Non-Dualität

Nondualität ist ein spiritueller-geistiger Zustand in dem die Trennung von „gut – schlecht“, also die Perspektive die Welt mit ihren Polen zu sehen, aufgehoben ist. Es ist eine ganzheitliche Perspektive, die mental nicht erreicht werden kann. Allein das benennen oder in Worte packen ist schon eine Trennung. Aber ganz so extrem verwende ich den Begriff nicht.

Ich habe ihn mir auch zuerst durch Gespräche in der spirituellen Szene angeeignet. Eine junge Mutter erzählte mir, dass sie große Ängste hatte, dass der Vater des Kindes, das Kind in sein Heimatland entführen würde. Sie erzählte, dass sie da tief reinmeditierte und irgendwann die Wertung fallen ließ, dass dies etwas schlechtes wäre. Es würde dann halt einfach zu dem Schicksal von dem Sohn werden, der dann in diesem Leben halt diese Erfahrung macht und sie macht halt ihre Erfahrung damit.

Mit einem Freund sprach ich auch darüber. Er reist auch ab und an auf Ayahuasca und geht in die Astralwelt mit bestimmten Meditationstechniken und kennt auch diese Perspektive das Zeit eine Illusion ist und dass alle seine Inkarnationen quasi gleichzeitig stattfinden. Er erzählte mir mit einer Lockerheit und authentiztität, dass das alles zu dem Spiel hier auf diesem Planeten gehört. Der Planet gehört auch zum Spiel. Das Töten und getötet werden. Das Vergewaltigen und vergewaltigt werden. Jede Seele macht in der Regel das meiste mal durch und zwar aus verschiedenen Perspektiven. Und das Leid und die Bewertung existieren vor allem „nur“ auf unserer Ebene. Ich war in dem Gespräch natürlich heftig getriggert und verwies auf den IS und dass ich das nicht wertfrei annehmen könne. Aber durch diese Gespräche konnte ich ja nicht verhindern, dass parallel dazu in mir ein mentaler Anteil entsteht, der da irgendwie ein Verstehen entwickelte. Und für den IS macht es übrigens keinen großen Unterschied, ob ich getriggert bin oder nicht, nur beim letzteren wäre ich freier.

Später erlebte ich diese Zustände selber. Ich konnte Non-Dualität erleben und arbeite daran, dass wenn ich Räume wie bspw. das Creators Game aufmache, dass sie sich in diese Richtung entwickeln. Dass einfach alles was in diesem Raum passiert wertfrei wahrgenommen wird. In meinem Alltagsego und aufgrund meiner abgespeicherten Themen bin ich natürlich ein sehr wertender Mensch und ich lade dazu ein auf folgende Falle zu achten. Manche Spiris machen aus Non-Dualität ein Dogma und fangen an, andere Menschen auf ihre Dualität und so weiter hinzuweisen. Aber genau in dem Moment befinden sie sich in der Dualität, wenn sie Menschen, die in der Dualität sind, bewerten. Aus meiner Sicht ist die Dualität ein Anteil der Nondualität, der wertfrei angenommen werden sollte. Und das tue ich. Ich nehme mich mit all meinen Polen und Bewertungen so gut es geht an anstatt sie jetzt aufgrund eines spirituellen Konzeptes wegzudrücken. Funktioniert eh nicht. Wenn ich jemand oder etwas bewerte, dann bewerte ich nicht, dass ich das tue und wenn ich das doch mal bewerten sollte, dass ich mich oder jemand anderes bewerte, dann versuche ich eben das in die Annahme zu bringen und mich bspw. mit meinen Bewertungen einfach zu zeigen.

Schicht für Schicht und mit Licht und Liebe kommt dann die paradoxe Veränderung durch die absichtslose Annahme von dem was ist.

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