Abtreibung

Eigentlich hätte ich an der Stelle eigentlich gerne darüber ausführlich geschrieben, dass ich zum Ersten Mal als Sozialarbeiter eine Probezeit bestanden habe. Aber es gibt ein massiv überlagenderes Thema. Meine Vorgesetzte holte mich gestern schon zur Seite und meinte, dass sie merkt, dass es mir nicht gut geht.

Der heutige Tag hat das Potential als beschissenster Tag in die Geschichte meines Lebens einzugehen.

Im Dezember hatte ich nach langem Mal wieder Sex. Krasserweise ist mir das erste mal in meinem Leben das Kondom geplatzt. Mitte Januar erfahre ich, dass sie schwanger ist. Mein Mentalkörper dachte sich auch so FUCK. Da war keine Liebesbeziehung und Scheiße ich muss meine Zukunftspläne loslassen. Bspw. wollte ich nach Afghanistan reisen, aber die Sicherheitslage wäre für mich allein schon katastrophal gewesen. Das Risiko einzugehen dass mein Kind und die Mutter, den Vater verlieren machte das Risiko nun absolut unverhältnismäßig. Ich ärgerte mich, da ich doch eigentlich Verantwortung übernommen hatte und ein Kondom benutzt hatte.

Gleichzeitig ging mein Herzraum krass auf als ich es erfuhr. Ich spürte ein bedingungsloses JA zu dem Kind und umarmte die Mutter meines Kindes lange. Ich war bereit die Verantwortung dafür zu übernehmen für das Kind. Das Geschenk vom Universum anzunehmen, auch wenn es kein Liebesbeziehungssetting gab.

Die ersten drei bis vier Wochen liefen gut. Wir hatten viel Kontakt und redeten auch über Kita und dass ich gerne meinen Vertrag verlängern würde, der Ende August ausläuft und ich dann gerne 12 Monate in die Elternzeit gehen würde. Mir ist es wichtig, gerade am Anfang für das Kind da zu sein. Auf der Beziehungsebene gab es natürlich noch Störungen. Wir waren mit unseren Themen verstrickt, aber ich war optimistisch, dass wir uns arrangieren und ich habe ja auch meine Kompetenzen, Sachen klar und getrennt zu sehen und anzugehen, schwierige Gespräche zu führen und zu halten und Sachen vernünftig und auch mit emotionalier Tiefe zu klären.

Vor meinem Geistigen Auge sah ich wie ein väterlicher Anteil in mir aufging, der verbunden war mit dem Kind und dem Mutteranteil der Frau und gleichzeitig gab es eine andere Ebene, wo wir mit unserer Alltagsidentität unsere Muster lebten.

Es war erstaunlich, wie unterschiedliche Rückmeldungen wir beide bekamen. Ich bekam durch und durch Freude ab, wenn ich es erzählte. Viele Leute spiegelten mir, dass sie eine Väterliche verantwortliche Energie wahrnehmen, meinten, dass sie sich mich als guten Vater vorstellen können. Die Mutter bekam leider viele negative Rückmeldungen. Ihr wurde das Wort “Verantwortung” kritisch entgegengehalten.

Nach weiteren 3 bis 4 Wochen machte sie einen Kontaktabbruch zu mir nachdem wir es einem Freund von mir und einer Freundin von ihr gleichzeitig erzählten. Der Freund reagierte beglückwünschend, war selber Vater einer 10 Monate alten Tochter und freute sich und betonte, auch, dass es heilende Momente gibt, aber auch, dass es anstrengend ist und wir vor der Geburt noch viel Tanzen gehen sollten. Die Freundin kam mit ihrer Pille-danach-Story und betonte in meinem Bei-Sein ihren feministischen Dämon, dass es ihre „alleinige“ Entscheidung sei usw. Ein Teil von mir fühlte sich von ihr echt bedroht und war wütend auf sie. Mein Beschützeranteil für das Kind fuhr hoch. Das Gespräch veränderte alles. Danach brauchte die Mutter Zeit für sich und ihre Ambivalenz. Meine Klarheit triggerte sie und es kam sehr häufig der Manipulationvorwurf. Ich ließ ihr für das abgesprochene Wochenende ihren Raum, aber auch danach blockierte sie blockierte den Kontakt weiter.

Als ich dann am Mittwoch erfuhr, dass sie bei einer Schwangerschaftskonfliktberatung war brach in mir ein massiver Schmerzkörper los. Ich war auf Arbeit und musste weinen. Ich kam gar nicht klar und besorgte mir bei Mica einen Termin am Nachmittag.

Auf dem Weg zur Aufstellung bei Mica, voller eigenem Schmerz über die anstehende Abtreibung, sah ich diesen Werbeaufsteller, der mich stark berührte. #synchronizität

Es wurde eine intensive Systemische Aufstellung in der ich sehr viel geweint und erkannt habe. 4 Tage später ging ich zu einer Ayahuasca-Zeremonie, nur mit der Intention meine Anteile in mir zu lösen, die eine Abtreibung wahrscheinlicher machen.

Und es gab eine Menge zu lösen. In der Ayahuasca-Zeremonie habe ich die ersten 45min nur gezuckt und hyperventiliert. Es hat sich unfassbar viel Schmerz auf der körperlichen Ebene gelöst. Jeden Tag als Kind ohne Vater, hat mir der unbewusste Gedanke, dass er mir fehlt, neuen Schmerz zugefügt und ja es gab eine Verstrickung, dass ich, in dem ich für mein Kind da sein wollte, gleichzeitig auch für meine Inneres Kind da sein wollte. Ich habe die Verstrickung erkannt und losgelassen. Auch mein Vaterthema wurde in der Zeremonie intensiv losgelassen, was auch komisch war, zumal es ja auch einen Teil meiner Identität ausmacht.

Zwischendurch war ich auch in einem Lichtkörper, der in seinem Raum, in seinen Grenzen bleibt und mit bedingungsloser Liebe alles annimmt was im Außen passiert. Wenn es den Weg der Familie und Herzöffnung gibt wird der genauso wenig bewertet wie den Weg der Abtreibung und des lebenslangen Schmerzes.

Ich bin jetzt aber nicht mehr in diesem Lichtkörper. Es ist nur ein Teil von mir. Ich bin mehr als das und das ist auch OK, dass auch in meinem System noch Schatten, Dämonen und Verstrickungen sind, die durch mich erfahren und bestenfalls ins Licht gebracht werden.

Und egal wieviel ich gelöst habe, dahinter war immer mein Herz zu erkennen und es blieb immer bei einem 100%igen Ja zu dem Kind. Das hat sich nicht einmal relativiert, auch wenn ich auf Ayahuasca ein bißchen mehr in Frieden mit dieser Option gegangen bin, dass es abgetrieben werden könnte. Ich habe erkannt, dass es in diesem Falle wichtig ist gemeinsam mit der Mutter zu trauern und zu vergeben, damit das Kind auch irgendwann losgelassen werden kann und ich ließ den Gedanken los, dass ich deswegen ein Leben lang leiden muss. Ich darf mich auch mit diesem Ereignis für das glücklich sein öffnen.

In einer intensiven Trancereise, die zwischendurch mal in der Straßenbahn passierte, erlebte ich mich auch als Embryo und spürte wie mein Vater für die Abtreibung war. Das war schlimm für mein „Inneres Embryo“, dies Intention zu spüren von der Instanz von der ich mir eigentlich Liebe, Annahme, Präsenz, Halt und Akzeptanz wünschte. Einer Instanz, die hätte da sein sollen und die Projektionen meiner Mutter auffängt, anstatt mich mit meiner Mutter und ihren ungelösten Vaterthemen und ihren entsprechenden Projektionen alleine zu lassen. In dieser Trancereise war ich wieder in dieser Art universellen, nicht bewertenden Bewusstsein und ich spürte mich in die Option meiner eigenen Abtreibung rein. Das Universelle Bewusstsein wäre in einer Art Frieden damit gewesen, es ist nicht so tangiert davon wie unser weltliches Bewusstsein. Für das Universum ist es nicht wichtig, ob ich existiere oder nicht. Mein persönliches Bewusstsein konnte damit aber nicht in Frieden gehen, das wäre schon ein Akt nahe an der Erleuchtung gewesen, so krass mit dem eigenen Tod oder dem gar nicht erst existieren in Frieden zu gehen. Da bin ich noch nicht. Stattdessen beobachte ich Dankbarkeit für diese 35 Jahre Inkarnation. Ich spüre jeden Tag Schmerz und leide, aber insgesamt habe ich ein sehr, sehr geiles Leben und es ist insgesamt ein sehr fairer Deal. Ich Liebe mich in dieser Inkarnation, inklusive der Tatsache, dass ich noch nicht mit allem im Frieden bin. Das ist ja Teil des Spiels, das wir hier alle auf der Erde spielen dürfen, diese Dualität und diese Prozesse zu erfahren. Unser Kind hat sich krasse Eltern ausgesucht. Es wäre ein krasses Leben gewesen und vielleicht hätte es noch ungelösten Scheiß von uns abbekommen und das dann als Erwachsenes Wesen klären. Aber im Grunde bin ich Vertrauen, dass wir das besser und bewusster hinbekommen hätten als viel andere Eltern und dass der potentielle Mensch am Ende auch dankbar für die Existenz gewesen wäre.

An der Stelle auch nochmal Danke an meine Mutter, dafür, was sie geleistet hat, auch wenn es in mir noch wütende und vorwurfsvolle Anteile gibt. Auch sie hat gesagt, dass sie unterstützt und dass sie die Mutter meines Kindes wie eine Tochter aufnimmt. Sie hat ein Kennenlerntermin angeboten. Ich hatte viele Impulse, wollte sie auch zu einer Session zu Mica einladen, ihr die vielen Mütter aus meinem Umfeld vorstellen. Ich wollte dass sie mich sieht, wo ich stehe und welche Ressourcen ich habe. Ich habe Freundinnen, die auch durch eine sehr schwierige Schwangerschaft gegangen sind mit schwierigen Partnern, die noch voll eine ungelöste Vaterprojektion waren und sie haben sich da durchgearbeitet und haben jetzt wundervolle Kinder zur Welt gebracht. In der Aufstellung war auch klar zu sehen, dass die Schwangerschaft extrem heftig für sie wird, auch die Geburt und die Zeit danach. Das sie ihr Trauma parellel bzw. vor allem danach heilen wird. Ich habe in der Aufstellung auch gesehen wie es passieren kann, anders als es mental erarbeitet werden kann. Die Repräsentantin der Mutter meines Kindes (Mica) sagte auch sinngemäß, dass der Dämon (Das Wort kam von mir) größer wird im Falle einer Abtreibung. Dass sie dann noch ein paar Jahre länger in ihrem Störungsbild bleibt. Das ist Comfortzone und es ist verständlich lieber bei den bekannten Mustern zu bleiben, die mensch kennt anstatt für die Heilung Anteile sterben zu lassen, die massiv mit ihrer Identität verwoben sind. Ich kenne das Festhalten von mir. Einerseits ärgere ich mich drüber, andererseits halte ich dennoch oft weiter fest, aber ehrlich gesagt, gehe ich mittlerweile auch oft in meine transformativen Loslass-Prozesse, wenn mir ein Thema gespiegelt wird.

Dieser Satz, dass es ihre „alleinige“ Entscheidung ist, triggerte mich stark, da ich sehe, dass wir systemisch verbunden sind und mein System ja verschieden auf ihre Entscheidungsmöglichkeiten reagiert. Auf der Ebene wo ich bin, kann ich diesen Satz nicht als wahr empfinden. Ihre Entscheidung tangiert massiv mein Leben. In mir ist in allem was ich in der Zukunft mache, bspw. wenn ich auf dem Rainbow Gathering oder in Workshops bin oder nach Afghanistan reise oder mit Frauen Zeit verbringe, die Angst vor dem Gedanken: „Scheiße, ich hätte jetzt auch stattdessen ne Familie haben können“. Das macht mich traurig nicht die Geburtstage meines Kindes feiern zu können, nicht zu sehen, welche Persönlichkeit es entwickelt, was für Talente es haben wird, was es der Welt geben wird.

Ich erkenne aber auch, dass ich das alles mitrekreiere. Ich wiederhole mein Muster mit einer Frau, die mir eine Familie verwehrt. Dieser Gedanken des Erwachsenen Christian war verstrickt mit dem des Inneren Kindes, das sich ne Familie wünscht und in der Ayahuascazeremonie diesen Wunsch loslassen musste. Mein Inneres Kind meinte immer, dass er noch kommt, aber ich muss akzeptieren, dass meine Kindheit so war wie sie war: Ohne „richtige Familie“. Auch hier bleibt der Wunsch hinter dieser Erkenntnis das Muster zu durchbrechen zu wollen und mit meiner väterlichen-männlichen Kraft für das Kind und die Mutter da zu sein.

Falls es heute zur Abtreibung kommt, wonach es aussieht, werde ich mich natürlich irgendwann auf den Weg des Vergebens machen. Aber dafür ist es wichtig alles zu fühlen und mit allem da zu sein was ist, sonst bleibt die Vergebung mentale Selbstverarsche.

Die Letzten Tage habe ich mich zurückgehalten, habe ihren Wunsch akzeptiert nicht in Kontakt zu gehen. Wir haben gestern telefoniert und sie hat mir die Entscheidung für die Abtreibung mitgeteilt. Ich habe fast die ganze Nacht nur geweint. Im Moment bin ich nicht im Frieden und ich habe die letzte Zeit viel mit Schmerz und Verletztlichkeit und in meinem Raum bleiben verbracht und war so vor allem in einer weiblichen Energie. Jetzt bin ich wütend und gehe mit diesem Nicht-Einverstanden sein nach Außen. Über meine Grenzen hinaus.

Ich verstehe das mit der nach außen gehenden männlichen Energie noch nicht so ganz, habe echt mein Thema damit und bewerte das Übergriffige, Dominante, Kriegerische, Zerstörerische, Vergewaltigende, Machohafte aber das ist ein anderes großes Thema. Ich sehe, dass Männlichkeit und das eben genannte existiert und das es universelles Bewusstsein gibt, das dies nicht bewertet. Und Fuck, ich habe diese Anteile in mir. Ich habe meine Verletzungen und meinen Schmerz (Schatten), die ich mit einem narzistischen Anteil (Dämon) schütze. Ich bin Aszendent Scorpion und habe mal gehört, dass wenn jemand diesem Anteil zu nahe kommt und dieser sich bedroht fühlt, dass dieser dann zusticht. Das bin ich, das sind Eigenschaften von mir und die lebe ich jetzt aus. Ich bin wütend.

An alle mentalen Feminist_innen, lasst eure Konzepte stecken, an alle Gutmenschen, ja ich habe selber in mir mentale Diskurse, die Bewertungen von richtig und falsch vornehmen, die schauen was sich gehört und was nicht. Und gleichzeitig gibt es kein Dogma, gibt es kein richtig und falsch. Gibt es nur verschiedene Prinzipien und es gibt keinen Rang, was höherwertig ist. Alles ist eine Erfahrung und ich erfahre mich selbst gerade dadurch, dass ich mich zeige. Ich zeige viel nicht und viel mache ich mit mir aus, aber es ist OK für mich mich zu zeigen, warum auch nicht. Wir sind frei. Ich bin wütend, unperfekt, ungehalten, nicht im Frieden mit mir, ich bin nicht im Frieden mit der Abtreibung, ich ärgere mich über Frauen, die an ihren Wunden festhalten, ich ärgere mich über Männer und über unsere Gewalt. Mich regt die Abtreibungslobby auf: (Bla) „mein Bauch gehört mir“. Ja es ist ihre Entscheidung, auch wenn es nicht ihre alleinige ist. Sie hat Verantwortung für die Entscheidung, ich habe Verantwortung für meine Reaktion, was ja auch eine Entscheidung ist. Meine väterlichen und herzlichen Anteile wären gestärkt worden, wenn sie sich für das Kind entschieden hätte. Ich hätte diese Familie beschützt, mich gekümmert, für die finanzielle Sicherheit gesorgt, war bereit von meinem Guthaben was jetzt langsam ankommen wird, ihren Dispo auszugleichen, damit sie keine Zinsen mehr zahlen muss. Ich wäre bereit gewesen Verantwortung zu übernehmen, gerne auch alleinerziehender Vater zu sein, notfalls auch auf Unterhaltsforderungen zu verzichten oder notfalls auch Vater, der sein Kind nicht sieht, Hauptsache das Kind lebt. Nur diese letzten 6,5 Monate Schwangerschaft und ihren Dämon, kann ich ihr leider nicht abnehmen. Da muss sie leider selber durch. Und ich meine es ernst: wenn ich könnte, ich würde so viel tun, nur um das Leben meines Kindes zu retten. Es gibt für mich keine Trennung zwischen ungeborenen Leben und dem Leben danach. Im Gedankenspiel könnte mensch ja auch sagen, dass wir Kinder mit 7 Jahren töten könnten, wenn sich die Eltern plötzlich dagegen entscheiden, weiter Eltern zu sein.

Ich bete weiterhin, die letzten Minuten oder Stunden, keine Ahnung, wann sie ihren Termin hat, dass sie ihr Herz spürt und sich umentscheidet.

Ihr seid eingeladen zu Sharings, was der Text mit euch macht. Ich habe absolut keine Lust irgendwelche mentalen Konzepte zu diskutieren.

Zu guter letzt noch die Anekdote von meinem Anteil, der Systemische Familienaufstellungen leitet:

Aufstellungen in denen es um Abtreibungen geht, sind mit die hochemotionalisten. In mir hat sich die Vorstellung etabliert, dass Kinderseelen in einer Art Zwischenwelt (zwischen purem Bewusstsein und Inkarnation, also einer Art astralen Welt) gefangen sind, solange die Abtreibung noch nicht verarbeitet ist. Und es gibt viele unbewusste Abtreibungen, viel unbewusstes Leiden, viel verantwortungslosen Sex. Am Anfang von Familienaufstellungen wird immer auch nach abgetriebenen Kindern gefragt, da, und das sieht mensch dann in den Aufstellungen, vor allem bei nachfolgenden Kindern systemisch was verrutscht und diese Menschen oft ein Leben lang anteilig und unbewusst leiden und gar nicht wissen warum.

Am letzten Samstag leitete ich zwei Aufstellungen und was für eine krasse Synchronisation, was für ein Spiegel für mich. In der ersten Aufstellung möchte der Fragesteller mit einer Partnerin eine Familie gründen, kann es aber noch nicht, weil es mit einer anderen Frau, wo der Kontakt sehr blockiert ist, eine Abtreibung gab. Der Raum war so unsicher, dass ich das Kind nicht in die Aufstellung holen konnte, die Botschaft war, dass es Zeit braucht. Ganz am Ende kam das Kind über einen Umweg doch rein und umarmte nur die Repräsentantin des Fragestellers und verschwand dann erstmal wieder bis die beiden das irgendwann klären. Und wieder: das Universum bewertet nicht, dem ist Zeit scheißegal. Dann braucht es halt ebendiese. Aber mein Ego bewertet schon. Fuck, da ist eine Frau mit ihren massiven Themen, die nicht die Verantwortung übernimmt, das zu klären und auch mit ihren Konzepten und ihrer Wut Klärung blockiert und gleichzeitig mit einer Ambivalenz nach Verantwortung durch den Mann schreit. Und von wegen immer alleine Verantwortung übernehmen. Ich fragte immer die Repräsentantin des Fragestellers, ob er noch was zu klären hat und ob da nicht doch noch ein blinder Fleck ist. Nein, da war nichts außer, dass er Geduld haben soll und nicht pushen soll. Ich nehme solch ein Erfahrungswissen und bewerte, dass es mich ärgert, dass der Fragesteller (und sinnbildlich dann auch ich) bei der Familienplanung mit der aktuellen Partnerin beeinträchtigt ist. Dass er quasi Abhängig ist von dem Klärungsprozess der Frau. Soviel zu dem Thema “es ist die alleinige Entscheidung” der Frau und den Mann geht es nichts an. Ich hoffe, dass sich dieses Denken, was im Mainstreamfeld abgespeichert ist, transformieren wird.

Gerade im Moment beschäftigt mich auch der Gedanke, dass ich als Betroffener von einer Abtreibung nicht meine Qualifiktation, aber irgendwie meinen Status als Leiter von Familienaufstellungen verloren habe. Es macht mich traurig, dass es mich trifft, Fuck.

Aber ich werde draus lernen und weiter an mir arbeiten, werde irgendwann vergeben, nach meiner Wut und Konfliktphase und hoffentlich, danach sehne ich mich sehr, irgendwann aus einer Liebesbeziehung heraus, eine Familie gründen.

Aho.

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Eine Antwort zu Abtreibung

  1. rotebaronesse schreibt:

    Ich wünsche euch, Sie entscheidet sich anders heute Abend.
    Viel Kraft.

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