Das neue Party machen

Blogeintrag vom 4.4.16.
Nächstes Event:
∞ LUCID ∞ One Year Celebration of Berliner Magik ∞

Ich war auf meinen Leben viel auf Partys insbesondere auf Electropartys, aber auch andere Musikrichtungen und Konzerte. Was damit einhergeht ist Alkoholkonsum, Drogen, Zigaretten und seit neuestem dieser Smartphone Virus.

Wie sehr habe ich mich manchmal mit Alkohol abgeschossen, wie oft musste mich mein Körper mit Übergeben vor der Vergiftung schützen. Ich war auf Goa-Partys, da waren im Chilloutfloor nur „Leichen“. Leute, die sowas von drüber waren. Drogen können einem ja auch mal ne interessante Erfahrung bringen, aber es muss immer was besonderes sein, ein guter Stoff, im richtigen Setting, mit den richtigen Leuten, mit der richtigen Klarheit und Intention. Die Leute haben so abgekomat auf ihrem Mischkonsum und waren so unverbunden mit sich und der Party, es war traurig das mit anzusehen und das auch im Raum zu spüren. Und dann sind da Leute, die meinen es ist cool auf der Tanzfläche zu rauchen. Ich will meine Augen schließen, mich mit der Musik verbinden und mich mit Tanz ausdrücken und gleichzeitig, habe ich Zigarettengeruch in der Nase und noch schlimmer – leider schon ein Dutzend mal passiert – glühenden Tabak auf der Haut oder ein Brandloch in den Klamotten. Und dann diese Smartphones: früher wurde gepoggt, wenn ich aufm Konzert war. Heute bin ich aufm Konzert und sehe das Konzert 50 mal vor mir auf 50 kleinen Bildschirmen, weil 50 Menschen meinen, sie müssen den Moment festhalten. Wieviele von den 50 Menschen haben sich dann diese Konzertmitschnitte hinterher auch angeschaut? Wieviele haben, weil sie sichs aufs Filmen oder Fotografieren konzentriert haben, den Moment verpasst sich mit sich und der Band und der Musik und den Körpern des Publikums zu verbinden, verpasst abzugehen, zu schwitzen in die anderen Körper rein- oder wenigstens mitzuspringen und das Konzert in dem Moment zu erleben in dem es auch wirklich statt findet.

Nun bin ich sehr dankbar, dass ich über die spirituelle Szene Barfussfreitanzpartys entdeckt habe. Eine ganz neue Qualität in der vor allem auch ältere Menschen kommen, um zu tanzen. Und das schöne ist, dass du wirklich frei beim Tanzen bist und nicht die Bewertungen statt finden, die oft in Clubs statt finden.

Nun möchte ich heute von Lucid.dance schreiben. Eine sehr bewusste Party mit einer Politik ohne Alkoholverkauf, rauch und drogenfrei und smartphonefrei mit der gleichzeitigen Betonung, dass es nicht um „Anti-“ geht. Stattdessen gibt es wirklich gute Musik, in diesem Fall werden die Sets Wave genannt, weil die Musik einen emotionalen Bogen spannt. Raw-Vegane Köstlichkeiten und Getränke und das wichtigste: Schamanischen Kakao. Ein Getränk, dass dich zart aber intensiv ins Herzchakra bringt.

Neben der großen Tanzfläche kommt noch eine mit Couches und Matratzen ausgestattete Kuschelecke hinzu und eine Area für Leute, die Empathie brauchen. Der Kakao löst ordentlich was aus. Neben „guter Laune“ sind ausdrücklich auch Schmerz, Ängste, Trauer usw. Gefühle denen es erlaubt wird da zu sein. In dieser Area arbeiten ca. drei sogenannte Herzenshelfer_innen, die an blinkenden Herzen zu erkennen sind.

Ich war bei der Veranstaltung im Februar da, wo auch eine Journalistin von der Süddeutschen Zeitung anwesend war

Süddeutsche Zeitung – „Voll auf Bohne“, 18.2.16

und jetzt am 3. April bei der monatlichen statt findenden Party. Im März war es leider ausverkauft. Im April gab es eine neue Location. Hinzu kam, dass wir auf einer riesigen mit Musik beschallten Dachterrasse die Frühlingssonnenstrahlen genießen konnten und eine Kinderspielecke.

Ich bin begeistert von dieser neuen Art Party zu machen. Vor allem auch von dem jungen Publikum. Die Begegnungen sind um so vieles echter und authentischer und auch der Kakao hat mich ordentlich in die Gefühle gebracht. Beide male habe ich Herzenshelferinnen in Anspruch genommen. Danke für eure Arbeit. Ich habe mich sehr gesehen gefühlt.

Danke. Ich wünsche mir mehr Suchtfreiheit, mehr Bewusstheit, mehr Begegnung, mehr Ehrlichkeit, mehr Authentizität, mehr solcher Angebote. Wenn es mehr solcher Angebote gibt, dann werden mehr Menschen das schätzen lernen und auch nachfragen. Danke an Melissa Honeybee und Ruby May für das Halten des Raumes, insbesondere das Eröffnungs- und Endritual, was auch nochmal eine unglaublich verbindende Wirkung auf den Raum hat. Und danke auch an die Musiker_innen, Künstler_innen, Servicepersonal und Helfer_innen.

Bis zum nächsten mal.

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