erfüllt sind. Ich konnte sehr gut an meiner Schwachstelle der Beziehungsfähigkeit arbeiten. Ich stelle mir vor, dass ich durch diese Übung, die in Schweigen abgehalten wurde, ein wenig die Angst vor der Beziehungsebene verloren habe, auch wenn mein Thema noch nicht gelöst ist, dass ich berührbar sein und gleichzeitig normal kommunizieren kann.

Namaste

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