Rainbow Gathering 2018 in Deutschland

In meinem System hängt schon länger der Impuls einen Erfahrungsbericht zum deutschen Rainbow Gathering im September zu schreiben.

Ende August ist mein Jahresvertrag ausgelaufen. Meine erste Probezeit, die ich bestanden hatte, so wie ich es mir manifestiert hatte. Probleme, die ich auch von anderen Jobs kannte, fingen wirklich genau nach Bestehen der Probezeit an. Das mir zugeteilte Projekt für das ich die Arbeit angetreten habe wurde mir weggenommen und ich wurde versetzt. Von einer überschaubaren Zuständigkeit von 9 jungen Auszubildenden, die nur einen Tag pro Woche beim Träger waren, war ich auch einmal für Gruppen von über 20 Menschen, mit einem ganz anderen sozialpädagogischen Schwerpunkt zuständig. Das hat mein hochsensibles System nicht mitgemacht. Ich habe es kennengelernt was es heißt sich wegen Erschöpfungsdepression krank schreiben lassen zu müssen.
Fuck, ein 39 Stunden-Job ist für mein hochsensibles System viel zu viel, zumal ich ja nebenbei auch viel prozessiert habe und meine Urlaube 2018 vor allem zweimal für das Creators Game und einmal für das Tribal Gathering genutzt habe, was ja auch wieder Prozess-”ARBEIT” bedeutete, von der mensch hinterher eigentlich nen Integrationsurlaub braucht. Nicht zu vergessen mein LSD-Sterbeprozess. Arbeit, die nicht bezahlt wird. Vermutlich glauben Leute, ich mache das zum Vergnügen 😉

Und ich habe keinen Bock mehr Sozialarbeiter zu sein. Meine Aufgabe war es die Gewalt des Systems an junge Menschen heranzutragen. Im ersten Projekt hatte ich Auszubildende und ich musste dafür sorgen, dass sie ebenfalls im 39 Stunden System FUNKTIONIEREN. Fuck it, das war Gewalt, was ich getan habe für mein Monatsseinkommen. Nie wieder. Zumal die als ausbildungsfähig eingestuften Klient_innen auch Themen hatten im Bereich Borderline, Drogensucht, Depression, Erschöpfung von den Eltern, Partner, Wohn und Finanzthemen mal ganz zu schweigen. Daran durfte ich aber nicht arbeiten. Es ging um unentschuldigte Fehlzeiten, Ausbildungsgefährdung, verzerrte Realitätswahrnehmungen, die Kommunikation mit IHK, HWK, Berufsschulen und dem Kooperationsbetrieb.
Und um meine Klient_innen in Schutz zu nehmen. Viele der Leute, die im System arbeitsfähig sind, sind nicht gesünder, sie haben nur gelernt besser zu funktionieren. Es gibt Sozialarbeiter_innenkolleg_innen, die haben echt nen Schatten, da bin ich nen Witz gegen. (Mein narzisstischer Anteil widersprecht mir gerade: ne, ich habe schon den größten Schatten (bin der besonderste), aber die anderen waren unbewusster ihren Themen gegenüber (Abwertung))

Nie wieder, werde ich für dieses verfickte, blinde, krankmachende System arbeiten, das Geld bezahlt zum verschlimmbessern. Fick Dich System, wach auf oder geh unter. Ich werde meine Inkarnation nur noch für mein Talent verwenden Räume zu schaffen, in denen Menschen wieder in Kontakt mit ihrer Wahrheit kommen und Gefühle wahrhaftig fließen können, sie sich loslösen können von den Glaubensprogrammen der Matrix, welche die Menschen von sich selbst und ihrem Herzen entfremdet.

Und ich habe diese Programme auch noch in mir und sie sind hartnäckig in meinem System und ich werde mich nach und nach durch Prozesse, durch Lichtarbeit und durch Schreiben mehr und mehr davon lösen und wieder mehr ich selbst werden.

Puh, das war die Einleitung zu meiner Einleitung, dass ich mich auf den 01.09.18 freute. Den ersten Tag außerhalb des Systemjobs. Ich projizierte soviel verdrängtes in die Zeit ab dem 01.09. Ich schwor mir, dann mich voll hinzugeben, radikal meine Erschöpfung zu fühlen und suchtfrei zu leben und jeden Prozess dann in Kauf zu nehmen, der in Folge des Nicht-suchtens auftaucht. Ich wollte die radikale Heilung.

(Ok, vorneweg, nein, ich bin nicht erleuchtet oder suchtfrei und bekomme auch 2,5 Monate später noch fleißig Hausaufgaben an Themen rein, die ich fleißig Tag für Tag abarbeite. Auf meinem Grabstein soll ja am Ende mindestens stehen, ich hätte mich bemüht, nicht, dass ich aufgegeben hätte. Hm, wobei ja vielleicht letzteres aus spiritueller Sicht besser ist. OK, ich schweife ab.)

Aber jetzt stand erstmal eine Woche das deutsche Rainbow-Gathering in Südthüringen an. Ich hatte das europäische Rainbow Gathering in Südwest Polen zum ersten mal seit 2012 wegen meiner Arbeit verpasst.

Das Rainbow Gathering ist eine Art anarchistisch, alternative, Hippie Bewegung, die sich an indianischer Kultur, irgendwelchen Hopi-Prophezeiungen, Schamanismus und Naturverbundenheit anlehnt. Es gibt keine Hierarchie, außer es wird mal für bestimmte Aufgaben ein Foculizer festgelegt, sondern Kreiskultur. Die Regeln nennen sich deshalb Konsense: Kein Geld, außer Spenden nach dem Essen in den Magic Hat, keine Drogen, keine Hunde, woran sich nicht alle halten, vor allem beim Thema Marihuana, da viele meinen, es sei eine Heilpflanze, keine Gewalt und keine technischen und chemischen Produkte wie Handy, Laptop, Shampoo und Toilettenpapier. Ja, es gibt sogenannte Shitpits. Hygiene ist meist ein großes Thema, aber zum Glück gab es wenige Laufminuten entfernt eine Einkehrraststätte für Wandernde, was sonst nicht üblich ist bei Rainbows, dass es so nah an Infrastruktur stattfindet. (Letztes Jahr in Italien, musste mensch vom Parkplatz vier Stunden in die Berge wandern.) Es geht in der Regel immer von Neumond zu Neumond. Das Highlight ist die Vollmondparty, wobei mensch es eigentlich nicht “party” nennen darf, genausowenig wie das Wort Festival in dem Kontext benutzt werden darf. Ich glaube sie nennen es Celebration. Zu diesem Zeitpunkt sind dann die meisten Menschen da. Bei den zwei Foodcirceln gibt es Announcements für Workshops. Zu den Foodcirclen wird dreimal gerufen. Das ist dann gleichzeitig die Uhrzeit. Erster, zweiter oder Dritter Foodcall oder so und so lange nach dem Magic Hat treffen wir uns am Mainfire für diesen oder jenen Workshop. Auf dem Rainbow habe ich das Creators Game kennengelernt und habe auch selber viele Systemische Aufstellungen mit über 30 Leuten geleitet. Die Workshops und die Natur sowohl der suchtfreie Raum sind die Hauptgründe warum es mich dahinzieht. Das Kiffen und manche Gutmenschendogmen nerven mich da aber auch etwas. So wird bspw. die weltliche Welt konsequent als Babylon betitelt und somit auch ein Unfrieden, Trennung und Schatten kreiert.

Die Hinfahrt flutschte. 19€ Ticket mit der Bahn in eine 12km entfernte Stadt und dann innerhalb von 15 min einen Hitchhike (per Anhalter) gefunden, die mich bis auf das Rainbowgelände fuhr. Große weite Wiesen, Die Leute waren weit verteilt. Ich schätze auf 200. Wurfzelt ausgeworfen. Ankommen: Leere.

So, ich mache hier mal nen Break und schreibe ein andernmal weiter. Morgen sehe ich drei Workshops, die ich hintereinander schaffen könnte, da sie immer ne Stunde Luft haben dazwischen. Mein Workshopsuchtanteil, aber hey, es geht viel um Meditation und Rangeln, was es auch auf dem Rainbow gab, mir richtig gut tat und was ich öfter machen möchte. Und bei Jion, war ich 2012 als ich noch viel blockierter war als heutzutage regelmäßig jeden Sonntag. Er arbeitet sehr intuitiv ist schon ziemlich erwacht und wie ich ein „weißer Spiegel“ und gibt nach langer Zeit mal wieder Workshops. Und ja die Illusion der Einsamkeit zieht mich auch an, da das gerade sehr aktuell ein Thema ist, da ich mich sehr einsam fühle.

heilfest

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2 Antworten zu Rainbow Gathering 2018 in Deutschland

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