Creators Game auf dem Rainbow Gathering

Der Beitrag ist vom 19.02.2017

Das europäische Rainbow Gathering findet jährlich einmal, einen Monat lang, statt. Abwechselnd in verschiedenen Staaten. Die Begriffe anarchistisch, naturverbunden, spirituell und Hippiecommunity geben ein paar Assoziationen wieder. Mehr dazu vielleicht in einem separaten Blogeintrag. Jetzt geht es um einen speziellen Workshop, den ich da kennenlernte.

2013 in Griechenland hatte es ich es schon mitbekommen, dass da so ein Zelt-Dom war, aus dem dann ab und zu sehr lautstark Schmerz rausgeschrien wurde. Ich habe auch die Unterlagen davor gesehen und assoziierte wirklich damit, dass es Gesellschaftsspielelemente hat. Hat es aber nicht. Leider hatte ich damals nicht dran teilgenommen, weil es nicht offiziell im Main-Circle ausgerufen wurde oder ich es nicht mitbekam. Wahrscheinlich reichte die Mundpropaganda um den Dome zu jedem Workshop zu füllen. (Das resoniert bei mir mit dem Ausgrenzungsthema. Ich hasse es, wenn Informationen nicht wirklich transparent gemacht werden, sondern der Informationsfluss nur über die Beziehungsebene läuft, da es dann eine Ausgrenzung von meiner Person gibt, da ich nicht so gut in den Beziehungen war und abhängig davon, dass ein Workshop im Main-Circle angekündigt wird.)

Erst auf dem Worldgathering 2014 hatte ich Zugang zu diesem Workshop. Und es war das krasseste was ich Raumhaltertechnisch je erlebt habe. Kein Wunder, resonierte es doch mit meinem Heilungssuchtanteil, der sich nach dem gehaltenen emotional Release sehnte, nachdem, die ganze Scheiße dann aus mir raus ist und ich dann „normal“ und ohne dass die unterdrückten Gefühle weiter mein Leben stören mein Leben mit Berufung, Geld, Beziehung, Familie gründen führen kann.

Gleichzeitig neben diesem Wunsch, war ja meine extreme Blockade da. Mein Extremes im Kopf sein. Ich teile hier jetzt einfach Erinnerungen und Beobachtungen, was ich erlebt habe. Möchte noch vorneweg sagen, dass ich versuche Angello Clemente nach Berlin einzuladen und hoffe, dass er sein Creators Game mal hier anbieten wird.

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Er entwickelte dieses Spiel seit 18 Jahren und erklärte auch, dass ihm die geistige Welt ,it Hilfe von Visionen, dabei geholfen hat diese Karte und diese Regeln zu entwickeln. Der Workshop ist hart und hat nichts mit weltlicher/fachlicher Professionalität zu tun. Und ich liebe es, weil mir dieses, nur Psychologen sollten an Traumataarbeit, über unzählige, teure Labersitzungen, randürfen, tierisch auf den Sack geht. Es ist so viel schneller Heilung möglich, wenn die ganzen Dogmen und Ängste zum Thema Retraumatisierung mal relativiert werden würden.

Bei ihm ist alles freiwillig. Auch was er macht. Er schützt sich auch vor Erwartungen an ihn, fährt die Linie, dass jede_r zu 100% für seine Kreationen verantwortlich ist. Deswegen auch „Spiel der Schöpfer_innen“. Jeder Empfindung, jeder Gedanke, jedes Gefühl kreiert dein System. Und auch wenn der Auslöser im Außen liegt, so sagt die Reaktion etwas über dich aus. Und selbst auf hohen spirituellen Ebenen kann mensch nicht mehr wegargumentieren, dass du selbst das Außen mitkreierst, dass du mit deinen inneren Resonanzen, Erfahrungen und bestimmte Verhaltensmuster bei anderen anziehst. Aber auf diese alles-ist-eins ebene will ich jetzt gar nicht. Ist langweilig, trotzdem in meinem Hinterkopf präsent.

Ein Beispiel. Wenn jetzt ein Hund durch den Kreis von Menschen streunert, dann ist das für alle das selbe Außen. Aber eine Person findet den Hund Süß, will ihn streicheln, ein anderer hat Angst, weil er mal gebissen wurde, wieder ein anderer niest, weil sein Körper eine Allergie kreiert hat und der Raumhalter fühlt sich vielleicht gestört, weil der Focus abhanden kommt. Jede_r kreiert seine oder ihre Geschichte mit dem Hund. Als ich das Beispiel letztens erzählte, versuchte eine Frau das 100%-Argument zu relativieren, in dem sie sagte, was wenn der Hund dich beißt, dann ist der doch Schuld an dem Schmerz. Auf der mentalen Schuldkonzeptebene kann es richtig sein, aber nehmen wir mal die Bewertungen und das Konzept raus. Dann beißt der Hund dich nur und dein Körper kreiert den Schmerz. Es ist zu 100% dein Schmerz und zu 0% der Schmerz des Hundes. Der kreiert seine eigenen Gefühle mit dem Beißen.

Ich werde demnächst auch nochmal über Eigenverantwortung bloggen und habe dazu auch noch andere Gedanken, aber das macht erstmal deutlich, welches Mindset Angello in seinem Workshop fördert.

Parallel dazu – und er macht es geschickt, ohne die erste Linie zu relativieren – sagt er, dass jeder der im Raum seine Gefühle nicht zu 100% in Eigenverantwortung hat, dass es was mit dem Raum macht, dass es sich überträgt. Er unterscheidet zwischen Kreationen und Wahrnehmungen. Wenn jemand Angst hat, dann blockiert es den Raum. Wenn jemand müde ist und eigentlich gar keinen Bock auf den Workshop hat, dann blockiert es den Raum. Sein Ziel mit dem Creators Game ist es die Schwingung der aktuellen Gruppe hochzubringen, so dass sich auf der neuen Schwingungsebene heilende Prozesse zeigen. Er spiegelte einem Typen der im Workshop fast einschläft immer wieder mit der Frage, was sein Körper wolle, dass er doch eigentlich gerade nicht im Workshop sein wollte, sondern schlafen. Sein Ego antwortete immer, dass er hier sein wolle, aber er musste nach einigem Hin und Her einsehen, dass Angello recht hatte und den Raum verlassen. An der Stelle war ich schon über die klare Linie von Angello begeistert, dass er diese Grenze setzt und die Energie der ganzen Gruppe anhob, dadurch, dass einer die Gruppe verlassen hatte. Viele Workshopleute, einschließlich mir, haben das Muster, es allen Recht machen zu wollen, aber er betonte auch immer wieder die Regel, dass auch für ihn alles freiwillig sei und dass nicht nur die Teilnehmer_innen sondern auch er Schutz brauchen.

Seine Arbeit bestand dann immer wieder darin mit dem Moment zu spielen, mit seinen Impulsen, er wendet immer auch spontan irgendwelche Methoden an. Seine Main-Methode war die wertfreie Aufmerksamkeit des Raumes auf eine Person zu lenken und eine andere zu Methode war es zu triggern. Es ging jetzt aber darum die Leute in die Gefühle zu bringen, die, die wirklich in diesem Moment da waren. Und über die Gefühle und Trigger brachte er die Leute tief in feststeckende Emotionen.

Wenn er mal selber getriggert wurde, weil ihn Teilnehmer_innen angingen und ihn kritisierten, dann war das eine Störung im Raum, die Vorrang hatte. Er konnte nicht weitermachen solange Wut in ihm präsent ist, sondern hatte den Anspruch aus vollem Herzen zu leiten. Er gab seine Raumhalterrolle in dem Moment an den Raum ab und spielte erst kurz die Emotionen hinter dem Konflikt durch. Der Raum half dann dabei, den Kritisierenden zu spiegeln, dass es sein Thema war, sein Konzepte, sein Konflikt mit Hierarchien, und wenn das Bewusstsein reinkam, konnte sich die Kritik von Vorwurf und Angriff zu Vergebung und Liebe transformieren.

Seine Hochsensibilität(-Sensitivität) und Raumwahrnehmung war außergewöhnlich. Als er mit der einen arbeitete und ein bestimmtes Wort benutzte, merkte er, dass jemand hinter seinem Rücken getriggert war. Er drehte sich um, wiederholte das Wort und erkannte wer es war. Ich war noch verwundert, da mir an ihrem Gesichtsausdruck und ihrer Körperhaltung nichts auffiel, aber als er ihr dann näher kam und es dann noch ein drittes mal Wiederholte, dann fing sie urplötzlich an, richtig heftig zu weinen. Und ich betone, dass es aus meiner Sicht ein heilsames Weinen war. Er hat sie nur getriggert, damit sie sich von den festsitzenden Emotionen befreien kann.

Aufgrund seiner Erfahrung und seiner hochschwingenden Energie und auch der schon hochschwingenden Energie der Teilnehmenden auf dem Rainbow Gathering in der Natur,  nur mit veganem Essen passierten in Folge dessen sehr starke Prozesse. Er hatte es mit den Frauen viel leichter als mit den Männern, er schenkte allen, die im Gefühl waren Aufmerksamkeit und begleitete sie. Die Leute, die nicht im Gefühl waren ignorierte er. Ich wollte auch begleitet werden, ergriff das Wort und er meinte nur blablabla zu mir. Er konnte bei mir nichts greifen, womit er arbeiten konnte, und setzte mir die Grenze, damit ich den Raum nicht weiter mit meiner mentalen Energie einnehme. Ich akzeptierte den Spiegel, nahm mich zurück und beobachtete weiter. Immerhin triggerte er etwas Wut in mir an.

Er brachte die Leute viel in Emotionen, die noch auf Inkarnationsebene abgespeichert waren, viele erlebten Situationen aus vergangenen Leben oder ihren Tod erneut und releasten die entsprechenden Gefühle. Obwohl schon viel Trauer, Schmerz und wirklich überall im Raum Prozesse waren fing ein Mädel an einen Lachkrampf zu bekommen. Fühlte sich wie 20 min an. Es war total surreal und sie wurde da gelassen. Das Lachen war krass, wie von einer jungen Hexe, aber auch total verrückt. Teilweise beängstigend, teilweise musste ich mitlachen. Als sie irgendwann redete sagte sie, dass sie gerade auf dem Scheiterhaufen ist und diese dummen Leute auslacht. Sie lachte, weil sie sagte, dass sie eh wiederkommt.

Ab und zu als er Leute in den Prozess gebracht hat und der Anfang/das schlimmste überstanden war, nahm er sich Leute, die nicht im Prozess waren zum nachbegleiten, um dann anderen seine Aufmerksamkeit schenken zu können. Es lief dann so ab, dass Personen, einfach mitteilten was sie gerade erleben und die Begleiter dann einfach wiederholten oder sie einluden, dem was sie gerade erlebten Raum zu geben, vielleicht auch mit Körperkontakt Halt und Stabilität zu vermitteln. Ich hatte eine, die wollte sterben und ich begleitete sie immer wieder in dieses Gefühl, sie war dann auch in einen sehr friedlichen Zustand entschwebt. Ich nahm es wertfrei an und versuchte sie nicht aus ihrem Gefühl/Wunsch wegzureden.

Da waren viele hochsensitive und -sensible Wesen am Start. Es war unglaublich, als wir die Aufmerksamkeit auf einer jungen Frau hatten, zog mich auf einmal eine andere ruckartig weg von ihr. Ich wunderte mich, war sogar leicht empört und irritiert, aber eine Sekunde später schrie, die junge Frau plötzlich voll laut. Die Frau, die mich vorher umgehauen hat, hat es vorher gespürt, dass es gleich passieren wird, und rannte dann weg, weil es dann echt heftig wurde. Ein Dämon war im Körper der Frau und sie verhielt sich extrem Diabolisch. Sie war nicht mehr sie und lachte nur noch mies und verrückt. Ich fand die Situation krass, aber da ich nicht so emotional war und durch meine Blockaden auch abgegrenzt, konnte ich im Beobachten bleiben. Angello war auch leicht nervös, blieb aber ruhig. Und nach einiger Zeit wandelte sich ihre Energie in eine göttliche Jesus-Energie um. Sie strahlte krass und auch Angello meldete zurück, dass er sowas noch nicht erlebt hätte und war begeistert von ihr, dass sie sich so tief für einen Dämon öffnete und ihn dadurch transformierte. Dafür erhielt sie mit dem Strahlen auch eine entsprechende Belohnung und sie konnte sich am Ende der Prozesse nach dem Workshop auch wieder normal unterhalten.

Ich benutzte den Begriff Creators Game für meine Workshops und in Anerkennung für das was ich da erlebt habe, ohne dass ich Angello kopiere. Natürlich habe ich mir Sachen angeeignet, die ich von ihm gelernt habe, gleichzeitig habe ich eigene Sachen/Talente und Qualitäten und eine eigene Energie, die sich auf den Raum überträgt, wenn ich der Raumhalter bin. In meinen Räumen begleite ich die Leute durch meine Trigger nicht in letzte Leben, aber ich hole auch Emotionen hoch und gebe Raum zum abfließen. Ich arbeite mit meinem Talent des moderierens, der gruppendynamischen Raumwahrnehmung, des Raumhaltens, meine Schnelligkeit im Erfassen. Und ich erkenne auch meine Grenze. Da ich auch noch stark getriggert werden könnte und ich weiß, dass ich dann das nicht wegdrücken kann und mit in den Prozess muss, damit ich den Raum nicht blockiere, habe ich immer eine weibliche Assistentin. Die weibliche Assistentin gleicht auch nochmal meine Defizite aus und hält den Raum, wenn ich aus der Raumhaltung in den Prozess gehe mit einem Teilnehmenden. Das ist noch ein großes Thema bei mir. Prozesse und Raumhalten parallel hinzubekommen. Ich nehme wahr übers Kronenchakra und die Intuition und ich kann die Methode gut anwenden, aber ich bin nicht so im Herzen, in der Sanftheit, im Körper, in der Verbindung und Empathie. Das bringen dann die Frauen, die ich mir als Partnerin aussuche als Qualität mit in den Raum für eine intensiven und guten Workshop.

 

 

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