Film und Serien, Kino und Stream

Filme und Serien sind so zurzeit eine der phänomenalsten Sachen, welche Matrix zu bieten hat. Ich teile mir mal ausgewählte Inhalte von meiner FB-Timeline und meinem Telegramkanal und meiner Telegramgruppe.

Mittwoch, 13.10.21
Heute starten wir mal mit einer enormen Polarität. Einer der dunkelsten Serien und eine der lichtvollsten Serien, die mir einfallen.

Squid Game


Meine Facebook Timeline quillt über mit vorgeschlagenen Beiträgen zu Squid Game. Alle Großen und kleinen Medien berichten und der Clickbait funktioniert. Ich klicke ja auch drauf, leider. Ein Riesen Hype. Die am meisten angeschaute Serie von Netflix aller Zeiten.

Ich reagiere ja auch auf Hypes in der Matrix und schaue mir das dann auch an. Die Serie kommt wirklich auf eine ekelhafte Art und Weise aus den tiefsten Abgründen der menschlichen Psyche. Sterben und Tod ist schon erschreckend normalisiert in Filmen und Serien, der Plot ist auch nicht neu. Ziemlich bekannt wurde es bspw. in „die Tribute von Panem“. Letztens auch in den Filmen Escape Game 1 und 2 und ich erinnere mich an einen ähnlichen Film aus dem Nachtprogramm, wo Reiche andere Menschen zwingen russisch Roulette zu spielen und die Reichen gewinnen, wenn ihr Spieler gewinnt.

Was sagt der Erfolg dieser Serie über uns Menschen im Kollektiv aus? Erschreckend an der Serie ist wie die Teilnehmer_innen, nach einer anfänglichen Manipulation, freiwillig(!) in diese Takeshis-Castle-Spiele hineingehen. Begründet wird der ausgeschaltete Überlebensinstinkt mit der verschuldet verzweifelten Situation nach der die Teilnehmer_innen explizit ausgewählt wurden.

Und hier wird mensch auch subtil in ein Paralleluniversum geholt. Mein Kopf sagt, Menschen in dieser Realität verhalten sich nicht so, auch wenn sie verschuldet sind und das Geld wäre bei einem freiwilligen NEIN ja nicht verloren, es wäre nur verteilt auf die Angehörigen der Toten anstatt bei den Gewinnenenden, die bis zum Schluss durchziehen und dann kaum Freude haben dürften, bei diesem dreckigen mit Schuld beladenem Geld.

Aufwühlend auch wie der Spielmacher aus einer Art Herzfrequenz agiert und Euphemismen wie Gerechtigkeit und Gleichheit benutzt werden. Mich wühlte auf, dass die spiele vom Stil her wechselten von theoretisch kann es jeder schaffen hin zu, die Spiele sind so ausgelegt, dass „disqualifiziert“ werden muss.

Ich kann die Serie nicht empfehlen, aber ja ich muss darüber sprechen. Ja, ich habe sie auch angeklickt und was passierte? ich habe die 9 Folgen in einem 9 Stunden Rausch durchgesuchtet. Diese Serie hat auf jeden Fall diesen intensiven Sog-Effekt und bei mir ein Gefühl von nicht Stoppen können ausgelöst. Habt ihr den Hype mitbekommen, habt ihr die Serie gesehen, werdet ihr sie euch ansehen?

Spon 13.10.21

9 Strangers


An den letzten Vier Dienstagen haben sich eine Gastgeberin und 9 zum Teil strange (im Sinne von fremd/unbekannt) Gäste getroffen. Zu einem Buffet, dem Schauen von zwei Episoden von #9Strangers auf einer Beamerleinwand und einem anschließenden Austausch darüber was uns berührt hat.

Eine Traumalternative zum allein vorm Lappi wegsuchten. Danke dafür. Die Serie handelte von einem Retreat in einem spirituellen Zentrum und so zeigte die Serie viele Sachen, die im Mainstream nicht oft vorkommen, mir und sicherlich dem Mainstream meiner FB-Timeline methodisch aber bekannt sind.

Gleichzeitig ist die Serie zum Teil noch voll weit weg von der Tiefe, die ich in der spirituellen Szene erlebt habe. Vor allem sprachlich hängt die Serie noch in dieser typischen „alles gut“ Sprache fest und ich saß oft da und habe innerlich die Retter/Savior/Kontrollinstanzen angeschrien mit „Trust the Process“.

Aber für das Niveau das wir zurzeit haben war es ein großartiger Figuraufbau von halt reichen Amerikaner_innen, die sich dieses Zentrum leisten können. Die Gruppendynamik, ich liebe Gruppendynamik, war phänomenal gut und auch die Spiritualität kam ziemlich gut weg, was bei unserem Mainstream ja eher nicht so ist.

Für mich ist klar, dass die Serienmachenden ans Licht angebunden sind und sie ein großartiges Geschenk für den Mainstream kreierten, weil die Serie die Matrix durchbricht. Sie ist höher angebunden als weltlich/fachlich/methodische Programme. Vor allem die komplexe und strahlende weibliche Guru-Figur, die elfenhaft und inklusive ihrer Dunkelheit durch Nicole Kidman gespielt wird, ist für mich eine der besten Mini-Serienfiguren, die ich je erlebt habe.

Der Extremste Gegensatz zu #Squidgame und diese Serie kann ich aus vollem Herzen empfehlen und dieser Serie wünsche ich einen bahnbrechenden Erfolg sowohl in der Spiriszene als auch im Mainstream. Also auf jeden Fall schauen und danach könnt ihr gerne mit mir in Kontakt gehen, um euch mit mir auszutauschen.

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Keine Zeit zu sterben

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Knapp 2 Jahre wurde die Premiere vom letzten Daniel Craig James Bond verschoben. Pandemiebedingt, was mich schon auch leicht ärgerte, aber klar nen Film in dem irre Bösewichte die Welt mit nem Virus verseuchen wollen, war denen dann wohl doch zu heikel und eine zu krasse Verschwörungserzählung.

Ich bin wahrlich kein James-Bond-Fan, komme in die alten Filme kulturell nicht rein, die Dialoge und Actionsszenen und das Flirtverhalten touchen mich einfach nicht.

Casino Royal war mein erster Bond, im Übrigen auch der erste mit Daniel Craig. Für mich war das damals ein MUST-SEE-Film, weil dort gepokert wurde und das damals mein Sport und ein Mega Hype war. Ich könnte mich jetzt hier darüber auslassen wie falsch und fehlerhaft Poker in den meisten Mainstreamfilmen und auch Serien dargestellt wird, so dass es ein wirklich unrealistisches Bild entsteht, aber das ist glaube ich ein eigener Blogeeintrag.

Schon im Jahre 2007 produzierte mein jüngerer Bruder einen generischen Bond-Trailer, der auch passend zu dem 2021 Bond eindeutig vorhandene Dynamiken spoilert. Urlaub, Cocktails, Schießereien und Frauen, aber ja, dieses Mal gab es keinen Fallschirm beim Sprung aus dem Flugzeug, sondern ein Mini-Graviations-Flugzeug-Tauchboot.

Bitte Liken und Teilen

Ich gönnte mir heute die Deutschland-Premiere von „James Bond – keine Zeit zu sterben“. Sie hatten ja jetzt zwei Jahre Werbung machen können und mussten ihn unter Verschluss halten und hoffen, dass keine Spoiler an die Öffentlichkeit gelangen. Diesbezüglich lade ich euch auch ein, den Film so schnell wie möglich zu sehen. Am Besten noch vor dem 11.10.21, denn da könnten für Ungeimpfte nochmal ca. 20€ für ne Testung zum Ticket und Verpflegung draufkommen.

Und ja, der Hype war spürbar. Billie Superstar Eilish macht den Eröffnungssong. Der oscarprämierte Darsteller von Freddy – fucking legend – Mercury sowie Christoph Waltz sprechen für eine hochkarätig charismatische Besetzung der „Schurken“. Der Daniel-Craig-Bond ist als Figur unfassbar gut aufgebaut. Es ist sein fünfter und letzter Teil, es hat sich psychologisch enorm viel bei ihm angestaut und es gibt auch in der spirituellen Szene bekannte, vor allem in den Rauhnächten, Loslassrituale. Er hat eine emotionale Facettenbreite und -tiefe, die nie zuvor hätte da sein können. Ich bin lange nicht von männlichen Hauptfiguren emotional so bewegt worden. Absoluter Pluspunkt ist ja auch, dass es eine Art Filmuniversum ist und Handlungsstränge sich über alle 5 Teile durchziehen. Das ist nochmal ne größere Leistung als für einen einzelnen abgeschotteten Film ne Handlung zu kreieren. Für mich der mit Abstand beste Bond aller Zeiten, wobei mein Maßstab aber alters und Sozialisationsbedingt sehr verzerrt sein mag. Dieser Eiserne Mann hat sich seine Ruhestand redlich verdient.

Und klar, mein Mind könnte auch ins Kritische gehen, was sich vor allem auf kleinere Gefühle des „Nicht-Verstehens“ zusammenfassen lässt, weil ich die ganze Überdynamik jetzt auch nicht auswendig im Kopf habe und Minidetails jetzt nicht vollends schlüssig erklärt werden, aber das machen Actionfilme oft, weil bei der Action das unterhaltende Element liegt und nicht in der 100% Kohärenz.

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Kommentar zu Deutsche Wohnen und CO enteignen

Hier mein überarbeiteter Kommentar zu diesem Posting:

Ich habe auch mit JA gestimmt.

Der Entscheid macht übrigens in erster Linie Druck auf den Senat, (Bezug zum Text unten) rein formal nur indirekt aufs Abgeordnetenhaus. Die Abgeordneten sind frei in ihrem Gewissen und müssen nicht für eine Enteignung stimmen, bloß, weil es dieser Volksentscheid mehrheitlich so wollte.

Hauptproblem und auch Grund für die hohe Zustimmung war ja eben, dass der Volksentscheid aufgrund einer Formalie nicht bindend gewesen ist. Diese Formalie ist, dass kein Gesetzentwurf abgestimmt wurde, sondern ein Handlungsauftrag an den Senat.

Dieses Senat ist jetzt frei in seiner Geschwindigkeit und seinem Energiereingeben diesem Anliegen der Bürger_innen zu folgen.

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Es ist ein sogenanntes Imperatives Mandat, was ich sehr demokratietheoretisch auch immer sehr gerne problematisiere, weil es eine massive Systemische Störung beinhaltet. Eine Institution (Die Wählenden, das A-Haus, die Legislative) kann Rahmenbedingungen setzen für eine andere Instiution (die Politiker_innen, der Senat, die Exekutive), die dann auf dieser Grundlage frei handeln darf. Was aber problematisch ist, wenn die eine Institution die andere Institution gegen ihren Willen ihren Gestaltungsraum kontrolliert, wie sie Rahmenbedingungen zu gestalten hat, weil das in Widerspruch zum freien Gewissen steht, was ein enorm hoher Grundwert in einer Demokratie darstellt, der auch so im Gesetz steht. OK, Thema ist komplex und ich habe mich umständlich und unvollständig unterkomplex ausgedrückt, aber egal: ich mache ein Beispiel:

Wäre ja auch witzig bis absurd, wenn jetzt eine SPD-CDU-FDP Regierung an die Macht kommt, also drei Parteien, die sich gegen Enteignung ausgesprochen haben und den Senat stellen. Dieser Senat müsste dann den Volksentscheid gegen das Versprechen an ihre Wähler_innen umsetzen, weil das der Wähler_innenwille ist.

In diesem Prozess muss dann noch ein Entwurf an das A-Haus vorgelegt werden, weil der Senat, auch nach so einem Volksentscheid keine Gesetze beschließen kann. Das Abgeordnetenhaus kann es zerreden und dem Entwurf eine Mehrheit verweigern. Dann ist der Senat dem Volksentscheid nachgekommen ohne dass es eine Enteignung gibt. Wie gesagt, die Abgeordneten im A-Haus sind ihrem Gewissen verpflichtet und es kann sie niemand zwingen so abzustimmen wie es 57% der Wähler_innen wollten. Falls es doch zu einer Mehrheit kommt, dann kommt es mit Sicherheit zu Klagen der Vermietenden und auch hier entscheidet der Senat, wieviel Energie sie in die juristische Verteidigung stecken werden.

Im Übrigen enteignet der Staat für Autobahnen und Kohleabbau. Die Möglichkeit der Enteignung für öffentliches Interesse steht im Grundgesetz und Berlin könnte das auch kostenneutral machen, durch die Mieten die Kredite abzahlen und irgendwann darf auch mal eine kleine Rendite, eine sehr schwarze Null für den Landeshaushalt abfallen, wobei natürlich noch öffentliche Träger zwischengeschaltet sind wie Degewo usw. Das darf mensch auch nicht vergessen, das ist dann sone Mischung aus öffentlich-rechtlich und halb-privat-halb Staatlich. Ist auch nochmal ne eigene Discussion wert.

Ich möchte aber auch das kurze Wähler_innengedächtnis remindern, dass der Rot-Rote Senat, der einen Verschuldeten Haushalt nach dem Berliner Bankenskandal von CDU-SPD übernommen hat in den Nullerjahren unfassbar viele Wohnungen verramscht hat für vor allem kurzfristige Haushaltseffekte (Plus Langfristige Zinseinsparungen).

Die Privaten haben damals dran verdient, die Wohnungen günstig von nem überschuldeten Senat zu kaufen, weil sich das natürlich wunderbar mit Gewinnen verrechnen lässt und somit ein Supersteuersparmodell ist, dann haben sie in 10 Jahren die Mieten gefühlt verdoppelt und ihre Rend(m)i(e)te kassiert und jetzt verkaufen sie mit Gewinn wieder.

Im Vorfeld war Deutsche Wohnen und Vonovia anzumerken, dass sie keine Angst vor dem Volksentscheid hatten. Vonovia machte Übernahmeangebote zum Kauf. Wenn wirklich Gefahr einer Enteignung bestände, dann kaufe ich doch nicht kurz vorher das Zeug auf oder ich übersehe was, weil ich nicht full information habe.

Dazwischen war kurz vor der Wahl in diesem Zusammenhang noch ein Verkauf von 14.000 Wohnungen vorgesehen, weil da natürlich wieder eine ordentlich olygopolistische Marktmacht entsteht. Diese Wohnungen wurden für 2,4 Mia an den Senat verkaufte. (Die Zahlen sind nicht überprüft, sondern hörensagen:) Das fünffache von dem wie sie damals vom Senat an die Privaten verkauft wurden. Und der Witz ist, dass der Senat schreibt, dass der Kauf zu „Marktpreisen“ kostenneutral war, weil die aufgenommenen Schulden durch die Mietrendite abgezahlt werden kann, was der Senat bei einer Enteignung abstritt, dass sie kostenneutral ist, obwohl die selben Regeln gelten.

Die Privatwirtschaft und da vor allem Aktienbesitzende freuten sich riesig über Gewinne zulasten von öffentlichen Haushalten. Sie beherrschen das Spiel, werden immer reicher und reicher, während die öffentlichen Haushalte ausbluten und enorm verschuldet sind, was zu lasten von Sozialausgaben und Infrastruktur geht.

Mein Gefühl ist, dass die Konzerne sehr zuversichtlich und entspannt sind und da oben mehr juristisches know how, Drähte und finanzielle Power haben werden, den unverbindlichen Volksentscheid jetzt in Senatsprozessen, A-Haus-Abstimmungen und juristischen Verfahren zu sabotieren, als die Initative „Deutsche Wohnen und Co“ Power hat auf die Vorgänge in ihrem Sinne Einfluss zu nehmen.

Bei den Grünen hieß es auch nur, dass Jarrasch dafür ist, um hinterher für die Grüne Politik eine gute Verhandlungsposition gegenüber den Vermietenden zu haben, aber insgeheim auch eher kritisch ist gegenüber Enteignung. Also auch von den Grünen können wir nur halbherziges Engagement erwarten.

Die Linkspartei steht formal als einzige voll und ganz hinter der Initiative und eigentlich finde ich es für eine sozialisitische(!) Partei unverantwortlich sich in Koalitionsverantwortung an dieser Privatisierungswahn beteiligt zu haben. Selbst auf die ist kein hindertprozentiger Verlass.

Meine persönliche Empfehlung an die Initiative ist es sich darauf vorzubereiten mit einem Gesetzentwurf einen zweiten Volksentscheid vorzubereiten. (Aber das hat aus strategischen Gründen natürlich noch Zeit) Wenn ein Gesetzentwurf vorliegt, dann ist kein unverbindlicher Handlungsauftrag mehr, sondern hat die Power eines Abgeordnetenbeschlusses. (Das wäre dann Rahmenbedinungen schaffen auf dessen neuer Grundlage, dann Abgeordnete und Senatsmitglieder weiter frei sind ihrem Gewissen zu folgen) Und klar, der Entwurf wird auch vorher geprüft und kann auch hinterher von Gerichten kassiert werden.

Und noch ein Punkt ist wichtig: die Wohnungslobby hat kaum gegen den Volksentscheid gekämpft und die Berliner_innen konnten easy zustimmen als „Zeichen“, als Protest gegen zu hohe Mieten, weil der Entscheid ja keine ganz konkreten, direkte und verbindlichen gesetzlichen Folgen hatte.

Wenn ein Gesetzentwurf zur Abstimmung gestanden hätte oder stehen wird und der Entscheid verbindlich wird, dann wird die Lobby auch viel mehr Einfluss auf die Mindsets der Bevölkerung nehmen und eine Mehrheit (vielleicht sogar das Quorum von 25% außerhalb eines Wahltages) muss dann wirklich erkämpft werden und ist dann nicht mehr safe.

Appropo Geld, wem meine Auffrischungen an das Wähler_innegedächtnis oder meine Einordnung zum aktuellen Volksentscheid mit seinen Systemischen Problemen was wert ist, darf gerne mal eben schnell mein Paypallink nutzen. Und ja es ist nur ein Blogartikel, keine Coachingsession, der Betrag, darf sich also auch in Dezimalzahlen hinterm Komma ausdrücken.

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demokratietheoretische Wunschkonstellation als Vision

Ich möchte nochmal eine demokratietheoretische Facette aussprechen in Bezug auf das Thema Kanzlerkandidat_innen im Wahlkampf. Die Bürger_innen wählen keine_n Kanzler_in, sondern Fraktionen in den Bundestag, obwohl im Wahlkampf was andere suggeriert wird.

Es ist natürlich erlaubt Spitzenkandidat_innen zu haben. Aber auch Spitzenkandidat_innen können in die Verhandlungen gehen und am Ende sich für ganz anderes Regierungspersonal entscheiden. Bspw. für Fachmenschen. Die personelle Zuspitzung auf einen Zweikampf am Ende des Wahlkampfs nervte mich, weil es nicht um Inhalte, sondern um Personen ging. Und ja, es funktioniert ja leider, deswegen gibt es auch ein Interesse von den Großen, die von Kanzler_innenbonus profitieren daran festzuhalten.

Und ja, die Linke hat am Ende durch diesen Effekt die 5% Hürde verloren, weil Menschen aus dem Linken Lager ihre Stimmen taktische nach oben geben mussten und Scholz wählten, damit er den Spitzenplatz gegen die CDU gewinnt und eine linke Regierung anführen kann und manch einer aus dem rechten Lager, vielleicht AFD-Anhänger haben die CDU gewählt, um Scholz oder Rot-Grün-Rot zu verhindern.

Die Energie geht in diesem System von unten nach oben (auch beim Geldsystem) und das ist normalisiert und grundfalsch.

Im Bundestag gibt es jetzt quasi eine rechte Mehrheit, da Rot-Grün-Rot weniger Stimmen hat als CDU-FDP-AFD. Nur mal um sich das bewusst zu machen, wenn mensch ein simples linksrechtsschemata anwendet auf unsere repräsentierte Demokratie, wo die Deutschen gerade stehen.

Jetzt ist die Debatte zwischen Ampel aus SPDGrüneFDP oder CDUGrüneFPD. Ich bin froh, dass nicht über Große Koalition oder Deutschlandkoalition diskutiert wird. Danke dafür.

Traditionell heißt es immer, der Wahlgewinner, also die Stärkste Fraktion lädt ein und in diesem Zusammenhang wird Laschet als „Wahlverlier“ das Recht ein wenig abgesprochen. Aber es ist nur ne Tradition, ne Geste von Demut und Höflichkeit.

Laschets Rede gestern war leicht katastrophal. Der Dank an Merkel ein historischer und voll emotionaler Moment. Merkel hatte Tränen in den Augen. Dieser Moment hätte mit Stille gehalten werden müssen, bis der Applaus von alleine abklingt. Laschet labert aber zweimal in den Applaus rein und holt sich die Kontrolle zurück um um auf seiner Bla-Frequenz seine Rede zu halten. Während alle Politiker_innen die Floskel wiederholen „erstmal das Endergebnis abwarten“ labert er was von Führungsanspruch, zu einem viel zu frühen Zeitpunkt.

Söder hatte das vorher ausgeschlossen. Aber gut wirft ihm keiner vor. Es gibt einfach Menschen bei denen bleiben Aussagen kleben, wie bspw. damals Schulz und es gibt Menschen wie Söder, die können echt gut mit dem Moment fließen und denen haften alte Aussagen nicht so an. Heute am Montag ist in der CDU eine scharfe Debatte entbrannt. Die Worte wurden relativiert, ohne dass das Basteln an einer Jamaika-Koalition aufgegeben wurde.

Die CDU hat Platz zwei. Rein Formal geshehen hat sie nicht „verloren“. Nur in Bezug zur letzten Wahl. Aber auf den Moment betrachtet hat sie 24% der Stimmen GEWONNEN. Sie hat einen Auftrag ihrer Wähler_innen möglichst viel ihrer Politik durchzusetzen. Und den Wähler_innen der CDU war vorher bekannt, dass Laschet der Kandidat war. Schulz hat auch nur 26% der Stimmen. 74% der Wählenden haben ihn nicht gewählt. Er ist jetzt auch kein Gewinner, wie ein Wahlkreiskandidat. Er muss sich jetzt auch dem harten politischen Wettbewerb stellen und Mehrheiten für seine Politik und sein Personal gewinnen, auch für sich als Kanzler. Und dafür braucht er ja die Zustimmung von GrüneFDP und die haben ihn ja nicht automatisch zu wählen, bloß weil er der Wahlgewinner ist. Das würde ihren Freienn Willen ja einschränken, Ihre Freiheit sich für ihre Wähler_innen die bestmögliche Konstellation rauszuhandeln. Die haben auch ihre Interessen.

Und der Witz ist, dass es nicht nur die Tradition gibt, die stärkste Fraktion lädt zu Gesprächen ein, nein jetzt laden sich die Drittstärkste und Viertstärktste Fraktionen gegenseitig ein. Sie reden zuerst miteinander, weil sie sowohl bei Jamaika als auch bei Ampel zusammenarbeiten müssten. Ich finde das richtig gut. Und es ist spannend und es steht für Grün-Gelb viel auf dem Spiel.

Wenn die Grünen Schwarz Gelb stützen, dann werden sie Reactions in ihrer Basis bekommen und laufen Gefahr abgestraft zu werden. Wenn die FDP Rot-Grün stützt droht ihnen das Selbe. Es wird also spannend, wer nachgibt und das wird von Habeck gut formuliert: Es ist eben nicht so, dass Grün Schwarz-Gelb stützt oder Gelb Rot-Grün stützt. Es muss dann „ein eigenes Projekt sein“.

Es kann eine Wirtschaftskoalition mit Klimaschutzfokus werden oder eine soziale Klimaschutzkoalition mit steuerpolitischer Vernunft. Es geht um das Projekt und Habeck/Lindner/Baerbock bereiten das mit Größe vor. Keiner kam vorher auf die Idee Auschließeritis zu betreiben, obwohl der Impuls aus identitätspolitischer Wähler_innenmobilisierung sicherlich da war.

So und jetzt nochmal zu dem Punkt, der mir wichtig ist: Dieses Koalitionsprojekt entscheidet dann über Inhalte und Personal. Sie haben das Mandat der Bürger_innen und sind jetzt frei und nur ihrem Gewissen verpflichtet. Klar es ist naheliegend, dass Laschet Jamaika anführt und Scholz die Ampel.

Aber rein theoretisch (ich muss das Wort theoretisch wiederholen, weil ich nur was klar machen will) können jetzt die Grüne und die FDP-Fraktion einen Block bilden und was aushandeln. Einen hohen Preis. Ein Paket mit dem sie auf SPD oder CDU zugehen. Weil sowohl SPD will den Grüne-FDP-Block als auch CDU will den Grüne-FDP-Block. Sie könnten rein theoretisch den Preis hochtreiben, durch die Kraft der Einigkeit und Geschlossenheit. Zusammen haben Grüne und FDP 26,3% der Stimmen und somit zusammen mehr Abgeordnete als die SPD oder die Unions-Fraktion.

Rein theoretisch könnte dieser größere Block sich auf einen Kanzlerkandidaten/in einigen. Das könnte Baerbock, Habeck oder Lindner sein und mit diesem Angebot gehen sie dann in Verhandlungen mit SPD oder CDU. Die SPD oder CDU kann nein sagen oder sich dafür viele Inhalte oder viele Ressorts aushandeln, dafür, dass sie auf den Kanzler_innenposten verzichten müssen, weil sie dann auf einmal der kleinere Koalitionspartner gegenüber der starken Fraktion Gelb-Grün sind. Es kann dann sein, dass Baerbock Bundeskanzlerin wird in einer GrünGelb-Schwarz oder GrünGelb-Rot Koalition.

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Wir könnten eine der international anerkanntestes Koalitionen mit vollem Fokus auf Internationale Klimaabkommen kreieren, die mit Innovation, wirtschaftlicher Vernunft und viel Freiheit und Abschaffung der Solidaritätssteuer die Wirtschaft in Deutschland wachsen lässt und die innovativen Produkte, die dann Deutschland entwickeln wird, weltweit exportiert wird. Wir werden wieder Exportweltmeister und sind international anerkannt, haben einen Wirtschaftsaufschwung, bringen Menschen in Arbeit, bekommen digitalere Behörden und schnellere Genehmigungsverfahren. Als Ausgleich für Abschaffung der Solidaritätssteuer für die lettzen oberen 10% könnten wir noch ne kleinere Steuerreform machen und neue Spitzensteuersätze einführen, für ganz hohe Einkommen ab 250.000 und ab 1.000.000 Mio €. Die Superreichen machen da auch gerne mit und freuen sich ihren Beitrag für staatliche Investitionen in Klimaschutz, staatliche Investitionen in energetische Sanierungen sowie Bildung und Digitalisierung der Verwaltung und Sozialpolitik, vor allem für Familien zu leisten, weil sie wissen, dass sie davon auch profitieren und es ihren Unternehmen gut tut, dass auch der Staat für einen gewissen Einnahme-und-Ausgabe-Flow sorgt. Weiterhin sorgt die CDU, die den mir noch unbekannten Außenminister stellt, dass wir mit Russland Friedenspolitik mit Russland bspw. über die Nutzung von Nordstream II für eine Energieintensive Bedarfszeit während des Kohleausstiegs sorgt und damit Frackingimport verhindert wird. Wir machen eine friedvolle Außenpolitik und fangen an uns auf kleiner Wirtschaftskriege und gerechte Handelsabkommen einzustellen, wo der Staat mit Zöllen wieder mehr regulieren kann in Ökologische, Arbeitnehmer_innen, Kinderarbeits, Gesundheitsstandards usw.

In der Sozialpolitik ist endlich mal Zeit ohne die verfickten Sozialbürokrat_innen eine große Reformen durchzusetzen. Die SPD will weg von HartzIV kommt aber über eine Namensänderung nicht hinaus, weil sie gefangen sind in ihrer Denke von Gerechtigkeit, dass alles immer im Einzelfall geprüft werden muss, damit es ja ganz genau gerecht ist, müssen sich die Menschen nackig machen vor dem Staat. Es kommt stattdessen das Liberale Bürger_innengeld, was die Grüne Grundsicherung für Kinder impliziert. Viele der Dutzenden Sozialleistungen werden zu einer Pauschale zusammengefasst. Endlich gibt es dadurch Elternunabhängiges Bafög. Die ganzen verschiedenen Leistungsbehörden können abgeschafft werden, das Finanzamt wird gleichzeitig Auszahlungsstelle. Die Antragstellung, das nackigmachen vor Ämtern, das Bittstellen fällt weg. Auch die Sanktionen. Menschen bekommen die dieses Bürger_innengeld und wenn sie gefördert werden wollen, wenn sie eine Maßnahme oder Minijob oder Beratungsgespräch oder psychosoziale Beratung wollen oder für den ersten Arbeitsmarkt beraten werden wollen, dann müssen sie um einen Termin beim „Jobcenter“ das mit anderen Sozialen Behörden zusammengelegt wurde und wo wirklich viele Einzelfallsozialarbeiter sitzen, die für verschiedenste Anliegen Ansprechstation sind. Der Fokus ist der eigene Wille und das was die Menschen brauchen. Nicht diese ultrateure Trägerinfrastruktur, wo die ganzen Parteien ihre Leute mit Projektgeldern versorgen und Menschen dann in Mapnahmen stecken, die der Trägerindustrie Millionen Privatgewinne beschert und wo das Hauptziel ist Leute „sinnlos“ zu beschäftigen, damit sie aus der Arbeitslosenstatistik fallen. Die Angebote werden in Zukunft auf die freiwilligen Nachfragen ausgerichtet.

Ansonsten werden die, die nicht arbeiten respektvoll in Ruhe gelassen, dass sie sich um ihre Gesundheit, ihr Ehrenamt, ihre Familie kümmern können oder ihr Leben bekifft vor der Playstation auf Staatskosten verdatteln können. Es kostet Kraft, die Leute retten zu wollen und es bewirkt durch Trotz und Vermeidungsstrategien oft das Gegenteil. Wenn sie in Ruhe gelassen werden in ihrer Freiheit, dann entsteht in ihnen Raum, wo sie irgendwann von alleine kommen können und um Hilfe bitten dürfen und dann ist das ein Ressourcenstarkes Jobcentersozialamt da, das individuell zuhört und eine große, breite Palette an Tools anbieten kann.

Die Eigenverantwortung, die Zuverdienstanreize steigen. Die Anreize nicht arbeiten zu gehen verschwinden, bspw. mit der 80% oder 100% Verrechnung. So wie HartzIV ArbeitslosengeldII und Sozialhilfe zusammengelegt hat, so wird dann ALG I und ALG II auch zu diesem Bürgergeld zusammengefasst, egal wie laut die Sozialdemokrat_innen und Gewerkschafter in der Opposition schreien. Die dürfen dann endlich mal die Opposition genießen, nachdem sie soviel Verantwortung für Hartz IV hatten. Das Geld fließt. Der Fokus und der Druck sinkt. Freiheit und Luft zum atmen entsteht, welches die wir-müssen-alles-gerecht-machen-sozialbürokratie, welche die Sozialdemokratie aufgebaut hat verhindert hatte. Die SPD hat 19 der letzten 23 Jahre regiert. Die Leute verwechseln so oft dieses Sozial mit „Sozial“. Wir haben hier eine sehr toxisches System zwischen White Trash bis Mittelschicht und der „gut gemeinten“ zig tausend-sozialen-Leistungen-Ämter-Bürokratie. Behörden, die selber nicht mehr durchblicken, dich hin und her schicken und die sich alle widersprechen und einen Bürokratiemarathon mit zig Laufzetteln verursachen. Ich möchte ein Deutschland in dem das konsequent und kompromisslos abgeschafft wird und das geht nur ohne SPD.

Ja, das ist meine Vision für die Realpolitik. Jamaika unter Grüner Führung. Klimaschutz worldwide first, Habeck/Baerbock als Kanzler_innendou, weil auch Spitzenposition mit Mann und Frau oder mit zwei Leuten besetzt werden können (ja, können sich viele nicht vorstellen, aber die beiden harmonieren und dann funktioniert auch die Arbeitsteilung und beide können ja nen kleinen Gehaltsverzicht einbauen und gleichzeitig ein wenig mehr Zeit für ihre Kinder und Familien haben. Auch das dürfen wir uns bei Spitzenpersonal angewöhnen. Moderne, kinder und Familienfreundliche Modelle. Wir können nicht nur Arbeitsroboter_innen wie Merkel oder Männer haben. Wenn wir weiches und weibliches Personal wollen, dann müssen wir auch Doppelbesetzungen von Spitzenposten zulassen. Und ich gönne sowohl Habeck als auch Baerbock die Kanzler_innenrolle gleichermaßen.

Dieses Jamaikaprojekt steht für Innovationsschub, Bürokratieabbau, Schuldenbremse, Autonomie, Friedenspolitik und Energiepolitik mit Russland und einen enormen Einfluss auf die Nato, dass sie eine Abkehr vom 2% Rüstungsziel macht, weil wir uns jetzt entscheiden müssen keine Nato-Angriffs-Verteidigungskriege mehr zu machen, weil wir ja sehen, dass wir leider gegen sone Hinterwelter (ja, hier kann ich nicht _innen_gendern) wie die Taliban verlieren. Das ist Scheiße, aber wir fokussieren uns jetzt auf die Rettung des Planetens und darauf wie heiß unser Planet die nächsten 1.000 bis 5.000.000.000 Jahre sein wird und wieviel Fläche Land wir durch einen steigenden Meeresspiegel verlieren, was übrigens unumkehrbar ist, wenn die Arktis ersteinmal geschmolzen ist.

Und ich übertreibe nicht. Die nächste Legislaturperiode in Deutschland, die nächste Regierung wird weltweit in der Menschheitsgeschichte die wichtigste aller Zeiten sein. Und nein, wenn wir mal die Realität anerkennen, dann ist das nicht pathetisch. Sondern Realpolitik der Mitte, dies einfach die physischen Notwendigkeiten verstanden hat. Wir haben einen enormen Einfluss auf die Welt. Jedes Schlafen der Rentner_innen, der Wirtschaft, jedes verweisen, „aber die anderen“, „und China muss doch zuerst“ usw. muss jetzt konsequent durchbrochen werden. Klar in einer Demokratie müssen wir soviele wie möglich mitnehmen. Aber große Krisen erfordern manchmal halt auch ne Ökodiktatur, wenn die Demokratie sich zu sehr selbst im Weg steht, sich bremst, in einer kognitiven Dissoziation gefangen ist, dann müssen Paternalistische Eliten die Unbewussten und trotzige Masse retten, in dem es den Überlebensraum der trotzigen Masse gegen Widerstände rettet und im Vertrauen sein, dass die Dankbarkeit kommen wird. Es kann notwendig sein das Übel Klimakatastrophe mit einem anderen Übel zu verhindern. Wie bspw. Verboten und Einschränkungen und fiskalen Steuerungen am Wohlstand. Die AFD wird aufpassen, dass sich die Klimaschutzdikator_innen nicht verarschen lassen von einer New Green Deal Wirtschaftselite, die unter Greenwashing Gesichtspunkten, Lebenszyklen von Autos verkleinern wollen, weil das die Gewinne fördert und dann Elektroautos gekauft werden, die in der Klimabilanz mit Herstellung, Rohstoffgewinnung und Verschrottung keine Mogelpackung sind.

Diese Ökodiktatur wird dann aber mit bürgerlichem und wirtschaftlichen Korrektiv durch Union und FDP sehr gemäßigt ausfallen und insgesamt sehr viel Power haben werden, um die Interessen des Deutschen Schlaf-Michel (sorry, nicht gendergerechter Terminus) mitzuvertreten, so dass er sich mitgenommen, gesehen und geherzt fühlt.

Und ja liebe Politik. Ich bin gerade Jobsuchend. Ihr könnt mich gerne als Berater einstellen oder nach meinem Paypallink fragen für Spenden, wenn euch meine Inspiration ermutigt.

Aho (=ich habe meine Wahrheit für den Moment fertig gesprochen, jetzt dürft ihr reagieren, was der Artikel mit euch macht und das in die Kommentare schreiben.)

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26.09.2021

Ich bin mal zu FB gewechselt mit dem Schreiben, wei die Zeit drängte und ich dachte, dass es bei FB schneller geht. Pustekuchen wurde wieder nen langer Text. Aber im Kommentar ist die ultrakurzfassung. Könnt gerne drunter kommentieren was ihr wählt (ggf. wo.)

Ich bin voll krass im Wahlfeld drin. 2006, 2011 und 2016 war ich ja Kandidat und ich brauchte die Identifikation um klar zu sein, was ich wähle. Die Bundestagswahlen 2013 und 2017 waren schon enorm hart für mich.

2002 habe ich die Linke gewählt. 2005 und 2009 die Gründen. 2013 war ich ausgestiegen bei den Grünen und die Eurokrise war mächtig am Dampfen. Da habe ich schon gemerkt, dass was im festgelegten Rahmen der Realpolitik nicht stimmt. Ich resonierte enorm mit der Professor_innenpartei um Bernd Lucke, da die Euro-Schuldenkrise enorm am eskalieren war. Ich teile mein FB-Posting vom Wahlsonntag 2013. Am Ende hatte ich noch nen paar Grüne in meiner Freundesliste und die gaben mir mit dem Homophobie-Argument nochmal den letzten entscheidenden Kick mit beiden Stimmen Grün zu wählen.

Im Jahre 2017 war ich in nem State wo ich wirklich nicht mehr die Grünen wählen wollte. Ich war traurig und frustriert, dass die Violetten tot waren. Tiere töten ist son Thema was bei mir enooorm zieht. Ich ärgerte mich, dass es drei Kleinparteien gab, die sich mit diesem Thema die Stimmen wegnahmen. Die Tierschutzallianz, die Tierschutzpartei und die V3 Partei. Diese Spaltung ärgerte mich zutiefst. Letztendlich wählte ich die V3-Partei mit meiner Zweitstimme, sie traten professionell und selbstbewusst auf. Im Gespräch mit denen warum sie gegen die Tierschutzpartei antreten, meinten sie, dass die Tierschutzpartei schon so lange ohne Erfolg antritt. Dieses Selbstbewusstsein hat mich dann ein wenig manipuliert und ich habe ihnen die Stimme gegeben, auch in der Hoffung, dass sie über die 0,5% Hürde für Parteifinanzierung kommen. Letztendlich bekam die Tierschutzpartei 0,8% der Stimmen und V3 nur 0,2% und die Tierschutzallianz nur 0,1%. Ich ärgerte mich hinterher, weil so keine 86cent durch meine Stimme in den Tierschutz flossen und meine Stimme mal so richtig, richtig ungültig wurde. Ich persönlich wünsche mir immer noch, dass die kleineren mit der Tierschutzpartei fusionieren oder Schwesterparteimodelle machen, dass sie bspw. mit der Tierschutzpartei aushandeln, dass sie bestimmte Bundesländer bekommen, sie aber bundesweit mit einer Liste antreten, so wie es CSU und CDU machen. Dann sind 10 Ländern die Tierschutzpartei wählbar, in 4 die Veganpartei und in 2 Ländern die Tierschutzallianz. Das würde den Wähler_innen helfen und den Tierschutz und V-Parteien um die knappen Ressourcen zu fokussieren.

Gesellschaftspolitisch und von den Werten und lifestyle bin ich linksgrün, von der Wirtschaftsseite, bei Schuldenpolitik, beim Thema Grenzen und beim Thema Islamkritik gehöre ich zur politischen Rechten, wenn ich mal die vereinfachten Schubladen zugrunde nehme, damit ich mich mal mit ner Reduzierung greifbar machen kann. Ich bin radikaler Demokrat und möchte, dass alle Menschen in einem politischen Raum mitgenommen werden von ganz links und ganz rechts (Aber um einen Raum zu synchronisieren braucht es vorher Grenzen). Ich bin auch außerhalb des politischen Systems unterwegs mit meinem Mentalkörper. Wenn ich ein Thema sehe, kommen meine Einordnungsprogramme und das Thema geht dann durch meine systemische Einordnungsreflektionsmaschine. Wenn ich den Gedanken folge, dann reflektiere ich die Energie, die institutionellen Zuständigkeiten, die Gesellschaftsdynamische Relevanz, viele verschiedene Ethik und Werteperspektiven, wie mensch auf ein Thema schauen kann. Ich habe mir ein Werte und Ethikfundament kreiert und habe aber auch gleichzeitig aufgewachte und metabeobachtende Anteile in mir, dass ich auch mein Werte und Ethikkonzept aus einer beobachtenden Perspektive als willkürliches Konstrukt wahrnehmen kann. Ich habe die spirituelle Fähigkeit in Metamentale Räume zu gehen, ich war in der geistigen Welt und alles was ich jetzt wahrnehme muss jetzt auch durch meine Super-Ego und spirituelles Ego Filter. Es gibt Räume wo Rationalität die Irrationalität dominiert. Mensch könnte sagen, dass Rationalität und Irrationalität ausgeglichen sein sollte und in mir gibt es auch die Wahrheit, dass ich in meinen Reisen ins Universum gesehen habe, dass die Irrationalität der millionenfach größere Raum ist und die Rationalität, bspw. der Wissenschaft und des Mentalkkörpers auch nur ein lächerliches Spiel der irrationalen geistigen Welt sind. Und die geistige Welt trifft keine Unterscheidung zwischen Rational und Irrational. Allein das ist schon nen rationales Konstrukt. Ich bin fucking hochsensibel und kann sehr energetisch wahrnehmen, auch wenn ich über Politik rede, dann kann ich Matrix und Felder wahrnehmen.
zurück zur Erdung: die verschiedenen Parteienperspektiven sind in mir integriert. Ich bin halt son Perspektivenversteher. Meine Haltungen wirken oft rational, aber letztendlich funktionieren unsere Systeme halt immer mit Widerstand und Resonanz. Ich bin mir auch der spirituellen Perspektive bewusst, dass das außen Spiegelungen sind und ich habe im Creators Game oder mit the Work erlebt wie du voll fest einer Meinung sein kannst und durch nen Prozess begleitet werden kannst und erkennen kannst, dass du nen ungelöstestes Thema in dir hattest und das ins Außen projiziert hattest. Dann kommen noch geopolitische Reflektionen und ich rutsche schnell in unsere Finanzkonstrukte rein, die so als gegeben hingenommen werden, weil Geld irgendwie immer da ist und vergessen wird, dass das auch ein menschlich, systemisches institutionelles Konstrukt mit Schattenseiten ist. Ich integriere auch Verschwörungstheorien und meine mich aber deutlich vom Klischeeverschwörungstheoretiker zu unterscheiden, auch das Spiel von Identifikation mit Verschwörungstheorien habe ich durchschaut und ich halte es immer agnostisch. Ich weiß nicht ob es stimmt oder nicht stimmt. Ganz krass finde ich bspw. auch die Leute, die Verschwörungen oder Eliten negieren. Ich glaube an nicht der Öffentlichkeit bewusste oder transparente Institutionen und Interessengruppen, die größer sind als unsere demokratischen Institutionen, die im Fokus unserer Politik stehen.

Mein Plan war es im Vorfeld viel darüber rauszuschreiben, meine politische Sozialisation, meine politischen, ethischen und spirituellen Grundhaltungen um dann diesen Artikel zu schreiben, weil ich dann einordenbar bin und greifbar bin. Da wir heute schon einen Tag vor der Wahl haben ist jetzt keine Zeit mehr und ich bin irgendwie auch zufrieden mit der Kurzfassung. Ja für mich ist das die Kurzfassung und die Langfassung trage ich die ganze Zeit in meiner Persönlichkeit und meinem Mentalkörper mit rum und das ist anstrengend. Ich bin in dieser Inkarnation, in diese Gegebenheiten reingeboren worden und wollte verstehen. […]

Also zu dieser Wahl.

Erstmal danke, dass ich ne Wahl habe. Ich habe die Freiheit mir viele Gedanken zu machen, ich habe die Freiheit zwischen vielen Parteien, ich habe die Freiheit nicht zu wählen. Ich habe die Freiheit es mir schwer zu machen und viele Gedanken zu machen und ich habe auch die Freiheit es mir leicht zu machen, meiner Stimme nicht so viel Gewicht zu geben und einfach zu wählen ohne dem zuviel Bedeutung zu geben. Ich habe die Freiheit im Frieden damit zu sein und ich habe die Freiheit mich über die Parteien, das System und die 5% und das Unbewusstsein und die schlechte Auswahl und eingeschränkte Denken in den politischen Instiutionen und die die Entfremdung und Manipulation und Machtspielchen, auch der Medien aufzuregen. Ich habe die Freiheit hier auf meinem Blog meine Gedanken zu teilen und ich habe die Freiheit es sein zu lassen. Danke dafür.

Ich wünsche mir mehr Demokratie. Die Abschaffung der 5%-Hürde, eine Absenkung des Wahlalters und viel mehr Möglichkeiten zu Volksentscheiden. Ich sehe auch Koalitionen kritisch. Ich möchte dass der Bundestag jede Abstimmung frei gibt und dass halt mal Mehrheiten von Rot-Rot-Grün eine Entscheidung treffen, mal Jamaika, mal Kenia, mal Ampel, mal Deutschland-Koalition und ich möchte, dass die Leute es einfach auch mal aushalten, dass wenn die AFD bei einem sachlichen Antrag dafür stimmt und deswegen eine Mehrheit entsteht, dass das auch akzeptiert wird. Dann gibt es eben eine stellvertrende Mehrheit für diesen sachlichen Antrag. Die anderen Parteien sind ja frei jeden Antrag von der AFD abzulehnen und ihnen auch Posten zu verwehren. Abgesehen vom Bundestagsvizeposten. Das ist ne Frechheit gewesen, dass demokratische Parteien der größten Oppositionspartei den Geschäftsordnungsmäßig zustehenden Posten des Bundestagsvize verwehrt haben.

Es braucht am Anfang natürlich trotzdem eine Koalition, welche dann nach der Wahl sich auf eine Regierungschefin einigt. Diese Koalition handelt auch Ministerposten aus. Dann wird die gewählt und diese Menschen gehen dann in die Exekutive. Wichtig ist mir dann auch, dass diese Menschen ihr Bundestagsmandat niederlegen. In der Kommunalpolitik war keiner Bezirksverordneter und gleichzeitig Stadtrat. Und dann geht das Spiel los. Der Bundestag legt mit Gesetzen und einem Haushalt den Grundstein für die Arbeit der Exekutive. Und es ist OK, wenn dann mal Abstimmungen verloren gehen. Wichtig ist, dass die Medien das immer begleiten und das Abstimmungsverhalten veröffentlicht wird, damit es Parteien zugeschrieben werden kann. Und mir ist natürlich völlig klar, dass Opposition auch mal aus taktischen Gründen oder auch schlicht aus Machtgründen dagegen stimmen müssen. Auch das ist OK. Dann müssen sie einfach nur transparent damit sein und dazu stehen. Es wird dann immer der Moment, die Reaktionen, der Parteimitglieder oder in den Medien oder in der Bevölkerung entscheiden, ob die Strategie anerkannt wird oder eben nicht. Und es ist völlig OK, wenn dann mal politische Tauschhandel gemacht werden. Wir haben bspw. eine Minderheitsregierung aus Rot-Grün oder Schwarz-Gelb und die braucht jetzt ne Mehrheit für den Haushalt, die sie nicht hat, dann muss Rot-Grün der FDP oder Linken was anbieten oder Schwar-Gelb den Grünen um eine Zustimmung zu bekommen. Die FDP kann dann sagen, OK, wir stimmen euerm Haushalt zu, wenn ihr im Gegenzug die Solidaritätssteuer abschafft oder die Grünen sagen, wir stimmen euerm Haushalt zu, wenn ihr den Co2 Preis erhöht und den Kohleausstieg 5 Jahre nach vorne zieht. Demokratie ist zwar einerseits eine Mehrheitsentscheidung, aber andererseits kommen durch genau dieses partnerschaftliche und aushandelnde Verfahren auch viele Minderheitspositionen Raum und ich persönlich finde das ganz wichtig, das auch Minderheitsthemen in den demokratischen Prozessen ihren Raum bekommen.

Und da ist unsere Wahlrecht schon ziemlich super. Immerhin kommen hier Parteien über die Zweitstimme ins Parlament und es gibt Koalitionen, wo mal Minderheiten wie Grüne oder FDP mitgestalten durften ein paar Jahre lang. Das reine Mehrheitswahlrecht wie bspw. in den USA mit dem Winner takes it All Prinzip ist für mich Horror. Und dort musste sich zwangsläufig ein zwei-Parteiensystem entwickeln und extrem viele Lobbyorganisationen für Minderheitenrechte, die ständig im Kampfmodus sind. Super anstrengend und polarisiert.

OK…. Samstag 15:27

Ich gehe in die Kurzform. Anders als ich mir den Artikel vorgestellt habe.

Es fehlen die Punkte, die mir politisch wichtig sind, meine Grundhaltungen, die damit einhergehen, dass ich mich vom Mainstreamdiskurs oft nicht gesehen fühle. Aber dieses Gefühl teilen denke ich viele Menschen, auch wenn sie andere Grundhaltungen haben, weil der Mainstreamdiskurs schon echt entfremdet ist zu manchen Stimmungen in der Bevölkerung und ich kann ja ziemlich gut switchen zwischen meiner Realpolitischen Anteil, der den Mainstream identitär ordentlich gefressen hat und meinen anderen Anteilen, die ich oft verstecken musss, weil sie anecken oder ganz spezielle Räume brauchen die ich mit Hochsensiblen spirituellen Menschen kreieren kann oder in safe Workshopspaces.

Ich hatte ziemlich lange überlegt die Basis zu wählen.
Ich mochte ihre Plakataktion sehr, die immer vor allem ein Wort in den Vordergrund stellte und damit anders Frequenzen bediente als Floskeln auf Plakaten. „Mitgefühl“, „Achtsamkeit“, „Kindeswohl“, „Ehrlichkeit“. Es erinnerte mich sehr stark an meine Plakataktion für die Violetten im Jahre 2016, für die ich ja als Spitzenkandidat in Berlin antrat.


Meine FB-Timeline ist natürlich voll von Menschen, die eher in dieser Bubble resonieren und ich habe ne Akzeptanz gegenüber diesen Menschen und sehe sie anders als der Mainstream, der sofort ne ganze Enge und gechargte Kategorie mit Querdenker drüber legt. Es gibt problematische und Toxische Anteile in der Querdenkerszene, ja, aber sie sind auch nur ein Spiegel. Warum haben die Themen soviel Resonanz?
Die erste Systematische Störung kam schon bei der Gründung im Namen. Zuerst hieß es ja Widerstand2020, das war korrekter. Dann ging eine Partei namens WiR2020 unter und jetzt hat sich die Basis festgesetzt und tritt an. Der Parteiname suggeriert Basisdemokratische Positionen. Also ein Fokus auf Mitnahme aller Menschen und ein auskonsensieren gleichzeitig ist diese Partei ein glasklares Sammelbecken für Coronamaßnahmenkritiker_innen, Querdenkende und Verschwörungsgläubige und auch Coronanegierer. Die Position der Partei ist 2G und 3G abschaffen und „keine“ Tests und Masken mehr an und für Kinder. Das sind Extrempositionen. Wenn mensch die Basis nicht denkt, dann könnte mensch denken sie sind für 1G bei dem Plakat. Es hat aber diese Coronaleugnungs bzw. Verharmlosungsfrequenz und das berühten starke Zweifel und Distanz bei mir. Ich bin für 3G mit kostenfreien Tests. Diese Postion vertrat auch mal die Linkspartei bei Hart aber fair. Und auch keine Masken und Tests sind weit weg von dem Ergebnis, wenn die ganze Basis in Deutschland ihre Position auskonsensiert. Ich persönlich würde ja hoffen, dass in einer Gemeinschaft alle Positionen gesehen und gehört werden. In meiner Vorstellung, wenn wir mit 80 Mio Menschen einen Redestabkreis solange rumgeben würden bis ein Konsens rausgekommen ist, wäre das Ergebnis, dass wir auf Freiwilligkeit setzen. Die Kinder dürfen freiwillig Masken aufsetzen und freiwillig testen, niemand wird gezwungen, sanktioniert oder ausgegrenzt. Vielleicht gibt es dann immer noch Leute, die nicht in den Konsens gehen und sagen, nein die anderen müssen aber ne Maske aufsetzen. OK, dann müssen wir extrainfrastrukturen bauen. Schulen festlegen mit Maskenpflicht, für die, die das freiwillig wollen und Schulen mit Freiwilligkeit.

Meine Direktkandidatin zur A-Haus-Wahl habe ich mal bei FB gesucht und sie hat Videos von Captain Future geteilt. Er kam natürlich groß in die Medien, weil er Lieder in einer Polonaise sang ala „ein bißchen SARS muss sein“ oder Aktionen gestartet hat, wo er durchs Einkaufszentrum mobbte und andere Menschen mit „Maske ab“ bedrängte. Maskenpflichtkritik in Einkaufszentren ist OK und ich würde auch die Protestaktionen von Captain Future verteidigen, auch die dürfen sein. Aber mit Maske ab, respektierte er nicht die Freiwilligkeit der anderen. Für mich ist es OK, wenn die Leute Freiwillig Maske tragen, ich darf nicht in ihren Raum rein, genauso dürfen die Maskenträger_innen nicht über meinen Raum bestimmen, was ich im Gesicht zu tragen habe. Letztendlich möchte ich mich aber auch nicht damit gemein machen und dem Energie geben.

Der letzte Auschlag für mich war, dass die Basis einen Kanzlerkandidaten nominiert hat, der in den Medien mit kritischen Zitaten aufgefallen ist. Ich habe das bei der Basis kommentiert und wollte in einen Dialog mit denen gehen. Es gab durchweg nur Medienbashing, also die Quelle wurde gebasht und als Lügenpresse hingestellt, die Leute gingen nicht auf die inhaltlichen Punkte des Artikels ein, die sich der Tagesspiegel ja nun auch nicht ausdenken kann.
Tagesspiegel, „Reiner Fuellmich von „Die Basis“ Der Verschwörungsideologe, der Kanzler werden will“ 20.09.21

Auch wenn die Coronamaßnahmen politische Entscheidungen sind, die mein Leben am meisten spürbar negativ beeinflussen und ich sehr gerne genau zu diesem Thema meine Stimme abgeben möchte fühle ich mich von der Basis nicht vertreten, weil ich irgendwo zwischen der Basis und AFDFDPLINKE hänge. Schade.

Ich war auch in Resonanz zu der Tierschutzpartei. Beim Wahlomat tauchte sie zwar noch hinter Tierschutzallianz und hinter V3 Partei auf. Zur AGH Wahl kandidiert aber nur Tierschutz hier! gegen die Tierschutzpartei an und bei der Bundestagswahl nur V3-Partei. Mich ärgert das und ich empfehle, wenn ihr Tierschutz wählen wollt nur die größte von den Kleinparteien und zwar die Tierschutzpartei. Sie treten in allen 16 Bundesländern an, tauchen in der RBB Umfrage schon mit 3% auf und haben Chancen in die Kommunalparlamente einzuziehen.

Hatte echt überlegt für die zu kandidieren, weil ich Angst hatte vor dem Prozess in dem ich jetzt bin, mich entscheiden zu müssen. Wäre ich Kandidat für die in meinem Bezirk und sogar in meinem Wahlkreis, Wahlkreiskandidat, hätte ich gewusst, wo die Stimme hinkommt. Aber ich bin auch froh nicht kandidiert zu haben, wurde schon ordentlich durch den Fleischwolf* gedreht, dafür dass ich nur Vegetarier bin und durfte mir eine eindringliche „Belehrung“ anhören und bei der Kandidat_innenauswahl kamen sehr toxische Frage. Ich verstehe ja, dass mensch vorher aussortiert, gerade wenn eine Partei Neumitglieder, die kandidieren wollen nicht kennen. Fand das Tool an sich auch gut, denn für die Partei ist es blöd, wenn irgendwelche Spinner_innen auf den Listen die mediale Aufmerksamkeit ziehen und dem Tierschutz Stimmen und somit auch Geld kosten.

Ouchh… die Fragen sind schon sehr sehr, Eng gestellt und ja ich habe eine sogenannte Querdenkerdemonstration besucht. Bspw. die im Mai letzten Jahres, in der die Lockdownmaßnahmen im Infektionsschutzgesetz verankert werden sollten und die Demo am Ende mit Wasserwerfer_innen aufgelöst wurde. Und ich habe echt komplexe Gedanken zu der ganzen komplexen Sache und kann nicht die Frage ob ich das hysterisch einordne mit JA oder NEIN beantwoten. Zum Glück gab es immerhin eine Weiß nicht Option und eine Feld wo ich meine Begründung reinschreiben konnte. Habe den Fragebogen auch ohne Reaktion ausgefüllt und am Tag der Aufstellungsversammlung in Pankow kurz vorher noch eine Systemische Aufstellung mit mir selbst gemacht und dann drauf verzichtet. Was auch gut war, weil ich den Sommer über frei auf Festivals und Gatherings sein konnte und nicht mit meiner mentalen Aufmerksamkeit ständig an meine Wahlkampfrolle denken musste, mit der ich auch meine Identifikationsschwierigkeiten gehabt hätte und die natürlich auch ne Schere im Kopf produziert hätte wie ich mich öffentlich zu den Coronamaßnahmen positioniere. Also gut für mich und die Tierschutzpartei, dass ich nicht kandidiert habe.

Bei meinem Wahlomat tauchte die Partei Demokratie in Bewegung ganz oben auf, gefolgt von den Grünen. Die AFD war ganz unten. Und ja die Fragen waren sehr realpolitisch, wo natürlich mein Innerer Realpolitiker angesprungen ist.

Ja, ich würde eine Partei wie Demokratie in Bewegung wählen. Anders als die Partei die Basis sollte sie dann wirklich neutral sein und Demokratietheoretische Konzepte nach vorne bringen. Abschaffung der 5% Hürde, Wahlrecht für alle, egal welchen Alters, Volksentscheide möglich machen.

Die Partei tritt aber nur in Baden Würrtemberg an.

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Hungerstreik

Was ich in den letzten Tagen in den Medien gelesen habe. Eine Gruppe junger Menschen geht in den Hungerstreik. Ihre politische Forderung ist ein öffentliches Diskurs-Gespräch mit einem der Kanzlerkandidat_innen. Sie campen auf der Bundestagswiese.

Die Kanzlerkandidat_innen fordern auf den Hungerstreik zu beenden. Immerhin reagieren sie darauf. Die Mediale Aufmerksamkeit ist da. Die Wahlkampfveranstaltungen der Kandidat_innen werden lautstark von Aktivist_innen „gestört“ im Sinne von Fokuslenkend eingenommen.

Ich teile meine erste Reaktion aus meinem Realpolitischen Anteil:

Sag mal hackts? Ich gehe voll in Solidarität, wenn ihr Zentralen von politischen Entscheidungsinstitutionen besetzt oder Häuserfassaden für eure Plakataktionen einnehmt. Ich finde es OK, dass ihr die Schule bestreikt und den Autoverkehr blockiert und Wälder besetzt und euch für zivilen Ungehorsam von der Polizei wegtragen lasst. Es gibt den Terminus von friedlichen und gewaltfreien Widerstand/Protest usw. Aber bei der Gefährdung von Körpern riskiert ihr Sympathien. Ich erinnere an den Flug von Greenpeace ins Münchner Olympiastadion, wo zwei Menschen verletzt wurden.

Mit einem Hungerstreik gefährdet ihr physische Körper und das Leben an sich. Mit diesem Bedrohungsszenario eine politische Forderung durchsetzen zu wollen ist für mich Terrorismus. Terrorismus versucht mit Gewalt gegen Menschen politische Ziele zu erreichen, wenngleich es natürlich einen eklatanten Unterschied macht, das eigene anstatt andere Körper/Leben zu gefährden, so muss ich diesen Vergleich ziehen.

Mit Terrorist_innen verhandelt mensch nicht. Auf keinen Fall sollten Baerbock, Scholz oder Laschet nachgeben. Wenn sie nachgeben schafft das einen Präzedenzfall und normalisiert diese Form von politischen Protest. Es wird Nachahmer_innen geben. Was wenn jemand in den Hungerstreik geht, weil er für die Abschaffung der Maskenpflicht ist? Gegen die Zwangsimpfung für bestimmtes Personal, was ein teilweise Berufsverbot für Pfleger_innen oder Erzieher_innen in Kitas oder auch Lehrer_innen bedeuten kann?

Mein Realpolitischer Anteil hofft, dass ihr den Hungerstreik beendet oder, das ist der eigentliche zentrale Punkt, dass ihr ihn überlebt. Vielleicht bis nach dem Wahlsonntag.

Jetzt ist ein Artikel auf Tagesspiegel (24.09.21) erschienen mit einem 34min langem Video. Das hat mich berührt und was in mir bewegt in meiner Einordnung. Jetzt habe ich euch gehört, gesehen und gespürt. Ich lasse mich mal aus diesem Realpolitischen Anteil herausfallen und nehme die Realität zur Kenntnis.

Die Kacke ist so krass am Dampfen, die Verzweiflung so groß und das Bewusstsein immer noch viel zu klein. Und ja ihr habt Recht. Die Leute in Deutschland haben es immer noch nicht gerafft. Sie haben das mit den Aerosolen nicht verstanden, wusste ich auch nicht, die Kipppunkte mit dem Schmelzen der Arktis und dem Freisetzen von Methan unter Bodenfrost. Die Leute haben nicht verstanden, dass wenn dann irgendwann mal rauskommt, das die Wissenschaft dann doch Recht hatte, dass es dann nicht rückgängig zu machen ist, dass es in den Jahrtausenden natürlich immer Klimaveränderung gegeben hat, aber nie eine so enorme und menschenbeeinflusste in diese Richtung. Das FCKW hatte auch massiv Einfluss und daraufhin gab es neue Spielregeln. Die Menschen haben nicht verstanden, dass wir nicht mehr die Wahl haben zwischen einer blumigen („sonnigen“ wäre der falsche Terminus jetzt) Zukunft und einer Klimakatastrophe. Wir haben die Wahl zwischen 1,5° Klimakatastrophe und darüberhinaus eine schnellere und heftigere Eskalation. Dieses Thema steht verdammt nochmal über allen politischen Formen, über allen Themen, ja es steht auch über politischen Mehrheiten und über jede andere Ideologie und vor allem über irgendwelchen whatthefuckfinanzoderlobbyinteressen. Und ja danke für den Hinweis, dass das die Maßnahmen aus dem Wahlprogramm der Grünen nach offiziellen Studien von anerkannten Deutschen Institutionen auch nicht ausreicht. Das Thema steht über jedem Widerstand von Autofahrer_innen oder Steuerzahler_innen oder der Frage wer soll den Klimaschutz denn bezahlen? Wer soll das bezahlen, wenn das Klima nicht geschützt wird? Die junge Generation muss dann damit umgehen, dass der Meeresspigel um bis zu 7m steigt. Dass die zweigrößte Stadt der Welt aus Nigeria mit 20 Mio Menschen unter Wasser liegen wird. Das wir Land verlieren werden, dass Inseln mit Flora und Faune verschwinden werden, dass wir enorme Geflüchtetenströme kreiren werden, dass wir Hungerkatastrophen auch in Deutschland haben werden, weil Dürre Ernten bedroht und bestimmte Lebensmittel nicht mehr in den gleichen Regionen angebaut werden können. Es wird Kriege um Süß-/Trinkwasser geben. Und wenn ich was persönliches sagen darf. Ich mag zuviel Hitze nicht. Ich finde Urlaub im Süden und zuviel Sonne anstrengend. In Spanien im Urlaub ist es zwar toll, wenn ich nur am Strand liegen muss. Aber ich habe keine Lust bei den Temperaturen zu arbeiten. Die Spanier_innen haben ja auch extra ne Siesta, die müssten wir in Deutschland dann auch einführen. Ich will das nicht. Ich mag das Deutsche Klima und den Deutschen Wald und dass ich mir keine Angst um ausreichend Trinkwasser machen muss.

Boah und ja, ich bin richtig gut berührt von Habeck. Mit welcher Demut und welcher Herzlichkeit und paternalistischer Sorge er das Gespräch mit den jungen Menschen gesucht hat. Es ging ihm nicht um die Bilder, die Kameras und es war auch voll OK, dass er kommt, weil der nicht Teil der Forderung dieser Aktivist_innen war und mit ihnen redet und sich aufzeichnen lässt. Geil wie du den Fokus lenkst und auch deine Grenzen setzst, dass du nicht da bist um Hot-Chair-Fragen zu beantworten, wie du Haltung in einer angespannten Situation zeigst. Geil wie du die Demokratie hochhältst, wie du deinen Weg der Mitte verteidigst und das Nebeneinander von Utopie und die Mitte erreichen betonst, auch mit dem Tool von im Wahlkampf für Mehrheiten und Bewusstsein zu werben. Geil wie du selbstkritisch und ehrlich mit dem eigenen Wahlprogramm umgehst. Die Tatsache, dass das Grüne Wahlprogramm nicht ausreicht um das international beschlossene 1,5° Ziel zu erreichen lässt mich überlegen die Klimaliste in Berlin und und Bezirk zu wählen. Die Grünen können nicht in die Mitte gehen, wenn die Mitte so scheiße ist. Die Grünen haben gefälligst ein Wahlprogramm vorzulegen, welches in die andere Mitte geht in der das 1,5° Ziel eingehalten wird.
Ich kann mich erinnern, dass du, Robert Habeck auf dem Bundesparteitag mit deiner Rede dafür gesorgt hast, dass der Änderungsantrag beim Co2 Einstiegs-Preis 80€ anstatt 60€ betragen soll abgelehnt wurde. (die Zahlen müssen nicht stimmen, Erinnerung, nicht recherchiert) Mit der Begründung, dass wir das der Bevölkerung nicht zumuten können. Du Schisser! Für die Widerstände der Bevölkerung hätte es keinen Unterschied gemacht, ob ihr 60€ oder 80€ beschließt, weil die Menschen diese Zahl gar nicht erfassen oder übersetzen können auf steigende Kosten im Alltagsleben. Der Widerstand gegen die Grünen wäre bei beiden Zahlen nahezu der gleiche. Die eigentlichen Kosten für eine Tonne sind 180€ und da müssen wir hin. So schnell wie möglich. Nach der Wahl. Jetzt in den Nächsten 100 Tagen und mal auf alle Langzeitbeschlüsse scheißen. Und ja vielleicht braucht es ein Rot-Grün-Rotes Bündnis, weil die Linkspartei die Grünen mit den Klimaforderungen schon überholt hat(!), was peinlich für eine Grüne Partei ist. Ja, Fuck, ihr habt gefälligst das grünste Programm von allen zu haben. Ja, vielleicht brauchen wir das wovor FDP und Union und AFD gerade warnen. Einen Abbau der Wirtschaft. Einen Abschwung, einen Abbau von Arbeitsplätzen und Wohlstand. In dem zusammenhang ist auch eine Schuldenbremse wichtig, weil das reinpumpen von Geld uns über unsere Verhältnisse leben lässt. Ja, ich weiß, die Grünen brauchen Stimmen aus der bürgerlichen Mitte, die Angst um ihren Wohlstand hat und ihr seid den Green New Deal eingegangen, welcher weiterhin auf Wirtschaftswachstum setzt. Die Autoindustrie hat euch an den Eiern. Die Elektroautos bringen enorme Verschrottung und Konsumankurberlung und somit Umsätze, während die Klimabilanz für Elektroautos unter Einbeziehung von Produktion und Verschrottung der Batterien hinterher katastrophal ist und auch der Verbrauch von seltenen Erden.

Screenshot youtube

Aber Habeck, deine Größe, deine Tiefe, deine Charisma, dein Herz, dein Engagement in allen Ehren. Auch Respekt vor deinem sichtbaren Schmerz, dass du losgelassen hast für die Frauenquote, obwohl du im Vorfeld mit dem Loslassen eines Ministerpostens in Schleswig Holstein schon vorher viel mehr geopfert hast für die Spitzenkandidatur als Andrea Baerbock. Toll für die Frauenquote. Aber hier ist sie mal Schrott gewesen. Eine Fehlentscheidung. Es hätte eine basisdemokratische Urabstimmung gebraucht bzw. eine Doppelspitzenkandidatur in der ihr bis zuletzt auf jede Frage von Journalist_innen nach Kanzler_innenkandidatur mit Demut reagiert hättet und immer wieder gesagt hättet, erst Wahl, dann Koalitionsverhandlungen, dann Inhalte und zuletzt werden die Posten verteilt und ihr immer wieder nur die Doppelspitze betont hättet. Wenn ihr das durchgezogen hättet und euch nicht dem Druck der Medien gebeugt hättet, dass ihr, weil ihr mal zwei Wochen in den Umfragen vorne ward, eine Kanzler_innenkandidat_in braucht, weil die Medien das so gerne hätten, dann hättet ihr ein spannendes, interessantes, demütiges Feld aufgebaut. Die Menschen hätten es irgendwann akzeptiert und euch wegen eurer Inhalte gewählt und weil ihr geheimnisvoll gewesen wäret. Der Bundestag wählt die Kanzler_in zu einem Zeitpunkt, wo mehr Informationen vorhanden sind als vor der Wahl. Nicht die Wähler_innen. Die Wähler_innen wählen Parteien mit Spitzenkandidat_innen, die dann zu Fraktionen werden. Was die Fraktionen dann machen und Aushandeln und wen sie als Regierungschef_in wählen das bleibt dem Gewissen der Abgeordneten überlassen. Ich als Wähler_in habe keinen Anspruch darauf das vorher erfahren zu müssen.

Die Menschen wollen Grüne Klimaschutzpolitik, leider nur, wenn es abstrakt bleibt und die anderen betrifft. Aber wenn es dann konkret wird, mit persönlichen Einschränkungen verbunden wird oder gar mit dem Horroszenario Verboten, dann knicken die Menschen ein. Im Feld war gewollt, dass Schwarz-Grün übernimmt. Klimaschutzpolitik unter Führung der wirtschaftlichen Stabilität. Das Feld hättet ihr demütig bedienen können. Mit euerm Führungsanspruch durch eine Kanzler_innenkandidat_in triggert ihr die Angst der Menschen, die offensichtlich noch nicht soweit sind euch die Führung geben zu können.

Ich erinnere an den Wahlkampf 2011 in Berlin. Die Grünen waren bei 30% in den Umfragen. Damals eine absolute Sensation. Sie machten den katastrophalen Fehler, der nicht im Vorfeld als Fehler zu sehen war und die Grünen stellen Renate Künast auf als Bürger_innenmeister_innenkandidat_in. Fachliche eine hochkompetente Politikerin und ich kann sie mit meiner Zweitstimme für die Bundestagslandesliste in Berlin wählen. Es ging danach jede Woche nur noch runter in den Umfragen. Das Wahlergebnis lag dann nochmal unter der letzten schlechtesten Umfrage. Ich glaube sie wurden nur dritt-(oder viert)stärkste Kraft und die SPD entschied sich gegen eine Koalition mit den Grünen für die Linke, (die gleich viele Abgeordnete hatte) weil die zuverlässiger und weniger zerstritten waren.

Mein geschenkter Tipp: Stellt keine Kanzler_innen oder Bürger_innenmeister_innenkandidat_innen auf. Außer natürlich sie sind so grünkonservativ, dass sie die bürgerliche Mitte nicht verschrecken, wie Kretschmann. Bettina Jarasch ist in Berlin auch eine Katastrophe im Bereich Präsenz. Ich habe keine Zitate von ihr in den Medien wahrgenommen. Ich habe ihre Stimme nicht einmal vernommen. Selbst im Wahlwerbespot spricht eine andere Stimme aus dem Off und sie liefert nur Agenturbilder, hält nur ihr Gesicht und ihren Körper, der sich durch Situationen bewegt in die Kamera. Und ja sie ist „nett“ (nett ist nicht positiv konnotiert). Ich durfte sie kennenlernen. Kurz bevor sie Landesvorsitzende wurde, hat sie sich dem Kreisverband Marzahn-Hellersdorf vorgestellt, für die ich Bezirksverordneter war. Aber keine Präsenz, keine Inhalte, kein nach vorne drängen in die Medien, kein Spüren, dass sie an die Spitze will, ich gehe sogar soweit zu mutmaßen, dass sie sich versteckt, weil sie Angst vor dem Amt hat und lieber nur mitregieren möchte anstatt volle Verantwortung zu tragen.

Sorry jetzt habe ich mich im Artikel etwas verrannt und es sind Sachen durch mich durchgeflossen, die ich in anderen Artikeln eigentlich noch verarbeiten wollte, bspw. einem Artikel zur aktuellen Wahl, inklusive Berlinwahl und Volksentscheid. Aber jetzt ist mal einiges zu den Grünen gesagt, was von mir gesagt werden wollte, auch wenn es nicht die passendste Stelle ist. Jetzt ist es raus. Ich bin zwar institutionell ein Niemand gerade, aber eure Berater_innen können sich trotzdem mal meine strategische Analyse durch den Kopf gehen lassen und im Falle von Resonanz gerne was spenden an meinen Paypalaccount. 😉

Zurück zum Fokus. Danke Habeck, dass du hingegangen bist und jetzt dieses Video entstanden ist. Danke, dass sich jetzt ein Bedürfnis von gesehen werden erfüllen darf, ohne dass erpresste Menschen auf eine Forderung eingehen mussten. Danke, dass diese Menschen mit ihrer Sprache jetzt Gehör finden. Es hat ne andere Qualität als wenn intellektuelle Fridays-for-Future-Aktivist_innen in eine Talkshow eingeladen werden und die sich vorher schon ein Rollensprech aneignen. Es ist auch anders als die Protestaktionen um Aufmerksamkeit zu generieren. Es ist wirklich schön den Menschen und ihrer Frequenz und ihrer guten Auswahl an Worten und Frequenzen Raum zu geben. Auch schön zu sehen, dass sich gegenseitig zugehört wird.

Bitte teilt das Youtubevideo, teilt den Tagesspiegelartikel und gerne auch diesen Blogartikel.

Aho

Christian Fender

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Danke Merkel

https://www.merkur.de/bilder/2021/09/23/91000934/27145225-angela-merkel-cdu-bundestagswahl-wahlkreis-nachfolger-vogelpark-39NG.jpg
Quelle

Ich habe noch nie Merkels Partei oder einen ihrer Koalitionspartner gewählt.

Ich leite den Artikel mit dem legendären Abgang von Gerhard Schröder ein, der insgesamt 7 Jahre Kanzler war. Nach einer verlorenen Mehrheit im Bundesrat stellte er die Vertrauensfrage, die er absichtlich verlieren wollte. Der einzige Weg um Neuwahlen einzuleiten. Geiler Move, er hat hoch gepokert und wollte das Vertrauen der Bevölkerung haben für seinen Reformweg. Er verlor knapp, legte einen legendären Auftritt in der Elefantenrunde hin, wo er sich als Gewinner darstellte, weil die SPD eine größere Fraktion stellten als die CDU-Abgeordneten separat. Die Unionsfraktion inklusive CSU war aber natürlich größer. Er wurde dann natürlich nicht Kanzler. Merkel wurde es in einer erstmaligen sogenannten Großen Koalition und konnte sicherlich seinen Move ins Verhandlungspoker einbringen.

Eine kleine Einordnung vorweg. Söder polemisierte in mehreren Talkshows*** jetzt die Angst bei Rot-Grün-Rot haben wir bald wieder 5 Mio arbeitslose wie unter Rot-Grün. Kein Moderator, kein Faktencheck hält ihn auf so eine Wahrheitsverdrehung zu verbreiten. Ja, es gab viele Arbeitslose damals. Rot-Grün übernahm veraltete Strukturen von Kohl in einer völlig veränderten globalisierten Welt. Dieser Linke Block machte dann mit den Hartz-Gesetzen wirtschaftliche Reformen, die ein rechter Block eigentlich hätte verantworten müssen und die bis heute ein unangenehmes einnscheidendes Historial in der SPD-Identität sind. Sie können weder dazu stehen, noch es ablehnen. In ihrem Wahlprogramm fällt das Wort Hartz nicht einmal. Sie erfinden jetzt neue Worte, die aber nur mit kleinen Verbesserungen einhergehen und Neusprechworte wie Garantiesicherung nicht verdienen. Gleichzeitig hatte Merkel davon profitiert, dass sie ein reformiertes Deutschland mit Niedriglohnsektor übernommen hatte, was die Wirtschaft in Deutschland im Vergleich zum Ausland stärkte und systemische Auswirkungen bspw. auf den Euro oder die Schuldenkrise hatte. Sie war dann in der witzigen Position als Regierungschefin des rechten Blocks nach links zu sozialdemokratisieren, wie in meinem Artikel noch ausführlich erörtert wird. Leider hängt die Popularität von Politiker_innen oft von der wirtschaftlichen Situation ab, was mich sehr ärgert, weil es einfach mal konjunkturelle und antizyklische Phasen gibt, wofür der_die aktuelle Politiker_in leistungsmäßig gar nicht so viel Einfluss hatte und trotzdem von der Stimmng profitiert, weil das auf ihn projiziert wird, schade, dass Söder dieses niederträchtige populistische Spiel von Manipulation betreibt, obwohl er es mit Sicherheit besser weiß. Merkel profitierte auf jeden Fall von einer starken Wirtschaft, einer starken Euro-EU für unsere Exportüberschüsse und einem belastbaren Haushalt, der flexibel mit Schulden und Investitionen auf Krisen reagieren konnte.

Ich schreibe meinen Artikel frei aus meinem Gedächtnis raus, keine Lust zu recherchieren (Mir fielen nur 2 von 3 SPD-Spitzenkandidaten der letzten drei BT-Wahlen ein, einen musste ich googeln. Kennt ihr noch alle?). Ich kenne ihre Rolle nicht in der DDR und wie ihre Politik war in den 90ern. Ich glaube zu wissen, dass sie Umweltministerin war. Ein aktueller Zeitungsartikel der darüber schrieb wie schwer es Frauen in Spitzenpositionen haben, beschrieb, dass ihr damals das „Mädchen aus dem Osten“ zugeschrieben wurde. Quotenfrau, ohne Kompetenz. In der Meinungsforschung kam raus, dass Baerbock Sympathie und Glaubwürdigkeit zugeschrieben wird, aber eben keine Kompetenz, was vor allem mit ihrem Geschlecht zusammenhängen könnte. Rein statistisch hat sie die Faktenchecks gewonnen, schrieb der Artikel weiter, den ich jetzt nicht mehr ergoogelt bekomme.

Weiterhin gibt es das patriarchiale Phänomen, dass Spitzenpositionen in >Systemen< eben „männliche“ Eigenschaften abverlangen und das Frauen Gefahr laufen entweder ihre weiblichen Attribute zu verlieren oder eben mit viel Weiblichkeit nicht in den hohen Sphären der Macht verweilen können.

Echt spannend, wie ich im Vorfeld dieses Artikels nicht an diesen Fokus gedacht habe, der Flow beim Schreiben bei mir aber erstmal zu Genderanalysen springt. (jaja, sie nannten mich auch immer Gender-Fender.)

Sie machte ihre Arbeit, sie war auch vom Phänotypus und vom Verhalten, kein typischer Machtmensch und umso erstaunlicher ist ihr Karrieresprung an die Spitze der CDU nach der 16jährigen Ära Kohl, als die Union unter Rot-Grün in der Oppostion landete. Es wird problematisiert, dass Männer über Aussehen von Frauen sprechen. Aber Fakt ist, dass es mir auffällt und Assoziationen und Gefühle hervorruft und ich es wichtig finde, das keien Verbotsprogramme zu installieren. Auffallend war, dass sich in meiner Wahrnehmung ihr Aussehen verbessert hat, was antitypisch ist für meine Einordnung dieser Realität mit dem Phänomen älter-werden-einer-Frau ist.

Merkel 90er google pics
https://media0.faz.net/ppmedia/aktuell/1276312127/1.7126546/width610x580/von-2020-oben-links-bis-2005.jpg
Faz.net

2002 bewies sie Demut. Als CDU-Chefin hatte sie natürlich Zugriff auf die Kanzler_innenkandidatur. Sie verzichtete zugunsten von Stoiber, der schon seit den 80ern in Westdeutschland Netzwerke hatte und viel mehr Rückhalt von den Landesfürsten der CDU und halt Etablierter und populärer war. Sie stieß ja erst 1990 überhaupt zu den Westdeutschen Strukturen im vereinigten Deutschland.

Kleiner Reminder. Auch Laschet hätte theoretisch diesen Move machen können, nach 16 Jahren CDU-Kanzlerinnenschaft mal die CSU wieder rotieren lassen, die CSU stellt ja schließlich mit 45 von 245 Abgeordneten ein Fünftel der Unions-Fraktion. Nach 4 Legislaturen mit CDU-Kanzlerin wäre es also mathematisch OK gewesen mal wieder einen CSU-Spitzenkandidaten zu haben. Aber gut, wenn er die Chance hat und sich durchsetzen kann, dann verstehe ich es auch, dass Laschet sich diesen Posten nimmt. Er hätte ja 2025 nur die Chance auf eine erfolgreiche Kanzlerkandidatur, wenn Söder dann 2021 gescheitert wäre, was jetzt theoretisch unwahrscheinlicher ist, weil er vermutlich populärer als Stoiber ist. Wenn er aber der Kandidat geworden wäre, hätten die Medien ihn vielleicht auch hart rangenommen und er wäre mit Fehlern in der Popularität abgesackt. Als Nicht-Kandidat bliebt er natürlich die Projektionsfläche für unerfüllte Sehnsüchte, welche der reale Kandidat nicht erfüllt.

In der Historie hat der deutschlandweite, dann doch nicht so beliebte Edmund Stoiber, vor allem auch wegen seiner Sprache und Rhetorik die Wahl im Jahr 2002 gegen Rot-Grün verloren und war somit für die Bundesebene verbrannt. 2005 wurde die Demut von Merkel belohnt, die sich zwischendurch noch den Fraktionsvorsitz besorgte und Friedrich Merz absägte und somit Machtbewusstsein demonstrierte.

Sie war ein Phänomen und irgendwie fühlte sich ihr Weg natürlich an und nicht gepusht, so wie Putin auch eher aus der zweiten Reihe zur Führung von Russland kam und Russland kaum ohne ihn gedacht werden kann, so war Merkel eng verwurzelt/verstrickt mit dem Feld der Mitte der Deutschen. Sie spiegelte Deutschland wieder und füllte ihre Rolle aus, die ja nicht allmächtig ist, sondern auch systemische eingebettet in eine globalisierte und Krisengeschüttelte Welt mit Institutionen, die größer sind als Nationalstaaten. Den Menschen wurde von der Politik immer Wirtschaft und Arbeitsplätze versprochen. Genau diesem Versprechen und dieser Erwartung der Bevölkerung kam sie nach. Die Wirtschaft und dafür steht die CDU wurde extrem gefördert und war in Deutschland sehr stark.

Im englischen wird sprachlich unterschieden zwischen Business und Economics. Im Deutschen wird Wirtschaftspolitik leider mit Ökonomie gleichgesetzt, weil beides Wirtschaftspolitik genannt wird. Was gute Wirtschaftspolitik ist, kann gleichzeitig schlechte Wirtschaftspolitik sein und umgekehrt. Das eine hat halt viel mit den Kumpeleien, Vernetzungen, Verstrickungen, Wahlgeschenken, Subventionen und Förderung zu tun hat und das andere mit ökonomisch wissenschaftlicher-Vernunft, mehr mit der reinen Lehre und vielleicht auch mal etwas nachhaltigkeit.

Um ein Beispiel zu nennen: Ich kritisiere die Merkelpolitik für ihre Schrottprämie als Idee auf die Weltwirtschaftskrise 2008. Es gab 5.000€ Prämie, wenn du dein Auto verschrotten ließest und dir ein neues holst. Keine ökologischen Kriterien, soweit ich mich erinnere. Was für eine Ressourcenverschwendung. Ein Subventionsfestival für die hiesige Autoindustrie. Bis heute geht das Spiel fort. Lindner meinte in einer heutigen Talkshow*** mit den Spitzenkandidat_innen), dass Deutschland einen Käufer eines Elektromobils mit 20.000€ subventioniert wird, während für eine Schüler_in pro Jahr gerade einmal 8.000€ ausgegeben wird. Wir subventionieren die reichen, während der HartzIV-Satz um 3€ steigt, weit unter der Inflationsrate.

***(Schlussrunde mit den 7 Spitzenkandidat_innen; ARD/ZDF 24.9.21
Die Moderation war super schlecht. Total eng und kontrollierend. Die Frau war reactive zu den Rändern und schauspielerte emotional-pissig ihre Distanz zur AFD, obwohl sie ihr inhaltlich nichts entgegenzusetzen hatte. Wieder war die Union doppelt vertreten, aber ich fand die Breite des Treffens Top. Was ich mir jetzt gewünscht hätte, wäre Interaktion zwischen den Menschen, da kommt Lebendigkeit, Tiefe und da kann mensch hinter die vorher aufbereiteten und trainierten und abspespulten Statements schauen. Ein kleiner lebendiger Moment war es, als Lindner aus seiner Rolle fiel und Weidel ne Frage stellte, er wurde aber gleich wieder mit eine Spitze, dass er der dritte Moderator sei, wieder in die Spur gebracht. (in der Workshopsszene gibt es auch das Phänomen von unerwünschten Co-Leading)
Erwähnenswert die Maybritt Illner-Sendung hinterher mit einer reinen Journalistenrunde und ich war so dankbar, dass die öffentlichen rechtlichen auch mal dieses Level halten. Endlich wurden mal Analysen ausgesprochen, die so mir auch ständig im Mind sind, aber für den Mainstream offensichtlich zu hoch, dass es nur zu später Stunde gezeigt werden kann und der Mainstream weiter sein zugespitztes Kandidat_innenfutter bekommt und wo die Moderation auf Farbkoalitionen lenken. Und ja, es ist OK, auch wenn ich judgy bin. Da sind einfach unfassbar viele Menschen, welche die parteipolitischen Strukturen nicht erfasse, für die es wichtig ist, dass die Sachen oft wiederholt werden und die jetzt vielleicht erst kurz vor Schluss ihre Aufmerskamkeit und Informationen, Inhalte und Kandidat_innen zur Wahl legen und für die machen es die öffentlich-Rechtlichen genau richtig.

Ich kritisierte die Merkel-Politik 2012 massiv im Umgang mit der Euro-Schulden-Krise. Ein hoch komplexes Thema, das für mich nur die AFD, die fast nur aus Wirtschaftsprofessor_innen rund um den anerkannten Bernd Lucke bestand korrekt analysierte. Nun ist Merkel ihren Weg gegangen und sie hat im Einklang mit dem kollektiven Mainstreambewusstsein „das richtige“ getan. Sie hat und das ist das was Wähler_innen auch von der Politik „erwarten“ und was sie „erfüllt“ hat, Stabilität und Sicherheit gebracht. Jetzt im Nachhinein könnte mensch sagen, sie hat richtig agiert. Kein Land ist pleite gegangen. Kein Land musste austreten. Wir sind stabil und gut durch die Krise gekommen mit dieser harten Austeritätslinie und einer europäischen Zentralbank, welche die bei Einführung geltenden Regeln aufweichte. Die Leute sehen und erfassen nur nicht, dass wir gefangen sind in toxischen Systemzwängen und der Preis für die Stabilität enorm ist. Aber meine Gedanken dahinter sind zu komplex und nicht mainstreamkompatibel. Es geht in Richtung, der Untergang naht. Das System wird crashen. Vielleicht habe ich Recht, vielleicht nicht. Da bin ich demütig genug, mich nicht mit meiner Progonose zu identifizieren. Ich kann mich irren. Zurück zu meinem Realpolitischen Anteil: der ja diesen Artikel schreibt das eigentlich mit der Energie einer Würdigung. Nur mein Ultra-Systemkritischer-Anteil mischt sich beim Schreiben immer rein. 😉

Merkel war ein Phänomen. Sie schluckte ihre kleinen Koalitionspartner und übernahm Positionen der Koalition, der Opposition, der Mitte, der Linken. Was bei anderen als Opportunistisch, als Fahne im Wind, als Wendehals ausgelegt worden wäre, professionalisierte und ihr wurde die Eigenschaften von Abwägend und ausgleichend austarierend zugeschrieben, die sich nicht verkämpft am Festhalten an alten ideologischen Positionen. Sie war in ihrer Rolle als Bundeskanzlerin nicht mehr Teil nur Teil einer politischen Bewegung, einer Partei, sondern musste das Feld der gesellschaftlichen Mitte spüren und vertreten. Und das Tat sie. Merkel ist nicht die CDU. Merkel ist die Mitte von Deutschland. Leider war sie immer noch Vorsitzende der CDU und musste diese Partei entsprechend in mit in die Mitte ziehen, weil es unser System vorsieht, dass die Regierungsmitglieder von Parteien gestellt werden. (Demokratietheoretisch wäre es geil, wenn sie als Parteilose Kanzlerin wäre und die CDU mit anderen Vorsitzenden und mit ihrer Basis sich positionieren könnte und ihre Positionen im Bundestag in den politischen Wettbewerb geworfen hätten und einfach als Legislative die Grundlagen für das Regierungshandeln gelegt hätte. Bei den Grünen gibt es Trennung von Amt und Mandat. Ein Parteivorsitzender darf kein Regierungsamt innehaben und auch kein Parlamentsmandat. Es ist eigentlich eine krasse Macht- und Ämterhäufung, dass Merkel Vorsitzende einer zivilgesellschaftlichen Organisation wie einer Partei ist, dass sie ein Bundestagsmandat hat, also in der Legislative sitzt, wo sie sich selbst kontrollieren muss, weil sie ja gleichzeitig der Exekutive als Kanzlerin vorsteht.)

Wir erinnern uns. Unter Merkel wurde die Wehrpflicht abgeschafft. Bis heute hat die Bundeswehr Probleme Nachwuchs zu finden. Eine Linke Position für die ich damals linksgründbedingt auch demonstriert habe, obwohl mir der Zivildienst in meiner beruflichen Entwicklung jetzt bspw. auch nicht geschadet hat.

Merkel stoppte erst den Atomausstieg mit der FDP um ihn dann ganz schnell nach Fukushima vor einer Wahl doch wieder zu beschließen und einzuführen, um das Thema aus taktischen Gründen abzuräumen. Die Stimmung in der Mehrheitsmitte von Deutschland war gekippt. Klimapolitisch eine katastrophale Entscheidung, weil wir jetzt teilweise Atomstrom aus dem Ausland importieren und international bis heute eine Ausnahme mit diesem Weg darstellen. Der Weg zu Erneuerbaren Energien und Weg von Kohle und Gas ist jetzt etwas schwerer, in einer Wirtschaft mit Stromfressender Schwer-Industrie. Und ja, sie hat den Grünen ein Wahlkampfthema und Identität beraubt. Die Grünen waren damals sogar in der Falle, dass sie nicht zustimmen konnten, weil die Anti-Atomlobby einen schnelleren Ausstieg forderte und eine Zustimmung des Schwarz-Gelben Antrags als Verrat ausgelegt wurde. Ihnen blieb am Ende aber nichts anderes übrig als dem Antrag der Koalition zuzustimmen, denn historisch hätte es schlecht ausgesehen, wenn die Grünen gegen den Atomausstieg gestimmt hätten.

Sie war damals fame, dafür, dass sie ihre ihre Koalitionspartner_innen fraß, ihr als Kanzlerin die ganze Anerkennung für das was gut lief zufloß. Eine Wahnsinnseigenschaft und Leistung bei einer harten politischen Opposition und Medienlandschaft hier in Deutschland. Damals war es die FDP, die nach einer Koalition mit Mutti im Jahre 2013 aus dem Bundestag flog. Ja, die FDP hatte eigene Probleme. Aber sie war Verantwortungsbewusst („Staatsmännisch“) und hielt ihre Rolle als Juniorparter bis zum Schluss. Ich dachte mir damals, sie hätten die Koalition auch aufbrechen können und als einzige Partei mit nem Pro Atomstromwahlkampf genügend Stimmen in Deutschland einsammeln können um so die 5% Hürde knacken können.

2013 gab es erneut eine große Koalition mit der SPD. Gäähnn. Sogar mit 2/3 Mehrheit, mit der mensch die Verfassung ändern konnte, wahnsinnig viel Redezeit für die Koalition und wenig Oppositionsrechten für schwache Grüne und Linke, die zusammen nichtmal nen Untersuchungsausschuss beantragen konnten. Die FDP flogt mit 4,8% aus dem Bundestag. Die AFD schaffte mit 4,7% den Einzug nicht. Nicht auszudenken, wo die AFD heute stehen würde, wenn sich die Lucke-Eurokritiker_innen-AFD hätte etablieren können und es im Anschluss nicht einen Rechtsruckputsch durch Petry gegeben hätte, die sich in Sachen als Fraktionsvorsitzende eine Machtbasis aufbauen konnte. Naja auch nach Petry folgte ein Rechtsruck, bei dem dann Petry beseitigt wurde und aus der Bundestags-Fraktion austreten musste. Insgesamt wurden bei der Wahl 2013 15,7% aller abgegebenen Stimmen im Nachgang der Wahl für ungültig erklärt und gelöscht!!! Die gleich bleibende Anzahl an Sitzen verteilte sich danach umso mehr ungerechter völlig verzerrt gegenüber der politischen Stimmung zu 100% auf die vier großen Fraktionen, die 84,3% erhielten. Boah, wie ich die 5%-Hürde hasse. (Und wie ich immer zu diesem Thema schreibe, in der Hoffnung, ich werde irgendwann mal gehört.**)

Erstaunlich war wie Merkel weiter die Mitte besetzte und dort ihre Stimmen holte, was fachlich-strategisch einfach mehr Stimmen bringt als Fokus auf die konservativen Kernwähler_innenschaft. Letzendlich war es eine wirtschaftliche Entscheidung der CDU-Eliten in die Mitte zu drängen, weil es da mehr Stimmen und in der Folge mehr Wahlkampfkostenerstattung und Fraktionsmittel gibt. Phänomenal war die Situation kurz vor der Sommerpause vor der Wahl 2017, wo Merkel beiläufig in einer Talkshow erwähnte, dass die Homoehe eine Gewissensfrage ist. Diese „kleine“ Aussage hatte eine sehr große politische Auswirkung. Dieser Terminus führte dazu, dass die Medien und die SPD und die Opposition eine Abstimmung in einer der letzten Sitzungen im Bundestag herbeiführte ohne Fraktionszwang, weil das bei einer Gewissensfrage Tradition ist. (Jaja, laut Gesetz ist bei jeder Abstimmung ein_e Abgeordnete_r nut seinem/ihren Gewissen verpflichtet, aber wo kämen wir denn da hin, das muss schließlich kontrolliert werden, sonst wären keine Koalitionen möglich so der antidemokratische Angstgedanke im Background) So konnte die SPD mit der Oppostion von Grünen, Linken und FDP ungeschlossen für die Homoehe stimmen. Das war ein demokratisch fantastischer Moment. Ich habe gerade Gänsehaut. Das ist Demokratie, wenn die Abgeordneten frei von Koalitionszwängen abstimmen können. Merkel, das überraschte mich, stimmte mit NEIN… ich hätte darauf gewettet, dass sie sich enthält oder dafür stimmt. Da war ich ein wenig enttäuscht. Ich hatte ie anders eingeschätzt. Die Medien rätselten im Nachhinein, ob es ein Versehen war oder ein ultragenialer Move, um wieder ein wahnsinnig ziehendes Thema aus dem Wahlkampf rauszunehmen und die Mitte zufriedenzustellen.

Der größte und wichtigste Moment in der Merkel-Ära war die Geflüchtetenkrise 2015. Einerseits ist unsere Wirtschaft mit den Waffenverkäufen und Exporten, systemisch verstrickt. Krieg ist gut für unsere Konjunktur. Topbezahlte Ingenieure verdienen in der Waffenindustrie, ernähren ihre Familien und bauen Häuser. Vor allem Süden Deutschlands, vor allem im Grün-Regierten Baden-Württemberg. Das ist gut für den Wohlstand und Steuereinnahmen. Die Überschüsse kommen über den Länderfinanzausgleich auch in armen Bundeslländern wie Berlin an und finanziert indirekt kostenfrei Kitas usw. mit. Das müssen sich die Leute, die gegen Waffenexporte sind auch immer wieder bewusst machen, dass sie den ganzen Rattenschwanz an Interessen mitbedenken, der systemisch an diesem Irrsin festhält, Geld damit zu verdienen, Sachen zu verkaufen, die Bumm machen und menschliche Körper in mehrere Teile zerlegen können.

Aber formal waren wir nicht im Krieg mit Syrien, übrigens sensationell auch das NEIN von Westerwelle zum Libanonkrieg, wo er international fertig gemacht wurde und wo er meinen großen Respekt bekam, weil Libanon voll im Chaos ist. Schade, dass er dann an Leukämie sterben musste. R.I.P.

Noch etwas angestrengt wirken Angela Merkel und Guido Westerwelle, als sie im Bundestag nach Wulffs Vereidigung applaudieren.
Quelle

Die Geflüchteten kamen. Sie kamen zu Fuss und wollten entgegen der Gesetze, dass das erste Friedensland das Asylverfahren einleiten muss, nach Deutschland. (Dublin-Abkommen?) Es war eine extrem angespannte Situation. Merkel wurde in äußere Umstände hineingezogen, die Menschen waren auf dem Weg. Sie hatte Zeitdruck. Sie musste eine Entscheidung treffen. Sie entschied sich impulsiv, intuitiv, affektiv, nach Bauchgefühl und auch nicht völlig irrationale „menschliche“ Entscheidung, die Menschen durch Österreich nach Deutschland passieren zu lassen. „Wir schaffen das“. Merkel hatte den Rückhalt von vielen GUTEN Mehrheits-Deutschen, die in München klatschend Geflüchtete empfangen und damit Bilder für die Welt-Migrations-Ströme produzierten.

Doku ZDF 4.9.21

Diese Entscheidung polarisierte. Sie stärkte die AFD, den rechten Rand, weil die Mitte keine Verantwortung mehr für die Grenzen übernahm. Eine Abgeordnete sprach von Schusswaffeneinsatz an den Grenzen, was massiv skandalisiert wurde. Habe das Originalinterview gesehen. Der Journalist fragte viermal suggestiv (erinnerung, kann das original nicht mehr ergoogeln) nach um das entsprechende Zitat zu bekommen und die AFD-Politikerin zitierte letztendlich nur aktuell deutsches Recht, dass zur Not, die Grenze auch mit Schusswaffengewalt geschützt werden darf. Die AFD konnte wie auch schon bei der Eurokrise, Merkel erneut Rechtsbruch vorwerfen. De facto war es Rechtsbruch.

Merkel hatte eine Alternative. Sie hätte Recht und Gesetz durchsetzen können. Sie hätte NEIN und STOP sagen können, sie hätte die Länder in die gesetzliche Verantwortung nehmen können. Mit der Konsequenz, dass eine ausgehungerte Meute von Hilfesuchenden und verzweifelten Menschen mit Wasserwerfer_innen und Polizeiknüppeln an einem Grenzübertritt gehindert worden wären. Im Übrigen nichts ungewöhnliches. Erdogan schickte die syrischen Geflüchteten auch an die europäische Grenze um da gewaltvolle Bilder zu erzeugen, um Europa zu erpressen.

Merkel wäre von rechts respektiert und vielleicht von vom rechten Rand gefeiert worden. Sie hätte der AFD – Futter genommen und Wähler_innen wieder bei der CDU einbinden können. Sie hätte aber nach Links raum (Raum im Sinne von Vakuum) geschaffen. So wie Merkel von der rechten Flanke bearbeitet wurde, wäre sie genauso von der linken Flanke bearbeitet worden und hätte Linke und Grüne gestärkt, wenn sie damals gegenteilig gehandelt hätte.

Sie hat sich entschieden. Ihr größter Fehler war kein Fehler. Hätte sie den Fehler nicht gemacht, wäre es auch ein Fehler. Kein_e Politiker_in der Welt übersteht so eine Situation ohne Kritik und mit Anerkennung von allen Seiten.
Ich respektiere das, so wie ich auch auch die Kritiker_innen respektiere.Naja, wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich schon auch ein kleines verachtendes FICKT EUCH zu allen „Merkel muss weg“ rufenden Menschen. Der kleine Mob, der da seinen Spruch gefunden hat, ohne zu reflektieren, dass, wenn der Mensch Merkel weg ist, ja nicht das System und die politischen Linien weg sind, welches diese Menschen in Wahrheit ablehnen (inklusive ihrer aufs System projizierten eigenen Scheiße, no judgement. Ich mache das auch.). In der Reihe hinter Merkel standen eine Menge CDU-Abgeordnete, welche die Politik von Merkel verteidigten und sie fortgeführt hätten, wenn sie sie ersetzt hätten. Bei der SPD standen Leute wie Scholz, Steinmeier (bitte lasst diese Schlafmütze nicht ein zweites mal Präsident werden!!!), Gabriel und Nahles. Sicherlich wäre ein Merz die Traumfigur für den Konservativen Rand in der Union gewesen, der dann aber vielleicht nicht die nötigen Mehrheiten für eine Kanzlerschaft gehabt hätte. Oder sie sehnten sich nach einem Seehofer, der Merkel bis 2017 das Leben schwer machte und Positionen raushaute, die auch von der AFD hätten sein können, was einfach auch nur was über die Reichweite von AFD-Positionen und Stimmungen in die Deutsche Gesellschaft aussagt.
Heute ist Seehofer sehr gemäßigt und vertritt beim Thema Geflüchtete sehr stark die korrigierte Merkellinie als Innenminister.

Die CDU hat dann auch die SPD gefressen. Sie stürzte 2017 auf historische 20% 2017 ab und entschloss sich für die Opposition, um sich zu erholen. Ich als notorischer SPD-Hasser hatte da wenig Mitleid. Ich bin für die Auflösung der SPD und dass sich die Mitglieder auf die anderen Parteien CDU, Grüne, Linke und gerne auch FDP und AFD verteilen, weil die Sozialdemokratie ja nunmal nen stabiles Fundament in unserer Gesellschaft ist.

Legendär waren dann die Jamaika-Koalitionsverhandlungen 2017, die zwischen CSU und Grünen eskalierte. CDU schien nur zuzuschauen, die wollen nur Macht, bei den Inhalten sind sie ja flexibel. Die FDP ging völlig unter und wurde einfach nicht gesehen, gehört oder respektiert in diesem Vierparteienzoff. Ich kann es verstehen, dass Lindner ausgestiegen ist. Sieht irgendwo doof aus und er wird kritisiert, dass er keine Verantwortung übernommen hat, aber er wäre auch kritisiert worden, wenn er sich für eine toxische Machtkonstellation zu sehr verbogen hätte. Das tat der FDP schonmal nicht gut und sie sind dann ja aus dem Parlament geflogen. Es drohten Neuwahlen, weil die CDU keinen Partner mehr hatte. Nur das beherzte Eingreifen von Bundespräsident Steinmeier führte dann dazu, dass die SPD sich umentschließen musste und doch eine große Koalition als Juniorpartner eingehen musste. Martin Schulz wurde in diesem undankbaren Politikbetrieb aufgerieben, er musste gehen für die als Wortbruch ausgelegte neue Entscheidung aufgrund einer veränderten Situation.

Jetzt hat Merkel ihren Abgang selbst bestimmt. Sie öffnete den Parteivorsitz und ließ ihre Partei machen. Ich fand es in der Konsequenz richtig und Staatsfrauisch, dass sie sich aus parteiinternen Prozessen raushält und sich weiter auf ihre Kanzlerinnen-Politik konzentriert solange sie im Amt ist. Dass die Umfragen jetzt so gefallen sind hat nicht nur mit nem Schwachen Laschet zu tun, sondern fairerweise auch damit, dass die Menschen durch die Kandidatur von Laschet merken, dass die sozialdemokratisierte Merkel geht. Jetzt können sie ja auch wieder die Sozialdemokraten wählen mit einem Kanzlerkandidaten, der jetzt etablierter Teil der Merkelregierung ist, während Laschet nur Landesvater einer Schwarz-Gelben Koalition ist. Jetzt zum Schluss wo der Druck groß wurde, musste sie auch einknicken und in die Rote-Socken-Kampagne mit einstimmen und unter ihrer Würde Wahlkampf machen aber OK, auch das kann mensch ihr glaubwürdig abnehmen, dass sie vor Rot-Grün-Rot warnt, auch wenn sie keine Argumente für Laschet nach vorne stellt, sondern wirklich nur betont wovor sie vieleicht wirklich auch als Privatperson keinen Bock hat nach der Wahl.

Beim Schreiben bin ich etwas ins mentale, historische, reflektierende, verarbeitende und bezugnehmende zur aktuellen Wahl abgerutscht. Ich möchte mich nochmal zum Abschluss mit der eigentlichen Intention und meinem Gefühl connecten, das ja die Intention für diesen Artikel war und lade die Lesenden auch dazu ein, mal kurz die Augen zu schließen und zu schauen, welches Gefühl jetzt hochkommt bei dem Gedanken sich von 16 Jahren Kanzler_innenschaft von Angela Angie/Mutti Merkel zu verabschieden.

Ich schreibe was mir kommt, wenn ich in mich reinspüre:

Identifikation. Sie war eine Instanz an der sich unsere Kollektiv abgearbeitet hat, egal aus welcher Perspektive. Sie hat Qualitäten von Gemäßigtheit, Abgewogenheit, Unaufgeregtheit nach vorne gestellt. Sie war weltweit eine Garantin für Demokratie, Mitte und Stabilität (Rechtsstaat stimmt nur anteilig und lasse ich mal weg, bei dem Druck, den sie in der Coronapandemie gemacht hat, hat sie mich auch übelst genervt, auch wenn ich anerkenne, dass sie ohne (/nur mit Teil-) Zuständigkeit in die führende Rolle gegangen ist um den föderalen Flickenteppisch in Deutschland zu einigen.). Sie hat sich soweit sie es vermochte in diesem komplexen geopolitischen Spiel für Menschenrechte, Frieden und Klimaschutz eingesetzt, während sie gleichzeitig natürlich auch mal wieder dann doch der starken Lobby nachgab, was nicht unbedingt an ihr gelegen haben muss oder ein Vorwurf ist, sondern am kollektiven Bewusstseins und und den systemischen Machtverhältnissen und Sachzwängen liegt. Denn auch eine machtvolle Rolle wie Regierungschefin ist bei Entscheidungen eben nicht autonom, sondern systemisch erpressbar, bspw. ist mit Abwanderung der Wirtschaft in die globale Welt hinein oder dem Verschließen von Absatzmärkten beim zu starken Pochen auf Menschenrechte und politischer Korrektheit.

Ich spüre Respekt für dich Angela. Du hast auf jeden Fall geliefert. Du hast geackert. Du warst in stundenlangen internationalen Sitzungen und hast dich in die Themen eingearbeitet und warst immer gut vorbereitet heißt es. Deutschland kann international stolz auf dich sein.

Ich spüre Dankbarkeit und ganz am Ende spüre ich jetzt auch Trauer, dass es vorbei ist. Klar du bist jetzt natürlich profilierter, bekannter, einordenbarer, greifbarer als die drei neuen Kandidat_innen, welche sich ja noch nicht soviele Jahre in so einer Spitzenposition entwickeln konnten und bei denen wir noch nicht wissen was auf uns zu kommt. Deine Präsenz ist noch da und die nimmt noch Raum ein. Es wird Zeit zum Trauern und Loslassen brauchen, damit der neue Mensch in dieser Rolle wirken kann, und das Amt auf seine oder ihre Art gestalten oder ausfüllen kann ohne mit dir deinem großen Fußabdruck verglichen zu werden.

Ich denke, dass du für das Geben da oben dich auch von den einen oder anderen Anteilen abspalten musstest. Ich wünsche dir jetzt viel Urlaub, viel Loslassen, viel Verarbeiten, ich wünsche dir viel Raum für Hingabe und vielleicht wieder etwas mehr Zeit mit deine weiblichen Anteile. Mein Gefühl sagt mir, dass ich dich nicht wie Schröder oder Fischer bald in einer Lobbyorganisation für Pipelines wiederfinde. Aber mal schauen, die Medien sicherlich noch auch in Zukunft das Interesse an dir nicht verlieren.

AHO

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**PS: Ich schreibe in der letzten Nacht diesen Klammer-Satz zuim Thema 5% Hürde „(Und wie ich immer zu diesem Thema schreibe, in der Hoffnung, ich werde irgendwann mal gehört.)“ und am nächsten Morgen erscheint dieser Artikel um 9:18 auf Tagesspiegel.de Danke. Ich wurde erhört.

Tagesspiegel 24.09.21 9:18 Uhr

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Medienbeiträge zur Wahl 21

Drei teilenswerte Beiträge:

zum einen die Hart aber Fair-Sendung mit den Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsfraktionen.

Hart aber fair

Ich fand die Konstellation sehr angenehm, dass 6 Spitzenpolitiker_innen der im Bundestagsfraktion vertretenen Parteien zugleich anwesend waren. Es gab keine ungerechte

Kanzlerkandidat_innenauswahl, keine Doppelbesetzung, weil die CDU und CSU zwei Personen schicken darf.

Beim letzten Triell durfte der Rot-Grüne Block einen Kandidaten der Bürgerlichen in die Zange nehmen und er wirkte mit seiner Position wie in einer Minderheit. Wäre Lindner dabei gewesen, wären die Blöcke Rot-Grün und Schwarz-Gelb etwas ausgeglichener gewesen.

Warum gehört Lindner nicht dazu, obwohl er in Umfragen in Reichweite zu den Grünen liegt? (rhetorische Frage… I know, er hatte nie 28% in den Umfragen wie die Grünen)
Als Westerwelle (R.I.P.) mal Kanzlerkandidat war, entschieden die Sender auch, dass er nicht am Kanzler_innenkandidat_innenduell teilnehmen durfte.

Und dann gab es mal eine Sendung, da durften die sich nach einem Triell die Parteien ohne Kanzler_innenkandidat_innen rumschlagen. Die FDP wird da zwischen CSU, AFD und Linke gequetscht und die Union ist doppelt vertreten, was mich oft echt aufregt, weil die Union mit zwei Parteien oft doppeltes Rederecht bekommt.

Ich fand Alice Weidel klasse. Sie hat sich als erstes auf die offene Frage gemeldet und das erste Thema gesetzt. Das Thema Impfungen. Auch wenn die AFD bei meinem Wahlomat ganz unten kommt, weil der Wahlomat sehr realpolitische Fragen stellt, so muss ich halt bei der AFD einfach anerkennen, dass sie die Themen besetzt, die mir wichtig sind. Ich habe auf der Demo Marsch für das Leben „gehört“, dass die AFD als einzige das Lebensrecht nochmal explizit im Wahlprogramm hervorhebt und die Union das eher rausgenommen hat.

Sie spricht einen ganz, ganz wichtigen Punkt an, der mir fehlt in der öffentlichen Debatte. Sowohl Geimpfte als auch Ungeimpfte können den Virus spreaden. Hier hatte ich die einzige Meinungsverschiedenheit mit Weidel, weil sie die beiden Gruppen gleichsetzte. In einem Beitrag auf web.de hieß es, dass 10% der Intensivpatient_innen Geimpfte sind, bei einer Anteil von 70% in der Bevölkerung. Anstatt 97% Impfschutz vor Corona ist der Schutzfaktor nach meinem mathematischen Gefühl eher 1 zu 8. (was immer noch enorm ist und ein Argument für die Impfung sein darf). Aber Fakt ist, dass ein gesunder Mensch jetzt vielleicht zu 0,8 Promille andere anstecken könnte und ein Geimpfter Mensch zu 0,1 Promille. Einerseits unterscheidet sie der Faktor von 1 zu 8 und andererseits sind beide Gruppen mit einer Wahrscheinlichkeit von unter 1 Promille ansteckend. Können wir als mal bitte die Eskalation rausnehmen von Maßnahmen gegen ungeimpfte? Es gab eine 2G Party, das hieß Ungeimpfte Ungenesene hatten keinen Zugriff, dennoch waren 20% der Gäste hinterher C+(!). Bei Geimpften läuft die Infektion übrigens noch milder ab, so dass sie wirklich symptomfrei das Virus verbreiten können.

WDR, 20.9.21 „Münster: Inzwischen 85 Infizierte nach 2G-Party im Club“

Dieser Fakt wird so krass ausgefiltert. 2G und die Veranstalter und Restaurants bekommen wirtschaftlich relevante Privilegien, wenn sie sich für 2G entscheiden. Es darf dann auf Maske und Abstand verzichtet werden. Bei 3G müssen teilweise wirtschaftlich katastrophale Auflagen eingehalten werden wie Maske und Abstand. Das ist keine freie Entscheidung für die Betriebe. Das sind in höchstem Maße Sachzwänge, die systematisch zu 2G anreizen, also wirtschaftlicher Druck auf Betriebe ungeimpfte auszugrenzen. Wenn ein Kino alle Sitze verkaufen darf bei 2G, aber nur jeden Dritten bei 3G, was wird das Kino dann machen?

Ich resonierte dann auch mit ihrer Positionierung entgegen den Floskeln aller anderen Parteien keine Impfempfehlung auszusprechen, da das eine persönliche Entscheidung nach persönlicher Abwägung sein sollte und dieses Einmischen und Empfehlen Druck ausübt.

Die Kanzler_innenkandidat_innenparteien und der Moderator waren für die als „sanfte Druck“ Linie euphemisierte Linien 2G bzw. kostenpftlichtige Tests, wo nur Lindner ein klein wenig Contra gab, aber in späterer Zukunft, Frühhar 2022 auch für kostenpflichtige Tests ist. Nur die Linke sprach sich noch für 3G inklusive kostenfreier Tests aus. Die Grünen sind die einzige Partei, die sich am offensten für Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen positionieren.

Ich mochte Weidels Arroganz und ihr Grinsen. Sie und ihre Partei wird fertig gemacht und ausgegrenzt, keiner will mit ihr koalieren. in der Sendung auf dem Weg zur Macht hat sie sich emotional gezeigt, dass es sie auch trifft.

Empfehlenswerte Doku, welcher den Machtkampf Söder-Laschet sowie Baerbock und Habeck nochmal nachzeichnet und auch Zivilbevölkerung zu Wort kommen lässt, bspw. eine gemäßigte Querdenkerin einfach mal unkommentiert und nicht in Ecken drängend zu Wort kommen lässt.
Wege zur Macht – ARD Mediathek, 20.9.21

Hinter ihrer Arroganz steckt ne Power, ihre Intelligenz, ihre Verachtung gegenüber der mentalen Beschränktheit der Mainstreamdiskurse. Die ganzen Themen, welche die Mitte rhetorisch mit Keulenprogrammen abspaltet und die der Rand auffangen muss. Die AFD trägt unfassbar viel bei für unsere Gesellschaft, für unsere Demokratie, sie trägt und spiegelt und repräsentiert einen Teil unserer Bevölkerung und besetzt Themen mit denen ich leider auch resoniere, wo ich jede politische Heimat verloren habe, wo die Extremist_innen der Mitte blind sind und sich ihre Bubble kreieren und vom Fühlen und von der Bevölkerung trennen. Als sie dann einmal mit ihrer Power ausholte und die Verträge und die Schuldenunion, das wofür die AFD mal 2013 gegründet wurde rausholte, wurde sie nur abgewatscht, weil zu komplex und offenbar zu mental überfordernd. Lieber Scheuklappen auf und sehen, dass wir dieses System mit Schulden am Leben halten.

Der SPD-Mann war völlig müde und lame. Das war der Fraktionsvorsitzende der SPD? Wird einem immer wieder bewusst, dass die SPD keine zweite Reihe hat und es wahrscheinlich sein wird, dass die nach links rutschende Fraktion, die auf dem Scholz Ticket jetzt ihre Mandate bekommen wird, es nach der Wahl richtig eskalieren wird. Die SPD hat gerade einen toxischen Frieden. Das hilft vor der Wahl. Erinnert ihr euch noch an Schulz, Gabriel, Nahles? Wie Gnadenlos die Partei sein kann, wie die Flügel, die innere Spaltung und Ambivalenz eigentlich gar nicht mehr zu halten ist.

Meine Prognose: Das wird crashen. Ich kann nicht nachvollziehen, dass die SPD auf Platz eins in den Umfragen ist. DIE S P D? Könnt ihr euch noch erinnern was wochenlang anfang 2020 in den Medien war? Kurz vor Corona? Die Bonpflicht. Dieser Sondermüll, der da kilometerweise produziert werden muss, weil SPD-nahe Firmen daran geld verdienten. Ich fands schön, dass die Partei auf dem Weg des auflösens war, jetzt ist sie wieder stärkte Kraft. SIC. Ich glaube die Leute wissen auch, dass die Lauterbach nicht mögen, aber vergessen, dass er auf dem SPD-Ticket in den Bundestag und die Talkshows kommt.

Gut moderiert von Frank Plasberg, der halt lässig war und Raum für Inhalte gab. Geil von Christian Lindner, wie souverän er mit der Verspätung und den Sticheleien umgegangen war und auf Knopfdruck, verspätet und außer Atem sein Rhetorikprogramm abrufen kann. War auch viel inhaltlicher Fokus nur das ständige Lenken auf Rot-Grün-Rot-Fragen hat irgendwann genervt und er hat der Union und FDP bei der Rote-Socken-Kampagne Vorlagen gegeben.
Hart aber fair, Sendung vom 20.09.21

Jetzt zu diesem Zeitpunkt schaute ich gerade die erste Hälfte von einer Doku zu allen Kleinparteien. (bin gespannt ob auch noch rechtsextreme Parteien auftauchen werden, aber es hieß am Anfang, dass nur 27 von 33 die Einladung angenommen haben.)

Absolute Wertschätzung und danke dafür, dass allen Parteien ein unvoreingenommener Raum gegeben wird. Sie bekommen freien Raum sich und ihr Programm vorzustellen, sie dürfen einen Gegenstand nach Wahl mitbringen und sie bekommen alle die gleichen Kärtchen zu denen sie ja oder nein sagen können und es werden Bürger_innen gesucht, welche Fragen stellen dürfen. Dadurch ist es auch random und es kommen nicht die klassischen Journalist_innenfragen, welche das Gegenüber gleich in einer Ecke drängen. Da spricht dann mal der Banker mit dem Typen von der Marxistisch-Leninistischen Partei…

Ganz, ganz schlimm und zum fremdschämen fand ich die Partei LIEBE. Dieser schöne Terminus ist echt von denen versaut. Sie spricht sich für die IMPFPFLICHT aus!!! Die Partei für die Liebe voll für die physische Gewalt und mensch merkte, dass sie mit freier Liebe, homosexueller Liebe, Poly eher so nichts am Hut hat. Die Kandidatin, die mit Akzent sprach und der ich eher mal ne Schlichtheit zuschreibe ging es darum, dass der Staat Hochzeitskleider subventioniert, damit Menschen da nicht so lange hinsparen müssen. Echt jetzt, aber OK. Kleinparteien dürfen sowas. Aber da ist dann auch bei mir die Grenze von Kleinparteieninfrastruktur befürworten angekommen, zumal sie nur in einem Bundesland antreten.
„unterwegs zu den Kleinparteien“ BR 15.09.21.

Partei für Liebe für Impfplicht


Naja, auf jeden Fall empfehlenswert und danke an den öffentlichen Rundfunk. Davon und in diesem Stil möchte ich viel, viel mehr sehen. Ausgewogenheit, Unvoreingenommenheit, Raumgeben und auch mal nen bissl Gerechtigkeit und Redeanteile reflektieren.

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Politische Sozialisation

Ich exisitiere und in meinem Mentalkörper läuft ein nahezu ununterbrochenens politisches Reflektionsprogramm. Voll unspirituell. Das Gegenteil von Stille. Eine enorme Nachrichtensucht und viele Alte Einordnungsprogramme in mir durch das die ganzen Informationen fließen. Es gibt mir Halt. Ich denke, also bin ich.

Ich bin hier in diese Welt hineingeboren. Die ersten 30 Jahre mit relativ unbewussten Familienissues. Ich war da, ich war traumatisiert, ich war nicht in mir gehalten und geliebt. Meine afghanisch, väterlichen Anteile musste ich vollends unterdrücken. Das männliche/Väterliche steht auch für den Zugang zum Weltlichen. Diese Instanz fehlte in mir. Es gibt ja die Theorie in Linken Rassismusdiskursen, dass als Ausländer gelesene Menschen, sich oft ganz besonders Deutsch verhalten. Sich in einer Überanpassung deutsche Patterns aneignen in der unterbewussten Hoffnung, die gleiche Anerkennung zu bekommen vom Umfeld von Biodeutsche. Der Kampf um die Zugehörigkeitsanerkennung die Biodeutschen anderen Biodeutschen automatisch geben.

Ich wollte auch ein ganz besonders guter Deutscher sein. Ich bin enorm identifiziert, weil ich mir viel äußere Räume als Identifikation in mein System gezogen habe, weil da ne Grenzenlosigkeit, eine Männliche Nicht-Identifkation vorhanden war. Ich habe gelitten und immer wieder das unbewusste Gefühl von „nicht verstehen“/verstehen wollen, das mich auf meinem äußeren/dissoziiertem Weg nach Identität getrieben hat. Ich habe mich in wirklichen vielen Energiefeldern aufgehalten, viele Erfahrungen gemacht und sie dadurch auch integriert. Ich war kein Mensch, der in seiner Mitte war und daher habe ich mich auch immer von ungehaltenen Rändern angezogen gefühlt.

Ein spannender Aspekt war auch immer meine ambivalente Beziehung zu Regeln und Hierarchien und Führung. Ich war Regelbrecher, vor allem da, wo ich an den Regeln nicht partizipieren konnte. Dazu gehören heutzutage bspw. Corona-Zwangs-Verordnungen, die ich als Übergriffig empfinde, weil ich keine Mitsprache hatte und die verantwortlichen Parteien auch nicht gewählt habe.

Ich habe in meiner Jugend Fussball gespielt. Nicht sonderlich gut. Habe 7 Tore in meinen Vereinsligagroßfeldspielen geschossen. Irgendwann zog es mich zur Schiedsrichterausbildung. Ich war dann der Typ, der auf die Regeln in der Begegnung von 22 Männern oder Frauen (Plus Ersatzspieler_innen und Publikum) in einer Machtposition mit Pfeife, Kenntnis, Entscheidungsgewalt und Präsenz umsetzte. Ich bekam damals eine Aufwandentschädigung von 17 bis 21 Mark.

Später habe ich gepokert. Ich liebe dieses Spiel. Das spirituellste überhaupt. Ich hatte eine phänomenal überdurchschnittliche Quote bei Sachpreisturnieren in den Sachpreisrängen zu landen. Wenn es dann um Geld ging, war ich immer noch ein Plusspieler, aber die Quote war geringer und ich hatte nicht die Bankroll. Auf höherwertigen Geldlevels war ich auf einmal der Fisch, der ausgespielt wurde. Es ist enorm was es auch im Poker für einen Leistungsunterschied gibt. Von Wegen Glück, so ein enormer Faktor mit der Skillz und Präsenz und dem gesamten Körpereinsatz zu spielen. Auch hier landete ich irgendwann in der Rolle des Dealers. Machte eine Ausbildung und war dann Kartengeber und sorgte für Focus und Einhaltung der Regeln und Flow am Pokertisch.

Hier sitze ich bei einem Juice-Pokerturnier am Potsdamer Platz neben der späteren zweifachen Europameisterin und Millionärin Sandra Naujoks.
Hier bin ich als Dealer – bei einer Art Deutschen Meisterschaft der Poker Bundesliga – rechts im Bild. In der Mitte, der Handballsuperstar Stefan Kretzschmar.

Einen Stellvertretenden Klassensprecher brauche ich kaum erwähnen, aber das Muster zog sich später durch. An meiner Alice-Salomon-Fachhochschule zog es mich über das Studierendenparlament bis hin zum höchsten Gremium der Hochschule als studentischer Vertreter im Akademischen Senat.

Ende 2011 besuchte ich meinen ersten spirituellen Workshop. Seit 2012 bin ich Teil des spirituellen Gruppentreffens und war Teil der Community, die das SPIRIT BERLIN gehalten hat. Auch hier entwickelte ich mich vom Teilnehmer zum Raumhalter und ich finde es ein krasses Pattern in meiner Sozialisation, weil auf der Traumataebene ist mein Hauptproblem, dass ich mich selbst zum Teil nicht halten kann. Das gilt vor allem für meine rechte physiche Seite, die sich von Becken bis Kiefer zu jeden Zeitpunkt energetisch anders anfühlt als meine linke weibliche Seite.

Aber darum geht es heute in diesem Artikel nicht. In meinen ADS-Fantasien kreist der Impuls mich öffentlich mit Wortbeiträgen zu zeigen. Mit Gedanken, Reflektionen und Einordungen zu Politik und Wahlen. Wir leben in rauen Zeiten. Zum einen kann ich die äußere Welt als hart einordnen. Ich weiß, dass ich, wenn ich mich mit meinen Metamentalen und spirituellen Anteilen zeige, die ich mir auch angeeignet habe und jetzt auch in meinem Superego Teil meiner Identität sind in die ich die äußere Welt einorde, dann bin ich schnell der Schwurbler und ich weiß, dass ich sehr verständnisvoll für die Ränder bin. Immer mit der Energie, dass da einfach nur Energien sind, die gesehen und geliebt werden wollen anstatt aus der Mitte von den Menschen abgespaltet. Aber wir haben hier enorm viele Toxische Bashingprogramme installiert bekommen. Deutschland ist ein Land mit einer vergleichbar hohen Meinungsfreiheit. Und weil es eben nicht die staatlichen Behörden sind, finden die Zensurfrequenzen anders ihre Wege um Kontrolle auszuüben und unbequeme Diskurse zu unterbinden. Eine Schere im Kopf entsteht, weil es Angst um ganz klare soziale Konsequenzen wie Arbeitgeberbeziehungen geht.

Meine Gedanken zu aktuellen Themen sind gecharged mit persönlichen Identitätsanteilen und damit die Energie irgendwann mal sauberer wird und ich nur wirklich nen aktuellen Bezug herstelle, muss mein erster Artikel einfach mal knallhart nur den Fokus auf mich und meine politische Vergangenheit haben. Ich habe gestern Nacht mir mit mir alleine ein Zoom aufgemacht und bin auf aufzeichnen gegangen und habe einfach losgeredet. Es wurden 1:57 Stunden, die ich in ner Flowenergy geredet habe. Ich bin finanziell schwach und habe kein Smartphone. Die Bild und Soundqualität ist unter aller Sau. Nen zwei Stundenvideo mit dieser Qualität zu veröffentlichen wäre ne Frechheit. Von der Energie ist es einerseits nehmend. Es ist ein bißchen Therapie für mich. Im Alltag habe ich wenige Leute, die mein Rede- und Austauschbedürfnis und meine rededominante und tiefe und fundierte und von vielen systemischen Perspektiven beleuchtende Art halten können, zumal es nicht ein leichtes Synchrones Gespräch ist, wo viel gemeinsames Fundament da ist, sondern ich mich auch vom Fundament fundamental von anderen unterscheide. Und meine Fundamente sind immer wichtig, um meine Positionen einordnen zu können. Meine Positionen ohne die entsprechende Fundamente und Wertvorstellungen dahinter können sehr schnell weird wirken. Deshalb neige ich dazu, wenn ich ne Position habe, sehr viel dazu erklären zu müssen, mit leichter Neigung mich schon zu rechtfertigen.

Es ist auch ne Energie von festgehaltenen Identifikationen aus der Vergangenheit. In meinem System kommen immer wieder auch Sterbeprozesse, aber ich gehe nicht durch, weil ich Angst vor der Stille und dem Identitäts und Haltverlust habe. Alle meine Konstrukte in die ich viel mentale Kraft investiert habe, mein Grübeln, gibt mir auch Halt. Wenn ich das loslasse und schaue, wer ich unabhängig davon bin, werde ich ein ganz ruhiger Mann, der relativ wenig Impulse hat im Vergleich zu meiner mentalen ADHS-Mentalität und ich bewerte das. Ich habe noch Angst davor und entscheide mich jetzt rauszuschreiben auf dem Weg meines Loslassens. Weil über nen Prozess kriege ich das eh nicht losgelassen. Es hängt einfach zu fest. Seit Jahren. Ich bin also auch in der Frequenz eines Opas, der viel von früher erzählt. Im besten Fall ist mein Artikel nicht nur nehmend, vielleicht unterhält er ja und vielleicht ist es ja auch interessant und bereichernd meine Gedanken zu lesen. Ich habe nicht die Perspektive zu sagen, ob ich wirklich einfach nur fucking krank bin oder ob nicht hinter meinen tiefen Gedankenschlaufen Geschenke stecken, die der Mainstream jetzt nur noch nicht nehmen kann und deswegen als krank und abweichend und Randerscheinungsgeschwurbel abwerten muss. Mir gefällt meine Rolle auch nicht so sehr. Ein teil von mir wäre auch gerne in der bürgerlichen Mitte, hätte Frau und Kinder und einen erfüllenden Job, in dem ich ich mich wertvoll und anerkannt und wachsend fühlen würde und das Geld zu mir fließt und ich voll die schönen Impulse habe mein Geld wieder zurück in die Welt fließen zu lassen für Schönheit, Massagen und Wohlstand und Reisen.

OK ich starte Mal:

Unpolitisches Elternhaus

Gestern vor dem Video, stellte ich mir erstmalig die Frage, was meine Mutter wählt. Ich weiß es nicht und kann es auch nicht erraten oder erfühlen. Wir haben so weit ich mich erinnere nie darüber geredet. Obwohl, als ich grüner Kandidat 2006 und vielleicht auch 2011 war, habe ich sie bestimmt gebeten die Grünen zu wählen, zumal sie auch in meinem Bezirk wahlberechtigt war. Aber da habe ich dann mit ihr geredet und nicht zugehört.

Als Kind oder Jugendlicher war Politik nie Thema zwischen uns. Am Tag nach dem Mauerfall ist sie als Lehrerin einfach zur Schule gegangen und hat sich gewundert, dass keiner da war. Sie wurde dann vom Direktor nach Hause geschickt. Bis heute bin ich traurig darüber, dass ich als 7jähriger nicht in das Feld des Mauerfalls reingeholt wurde durch sie. Wenn ich die Bilder sehe, fange ich jedes Jahr erneut an zu weinen. Der Berliner Mauerfall, dass wir in der Stadt lebten, dass von vier Allierten kontrolliert und durch eine Mauer getrennt ist schon alleine eine politische Besonderheit.

Vielleicht habe ich es mal geschafft irgendwann einen Berliner Kurier zu kaufen. In der Schule hatten wir auch mal Arbeitsblätter zum Thema Gesetzgebungsverfahren, was mich kaum interessierte. Ich kann mich nicht erinnern in der Schule Parteien durchgenommen zu haben oder über Wahlen geredet zu haben. Sowas wie U18-Wahl gab es damals vermutlich noch nicht. 2001 wurde uns am OSZ Handel II die Euro-Einführung unkritisch schmackhaft geredet.

Im Jahre 2001 bin ich im August 19 geworden und erhielt meine erste Wahlbenachrichtigung für September. Ich ignorierte das eher. Gab auch kein Gespräch meiner Mutter, die diesbezüglich auf mich ja hätte zukommen können. (Ich würde das bei meinem Kind machen und es neutral beraten.)

Nichtwähler

Ich lief dann am Wahlsonntag durch Marzahn und zufällig an einem Gebäude vorbei, vor dem „Wahllokal“ stand. Das war ein bewusster Moment. Mir wurde in dem Moment klar, dass ja Wahl ist und ich nicht teilnehmen werde, hatte ja die Unterlagen auch nicht mit und es war vermutlich nicht mal mein Wahllokal. Es war so ein Minischock, leichtes schlechtes Gewissen. Dann kam natürlich der Gedanke wählen zu gehen und dieser Gedanke war voll besetzt mit Angst. Erstens. Ich hatte wirklich gar keine Ahnung, konnte die Parteien sicherlich nicht Inhalten zuordnen und da war die Angst wählen zu gehen und was falsch zu machen.

Ich erzählte die Anekdote, weil es mir wichtig ist zu zeigen, dass der Typus Nicht-Wähler voll bei mir integriert ist. Ich weiß wie sich das anfühlt und dass es es ne gewisse Mindestkompetenz oder Background braucht um die Hürden wählen zu gehen auch zu nehmen. Es ist ein Wahlrecht und keine Pflicht, es sollte auch keinen sozialen Druck geben. Die Woche hat ein Moderator gesagt, dass wenn jemand nicht wählen geht, er sich hinterher auch nicht beschweren dürfe. Den Satz kenne ich seit Jahren und er ärgert mich. Es ist voll OK, auch aus Gründen von Fundamentalwiderstand, -Opposition, -Frust, Projektionen, -Protest usw. nicht wählen zu gehen oder ungültig zu wählen und hat danach immer noch eine Stimme mit der Mensch sich beschweren kann, auch mit dem Glaubenssatz wählen bringt doch eh nichts/ändert doch eh nichts. Weil letztendlich werden nur verschiedene Parteien in bestehende Infrastrukturen in vorgegebene Sachzwänge und Prozesse reingewählt. Manch eine Bürokratie oder Institution oder Gegebenheit ändert sich eben nicht durch eine Wahl.

Haltung zum Wahlalter

Hier an der Stelle möchte ich meine radikal demokratische Haltung zum Wahlalter einfügen.

aktueller Stand:
https://www.kommunalwahl-bw.de/wahlalter

Ja. ich bin für ein Wahlalter ab 16 Jahren durchweg, weil die politische Zukunft, was Klima, Bildung, Infrastruktur, Renten, Sicherheitspolitik auch junge Menschen angeht. Ein Imbissbesitzer meinte zu mir letztens, dass er nicht dafür ist, weil die jungen Leute ja nicht über Strafgesetze mitbestimmen sollte, die dann für sie erst ab 18 gelten. Interessantes Argument vs zum Hände über den Kopf schlagen, wie kreativ doch manche Gegenargumentationsstrategie ist.

Ich gehe sogar weiter und ich meine das völlig ernst. Wir haben eine systematische Ungerechtigkeit in unserem Wahlsystem, was mit dem demografischen Wandel zusammenhängt. Wir haben sehr viele Rentner_innen, die ihre Stimme jetzt an einen Politiker geben, der sein Mandat für 4 oder 5 Jahre bekommt. Der Systemimmanente Anreiz für aktuell hohe Renten zu sorgen anstatt nachhaltig dafür zu sorgen, dass die junge Generation auch noch ein faires Rentenangebot bekommt einerseits und die Wichtigkeit von der Rettungs des Klimas andererseits hat einen Einfluss auf die Kampagnen im Wahlkampf und die Nachhaltigkeit von Beschlüssen in der Politik.

Ich bin für ein radikales Wahlalter von 0 Jahren. Und natürlich kann ein Baby nicht wählen gehen, die Stimme geht dann an die Sorgeberechtigten. Für Uneinigkeit muss sich mensch dann Lösungen einfallen lassen, vielleicht 0,5 Stimmen und 0,5 Stimmen auf die Elternteile verteilen oder ähnliches. Das verändert die Kommunikation. Familien, Kinder, Jugend und Schul und Kitapolitik wird wichtiger, weil Eltern, die einen anderen Beitrag leisten für die Gesellschaft mehr Stimmengewicht bekommen. Ein kleiner Ausgleich gegenüber Rentner_innen und Kinderlosen. Und dann kann es mal passieren, dass in der Grundschule über die Wahl geredet wird und dann kann es mal passieren, dass ein Kind zu seinen Eltern geht oder die Eltern mit dem Kind über deren Stimme sprechen. Dann kann es mal passieren, dass ein 6 bis 14jähriges Kind die Partei wählen will, weil das Plakt gut gefällt oder die Eltern, wo die Mutter, die FDP wählt und der Vater die AFD, das Kind die Tierschutzpartei wählen lassen, weil das dem Kind gerade wichtig ist. Und natürlich kann es dann passieren, dass es Konflikte, Streit und Manipulation gibt, bspw. dass die Eltern Druck auf das Kind ausüben, die NPD zu wählen oder den Dritten Weg oder ähnliches, aber das ist nicht so dramatisch, dass mensch jetzt sagen sollte, das verzerrt das Wahlergebnis oder wir machen es lieber nicht um die Kinder zu schützen vor schwierigen Situationen mit ihren Eltern. Das ist dann ein Innerfamiliärer Konflikt und wenn das Kind dann größer ist, dann wird das aufgearbeitet, wenn das Kind das dann möchte. Und wie gesagt es ist ein Wahlrecht, keine Pflicht. Es ist auch völlig OK für die Eltern wählen zu gehen und auf das Stimmrecht des Kindes zu verzichten, wenn sie der Meinung sind, es ist zu klein für solche eine Verantwortung.

Boah, tat mir das mal gut rauszuschreiben. Zurück zu meinem Fokus, das ich mit einer Zwischenfrage an euch einleite. Wann wurdet ihr politisiert? Wann wurdet ihr parteipolitisiert? Manchmal wird mensch ja politisch wegen etwas, was noch gar nicht mit Parteien zu tun hat. Und irgendwann kommen die ersten Wahlen, wo mensch das Kreuz für eine Partei machen darf. Wie war das bei euch?

Mein politisierendes Event

Ja, die 90er waren weltpolitisch ziemlich ruhig. Deutschland war beschäftigt mit Ost-West-Themen und Rechtsextremismus, der Irakkrieg war außerhalb meiner Wahrnehmung, der Beschluss den Euro einzuführen worde ohne große Basisdemokratie auf EU-Ebene beschlossen und umgesetzt, der Kosovokrieg und die Rote Farbe auf Joschka Fischer bekam ich noch mit, aber das Thema Nato-Krieg war einfach zu groß für mein Bewusstsein und ich musste es ausfiltern.

Im Jahre 2002 bekam ich eine Einladung von FORSA zu einer Studie zum Kanzlerwahlkampf. Es gab ne Aufwandsentschädigung und natürlich sagte ich als junger Mensch zu. Ich saß dann in einem bequemen Stuhl, bekam ein Rädchen in die Hand, wo ich meine Aufmerksamkeit/Stimmung von 1 bis 10 jeden Moment hindrehen konnte und schaute mir eine politische Diskussion zwischen Gerhard Schröder und Edmung Stoiber an. Hinterher gab es eine aufgezeichnete Gruppendiskussion. Zu diesem Zeitpunkt war ich weit weg davon mir von alleine politische Sendungen, die da abends im TV liefen anzuschauen. Mein Bewusstsein, meine Konzentration reichten nicht aus. Es so nen bissl gezwungen zu machen ohne wegschalten zu dürfen oder mich abzulenken trainierte diesem mentalen Muskel in mir, mir solche Sendungen anschauen zu können. Ich war völlig geflashed von dem Charisma von Gerhard Schröder und hatte natürlich Antipathien gegenüber dem bayerischen CSU-Kandidaten. Hier passierte was in mir, ich schaute auf einen Mann, eine Vaterfigur. Gerhard Schröder, hatte Status, Macht Anerkennung. In mir kreirte sich das Programm, ah als Politiker kriegste Anerkenung und weil ein vaterloser, minderwertiger Anteil sich natürlich genau danach sehnte, kreierte ich im Folgenden, dann später die narzisstische Politikerrolle in mir als Fassade.

Politisierung

Auf einmal interessierte ich mich für Politik. Mir halfen damals diese gratis zwei Wochenabos von den Tageszeitungen, die ich immer wieder durchrushte. Vor allem die Berliner Zeitung damals. Ich musste es mir auch erstmal aneignen diese Art von journalistischen Texten zu lesen und zu verstehen, weil ja Wissen vorausgesetzt wurde, das ich nicht hatte. Ich war auch später auch Abonnent und kann nur sagen, dass Tageszeitung lesen einen großen Unterschied macht zwischen dem schnelllebigen Internet heute oder sich nur auf ne Nachrichtensendung im Fernsehen zu verlassen. Heute kann ich es nicht mehr, weil das Internet einfach zu schnell geworden ist. Jahrelang las ich auch den Spiegel und war fasziniert von den ausführlichen Hintergrundartikeln.

In meinem jugendlich-naiven Art damals in dem kollektiven Feld in dem ich mich aufhielt entstand auch ne Nähe zur Linken, zum Sozialismus und eine unkritische Distanz zur DDR. Ich bin aus modischen Gründen mit einer braunen Armee-Sport-Verein-Jacke rumgerannt (ohne Logo), weil solcher Typ Second Hand Jacken in der Electroszene in waren. Beeinflusst hat mich das enorme Bashing der bundespolitischen Ebene gegenüber der Linken und der DDR, was natürlich auch ein Angriff war auf Menschen, die dort Sozialisiert wurden. Es hieß dann immer, dass die dämonisierte Linke bitte nicht über 5% kommen darf. Das hat mich geärgert. Die 5%-Hürde ist etwas wozu ich mich immer wieder demokratietheoretisch äußere.

5%-Hürde

(….)

In Marzahn-Hellersdorf und in Lichtenberg gewannen die Linken das Direktmandat. In der Kommunalvertretung hatten sie die absolute Mehrheit und es gab keine katastrophalen diktatorischen Zustände, wie immer suggeriert wurde bei der Dämonisierung. 2002 wählte ich erstmalig und ich wählte mit beiden Stimmen die Linke. Zum einen Petra Pau und zum anderen die Linkspartei mit der Zweitstimme in der Hoffnung, dass sie die 5%-Hürde schafften. Sie schafften am Ende 4% und Rot-Grün ging in die zweite Koalition. Die Linke war mit den beiden Direktkandidatinnen aus Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf im Bundestag vertreten. Bei knapp 600Abgeordneten ohne Überhangsmandate entsprechen 4% ca. 24 Abgeordneten. 24 Menschen, die im Bundestag hätten sitzen müssen, um das Wahlergebnis im Bundestag zu repräsentieren. Meine Stimme und die von vielen anderen Menschen wurde per Wahlgesetz nach der Wahl einfach für ungültig erklärt. Fuck, regt mich das auf. Und kleiner Wahlgesetzbürokratie am Rande: Hätte die Linkspartei ein drittes Direktmandat gewonnen, bspw. in Köpenick, wo Gysi knapp unterlag, dann hätten sie Fraktionsstatus gehabt und die 5%-Hürde wäre weggefallen. Sie hätten dann zu den 3 Abgeordneten nochmal auf ca. 24, die sie mit der Zweitstimme bekommen hätten aufstocken können.

Linksradikale Demos/1.Mai/Polizeiweigealt

[…]

Grüne Jugend Berlin

Seit April 2004 studierte ich an der Alice-Salomon-Hochschule am U-Bhf. Helle Mitte. Für mich als Marzahn-Sozialisierter war das ein enormer Kulturschock. Ich war megaeingeschüchtert von der Ausstrahlung der ganzen coolen Innenstadtmenschen. In meinem Semester kamen vielleicht 5 von 130 oder so aus Marzahn-Hellersdorf. 3 davon, nur deshalb, weil sie fürs Studium dahingezogen sind. Sie fuhren alle mit U-Bahn heim. Ich mit Tram. Nach meinem ersten Tag habe ich in der Tram geweint, so schlimm war es für mich. […], aber das gehört wieder nicht hierher.

Ich musste mich jetzt meinem Umfeld anpassen und wollte auch ein cooler, hipper, moderner, progressiver, urbaner Großstadtjunge werden. Leider ließ ich natürlich nicht meine White-Trash-Marzahn-Hellersdorf-Unterschichtsidentität vollends los und so musste ich wieder einen sehr persönlichkeitsgespaltenen Weg auf der Suche nach meiner Identität gehen. Die Linken waren jetzt nicht mehr so hipp. Hipp waren jetzt die Grünen. In meiner Politisierung ging ich irgendwann zu der Grünen Jugend Berlin in der Dirschauer Str. in Friedrichshain.

Jacob Dill, den ich 2012 beim spirituellen Gruppentreffen erstmalig bewusst kennenlernte und der später Hauptverantwortlicher Gründer vom SPIRIT BERLIN gewesen ist, erinnerte sich daran mich bei der Grünen Jugend Berlin gesehen zu haben und dass ich schon aufgefallen bin mit meiner Präsenz.

Ich war schon etwas älter und war der neue für den das alles nicht so normal war und der auch mit seinem Prolligen Marzahner auftreten und von der Ausstrahlung sicher nicht zu den zarten, hippen, verletzlichen, sensiblen Grüne Jugend Phänotypus passte. Es war innerhalb dieser Strukturen einfach hipp mit ultraprogressiven Forderungen zu provozieren und Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen. Ich war dann mehrfach auf den Bundeskongressen, auch ein politisierendes Happening, wo du auch schon gekillt wurdest, wenn du in der Eröffnung einer Rede nicht korrekt gegendert hast. Wir haben gemeinschaftlich in einer Turnhalle geschlafen und es gab, damals ganz hipp und progressiv Unisex-Duschen. Mein Kopf ging da natürlich Identitätsmäßig voll mit, auch Diskurse zu Unisextoiletten, aber im Nachhinein muss ich schon sagen, dass so eine Unisexdusche für mich als Mann herausfordernd ist und eher zu einer ungesunden Kontrolle der Sexualität bei mir führte als zu einem freien Sein.

Clara Herrmann war die Vorsitzende damals. Absolutes Karrieregen. Sie hat keine Zeit mit mir verschwendet, sie fragte mich höflich wie es mir geht und war schwupps die wupps weg mit der Aufmerksamkeit. Ihre Aufmerskamkeit war immer Bussy, hier Bussy da bei den Abgeordneten, also immer nach oben gerichtet. Sie bekam dann über das Mandat der Grünen Jugend Berlin einen sicheren Abgeordnetenplatz und hat einen eindrucksvolle Karriere hingelegt damit, dass sie jetzt Bürger_innenmeisterinkandidatin in Friedrichshain Kreuzberg ist. Es ist ein harter Bezirk, einer der Kommunen, wo die Grünen führende Kraft sind und maximale Verantworung haben. Einerseits denke ich mir, dass sie aus der Grünen Bubble nie draußen war und ich finde dieses Amt krass für sie und auf der anderen Seite Respeeekkt. Coole Dudes waren damals auch Benedikt Lux, der auch ne eindrucksvolle Karriere hat bei den Grünen und für den es mich freut.

Es war ne tolle Zeit mit vielen Aktionen, die wir planten und durchführten, tollen Gästen bei den Sitzungen, die uns Sachen erklärten, wir durften mal eine Fraktionssitzung der Bundestagsfraktion besuchen. Dort war auffällig, wie isoliert Hans-Christian-Ströbele der bundesweit als einziger Gründer das Direktmandat in der linksgrünen Urbanitätsbubble Friedrichshain Kreuzberg gewann. Es gab im Wahlkampf richtig geile Raves auf der Modersonbrücke, welche Katrin Schmidberger organisierte, eine Mitarbeiterin von Stöbele und jetzt Abgeordnete mit Hauptfokus auf das Thema Mieten.

In mein Mind kommt noch, dass ich später ein Fussballmatch zwischen dem ASH-Freizeit-Fussballteam und der Grünen Tulpe dem Team der Grünen Bundestagsfraktion (Mitarbeiter) organisierte. Ich war leider an dem Tag verletzt und wir spielten mit einem Menschen weniger und verloren 11:0.

Der Weg zurück nach Marzahn-Hellersdorf

Die energetische, Soziale, kulturelle Kluft zwischen der Innenstadt und Marzahn-Hellersdorf war enorm. Es fühlte sich völlig anders an über den Hackeschen Markt zu laufen als durch Marzahn-Hellersdorf. Ich verteidigte den Bezirk. Ich mochte unsere Plattenbauten, den Abstand zur Str. durch große Parkplätze, die riesengroßen Hofwiesen und Spielplätze. Der Bezirk war grün. Wir hatten die Gärten der Welt, den Ahrensfelder Berg, den Kienberg, und eine ausreichende Shoppingsinfrastruktur und keine gute Anbindung mit dem ÖPNV, auch an die Innenstadt. Ein Unterschied, war, dass es in Westberlin enorm viele Restaurants gab, Hausnummer an Hausnummer, die teilweise gut besucht waren. Die wenigen Restaurants in meinem Bezirk waren schlecht besucht. Der größte Unterschied war das Feld, das die Bewohner_innen aufbauten. Je nach dem zur Arbeit, dann zurück nach Hause in die Wohnung, Ruhe haben, Fernsehen schauen. Es gab kaum Begegnung im öffentlichen Raum. Kaum Clubs, kaum Räume wo Kreativität oder Ausgelassenheit entstand. Die Zahlen des Sozialstrukturatlas sprachen eine entsprechende Sprache. Das Image war katastrophal. Wenn ich erzählt habe, dass ich aus Marzahn-Hellersdorf komme reagierten die Leute entsprechend mit ihrer Mimik und es gab eher trennende Energie. Wenn die Leute aus Innenstadtbezirken kamen, beobachtete ich wie spannende Austauschgespräche entstanden. Die Leute, die Abitur machten, die coolen, gut gebildeten jungen Leute zogen meist weg, meist in die Innenstadt. Das Wort Gentrifizierung gab es damals noch nicht. Aber ich hatte damals schon einen ultraweltrettersaviormodus am Start in Form von Lokalpatrotismus. „Ich musste ja da wohnen bleiben und mich engagieren, es kann doch nicht sein, dass alle coolen jungen Leute wegziehen“.

Grüne Jugend Marzahn Hellersdorf

Ich blieb vor Ort und engagierte mich. Ich kam zur Grünen Jugend Marzahn Hellersdorf und langsam auch in die Erwachsenenwelt zum Kreisverband von Bündnis90/die Grünen. Ich war damals schon bindungsgestört und redselig. Unterbewusst konnte ich mein Pattern nach Rolle, Status, Reden dürfen über Gremien erfüllen. Marzahn Nord war ein Ort, der über Stadtumbau Ost Mitteln gefördert wurde. Ich landete dort im Gremium Quartiersrat und später im Projekt Bürger_innenhaushalt. Es waren keine Herzensangelegenheiten und ich war unterbewusst auch immer in einer Abwertung gegenüber den uncoolen, unbewussten, einfachen Bürgerinnen und Bürgern, die da mit mir in Gremien saßen und die gleichzeitig ich mit linksliberalergrünideologischer Progressiver mentalverkopfter Kackscheiße retten wollte.

Ein Phänomen war dann bspw. dass viele Mittel für Angebote rausgehauen und gefördert wurden, um die Lebensqualität zu erhöhen und auch auf niedrigschwelligkeit geachtet wurde, die Angebote aber teils auch echt nicht angenommen wurden, was dann wieder auch zu Frust bei den Anbietenden führte.

Später kam ich noch zur Jugend-BVV, einem Gremium, wo sich dann auch viele junge Menschen der anderen Jugendorganisationen tummelten und wo dann Kontakte entstanden mit Menschen, die ich später in der BVV wiedertraf.

Mein Engagment für die Grüne Jugend Marzahn Hellersdorf zog sich über viele Jahre, auch parallel zu meinem Status als Bezirksverodneter. Wir, und damit meine ich vor allem mich, organisierten Treffen, kreierten Flyer, organisierten Partys, vernetzten uns mit anderen Jugendorganisationen, machten einen Spendentag am 1.12. (glaube ich) für die Roten Schleifen im Eastgate, beantragten 1.000€ bei DM (Drogerie vom Besitzer der für ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist) für ein Biokochbuch, das wir auch bekamen als DM 1.000 mal 1.000€ für Projekte auslobte. Ich organisierte einen Filmabend für Alaska.de mit Jana Pallaske von der ich seit dem wirklich ein Fan bin (Charisma und sehr spirituell). Später organisierten wir noch in der Kino Kiste eine Filmvorführung zum Filme „Sonja“ mit Regisseurin und den beiden Hauptdarstellerinnen. Beide Filme wurden in Marzahn-Hellersdorf gedreht. Der Andrang war mäßig.

Der Sprung über den Kreisverband Bündnis90/ die Grünen in die Kommunalpolitik

Als parteipolitisch interessierter Mensch gibt es dann in diesem System einen vorgegebenen Weg… der Weg über Wahlen, dann in die Parlamente und die Ausschüsse/Gremien.

Ich fing an einmal eine Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf im Freizeitforum Marzahn und eine Jugendhilfeausschusssitzung zu besuchen.

Es war spannend. Die Brüder Mario Czaja und Sebastian Czaja waren in der CDU und verstritten sich. Warum weiß ich gar nicht mehr. Aber der jüngere verließ mitten in der Legislaturperiode im Streit die CDU-Fraktion und wechselte zur FDP. Die hatten vorher zwei Verordnete und durch Sebastian dann drei und somit Fraktionsstatus, was Ausschusssitze und Fraktionsmittel bedeutet, inklusive Mitarbeiter. Seinen Mitarbeiter, den er aus der CDU mitnahm dann für die Fraktion einstellte, kannte ich aus der Jugend-BVV und wurde er wurde dann auch über die Liste der FDP in der folgenden Legislatur Bezirksverordneter. Die FDP trat, obwohl es eine kleine Partei war mit Bezirkslisten an und ich glaube aus Marzahn-Hellersdorf zog dann nur einer. Das war dann Sebastian Czaja, der über den FDP-Spitzenplatz, den er sich sicherlich aushandeln konnte ins Abgeordnetenhaus zog und Mario Czaja zog über die CDU ins Abgeordnetenhaus ein. Er wurde später sogar Sozialminister und erlangte ja nochmal bundesweit aufmerskamkeit bei der Geflüchtetenkrise 2015. Sebastian Czaja ist mittlerweile der Spitzenkandidat der FDP-Berlin. Ich traf ihn 2016 beim RBB nochmal, wo die Parteien, die nicht im Parlament vertreten waren ihren Auftritt bekamen und spürte mit meiner Hochsensibilität wie krass er aus dem Dritten Chakra sprach und die Frequenz von Macht mega gut integriert hat.

Für die SPD saß damals Sven Kohlmeier in der BVV und im Jugendhilfeausschuss. Auch ein Anwalt und charismatischer Karrierist. Er kam auch als ich eine Podiumsdiskussion zum Thema Studiengebühren an der ASH organisierte mit allen im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien. Er war dann auch nach der Wahl im Abgeordnetenhaus.

Der Jugendhilfeausschuss in Marzahn-Hellersdorf war der Hammer. Die Karrieristen fetzten sich dort mit krassen Konzepten zur Privatisierung bzw. Finanzierung der Kinder und Jugendhilfe, obwohl es einerseits schwierig war gegen die absolute Mehrheit der Linkspartei in der Bezirksverordnetenversammlung, andererseits hat der Jugendhilfeausschuss einen Sonderstatus, weil der anders als die anderen Ausschüsse von dem Bundesgesetz im SGB VIII festgelegt wird und per Gesetz zu 40% aus Delegierten besteht, die aus der kommunalen Praxis kommen und nicht über die Fraktionslisten. Daher konnten hier Mehrheiten organisiert werden, die dann in der BVV wieder von der Linkspartei überstimmt werden konnten, aber sie mussten sich dann erklären, warum sie gegen die Positionierung eines Fachausschusses stimmten.

Ich saß da und war fasziniert. Ich kannte das Wort manifestieren da noch nicht, aber ich habe mir aus meiner minderwertig aufschauenden Art gewünscht auch mal da zu sitzen.

Der Wunsch erfüllte sich. Das Universum ebnete mir den Weg.

Berlinwahl 2006

Die Grünen waren bis 2006 nicht im Kommunalparlament vertreten, weil sie die 3% Hürde nicht schafften. Auf Platz 1 und 3 waren gesetze Frauen und Platz 2 kandidierte unser Biesdorfer Superstar Stefan Ziller, der auch Sprecher der Grünen Jugend Berlin zu der Zeit gewesen sein dürfte. Der Vorsitzende von Marzahn-Hellersdorf Nickel von Neumann sah natürlich mein Talent, mein Engagement und förderte mich. Wahrscheinlich auch wegen meiner Manifestation überließ er mir den Listenplatz 4 der Bezirksliste und trat erst auf Platz 6 wieder an, weil auf Platz 5 durfte er ja nicht.

Nebenbei übernahm ich noch die Direktkandidaur für Marzahn Nord, dem ungrünsten Wahlkreis von Berlin mit dem besten NPD-Wahlergebnis. Challenge accepted. Ich wollte ja die Welt retten und rockte hyperengagiert den Wahlkampf inklusive nem Sportfest in Marzahn Nord. (ich glaube Dunkin Donuts sponserte uns 1000 Donuts) und einer Rave Against Racism Party im Studierendenwohnheim Biesdorf. Ich holte beachtliche 3,4% Erststimmen, was aber berlinweit der letzte Platz bei den Erststimmen war.

Bei der Kommunalwahl holten wir sensationelle 5,0% und waren ganz knapp in Fraktionsstärke mit drei Verordneten in der BVV Marzahn-Hellersdorf vertreten. Stefan Ziller verpasste um ein Listenplatz das Mandat zum Abgeordnetenhaus. In der konstituierenden Sitzung war ich also nicht dabei. In einer anderen konstituierenden Sitzung in einem anderen Bezirk wurde eine Grüne Abgeordnete zur Stadträtin gewählt und legte ihr Mandat nieder. Daraufhin rutschte der Bezirksverordnete Stefan Ziller nach und ich rutschte in die BVV nach. Ich war also der letzte Berliner Grüne, der ganz knapp quasi direkt durch die Wahlen ein Mandat bekommen hat.

Ein Facebookpost zur Wahl 2017

Video SPON, 25.9.21

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Dune

Ich habe mir am Tag der Deutschlandpremiere dann doch noch spätabends nach dem Feierabend DUNE reingezogen.

Meine Einschätzung: „Meisterwerk“

Ja, düster, ganz anders als die Rave-Band Dune aus den 90ern, („cant stop Raving“, „lets go hands ind hands“ und der Queen Remix „who wants to live forever„) die ich mir immer noch gerne reinziehe und kaum vergleichbar mit dem anstrengenden Trashfilm Dune aus dem Jahre 1984, den ich kaum aushalten konnte. Ich verlinke mal, falls ihr statt diesem Artikel doch lieber Bock auf Gute-Laune-Ecstatic-Dance mit euch selbst habt.

Sehr viele Griffe der Filmkunst ausgeschöpft. Absolute Starbesetzung, extreme starke Bilder und Filmmusik von der absoluten Elite „Hans Zimmer“. Bißchen Abzug gibt es in der Story und in der Breite des Films. Tiefe hat er, aber es fehlte noch etwas mehr Bezug zum Filmuniversum, da toppt bspw. Star Wars mit einer enorm breiten Darstellung ihres Filmuniversums.

In meinen Prozessen mit meinem rechten Oberkörper, meiner väterlichen Seite, hatte ich mich letztens auch mit der Wüstenfrequenz connected. Mein Vater kommt ja aus Afghanistan, wenn ich diese Steinwüsten in den TV-Bildern sehe, fällt es mir schwer vorzustellen, dass es bei Menschen heimatliche Gefühle auslöst. Ich liebe das Deutsche Klima und die entsprechende Natur mit ihrer speziellen Ausprägung von Wäldern schon sehr und bin dankbar, dass ich meine Inkarnation hier leben darf. Auch als ich mal in Marokko Urlaub machte konnte ich mich nicht so in die Natur dort reinentspannen. Die geistige Welt lädt mich aber dazu ein mit der Weite und Leere und Stille der Wüstenfrequenz in Kontakt zu gehen. Mein Monkeymind hat Angst davor. Den Kinofilm Dune zu schauen, war jetzt ein schöner Kompromiss für meinen Monkeymind und meinen rechten Oberkörper mich mit der Frequenz von Wüste zu connecten.

Ich werde im Folgenden einige Assoziationen teilen, mit geringer Spoilerfrequenz. Den einzigen Fakt, den ich als Service Spoilern werde ist, dass es sich um einen Episode 1 Film handelt. In die Falle bin ich schon bei „Alita Battle Angel“ und „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ getappt. Hätte ich vorher die Information gehabt, dass es ein Mehrteiler ist anstatt ein Einzelfilm, hätte ich anders entscheiden können wann ich diese Filme schauen möchte, weil die Gefahr besteht, dass ich dann zum zweiten Teil den ersten wieder vergessen habe und vielleicht doch lieber alle zusammen schauen möchte. Naja, hinterher habe ich auf einem Filmplakat gesehen „it begins“, was mensch als Hinweis deuten könnte. Sei der Filmindustrie das Unterlassen dieser Information aus kommerziellen Gründen mal verziehen.

https://youtu.be/NHMCcXjD7Ak

Ich konnte wunderbar eintunen. Seit sehr langer Zeit endlich mal wieder ein 3D-Film und ich hatte ein völlig neues 3D-Erlebnis. Es war sehr beklemmend in den Sandstürmen mit schlechter Sicht und hat mich emotional voll aufgewühlt und in den Film hineingesogen. Ein Effekt, den ich liebe bei Filmen und mein Hauptkriterium für ein gutes Filmerlebnis ist. Holt der Film mich rein oder bleibe ich in der bewussten Beobachtung.

Es bleiben einige Assoziationen mit Star Wars. Bspw. die eine Szene, wo Luke von einer Planke in ein Sandloch mit Zähnen springen soll, erinnert an die majestätischen bis zu 400m großen Sandwürmer und deren Zähne, die sich durch den Wüstensand bewegen wie Fische durch das Wasser. Es gibt auch einen Imperator und Raumschiffe. Aber weder den Imperator oder die viel zitierte Raumfahrergilde, welche mit Hilfe von Spice, einer psychedelischen Droge, die Quantensprünge für weite Reisen im Universum berechnen können, bekommen da irgendwie persönlichen Raum, was sich natürlich massiv von Star Wars unterscheidet, wo der Imperator und die Piloten und auch Nicht-Humanoide Lebensformen und viel mehr Randfiguren sehr viel mehr Raum bekamen. Das „bekannte Universum“ in Dune ist geweitet, aber es gibt nur Humanoide und es leben verschiedene Adelsgeschlechter auf verschiedenen Planeten. Ich hätte mir von Dune ein breiteres Eintauchen ins Filmuniversum gewünscht.

Auffallend ist eine fehlende Urbanität, Infrastruktur, Freizeitgestaltung. Es gibt keine Bars, keine Schulen, keine Läden, keine Gassen/Straßen, keine Restaurants, keine Parties, keine Sauna. Die Architektur ist abgesehen davon aber immer sehr gewaltig. Riesengroße Raumschiffe und riesengroße Räume. Jeder Raum ist ne Halle. Daneben gibt es mal ab und an Schlafzimmer zu sehen, wobei der Fokus da dann er auf der Person im Bett ist.

Und auch das ist ein Stilmittel, das in diesem Film mir sehr positiv aufgefallen ist. Es gab Figuren, die einerseits in Nahaufnahmen in ihrer Größe eingefangen wurden, aber gleichzeitig wurden sie immer zur Größe des Raums, also des physischen Saals, der gewaltigen Wüste, dem gewaltigen Sonnenuntergang, dem tobenden Wassermassen in Szene gesetzt. Das Große im Größeren. Demut durch Größe und Bilder von Naturgewalt. Die Wassermassen und Musik von Hans Zimmer erinnerte mich sehr stark an „Interstellar“, an die Szene, wo sie auf dem Wasserplaneten landen, wo dann auch die „Wasserdune“, die Welle kommt.

Es gibt ein klares Patriarchiat. Die Adelsfamilien und Männer sind Arbeiter oder Soldaten. Eine krasse Homogenität der Menschen. Es gibt fast ausschließlich Erwachsene in einem gewissen Alterspektrum und in ihrer uniformen Rolle. Keine Kinder, keine Individualität, außer natürlich für die adeligen Hauptfiguren. Und auch hier gibt es wie auf unserem Planeten ein Imperium, dass auf Rohstoffen basiert, also auf Ausbeutung der Natur. Eine Natürlicher Rohstoff führt zu einem extrem hohen Wert und wie auch hier auf unserem Planeten werden die meisten Kriege zum Thema Rohstoffe geführt, weil der Rohstoff Macht verspricht.

Parallel gibt es zum Patriarchiat, das weibliche Pendant. Ich könnte jetzt Matriarchiat schreiben. Aber zum Matriarchiat habe ich eine hierarchiefreie Verknüpfung im Kopf. Es geht darum, dass mächtige Frauen mit spirituellen Fähigkeiten ihren Platz neben den Männern einnehmen. Ja, „Hexen“ werden nicht als Feinde des Patriarchiats oder der Religionen verbrannt, sondern bekommen ihren Platz mitten im System und haben ihre eigene Agenda. Es ist Tradition, dass die Fähigkeiten von Frau zu Tochter weitergegeben wird und es deshalb wichtig ist Mädchen zu gebären, so wie es wichtig ist für Männer Jungen zu gebären. Berührend fand ich wie weise das Patriarchiat einer Adelsfamilie dargestellt wurde: In anderen Filmen ist es oft eine Bürde für die Kinder, die Last der Verantwortung übernehmen zu müssen. Hier in dem Film gab es, obwohl Druck da ist, dass der Sohn es übernehmen müsste, weil „wer denn sonst?“, gab der Vater ihm Raum für eine freie Entscheidung und betonte die Liebe zum Sohn unabhängig zu der äußeren Rolle. Das sah ich selten in Patriarchialen Filmen (kann mich nicht an was vergleichbares erinnern) und muss lobenswert hervorgehoben werden.

Ich werde ins 11 Jahrtausend geholt. Was davor passiert ist und eine Einordnung der Zeit, insbesondere auch zum Thema Künstliche Intelligenz liest sich sehr gut in diesem Artikel, den ich sehr empfehlen möchte. Ich resoniere sehr mit der Technologieferne und der Abwesenheit von Androiden, was auch nochmal stark zu Star Wars abgrenzt, auch wenn es dann in einer Szene, dann doch ein 3D-Bildungstool gibt. Hätte mensch auch drüber nachdenken können komplett drauf zu verzichten. Auch absolut erwähnenswert ist, dass der Arzt, da nicht mit Maschinen und Scangeräten rumrennt, sondern, dass der Arzt der Zukunft, die Menschen berührt, intuitiv reinzoomt und dann eine Diagnose abgibt. Eine Heiltherapie in dem Film ist dann auch ein Schlammbad. Könnte mir vorstellen, dass unser System der Schulmedizin auch parallel solche ausgebildeten Heiler_innen zur Seite stellt. Menschen, die das total lernen, dem Körper zuzuhören und nicht nur Symptombekämpfung aus dem Lehrbuch runterrattern.


Der letzte und auch entscheidenste Punkt warum dieser Film, sehr, sehr geil ist, ist die absolute Starbesetzung vor allem mit Figuren, die aus dem MCU, von Marvel und dem DCEU bekannt sind. Fangen wir an mit Josh Brolin, den größten Bösewicht aller Zeiten im MCU gespielt hat und die Ehre hatte im X-Men Universum mit der Rolle von Cable Freund und Feind von Deadpool zu sein. Dann haben wir die äußerst hübsche und charismatische Freundin vom Tom Holland Spiderman. Mit Tom Holland habe ich echt meine Schwierigkeiten, weil er anders als Tobey Maguire, son hyperaktiven 15jährigen Spidey spielt und die Beziehungsprobleme schon echt weird sind. Aber sie ist hübsch, ihre durch das SPICE, der Rohostoff auf dem DUNE-Wüstenplaneten, aufgepeppten Blau-leuchtenden Augen sind hypnotisch. Sie ist charismatisch und sie kriegt die Schlumpfinenrolle als einzige (vor allem junge) Frau in nem Tribe aus männlichen Wüstenkriegern dazuzugehören.

Große Freude tauchte bei mir auf als ich Drax aus Guardians of the Galaxy sah und nicht zuletzt Jason Aquaman Momoa (+GoT).

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Creators Game mit F.I.R und Angello Clemente in Berlin

Freitag, 10.09.21 ab 17 Uhr bis Sonntag 12.09.21 bis 19 Uhr

FB-Event (Gerne Teilen und Freund_innen einladen)

Englisch speaking people: please write us when you are interested to participate.

Hallo Leute,

wir waren mit 30 Leuten 6 Tage in der Blauen Blume als Creators Game Community und sind von dort mit 20 Leuten in einer Karawane zum New Healing gereist und haben dort jeden Nachmittag gespielt und am Freitag und Samstag Abend zusätzlich ein F.I.R. angeboten. Die Energy in unserem Feld ist entsprechend high 😉

Creators Game Community Gathering am letzten Tag in der Blauen Blume

Jetzt ist Angello Clemente in Berlin und gibt dieses Wochenende einen Dreitagesworkshop in Berlin. (Für Einzelsessions oder Kleingruppen steht er auf Anfrage auch zur Verfügung)

𝑾𝒂𝒔 𝒊𝒔𝒕 𝒅𝒂𝒔 𝑪𝒓𝒆𝒂𝒕𝒐𝒓𝒔 𝑮𝒂𝒎𝒆?

Das Spiel der Schöpfer arbeitet mit dem Moment, dem Bewusstsein, einer starken Intuition und dem Ausdruck dessen, was in diesem Moment lebendig ist.

Wenn etwas in uns angetriggert wird, dann vibriert ein Schatten in uns. Es ist etwas was wir mal kreiert haben oder kreieren, aber dann unterdrückt haben. Das ist auch für andere spürbar über das Feld oder Empathie und kann Auswirkungen auf die Gruppenenergie oder sogar ganze Gesellschaften haben.

Oft gibt es Programmierungen, die uns gelehrt haben Anteile nicht zu zeigen oder auszudrücken. Wenn wir in die Selbsterlaubnis geben und einen Raum von wertfreier Annahme aufmachen, dann erhöht das die Frequenz/Liebe und die Gruppenenergie und wir können durch die Lebendigkeit reisen. Wir nennen es Liberation. Das Spiel zwischen Grenzen/Security/Regeln und Freiheit.

Wir nutzen dazu einige Tools und Begrifflichkeiten. Auch für diese gibt es genug Raum, um sie sich mental anzueignen. Aber es gibt auch viel Zeit für Kopf aus und hinterher Verstehen.

𝑾𝒂𝒔 𝒊𝒔𝒕 𝒅𝒂𝒔 𝑭.𝑰.𝑹. ?

Der Freedom Integration Room findet Samstag Abend statt. Der Raum wird eröffnet mit gewissen Tools wie dem Wheel of Consens und den Securitys als Basis für den sicheren Raum. Bspw. gibt es Triangle-gruppen und Armbänder, die deine Grenzen schon vorab signalisieren.

Und auf dieser Basis gibt es Freiheit, kein Leader, der dir sagt, was du tun sollst.
Viele Menschen wollen oft Freiheit haben, sind dann aber herausgefordert, wenn sie dann da ist. Oder der Kopf geht in die Worst-Case-Szenarios, was alles Schlimmes passieren kann, wenn die Menschen im Raum auf einmal alle frei sind. Hier darfst du deine Erfahrung machen.

Du mit dir in diesem Rahmen, mit deinen Impulsen, Gefühlen, Schatten, deiner Energie, deinem Ausdruck und den Tools.

Es ist Raum da, um seine Schattenenergien auszudrücken, es ist Raum da, neue Erfahrungen im System zu integrieren, welche dich aus belastenden Programmierungen rausholt, dem was dich hindert, dem was dir Ängste bereitet, dich erstarren und Flüchten lässt. Und dann darf auch ein Raum in dir entstehen, der Lust auf Begegnungen hat. Diese geschehen im Rahmen des Wheel of Consens in den lustvollen, lebendigen, liebevollen, grenzenbewussten, spielerischen, mutigen, ausprobierenwollenden Kontakt mit anderen zu gehen. Die Freiheit beinhaltet, dass es ein Sex+ Raum ist.

Und die Freiheit beinhaltet auch, dass du in alten Mustern bleiben darfst oder in die Eigenverantwortung gehst und um Hilfe bittest, du anderen Menschen sagst, was du brauchst oder dich zeigst wo du hängst.

𝑾𝒆𝒓 𝒊𝒔𝒕 𝑨𝒏𝒈𝒆𝒍𝒍𝒐 𝑪𝒍𝒆𝒎𝒆𝒏𝒕𝒆?

Angello Clemente entwickelt das Creators Game seit 20Jahren ständig weiter nachdem er eine Vision hatte. Er ist unglaublich stark trainiert in seiner Präsenz und in seinen Readings der anderen Menschen. Sein Talent ist es Energien bei anderen Menschen und in Gruppenfeldern wahrzunehmen, zu aktivieren und sie so einzuladen sich auszudrücken. Er ist Experte in Gruppendynamiken, Projektionen und Opfertäterhelfergames. Mit ihm kann es sehr schnell in Traumata und Pastlife-Prozesse gehen. Von Jesus bis zum Devil, von Universellen Energien bis hin zu Mutter Erde kann es eine spannende Reise ins Unbekannte sein, das erforscht werden möchte.

Er ist seit 2018 auf Worldtour, die in Berlin startete und möchte das Game mit Hilfe seiner Tools weitergeben. Es sind schon einige Communitys entstanden, welche die Vision weitertragen.

Der erste Workshop von Angello Clemente auf seiner Worldtour im März 2018

𝑶𝒓𝒈𝒂:

S̲t̲r̲u̲k̲t̲u̲r̲:̲

FREITAG, 10.09.21:
EINFÜHRUNG UND BEGRÜSSUNG

17:00 – 18:00 Uhr | Ankunft, Check-in, 3G,
18:00 – 21:00 Uhr | GAME-Präsentation, Spielsitzung für Anfänger
21:00 – Uhr | Ausklingen

Wir bieten euch ein Freitag Abend Ticket zum Kennenlernen an. Ihr könnt danach entscheiden, ob ihr das ganze Wochenende bleiben wollt. Für Anfänger_innen ist der Freitag obligatorisch.

SAMSTAG, 11.09.21:
DEN GANZEN TAG LANG SPIELEN

09:00 – 10.00 Uhr | Frühstück
10.00 – 13:00 Uhr | 1. CG Sitzung
13:00 – 15:00 Uhr | Mittagessen (
15:00 – 18:00 Uhr | 2. CG Sitzung
18:00 – 20:00 Uhr | Abendessen und Integrationszirkel

OPTIONALE Samstagnacht, unabhängig vom CG und offen für Externe:

F.I.R. – Raum der Integration von Freiheit – Freedom Integration Room

20:00 – 02:00 Uhr

SONNTAG, 12.09.21:


TAG DER INTEGRATION

09:00 – 10.00 Uhr | Frühstück
10.00 – 13:00 Uhr | 3. Erfahrungsaustausch vom FIR, Prozess Raum
13:00 – 15:00 Uhr | Mittagessen
15:00 – 18:00 Uhr | 4. Ausklingen Abschluss RundeHINWEIS:

Der Zeitplan wird fließend sein, und wir werden auch Erklärungen und spontane Sitzungen in den Pausen
einbauen, um die Werkzeuge der emotionalen Arbeit in unser tägliches Leben zu integrieren.

𝑬𝒔𝒔𝒆𝒏:
gemeinschaftliche Selbstverpflegung:
Jede_r bringt für 15€ bis 20€ etwas gesundes vegetarisches/veganes und/oder Snacks und Tee/Getränke für die Gemeinschaft mit. Gerne auch selbstgemachte Salate.
Alternativ darfst du áuch 15€ bis 20€ spenden, dann kümmert sich das Orgateam um kleinere Ergänzungseinkäufe.

Ü𝒃𝒆𝒓𝒏𝒂𝒄𝒉𝒕𝒖𝒏𝒈:
Es ist möglich mit eigenen Matten/Decken/Schlafsack in der Location zu übernachten. 5€/Nacht+Person für die Location

𝑳𝒐𝒄𝒂𝒕𝒊𝒐𝒏:
Salon Remise
Am Treptower Park 28
12435 Berlin
https://goo.gl/maps/pc7j3mS5vtmSvFLw5

𝑺𝒑𝒓𝒂𝒄𝒉𝒆:
Angello spricht 6 Sprachen, darunter Deutsch. Er fühlt sich beim Leiten mit englisch am wohlsten. Die Materialien sind teils auf Deutsch und in Ausdruck und im Kontakt mit anderen und in Kleingruppen oder Sharingrunden darfst du deine Wohlfühlsprache benutzen.

𝑷𝒓𝒆𝒊𝒔:
Wochenendticket (Freitag bis Sonntag): 120€ Plus freie Spende
(+ 10€ für F.I.R. inklusive Cacao)

Teaserworkshop am Freitag: 30€, Ermäßigt: 20€

Teilnahme am F.I.R. für Externe inklusive Cacao-Ritual:
Samstag 20:00 Uhr bis Sonntag 02:00 Uhr
30€, ermäßigt 20€

Bitte bringe was zum Essen/Trinken für die Gemeinschaft mitÜbernachtung: 5€/Nacht+Person mit eigenen Schlafutensilien. Das Geld geht an die Location.

𝑪𝒐𝒓𝒐𝒏𝒂-𝑨𝒖𝒇𝒍𝒂𝒈𝒆𝒏:
Bitte achtet auf die entsprechenden Hygieneregeln.
Bitte bringt einen 3G-Nachweis mit. Gerne tagesaktuellen/24Std-Test oder eigenen Test.
Ansonsten haben wir 5 bis 10 Spucktests für euch vor Ort. Preis 1€.
(Dann bitte auch gerne entsprechend pünktlich kommen.)

𝑶𝒓𝒈𝒂𝒕𝒆𝒂𝒎:

Für Fragen und Anmeldungen schreibt uns bitte im Messenger oder an creatorsgameberlin bei gmail.com

Christian Fender
https://www.facebook.com/christian.fender/

Anna Grünberg
https://www.facebook.com/anna.grunberg

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Stellungnahme zum Ordnungsgeld wegen Nichttragen einer Maske

Ich könnte jeden Tag so einen Text mit Reflektionen aus meinem Leben schreiben. Ich könnte noch viel tiefer meine Prozesse beschreiben, die ich jeden Tag habe, wenn ich aufm New Healing mit der Creators Game Community unterwegs bin. Aber ich machs nicht. Ist schon nen bissl weird, wie ich so drauf bin im Vergleich zu anderen und ich würde damit ja auch kein Geld verdienen. Jetzt mache ich dieses Spiel nochmal, weil ich zu einer Stellungnahme in einem Ordnungsgeldverfahren „eingeladen“ werde.

Ich habe keine Ahnung was juristisch klug ist. Stellungnahme jetzt oder jetzt nicht und lieber auf den Bescheid warten und dann Widerspruch einlegen. Hat nen Widerspruch Folgekosten, wenn ich verliere und ja, nein, ich werde mir für den Scheiß nicht noch nen Anwalt nehmen.

Ich erfülle mir mein Bedürfnis und schreibe authentisch meine Wahrheit und beschönige mich und meine Opferanteile in meinem Opfergame nicht. Ich habe die Hoffnung, dass das Verfahren eingestellt wird. Das würde bei mir Erleichterung auslösen und Dankbarkeit und Loslassen. Mein Worst Case Szenario ist, dass ich die 250€ von meinem HartzIV zahlen muss. Der Polizist meinte noch zu mir als er sagte, dass er die Höchststrafe fordern wird in seinem Bericht, dass Geld das einzige ist, wo die Menschen lernen. Ich bin nicht seiner Meinung. In meiner Vorstellung habe ich Angst davor, dass die Höchststrafe zu Groll führt und diese Erfahrung dann abgespeichert nachhaltig mein Verhältnis zum Staat belastet. Die 250€ werden nicht dazu führen, dass ich sage, ja, stimmt, ich bin mental voll um Unrecht und der Staat hat voll Recht mit all seinen Maßnahmen und ist Fehlerlos. Ich habe meine Erfahrung gemacht, energetisch und in der Situation und ich hoffe, dass dieser institutionelle Rattenschwanz mich schnell loslässt und ich hoffentlich einen coolen Sachbearbeitenden finde, den ich mit meinem Text berühre oder der politisch nen bissl mitschwingt mit der Einsicht von Unverhältnismäßigkeit von Maskenpflicht, draußen bei sehr warmen Wetter und viel Abstand.

Naja, viel Spaß beim Lesen. Würde mich über Spiegelungen freuen und seriösen juristischen Rat oder Erfahrungswerte mit Bußgeldverfahren.

Stellungnahme

Vielen Dank für die Möglichkeit eine Stellungnahme abgeben zu dürfen, könnte ich jetzt schreiben. Aber Wahrheit ist: es nervt mich. Ich fühle mich aufgewühlt. Es strengt mich an, dem jetzt Aufmerksamkeit geben zu müssen. Ich hätte gerne meinen Fokus woanders. Ich kam am 23.8. von einem zweiwöchigen Urlaub wieder, den ich vorzugsweise an Orten verbrachte, wo getestete Menschen ohne Maske sich in der Natur aufhalten und entschied mich für ein aktives rausgehen aus dieser Corona-Bubbleprogrammierung. Ich fand diesen Brief vom Ordnungsamt in meinem Briefkasten. Jetzt bin ich in meinen Geburtstag hineingerutscht und jetzt darf eine Stellungnahme verfassen, weil ich es vorher nicht gedanklich loslassen kann.

Ich tue es mit der Intention, der Bitte und dem Wunsch, dass das Verfahren eingestellt wird. Ich werde mir Arbeit machen, mich offen, ehrlich und transparent und auch verletzlich zu zeigen.

Meine finanzielle Situation tut ja nichts zur Sache, aber auch hier mache ich mich gerne transparent, um mich einordnen zu können. Ich bin HartzIV-Empfänger und befinde mich tief im Dispo und habe kein Interesse einer Forderung nach einem Ordnungsgeld nachzukommen, weil es finanziellen Druck in meiner Wirtschaftlichkeit kreiert.

Es gibt zwei kurze Begründungen, warum ich erhoffe mit meinem Widerspruch durchzukommen: Zum einen ist es strittig, ob ich an einer Veranstaltung teilgenommen habe und zum anderen habe ich mich keiner Aufforderung verwehrt. Es hat sich nur ein andere Konflikt dazwischen geschoben, den ich in meiner ausführlichen Begründung transparent mache.

Zur Einordnung meiner Person: ich laufe mit meinen Kindheitstraumata, die ich jeden Tag spüre durch dieses Leben und finde in der spirituellen Szene Halt, Anerkennung, gesehen werden, berührt werden und das Ausleben von meinem Talenten. Ich bin enorm hochsensibel und habe wirklich große Schwierigkeiten mit der „weltlichen“ Welt, was sich auch auf meine Arbeitsfähigkeit auswirkt bis hin zu der Annahme von institutionellen Hilfen.

Ich bin sehr mental und sehr politisch. Sie dürfen mich als Corona-Maßnahmenkritiker einordnen. Das erlaube ich mir im Rahmen meiner Meinungsfreiheit. Und es ist so absurd, das dazuschreiben zu müssen, aber ich bin natürlich auch von bestimmten Meinungsspektren stark abegegrenzt. Zu den Maßnahmen nehme ich auch öffentlich kritisch Stellung, bspw. durch Social Media-Beiträge. Ich bin politisch gegen eine Maskenpflicht. Der Staat hat mir in meiner liberalen Vorstellung nicht vorzuschreiben was ich in meinem Gesicht zu tragen habe. Ähnlich sollte auch keine Religion Frauen vorschreiben wie sie sich zu bedecken haben. Er darf aber natürlich eindringliche Empfehlungen aussprechen. Freiwilligkeit ist eine hohes Gut in meinem Wertesystem, auch angeeignet durch das Studium der Sozialen Arbeit.

Ich nahm zu diesem Zeitpunkt die Maskenpflicht hin und setzte sie auf, wenn es gefordert war. Mittlerweile habe ich eine Attest für eine Maskenbefreiung, weil ich eine empathische und hochsensible Ärztin empfohlen bekommen habe, zu der ich mich hingetraut habe. Ich wäre damals schon aus medizinischen (psychosomatischen) Gründen befreit gewesen, habe nur die institutionelle Hürde nicht genommen. Ich kann ihnen auch gerne ausführlich darlegen wieviele Traumata die Maske bei mir triggert. Aggressionen, weil da ein Fremdkörper unfreiwillig in meinem Gesicht sitzt. Autoritätsthemen, weil abwesender Vater. Stressvolle und ungehaltene Zustände für einen Menschen mit einer 36 stündigen Geburt mit gefühlt mehreren Erstickungstoden und der Panik, wenn meine Brille im Supermarkt beschlägt und Orientierunglosigkeit und Hilflosigkeit triggert. Die Gegenstrategie ist Dissoziation, die hält mich und viele andere Menschen am Funktionieren. Am Überleben ohne Lebendig zu sein. Die permanente Dissoziation löst Anstrengung und Erschöpfung aus, die ich auch wieder dissoziierte, bis der Körper sich mit Apathischen Zuständen oder Depressionen die Ruhe holte, die er brauchte. Gleichzeitig ist es für mich wichtig am sozialen Leben teilzunehmen und die spirituelle Szene.

Ich wusste an dem Tag von der Veranstaltung im Treptower Park, weil ich öfters bei den Bewusste-Tanz-Veranstaltungen im Treptower Park teilnahm, die dem Ordnungsamt sicherlich bekannt sein dürften. Mir sind sichere Räume enorm wichtig. Zu den Regeln dort gehört: keine Kameras, Drogen, Alkohol und Zigaretten. Bewusstes Tanzen mit der expliziten Einladungen sich zu fühlen. Als kleine Anekdote ist vielleicht interessant, dass ich von der Polizistin als Alkoholkonsument eingeordnet wurde bis sie das erwähnte und ich sie darauf hinweisen durfte, dass es ein alkoholfreies Radler war, das ich in der Hand hielt.

Für mich war und ist Ecstatic Dance, Meditanzion, Abundance, Liebe Tanzen sowie Räume in denen Fühlen explizit erlaubt ist eins der wichtigstens Tools auf meinem Heilungsweg. Fühlen ist etwas was mir sehr schwer fällt, wenn ich alleine mit mir bin (aber ich kann ganz toll lange Texte schreiben). Es gelingt mir aber, wenn ich in Gruppen oder Räumen bin wo Menschen ihr Herz öffnen und sich das Vertrauen, die Sicherheit, die Empathie und die Allowness erhöht. Das sind die Räume, die ich aufsuche und ich bin im Widerstand zu der Gesellschaft, weil sie so gefühlsfeindlich ist und so viele Programme über die wahren Gefühle drüber legt.

Ich wusste noch von zwei anderen „Veranstaltungen“ an diesem Tag, eine davon war am Karpfenteich, an anderen Ende vom Treptower Park. Ich war also in einer Art Flow ohne klar oder entschieden zu sein auf dem Weg zum Treptower Park.

Ich kannte Transformusic, also die Veranstaltenden Musiker_innen aufgrund ihrer Angebote schon, aber nicht persönlich. Ich kannte ihre Musik und ich war in einem Heilraum mit Klängen bei ihnen, einer Art Gong-Mediation. In diesem Workshop, der in einem größeren Rahmen eines Gatherings stattfand, durften sich die Menschen hinlegen und über die Klänge ins Abfühlen von Traumata begleitet werden. Eine Methode, die bei mir sehr gut funktioniert. Ich nehme diese Musiker_innen als sehr herzoffen wahr und bin dankbar dafür, was sie in die Welt geben.

Als ich ankam war ich getriggert von der enorm geringen Teilnehmer_innenzahl. Ich schätze, dass es ungefähr 15 Menschen waren. In meiner Erwartung dachte ich an ein Conscious Dance Event, was bspw. am mit 200 Leuten oder am 1.Mai offiziell gar mit 1500 Menschen stattfand. Weiterhin war ich von meiner Stimmung her überhaupt nicht angekommen oder entschlossen an dem Konzert teilzunehmen. Es sangen da laut meiner Erinnerung gerade 4 Frauen ein Lied von Frauen für Frauen und ich habe mich exkludiert gefühlt und war erstmal im Widerstand. In meinem Urlaub auf einem Festival bin ich der Band vor wenigen Tagen wieder begegnet, da war es viel rockiger und lebendiger und ich habe ausgelassen Tanzen können. Es war auch viel mehr Energie durch Publikum vorhanden, was schon einen enormen Unterschied macht.

Ich entschied mich mit einer Freundin zu sprechen, die weit weg von der „Bühne“ stand und deutlich hinter den 15 zum Publikum gehörenden Menschen. Sie hatte keine Maske auf und ich begrüßte sie und wir unterhielten uns und mein Focus war auf Connection mit dieser hochsensiblen Frau mit der ich schon mehrere Sessions hatte und in deren Anwesenheit ich eine Herzfrequenz spüren kann, die mir hilft mich selbst besser zu spüren und anzunehmen. Ich erfuhr, dass sie explizit dort stand, weil sie dort von den Ordner_innen nicht mehr auf die Maskenpflicht angesprochen wurde. Also aus energetischer gemutmaßter Sicht der Veranstaltenden, war sie gar nicht mehr Teil der Veranstaltung bzw. im Verantwortungsbereich, dass sie auf eine Maskenpflicht hingewiesen werden müsste. Es hätte sich auch absurd angefühlt, wenn die Leute, die noch 30m weiter weg von den Ordner_innen auf ne Maskenpflicht angesprochen worden wären, weil die Wiese nach meiner Schätzung ungefähr 400 bis 1000 Quadratmeter hatte.

Ich war also ungefähr 10min auf dieser Wiese neben dieser Frau, die sich nicht als Teil des Pubklikums einordnete, als ein Polizist mit seiner Kollegin ankam und uns, im Sinne von vor allem mich, ansprach. Er verwickelte mich in ein Gespräch bezüglich der Auflagen. Seine Energie war freundlich, kumpelhaft und auf Augenhöhe. Ich dachte noch, was für ein cooler Polizist. Ich nahm diesen gesprächsoffenen Raum auf und fing an mit ihm über meine Haltungen zu plaudern und ich versuchte meine und seine Wahrnehmungen zu synchronisieren. Ich wies darauf hin, dass ich wirklich viele Meter Abstand zu anderen Menschen hatte und ich mich noch nicht klar fühlte, ob ich an der Veranstaltung teilnehme. Aber er hatte natürlich auch seine Argumente, dass ich die Musik schon hörte (wie auch Menschen 100m und 200m weiter ohne dass sie Teil der Veranstaltung sind), und sich meine Hüfte kurz bewegte. Er definierte in seiner Rollenmacht den Veranstaltungsraum auf die Gesamte Wiese aus und bat uns entweder von der Wiese runterzugehen oder eine Maske aufzusetzen.

In mir war Klarheit, dass war mein Muster zu diesem Zeitpunkt, dass ich in solchen Situationen dann meine Op-Maske aufsetze, die ich in meiner linken Gesäßtasche hatte und auch während der S-Bahnfahrt benutzte.

Im Laufe des Gesprächs öffnete sich der Polizist auch sehr plaudernd und ich erfuhr, dass er die Maskenpflicht auch Scheiße findet und dass er genervt ist von den Diskussionen, die er in den letzten Monaten führen musste. Meine Energie war entsprechend seiner Energie freundlich, ich bemerkte auch Freude und Solidarität zu seinen Haltungen. Aber es war auffallend, dass er komplett den Rederaum einnahm, obwohl Rededominanz auch eine Eigenschaft ist, die mich beschreiben würde. Menschen, die mich kennen, wissen, dass es auch ein enormer Trigger für mich ist, mich nicht gesehen zu fühlen.

Der Polizist sprach eine Frist von 5min aus. Dann kam eine mir unbekannte Person dazu (kann sogar ein Ordner gewesen sein) und verwickelte die beiden Polizist_innen in ein Gespräch. Ich drehte mich weg und verband mich mit meiner Freundin. Ich fragte sie, was wir jetzt machen. Zu meiner Überraschung reagierte sie heftig emotional und mit Widerstand auf die Maske. Sie hatte in dem Moment enorm ungehaltene Gefühle, die dann in Form von sogenannten Fremdenergien in mein System überschwappten. In der Workshopszene heißt der Terminus dazu chargen. Ich wurde jetzt als hochsensibler Menschen mit fremden Gefühlen und Widerständen aufgeladen. Ihre Widerstände gegen die Maske waren um ein deutliches enormer als meine. Eine Art energetische Verstrickung. Sie entschied sich lieber die Wiese zu verlassen anstatt eine Maske aufzusetzen. Da ich im Kontakt mit ihr bleiben wollte, synchronisierte ich mich mit dieser Entscheidung und traf innerlich den Entschluss der Anweisung der Polizei folge zu leisten und die Wiese gemeinsam mit ihr zu verlassen.

Als das Gespräch mit der fremden Person vorbei war, drehten wir uns wieder um und nahmen das Gespräch wieder auf. Wir teilten der Polizei mit, dass wir uns entschieden haben die Wiese zu verlassen. Hier hätte die Geschichte zu Ende sein können, aber jetzt kommen die entscheidenden Momente der Eskalation. Ich war schon viel zu überlagert mit eigenen und fremden Gefühlen auch Energien des Polizisten, der auch bei mir abgeladen hat. Mein eigenes war, dass in mir ein starker Impuls war zu dem politischen Monolog des Polizisten vorher nur nochmal meine Position daneben stellen zu wollen, ohne ne Diskussion gewinnen zu wollen und in dem Wissen, dass ich ihn jetzt nicht von was anderem überzeugen kann. Einfach ein Gespräch unter Männern. Aber ja, ich wollte, dass er mir zuhört.

Das war der Konflikt. Mein enormes Bedürfnis gehört zu werden, nachdem ich ihm voll viel Raum und Aufmerksamkeit geschenkt habe, wollte ich auch einfach nur noch mein Statement abgeben und dann die Wiese verlassen. Dieser Raum war so urplötzlich weg und ich hing da fest mit meinem Redeimpuls. Bei mir wurde genau da Trotz getriggert und die Eskalation, der Stimmungsswitch vom Buddypolizisten zum autoritären Asshole (ist jetzt nicht als Beleidigung gemeint, sondern als energetische Einordnung meinerseits) kam so urplötzlich, meine Antennen hatten keine Zeit umzuschwenken. Auf einmal war die Frist von den 5min abgelaufen und er fing dann an mich zu schubsen und zwar in meiner Erinnerung mehr ca 10 bis 15 mal. Ich lief dabei rückwärts Richtung Wegesrand und redete in meiner Schutzstrategie mental-dissoziiert auf ihn ein. Trotz meiner Rückwärtsbewegung hörte er nicht auf mich zu schubsen. (Umdrehen, Weglaufen, auf den Boden legen waren ja keine hilfreichen Optionen, keine Ahnung, welches Tool ich hätte nutzen können, dass er damit aufhört)

Ich spannte nur bei genau einem Schubser, ungefähr dem 10ten meinen Körper als passiven Widerstand an, um auch auszudrücken, dass mir sein Verhalten enorm missfällt, ging danach aber wieder in die Rückwärtsbewegung. Jetzt war natürlich nach diesem physischen Übergriff meine Aggression als Schutzstrategie enorm getriggert. Auf nem Peace-Musik-Konmzert von Herzensmenschen, so eine unnötige Eskalation mit Physischer Gewalt. Auf den Conscious Dance Partys im Treptower Park wurde sich durchweg an die Maskenpflicht gehalten, aber auch gab es sicherlich auch den einen oder die andere ohne Maske. Trotz der Präsenz der Polizei hatten sie sich da immer deeskalativ zurückgehalten und höchstens mal den Veranstalter um eine Ansage mehr gebeten.

Um die Situationen einzuordnen. Ich lief ja danach noch durch den gesamten Park. Der gesamte Treptower Park, vor allem am Wasser war voll mit Menschen ohne Masken, die in (großen) Gruppen, mit Alkohol oder Sport oder Picknick sich zusammen sammelten. Ein unregulierter Raum, an der frischen Luft, wo keine Maskenpflicht bestand. Nur an diesen 1% Fläche vom Treptower Park, wo ich mich gerade aufhielt, bestand Maskenpflicht, weil es ein Event war und dann in der Bürokratie andere Regeln gelten. Das Paradoxe war, dass die Menschen bei diesem Event auf der versteckten Wiese viel undichter zusammenstanden als im Rest des Treptower Parks. Die Regel hatte also eine deutliche Diskrepanz zur Realität bzw. zu dem Ziel die Ausbreitung von Corona zu vermindern. Ich habe mich an dem Tag noch testen lassen und ich war negativ. Ich habe mit meinem Verhalten keine stärkenden Einfluss auf eine Pandemie genommen oder die Gesundheit von anderen Menschen gefährdet, wofür die Regelung ja gedacht ist. Ich hatte einfach nur Pech mit dem Ort, wo ich stand, weil da exekutives Gewicht mit Sanktionsverordnungen drauf eingetaktet war.

Meine Diskussionslautstärke wurde sehr viel lauter. Ich blieb Mental. Eine positive Eigenschaft, die meine Dissoziation mit sich bringt. So vermeide ich fühlen, in dem ich lautstark in meinem Mentalkörper die Argumente runterratter. Und ja, ich halte mich auch tatsächlich für Gescheit und Fähig komplexe Sachen einzuordnen und sprachlich gut wiederzugeben. Ich habe darüber hinaus, aber keine Bedrohungen ausgesprochen oder attackiert, blieb die ganze Zeit passiv und regulierte mich natürlich kontrolliert gegen alle Instinkte, die anspringen, wenn ein anderer Mensch dich physisch angreift. Wie absurd ist das denn? Ich erlebe hier physische Gewalt, weil ich meine Maske nicht schnell genug augesetzt habe bzw. nicht schnell genug meinen Aufenthaltsort in einem freien Park um 30m verändert habe. Es waren auf einmal über 10 Polizist_innen anwesend, die mich umzingelten. Also fast genauso viele Polizist_innen waren zu dem Event zugeteilt, wie das Event Teilnehmer_innen hatte. Über 10 Polizist_innen kümmern sich um einen Mann, der zu spät seine Maske aufgesetzt hat bzw. wenige Momente zu spät einer Anweisung der Polizei gefolgt ist, sich bitte 30m auf den Weg zu stellen. Es liefen ja auch viele Passant_innen den Weg lang, die eine Maßnahme beobachten durften, die für einen Gewalttäter angemessen wäre.

Mein Gefühl war geblamed und entsprechend stigmatisiert zu werden. Ich kreierte ein Gefühl von Ungerechtigkeit und in meiner Projektion waren da „Zombies“, die gefangen in ihrer Rolle waren. Meine gut aufbereiteten Argumente und Einordnungen und Fakten hatten keinen Wert mehr gegen alle ihre Filter und Handlungsablaufprogramme. Die Rollen hat das Mitfühlen, die Einordung der Realität gefressen. Mir wurde mein Rucksack durchsucht und mein Portmonee aus der rechten Gesäßtasche entwendet. Auch ein sehr unangenehmer Eingriff in meinen Raum. Meine Versuche zu retten halfen nichts mehr. Der Buddypolizist hielt auf einmal seine Rede, dass er dafür sorgen wird, dass ich die Höchstgeldstrafe bekommen werde und demonstrierte in meiner Interpretation seines Verhaltens so nochmal seinen längeren Hebel, seine Macht und seine Freude mit größtmöglicher Schikane nachzutreten. Aber es sei ihm gegönnt so zu sein. Ich muss lernen das zu akzeptieren.

Als die Situation vorbei war, wurde ich von Zeug_innen aufgefangen. Es kam ein Mann, der die Situation beobachtete, den ich nicht kannte, der sich aber offensichtlich mit Traumata und Raumhalten auskannte. Ich spürte, dass er einen empathischen Raum aufmachte und ich mich bei ihm in seiner Herzenskraft sicher fühlte. Das weinen und hingeben habe ich zum Glück auch gelernt neben meinen System-of-Defense-Mustern. Ich spürte hinein in das aktivierte Trauma. Es war enorme Hilflosigkeit, die ich spürte. Dieses Gefühl keine Chance mehr zu haben. Die Höchststrafe kommt und ich kann nichts mehr dagegen tun, auch wenn mein Inneres Kind es ungerecht findet und das Gefühl hat, nichts Böses oder Schlimmes gemacht zu haben. Und dann stand ich da und weinte im Treptower Park in den Armen dieses Mannes.

Ich bin lange genug in der Spiriszene um zu wissen, dass die Erfahrungen, die ich anziehe mit mir zu tun haben, dass ich sie kreiere und sie mir irgendwo dienlich sind. Ich habe sicherlich ein Kindheitstraumata reinszeniert, damit ich mich dem Gefühl der Ohnmacht, nicht gesehen, verstanden und gehört zu werden und Ungerechtigkeit widme, was ich ja sonst nicht freiwillig tun würde ohne gehaltenes therapeutisches und empathisches Setting. Danke dafür.

Ich fühle mich mehr als genug bestraft für etwas, wofür ich keine Strafe verdient habe. Es tut mir leid, dass ich der Exekutive Arbeit gemacht habe, aber ich fände es jetzt auch fair, das Verfahren einzustellen, da, ich wiederhole, einfach meine Teilnahme an der Veranstaltung unklar war, ich bin ja dann auch weiter zum Karpfenteich gelaufen, der Raum der Maskenpflicht, der Veranstaltung unklar war. Ich an diesem Tag mich bei sehr heißen, Wetter an der frischen Luft befand. Vier Coronaampeln an diesem Tag auf Grün waren. Die Inzidenz lag bei 15,6…. der Wochentrend lag bei -43% …
https://data.lageso.de/lageso/corona/archiv/berlin-website-2021-06-12.html


Vom Gefühl her kam die Politik nicht schnell genug hinterher mit dem Abbau der Auflagen, gerade bei heißem Wetter und draußen, darf ich die Maskenpflicht bei nem Event, wo großer Abstand eingehalten wird, doch als umstritten bezeichnen, oder? Oder kann mir das Ordnungsamt nachweisen, dass eine Maskenpflicht draußen, bei heißem Wetter und großen Abstand einen relevanten und verhältnismäßigen Einfluss auf die Auslastung der Krankenhäuser hat, worum es ja bei den Maßnahmen geht. Und mit Verhältnismäßig meine ich den Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht. Und der letzte Grund, warum ich erhoffe, dass dieses Bußgeldverfahren eingestellt wird ist, dass ich mich nicht vehement gegen Auflagen der Polizei gewehrt habe, wie völlig verzerrt im Schreiben behauptet wurde. Im Gegenteil, ich erklärte ja sogar mündlich den Willen der Maßnahme folge zu leisten. Das Verhalten der Polizei mit der Physischen Gewalt mitten auf einem Peace-Meditation-Konzert mit 15 Besucher_innen darf auch gerne als unverhältnismäßig und unnötig eingeordnet werden. Es hätten alternative Handlungsmöglichkeiten bestanden, die auch akzeptabel sind für ein Leben zwischen Exekutive und den Menschen, die eine diverse Gesellschaft ausmachen, und in der sich verschiedene Haltungen zum Ausdruck bringen und nicht alles mit Gewalt und Druck und Enge gleich konformiert lässt.

Bitte vergessen wir nicht, dass wir Menschen sind, dass unser Leben einmalig ist und der Staat nur ein kreiertes Hilfskonstrukt für das Zusammenleben von Menschen ist und der Staat für die Menschen da sein sollte und nicht gegen sie arbeiten, schikanieren und gängeln sollte.

Um in meiner Szenesprache meine Stellungnahme abzuschließen und keine Floskeln verwenden zu müssen, sage ich jetzt

AHO

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Black Widow

Fangen wir mit dem besten an. Die zweite Openingszene, es läuft dieser Track.

Smells like Teens Spirit von einer Frauenstimme.

Dieser Artikel ist NUR für Menschen, die den Film gesehen haben. #spoiler (es gibt keine nicht wirklich ne Empfehlung meinerseits. MCU-Fans werden ihn so oder so sehen. Für Nicht-MCU-Fans, ist es es empfehlenswert, wenn sie Bock auf Action haben und anders ich sich nicht so an kleinen Logikfehlern aufhängen) Kommentiert gerne wie ihr den fandet.

Bilder von verschleppten Mädchen für das Red Room Programm. Die Ansage vom Bösewicht „sortiert die Fehlerhaften aus“, später hieß soweit ich mich erinnere, dass es nur eine von 20 schafft, dieses harte Ausbildungsprogramm zur Black Widow Geheimagentin zu überleben. Der Archetyp eines männlich-patriachialen Geheimdienst-Machtapparats, das die manipulativen-verführerischen Fähigkeiten von Mädchen/Frauen trainiert, um die mächtigen Männer des Machtapparats vom verfeindeten System auszuschalten. Da sind vom Stil durchdringende Bilder, wie sie einerseits an der Waffe ausgebildet werden, während sie sich gleichzeitig trainieren sich Schleifchen ins Haar zu binden und lieb-amerikanisch zu wirken, während sie mit Corn-Flakes Disneyfilme schauen.

In meinem Kopf bleibt ein Stereotyp über Russland hängen. Das Bild wird auch in anderen Filmen oder Serien benutzt. Bspw. mit Jennifer Lawrence in Red Sparrow. Klar künstlerische Freiheit und so, aber ich musste heute auf jeden Fall mal recherchieren wie wahr das ist. Habe gelesen, dass es aus einem Buch von einem CIA-Agenten kommt, der über seine Erfahrungen berichtet. Diese Schulen sind nicht verifiziert oder aufgebauscht. Wenn ihr dazu insiderwissen oder richtig gute Links habt, dann gerne in die Kommentare damit.

spon 26.7.18
yahoo 6.3.18

Endlich ein Solofilm für Black Widow/Natasha Romanoff. Ich mag das Charisma dieser Figur, außer ihre depressive Episode in Avengers 4. Ich mag die Schaupsielerin Scarlett Johansson, meine Lieblingsfigur ist aber der Android mit „Seele“ in „Ghost in the Shell“ Unfassbar gut, wie sie da diese Präsenz mit der Leere eines Wesens ausstrahlt, dessen Erinnerungen manipuliert wurden und somit nicht weiß wer sie in Wahrheit ist in ihrer Suche nach sich selbst.

Ein bißchen genervt war ich bisher von dem Fakt, dass sie gar keine Superheld_innenfähigkeiten hat, aber dennoch problemlos eine Gruppe Maschinenpistolenbeladener Soldaten erledigt. Und naja das Hollywoodhelden/Hauptfigurphänomen, das mich mittlerweile sehr langweilt, dass keine gegnerische Kugel trifft, andersrum aber fast jeder Schuss nen Treffer ist, egal in welcher Position oder Bewegung und naja am Ende gibt es den emotionalisierenden Streifschuss. Dieses mal für die Schwester Yelena. Dieser Treffer war für die Story wichtig, weil das Blut dann dazu dienste um den_die Verfolger_in* auf die falsche Fährte zu locken. Es handelt sich um eine weibliche Widow in einem männlich gelesenem Androidenkostüm ala Robocop. Es ist nicht klar, ob der männliche Anzug die Superheldenfähigkeit hat oder das weibliche Wesen darin, insofern immerhin eine androgyne Figur.

Immerhin gab es erstmalig die beiläufige Erwähnung, dass Black Widows Gene auch manipuliert sind durch das Red Room Programm, das entmenschlicht sie immerhin ein wenig mehr hin zur Superheldin und erinnerte mich dann an den Klon von Milla Jovovichs Rolle in Resident Evil.

Es hätte nach der Eröffnungsszene ein großartiger Film werden können. Hochpolitisch den Frauenhandel und die Manipulation Focussierend. Aber es wechselte vor allem Action mit langatmigen Dialogszenen. Es gab auch ne Referenz zu James Bond im Film, was wahrscheinlich zeigen wollte, dass es ein Agentenfilm sein soll. Ich kann nur schwer mitgehen, weil es zwar den typischen Bösewicht gibt, aber kaum Spionage und keine Männergeschichten, so wie es Frauengeschichten in Bond gibt. Gibt nur den Good Friendzone Guy, der vielleicht an Q erinnert, auch wenn es nicht hochmodernstes Zeug ist, was er besorgt, nur das übliche, Pässe, Transportmittel und Safe Spaces.
Die Schlüsselszene um Action und Dialog zu untermauern ist die erste Begegnung zwischen den Schwestern, ein gefühlt unnötiger Kampf mit Pistolen, nur um dann in den wir-haben-uns-eigentlich-lieb-dialog zu gehen, nur um dann in die nächste Actionsszene zu geraten, aus der sie dann gemeinsam raus müssen. Hochspezialisierte Black Widows mit Scharfschützeneinheit in einer Verfolgunsjagd, die abrupt endet, weil Natasha Zeit für einen empathischen Moment für eine ihrer verletzten Gegnerin braucht. Und wieder das Actionfilmphänomen für diesen Moment wurde dem Zuschauenden die Logik vorenthalten was mit den Verfolgerinnen passiert ist, die sie gerade umbringen wollen und auf einmal ohne Erklärung weg sind.

Das sehr Dialoglastige fällt mir auch schon massiv bei der Serie Loki auf. Ein typisches Element ist, dass sehr oft, sehr lange zwei Personen sich in einer Szene unterhalten. Eine Art von Dialogen, wie ich sie nicht so sehr mag. Sehr beziehungslastig-spielerisch-verdeckte anstatt den Fokus aufs Wesentliche zu legen und Sachen zu klären oder Figuren aufzubauen. Wir sehen auf jeden Fall, dass die feministische Forderung Weiblichkeit mehr Raum zu geben von Disney und Marvel Gefolgschaft geleistet wird. So darf ich also einem langen Dialog über Familienplanung zuhören, obwohl bei den Widows auch die Fortpflanzungsorgane entnommen wurden und es somit nur für einen Hund anstatt Kinder reicht. Weiterhin wird die Praktikablität von Kleidungsstücken ausführlich diskutiert und unter Sistern schenkt mensch sich dann auch mal das eine oder andere Kleidungsstück. Ach was vermisse ich den Schwanzvergleich als sie alle versuchten Thors Hammer hochzuheben 😉
Sehr gut fand ich aber die Ausführungen zur Entfernung der weiblichen Fortpflanzungsorgane als Reaktion auf einen alten weißen Mann, der es wagte zu fragen, ob sie die Dame ihre Tage hätte.

Es gibt sehr viele weibliche Figuren und ihre Dynamik. Bspw. zahllose Black Widows anstatt die typischen Rothemden, die es natürlich auch gibt als Soldaten oder Gefängniswärter. Mir ist nicht klar, ob Natasha Romanoff eine Russin ist, die dann mal drei Jahre von 10 bis 13 Jahre in den Ohio/USA sozialisiert werden soll, um dann wieder zurückzukommen zum Red Room oder ob sie einer Amerikanische Weise ist, die von Russischen Geheimagent_innen instrumentalisiert wird. Es gibt ja den Vorwurf des Whitewashings. Wenn eine Amerikanerin eine Russin spielt, dafür gibt es noch keinen Terminus. Es hat auch mal eine Russin eine deutsche Rechtsextreme in dem Film „Kriegerin“ gespielt. Fand ich auch frech, aber das nur am Rande. Am Ende gibt es die Black Widows, die befreit werden von der Gedankenmanipulation. Ich sehe diese gecasteten Frauen und sehe ein westliches/amerikanisiertes/Progressives Zeitgeistzeugnis aus der politischen korrekten antirassistischen Ecke. Eine Hohe Anzahl an Quotenschwarzen und sehr viel amerikanischer Phänotypus. Kaum Russischer Phänotypus. Ich sehe das und bin raus, weil ich ein Matrixprogramm sehe, etwas sehe, das so gewollt ist um die Zuschauer_innen zu erziehen. Ich nehme es hin, dass es so ist, aber ich finde es auch irgendwo unauthentisch. Aber OK, kann ja sein, dass der Red Room sich auch genau diesen Typus Frauen gecastet hat, weil sie eben keine russisch aussehenden Frauen einsetzen wollten, sondern amerikanisierte. Mir fehlt der Begriff dazu, das pendant zu Whitewashing. Sorry, dass ich das so ausführlich thematisiere, aber das Thema ist gerade geladen in der Matrix. Die CDU kassierte auf jeden Fall vor drei Tagen nen Startseitenartikel von SPON, der on the Top auftauchte. In diesem Artikel wird kritisiert, dass die CDU „keinen Karneval der Minderheiten aufführt“. Es gibt aktuell eine Agenda, welche die neue Konformität herbeiführt und reine weiße Darstellungen problematisiert.

Einige der russischen Geheimagentinnen haben offensichtlich, den/die gleiche_n Friseur_in

Naja wie schwarz-Weiß-Denken so sind auch die Geschlechterdebattenprogramme fest installiert in meinem System. Kommen wir zu den Männlichen Figuren. Red Guardian hat mich gelangweilt, immerhin gibt es einen liebevoll dargestellten Boomer. Ein Eiskalter russischer Agent mit Herz. Ich wusste nicht wieso und woher er seine Superkräfte hatte. Ich wusste nicht wieso (und wie) er ins Gefängnis gesteckt wurde, kurz nachdem er loyal die beiden falschen Töchter nach drei Jahren Scheinvaterschaft wieder abgegeben hat. Wieso hat er sich in den 20 Jahren nicht selbst aus dem Gefängnis befreit, wenn er da ohne Probleme eine Stahltür eintreten kann, sondern erst als seine beiden falschen Töchter mit dem Hubschrauber vorfliegen? Und um die männlich-harten-Knastklischees zu bedienen wird dem einen großen starken Mann mal eben der Arm gebrochen, um ihn hinterher fertig zu machen, dass er rumheult. Nein, ein Mann sollte keine Gefühle zeigen, keine Schwäche, nichtmal, wenn einem der Arm gebrochen wird. Dann wird er eben noch der Lüge entlarvt, dass er gar nicht mit Captain America gekämpft haben kann, weil er noch im Eis lag, als er ins Gefängnis kam, nur um in der nächsten Szene Natasha zu fragen, ob Captain America ihn erwähnt hat, als ob Captain America ihn kennen müsste. Es werden gemeinsame Erlebnisse suggeriert, die es aber gar nicht geben kann.

Drei Männliche Figuren. Den Boomer, der Good Guy und der Bösewicht. So müssen sich wohl Jahrelang Frauen gefühlt haben, als weibliche Figuren vor allem Randfiguren waren.

Schlechteste Szene des Films ist für mich ist dieser typische Filmmove um einen Twist zu generieren. Ich bin mittlerweile zu anspruchsvoll ich lasse mich als Zuschauer nicht mehr für nen Twist als Dumm verkaufen. Es wird suggeriert, dass die falsche Mutter eine Verräterin ist, nur damit sich hinterher herausstellt, dass es abgesprochen war. Aber OK, hat kurz Verwirrung gestiftet, es wirkte aber seltsam unrealistisch, die Familie nicht aus taktischen Gründen einzuweihen. Achja Hauptfigurenbonus. Sie können es taktisch angehen wie sie wollen, die Guten gewinnen ja eh am Ende (Ausnahme Avengers 3). Achja und um sich nen Nasennerv einzuklemmen, damit Natasha die Pheromone nicht mehr riechen kann vom Bösewicht, weil sie programmiert ist ihn nicht töten zu können, wenn er gerochen wird, hätte es sicherlich auch nen sauberen operativen Eingriff vorher geben können anstatt sich spontan mit im Kampf die Nase aufm Tisch zu brechen und zu hoffen, dass innerhalb von einer Millisekunde nicht mehr gerochen werden kann und der Enemy getötet werden kann. Mädel benutz doch nen Skalpell, vor allem wenn du es vorher weißt. Ich weiß, dass es manche Feminist_innen nicht mögen, wenn ich das Aussehen einer Frau kommentiere, aber deine Schöne Nase. Ach ich vergesse manchmal, dass es nur Comicverfilmungen ist und klar, es ist OK, wenn sie sich nach diesem Move die Nase wieder richtet und sie aussieht als ob nichts gewesen wäre und vermutlich danach auch wieder riechen konnte wie vorher. 2016 gabs ja noch kein Covid. Noch eine Szene, die mich herausgebracht hat. Es wirkte so, als ob der Red Room im russischen Luftraum aufgesucht wurde. Abgestürzt ist es dann aber in den USA, weil ich die Fahrzeuge der amerikanischen Regierungsbeamt_innen zuschrieb, die danach auftauchten. Aber naja Kleinigkeiten, obwohl so ein auf die Erde herunterstürzendes Riesenteil, ausgelöst durch eine Rettungsaktion der Avengers, nicht zum besten Image von ebendiesen beitragen dürfte. Ein Ähnlicher Vorfall führte nämlich zum Sokovia-Abkommen. Der Film spielte kurze Zeit danach.

Alles in allem ein durchschnittlicher Marvelfilm, wo viele MCU-Elemente fehlten. Es fehlte mir ganz klar ein Cameo-Auftritt. Irgendeine andere MCU-Figur hätte mal auftauchen können. Was war denn in der Zeit mit Hawkeye, deren Geschichte endet in Avengers 4 so tragisch, die hätte doch nochmal erwähnung gefunden. Ein klein bißchen Dynamik zum MCU hätte gut getan. Stattdessen nur sein Foto in der Postcreditszene „Jahre später“ und die Erwähnung der anderen Avengers in den vielen Dialogen. Ich denke da an den Minicameo der X-Men in Deadpool 2, die nur für 2 Sekunden zu sehen sind, wie sie eine Tür schließen. Leider Nichtsdergleichen. Ja, ein Stan Lee Cameo ist ja leider nicht mehr möglich und das ist ein spürbarer Unterschied. R.I.P.

Weiterhin vermisse ich den typischen Marvelhumor. Es gibt jetzt keine Punchline, keine Situationskomik, die hängen geblieben ist.

Eine Große Stärke von Marvel war auch immer schon der Figuraufbau. Hier kommt „Black Widow“ wohl Jahre zu spät. Eine ältere Geschichte wäre wohl interessanter gewesen oder Black Widow und Yelena auch mal als mutigen Move im Alter von Roundabout 18 bis 21 zu zeigen. Mir fehlt noch das Wissen, wie sie sich aus dem Red Room befreien konnte und zu S.H.i.E.L.D kommt. Wird das in der Serie erklärt, die ich nicht gesehen habe?
Marvel baut ziemlich ab mit dem Aufbau einer young Avengers Nachfolge. Fand das schon bei den Spiderman Protagonisten sehr schlimm, dass sie immer jünger wurden von Tobey Maguire, der mit am besten gefiel, über Andre Garfield bis hin zu Tom Holland, der einen 15jährigen Spiderman spielt. Hier hat Marvel nachgelassen und da macht mir die Zukunft des MCU ein wenig Angst. Hoffnung machen mir aber die kommenden Produktionen, die wieder mehr ins magische gehen und das Multiverse thematisieren wie hoffentlich in Dr. Strange und dem neuen Spiderman, wo bestenfalls die anderen Spiderman-Protagonisten auftauchen oder mit Eternals Wesen, die größer als die Asgard-Gottheiten sind. Es kommen weiterhin ein neuer Thor raus, der vielleicht eine Lokiversion einbetten wird und Guardians of the Galaxy. Ich freue mich und bleibe natürlich weiterhin MCU-Fan.


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https://mailchi.mp/067bb53fc8d8/endlich-wieder-ein-indoor-workshop
Hallo Leute,

gestern endlich mal wieder im Outdoorbereich eines Restaurants essen dürfen und danach die ganze Nacht im Volkspark Friedrichshain durchgeraved. Toll diese alten Freiheiten wieder spüren zu dürfen.

So, seit gestern sind jetzt auch wieder Indoor-Workshops möglich.

Ich biete Systemische Aufstellungen am Sonntag, den 13.06.21 von 15:00 Uhr bis 21:00 Uhr an.

Raum für Osteopathie
Hallandstr. 14, 13189 Berlin
Nähe U-Bhf. Vinetastr.
https://www.raumfuerosteopathie.com/

Ablauf: 15:00 Uhr – Ankommen, entsprechend dem Hygienekonzept
15:30 Uhr – Orga, Check In und Warm-Up
16:00 Uhr – Erste Aufstellung
17:30 Uhr – Pause
18:00 Uhr – zweite Aufstellung
19:30 Uhr – Integration, Open Space, Checkout
Was ist eine Systemische Aufstellung?
Hinter diesem Link findest du ein Erklärvideo und eine kurze Beschreibung,.
https://christianfender.wordpress.com/systemische…/
Es wäre schön, wenn du an beiden Aufstellungen teilnimmst, es geht aber optional auch eine.
Ich bitte um Anmeldung, damit wir ggf. Fragen zum Hygienekonzept besprechen können und ich schonmal deine Kontaktdaten habe.

Bei Fragen, Anmeldung oder Orga, gerne WhatsApp oder Telegram oder Mail nutzen.

Handynummer:
zero 179 444394fünf


  hier ist zeitgeistgerecht mein neu erstellter Telegram-Kanal:
https://t.me/feldundraum

Energieausgleich:
Fragestellung: 100€ Teilnahme: Spendenempfehlung 20€
– Alternativ gerne auch Freiticket fürs Helfen (vorbereiten, Aufräumen) oder Leitung Warm Up.
  Ihr könnt euch gerne Eigenverpflegung mitbringen.

Hygienekonzept:
Einen kleinen Knoten im Kopf habe ich noch wegen der Coronaverordnung. Grundsätzlich nehme ich das Thema ernst und möchte einen safen Raum für meine Teilnehmer_innen. Aber ich habe eine kritische Haltung zur Maskenpflicht.

Nach der Verordnung gibt es „offiziell“ eine medizinische Maskenpflicht (OP-Maske oder FFP2), während ich erst ab 10 Teilnehmer_innen testen lassen müsste. Das Abstandsgebot kann ich natürlich nicht gewährleisten für die Dynamik meiner Stellvertreter_innen. Ich ordne das dann mal als „körpernahe Dienstleistung“ ein 😉

Also mein Fokus wird der Test sein. Ich bitte euch, euch Samstag oder Sonntag testen zu lassen. Es gibt sehr viele kostenfreie Anbieter_innen. Ihr könnt auch einen Schnelltest zu Hause machen oder vor Ort. Des weiteren bitte ich um Händewaschen beim Ankommen und ich stelle Desinfektionsmittel für die Hände bereit und werde die Räume gut durchlüften. Sollte eine Infektion bekannt werden, dann werde ich alle Teilnehmenden informieren und mit dem Gesundheitsamt kooperieren.

So genug Bürokratie. Um die Stimmung wieder ein wenig zu heben, hier noch ein paar Angebote aus dem Umfeld der SPIRIT Family.

Bitte erwähnt die Empfehlung durch mich, falls ihr eines der Angebote annehmen solltet.

Seit diesem Monat bin ich in der FB-Gruppe I-E-R. Intensiv von Simon Brych. Das steht für Intuitiv-Energetic-Reading. Du kannst persönliche Lebens-Fragen stellen und zu einem flexiblen Zeitpunkt dir die Antwort anhören, weil das Livevideo auch später noch in der privaten und vertrauten Gruppe abrufbar ist. Ich bemerke, dass er on Target ist, wenn er mich readet, weil seine Worte mich sofort tief berühren und es spürbar ist, dass die Worte, die er sagt nur für mich sind und nicht ein vorgefertigtes Produkt aus dem Mentalkörper. Seine Botschaften wirken auch in der Zeit danach in meiner Wahrnehmung und in meinen Prozessen.

Bevor du dich für eine kostenpflichte Mitgliedschaft entscheidest, kannst du ihn auch in der offenen Gruppe erstmal kennenlernen. Da gibt er auch ab und an Testreadings.

Er gibt mit seiner Partnerin Tatjana auch ein Online-Cacao-Paar-Ritual. Leider parallel zu meinem Aufstellungsevent. Also, wenn Indoorworkshop für dich noch nichts ist und du lieber Zeit zu Hause mit deinem Partner/deiner Partnerin verbringen möchtest, dann, ja nur dann, empfehle ich dir stattdessen darüber nachzudenken an diesem Event teilznehmen.
FB-Link

Appropo Ritual-Cacao:
Vom 10.6. bis zum 16.6. gibt es 7 Tage lang jeden Morgen von 9:00 Uhr bis 9:30 Uhr ein kostenfreies Cacaoritual in einer FB-Gruppe. 7 verschiedene Raumhalterinnen gehen an 7 Tagen Live.

FB-Event

Bitte bestellt über diesen Affiliate-Link gerne euern Cacao bei Cacaoloves.me

Hier mal was rein körperliches zum Entspannen, um die ganzen Cacao-Energie-und-emotionalkörper-prozesse auch physisch zu integrieren.

Anmeldung für online-Yoga über FB-Messenger an Laura oder falls nicht vorhanden, Mail an mich.

Und nach dem ganzen aufwühlenden Cacao und der anstrengenden Körperarbeit schließe ich die Mail mit was stillem und kraftvollem ab. Ich war letzten Montag schon in seinem Raum und werde auch diesen Montag wieder dabei sein im Forschungsraum für Integration und Transformation von 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr. Auf Spendenbasis (empfohlen 10€)
FB-Event

Wenn ihr auf das Bild klickt, kommt ihr auch zu seinem Podcast.

So, also hoffe euch im Reallife zu sehen. bis dahin…

LG

Christian Fender

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Wonder Woman 1984 – Ein Verriss

Tja meine Vorfreude war mit dem Trailer und der Trailermucke groß. Aber wie so oft, ist dann der Drop aufgrund hoher Erwartungen umso größer.

Durchgehendes #Gespoilere, also den Text bitte nicht lesen, wenn du den Film schauen möchtest, um die ne eigene Einordnung zu kreieren. Ansonsten kommentiere gerne wie du den Film fandest.

Fangen wir mit der Sache die mit Abstand am Besten ist. Diese Gal Gadot in der Figur der Amazonin Wonder Woman. Sie strahlt so eine breite an Archetypen von Weiblichkeit aus. Die Kriegeramazonin, die Liebende, die Businessfrau, das Frauchen, die Emanzipierte, die Distanzierte, die mit dem gebrochenen und dem offenen Herzen, Die Selbstbewusste und die, die zu anderen Frauen hochschaut. Am Anfang des Films sagte ich noch, fehlt nur der Archetyp Mutter bei ihr, aber das wird dadurch ausgeglichen, dass sie ständig kleine Süße Kinder rettet und sie ins Schaukelpferd, in den Plüschpanda setzt oder mitten in Actiongeballter Szenen Kindern noch ne Ansprache mitgibt, dass sie auf der Straße aufpassen sollen (Erinnerungen teils Verschwommen).

Es ist angenehm ihr zuzuschauen. Ich mag ihre Moves in den Kämpfen, wenn sie sich auf ihren Kniehen von Gegner zu Gegner arbeitet. Und ja, ich sage es wie es ist. Dieser Rock reizt mich als Mann in den Kampfszenen.

Der Background ist auch ähnlich Greifbar wie bei Thor und Loki aus dem MCU. Ihre Fähigkeiten hier auf der Erde speisen sich daraus, dass sie ne göttliche Abstammung hat. Oder von der Insel der Amazoninnen kommt und hier auf der Erde durch andere Rahmenbedingungen Superkräfte hat. So wird es ja dann auch bei Man of Steel erklärt, dass die Kryptonier hier auf der Erde andere Fähigkeiten haben, weil unter anderem die Schwerkraft anders ist. Hier wird mit was logischem versucht etwas unlogisches zu erklären. Bitte wenn Superman fliegen kann, dann kann ich mich darauf einlassen, weil das Teil der Fiction ist, wenn es aber mit Schwerkraft erklärt wird, dann schaltet sich mein kritisches System ein. Wieso kann er dann schweben?

In Wonder Woman 1984 tauchte der verstorbene Steve auf. (Komisch, dass er den gleichen Namen hat wie Captain America). Es ist einerseits OK, andererseits nen Retortenmove. Und ja es lud zu dem Running Gag ein, dass im ersten Teil Wonder Woman die Mode der 1918er erklärt werden musste, weil sie aus einer anderen Welt kam und jetzt musste Steve die Mode erklärt werden, weil er aus einer anderen Zeit kam. Den Gag kann mensch sogar noch als gelungen durchgehen lassen.

Die 80er waren für mich jetzt nicht so greifbar getroffen, wie sie bspw. Liebevoll in Form von Eastereggs in „Ready Player One“ eingebaut wurden. Aber OK. Sie ist ja ne Amazonin, 1918 auf die Erde gekommen und ohne zu altern geblieben.

Sie trauerte offensichtlich 66 Jahre um ihren Verlust Steve, den sie im ersten Teil verloren hatte. Ne lange Zeit, wenn ihr mich fragt, aber ok, lassen wir das mal als Teil der Fiktion durchgehen. Ihre Liebe basierte aber im ersten Teil absolut darauf, dass es von der ersten Sekunde Retter-Energie zwischen den beiden gab. Sie rettet ihn aus dem Flugzeug vor dem Ertrinken, er kämpft mit ihr gegen die Deutschen und dann geht’s auf Weltrettermission gegen Ares. In meinem letzten Posting zu „The 100“ sprach ich schon über das Phänomen von Attraktivität von Männern, nur in Krisen, Kriegs und Heldenzeiten und der Unattraktivität in Friedenszeiten, wenn es im Außen keine großen Gegner und Aufgaben gibt. So war ihre Liebe ihm gegenüber nur schwer nachzuvollziehen in dem neuen Setting, wo er mit ihr in ner Bude aufwacht. Auch meine weiblichen Mitschauenden labelten Steve als unattraktiven Mann. Dazu kann ich nichts sagen, mich hat diese Einordnung eher überrascht, aber ich fands interessant.

Immerhin hatte er ja noch sein Talent, das Fliegen. Und Klar, kann mensch, wenn du das 191x gelernt hast auch 198x Maschinen fliegen. Er macht ein paar wulstige Worte zu seinem Talent und Wonder Woman nutzt diese, dann um Fliegen zu lernen. Für mich hat das die Figur kaputt gemacht. Wieso muss sie versupermaned werden? Fuck. Und OK, Thor kann auch fliegen, wenn er seinen Hammer ganz schnell dreht. Aber das Lasso der Wahrheit und weil sie sich in die Winde legt? Sorry. Nein.

In der Story ging es um einen Wunschstein, deswegen tauschte auch Steve auf. Der nur einen Körper eines anderen Mannes besetzte, was durch einen Kameradreh eingefädelt wurde. Keine Ahnung, ob es wie in „Ghost“ war oder wie in „Rendevouz mit Joe Black“. Schwierig, aber auch Teil der Fiktion. Der Stein nimmt auch was. Bei Wonder-Woman angeblich die Kräfte und da bleibt meine Kritik innerhalb der Fiktion hat sie nicht annähernd ihre Kräfte verloren. Sie hat im Gegensatz zu vorher nur mal nen Kratzer bekommen. Kräfte verlieren sieht auch innerhalb dieser Filmrealität anders aus. Muss ich sagen ziemlich unsportliches Ungleichgewicht zulasten „der Guten“.

Zum Bösewicht komme ich gleich, weil es in Extrapaket ist. Nur in dem Zusammenhang möchte ich sagen, dass die besondere Lösung, die zum Sieg führte, als Idee auf einmal da war und unüberprüft als richtige postuliert wurde. Es gab keinen schwierigen Weg das Geheimnis zu lüften und es gab auch keine magische Hürde zu überwinden bei der Lösung, anders als beim Probleme kreieren.

Das Problem war ein Mann mit Kind. Ein schmieriger, gieriger Ölmagnat, der voll am failen und Versagen ist, sich das aber nicht eingestehen will, weil er ja natürlich nen Vater-Traumata hat und sich beweisen muss um Anerkennung zu bekommen und keine Verletztlichkeit und Schwäche zeigen darf, weil das hart bestraft wurde vom Papa. Ich finde es psychologisch wichtig die Figuren mit ihrer Kindheitspsychologie zu erklären, am Genialsten fand ich bspw. Wo JOKER in die Psychietrie einbricht, um die Akten seiner Mutter zu stehlen und seine Wahrheit liest. Hier war es mir zu platt.

Und jetzt nochmal ein bissl Wertschätzung. Die Plotidee mit dem Wunschstein, der aber vom Gott der Täuschung und Lüge auf die Erde versandt wurde ist schon ziemlich gut und relativ Innovativ. Im weitesten Sinne kannte ich das nur von Aladdin und seinem Dschinn, zuletzt gespielt von Will Smith. Die Wünsche sind begrenzt und mensch muss, wie auch in der Manifestationsarbeit zum einen darauf achten, wie sie formuliert werden und zum anderen welche Instanz mensch bittet dir auf dem Weg zu deinem Wunsch zu helfen. Es gibt dunkle und lichtvolle Spirits, welche dir helfen und die Preise sind demnach sehr unterschiedlich.

Aus diesem Plot könnte mensch dann richtig gut was machen. Aufbauen, greifbar machen. Aber es eskalierte mir zu schnell. Der Film sprang in die internationale Politik mit neuen Grenzen in Ägypten, zu der Macht des US-Präsidenten und natürlich einer 80er Jahre Atomraketen-Eskalation mit Russland. Nennen wir es mal Sprunghaft. Und OK es ist ein Comic… Comics sind Sprunghaft. Aber hey, ihr macht hier einen teuren Hollywoodfilm und auch die haben Anspruch auf Aufbau, Ruhe, Stimmigkeit. Da hapert es. Als Hollywoodfilm ein absoluter Fail. Nur mit vielen gutem Willen und Comicheftansprüchen kann mensch den Film durchwinken.

Letzter Punkt, die Genderdebatte. Ich persönlich mag ja die Frauen in meinem Umfeld und davon gibt es nicht wenige, die sich klar vom Feminismus distanzieren, aber Weiblichkeitsarbeit machen und dann gibt es diesen progressiven toxischen Feminismus in dieser Matrix. Und dazu auch, dieses Programm von Interkurelle Darstellung, was son Programm geworden ist. Es ist ja schon gar nicht mehr möglich eine weiße heterosexuelle Familie irgendwo zu porträtieren ohne das linksprogressives „das ist heteronormatives Whitewashing“ Kampfbegriffsbashing kommt.

Das Raumgeben des Archetyps einer Amazonin ist für mich die spirituelle Weiblichkeitsarbeit mit der ich resoniere. Und dann hat der Film aber noch die ganzen anderen Programme am laufen. Der Bösewicht an ein Kind und teilt sich das Sorgerecht mit der Mutter. Obwohl es eine wichtige Figur ist, bleibt die Mutter seines Kindes außen vor. Mensch sieht sie nicht. Das Kind sieht aber asiatisch aus. Und klar kann sein, kann auch in den 80er sein. Aber ich fühle es nicht. Es ist nicht authentisch. Es ist ein progressives Konstrukt unserer Zeit, dass in diesen Film hineinprojiziert wird. Es ist der Quoten-Nicht-Weiße. Und hey bei den Amazoninnen gab es immerhin schon viele Schwarze Frauen. Aber das war irgendwie stimmig, weil ne Amazonin keine Hautfarbe kennt. Aber dieses Kind nahme ich dem „Bösewicht“ nicht ab. Auch die eine Szene, wo das Kind ihm mit Wunschkraft des Steines aus dem Herzen wünschte groß zu sein, schien Bedeutung zu haben, hatte aber keine Konsequenzen. Der Film ließ es sich dann auch nicht nehmen eine Stereotype Abreihung von sogenannter Toxischer Männlichkeit aneinanderzuketten. Meine Mitschauenden Frauen reagierten dann entsprechend auf die Männer, welche dann „Schmierig“ oder „toxisch“ und „Übergriffig“ Frauen ansprachen. Und wieder nur son Bashing. Egal wie du es machst es ist falsch. Wonderwoman kommt in einem Sexy Kleid auf eine Party und blockt eigentlich jeden Kontaktversuch mit triggernder Distanziertheit ab. Und das ist auch nicht die Lösung. Boah… ich merke, ich würde genau zu dem Thema Männer sprechen Frauen an, nen sehr tiefen Extrabeitrag schreiben wollen. Aber jetzt würde ich mich nur verheddern und in ein gefährliches Feld hineinschreiben. Übrig bleibt nur mein aktueller State, dass in mir soviele, ich kann es eh nur falsch machen Programme installiert sind, dass ich es leider in der Konsequenz komplett sein lasse Frauen anzusprechen.

Am Ende des Films wird dann nochmal aus Feministischer Sicht vermutlich gelungenes Gespräch zwischen Wonder Woman und einem Mann gezeigt. Er schaut in die Luft und beachtet sie gar nicht. Er ist bei sich und in diesem Typischen Herzen, wie es in der Spiriszene gerne dargestellt wird. Er ist mit seinen Sinnen in der Natur und dadurch im Moment. Sein Fokus ist nicht bei der Frau. Er will gerade nichts. Und dann spricht Wonder Woman ihn an, in dem Fall die zivile Diana Prince. Es gibt einen kurzen Austausch und vorbei ist die Szene.

Wow. Die neue Männlichkeit? Es funktioniert und in mir ist Widerstand? Da geht die Frau in Kontakt, aber der Mann ist kaum noch da. Hinter zu viel Herz und „nicht-Wollen“ und im Moment Sein verschwunden. Ich verstehe es nicht. Aber gut ist ja jetzt auch nicht das Thema.

Sorry, ich rutsche leider noch beim Schreiben zu sehr zu meinen Themen ab?

Um mal wieder den Abschluss zu finden. Es geht wirklich besser. DC strengt euch an. Ihr könnt es. Die Dark Knight Trilogie war für mich die am besten aufgebaute Superheldenfigur aller Zeiten. Bis hin zum Butler Alfred, der eine komplexe Rolle spielte. Ich hoffe, dass euer neuer Batman mit Robert Pattinson an den düsteren Erfolg von Joker anknüpfen kann. Suicide Squad ist ein Sprung mit zu vielen Figuren in eine Realität, wo die Figuren kaum aufgebaut werden. Eure justice League war auch nur mäßig erfolgreich. Batman war neu und kaum Aufgebaut mit nem eigenem Film. Aquaman ist großartig. Flash zu unsicher und Cyborg auch zu sehr im Widerstand mit sich selbst. Das Große Problem an DC ist, dass sie den lamesten Superhelden aller Zeiten haben, nämlich Superman. Er ist zu mächtig. Den hat sich leider Marvel mit Captain Marvel auch eingeführt, aber die ist nicht so erdsesshaft, die kann mensch für Avengers beliebig aus und einblenden.

Ich freue mich auf jeden Fall auf die neuen Marvel-Filme. Sie sind halt deutlich besser. Das MCU hat einen genialen Aufbau aus Einzelfilmen und Avengersfilmen. Freue mich auf Black Widow, der bald kommen wird. Aktuelle und das ist ne Empfehlung von mir, schaue ich „WandaVision“. Eine neue Serie, die ans MCU anknüpft. Und es ist genial, es ist innovativ, mutig und eine geile Metaebenenfiction, weil es eine Serie in einer Serie ist.

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The 100

Tja, mein spirituelles Ego würde sich jetzt auch gerne mit was anderem zeigen, über was spirituelles quatschen. Aber mein Alltag besteht jetzt gerade im Lockdown mit nem Verletzten Knie Tatsache aus Serien und Filme – Bingen.

Appropo : Heute ist Deutschlandpremiere von „Wonder-Woman 1984“… habe mir erst auch „Superman V Batman“ angeschaut, wo Diana Prince eingeführt wird ins DC Extended Universe und sie den beiden Herren zu Hilfe kommen durfte (Batman: „gehört sie zu dir“, Superman „nein, ich dachte zu dir“) und Wonder Woman Teil 1. Es ist der Film, wo ich mich jetzt am intensivsten drauf gefreut habe die letzten Monate. Ich bin sehr in Resonanz mit dem Trailer, der Trailermusik und generell gerade der Amazoninnenenergie, die auch in der Serie auftaucht über die ich jetzt schreiben werde.

Und dann quatsche ich jetzt halt emotional aufgeladen nach dem unfassbar emotionalen Staffelfinale von Staffel 5 (von 7) einfach mal über ne Serie. Die Serie heißt „THE 100“ und ich schaue sie gerade in meinem Probemonat bei Joyn an.

Ich kann sie sehr empfehlen und empfehle auf gar keinen Fall weiterzulesen, wenn ihr das tun wollt. Denn ich werde #SPOILERN. Wenn ihr die Serie gesehen habt, dann freue ich mich über einen Austausch. Oder berichtet mir von euern Serienhighlights in der tristen Zeit.

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„Die“ Serie der 2000er war für mich auf jeden Fall „Lost“, wo eine Gruppe auf einer Insel landen muss und sich finden muss. Und „die“ Serie der 2010er gleichzeitig die besten Serie aller Zeiten natürlich „Game of Thrones“. Ein Vergleich mit „der“ Serie der 90er „Friends“ wäre jetzt aber zu weit hergeholt, auch wenn es natürlich ne Kerngruppe aus Freunden gibt, die auch sehr interaktiv ist 😉

Dieses Postapokalypse-Preapokalypse-Apokalypse-Postapokalypse-Preapokalypse-Endzeit-Neuzeit-Menschheitskatastrophenüberlebenskampfdrama dockt bei diesen anderen Großen Serien an. Bspw. „Lost“, weil „The 100“ sich erstmal gruppendynamisch zusammenfinden und sich dann innerhalb einer Anarchie die Leader rausbilden. Es erinnert auch an die Serie der 2010er und die besten Serie aller Zeiten, weil es dann doch sehr viele Location-Wechsel, Wanderungen und Vermischungen mit anderen Gruppen auf der Map geben wird. Aber klar kommt bei weitem nicht ran. Und ja… es sterben sehr viele Menschen auch Identifikationsfiguren. Die Serie spielt auch in der Zukunft und es taucht neben den archaischen Gruppen auch ne Sekten-KI auf oder „Implantate“, die eingesetzt werden, die eine Connection zu früheren Leadern aufbaut, was mich entfernt an die Netflix-Serie „alterned Carbon“ erinnert.

Der zentrale Punkt, den die Serie ausmacht ist die Ethik. Gruppen werden immer wieder an den Rand der Existenz gebracht. An der Stelle muss ich nochmal ausschweifen und sagen, dass es mich nervt, dass der Terminus „Existenzängste“ mit Wirtschaftlichkeiten konnotiert ist, obwohl es in der Bedeutung, die ich mit dem Begriff verbinde um Leben und Tod geht und hier in der Serie noch viel krasser: um das Überleben der gesamten Gruppe bzw. der Menschheit geht. Es müssen schwere Entscheidungen getroffen werden. Stichwort Verschwörungstheorie „Eliten planen Bevölkerungsreduktion“. Es schafft auf jeden Fall Empathie für die Eliten, die schwerste Entscheidungen treffen müssen, wo das Herz, die Moral, die Ethik, die Intuition usw. alles NEIN schreit und trotzdem ist es für die höhere Sache, dass die Menschheit überlebt, eine richtige Entschedidung, die Ethik zu brechen und bspw. Menschen geopfert werden müssen. Das wühlt echt auf. Zum Glück ist es nur ne Science-Fiction-Serie. Spannend ist auch zu sehen, dass Protagonist_innen auf der einen Seite von einer ethischen Entscheidung betroffen sein können und es natürlich dann „Scheiße ist“ und im Laufe der Staffeln steigen diese Protagonist_innen zu Leader und zur Elite auf und in einer vergleichbaren Situation in die gleiche moralische-Ethische Falle geraten und dann selber so entscheiden müssen, wie sie es damals positionsbedingt natürlich ablehnen mussten. Ein Zitat aus der Serie ist: „erst überleben und später versuchen wir die Menschlichkeit zurückzugewinnen.“

Diese Postapokalypse-Feld wird in meiner Vorstellung in den USA von einem breiten Feld getragen von Verschwörungstheoretiker_innen, Prepper_innen und Völkischen. Ein Feld bei dem ich an Mad Max denken muss oder auch an Serien wie Walking Dead. Es geht viel um Clans. Dahinter so stelle ich mir vor, diese Sehnsucht nach Schlichtheit. Ein Wegbrechen von der bürgerlichen Zivilgesellschaft, ein wegbrechen von Institutionen. Einfach mal das Kapitol stürmen und Macht demonstrieren anstatt 4 Jahre nen Leader und die Institutionen über die er an die Macht kam zu akzeptieren. Ein wegbrechen von demokratischen Verfahren, weil die zuviel Zeit kosten würden und das Überleben gefährden. Ja, dann gibt es nur noch eine Elite auf der einen Seite und den Mob auf der anderen. Leader und Entscheidungen werden von Stimmungen getragen und von der Macht des Stärkeren und schnell umgesetzt. Die Leader, die Allianzen, Koalitionen, Deals, Feindschaften, die Interessengesteuerten Dynamiken sind dementsprechend sehr dynamisch. Toll für die Dramaturgie.

Für das Feministische Feld ist es auf jeden Fall erwähnenswert, dass es sehr viele Frauen in Führungspositionen gibt. Gefühlt sogar mehrheitlich bei den relevanten Clans. Während die Männer weiterhin natürlich mehrheitlich die „Rothemden“, im Sinne von Kanonenfutter, spielen. Sie sind es auch, die stärker als die Männer ihre Sexualpartner wählen. Da sind die Progressiven Matrixprogramme schon voll umgesetzt. Aber das ist keine Kritik, im Gegenteil.

Herausstechend ist die Serienfigur von Octavia. Sie musste sich die ersten 16 Jahre in einem Zimmer auf einer Raumstation, teils unter dem Boden verstecken. Dann auf der Erde geht sie in die Anarchie und will vor allem Lebendigkeit und ihre Freiheit leben, was auch Sexualität mit einschließt. Sie lebt da ihren Luder_Anteil aus und auch wenn der Begriff wahrscheinlich politisch inkorrekt besetzt ist, ich meine es positiv. Später schnappt sie sich den ersten „Grounder“, den die unter 18-jährigen „Skypeople“ überraschend entdecken auf einem Planeten, den sie für unbewohnt hielten. Für diese Amazone muss es der wilde, wenig redende, präsente, wilde, starke und exotische Mann sein, dem sie sich hingibt.

Das ist doch immerhin noch klassisch. Was für eine Liebe.


-Eine anderes Pärchen – und das wird von der Frau direkt so formuliert – möchte auch nur in Krisenzeiten dem Typen die Klamotten vom Leib reißen, wenn er Risiken eingeht, beschützt, rettet und den Helden spielt. In 5 Jahren Frieden in einem sicheren Raum ohne Feinde mussten sie sich trennen, weil die Attraction fehlte (und seine zynischen Muster) hochkamen. –

Krass was sie für ein Charisma sie in sich trägt, als sie sich ihrer Kriegerin hingibt und von den Groundern ausbilden lässt. Und ja krass wie traumatisiert diese Kriegerin werden kann, wenn das Herz gebrochen wird. In was für ein Feld von Dunkelheit sie gehen kann als sie die Rolle der einenden Führerin von „one-Crew“ einnimmt und sich unfassbar viel Energie von Verantwortung für Entscheidungen für das Überleben (inklusive Sterben) und Schuld für den Weg, den sie dafür wählt/“wählen musste“ in ihrem System absetzt. Sehr bewegender Moment als der Ballast dieser Rolle ihr genommen wird.

Der Häufigste Satz ist immer wieder. „Ich hatte keine Wahl“… eine interessantes Phänomen, das ja auch bei Merkel thematisiert wird, wenn sie von Alternativlosigkeit spricht. Und immer wieder werden Variationen diskutiert wie bspw. „du hast nur eine Wahl!“ – „das ist ein Widerspruch in sich“.

Schön wie Serien mich aus meiner tristen Realität wegballern können. Nicht, dass ich nicht diese westlich, Mentale, infrastrukturelle,instituionalisierte und „freiheitliche“, rechtsstaatliche, digital Konsumvielfältige, aber auch toxische Gesellschaft einem Todeskampf in der Endzeit vorziehen würde. Aber es ist Tatsache schon schwerer zu seiner Rolle zu finden und faszinierend, dass auf diesem Planeten auch außerhalb der Fiction Menschen den Weg des tötenden Kriegers gehen, gegangen sind oder gehen werden und unter Einsatz ihres Lebens sich für eine Sache hingeben. Dieses Risiko und die Nähe zum Tod führt natürlich sicherlich auch zu einer Lebendigkeit im Sinne von Intensität. Gleichzeitig ist das Überleben dann auch mit Traumatan verbunden und Qual. Ja, meine Todesangst und meine karmischen Kriegeranhaftungsanteile sind auch noch Themen, die mich nahezu täglich begleiten und so eine Serie hilft das in einem mit Distanz zu berühren.

AHO

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TENƎT

Vorneweg ein R.I.P.für Chadwick Boseman

Er ist heute mit 43 Jahren an Krebs gestorben (andere Quellen geben sein Geburtsjahr mit 76 an), er hat die Krankheit gegenüber der Öffentlichkeit verheimlicht und parallel noch Filme gedreht, trotz Operationen. Meine Verbundheit ist über die Figur Black Panther entstanden, die er in Avengers Filmen und seinem Solofilm verkörperte. Hier ein Bericht von der Deutschlandpremiere, für die ich zwei Tickets gewonnen hatte. Politisch und spirituell eine Filmfigur mit starker Tiefe und Auswirkungen auf die Gesellschaft. Teile von Black Lives Matters benutzte die Wakanda-Grußformel heißt es bspw. in diesem Nachruf im Tagesspiegel vom 29.08.20.

Ich war gestern nach sehr langer Zeit wieder im Kino. Sehr spontan hat es mich zu dem Film Tenǝt gezogen. Es war von dem Meisterregisseur Christopher Nolan, welcher die Dark Knight Trilogie, Interstellar und Inception zu verantworten hat. Und ja der Trailer versprach hochgradige Innovation mit einer völlig neuen Idee mit der Zeit zu spielen. Endlich mal wieder ein guter Film, ich habe ihn genossen, wenngleich ich nicht die Kategorie Sehr gut oder hervorragend vergeben kann. An Inception kommt er bspw. nicht ran, ähneln tut sich nur die emotionale unübersichtlichkeit, die ich in beiden Filmen empfunden habe. Unter dem Trailer schreibe ich ein paar Worte zu dem Film in einer Spoilerenergie. Ich kann empfehlen den Film zu schauen, auch gerne ohne Trailer, der Text unten lädt zum Austausch mit Leuten ein, die ihn auch gesehen haben.

 

Der Film läuft auf einem Level von James Bond. Ein zweikampfstarker Agent, der sich auch mit bewaffneten Terrorist_innen anlegen kann, weil die Bösen im Film ja nicht treffen, der blitzschnell alle möglichen Ressourcen zusammenstellt, ohne dass ich als Zuschauer das Gefühl habe, dass er dafür nen Team hätte oder ich werde einfach nur vom Regisseur mit diesen lästigen Kommunikationsvorgängen verschont. Und es gibt den großen irren Bösewicht, der die gesamte Welt bedroht. Ein Unterschied ist nur, dass er in einer Partnerschaft mit Robert Pattinson begibt, der sich im neuen The-Batman-Trailer, der offensichtlich den düsteren „Joker“ aus dem Jahr 2019 toppen will, gar nicht so schlecht macht und jetzt sein Twilight-Image wirklich transformieren kann.

Ich habe das Wort innovativ benutzt. Das ist der Punkt, dass sich zeitlich vorwärtsgehende und zeitlich rückwärtsbewegende Gegenstände, Menschen, Gruppen und Transportmittel in den gleichen Szenen im gleichen Moment befinden. Und ja genau aus dieser Idee heraus ist es ein MUST-SEE Film vor allem für alle, die sagen, dass den Leuten die Ideen ausgehen.

Relativieren möchte ich die Innovation natürlich dennoch, da bestimmte Momente mich, ohne dass ich das vorwerfen möchte, an andere Filme erinnern. Der Krieg der Zukunft mit der Gegenwart erinnerte mich an den sehr brutalen Film Loopers, bei dem Auftragskiller Menschen aus der Zukunft ermorden, dafür ein tolles Leben haben, aber dafür auch ihr 25Jahre später-Ich in der Gegenwart erschießen müssen.

Die Kommunikation über Mailboxes mit der Zukunft hat es in dem Filmklassiker 12 Monkeys schon gegeben, übrigens auch wegen der Corona-„Pandemie“ ein Film zum mal wieder anschauen.

Das Spiel, dass sich der Protagonist (Wenn er rückwärts durch die Zeit läuft ist er kurz ein Antagonist #metahumor) und selbst rettet/begegnet ohne es zu wissen, erinnerte mich an den Harry Potter Teil, wo Hermine ein Zeitamulett benutzt, um parallele Unterrichtsstunden zu besuchen und die drei Hauptcharaktere den gleichen Zeitstang aus zwei Perspektiven erleben.

Zu guter letzt bleibt das Zeitreisen-Großvater-Paradox, das im Film thematisiert wird, aber nicht augelöst wird. In Avengers 4 habe ich mich mega drüber aufgeregt, in diesem Film war es akzeptabel, dass sie der Storyline zuliebe mit Unlogik gespielt habe. Filme dürfen das, auch wenn sie in der letzten Szene nochmal knallhart das Paradox provozieren. Bis heute bleibt der mir einzige bekannte Film, in dem Fall ist es sogar eine Trilogie, der das Zeitreiseparadox wirklich korrekt bearbeitet die „Zurück in die Zukunft“ – Reihe. Mein Wunsch wäre, dass sich zukünftige Zeitreisefilme wieder an diesem Schema orientieren, auch wenn es zu Lasten der Innovation geht kann damit ja viel gemacht werden.

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Desinformationskampagne und Matrixsprech der Regierungsparteien

FICK DICH JENS SPAHN.

Ich muss einfach nochmal den Irrsinn des Matrixsprechs in diesem Posting deutlich machen.

Jens Spahn sagt, „wo Freiwiligkeit herrscht, braucht es keine gesetzliche Pflicht“. So kannste auch mit nem Kind reden, du kannst dein Zimmer gerne freiwillig aufräumen oder ich führe Taschengeldentzug ein.

Hört sich erstmal nett an. „Kein Pflicht“ und Freiwiligkeit. Aber im Umkehrschluss heißt es, dass die Impfpflicht kommt, wenn nicht genug Leute freiwilig mitmachen.

Und wer legt das denn fest, wann genug ist? Ein paar Erinnerung, die Influenzaimpfrate ist bei ca. 35% bei den über 60jährigen, die WHO empfiehlt Raten von 75%. Zack müssen wir also die Impfpflicht für die über 60jährigen einführen und da wir keine Altersdiskriminierung wollen, gleich für alle. Ich glaube die Impfrate bei Masern ist bei 90%… irgendwelche Experten sagen, aber auf einmal 95% ist wichtig für die volle Ausrottung durch Herdenimmunität, zack Impfausweispflicht für schulpflichtige Kinder beschlossen.

Wichtig ist, dass sich auch dieser Narrativ in den Köpfen verankert, was das Hauptargument ist, um §2 des GG „körperliche Unversehrtheit auszuzsetzen:

„Daher müsse hier abgewogen werden. „Ja, es geht um die Freiheit des Einzelnen, die körperliche Unversehrtheit, das Elternrecht.“ Aber spätestens in der Kita oder Schule gehe es nicht nur um die eigene Freiheit.

„Zur Freiheit in einer offenen Gesellschaft gehört auch dazu, dass der andere mich nicht unnötig gefährdet.“ Und wenn es eine Impfung gebe, diese aber nicht angewandt werde, „dann ist das eben eine unnötige Gefährdung“, sagte Spahn.“
Quelle 20.05.19
https://www.aerzteblatt.de/…/Spahn-verteidigt-Vorstoss-zur-…

Ein weiteres Sprüchebild, das eine Desinformationskampagne der anderen Regierungspartei belegt:

 

Mein Kommentar von einer anderen Pinwand zu diesem Posting:

„Korrekt. Gleichzeitig sprachen sich Habeck(!), Spahn und Söder für ein Impfpflicht aus in dem Fall, dass sich nicht genug Menschen gegen Covid19 impfen lassen.

Eine Debatte kann und wird offensichtlich jetzt geführt, auch wenn der Impfstoff nicht da ist. Dieser Zusammenhang, dass mensch es erst beschließen kann, wenn der Impfstoff da ist, ist völlig ohne Fundament.

Wahr ist, dass keine Impfpflicht im aktuellen Entwurf zur Debatte stand, aber ein Impfausweis mit hohem sozialen Druck sich impfen zu lassen, wenn bspw. Arbeitgeber oder Clubs sich entscheiden den vorzeigen zu lassen oder wenn Ausgangssperren beschlossen werden und du nur ein Bußgeld für Bewegung im öffentlichen Raum ausweichen kannst, wenn du dich impfen lässt.

Traurige Realität ist das Masernschutzgesetz, was in Deutschland seit 1.3. gilt und auch noch keine Impfpflicht ist, sondern eine Impfausweispflicht. Heißt nicht geimpfte schulpflichtige Kinder, dürfen nicht in die Schule und werden solange mit Ordnunsgelder belegt bis die Eltern ihren Willen brechen. Die katastrophalen Auswirkungen des Gesetzes werden sich zu Beginn des nächsten Schuljahres zeigen. Aber die Matrixprogramme, haben bereits ganze Arbeit geleistet und Impfgegner und -kritiker_innen mit Begriffen wie Aluhut, Rechtsesoterisch Spinner gecharged, so dass es schwer wird angemessene mediale Aufmerksamkeit für diese Gruppe zu gewinnen. Hier geht es schließlich um Unversehrtheit des Körpers nach Art. 2 GG.

In diesem Rahmen ordne ich dieses Zitat als Desinformation ein mit dem Ziel zu beschwichtigen und zu beruhigen. Mein Gefühl, dass der Plan die Impfpflicht einzuführen in den Schreibtischen der Lobbyorganistationen und Thinkstanks, der Milliardenschweren Pharmaindustrie liegen, die sich geschickt Empörungswelle für Empörungswelle und mit kleinen gesetzlichen Änderungen und Einflussnahme auf das Narrativ im Mainstreamdiskurs voranarbeiten, kannste gerne als Verschwörungstheorie einordnen. Fühlt sich wahr an und ich kann es nicht belegen, es ist einfach mein freier Glaube, dass es Sachen gibt, die außerhalb des Medienfocusses liegen, Instanzen, die nicht jeden strategischen Schritt mit ner Pressemitteilung öffentlich machen.“

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Familienaufstellung und Yoga bei Yoga Vidya

Hier ein FB-Sharing von mir, wie es einen Tag vorher zu der Leitung eines Wochenendseminars gekommen ist als Einleitung.

Ich bekomme die Bahnfahrten bezahlt, habe ein wunderschönes Einzelzimmer mit Balkon zu einem riesigen speziellen Wald-Park-Gelände, kann an Yoga, Meditationen, Satsang, Kirtan, Trancereisen, geführten Spaziergängen teilnehmen, habe ein sehr leckeres gesundes Essen im Intervallfastenmodus und bekomme natürlich auch ein Honorar für die Workshopleitung. Sorry, dass ich das hier so ausbreite, aber ich fühlte es als was besonderes, mein Anerkennungsthema und mein Bedürfnis nach Privilegien wurden voll geheilt. Ich spürte unfassbar viel Dankbarkeit und Wertschätzung.

Der Seminarraum war wunderschön und hell mit zwei Fenstern zu einer großen Wiese.

Ich wusste von 6 Teilnehmenden, am Ende waren es 7. Was mir am Anfang echt zu schaffen machte, war, dass auf der Website stand, dass einerseits 6 bis 7 Aufstellungen stattfinden sollen und ich andererseits nur diese Struktur hatte von 4 Kurzen Blöcken a 1 bis 1,5 Stunden und einem großen Block von 3,5 Stunden, die ja auch noch mit Vorstellungsrunde und Theorie gefüllt werden sollten.

Angekommen sah der Aushang in der Formulierung schon besser aus (Vortrag/Workshop statt Vortrag) und stolz durfte ich meinen Namen lesen. Die Nervösität stieg. Jetzt musste ich auch liefern.

Angekommen im Raum saß dann auf einmal eine Gruppe von 7 Frauen mir gegenüber. Und ich war jetzt nicht mehr in einer Selbstsicherheit, die ich im SPIRIT BERLIN oder auf den Rainbow Gatherings beim Leiten hatte. Die Begrüßung übernahm eine Frau von Yoga Vidya, womit ich auch nicht die ranghöchste Person im Raum war und mich mehr mit Demut connecten musste. Auf Vipassana habe ich auch gesehen, dass ich als Raumhalter weniger Dissoziieren (normalerweise gehe ich immer in so einen Feld-State und moderiere nur vom Inneren Moderator im Mentalkörper und bin emotional nicht angreifbar und somit sehr stabil für schwere Prozesse) soll und mehr mit meinen eigenen Gefühlen und mit meinen Schatten präsent sein soll, weil es mich sonst zu sehr erschöpft. Ich fühlte meine Unsicherheit und war voll da damit. Weiterhin hatte ich in mir den Gedanken „Fuck, nur Frauen… Fuck, keine männliche Stellvertreter, die Täter, Väter, Partner usw. repräsentieren können, keine Männer, welche die Projektionen der Frauen abfangen können. Fuck, jetzt landet der ganze scheiß bei mir als männlicher Raumhalter“ Ja, ich war getriggert und in nem leichten Widerstand zum Raum und damit zog ich es natürlich auch an. In der Vorstellungsrunde sagte auch eine Teilnehmerin, dass sie bisher immer nur Workshops von Frauen besucht und sie durch diesen Seminarleiter_innenwechsel jetzt das erste Mal einen männlichen Seminarleiter erlebt.

Ich bin sehr gecharged. Ein mir sehr bekanntes Phänomen, das ich immer und immer wieder gerade im Workshop oder Gruppenkontext erlebe und was wirklich nur im Creators Game klar als Phänomen benutzt wird, um damit zu arbeiten. Dort wird unterschieden zwischen eigenen Gefühle/Kreationen, die wir wahrnehmen und bewusst oder als Schatten in den Raum senden und Fremdgefühle und Energien, die eigentlich Gefühle, unterdrückte Gefühle oder Projektionen von anderen sind. Auf der Oberfläche ist oft nur Wahrnehmbar, dass ich mich komisch verhalte und die Leute denken dann oft, dass ich komisch bin und wenn ich keinen Raum bekomme meine Wahrheitswahrnehmung auszudrücken und mir keiner glaubt, was häufig passiert, dann habe ich einen retraumatisierenden Konflikt. Aber deswegen habe ich mir ja auch die Raumhalterrolle kreiert, hier kann ich Boss sein und habe ne „machtvolle“ Autoritäts-Stellung in der mir anders zugehört wird. Ich fühlte eine unfassbare Masse an Fremdenergie vor meiner Brust und Oberarmen und da sich die Energie in meiner Aura befand und nicht in mir, konnte ich es klar als Fremdenergie benennen. Ich intervenierte und stand auf und stelle mich hinter den Halbkreis der Frauen, schüttelte die Energie aus mir raus und ich wurde spürbar leichter. Ich bat die Gruppe die Aufmerksamkeit weiter auf das Kissen nach vorne zu richten und sich vorzustellen, dass da ein Mann sitzt. Als sie im Spüren angekommen waren, bat ich um ein Handzeichen bei wem gerade ein Männerthema aktiv ist. Es gingen 3 Hände hoch. Und normalerweise bleibt dieses Übertragungs-Phänomen, unbewusst und wird gar nicht wahrgenommen. Wahrgenommen wird, nur, der männliche Raumhalter verhält sich komisch. Dank meiner Intervention, hatte sich die Perspektive Verändert.

Und ja, es ist mir gerade wichtig über dieses Phänomen zu schreiben. Macht ja sonst keiner.

Ich war wegen der Zeit unsicher, eigentlich hätte ich gerne auch schon am Freitag eine geleitet, um die Aufstellungen auf drei Tage zu verteilen, damit die Leute schonmal am ersten Abend integrieren können was Aufstellungsarbeit bei mir praktisch bedeutet. Die Energie war nicht da, um klassisch mit einer Aufstellung zu starten, also entschied ich mich für Circling-Übungen und bildete 4 Zweiergruppen. Meine Zweier-Gruppe war energetisch sehr high. Sie shakte, auch körperlich, ihr Thema war megaaktiv. Ich nahm wahr, wie eine Schattenenergie aus meiner Aura, durch sie hindurch ging und hinter ihr Platz nahm. Daraufhin entspannte ich mich. Ihr Schatten war aus meinem System raus und ich konnte mich wieder ein Stück weit besser spüren. (und ja, mir passiert das ständig im Kontakt oder im Öffentlichen Raum, dass ich Fremdenergien in mein System lasse und wenn ich sowas wahrnehme, dann kann ich mich nicht über Reisen, Ernährung, Tipps und Babys unterhalten, dann muss ich das Gespräch auf meine Momentwahrnehmung lenken mit der Hoffnung, dass meine Gesprächspartner_innen, den Schatten anerkennen, der in mein System springt, denn dann geht es mir besser und ich spüre mich mehr und kann wieder mehr in Kontakt gehen. Und ich bin wahrlich nicht sehr beliebt dafür, dass ich dieses Spielchen spiele und finde es aber wiederum von meiner Umwelt absurd, dass sie von mir erwarten, dass ich meine Klappe halten soll, wenn gerade eine Grenzüberschreitung mir gegenüber passiert und ich das SmallTalk-Spiel der Harmonie zuliebe mitspielen soll.)

Sie erzählte übrigens nebenbei, dass sie anfängt Aura wahrzunehmen und nahm Blaue Energie um meinen Kopf wahr. Ich fragte, was das bedeute und sie antwortete mit „Kontakt zur geistigen Welt“. Ich war berührt und beeindruckt von ihrer Fähigkeit und fühlte mich von ihr gesehen.

Ich brach die Übung in den anderen Gruppen ab und bat sie einen Kreis um unser zweier-Circling zu bilden. Weiterhin klärte ich noch, dass wir die offizielle Zeit von 22 Uhr auf maximal 22:30 Uhr verlängern, bevor ich aus diesem Circling heraus eine Aufstellung passieren ließ. Der Schatten hinter ihr wurde dann von einer Stellvertreterin eingenommen, was sich dann als Vater herausstellte. Ich ging in meiner Moderationsrolle holte noch ein paar Rollen rein, unter anderem den „Universellen Vater“, um Anteile erlebbar zu machen und somit ins System zu integrieren, die sie in ihrer Herkunftsfamilie nicht bekommen hat.

Die zwei Tage darauf teilte sie immer wieder in den Sharingrunden mit, wie sehr sie die Aufstellung verändert hat, dass sie Erkenntnisse hatte, Perspektivwechsel einnehmen konnte und viel mehr Ruhe in sich fand.

Am nächsten Morgen war die Gruppenenergie eine ganz andere und ich konnte ihr viel entspannter begegnen. Hatte auch ne intensive Prozessreiche Nacht, sieh Sharing unterm PS. Die Gruppe war synchronisierter und, was ich sehr wertschätze, zu jeder Einheit pünktlich. Es war immer stimmig, wer wann dran kam. Auch die Zeiten hauten konsequent hin. Das war ein großes Thema von mir, weil ich im Hinterkopf ja die Erinnerung/Selbsteinschätzung habe, dass Aufstellungen bei mir auch mal 1,5 bis 2 Stunden dauern können. Einerseits habe ich in mir den Wert, dass ich Aufstellungen mitten im Prozess nicht abbrechen möchte (und auch nicht wirklich „darf“) und auf der anderen Seite wusste ich, dass die Gruppe, inklusive mir, pünktlich um 9:15 beim Yoga sein wollte. Aber das Faszinierende war, dass sich das Feld erstaunlich stark mit Punktlandungen in die Zeit einfügte und es immer ein pünktliches und stimmiges Ende gab. Jede Aufstellung funktionierte und die Frauen waren zumeist tief in den Rollen und konnten die Impulse gut ausdrücken. Sie übernahmen auch die Männerrollen. Ganz selten, wenn alle Rollen besetzt waren, übernahm ich auch mal kurz Rollen von einem aktuellen „Jein“-Partner oder von der Großelterngeneration (Ein im Krieg gestorbener Opa bspw.).

Zwei Themen wurden mehrfach deutlich. Zum einen natürlich das ganz große Thema zwischen den Geschlechtern. Frauen können nicht in die Hingabe gehen, müssen den emotional abwesenden Mann ersetzen, sind unterbewusst wütend auf den Mann, doktern und kontrollieren an ihm rum, dass er endlich mal Verantwortung übernehmen und mehr funktionieren und mehr fühlen soll. Der Mann macht dann aber nochmehr zu und geht nochmehr auf Abstand, weil er den Schmerz nicht sehen will und sich nicht kontrollieren lassen möchte. In ca. 2,5 Aufstellungen ging die Frau, dann ins Aufgeben/Loslassen oder den Fokus auf ihren Weg. In einer Aufstellung blieb ein 25%-Anteil der Fragestellerin, die ganze Zeit einfach auf dem Boden liegen und machte nichts mehr. Dieser schmerzhafte-Anteil des einfach mal Ruhens und Fühlens wurde seit Jahrzehnten blockiert. Und siehe da. Als sie sich dem Anteil hingab, nicht mehr kontrollierte, nicht mehr versuchte die Familie zu halten, den 26jährigen Sohn von seiner Kiffsucht auf Spur in die Eigenverantwortung und das Ausziehen aus dem Elternhaus zu pushen, da konnte sich die Männerlinie aufraffen und das Thema zwischen Opa, Partner und Sohn unter sich klären.

Es ist paradox und ja, es ist verdammt schwierig, auch für mich ins Nichtstun und in Qualitäten von Hingabe, Dunkelheit, Vertrauen, Kontrolle loslassen zu gehen, weil zum einen „das Weibliche“ in dieser Matrix mehr als gestört ist. Und woran liegt das? Weil „das Männliche“ zutiefst gestört ist und nur mit Abwesenheit und Flucht in Arbeit, Strukturen und äußerer Kontrolle beschäftigt ist und es zwar megamentale Stärke gibt, aber kaum Familienpräsenz. Wie denn auch, wenn wir die ganze Zeit damit beschäftigt sind, die Welt vor den Problemen zu retten, die wir vor lauter Beschäftigung im Außen in der Welt kreiert haben. Dieser Absatz ist ein persönlicher Kommentar. Meine Sicht auf die Dinge hole ich mir nicht nur aus teils toxischen Gender- und Feminismusdiskursen des Mainstreams, sondern eher aus meinen vielen Reisen in die geistige Welt: Bspw. empfehle ich sehr stark dieses Video, in dem Mica den Inneren/Kollektiven Mann repräsentiert und ich die Innere/kollekte Frau.

In zwei weiteren Aufstellungen wurde der Fokus vom Feld auf Kriegstraumata gelegt, die sich bspw. bei einer Klientin in Form von einer unerklärlichen Angst im Dunkeln zeigte. Auch hier konnten wir Klärungen durch die Generationen hinweg moderieren, das Traumata aus dem Schatten holen, Anerkennen, Vergeben und der Energie einen Platz im Licht/Universum zuweisen, so dass es nicht mehr unterbewusst im Familiensystem um Aufmerksamkeit bettelnd rumspuken muss.

Zwischen den Aufstellungen gab es viele Sharingrunden. Ich teilte maximal mein Wissen und beantworte alle Fragen zu Aufstellungen und Moderation ebendieser. Im Checkout wurde auch anerkannt, „dass ich daraus kein Geheimnis mache“, und motivierte meine Teilnehmerinnen, unter gewissen Voraussetzungen, es auch mal auszuprobieren. Denn genauso habe ich es ja auch gelernt. (Gibt halt nur nen paar Regeln und Grundsätze zu beachten, sonst kann es auch nach Hinten losgehen) Die Herz-Energie und das Vertrauen in der Gruppe waren am Sonntag sehr high. Ich hatte das Gefühl und die Wahrnehmung, dass jede mit ihren Aufstellungen zufrieden war und ordentlich Prozesse angestoßen wurden und es gab auch die Rückmeldung, dass über die Stellvertretungen Erkenntnisse und interessante Perspektiven zugeflossen sind.

Ein wichtiger und witziger Satz in der Feedbackrunde war, dass sie jetzt nach all den Aufstellungen verstehen, warum ich am Freitag Abend so krass auf Übertragungen reagiert habe.

Ich hatte die Erlaubnis die Feedbackbögen anzuschauen. Ich hatte durchweg ein „Sehr gut“ für Seminar und Seminarleitung. Sätze wie Christian Fender unbedingt ins  Yoga Vidya Programm aufnehmen oder Dankbarkeit für Seminarleitungswechsel schmeichelten mir sehr. Es gab zweimal ein „gut“ bei Leitung mit dem Kommentar „komischer Seminarleiter, aber Kompetent“ und auch einmal den Kommentar, dass es viel war und ich schnell geredet habe. Aber ja, musste ja viel unterbringen in der kurzen Zeit. Lustig fanden sie auch meine Anglizismen. Checkin, Checkout, Sharing, Connecten, Tissues (Ja, ich musste ne Menge Tissues besorgen, weil ordentlich Tränen floßen.)



Danke Universum für die wundervolle Erfahrung, gerne wieder. Aber jetzt liegt mein Fokus auf Männer- und Kriegerenergie, denn ich halte am 10. Oktober am Ende der offenen Männergruppe von ManKindProject Deutschland ein einstündiges praktischen Workshop zum Archetyp des Kriegers. Genug am Frauenfeld gearbeitet. Jetzt ist das Männerfeld dran und einer der wichtigsten Aspekte ist nunmal die mangelnde Präsenz aufgrund des unterdrückten Kriegers, der bspw. im Mayakalender für Präsenz steht. Männer sind herzlich eingeladen vorbeizukommen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

PS: Ich war auch ordentlich in Prozessen und teile mal einige davon. Und ja, ich habe auch noch ein ordentliches Paket an Themen. Jeden Tag spüre ich physischen und energetischen Schmerz in Waden, Rückgrat, Herz und Stirn. Und ja es ist komisch, sich als Raumhalter mit eigenen Themen zu zeigen, genauso wie es komisch wäre, sich als Raumhalter in der Öffentlichkeit damit zu verstecken und somit aus Marketingstrategischen Gründen ein verzerrt positives Bild darzustellen.

„Alptraum“ in der Nacht von Freitag zu Samstag: Ich träumte, dass Sa auf einmal 40 Leute da waren anstatt die 7 von Freitag, weil es spontane Anmeldungen gab. Der Raum war natürlich zu klein und wir gingen raus. Ich versuchte ruhig und geduldig zu sein und spürte Inneren Druck, denn ich hatte nur 1:10 Std. Zeit bis Yoga anfängt, um die Gruppe zu synchronisieren und ne Aufstellung zu schaffen. Ich spürte auch Erwartungsdruck und ich wusste, dass ruhig bleiben der beste Weg zum Erfolg ist anstatt sich aufzuregen. Die Gruppe ließ sich aber nicht von mir synchronisieren, ein Teilnehmer fing draußen auf der Wiese auch noch ganz frech nen Telefonat an. Ja, leichter Horror, diese Angst den Raum nicht halten zu können. Ich bin verdammt gut darin, wenn ich den Raum synchronisiert bekomme und in die Tiefe gehen kann. Aber Freeflowenergie ist mein absolutes Kryptonit.

Weiterhin hatte ich ne Trancereise wieder mal in die Dunkelheit, wo ich eigentlich täglich hinreise. Dunkelheit steht für mich für den Raum des Unbewussten, wo Schattenwesen leben. Diesen Raum habe ich auf Vipassana erstmalig geöffnet und betreten, vorher habe ich ihn auch wahrgenommen, aber ne große Angst davor gehabt. Seit Vipassana weiß ich, dass es meine spirituelle Berufung ist, die Dunkelheit zu halten. Auch die Wesen dort sind Wesen, des Universums, die Liebe und Halt verdient haben. Nur manche haben sich in der Dunkelheit verlaufen und das Licht vergessen. Meine Aufgabe ist es weder das Licht in die Dunkelheit zu bringen, das habe ich über einen mehrdimensionalen Zeitraum gemacht und habe ich dabei selber verdunkelt und mein eigenes Licht vergessen, noch ist es meine Aufgabe diese Wesen ins Licht zu bringen, denn sie haben den Weg der Dunkelheit gewählt, um dort Erfahrungen zu machen. Nur manche haben sich verlaufen, verirrt, auf Dämonen eingelassen oder das Licht vergessen. Meine Aufgabe ist es sie zu halten, ihnen das Licht zu zeigen, so dass sie sich wieder erinnern können, dass auch sie von der Quelle kommen und sie sich von dämonischen Verirrungen befreien können und dass sie wieder ihren Weg weitergehen können.

Ich erlebte ein Wesen aus dunkler Energie. Es dauerte eine Weile bis ich es erfassen und wahrnehmen konnte, es kam mir auch ziemlich dämonisch vor. Es hatte da wo die Hände waren, dunkle Energiestränge, wie Fäden, die weit rausgreifen konnten. Die dunkle Energie sah dann später optisch wie Latex aus und ich erkannte, dass das Wesen weiblich war. Es war meine Innere Frau (in dem Fall eine spirituelle Version), die noch voll von dunkler Energie ist und sie war es, die Themen-Energien von anderen Menschen anzapft, vor allem von Frauen, und in mein System holt. Ich bin an der Stelle kein Opfer von übergriffigen Frauen, die ihre Themen nicht in der Verantwortung haben, und unschuldig daran das Projektionen von Frauen in meinem System landen. Nein, ich bin auch Täter im Sinne von ein Teil in mir ist dazu aktiv am Werkeln, dass dies passiert.  Es ist in meinem System: eine kleine Delle, ein Trauma, eine Konditionierung durch das Mutterthema halt. Ich heile im Außen Themen von Frauen, ignoriere aber meine eigene Innere Frau, die massig Themen hat. Bspw. hat sie krasses Borderline. Sie wünscht sich so sehr Beziehung, Bindung, Intimität (nichtsexuelle) und gleichzeitig ist da noch ein so großes Schwarzes Loch im Herzen, dass wenn sie berührbarer Beziehungsebene berührt wird, dass sie den Schmerz nicht aushält und ich als Christian Fender immer noch dissoziiere und mich lieber ins Mentale, ins narzisstische und in den Raumhalter flüchte, um in Kontakt mit der Umwelt gehen zu können. Ich muss also das was ich mir sehnlichst wünsche, wegdrücken, weil ich den Schmerz im Herzen immer noch nicht ertragen kann. Habe mir aber viel Zeit für die Innere Frau genommen, auch am Samstag als ich in den Aufstellungen soviel Hingabe und Nichtstun gesehen habe als Mittel der Heilung. Das habe ich dann auch, abends beim Kirtansingen, mich einfach hinigelegt und mich den Gefühlen, wie bspw. Erschöpfung und dem dunklen Raum hingegeben, um wieder aufzutanken. Und einfach nur den Teil geliebt, der sich mit dem Satz ausdrückte „ich will mich nicht zeigen“. In der Trancereise befreite ich ihre Hände von den Fäden. Sie hatte unfassbar kleine und zarte Hände. Ein bewertetender Gedanke von meinem männlichen Ego war, dass sie damit ja nicht viel anfangen, geschweige denn arbeiten kann. Ich befreite auch ihren Hals und ihre Brüste von der nach Latex ausschauenden dunklen Energie. Mehr ging nicht und fragt nicht warum ausgerechnet diese Stellen, war nicht „meine Entscheidung“, und hey, das Universum bewertet nicht 😉 Als die Brüste von der dunklen Energie befreit waren, konnte dort Liebe fließen. An den restlichen Stellen wurde die Dunkelheit noch als Schutz gebraucht und die Fäden an den Händen trennte ich, um dieses Spielchen Themenenergie von Frauen anzuzapfen zu beenden, was meine innere Frau nur spielte, um irgendwie dann halt in Kontakt mit Frauen zu kommen, wenn auch auf ne „toxische“/dunkle Art, wohingegen ich aus dem „toxischen“ Spiel wiederum ein Heilertalent über mein spirituelles Ego kreiert habe. Das Talent, das ich mir über den Umweg kreiert habe, werde ich auch behalten, auch wenn ich dieses Verstrickungsspiel beende und wieder mehr in meinem Raum und meiner Beziehungsfähigkeit ankomme.

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Kollektiver/Innerer Mann VS Kollektive/Innere Frau

Auf meinem 15tägigen Vipassana-Retreat im Juli 19 habe ich gesehen, dass ich mit dem Projekt aus dem Feld in die Welt, dass ich seit März, „losgelassen“ hatte meinen Talenten hier in dieser Matrix Ausdruck verleihen werde und über dieses Projekt einer größeren Sache dienen werde.

Das Video hatten wir schon im September 2018 direkt nach einer Aufstellung aufgenommen, in der Mica den Inneren/Kollektiven Mann und ich die Innere/Kollektive Frau repräsentierte. Es war so eine krasse und auch lange Storyline, durch die uns das Feld da führte und es wäre genial gewesen, wenn wir das aufgezeichnet hätten.

Es ist nur ein Bericht geworden, aber auch der hat es m.E. in sich. Ich habe echt ein großes Thema mit Kameras und mich auf Fotos zu sehen. Aber das hier ist wirklich mein bester Auftritt vor einer Kamera in meinem bisherigen Leben. Selten hatte ich das Gefühl mich mal sympathisch zu finden. Und naja Mica ist eh der Hammer.

Ein Freund, den ich mal vor einiger Zeit durch nen Prozess begleitete, meldete sich bei mir. Er bedankte sich zum einen dafür, dass ich damals seine abgespaltene Wut repräsentierte und meinte, dass es nachhaltig was veränderte. Zum anderen machte er mir ein Sharing per Sprachnachricht, in der er mir erzählte, dass er das Video zusammen mit seiner Freundin anschaute. Sie hatte Widerstände, ist aber schon an dem Punkt, zu wissen, dass wenn sie Widerstände hat, dass es da was anzuschauen gibt. Also schauten sie sich das Video an. Sie war vom Ende des Videos am meisten berührt, als es um eine der essentiellen Erkenntnisse, den Kampf der Frauen, ging.

Sie fühlte einen starken Schmerz in ihrer Brust und konnte ausgelöst durch das Video in ein tiefes Sharing mit ihrem Partner gehen, wo sich endlich ein Teil dieses Schmerzes lösen konnte.

Hier ein weiteres Feedback, das ich über Whatsapp erhalten habe:

Und hier noch ein FB-Kommentar:

Und dieser Nachricht kam in unserer Likesite rein:

Es ist kein mentales U-Tube-Video zum eben mal nebenbei konsumieren. Es sind 18,5 min auf die mensch sich gerne mal wirklich einlassen darf. Ich kann nichts versprechen, aber es hat durchaus Potential zu berühren, wenn mensch die mentalen Programme aus den Matrix-Diskursen ein wenig loslässt.

 

 

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