Das spirituelle Gruppentreffen

Es ist mir ein Bedürfnis über einen sehr wichtige Anteil aus meinem Leben zu schreiben, welcher mich sehr stark geprägt hat und für den ich sehr dankbar bin: das spirituelle Gruppentreffen.

Das Erste fand Mitte 2012 in einer Wohnung im Friedrichshain statt. Damals waren wir zu acht. Es kamen junge Menschen zusammen die gefühlt mehr persönliche Sinnfragen hatten als ihr eigenes Umfeld. Es entstand eine Gruppe, die frei war von Hierarchie, Dogmen und einem Eintrittsgeld.

Für mich war das ein perfekter Zugang zu dem Feld Spiritualität. In teuren Workshops mit vielen älteren Menschen, wo allein schon wegen des Generationsunterschiedes Hürden in der Kommunikation da sind, hätte ich nicht den gleichen Zugang zu diesen Erfahrungen gehabt wie mit dieser Gruppe. Ich bin sehr dankbar darüber, dass ich Teil dieser einzigartigen Dynamik gewesen sein durfte, du die ich sehr gewachsen bin und aus der viel entstanden ist. Wie bspw. das SPIRIT BERLIN.

Bei den spirituellen Gruppentreffen gab es zuerst einen strukturierteren Teil:

In dieser Gruppe etablierte sich eine Check-In-Runde, die bis heute Teil unserer Kultur ist. Am Anfang eines jeden Treffens gibt es ein Sharing. Jede_r Teilnehmer, jede Teilnehmerin bekommt den Raum frei zu sprechen. Sich vorzustellen und den Raum auch etwas persönliches zu erzählen. In dem Moment passiert was Verbindendes mit der Gruppe. Zum einen entsteht Vertrauen, wenn Menschen etwas persönliches teilen, zum anderen werden Menschen mehr Teil der Gruppe, nachdem sie sich gezeigt haben. Gerade für Neulinge und zurückhaltendere Menschen hat es eine integrierende Wirkung.

Eine Meditation zum Beginn gehörte auch in jedes Treffen. Das hat uns ein bißchen in die Ruhe und Verbundenheit gebracht.

Da die Begegnungen meist auch sehr lang waren, gab es traditionell auch ein gemeinsames vegetarisch/veganes Essen. Jede_r hat einen Teil fürs Buffet mitgebracht.

Die einzigen Regeln, die mehr oder weniger streng sich einschlichen waren: kein Alkohol, keine Drogen und kein Fleisch.

herbstliches spirituelles Gruppentreffen mit Baumklettersession

Es ging dann über in den offeneren Rahmen. Es gab nie eine vorher festgelegtes Programm. Hier wurden Impulse in die Gruppe gebracht und sie wurden entweder angenommen oder halt nicht. Der Moment hat entschieden. Wir waren häufig in Parks und es wurden viele Mantren gesungen. Dann gab es Massagesessions. Bspw. haben 8 Leute mal eine Person in der Mitte massiert und jeder durfte mal in die Mitte. Auch Angel-Walks wurden zelebriert. Es war sehr lebendig als wir mal Fangen spielten und unsere kindlichen Anteile auslebten. Weiterhin gab es Intuitions- und gruppendynamische Spielchen. Es wurde viel über persönliche Lebensfragen geshared (geteilt) und es gab Raum mit seinen Besonderheiten da sein zu dürfen, aber auch weiterbringende Reibung, Konflikte und Spiegelungen. Viel wurde über Beziehungen gesprochen, aber auch die Themen Hellsichtigkeit (Remote Viewing) und Astralreisen/out of body experiences faszinierten. Auch Astrologie, Tarotkarten, Numerologie und Enneagrammarbeit fanden ihren Platz. Soweit mein Kopf das heute immer noch nicht greifen kann und ablehnen möchte so sehr sprechen positive Sessions, die ich erlebt habe dafür, dass es funktioniert und dass da was dahinter steckt.

Aus dieser Gruppe heraus entstanden Freundschaften und Verbindungen. Wir besuchten dann auch gemeinsam Workshops oder verreisten zusammen. Die erste große Aktion war das Rainbowgathering in der Slowakei im Juli 2012. Seit dem war ich auf jedem großen Gathering, dass jedes Jahr in einem anderen europäischen Land statt fand. Später besuchten uns Hellsichtige in der Gruppe, wir vernetzten uns mit der Astralreisegruppe und übten Remote Viewing, wir machten AKE-Praxisnächte (außerkörperliche Erfahrung) und beim holistisches Atmen im Osho-Zentrum mit. Auch war es immer wieder schön, die alkohol- und rauchfreien Barfusstanzpartys oder Contact-Impro/AcroYoga Jams hier in Berlin zu besuchen. Als ich das erste mal die Formulierung „Schamanische Krafttierreise“ las wirkte diese Formulierung sehr esoterisch auf mich. Zum Glück habe ich es ausprobiert und empfinde es mittlerweile als spirituelle Erfahrung, da mensch in eine Trance geschickt wird und Zugang zu eigenen inneren Bildern findet. Diese Bilder, die erlebt werden, können bei persönlichen Fragestellungen weiterhelfen.

Krafttiertrancereise im OSHO Mauz

Krafttiertrancereise im OSHO Mauz

Wir waren auch im Kino. Bspw. zu „Cloud Atlas“ oder wie hier auf dem Foto bei der Weltpremiere von der Dokumentation „SPIRIT BERLIN“ von Kordula Hildebrandt.

Weltpremiere SPIRIT BERLIN im Babylon

Ein Meilenstein in meinem Leben war der Besuch von Systemischen Aufstellungen. Auch am Anfang dachte ich, dass ich dafür nicht geeignet bin. Aber es gab diese Erfahrungen, die sich jedes Mal wie ein Wunder anfühlten. Ich stehe da und repräsentiere einen Anteil einer anderen Person und plötzlich bekomme ich Impulse, die mich steuern. Es hört sich komisch an, als ob eine fremde Kraft Macht über mich hat. Dem ist aber nicht so, du spürst ganz klar nur den Impuls und es ist jederzeit deine Entscheidung dem Impuls zu folgen oder aus dem Energiefeld wieder rauszugehen. Es füllt sich absolut nicht bedrohlich, sondern sehr stimmig an. Nach einigen Erfahrungen probierten einige von uns auch diese Methode im spirituellen Gruppentreffen aus und wow es funktionierte. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon hoch intuitive Menschen kennen gelernt, die einen durchleuchten können, Chakren und Auren sehen können sowie unterdrückte Gefühle erspüren und die Geschichten dahinter erkennen können. Ich kann sowas leider nicht und entdeckte halt hier mein Talent. Ich konnte mit Hilfe von Raum Halten und Moderation Menschen in tiefe Heilungsprozesse begleiten. Und die Antworten die im Laufe einer systemischen Aufstellung kommen sind viel tiefgreifender und weiser als irgendjemand sie auf der mentalen Ebene hätte geben können.

Aus der Gruppe heraus wurden, abgesehen von den Rainbow Gatherings auch zwei Urlaube organisiert. Zum einen waren wir mit 14 Leuten an der Ostsee und zum anderen in einem Haus in Brandenburg.  Kräuterwandern, Baden, Ultimate Frisbee, Creators Game, Intuitive Gesellschaftsspiele, bspw. auch Pokern sowie GOA Tanzen im Regen. Ach war das schön.

Aus dieser Gruppe ist auch die Facebookgruppe „Spiritualität in Berlin“ entstanden, die Raum gibt für persönliche Beiträge, Vernetzung und das Teilen von Veranstaltungen.

Keine Ahnung wieviele Treffen es mittlerweile gab. Beim größten spirituellen Gruppentreffen kamen ca. 35 Leute. Jedes Treffen war einmalig. Im Laufe der Zeit haben sicherlich weit über 100 verschiedene Menschen teilgenommen.

Im Moment ist das spirituelle Gruppentreffen zur SPIRIT Family weiter- und zusammengewachsen und kümmert sich um diesen wundervollen Ort in der Schererstr. 3ph. Zurzeit gibt es anstatt spirituelle Gruppentreffen eher sogenannte Open Spaces im SPIRIT BERLIN, die einen Teil dieser Kultur weitertragen. Aber wir wissen nicht, ob und wann es erneut einen Impuls für ein spirituelles Gruppentreffen geben wird.

Sharingrunde im SPIRIT BERLIN

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