Der leere Raum

Ich erinnere mich an den Mindfuck, den ich als Kind hatte, als ich mir versuchte die Grenzen des Universums vorzustellen und den Anfang und das Ende der Zeit. Es gelang mir nicht, das machte mich ganz schön fertig. Angst machte mir dann auch die Urknalltheorie, ein Materieller Raum der sich weitet und sich irgendwann wieder aufgrund von Gravitation ins Nichts zusammenzieht. Auch dass die Sonne nur noch ca. 5 Milliarden Jahre existieren würde, machte mich fertig. Hoffentlich schafft es die Menschheit bis dahin sich eine neue Sonne zu suchen. Tja hinter all dem steckt vermutlich meine Angst vor dem eigenen Tod, die Nicht-Annahme von Vergänglichkeit.

[Anekdote zum Thema Angst: Als ich die ersten mal von Gott hörte und dass er wirklich alles mitbekommt, weiß und am Ende bzgl. Himmel und Hölle richtet, bekam ich übrigens auch ne Zeit lang panische Angst vor negativen Gedanken oder allein dem anzweifeln seiner Existenz, da ich dann ja das Gefühl hatte, dass meine Gedanken von ihm observiert werden.]

Ich möchte gerade nochmal in meinen aktuellen Mindfuck einsteigen und betone, dass das hier ein Blogeintrag ist, wo ich meine persönlichen Vorstellungen teilen darf, ohne Anspruch auf Wahrheit oder wissenschaftliche Korrektheit. Mir ist auch bewusst, dass Worte bei jedem individuelle Assoziationen verursachen und etwas in Worte auszudrücken auch immer eine Trennung von der Wahrheit ist. Aber wir leben ja hier und dürfen uns auch über die vom Verstand kreierten Trennungen begegnen.

Letztens sah ich eine Doku auf Arte über den leeren Raum. (Link … Eine entscheidende Sequenz ist von 2:30 bis 4:15min) Ich resonierte damit stark und freute mich, wie weit die Wissenschaft ist. Sie fängt an sich vom Materiedenken zu befreien und Eigenschaften des leeren Raums zu entdecken ohne die das Universum/physikalische Gesetze keinen Sinn machen würde. Leider hat es die Doku trotz dieser Erkenntnis nicht geschafft sich vom Dogma der Urknall-Theorie zu befreien. Obwohl sie den leeren Raum postulieren, konnten sie sich ein Universum ohne Urknall nicht vorstellen, aber genau da gab es ihn doch auch schon den leeren Raum. Hinter dem Festhalten an der Urknalltheorie projiziere ich mal ein kindliches Kontrollbedürfnis der Wissenschaft rein, dass an einem „Anfang“ festhalten möchte.

Ich stelle mir diesen Raum vor. Er ist vor mir. 1 x 1 x 1 Meter. In diesem Raum ist absolut nichts. Keine Materie, keine Quanten, keine Gedanken, keine Zeit, kein Nichts. Noch ist er dreidimensional, aber so wie ich vom Punkt zum Strich zur Fläche zur Form komme, spiele ich das Spiel nun weiter und krümme den Raum durch ein Upgrade durch die Dimensionen. Oben/Unten/Rechts/Links/Vorne/Mitte ist nur eine Illussion. Ist gibt keinen ungleichen Abstand zwischen zwei Punkten, da es keine einzelnen Punkte mehr in diesem Raum gibt. Es gibt auch keine Zeit mehr, kein Anfang und kein Ende und auch niemanden, den das interessiert. Stephen Hawking schreibt in seinen Büchern von irgendeiner elften Dimension. Stelle dir mal vor wie krass die Sprünge schon von der nullten bis zur dritten Dimension waren. Wie unvorstellbar ist es für unsere Vorstellungskraft über allen Dimensionen drüber zu stehen. Nun weite ich diesen Raum in meiner Vorstellungskraft ins Unendliche. Das ist der leere Raum. Das eigentliche Universum. Gott. Die Pure Präsenz des „Nichts“.

Und jetzt wirds paradox, dieser Leere Raum hat immer noch Eigenschaften. Und zwar alle die es gibt. Das Nichts ist gleichzeitig die totale Fülle von allem.

Diesem universellem Nichts ist jetzt in meiner Vorstellung irgendwie „langweilig“ und hat irgendwie nichts von seiner puren, unendlichen und gleichzeitigen Präsenz.  Es braucht eine Gegenspielerin und zwar Zyklusse um seine eigene Lebendigkeit erfahrbar zu machen. In dem was ich schreibe projiziere ich das Spiel von männlicher Qualität und weiblicher Qualität rein, auch wenn diese Begriffe von der Wahrheit trennen, so helfen sie doch dabei etwas anschaulich zu machen.

Es gibt daraufhin viele Instanzen in denen sich das Spiel widerspiegelt. Es entstehen Universen, wo Materie und Zeit entsteht. Galaxien, Sonnensysteme, Planeten, Astralwelten, dem Ökosystem und schließlich dem Menschen, der einen Verstand hat und das Universum erforschen kann. Das Universum erforscht sich selbst aus der Trennung heraus. Ich glaube das in Religionen auch Teilwahrheiten in Form von Bildern stecken, habe auch gehört, dass die hinduistische Bhagatavita oder wie da halt das religiöse Buch heißt viel weiter und genauer ist als die christliche Schöpfungsgeschichte und die Quantenphysik mittlerweile viele Dinge erkennt, die schon in diesen alten Büchern stand.

In der christlichen Geschichte schneidet Gott aus der Rippe von Adam die Frau Eva. Es gibt also eine Hierarchie in den Geschlechtern. Ich resoniere einerseits mit der Assoziation, dass aus der männlichen Energie, die dem Element „Luft“ nahe steht und halt einfach massive schöpferische Qualitäten hat indem es die Leere verdichtet und zu einer Form bringt, weibliche Elemente wie Mutter Natur/Materie usw. entstanden sind, was dem Element „Erde“ nahesteht. Kann sein, aber ich glaube, dass dies eine Fehlassoziation ist, die auf dem unbewussten Bedürfnis nach „es muss doch am Anfang einen Schöpfer gegeben haben.“ beruht. Wenn wir das aber mal wegdenken, dann gibt es schon immer das männliche Prinzip, den Schöpfer und das weibliche Prinzip von Zyklus.

Und ich betone nochmal, dass all die Worte männlich/weiblich oder die Elemente ganz niedrige Übersetzungen sind. In den Instanzen gibt es diese Worte und diese Trennungen nicht mehr. Aber hier machen die Worte halt Sinn, weil wir über die Trennung Dinge anschaulich und greifbar machen können. Zur Vollständigkeit noch: Feuer steht für mich für das Handeln und nach außen gerichtete Gefühle und auch Temperament und hilft auch beim verbrennen von Sachen, die wir loswerden wollen. Wasser ist für mich die Verbindung mit der Tiefe und den nach innen gerichteten Emotionen. Wasser hilft uns auch dabei uns zu verbinden.

Was mich an der Stelle an Religionen stört, zumindest an den drei großen monotheistischen Weltreligionen, ist, dass es diesen Riesensprung gibt von Mensch zu Gott, dem Schöpfer des Universum. Kann mensch ja machen, wir sind ja mit diesem Feld der Leere verbunden, aber gleichzeitig gibt es ja viele geistige Instanzen, eine unglaubliche Hierarchie in der geistigen Welt, angefangen mit der Astralwelt, die nach der physichen Welt kommt. Und wenn ich Hierarchie schreibe, dann bitte keine weltliche Bürokratie oder ein Unternehmen vorstellen. Aber es gibt Qualitäten wie Mutter Natur oder Götter, die wirklich mit dem Feld eines Volkes verbunden sind oder halt der Menschheit. Es gibt auch geistige Instanzen, die für das Sonnensystem zuständig sind oder halt auch Qualitäten, die sich in Archetypen, Horoskopen, Tarot und Numerologie widerspiegeln. Sie alle sind auch nicht voneinander getrennt oder interagieren mehr oder weniger bewusst. Auch in deinem System gibt es viele Instanzen. Die Chakren oder geistige Instanzen, die für einzelne Körperteile oder Organe zuständig ist. Die einfach das Wissen haben wie eine Leber funktionieren muss und es allen Menschen zur Verfügung stellen. Also anstatt gleich mit dem großen Gott in Kontakt zu gehen reicht es ja auch erstmal, wenn wir mit unserer Seele in Kontakt gehen, die mit einer geistigen Familie verbunden ist und auch über mehrere Dimensionen hinweg existiert. In der Regel tun wir das auch im Gebet. Wir kalibrieren unser eigenes System um und ziehen damit Sachen an, da unser System Teil des Felds ist und wir dann unsere eigenen höheren Instanzen das in die Wege leiten. Es ist nicht so, dass wir zu einem Externen Gott beten und dieser Externe Gott dann die Sache für ein von ihm abgetrennten Menschen bearbeitet. Am Ende sind wir alle selber eine Art Schöpfergott. Vielleicht nehmen wir uns im Moment als individuelle Seele wahr, das individuelle Erfahrungen macht. Aber in höheren Instanzen erkennen wir, dass wir Teil einer größeren Einheit sind. So wie eine Körperzelle auf der Haut im Rahmen seiner Existenz eine individuelle Lebenserfahrung macht, aber nicht erkennen kann, dass es Teil eines viel größeren Systems, eines Menschen, ist. Und so schlecht das Beispiel vielleicht ist. Es spiegelt wunderbar den Bewusstseinssprung zwischen einer Körperzelle zu einem Menschen im Verhältnis von einem Menschen zur eigenen göttlichen Instanz wider.

So dass nur mal an Rande, damit mein internes Weltbild, wobei Universumsbild viel passender ist, transparent ist. Ja, genau das Universum ist für mich eine höhere Existenz als Götter, weil Götter bspw. nur bestimmte Zuständigkeiten haben. Für uns Menschen macht es aber keinen großen Unterschied ob wir mit dem Universum, einem Gott, einem Engel oder der eigenen Seele in Kontakt gehen. Es ist erstmal schön, die Existenz einer geistigen Welt anzuerkennen und sich dann ins physische Leben hineinzuentspannen.

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