Marsch für das Leben 2018

Montag Abend war ich bei einem gemeinsamen Kochabend mit der Spirit Family. Wir waren 9 Erwachsene und vier Kinder. Darunter ein 5 Monate altes Kind, was viel Zeit auf meinem Schoß verbracht hatte, ein Kind das ich halten durfte. Das war schön. Drei bis vierjährige Kinder, die gelernt haben über ihre Gefühle zu sprechen und Mitgefühl zu zeigen. Sie spielten, streiteten, lachten und wüteteten, sie überschritten Grenzen und setzten Grenzen, gingen sich aus dem Weg und vertrugen sich wieder. Schön mit anzusehen. Von den Erwachsenen waren 4 Mütter anwesend, eine war werdene Mutter und es gab einen werdenden Vater und eine kinderlose Hebamme. Tja, und mich neben einem weiteren kinderlosen Menschen.

Ihr könnt euch vorstellen worüber sich gefühlt 90% der Themen drehen. Nein, keine Treffen mehr mit stundenlangen Prozessen und Nächtelangen Sharingrunden und Systemischen Aufstellungen. Nein, ein gefestigter, geerdeter Freundeskreis, der im Alltag ankommt und über Schwangerenyoga, Schwangerenernährung, Geburtshäuser, schreiende Kinder, Sternzeichen usw. redete. Ich bin 36 und ja, ich habe Lust auf altersgerechte Freund_innen, aber es schmerzt, nicht in meinen altersgerechten Themen angekommen zu sein. Ich liebe Kinder, aber ich muss mich gerade auch abgrenzen, weil es gerade nicht auf meinem Weg liegt. Die Gespräche darüber berührten einen Schmerz. Eine Metastimme in mir bewertete mein narzisstisches Muster dafür, dass ich mich nicht mit anderen über Mitfreude verbinden konnte und stattdessen der größte Teil meiner Aufmerksamkeit nur meinen inneren Schmerz wahrnahm. Ich schweige lange, der Schmerz wird größer und irgendwann nehme ich mir meinen Raum und zeige mich damit wie es mir geht. Ich erzähle, dass es in dieser Woche zu der Geburt meines Kindes gekommen wäre, wenn die Mutter meines Kindes nicht abgetrieben hätte. Als ich spreche schießt heftiger Schmerz als Emotion in meinen Raum, es entsteht empathische Stille, ich spüre, dass die anderen meinen Schmerz jetzt auch spüren. Das ist ein Grund, warum ich meine Gefühle so oft wegdrücke, weil ich vermeiden möchte, dass ihn andere auch spüren. Aber es ist OK, ich bin dankbar von diesem Moment und dass er gehalten wurde, bis ich leider mit tröstenden Worten wieder von den Gefühlen weggeholt wurde.

Gerade habe ich der Mutter meines Kindes, die mich auf FB und WA blockiert eine Mail geschrieben. Ich beobachtete den Wunsch, dass ich gerne gemeinsam mit ihr einen „Geburtstag“ festgelegt hätte, einen Tag im Jahr, an dem mensch sich diesem Thema bewusst widmen kann. Ich hätte gerne das Geschlecht gewusst, sofern es möglich gewesen ist, das ein Arzt das vor der Abtreibung festgestellt hätte, ich hätte gerne Ultraschallbilder. Ich hatte ihr diese Wünsche zu meinem Geburtstag mitgeteilt und mich auch transparent gemacht, dass da ne anteilige Erwartung mitschwingt. Und ja, ich finde meine Bedürfnisse berechtigt und ja, sie müssen nicht erfüllt werden. Aber es hat einen Einfluss auf die Beziehung zu ihr. Letzte Woche hatte ich einen Aufstellung mit Mica, in der sie zum Ende hin mein Herz repräsentierte und ich diesem Fragen stellen konnte. Die Antwort, war, wie so oft, wenn ich mit der geistigen Welt rede: ich solle loslassen: Die Vorstellung, dass es ein bewusstes Abschiedsritual gemeinsam mit der Mutter geben wird. Ich soll es für mich alleine klären, das Kind im Herzen tragen. Sie sagte auch, dass die Seele, die im Kind war, eine Seele war, die mich kannte und dass sie wusste, dass sie wieder gehen würde. (Mein Mentalkörper ärgerte sich über diese Aussage, da sie impliziert, dass es irgendwie vorher feststand und ich nichts hätte tun können.) Und ja, ich fühle Frieden mit der Seele des Kindes, der Schmerz ist weniger spiritueller, sondern vor allem weltlicher Natur, mein Schmerz, dass ich in dieser Inkarntion (noch) nicht Vater bin anstatt das Gefühl, dass da etwas Externes leidet.

Am Samstag ist der Trauermarsch für das Leben.
https://www.facebook.com/events/726142767575010/

Ich werde an ebendiesem teilnehmen, wie ich es auch bereits vor Jahren getan habe als ich noch grüner Bezirkspolitiker war. Letztes Jahr war ich (zufällig!) da und ich fühlte meine Wut gegenüber den Gegendemonstrant_innen, die mit Störmanövern in den Raum der Demo eingedrungen sind. Ich fühlte meine Kriegerenergie und wollte die Demo gegen die unreifen, getrennten linksideologischen Trolle schützen, da die Polizei das nicht ausreichend tat und bauschte mich mit meiner Präsenz vor ihnen auf. Die Ordner meinten immer wieder zu mir, dass ich mich nicht provozieren lassen soll, dass ich weitergehen soll, dass deren Kameraleute direkt daneben stehen und nur auf entsprechende Bilder warten. Dieses Jahr bin ich als ein anderer Mensch dort, dieses Mal nicht nur aus politisch moraischen Gründen, dieses Mal mit einer persönlichen Geschichte. Meine Intention ist es in Stille zu sein, meine Trauer fühlen, meinen Schmerz und im Gebet sein.

Und ja, es fällt mir schwer. Ich bin wütend und getriggert, wenn ich bspw. dieses hetzerische und stigmatisierende Sprache in diesem Gegendemo-Video erlebe. Keine Tiefe, kein Fundament und ich spüre, wie die Leute sich überlegen fühlen. Und es ist ein Anteil von mir. Ich war früher auf deren Seite, ein Berufsdemonstrant bei den Linken.

Ich spüre, dass mir das jetzt Energie gibt, ich spüre klar den Impuls diese Woche meinen Mund aufzumachen und mich mit diesem Text und vielleicht einem Video zu zeigen. Das Feld mit Informationen zu füttern, das ich bspw. als Leiter von Systemischen Familienaufstellungen habe. Es wird schwer damit Gehör zu finden in dieser polarisierten, ideologischen Debatte und in diesem Medienraum, da ich Gefahr laufe Shitstorms zu kassieren. Ich werde es dennoch tun, ich habe die Power, mich mit meiner Wahrheit zu zeigen und werde mich mit diesem Geschenk nicht mehr aus irgendeiner Angst zurückhalten.

Aho

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ManKind Project

Die Reise meiner Heilung führte mich zur Männerarbeit. Irgendwo las ich einen mich sehr tief berührenden Artikel darüber wie wichtig Männerinitationen sind, wie wichtig es ist, sich mit ebendiesen von der Mutter zu lösen auf dem Weg zum Mann-Sein, dass es Standard ist in naturnahen Ethnien und Gruppen. Und dass solch ein Ritual nochmal eben viel wichtiger für den Jungen ist als für  ein Mädchen, da beim letzteren auch der Zyklus eine Starke Rolle beim zur Frau werden spielt.

Und ja für mich gab es diese energetische klare Abnabelung leider nicht. Leider gibt es bis ins hohe Erwachsenalter einen Anteil, der mit der Mutter immer noch verstrickt ist. – Ich stelle mir vor, wie ich gerade bewertet werde, dafür dass ich das schreibe. Schaut hin, es ist nicht mein individuelles Thema, es ist ein kollektives Thema, vielleicht gibt es auch einen unbewussten verstrickten Anteil hinter der Bewertung mir gegenüber. –

Ich war auf der von John Aigner und seinem Team organisierten Mann Sein am ersten Wochenende im Juni 2018. Da gab es zwei Info-Stände zu dem Thema Männerinitiationen. Ich hatte ein Infogespräch beim ersten und las mir anschließend die Broschüren mit 7 Männerarchetypen durch, was stark resonierte. Ich lag dann im Hintergrund auf einer Couch und fühlte mich und meine Widerstände zur Männlichkeit, während ich parallel im Hintergrund den Vortrag bspw. von Gerald Hüther lauschte. Von dem anderen Stand, der zu MKP Deutschland gehörte, nahm ich nur Informaterial mit.

Am Samstag Abend lief ich allein und verbunden mit meinen Thema, Schwierigkeiten zu haben mit Männern in einem normalen freundschaftlichen Kontakt zu sein, zum U-Bhf. Alt-Tegel und wartete in der Bahn. Drei Männer von der BVG-Security kamen und wollten einen Mann rausziehen, es ging um eine Energydrinkdose, die er angeblich geklaut haben soll. Er weigerte sich, verhielt sich widerspenstig, (Meine Erinnerung ist nicht klar, ich glaube er erwähnte einen Kassenbon und ich glaube, ganz am Ende des Prozesses gehört zu haben, dass er sie doch nicht geklaut hätte, aber es kann auch sein, dass es sich jetzt einfach um einen Dieb handelte). Als an der Endstation das Losfahrsignal ertönte, wurden sie körperlich grob und zogen ihn raus. Ich beobachtete und blieb ruhig, für einen Teil in mir war es auch OK, dass sie im Rahmen ihrer Arbeit auch körperlich wurden, da sie ja nur mit nett Reden nicht weit kommen und es auch für den betroffenen Mann auf ner spirituellen Ebene OK sein kann mal körperlich ne Grenze zu spüren. Dann sah ich aber eine massive Gewalteinwirkung auf den Mann, bspw. wurde massiv auf das Genick Druck ausgeübt und dann triggerte es mich. Energie und entsprechend andere Anteile kamen in mir hoch: Weltretteranteile, Autoritätshass, Gerechtigkeitssinn, Selbstgerechtigkeit, Wut aufgrund von eigenen Erfahrungen mit Übergriffen durch Polizei u.Ä., Anteile, die ich mal Zivilcourage nenne, Anti-Gewaltanteile. Keine Ahnung, ich bin da nicht klar, auf jeden Fall entschied sich mein System, sich einzumischen. Ich stellte mich in die Tür und redete auf die Leute ein, um die Gewalt zu spiegeln. Ich verbalisierrte was ich wahrnahm und was ich mir wünschte. Eine Fahrgästin war genervt, davon, dass ich in der Tür stehe, nach zweimal klingeln entschied ich mich auszusteigen und den Mann nicht alleine zu lassen. Ich zückte mein Handy, um den Vorgang zu dokumentieren, währenddessen redete ich weiter in die Situation hinein, mit der Intention, die Gewalt zu stoppen. Der Dritte Securitymann stellte sich immer vor mich, so dass ich das Geschehen nicht filmen konnte und forderte mich immer wieder auf, das zu lassen und zu gehen. Das ärgerte mich, weil sie mit ihrer Arbeit transparent sein sollten, sich nicht verstecken sollten. Aber offensichtlich ist das eintrainiert da ich erlebte, dass Polizist_innen bspw. genauso vorgehen. In der Diskussion erwähnte er dass er mit den Überwachungskameras genug transparent sei, aber wer entscheidet darüber, was wann veröffentlich wird. Ich als Teil der Öffentlichkeit habe keine Kontrolle über die Überwachungsbänder. Irgendwann griff der Securitymann mein Handy und versuchte es mir aus der Hand zu reißen, ich drückte meine Hand zusammen, um es festzuhalten und konnte es nach einigen Sekunden von ihm losreißen. Der Display war zersprungen aufgrund des starken Drucks von uns beiden. Ich war fassungslos. Da mischte sich Wut auf den Mann, mit Ärger auf mich, dass ich durch meine Entscheidung, jetzt die Konsequenzen eines kaputten Handys zu tragen hatte. Die Polizei traf irgendwann ein und war letztendlich nicht weniger brutal und wendeten ebenso diesen Genickgriff an. Ich war zwar auf verbale und körperliche Präsenz aus, habe aber nicht körperlich oder mit Gewalt eingegriffen. Als ein Polizist sich um mich kümmerte und ich ja als Zeuge und Opfer mit ihm sprechen wollte, spürte ich eine massive Antihaltung. Die Augen waren geweitet, er war hochgepusht und ordnete mich als gefährlich ein, weil die Security-Männer ja auf mich verwiesen. Entsprechend hart war seine Kommunikation, was mich verletzte, weil ich das Bedürfnis nach einer neutralen Polizei hatte, die mir zuhört. Aber da war komplette Solidarität zwischen Security und Polizei, ich war der Feind. Der Polizist reagierte sofort verachtend und negativ, darauf, dass ich gefilmt habe. Klar er als Polizist ist davon sicherlich auch getriggert. Ich wollte eine Anzeige machen wegen Sachbeschädigung, der Securitytyp machte eine Anzeige wegen Urheberechtsverletzung (!), weil ich ihn filmte und Hausfriedensbruch gegen mich. Und Anfang Juni, war kurz nach der DSGVO und den entsprechenden Debatten in den Medien. Ich spürte die machtvolle Power hinter seiner Ankündigung. Ich war klar in dem Moment, dass ich absolut keine Lust auf diese juristische Auseinandersetzung hatte und dass vor allem, weil ich keine Lust hatte, Termine wahrzunehmen. Ich bot geistesgegenwärtig den Deal an, meine Anzeige zurückzuziehen, wenn er seine zurückzieht. Ich wusste, dass jetzt Demut angesagt war, jedes weitere Kämpfen, wäre zu meinem Nachteil. Er willigte ein, wenn ich das Video lösche. Ich musste es vor den Augen des Polizisten löschen, mein Handy funktionierte ja glücklicherweise immerhin noch. Ich stieg in die Bahn auf der gegenüberliegenden Seite ein und war völlig fertig. Eine Frau regte sich auch auf und war solidarisch mit mir. Ich fühlte ne Ohnmacht, ne Hilflosigkeit, ich habe gerade Staatsgewalt und die Power einer Institution zu spüren bekommen und fühlte „Ungerechtigkeit“. Sie hatten Machtspielchen verstanden und konnten mich zwingen eine Dokumentation, ein Festhalten von Wahrheit zu löschen. Ich bekam Autorität zu spüren und werde beim nächsten Mal noch genauer nachdenken, wenn ich Ungerechtigkeit durch Autorität erlebe, eine Angst wird mich steuern und es entstehen mentale Gedankenkette darüber wie krass Angstregime/Diktaturen funktionieren und wie machtlos Menschen gegen Institutionen sein können, die dann den Öffentlichen Raum und das Zusammenleben beeinflussen und dass wenn diese Dynamik ersteinmal in Fahrt ist und die Angst genug Kontrolle hat, dass es irgendwann ein Selbstläufer wird in der Abwärtsspirale.

In der U-Bahn kam dann ein Mann auf mich zu. Er war auch von der Mann Sein Konferenz, er holte mich zu seiner Sitzgruppe, die aus 5 Männern bestand. In mir war Scham und Angst in Kontakt mit Männern in Kontakt zu gehen. Scham darüber, da ich ja auch wusste, dass unverarbeitete pubertäre und rebellische Anteile mein Verhalten beeinflusste und das Wissen, die spirituell-mentale These, dass mein Autoritätsthema mit nem unverarbeiteten Vaterthema zu tun haben könnte. Da war auch Angst vor Dissoziationen, Angst durch reden „müssen“ aus den intensiven Gefühlen rauszuspringen. Aber ich nahm die Einladung an, weil ich auch keine Argumente fand sie abzulehnen und auch nicht die Power dazu gehabt hätte nein zu sagen.

Es war ein Geschenk vom Universum, dass es diese 5 Männer waren, die den MKP-Stand betreuten. Ich bekam Raum zum Sprechen/männlichen Halt, Solidarität und Mitgefühl. Es tat mir gut, ich fühlte mich nicht alleine. Wir waren dann am U-Bhf. Seestr. noch etwas Essen/Trinken und ich erinnerte mich, dass ich weinen musste als ein Mann zu mir meinte: „ich glaube du bist hochsensibel“. Ich habe mich so gesehen gefühlt mit meiner Verletzlichkeit/Sensibilität, mit meiner Wahrnehmung. Ich hatte diesen Mann nicht in meiner Kindheit, der das sieht.

Ich erfuhr von der I-Group, die sich am 2. und 4. Donnerstag trifft und dass Anfang Juli eine Männerinitation stattfindet. Der zweite Donnerstag ist offen, der vierte nur für initiierte Männer. Ein Teil in mir resonierte mit der Männerinitation Anfang Juli und so entschied ich mich (gegen Ecstatic Dance dazu) zu dem offenen Donnerstag zu gehen, um diese Arbeit, die Energie, dieses Projektes noch ein wenig kennenzulernen. Und ja es war schwer für mich dort zu sein, aber es war ein Raum, wo ich sein durfte und mich mit meinen Schwierigkeiten (Dissoziation, Angst in Kontakt zu gehen, Erschöpfung) zeigen konnte.

Ich zögerte die Entscheidung an der Initiation teilzunehmen hinaus. Zum einen, weil ich mit meinem 39 Stunden Job nah an einer Erschöpfungsdepression war und zum anderen, weil es 600€ kostete.

Mein Inneres entschied sich zwei Tage vorher doch teilzunehmen und es war die richtige Entscheidung, auch wenn ich einen Teil der Initiation nur eingesunken in meiner Erschöpfung auf dem Boden lag. Es war ein volles und gut gehaltenes Programm auf einem exklusiv gemieteten Burg-Gelände. Es war die 600€ wert.

Jetzt gibt es einen Teil in mir, der natürlich gerne darüber schreiben würde, was passiert ist, aber ich habe unterschrieben, dass ich nicht über die Methoden sprechen werde. Es soll ja schließlich eine Überraschung sein. Ein Mann erzählte mir letztes Wochenende, dass seine erste Ayahuascareise die beste war, weil er fast nichts wusste über die Wirkung und er froh war, denn hätte er zuviel gewusst, hätte sein Ego Zeit gehabt zu Blockadestrategien zu entwickeln.

Ich kann aber sagen, welche Wirkung es auf mich und vor allem auf meinen Inneren Raum hatte. Es wurden Glaubenssätze sichtbar, wie „Ich bin mir egal, weil ich meinem Vater egal war.“ und „Ich bin in mir abwesend, weil mein Vater abwesend war.“.

Die Arbeit im New Warrior Adventure Training öffnete ein Licht in mir, welches mit meinem Vater verbunden ist. In einer Trancereise nach dem Wochenende konnte ich mich mit dem Licht connecten und es wurde zu einer Lampe in meinem Inneren Wohnzimmer, das für meinen Inneren Raum steht. Der Innere Mann ist ständig im Außen gewesen (mit dem Fokus bei Frauen auf der bedürftigen Suche nach Liebe oder bei Gruppen, Raumhaltern, anderen Menschen auf der Suche nach Anerkennung) Dieses Lampe führte dann dazu, dass der Innere Mann im Wohnzimmer Platz nehmen konnte und es aushielt sich dort aufzuhalten. Und nein, es war kein Dauerzustand. In meiner Alltagsidentität, rutsche ich schnell in alte Muster und ich muss mich meditativ anstrengen, da wieder hinzukommen. Ich bin dankbar für diesen Fortschritt. Wieder, wie so oft, fühlte es sich wie ein Riesenschritt an, aber wenn ich dann wieder mental auf mein Gesamtpaket schaue, ist es nur ein winziger Schritt gewesen. Die Reise geht auch nach dem Wochenende weiter.

So entschied ich mich gleich die nächste Initiation Mitte September 2018 zu nutzen, um auf der anderen Seite zu stehen und zurückzugeben. Es war mir wichtig es gleich zu machen, wo meine Initiation und meiner Erinnerungen an den Ablauf noch frisch sind. Und es war mir eine Ehre, den Raum zu halten für Männer, die sich auf den Weg gemacht haben. Es war eine Herausforderung für mich und für mein Ego, ein kleiner Teil eines größeren Ganzen zu sein in einem Team mit Hierarchien anstatt bspw. mit meinen Workshops ein großer Teil von einer kleinen Sache zu sein.

Ich bin Dankbar und jetzt fühlt es sich abgeschlossen und rund an. Ich bin jetzt Vereinsmitglied von MKP, die weltweit 80.000 Männer initiierten und in Deutschland 2.000. Ja, ich möchte diese Männerinitation von Herzen jedem Mann empfehlen. Ja, ich beobachte in mir den Satz „jeder erwachsene Mann sollte solch eine Männerinitiation gemacht haben“ – egal welchen Alters.

Aho

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mein 36. Geburtstag

Danke für das Event. Danke für die Leute die da waren. Ein paar Absagen berührten einen Schade-Schmerz. Das Wetter hat durchweg gehalten, trotz anderer Wetterberichte und Aufrufen der Feuerwehr wegen eines Waldbrandes zu Hause zu bleiben und die Fenster zu schließen.
 
Wir starteten mit einem Frauenkreis 😉 Es ging viel um Schwangerschaft, ob mensch parallel dazu Ayahuasca nehmen darf, welche Massagen gefährlich sind und um innere weibliche Organe.
 
Naja zum Glück kamen dann auch ein paar Männer, wobei der Großteil davon Raumhalter waren. Mir wurde mein Männerthema gespiegelt. Ich habe echt Schwierigkeiten Freundschaften zu Männern aufzubauen. Ich verstehe diese Wesen nicht, hat sicherlich mit meinem abwesender Vater-Thema zu tun und damit, dass ich mich stattdessen die ganze Zeit damit beschäftige die (Männerthemen)Themen von Frauen zu entschlüsseln wie für meine Mutter 😉
 
Ich liebe als Weißer „Rhythmischer“ Spiegel, rhythmisch steht für ausgleichend, ausgeglichene Räume. Ich habe nen Thema mit Männerüberschuss und mit Frauenüberschuss. Meine Manifestation für meinen nächsten Geburtstag ist es einen ausgeglichenen Männer- und Frauenanteil zu haben.
 
Das größte witzigste und intelligenteste Geschenk an diesem Tag war ein Kuchen, der ein schwarzes Loch repräsentierte (siehe erstes Foto). Sehr mutig und ein schöner Ausgleich zu all den verfickten Herzchen und Einhornregenbogenkackscheiße, die sonst so in meinem Leben, vor allem bei FB zu sehen ist.
 
Mit Mica setzte ich dann eine Vision um, die das Feld zu uns brachte. Ein Ritual. Ich konnte aus meinen Mustern aussteigen ein Creators Game zu organisieren, die Gruppe zu synchronisieren, sie in die Stille zu begleiten, es wäre nicht möglich gewesen, weil die Freeflowenergie sehr hoch war und das Ritual passte auch zur Tagesenergie des Weißen „elektrischen“ Spiegels, elektrisch steht für Spannung halten und Impulse, die sich entladen.
 
Und der Weiße Spiegel hat die Funktion Schatten in das Licht zu bringen. Elektrisch steht für eine Spannung sich selbst den Raum zu halten. Ich verzichtete als darauf, wie sonst die Gruppe zu halten oder zu synchronsieren und machte mir das Geschenk mich voll auf mein Talent, die Schatten zu spiegeln, die ich auf einer anderen Ebene ständig im Alltag wahrnehme, wo ich es aber nicht ausdrücken darf, weil der Raum nicht da ist, bspw. als Sozialarbeiter.
 
Das Ritual sah dann so aus, dass ich mit meinen Schwarzen Klamotten die Dunkelheit repräsentierte. Dunkelheit ist ohne Bewertung einfach nur das Unbewusste, was eh gerade die ganze Zeit um uns und in uns herum vorhanden ist. Es ist nicht das Nichts, es ist eine Form von Energie und sie hat auch ne gewisse Power und einen Einfluss auf dein Leben. Meine Aufgabe in meinem Prozess in der Nacht davor war es eben diese Kraft des Unbewussten zu akzeptieren und anzunehmen und sie nicht ständig mit erschöpfender Rastlosigkeit durch Prozesse ins Licht bringen zu wollen mit dem Ziel, dass sie irgendwann verschwindet, weil das nicht geschehen wird.
 
Die Leute, die Bock hatten, sind nacheinander zu mir gekommen und ich versuchte in einer Art Miniaufstellung ihnen einen unbewussten anteil, einen Schatten, einen Blinden Fleck zu spiegeln. Wenn wir an diesem Punkt waren, schenkte ich ihnen eine Kerze, die ebendiesen Punkt repräsentierte und lud sie ein sich auf den Weg zu Mica zu machen. Sie repräsentierte den Lichtvollen Aspekt des Weißen Spiegels und hatte die Aufgabe den Schatten in das Licht zu bringen und machte auch eine Minisession mit den Ankommenden Leuten, die damit endete, dass sie die Kerze anzündeten. Was dort passierte weiß ich nicht. Freue mich über Sharings.
 
Als alle durchwaren bot mir eine hochsensible Gästin auch an für mich meine Dunkelheit zu spiegeln. Wir kannten uns schon von (eins-zu-eins)-Aufstellungen. Sie wurde sehr schnell zu meinem Inneren Kind. Ich fühlte meinen Schmerz und ich stehe diesem Schmerz vom Inneren Kind immer noch anteilig ablehnend gegenüber, gebe ihm die Schuld, dass ich noch soviel Ablehnung, so wenig Halt habe, dass ich noch festhalte, dass ich nicht erwachsen werden will, dass ich nicht loslassen will. Ärger darüber dass das Thema immer noch nicht durch ist. Dem Kind ist es egal, es ist da und will meine Aufmerksamkeit und auch nicht nur fokussiert auf den Schmerz. Es will spielen, einfach nur sein ohne Intention, was voll gegen mein mentales wollendes Mindset geht. Es will spielen, auf die Frage was, sagte es Wasserschlacht. (Vor ein paar Wochen war die Antwort von von einer anderen Frau „irgendwas mit Wasser: Rudern, interessant, dass es um Wasser geht.) OK, mein Kopf macht zwar wieder Probleme, weil es sofort Gedanken und Hürden wegen der Umsetzung kreiert, aber OK, weiter im Ritual.
 
Ich nehme die Kerze und sie steht für Leichtigkeit. Wurde mir auch schon mehrfach gespiegelt und gesagt. Mein System versteht bei dieser ganzen Schwere die Leichtigkeit nicht. Es ist für mich schwer Spaß zu haben und darin aufzugehen, weil ich gleichzeitig die ganze Zeit meine Schwere wahrnehme, meinen Schmerz usw. und ich in meinem Mindset den Gedanken habe, dass ich mit Spaß über meine Schwere drüber gehe, dass ich Spaß und Leichtigkeit noch nicht verdient habe, dass ich erst meien Schwere durchfühlen und lösen muss bevor ich mich Spaß und Leichtigkeit erlauben darf. Die Lösung ist offensichtlich Parallelität. Das fällt mir schwer, weil ich mich kenne, wenn ich versuche Spaß zu haben, leicht zu sein, mich aufs Positive zu konzentrieren, der nächste Trigger lauert, im Spaß und Leichtigkeitsmodus bin ich ungeschützter, die Gefahr ist da, dass mir das Universum mit einem Spiegel auf die Fresse haut und mich vom Spaß in meine Prozesse holen will und ich dann haltlos zusammenbreche, weil der haltende Raum nicht da ist. Aufgrund dieser Angst laufe ich auch ständig kontrolliert durch die Gegend, spanne mein System an.
 
Sorry, schweife immer ab in meinen Analyseteil. Zurück zum Sharing. Ich war der letzte bei Mica, den Mica in Empfang nahm und ihr Licht nahm sich viel Zeit mich zu begleiten. Was für ein Geschenk.
Während alle anderen mit ein oder zwei Kerzen ankamen, holte sie alle übrig gebliebenen Kerzen und sortierte sie in ein Muster.
 
Dann gingen wir jede einzelne Kerze durch, jede hatte einen eigenen Prozess, die Themen hingen auch im Zusammenhang miteinander. Es war auch wieder lustig, wie das Feld Einfluss auf das Funktionieren des Feuerzeugs nahm, wenn das Anzünden einer Kerze noch nicht stimmig war. Die Kerzen thematisierten wichtige Grundthemen und Bausteine in meinem System. Ich schaffte es dann mit Micas Begleitung alle anzuzünden und ins Licht zu bringen, obwohl ich zwischendurch zweifelte, weil das auch echt große universelle heftige Themen waren. Mica sagte, dass ich so eine Scheiß Angst vor dem Tod habe, weil ich seit Jahrtausenden eigentliche alle meine Inkarnationen verkackt habe und im Unfrieden in den Tod gegangen bin. Es gab ein paar Ausnahmen, wo ich ein schlichtes Tier war und nicht so viel falsch machen konnte.
 
Als alle Kerzen an waren, hing mir ein Satz im Halschakra fest. Ich brauche Minuten um ihn auszusprechen, meine Todesangst mit der ich extrem stark identifiziert bin, hinderte mich daran: „So kann ich sterben“.
 
Dieses Leben, diese Zeit, dieses Umfeld, diese Ressourcen, die ich mir jetzt angeeignet habe sind eine große Chance endlich mit Frieden in den Tod zu gehen. Das ist mein Ziel. Die Aufgaben sehen gewaltig aus, aber ich bin ja erst 36 und ich sehe ja wie schnell Entwicklung passieren kann. Und es ist schön jetzt nochmal mindestens das Doppelte an Zeit zu haben, denn manche Prozesse haben ja auch mit Entschleunigung zu tun. Ich kann nicht alles ultraschnell energetisch über einen Prozess heilen, ich muss vieles auch mit Sein, Stille, Langsamkeit, Leben passieren lassen heilen. Ich bin gespannt.
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WM-Fieber

OK, lange habe ich es nicht gefühlt. Jetzt ist es da. WM-Fieber. Ich war zu Tränen gerührt von der Auftaktfeier mit Robbie Williams. Ich empfand ihn äußerst charismatisch und ich muss ehrlich zugeben, das Lied „let me entertain you“ passte und das „Angels“ berühte mich. Seine Mittelfingeraktion fand ich richtig geil.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-2018-so-war-die-eroeffnungsfeier-mit-robbie-williams-a-1213020.html

Ich fand auch toll, wie die eine ARD-Korrespondentin, die vor Ort unterwegs war und ein Stimmungsbild wiedergab von Gastfreundschaft und Völkerverständigung sprach. Ganz angenehme Töne im öffentlich Rechtlichen im Zusammenhang mit Russland.

Ja, ich habe viele kritische Beiträge in meiner Timeline gesehen. Von Ablenkung und Manipulation der Massen, dass der Bundestag, für Gesetze unüblich innerhalb von einer Woche ein Gesetzt durchwinkt, wie zum Beispiel Erhöhung der staatlichen Parteienfinanzierung, da die SPD nach den Wahlniederlagen und teuren Parteitagen und Urabstimmungen pleite ist usw. Und ja, es gibt Mächte, die meinetwegen die WM ausnutzen für ihre Agenda. Aber ganz ehrlich, es werden ständig Gesetze durchgewunken, auch ohne WM können wir kaum etwas ausrichten. Und die Lösung ist es ja nun echt nicht die WM schlecht zu reden oder das Ziel diese abzuschaffen, was kann denn die WM dafür? Ich bin pro internationale sportliche Wettkämpfe, ja genauso sollten sich Nationen begegnen. Wettbewerb,Sieg oder Niederlage,ist ein männliches Prinzip, das nicht unterdrückt werden darf.Es bringt Erfahrungen und Emotionen hervor und lieber sportlich als dann die Schattenseiten im Krieg erleben zu müssen.Und ja, kritisiert, die patriarchialen Zusammenhänge, die Korruption, das Töten von Straßenhunden, Armut vs hohe Prestige-Ausgaben. Alles darf da sein und zwar parallel. Ich habe auch meine ultrakritischen Anteile, aber jetzt gebe ich meiner WM-Freude Raum.

Einfach der Hammer das 5:0 von Russland gegen Saudi-Arabien zu sehen. Ich bin schon beim 4:0 aufgestanden gewesen, weil ich zum Ecstatic Dance wollte, das 5:0 habe ich leider gar nicht mehr gesehen :-/

Heute schaue ich mir die Zusammenfassung der drei Spiele an. Spanien – Portugal 3:3. 3 Tore von Cristiano Ronaldo und mensch sieht einfach diesen herausragenden Leistungsabstand, welcher ihn zum Weltfussballer macht. Dann das Spiel Urugay gegen Ägypten, wo in der 89min das 1:0 fällt oder Iran – Marokko, zwei Länder, die keine diplomatischen Beziehungen zueinander haben. Ein Stürmer von Marokko macht in der 95min ein Eigentor. Was für ein Drama. Er saß da und hat geweint. Was für eine Emotion, eine Emotion, die sich auf die Fans an den Bildschirmen überträgt und gegenüberträgt, was für eine Verantwortung. Er saß da und hat geweint und sich hinterher im Interview bei den Fans entschuldigt.

Ja, Leute, ich bin im WM-Fieber. Bin sogar seit gestern in einer Tippgemeinschaft bei der Pokerlounge Berlin. Für die erreichten Punkte gibt es sogar einen größeren Stack bei einem Pokerturnier. Ich werde die meisten Spiele nicht schauen, aber die Zusammenfassungen und ich genieße diesen weltlichen Anteil von mir.

Wer ab und an mal Lust hat mit mir gemeinsam zu schauen, ist herzlich eingeladen, mich einzuladen. Ja, ich muss möchte mich auch mit einem Einsamkeitsanteil zeigen, dass ich nicht so den Männlichen und auch geschlechtgemischtlichen Freundeskreis habe, wo ich ganz selbstverständlich solche Sachen machen und genießen kann. Das macht mich ein wenig traurig, aber ganz so schlimm ist es ja auch nicht.

Aho

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Abtreibung

Eigentlich hätte ich an der Stelle eigentlich gerne darüber ausführlich geschrieben, dass ich zum Ersten Mal als Sozialarbeiter eine Probezeit bestanden habe. Aber es gibt ein massiv überlagenderes Thema. Meine Vorgesetzte holte mich gestern schon zur Seite und meinte, dass sie merkt, dass es mir nicht gut geht.

Der heutige Tag hat das Potential als beschissenster Tag in die Geschichte meines Lebens einzugehen.

Im Dezember hatte ich nach langem Mal wieder Sex. Krasserweise ist mir das erste mal in meinem Leben das Kondom geplatzt. Mitte Januar erfahre ich, dass sie schwanger ist. Mein Mentalkörper dachte sich auch so FUCK. Da war keine Liebesbeziehung und Scheiße ich muss meine Zukunftspläne loslassen. Bspw. wollte ich nach Afghanistan reisen, aber die Sicherheitslage wäre für mich allein schon katastrophal gewesen. Das Risiko einzugehen dass mein Kind und die Mutter, den Vater verlieren machte das Risiko nun absolut unverhältnismäßig. Ich ärgerte mich, da ich doch eigentlich Verantwortung übernommen hatte und ein Kondom benutzt hatte.

Gleichzeitig ging mein Herzraum krass auf als ich es erfuhr. Ich spürte ein bedingungsloses JA zu dem Kind und umarmte die Mutter meines Kindes lange. Ich war bereit die Verantwortung dafür zu übernehmen für das Kind. Das Geschenk vom Universum anzunehmen, auch wenn es kein Liebesbeziehungssetting gab.

Die ersten drei bis vier Wochen liefen gut. Wir hatten viel Kontakt und redeten auch über Kita und dass ich gerne meinen Vertrag verlängern würde, der Ende August ausläuft und ich dann gerne 12 Monate in die Elternzeit gehen würde. Mir ist es wichtig, gerade am Anfang für das Kind da zu sein. Auf der Beziehungsebene gab es natürlich noch Störungen. Wir waren mit unseren Themen verstrickt, aber ich war optimistisch, dass wir uns arrangieren und ich habe ja auch meine Kompetenzen, Sachen klar und getrennt zu sehen und anzugehen, schwierige Gespräche zu führen und zu halten und Sachen vernünftig und auch mit emotionalier Tiefe zu klären.

Vor meinem Geistigen Auge sah ich wie ein väterlicher Anteil in mir aufging, der verbunden war mit dem Kind und dem Mutteranteil der Frau und gleichzeitig gab es eine andere Ebene, wo wir mit unserer Alltagsidentität unsere Muster lebten.

Es war erstaunlich, wie unterschiedliche Rückmeldungen wir beide bekamen. Ich bekam durch und durch Freude ab, wenn ich es erzählte. Viele Leute spiegelten mir, dass sie eine Väterliche verantwortliche Energie wahrnehmen, meinten, dass sie sich mich als guten Vater vorstellen können. Die Mutter bekam leider viele negative Rückmeldungen. Ihr wurde das Wort “Verantwortung” kritisch entgegengehalten.

Nach weiteren 3 bis 4 Wochen machte sie einen Kontaktabbruch zu mir nachdem wir es einem Freund von mir und einer Freundin von ihr gleichzeitig erzählten. Der Freund reagierte beglückwünschend, war selber Vater einer 10 Monate alten Tochter und freute sich und betonte, auch, dass es heilende Momente gibt, aber auch, dass es anstrengend ist und wir vor der Geburt noch viel Tanzen gehen sollten. Die Freundin kam mit ihrer Pille-danach-Story und betonte in meinem Bei-Sein ihren feministischen Dämon, dass es ihre „alleinige“ Entscheidung sei usw. Ein Teil von mir fühlte sich von ihr echt bedroht und war wütend auf sie. Mein Beschützeranteil für das Kind fuhr hoch. Das Gespräch veränderte alles. Danach brauchte die Mutter Zeit für sich und ihre Ambivalenz. Meine Klarheit triggerte sie und es kam sehr häufig der Manipulationvorwurf. Ich ließ ihr für das abgesprochene Wochenende ihren Raum, aber auch danach blockierte sie blockierte den Kontakt weiter.

Als ich dann am Mittwoch erfuhr, dass sie bei einer Schwangerschaftskonfliktberatung war brach in mir ein massiver Schmerzkörper los. Ich war auf Arbeit und musste weinen. Ich kam gar nicht klar und besorgte mir bei Mica einen Termin am Nachmittag.

Auf dem Weg zur Aufstellung bei Mica, voller eigenem Schmerz über die anstehende Abtreibung, sah ich diesen Werbeaufsteller, der mich stark berührte. #synchronizität

Es wurde eine intensive Systemische Aufstellung in der ich sehr viel geweint und erkannt habe. 4 Tage später ging ich zu einer Ayahuasca-Zeremonie, nur mit der Intention meine Anteile in mir zu lösen, die eine Abtreibung wahrscheinlicher machen.

Und es gab eine Menge zu lösen. In der Ayahuasca-Zeremonie habe ich die ersten 45min nur gezuckt und hyperventiliert. Es hat sich unfassbar viel Schmerz auf der körperlichen Ebene gelöst. Jeden Tag als Kind ohne Vater, hat mir der unbewusste Gedanke, dass er mir fehlt, neuen Schmerz zugefügt und ja es gab eine Verstrickung, dass ich, in dem ich für mein Kind da sein wollte, gleichzeitig auch für meine Inneres Kind da sein wollte. Ich habe die Verstrickung erkannt und losgelassen. Auch mein Vaterthema wurde in der Zeremonie intensiv losgelassen, was auch komisch war, zumal es ja auch einen Teil meiner Identität ausmacht.

Zwischendurch war ich auch in einem Lichtkörper, der in seinem Raum, in seinen Grenzen bleibt und mit bedingungsloser Liebe alles annimmt was im Außen passiert. Wenn es den Weg der Familie und Herzöffnung gibt wird der genauso wenig bewertet wie den Weg der Abtreibung und des lebenslangen Schmerzes.

Ich bin jetzt aber nicht mehr in diesem Lichtkörper. Es ist nur ein Teil von mir. Ich bin mehr als das und das ist auch OK, dass auch in meinem System noch Schatten, Dämonen und Verstrickungen sind, die durch mich erfahren und bestenfalls ins Licht gebracht werden.

Und egal wieviel ich gelöst habe, dahinter war immer mein Herz zu erkennen und es blieb immer bei einem 100%igen Ja zu dem Kind. Das hat sich nicht einmal relativiert, auch wenn ich auf Ayahuasca ein bißchen mehr in Frieden mit dieser Option gegangen bin, dass es abgetrieben werden könnte. Ich habe erkannt, dass es in diesem Falle wichtig ist gemeinsam mit der Mutter zu trauern und zu vergeben, damit das Kind auch irgendwann losgelassen werden kann und ich ließ den Gedanken los, dass ich deswegen ein Leben lang leiden muss. Ich darf mich auch mit diesem Ereignis für das glücklich sein öffnen.

In einer intensiven Trancereise, die zwischendurch mal in der Straßenbahn passierte, erlebte ich mich auch als Embryo und spürte wie mein Vater für die Abtreibung war. Das war schlimm für mein „Inneres Embryo“, dies Intention zu spüren von der Instanz von der ich mir eigentlich Liebe, Annahme, Präsenz, Halt und Akzeptanz wünschte. Einer Instanz, die hätte da sein sollen und die Projektionen meiner Mutter auffängt, anstatt mich mit meiner Mutter und ihren ungelösten Vaterthemen und ihren entsprechenden Projektionen alleine zu lassen. In dieser Trancereise war ich wieder in dieser Art universellen, nicht bewertenden Bewusstsein und ich spürte mich in die Option meiner eigenen Abtreibung rein. Das Universelle Bewusstsein wäre in einer Art Frieden damit gewesen, es ist nicht so tangiert davon wie unser weltliches Bewusstsein. Für das Universum ist es nicht wichtig, ob ich existiere oder nicht. Mein persönliches Bewusstsein konnte damit aber nicht in Frieden gehen, das wäre schon ein Akt nahe an der Erleuchtung gewesen, so krass mit dem eigenen Tod oder dem gar nicht erst existieren in Frieden zu gehen. Da bin ich noch nicht. Stattdessen beobachte ich Dankbarkeit für diese 35 Jahre Inkarnation. Ich spüre jeden Tag Schmerz und leide, aber insgesamt habe ich ein sehr, sehr geiles Leben und es ist insgesamt ein sehr fairer Deal. Ich Liebe mich in dieser Inkarnation, inklusive der Tatsache, dass ich noch nicht mit allem im Frieden bin. Das ist ja Teil des Spiels, das wir hier alle auf der Erde spielen dürfen, diese Dualität und diese Prozesse zu erfahren. Unser Kind hat sich krasse Eltern ausgesucht. Es wäre ein krasses Leben gewesen und vielleicht hätte es noch ungelösten Scheiß von uns abbekommen und das dann als Erwachsenes Wesen klären. Aber im Grunde bin ich Vertrauen, dass wir das besser und bewusster hinbekommen hätten als viel andere Eltern und dass der potentielle Mensch am Ende auch dankbar für die Existenz gewesen wäre.

An der Stelle auch nochmal Danke an meine Mutter, dafür, was sie geleistet hat, auch wenn es in mir noch wütende und vorwurfsvolle Anteile gibt. Auch sie hat gesagt, dass sie unterstützt und dass sie die Mutter meines Kindes wie eine Tochter aufnimmt. Sie hat ein Kennenlerntermin angeboten. Ich hatte viele Impulse, wollte sie auch zu einer Session zu Mica einladen, ihr die vielen Mütter aus meinem Umfeld vorstellen. Ich wollte dass sie mich sieht, wo ich stehe und welche Ressourcen ich habe. Ich habe Freundinnen, die auch durch eine sehr schwierige Schwangerschaft gegangen sind mit schwierigen Partnern, die noch voll eine ungelöste Vaterprojektion waren und sie haben sich da durchgearbeitet und haben jetzt wundervolle Kinder zur Welt gebracht. In der Aufstellung war auch klar zu sehen, dass die Schwangerschaft extrem heftig für sie wird, auch die Geburt und die Zeit danach. Das sie ihr Trauma parellel bzw. vor allem danach heilen wird. Ich habe in der Aufstellung auch gesehen wie es passieren kann, anders als es mental erarbeitet werden kann. Die Repräsentantin der Mutter meines Kindes (Mica) sagte auch sinngemäß, dass der Dämon (Das Wort kam von mir) größer wird im Falle einer Abtreibung. Dass sie dann noch ein paar Jahre länger in ihrem Störungsbild bleibt. Das ist Comfortzone und es ist verständlich lieber bei den bekannten Mustern zu bleiben, die mensch kennt anstatt für die Heilung Anteile sterben zu lassen, die massiv mit ihrer Identität verwoben sind. Ich kenne das Festhalten von mir. Einerseits ärgere ich mich drüber, andererseits halte ich dennoch oft weiter fest, aber ehrlich gesagt, gehe ich mittlerweile auch oft in meine transformativen Loslass-Prozesse, wenn mir ein Thema gespiegelt wird.

Dieser Satz, dass es ihre „alleinige“ Entscheidung ist, triggerte mich stark, da ich sehe, dass wir systemisch verbunden sind und mein System ja verschieden auf ihre Entscheidungsmöglichkeiten reagiert. Auf der Ebene wo ich bin, kann ich diesen Satz nicht als wahr empfinden. Ihre Entscheidung tangiert massiv mein Leben. In mir ist in allem was ich in der Zukunft mache, bspw. wenn ich auf dem Rainbow Gathering oder in Workshops bin oder nach Afghanistan reise oder mit Frauen Zeit verbringe, die Angst vor dem Gedanken: „Scheiße, ich hätte jetzt auch stattdessen ne Familie haben können“. Das macht mich traurig nicht die Geburtstage meines Kindes feiern zu können, nicht zu sehen, welche Persönlichkeit es entwickelt, was für Talente es haben wird, was es der Welt geben wird.

Ich erkenne aber auch, dass ich das alles mitrekreiere. Ich wiederhole mein Muster mit einer Frau, die mir eine Familie verwehrt. Dieser Gedanken des Erwachsenen Christian war verstrickt mit dem des Inneren Kindes, das sich ne Familie wünscht und in der Ayahuascazeremonie diesen Wunsch loslassen musste. Mein Inneres Kind meinte immer, dass er noch kommt, aber ich muss akzeptieren, dass meine Kindheit so war wie sie war: Ohne „richtige Familie“. Auch hier bleibt der Wunsch hinter dieser Erkenntnis das Muster zu durchbrechen zu wollen und mit meiner väterlichen-männlichen Kraft für das Kind und die Mutter da zu sein.

Falls es heute zur Abtreibung kommt, wonach es aussieht, werde ich mich natürlich irgendwann auf den Weg des Vergebens machen. Aber dafür ist es wichtig alles zu fühlen und mit allem da zu sein was ist, sonst bleibt die Vergebung mentale Selbstverarsche.

Die Letzten Tage habe ich mich zurückgehalten, habe ihren Wunsch akzeptiert nicht in Kontakt zu gehen. Wir haben gestern telefoniert und sie hat mir die Entscheidung für die Abtreibung mitgeteilt. Ich habe fast die ganze Nacht nur geweint. Im Moment bin ich nicht im Frieden und ich habe die letzte Zeit viel mit Schmerz und Verletztlichkeit und in meinem Raum bleiben verbracht und war so vor allem in einer weiblichen Energie. Jetzt bin ich wütend und gehe mit diesem Nicht-Einverstanden sein nach Außen. Über meine Grenzen hinaus.

Ich verstehe das mit der nach außen gehenden männlichen Energie noch nicht so ganz, habe echt mein Thema damit und bewerte das Übergriffige, Dominante, Kriegerische, Zerstörerische, Vergewaltigende, Machohafte aber das ist ein anderes großes Thema. Ich sehe, dass Männlichkeit und das eben genannte existiert und das es universelles Bewusstsein gibt, das dies nicht bewertet. Und Fuck, ich habe diese Anteile in mir. Ich habe meine Verletzungen und meinen Schmerz (Schatten), die ich mit einem narzistischen Anteil (Dämon) schütze. Ich bin Aszendent Scorpion und habe mal gehört, dass wenn jemand diesem Anteil zu nahe kommt und dieser sich bedroht fühlt, dass dieser dann zusticht. Das bin ich, das sind Eigenschaften von mir und die lebe ich jetzt aus. Ich bin wütend.

An alle mentalen Feminist_innen, lasst eure Konzepte stecken, an alle Gutmenschen, ja ich habe selber in mir mentale Diskurse, die Bewertungen von richtig und falsch vornehmen, die schauen was sich gehört und was nicht. Und gleichzeitig gibt es kein Dogma, gibt es kein richtig und falsch. Gibt es nur verschiedene Prinzipien und es gibt keinen Rang, was höherwertig ist. Alles ist eine Erfahrung und ich erfahre mich selbst gerade dadurch, dass ich mich zeige. Ich zeige viel nicht und viel mache ich mit mir aus, aber es ist OK für mich mich zu zeigen, warum auch nicht. Wir sind frei. Ich bin wütend, unperfekt, ungehalten, nicht im Frieden mit mir, ich bin nicht im Frieden mit der Abtreibung, ich ärgere mich über Frauen, die an ihren Wunden festhalten, ich ärgere mich über Männer und über unsere Gewalt. Mich regt die Abtreibungslobby auf: (Bla) „mein Bauch gehört mir“. Ja es ist ihre Entscheidung, auch wenn es nicht ihre alleinige ist. Sie hat Verantwortung für die Entscheidung, ich habe Verantwortung für meine Reaktion, was ja auch eine Entscheidung ist. Meine väterlichen und herzlichen Anteile wären gestärkt worden, wenn sie sich für das Kind entschieden hätte. Ich hätte diese Familie beschützt, mich gekümmert, für die finanzielle Sicherheit gesorgt, war bereit von meinem Guthaben was jetzt langsam ankommen wird, ihren Dispo auszugleichen, damit sie keine Zinsen mehr zahlen muss. Ich wäre bereit gewesen Verantwortung zu übernehmen, gerne auch alleinerziehender Vater zu sein, notfalls auch auf Unterhaltsforderungen zu verzichten oder notfalls auch Vater, der sein Kind nicht sieht, Hauptsache das Kind lebt. Nur diese letzten 6,5 Monate Schwangerschaft und ihren Dämon, kann ich ihr leider nicht abnehmen. Da muss sie leider selber durch. Und ich meine es ernst: wenn ich könnte, ich würde so viel tun, nur um das Leben meines Kindes zu retten. Es gibt für mich keine Trennung zwischen ungeborenen Leben und dem Leben danach. Im Gedankenspiel könnte mensch ja auch sagen, dass wir Kinder mit 7 Jahren töten könnten, wenn sich die Eltern plötzlich dagegen entscheiden, weiter Eltern zu sein.

Ich bete weiterhin, die letzten Minuten oder Stunden, keine Ahnung, wann sie ihren Termin hat, dass sie ihr Herz spürt und sich umentscheidet.

Ihr seid eingeladen zu Sharings, was der Text mit euch macht. Ich habe absolut keine Lust irgendwelche mentalen Konzepte zu diskutieren.

Zu guter letzt noch die Anekdote von meinem Anteil, der Systemische Familienaufstellungen leitet:

Aufstellungen in denen es um Abtreibungen geht, sind mit die hochemotionalisten. In mir hat sich die Vorstellung etabliert, dass Kinderseelen in einer Art Zwischenwelt (zwischen purem Bewusstsein und Inkarnation, also einer Art astralen Welt) gefangen sind, solange die Abtreibung noch nicht verarbeitet ist. Und es gibt viele unbewusste Abtreibungen, viel unbewusstes Leiden, viel verantwortungslosen Sex. Am Anfang von Familienaufstellungen wird immer auch nach abgetriebenen Kindern gefragt, da, und das sieht mensch dann in den Aufstellungen, vor allem bei nachfolgenden Kindern systemisch was verrutscht und diese Menschen oft ein Leben lang anteilig und unbewusst leiden und gar nicht wissen warum.

Am letzten Samstag leitete ich zwei Aufstellungen und was für eine krasse Synchronisation, was für ein Spiegel für mich. In der ersten Aufstellung möchte der Fragesteller mit einer Partnerin eine Familie gründen, kann es aber noch nicht, weil es mit einer anderen Frau, wo der Kontakt sehr blockiert ist, eine Abtreibung gab. Der Raum war so unsicher, dass ich das Kind nicht in die Aufstellung holen konnte, die Botschaft war, dass es Zeit braucht. Ganz am Ende kam das Kind über einen Umweg doch rein und umarmte nur die Repräsentantin des Fragestellers und verschwand dann erstmal wieder bis die beiden das irgendwann klären. Und wieder: das Universum bewertet nicht, dem ist Zeit scheißegal. Dann braucht es halt ebendiese. Aber mein Ego bewertet schon. Fuck, da ist eine Frau mit ihren massiven Themen, die nicht die Verantwortung übernimmt, das zu klären und auch mit ihren Konzepten und ihrer Wut Klärung blockiert und gleichzeitig mit einer Ambivalenz nach Verantwortung durch den Mann schreit. Und von wegen immer alleine Verantwortung übernehmen. Ich fragte immer die Repräsentantin des Fragestellers, ob er noch was zu klären hat und ob da nicht doch noch ein blinder Fleck ist. Nein, da war nichts außer, dass er Geduld haben soll und nicht pushen soll. Ich nehme solch ein Erfahrungswissen und bewerte, dass es mich ärgert, dass der Fragesteller (und sinnbildlich dann auch ich) bei der Familienplanung mit der aktuellen Partnerin beeinträchtigt ist. Dass er quasi Abhängig ist von dem Klärungsprozess der Frau. Soviel zu dem Thema “es ist die alleinige Entscheidung” der Frau und den Mann geht es nichts an. Ich hoffe, dass sich dieses Denken, was im Mainstreamfeld abgespeichert ist, transformieren wird.

Gerade im Moment beschäftigt mich auch der Gedanke, dass ich als Betroffener von einer Abtreibung nicht meine Qualifiktation, aber irgendwie meinen Status als Leiter von Familienaufstellungen verloren habe. Es macht mich traurig, dass es mich trifft, Fuck.

Aber ich werde draus lernen und weiter an mir arbeiten, werde irgendwann vergeben, nach meiner Wut und Konfliktphase und hoffentlich, danach sehne ich mich sehr, irgendwann aus einer Liebesbeziehung heraus, eine Familie gründen.

Aho.

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Black Panther Deutschland-Premiere

#blackpantherberlin

Eine Sache, die ich in dieser Inkarnation am meisten liebe, ist es in Filme einzutauchen. Ich war schon am Sonntag bei Maze Runner und am Montag bei Wunder, weil der mir empfohlen wurde, aber Dienstag tagsüber erfuhr ich, dass ich bei einem Gewinnspiel bei Facebook am Montag 2 Tickets für die Deutschlandpremiere von Black Panther gewonnen habe. Da wurde eine Extra-Fan-Preview organisiert von Disney und und einer Agentur, die Youtubber betreut. Entsprechend viele Youtubber waren auch da, wie mich mein Sitznachbar aufklärte, der selber einen Kanal mit 2200 Followern und 537 Videos im Bereich Onlinespielscreening hat, und mich immer ungläubig anschaute, dass ich die nicht kenne.

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Als Vorschau gab es nur drei mir bis dato unbekannten Trailer… Allein das hat ein intensives Gefühl von Vorfreude ausgelöst. Ant Man 2: and the Wasp; Solo: a Star Wars Story und Avengers Infinity War.

Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen und Innenbereich

Black Panther war am Ende besser als der Trailer vermuten ließ. Ich würde es mit Dr. Strange vergleichen. Sehr gute Storyline. Ein Überschaubarer und greifbarer Bösewicht, der aus einer klaren Verletzung heraus handelt, und generell sehr charismatische Figuren. Das Setting war auch sehr politisch. Es griff die Schwarz und Weiß „Race“-Thematik auf. Ein Schwarzer Superheld vom afrikanischen Kontinent. Ein schönes Bild aus zum einen verbunden mit der Kultur und Tradition und zum anderen einer extremen technischen Moderne.

Mir persönlich haben die spirituellen Aspekte sehr gefallen. So gab es in Schamanischen Zeremonien einen Ayahuasca-ähnlichen Trunk, der die Person mit den Ahnen verbindet und einlädt mit ihnen Frieden zu schließen. Aus dieser geistigen Welt kommt auch die übermenschliche Power des Krafttieres Schwarzer Panther. Zusätzlich kamen die Superheldenfähigkeiten aus dem technischen Fortschritt wie bspw. bei Iron Man. Szenen erinnerten an James Bond und Q.

Die politischen Anteile haben mir auch gefallen, auch wenn mein Geschmack noch ein wenig mehr Diplomatie, Geheimdienste und interstaatliche Verstrickungen ausgehalten hätte, so wurde der Diskurse zu Autonomie einer Nation, Flüchtlinge Aufnehmen, Ressourcen teilen und die Unterdrückung der Schwarzen durch die Kolonisator_innen angerissen. Am Ende bleibt aber die bestehende Weltordnung für das Mainstreampublikum mit einer Gutmenschenrede erhalten anstatt, dass der Film den Mut hat Revolutionen, die wirklich strukturelle Ungerechtigkeiten beseitigt, zu Ende zu denken.

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Wut über den Wunsch des Vaters mich abzutreiben.

Ich habe Lust zu schreiben. Gerne über meine Prozesse. Ja, auch gerne öffentlich.

Es ist nur schwer, es nicht zu vermixen. Gerade ist ein FB-Posting aus mir herausgeflossen. Mein Prozess den ich hatte ist vermixt mit einem Workshop-Feedback und Werbung fürs Creators Game. Das gab mir irgendwie Power zum Schreiben. Aber für einen Blogeintrag reichts.

Ich war am Freitag beim Transformationsworkshop für Hochsensibilität, nach einer 39 Stunden-Arbeitswoche, erschöpft, angespannt und getriggert. Ich komme im Raum an und erfahre, dass es erstmal ne Halbe Stunde Ankommenszeit gibt. In dieser spirituellen Yoga-Raum-Raumenergie, wo es Matten gibt, lege ich mich hin und entspanne mein System. Die Gefühle, die ich im Alltag, meist durch Zucker wegdrücke, kommen hoch.
 
Ich kenne meine Prozesse. Ein sich endlos anfühlender Schmerzkörper. Ich gehe täglich rein und täglich unterdrücke ich ihn auch wieder, da mein Ego in der Alltagsidentität funktionieren möchte. In mir ist Frust darüber, dass ich durch das Elternthema trotz 7 Jahren spiritueller Szene immer noch nicht durch bin.
 
Viele Innere-Kind-Anteile sind noch so voller Schmerz, dass sie noch nicht vergeben können. Dieses mal ging ich ins innere Embryo, wie in einer Systemischen Aufstellung. Ich bekam energetisch mit wie mein Vater, der vor meiner Geburt weg ist, den ich nie gesehen habe, nichtmal ein Foto von ihm, von meiner Mutter wollte, dass sie abtreibt. Er war Afghane und durfte aus kulturellen Gründen keine Nicht-Ehelichen Kinder haben.
 
Ich spürte meine Todesangst, meine Urverletzung, dass der Mensch nach dem ich mich eigentlich sehne, von dem ich mir Liebe erhoffe, mich töten lassen wollte. Es fällt mir schwer in die Liebe, ins nicht-bewerten zu gehen. Auch meinen Tod, meine Nichtexistenz zu akzeptieren. Nein, ich (Mein Ego) liebe meine 35 Erdenjahre, die ich in dieser Inkarnation bin. Ich bin so fucking froh, dass ich dieses geile Leben erleben darf. Trotz diesem Schmerz, den ich jeden Tag in mir trage, bleibt es ein fairer Deal. Ich möchte dieses Leben nicht missen.
 
Als der Workshop losging lud uns Thomas ein, so zu sitzen oder liegen wie wir wollen. Er lud uns ein, „ganz Mensch zu sein“. Ich nahm die Einladung an, legte mich hin und machte, was ich gelernt habe und was ich mich in einem Workshopraum traue anders als im Alltag. Ich fühlte. Ich fühlte meine Wut. Ich gab ihr in meinem Raum Platz und sie war megapräsent. Ich agierte sie nicht nach Außen und blieb mit geschlossenen Augen mit mir und meinem inneren Raum und meiner Wahrnehmung vom äußeren Raum in Kontakt. Letzteres ging nur sehr passiv. Ich lauschte einfach Thomas Einstiegsreferat.
 
Thomas lud zu einem drei Worte Checkin ein. Ich hakte nach, ob er es wirklich so meinte, oder ob es sinnbildlich für kurzes Checkin steht. Ich kenne mich, ich weiß, dass ich freies Sprechen brauche, dass es mich fertig macht, wenn mich der Raumhalter so einengt in meinem Ausdruck. Ich bin als Hochsensibler in nem Hochsensibilätsworkshop und darf mich jetzt nur in drei Worten Sichtbar machen? Mich strengt schon die Alltagskommunikation an, wo ich soviel von meiner Wahrnehmung weglassen muss, weil es meine Gegenüber überfordert. Es challengend mich sehr. Nachdem mein Vorredner drei Worte gesprochen und eine Pause gemacht hat, sprach ich meine drei Worte. „Wut auf DreiWorteCheckInRegel“ Die nächste wollte gerade ansetzen zu sprechen, da ging mein Vorredner gefühlt vorwurfsvoll mit mir in Kontakt und sagte, dass er sich abgewürgt fühlte. Ich fühlte mich angegriffen, da ich natürlich die Aussage implizierte, dass er meint, dass ich ihn abgewürgt hätte. Ich teilte ihm mit, wie ich es wahrnahm, dass er drei Worte gesprochen hatte, dass er eine Pause gemacht hätte, dass ich explizit nachhakte, ob die Regel auch so gemeint war. Mich triggert es, wenn ich versuche mich an die Regel zu halten, der Raum aber Abweichungen toleriert, denn dann fängt mein Mind auch in diesem Unklaren Raum an, seine Spielräume zu erkunden.
 
Ich springe für den Kontakt mit der Person einerseits in den Mentalkörper, in mein Ego, in meine Sachliche Angriffs-/Verteidigungsenergie. Andererseits bleibe präsent mit dem was da ist. Ich unterdrücke meine Wut nicht, denn dann würde ich passive Aggression in den Raum senden. Ich bin spürbar, ich bin präsent und transparent, so habe ich es gelernt. Der Raumhalter greift nicht ein. Nachdem wir uns ausgetauscht haben, geht es weiter. Eine andere Teilnehmerin, sagt, unabhängig von dem drei Worte Checkin einleitend, auf die Situation beziehend, dass sie sowas nicht erwartet hätte. Einige im Raum sind getriggert, ich fühle mich bewertet, nicht gesehen, nicht verstanden. Mit einem freien Checkin wäre es leichter gewesen. Ich hätte verbal transparent machen können, wo ich gerade bin, wo ich stehe, die Leute hätten mich besser einordnen können, sie hätten die Angst vor mir verloren, da sie anhand meiner Worte erkannt hätten, dass ich im Prozess bin, ich den aber klar bei mir lasse.
 
Thomas sprach später kurz draußen mit mir, dass er überfordert mit meiner Wut war, dass sie zu präsent war, zu stark für den Raum. Zwischendurch ist mein Ausgrenzungsthema angetriggert, dass ich wieder aus dem Workshop geschmissen werde.
Tja, sorry, Leute, ich muss den ganzen Tag mit dieser Wut rumrennen und sie verschwindet nicht einfach. Wegdrücken ist ungesund und funktioniert ja bekanntlich nicht auf Dauer.
 
Der Workshop besteht dann eigentlich nur aus einer Partner_innenübung, in dem wir frei waren „das beobachte Spiel“ zu spielen“ oder uns zu unterhalten, wenn das unser Flow ist. Hier war mir der Rahmen wiederum zu frei. Gefühlt waren wir eine Stunde in der Übung. Ich circelte mit meinem Partner, er war nicht präsent und mit seiner Wahrnehmung viel im Außen. Auch schon als die Übung vorgemacht wurde, kam als Antwort auf die Frage was die Teilnehmerin denn wahrnimmt, die Antwort „nichts“. Ich bemerkte, wie ich das bewerte, wie ich vergleiche, dass ich in meinem Inneren Raum viel mehr wahrnehmen kann als die beiden Personen.
 
Ich spürte energetisch wie sich mein Partner klein machte und mich dadurch energetisch größer (Vielleicht auch andersrum, aber nicht bewusst.). Ich verbalisierte das und er resonierte. Wollte das auch nicht ändern. Also blieben wir mit unserer Wahrnehmung bis er dann anfing über die Situation zu sprechen und mich teachen wollte. Dass meine Art und Weise ja falsch gewesen wäre. Er war so ein weicher Harmonietyp, genau auch eher wie Thomas. Es bringt nichts seine Erkenntnisse oder Kommunikation auf mein System, auf meine Realität zu übertragen. Ich hatte Widerstände und tauschte mich dann mental aus, während ich in meiner Wahrnehmungspräsenz blieb.
 
Ich bemerke, wie ich auch bewerte, wie ich es als „lame“ empfand. Die Übung, das Setting, die Überforderung, die Wahrnehmung der anderen „Hochsensiblen“. Es bringt meiner Meinung nach auch nichts nur im Circling zu bleiben und einfach nur liebevoll wahrzunehmen was ist, es nicht verändern zu wollen. Meistens funktioniert es ja im Circling, dass Felder sich öffnen und sich die Dinge begradigen, dass festhaltende Anteile wieder ins Fließen kommen. Dafür braucht es aber auch einen entsprechenden Raum, der diese Prozesse passieren lässt. „Normalerweise“ (bzw. Meiner Meinung nach wäre es besser,) hätte es einen Prozess geben müssen, der dazu führt, das mein Partner und ich unsere ungleichgewichtigen Anteile lösen und am Ende uns auf Augenhöhe begegnen. Es fehlte aber neben der einfach nur liebevollen, wahrnehmenden und fließenden Instanz, die eingreifende, die aus einer höheren Perspektive schauende, die coachende, die Raumgebende und in Prozesse-einladende Instanz. Wahrnehmen was wirklich ist und in Prozesse gehen, die dich befreien in Kombination führen dich in eine Tiefe, wo das Wort Liebe wieder mit einer anderen Bedeutung übersetzt werden kann. Ein ganz andere Zustand von Liebe, den vermutlich nur wenige kennen.
 
Ich habe viel erlebt an Raumhaltung und es bleibt dabei – ich wiederhole mich – dass das Creators Game für mich wirklich der bisher einzige erlebte Workshop ist, der die eben von mir beschriebene Tiefe erreicht. Radikales Dasein mit dem was ist und von dort losarbeiten in Richtung Loslassen, Befreiung und Integration. Angello Clemente hat so ein feines hochsensitives Gespür für die Anteile, die mesnch festhälst, dass er sie geschickt antriggern kann und dich einlädt damit emotional in Kontakt zu gehen und dich durch Ausdruck davon zu befreien. Jedes Mitglied im Raum ist Teil des Raumes. Wenn einer blockiert, blockiert anteilig auch der Raum, wenn einer durch einen Prozess durchgegangen ist, dann schwingt die gesamte Raumenergie höher und es ist für die anderen Teilnehmer_innen leichter sich zu spüren und auch in den Prozess zu gehen.
 
Ich freue mich. Für mich wird das der Workshop des Jahres 2018. Schwer zu erklären, dass muss mensch erlebt haben.
 
 
Die Leute gaben am Ende des Workshops durch und durch positive Rückmeldung. Sie waren voll zufrieden mit dem was passiert war, obwohl manche eigentlich nur einfach ein Gespräch geführt hatten. Ich nahm es zur Kenntnis und bemerkte wieder meine „lame“-Bewertung. Gleichzeitig war ich auch dankbar und zufrieden, dass ich einen Raum hatte, wo ich mir erlaubte zu fühlen, mich spürbar zu machen und mir somit auch ein Bedürfnis erfüllen durfte, gesehen zu werden.
 
Und es geht mir nicht darum zu faken, sympathisch zu sein, den richtigen Ton zu treffen, wenn ich das nicht bin. Ich will nicht mit einer mental, den Konzepten von richtig folgenden Maske gesehen werden, ich will mit meinen wahrhaftigen Schatten gesehen werden und diese dadurch ins Licht und in die Liebe zu bringen.
 
Aho.
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