Maya-Kalender

Am 21.12.16 wurde zum Jahreskreisfestritual ins SPIRIT BERLIN eingeladen. Als SPIRIT BERLIN Vereinsmitglied konnte ich kostenlos teilnehmen und war neugierig was Ronny Kleiner als Raumhalter anzubieten hatte. Es kamen über 60 Leute, da es aber 5,5 Stunden dauerte anstatt die angesetzten zwei Stunden hielten nicht alle bis zum Schluss durch. Ronny erzählte von Ritualen mit in der Natur lebenden Gruppen, die viel länger gingen und von den Regeln und vom Setting viel strenger waren. Hier im SPIRIT war im Gegesnsatz dazu sogar kuscheln erlaubt, was sich bei der Dichte auch kaum vermeiden ließ. Ronny fand irgendwo eine gute Linie zwischen außerordentlicher Strenge und einer für manch GfKler_in sehr harter und geradliniger Raumhaltung und den Bedürfnissen, die das Publikum hier in Berlin zur Feierabendspiritualität mitbringt.

Es begann damit, dass beim Einlass kurz vorm geräuchert werden nach dem Geburtsdatum gefragt wurde und anhand dessen wurde den Menschen ein Ergebnis genannt, das wir im Gedächtnis behalten sollten. Ich war „der weiße Spiegel“.

Es gab die Farben Rot, welches für das Element Erde stand, die Farbe weiß, welches für die Luft stand, die Farbe blau für das Wasser und gelb für das Feuer. Diese Elemente kamen je 5 mal in dieser Reihenfolge zu verschiedenen Qualitätskombinationen zusammen und ergaben somit 20 verschiedene Namen. Jede_r Mensch bekam dadurch wie bei einem Horoskop eine entscheidende Qualität, die er in dieses Leben mitbringt, gespiegelt. Am Anfang waren die Qualitäten grundsätzlicherer und geerdeter und weiter „hinten“ wurden spirituellere Aufgaben deutlicher. Dennoch gab es eine Gleichwertigkeit. Alle Qualitäten sind für die Gesamtheit wichtig. Kein Element kann ohne das andere so in der Form existieren. Alles baut aufeinander auf.

In der Mitte war ein Altar aufgebaut. Ronny rief jetzt die einzelnen Qualitäten auf und lud sie ein sich in die Mitte um den Altar zu setzen, um dann aus ihrer Qualität oder für ihre Qualität zu sprechen. Oder einfach nur ein kurzes Sharing zu machen oder sich was wünschen, visionieren oder beten.

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Die erste Qualität war der Rote Drachen. Ein Erdelement, das für die Mutter Natur stand und auch für die Einfachheit. Und es saß dann wirklich ein stämmiger Typ in der Mitte, der ein authentisches Plädoyer für die Einfachheit aussprach und diese Perspektive anderen Menschen schenken möchte.

Die zweite Qualität war irgendein Luftzeichen, welche mich an die männlich göttliche Schöpferkraft erinnerte. In dieser Qualität ging es um grenzenlosen Geist, Kreativitität und Visionen.

In der Mitte gab es auch noch blaue Affen, welche für die Qualität der Leichtigkeit stand, irgendwelche Feuerzeichen, die für Individualismus standen, den Krieger, der Präsenz repräsentierte, Zeichen, die für Harmonie und Verbindungen stehen oder Wut und Verletzlichkeit. Vor allem die Menschen mit der Qualität Liebe und Schmerz berührten mich sehr. Interessant war, dass beides zusammen zu einer Qualität gehörte und Liebe und Schmerz somit untrennbar verbunden sind. Die Menschen aus dieser Qualität berührten sehr. Die Leute fühlten sich sehr gesehen mit ihren Lebensthemen. Bspw. mit dem Schmerz, den sie mit in dieses Leben gebracht haben. Auch interessant was es mit dem Raum macht, wenn die Leute anstatt mental zu sein aus dieser Qualität heraus sprechen dürfen.

Es gab auch entgegensetzte Qualitäten, Polaritäten, die gut erklärt wurden. Die 1 war ein Pol zur 11, die 2 einer zur 12 usw.

Mein Luftzeichen wurde an der achtzehnten Position aufgerufen. Nach mir kam nur noch die Qualität Transformation (Blaue Sturm?) und die Gelbe Sonne, welche für das nondualistische Licht steht.

Mit mir passierte ungeheuer viel als meine Qualität aufgerufen wurde. Ronny sprach über meine Qualität und ich bin eh in einem krassen Selbsterkenntnisprozessen gewesen gerade auch auf das Thema Licht und Schatten gewesen. Das Universum schickte mir das Ritual genau zum richtigen Zeitpunkt in mein Leben hinein.

Da meine Worte verzerrt sind, bat ich Ronny im Nachhinein mir nochmal seine Einleitung zu schicken, die ich hiermit reinkopiere:

der weisse Spiegel – die Kraft der Selbsterkenntnis.

Durch die Annahme meiner Schatten und Muster befreie ich mein Wesen von allen Illusionen, deren mein Ego sich anhaften könnte und lege dadurch immer wieder den Weg zu meinem Herzen frei. Ich zeige mich unverblümt mit allem,was gerade ist und nehme alles als ein Teil von mir an. Je verletzlicher ich mich zeigen kann, je mehr werde ich in meiner Wahrheit von anderen angenommen. Je mehr ich nur in mir selbst nach Wahrheit suche und aufhöre meine Kraft nach Aussen zu projizieren, je mehr kann ich auch die Schönheit und die Harmonie in allem erkennen und integrieren.

Ich persönlich möchte ergänzen, dass ich die Erinnerung kreiere, dass Menschen mit „der weiße Spiegel“ Qualität Wesen sind mit den größten Schatten und dem entsprechend auch mit großen Egos ausgestattet, die eine Riesenshow abziehen. Gleichzeitig haben wir die Fähigkeit, wenn wir unsere Qualität annehmen, unsere Schatten transformieren, dass wir dann auch wie kaum jemand anderes in der Lage sind die Schatten der anderen zu erkennen und sie zu spiegeln.

Jetzt kommt meine Interpretation und ein Teil von der Rede, die ich gesprochen habe. Nur wenn wir die Schatten spiegeln, kommt Licht ins Dunkel. Wir leben in der Dualität und wir müssen diese erkennen und annehmen, um zum Licht aufzusteigen. Es führt kein Weg dran vorbei.

Ich hielt eine Rede beyond Ego. Ich war so berührt von dem Moment und dankte für das Gesehen werden. Ich verstand soviel über mein Leben, mein großes Ego, dass sich in vielen nach außen gerichteten Rollen ausdrückt, meine Schatten, die echt heftig sind, die ich ständig warhnehme und ständig wegdrücken muss, da sie eigentlich alle anderen überfordert. Und ich sehe meine spirituelle Qualität. Ich erkenne mein Talent Schatten bei anderen zu erkennen und neige dazu, sie schnell zu spiegeln, was in der Regel Reibung und Konflikte erzeugt. Ich weiß auch, dass ich Projektionsfläche für die Schatten von anderen Menschen bin und leider führte dieser unbewusste Prozess häufig in meinem Leben dazu, dass ich als Person abgelehnt und ausgegrenzt wurde, obwohl die Ausgrenzenden gerade nur ihren eigenen Schatten ablehnten und bekämpften.

Ich erklärte, dass ich dieses Spiel spielen kann und in Zukunft bewusster einsetzen werde. Wenn ich dann in dieser Qualität bin und Menschen mich ablehnen, lehnen sie einen Teil von sich selbst ab, wenn Menschen mich annehmen und integrieren, dann nehmen sie auch einen abgespaltenen Seelenanteil von sich selbst wieder an.

Mein entgegengesetztes Zeichen (8, der gelbe Stern) stand übrigens unter anderem für die Harmonie.

der-weisse-spiegel

Der Blogeintrag entstand knapp 4 Wochen später und ist durch Erinnerungen und eigene Interpretationen verzerrt. Wenn ihr vor Ort gewesen seid, dann ergänzt bitte eure Erfahrungen in den Kommentaren.

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5 Antworten zu Maya-Kalender

  1. juliane schreibt:

    ich glaube nicht dass wir als weiße spiegel die größten schatten haben, sondern sie bewusst machen… daher wirken sie mehr und größer, sind sie aber nicht. wir nehmen nur die lupe und halten direkt drauf. und das tut weh. mehr weh als bei denen die nicht drauf schauen… nachdem wir unsere schatten angesehen, integriert und gelöst haben, hebt sich das bewusstsein an und geht auf das non-dualistische licht zu…

  2. juliane schreibt:

    und hier noch ein link den ich im netz dazu endeckt habe
    http://dreamspell-calendar.blogspot.de/2008/12/kin-58-der-weie-rhythmische-spiegel.html

    scrolle etwas runter um ne allgemeinere beschreibung zu finden

  3. Pingback: Verachtung | Christian Fender

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  5. Pingback: Outing und Reflektion „Game of Connection“ | Christian Fender

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