Gathering the Tribe

In mir sitzt noch das Bedürfnis vom Gathering the Tribe  zu berichten, das vom 28.12.16 bis zum 3.1.17 ging. Es fand in der nature Community Schönsee statt, in einer großartigen und riesengroßen Location. Mit eigenem Flügel für die Community, einer Hotel- und einer Sauna- und Wellnessanlage. Alles in einem riesigen massiv verwinkeltem Gebäude mit großen Veranstaltungsräumen und einer gemütlichen Architektur. Raumhalter_innen waren Ronny Kleiner, den ich ja in dieser Rolle schon beim Sommersonnenwendritual kennenlernen durfte, und Fee Colorée. Insgesamt waren wir ca. 120 Erwachsene und 50 Kinder.

Ein Highlight in meinem Leben und mein erstes bewusstes Silvester außerhalb von Berlin. Wir reisten mit der fast vollständigen SPIRIT Family an. Und für uns war es schön einfach mal Zeit außerhalb vom SPIRIT BERLIN Kontext miteinander zu verbringen. In Sharingrunden wurde deutlich das dies ein starkes Bedürfnis von uns war und wir mal auch mal einen Urlaub nur für uns selbst planen sollten.

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Denn das Programm vor Ort war ordentlich durchstrukturiert, was mir persönlich ja auch gut gefällt und es war eine Zeit mit gesundem veganen Essen ohne Zucker und Süßigkeiten, es sei denn jemand brachte sie mit.

Morgens um 7 Uhr gab es Yoga, 8- 9 Uhr Frühstück, 9 – 10:30 Uhr gab es Clan-Treffen. 11 bis 13 Uhr Männer-/Frauenkreis, 13:00 bis 14:30 Uhr Mittag, 15 – 17 Uhr Workshops, 17 offenes Clansprecher_innen-Treffen oder Family-Treffen, 18:00 bis 19:30 Abendessen und ab 20 Uhr nochmal ein Programmpunkt.

Am ersten Abend wurden wir in 18 Clans zusammengelost, die aus 5 bis 6 Leuten bestanden. Es gab immer drei Clans, die gemeinsam Frühstück, Mittag oder Abendessen vorbereitet, serviert und nachbereitet haben. Das war anstrengend, hatte aber positive Auswirkung auf den Preis dieses Events, das insgesamt nur 240€ kostete.

Liebe und Schmerz

Weiterhin haben wir uns jeden Morgen zum Sharing innerhalb des Clans getroffen. Ich empfand das als eine großartige Methode, um in einem tieferen Kontakt mit Menschen außerhalb der eigenen Gruppe zu kommen, mit der mensch angereist ist. Außerdem war die Gruppengröße angenehm und es ist gut, wenn es einen sicheren Rahmen gibt in dem wirklich explizit Raum gibt, um Prozesse zu sharen. Wir kamen in unserer Gruppe sehr schnell vom Redekreis weg und ich versuchte natürlich wie immer Räume für mehr Tiefe zu kreieren. Ich spürte mit meiner Hochsensibilität viel und verbalisierte meine Wahrnehmungen. Bspw. ein Thema bei einer Frau. Nachdem ich es thematisierte und anbot sie in ihrem Prozess zu begleiten, lehnte sie ab. Das triggerte natürlich meinen übergriffigen Anteil, der die Leute am liebsten sofort in ihre Schatten begleiten will, wenn ich sie wahrnehme. Aber genau das wurde mir in letzter Zeit gespiegelt und ich setzte die Spiegelung um und akzeptierte das nein. Beim Dritten Treffen war es dann soweit und ich durfte ihren Prozess begleiten.

Es ging darum, dass es ihr Muster ist, dass sie sehr perfektionistisch und gestresst ist. Und es gab ein Ereignis, auf das sie nicht näher einging, wo sie zu machte. Ich vermute, dass es sich um eine Trennung handelte. Im Prozess fanden wir raus, dass sie Liebe unterdrückte. Ich bat einen anderen Gruppenteilnehmer sich als Projektionsfläche zur Verfügung zu stellen und sie sagten sich gegenseitig, dass sie sich lieben, was das entsprechende Gefühl hochholte. Ich erinnerte mich an das Sommersonnenwendritual, wo ich lernte, dass Liebe und Schmerz eine zusammenhängende Qualität im Maya-Kalender war und bekam die Eingabe, dass dies zur Vollständigkeit des Prozesses gehört, sie auch dahin zu begleiten. Und das ist halt eine Fähigkeit von mir, nicht nur auf die „positiven“ Gefühle zu konzentrieren.

Mein übergriffiger Anteil hätte jetzt den Mann gebeten sie abzulehnen und sie damit in Prozess zu bringen. Mein übergriffiger Anteil hat keine Lust um Erlaubnis zu fragen, da ich Angst habe die Leute in den Kopf zu bringen und sie dann aus einer mentalen Angst heraus nein sagen. Aber ich war ja in einem Lerneprozess und verbalisierte meinen Impuls und fragte um Erlaubnis. Und siehe da. Anders als befürchtet bekam ich sie.

Ich bat sie darum nochmal die Liebe zu wiederholen und den Mann bat ich darum zu sagen, dass sein Weg ein anderer ist. Sie weinte vor Schmerz.

In der Integrationsphase sagte sie, dass sie sich lebendig fühlte. Ich habe sie durch ihre unterdrückte Anteile begleitet. Das ist meine Aufgabe. Die Entscheidung was sie jetzt mit dieser Erfahrung macht liegt bei ihr. Sie kann weiter unterdrücken und sich für Perfektionismus und gestresst sein entscheiden oder für die Lebendigkeit voller Liebe und Schmerz. Es ist eine harte Entscheidung. Aber wir sind immer frei, den Weg des Egos oder unserer seelischen Bestimmung zu gehen.

An einem anderen Tag leitete ich noch eine Systemische Aufstellung für einen anderes Clan-Mitglied.

SPIRIT Family rockt den Silvesterabend

Beim Abendprogramm gab es meist Konzerte mit herzensberührender Musik. An einem Abend gab es vom Wolfsclan ein angeleitetes Gebetsritual, dass mich sehr tief berührte und viel mit dem Raum machte. Es erinnerte mich/uns an unsere göttlichen Aufgaben und die Verbundheit mit der Natur und wie wichtig es ist sich wieder mit ihr zu verbinden und sie vor unserem kollektiven Ego zu schützen.

Die SPIRIT Family, die mit 18 bis 20 Leuten der größte Clan in der Gruppe war, hat die Aufgabe bekommen das Silvesterprogramm zu rocken. Challenge accepted.

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Copyright Axel Hebenstreit

Nachdem alle geräuchert wurden und wir freeflowmäßig Mantren zum Ankommen anstimmten leiteten wir ein ausführliches Warm-Up um die Leute mit sich, dem Moment, dem Raum und mit anderen in Kontakt zu bringen. Dann gab es einen freien Tanz durch die Elemente mit sehr gut ausgewählter Musik. Spirituell berührend bis hin zu ekstatischem Goa, was die Teilnehmer_innen (auch mich) überraschte, aber der Raum war voll und ist abgegangen. Um 0 Uhr waren wir draußen und lagen uns um ein Feuer, in dem wir eben noch 2016-Ballast, den wir auf Zetteln schrieben, verbrannten, in den Armen und tranken leckeren Chaitee. Als die Leute wieder reinkamen leiteten wir sie durch einen sogenannten Angelwalk. Eine beliebte Methode aus unsere Anfangszeit beim spirituellen Gruppentreffen. Dabei stehen sich zwei Menschenreihen Spalier. Eine Person läuft mit geschlossenen Augen und sehr langsam hindurch und bekommt von den Menschen links und rechts liebevolle Berührungen aus dem Herzen. Hört sich vielleicht für den einen oder die andere komisch an. Aber jede_r der sich darauf eingelassen hat, berichtet von einer wundervollen Erfahrung. Am Ende des Angelwalks war die Einladung ein Licht für eine Vision 2017 anzuzünden bevor dann Ronny Kleiner als DJ die Nacht ausklingen ließ.

Das Feedback zu dem Abend war durchweg positiv und es fühlte sich auch richtig gut an.

Hier gibt es ein ausführliches Fotoalbum von Axel Hebenstreit von dem Gathering auf Facebook. Ich lade euch ein, die Fotos  zu genießen und sich einzufühlen. Sie sind echt toll geworden.

Inkarnationsreisen

Ein Grund für diesen Blogeintrag ist auch, dass ich gerne zwei Rückmeldungen, die ich bekommen habe, mit der Welt teilen möchte.

Bei einem Konzert mit kuscheliger Atmosphäre lag mein Kopf im Schoß von Lisa Glapa meiner Lieblinsmitbewohnerin  und meiner Lieblingsthetahealingsessiongeberin. Theta-Healing ist eine Methode in der sich die Geberin mit ihrer geistigen Welt verbindet und darüber in Kontakt mit der geistigen Welt des Klienten geht. Dort werden anhand des Themas Fragen beantwortet und dann mittels weltlicher Sprache vermittelt. Die Sätze lösen dann Glaubensmuster-releasing-Prozesse frei, die auch sehr schmerzvoll sein können. Ich landete dank dieser Sessions immer in Zuständen, den ich als „im Feld sein“ beschreibe.

In diesem Moment hatte sie keine Session gemacht, aber sie meldete mir folgende Bilder zurück, die sie hatte während sie meinen Kopf kraulte.

Sie sah mich wie ich in einer anderen Zeit in einem dunklen Wald versteckte und Angst hatte. Parallel dazu muss ich wohl Frau und Kind verloren haben und mir wurde gespiegelt, dass ich mich dafür verurteile, dass ich sie nicht beschützen konnte. Dieses Glaubenssystem Angst davor zu haben kein guter Beschützer sein zu können ist offensichtlich noch in meinem System abgespeichert.

Ein paar Tage später bekam ich von Jenny Otto eine Körperarbeitssession geschenkt (ich glücklicher), die ziemlich gut war und die ich nur weiterempfehlen kann.

Am Ende der Session meldete sie mir folgendes Bild zurück: Ich kam als Ritter woher auch immer zurück und stand vor meinem König. Ich hatte aber offensichtlich in irgendwas versagt und mir wurde meine Ehre genommen vom König. Das kränkte mich und wurde zu einer tiefen Verletzung in meiner Männlichkeit. Sie sah weiterhin, dass ich mich in Folge dessen viele Frauen um mich scharte und mich mit ihnen vergnügte, um die Kränkung zu überspielen.

Beide Frauen haben sich nicht abgesprochen und dennoch ähneln sich die Bilder. Auch wenn ich die Themen Beschützer und Ehre kaum in meinem Leben bewusst wahrnehme, da es einfach keine wichtigen Themen als deutsch sozialisierter Mann in dieser Zeit ist, so empfinde ich eine Stimmigkeit und Wahrheit in den Botschaften an oder über mich. Ich glaube auch, dass es wirklich mit mir zu tun hat, da in beiden Geschichten keine eigenen Themen oder Projektionen der Frauen selber sichtbar wurden.

Nächstes Event

Wenn ihr mit solcher Art von Veranstaltungen in Resonanz sein, dann seid ihr eingeladen zu schauen, ob die Teilnahme am nächsten Gathering vom 25.08.17 bis zum 31.08.17, dieses mal in Berlin, für euch passt.

FB-Event.

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2 Antworten zu Gathering the Tribe

  1. Ronny Kleiner schreibt:

    Gute Balance zwischen deinem persönlich erlebten und dem objectiven Geschehen am Gathering.
    Interessant wäre vielleicht noch für aussenstehende,was für dich die Essenz des Events ausgemacht hat,was es dir persönlich gebracht hat und was es von anderen Events unterscheidet.

    • christianfender schreibt:

      Jo, danke für die Rückmeldung. Aber der Beitrag fühlt sich jetzt erstmal fertig und abgeschlossen für mich an.

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