Black Widow

Fangen wir mit dem besten an. Die zweite Openingszene, es läuft dieser Track.

Smells like Teens Spirit von einer Frauenstimme.

Dieser Artikel ist NUR für Menschen, die den Film gesehen haben. #spoiler (es gibt keine nicht wirklich ne Empfehlung meinerseits. MCU-Fans werden ihn so oder so sehen. Für Nicht-MCU-Fans, ist es es empfehlenswert, wenn sie Bock auf Action haben und anders ich sich nicht so an kleinen Logikfehlern aufhängen) Kommentiert gerne wie ihr den fandet.

Bilder von verschleppten Mädchen für das Red Room Programm. Die Ansage vom Bösewicht „sortiert die Fehlerhaften aus“, später hieß soweit ich mich erinnere, dass es nur eine von 20 schafft, dieses harte Ausbildungsprogramm zur Black Widow Geheimagentin zu überleben. Der Archetyp eines männlich-patriachialen Geheimdienst-Machtapparats, das die manipulativen-verführerischen Fähigkeiten von Mädchen/Frauen trainiert, um die mächtigen Männer des Machtapparats vom verfeindeten System auszuschalten. Da sind vom Stil durchdringende Bilder, wie sie einerseits an der Waffe ausgebildet werden, während sie sich gleichzeitig trainieren sich Schleifchen ins Haar zu binden und lieb-amerikanisch zu wirken, während sie mit Corn-Flakes Disneyfilme schauen.

In meinem Kopf bleibt ein Stereotyp über Russland hängen. Das Bild wird auch in anderen Filmen oder Serien benutzt. Bspw. mit Jennifer Lawrence in Red Sparrow. Klar künstlerische Freiheit und so, aber ich musste heute auf jeden Fall mal recherchieren wie wahr das ist. Habe gelesen, dass es aus einem Buch von einem CIA-Agenten kommt, der über seine Erfahrungen berichtet. Diese Schulen sind nicht verifiziert oder aufgebauscht. Wenn ihr dazu insiderwissen oder richtig gute Links habt, dann gerne in die Kommentare damit.

spon 26.7.18
yahoo 6.3.18

Endlich ein Solofilm für Black Widow/Natasha Romanoff. Ich mag das Charisma dieser Figur, außer ihre depressive Episode in Avengers 4. Ich mag die Schaupsielerin Scarlett Johansson, meine Lieblingsfigur ist aber der Android mit „Seele“ in „Ghost in the Shell“ Unfassbar gut, wie sie da diese Präsenz mit der Leere eines Wesens ausstrahlt, dessen Erinnerungen manipuliert wurden und somit nicht weiß wer sie in Wahrheit ist in ihrer Suche nach sich selbst.

Ein bißchen genervt war ich bisher von dem Fakt, dass sie gar keine Superheld_innenfähigkeiten hat, aber dennoch problemlos eine Gruppe Maschinenpistolenbeladener Soldaten erledigt. Und naja das Hollywoodhelden/Hauptfigurphänomen, das mich mittlerweile sehr langweilt, dass keine gegnerische Kugel trifft, andersrum aber fast jeder Schuss nen Treffer ist, egal in welcher Position oder Bewegung und naja am Ende gibt es den emotionalisierenden Streifschuss. Dieses mal für die Schwester Yelena. Dieser Treffer war für die Story wichtig, weil das Blut dann dazu dienste um den_die Verfolger_in* auf die falsche Fährte zu locken. Es handelt sich um eine weibliche Widow in einem männlich gelesenem Androidenkostüm ala Robocop. Es ist nicht klar, ob der männliche Anzug die Superheldenfähigkeit hat oder das weibliche Wesen darin, insofern immerhin eine androgyne Figur.

Immerhin gab es erstmalig die beiläufige Erwähnung, dass Black Widows Gene auch manipuliert sind durch das Red Room Programm, das entmenschlicht sie immerhin ein wenig mehr hin zur Superheldin und erinnerte mich dann an den Klon von Milla Jovovichs Rolle in Resident Evil.

Es hätte nach der Eröffnungsszene ein großartiger Film werden können. Hochpolitisch den Frauenhandel und die Manipulation Focussierend. Aber es wechselte vor allem Action mit langatmigen Dialogszenen. Es gab auch ne Referenz zu James Bond im Film, was wahrscheinlich zeigen wollte, dass es ein Agentenfilm sein soll. Ich kann nur schwer mitgehen, weil es zwar den typischen Bösewicht gibt, aber kaum Spionage und keine Männergeschichten, so wie es Frauengeschichten in Bond gibt. Gibt nur den Good Friendzone Guy, der vielleicht an Q erinnert, auch wenn es nicht hochmodernstes Zeug ist, was er besorgt, nur das übliche, Pässe, Transportmittel und Safe Spaces.
Die Schlüsselszene um Action und Dialog zu untermauern ist die erste Begegnung zwischen den Schwestern, ein gefühlt unnötiger Kampf mit Pistolen, nur um dann in den wir-haben-uns-eigentlich-lieb-dialog zu gehen, nur um dann in die nächste Actionsszene zu geraten, aus der sie dann gemeinsam raus müssen. Hochspezialisierte Black Widows mit Scharfschützeneinheit in einer Verfolgunsjagd, die abrupt endet, weil Natasha Zeit für einen empathischen Moment für eine ihrer verletzten Gegnerin braucht. Und wieder das Actionfilmphänomen für diesen Moment wurde dem Zuschauenden die Logik vorenthalten was mit den Verfolgerinnen passiert ist, die sie gerade umbringen wollen und auf einmal ohne Erklärung weg sind.

Das sehr Dialoglastige fällt mir auch schon massiv bei der Serie Loki auf. Ein typisches Element ist, dass sehr oft, sehr lange zwei Personen sich in einer Szene unterhalten. Eine Art von Dialogen, wie ich sie nicht so sehr mag. Sehr beziehungslastig-spielerisch-verdeckte anstatt den Fokus aufs Wesentliche zu legen und Sachen zu klären oder Figuren aufzubauen. Wir sehen auf jeden Fall, dass die feministische Forderung Weiblichkeit mehr Raum zu geben von Disney und Marvel Gefolgschaft geleistet wird. So darf ich also einem langen Dialog über Familienplanung zuhören, obwohl bei den Widows auch die Fortpflanzungsorgane entnommen wurden und es somit nur für einen Hund anstatt Kinder reicht. Weiterhin wird die Praktikablität von Kleidungsstücken ausführlich diskutiert und unter Sistern schenkt mensch sich dann auch mal das eine oder andere Kleidungsstück. Ach was vermisse ich den Schwanzvergleich als sie alle versuchten Thors Hammer hochzuheben 😉
Sehr gut fand ich aber die Ausführungen zur Entfernung der weiblichen Fortpflanzungsorgane als Reaktion auf einen alten weißen Mann, der es wagte zu fragen, ob sie die Dame ihre Tage hätte.

Es gibt sehr viele weibliche Figuren und ihre Dynamik. Bspw. zahllose Black Widows anstatt die typischen Rothemden, die es natürlich auch gibt als Soldaten oder Gefängniswärter. Mir ist nicht klar, ob Natasha Romanoff eine Russin ist, die dann mal drei Jahre von 10 bis 13 Jahre in den Ohio/USA sozialisiert werden soll, um dann wieder zurückzukommen zum Red Room oder ob sie einer Amerikanische Weise ist, die von Russischen Geheimagent_innen instrumentalisiert wird. Es gibt ja den Vorwurf des Whitewashings. Wenn eine Amerikanerin eine Russin spielt, dafür gibt es noch keinen Terminus. Es hat auch mal eine Russin eine deutsche Rechtsextreme in dem Film „Kriegerin“ gespielt. Fand ich auch frech, aber das nur am Rande. Am Ende gibt es die Black Widows, die befreit werden von der Gedankenmanipulation. Ich sehe diese gecasteten Frauen und sehe ein westliches/amerikanisiertes/Progressives Zeitgeistzeugnis aus der politischen korrekten antirassistischen Ecke. Eine Hohe Anzahl an Quotenschwarzen und sehr viel amerikanischer Phänotypus. Kaum Russischer Phänotypus. Ich sehe das und bin raus, weil ich ein Matrixprogramm sehe, etwas sehe, das so gewollt ist um die Zuschauer_innen zu erziehen. Ich nehme es hin, dass es so ist, aber ich finde es auch irgendwo unauthentisch. Aber OK, kann ja sein, dass der Red Room sich auch genau diesen Typus Frauen gecastet hat, weil sie eben keine russisch aussehenden Frauen einsetzen wollten, sondern amerikanisierte. Mir fehlt der Begriff dazu, das pendant zu Whitewashing. Sorry, dass ich das so ausführlich thematisiere, aber das Thema ist gerade geladen in der Matrix. Die CDU kassierte auf jeden Fall vor drei Tagen nen Startseitenartikel von SPON, der on the Top auftauchte. In diesem Artikel wird kritisiert, dass die CDU „keinen Karneval der Minderheiten aufführt“. Es gibt aktuell eine Agenda, welche die neue Konformität herbeiführt und reine weiße Darstellungen problematisiert.

Einige der russischen Geheimagentinnen haben offensichtlich, den/die gleiche_n Friseur_in

Naja wie schwarz-Weiß-Denken so sind auch die Geschlechterdebattenprogramme fest installiert in meinem System. Kommen wir zu den Männlichen Figuren. Red Guardian hat mich gelangweilt, immerhin gibt es einen liebevoll dargestellten Boomer. Ein Eiskalter russischer Agent mit Herz. Ich wusste nicht wieso und woher er seine Superkräfte hatte. Ich wusste nicht wieso (und wie) er ins Gefängnis gesteckt wurde, kurz nachdem er loyal die beiden falschen Töchter nach drei Jahren Scheinvaterschaft wieder abgegeben hat. Wieso hat er sich in den 20 Jahren nicht selbst aus dem Gefängnis befreit, wenn er da ohne Probleme eine Stahltür eintreten kann, sondern erst als seine beiden falschen Töchter mit dem Hubschrauber vorfliegen? Und um die männlich-harten-Knastklischees zu bedienen wird dem einen großen starken Mann mal eben der Arm gebrochen, um ihn hinterher fertig zu machen, dass er rumheult. Nein, ein Mann sollte keine Gefühle zeigen, keine Schwäche, nichtmal, wenn einem der Arm gebrochen wird. Dann wird er eben noch der Lüge entlarvt, dass er gar nicht mit Captain America gekämpft haben kann, weil er noch im Eis lag, als er ins Gefängnis kam, nur um in der nächsten Szene Natasha zu fragen, ob Captain America ihn erwähnt hat, als ob Captain America ihn kennen müsste. Es werden gemeinsame Erlebnisse suggeriert, die es aber gar nicht geben kann.

Drei Männliche Figuren. Den Boomer, der Good Guy und der Bösewicht. So müssen sich wohl Jahrelang Frauen gefühlt haben, als weibliche Figuren vor allem Randfiguren waren.

Schlechteste Szene des Films ist für mich ist dieser typische Filmmove um einen Twist zu generieren. Ich bin mittlerweile zu anspruchsvoll ich lasse mich als Zuschauer nicht mehr für nen Twist als Dumm verkaufen. Es wird suggeriert, dass die falsche Mutter eine Verräterin ist, nur damit sich hinterher herausstellt, dass es abgesprochen war. Aber OK, hat kurz Verwirrung gestiftet, es wirkte aber seltsam unrealistisch, die Familie nicht aus taktischen Gründen einzuweihen. Achja Hauptfigurenbonus. Sie können es taktisch angehen wie sie wollen, die Guten gewinnen ja eh am Ende (Ausnahme Avengers 3). Achja und um sich nen Nasennerv einzuklemmen, damit Natasha die Pheromone nicht mehr riechen kann vom Bösewicht, weil sie programmiert ist ihn nicht töten zu können, wenn er gerochen wird, hätte es sicherlich auch nen sauberen operativen Eingriff vorher geben können anstatt sich spontan mit im Kampf die Nase aufm Tisch zu brechen und zu hoffen, dass innerhalb von einer Millisekunde nicht mehr gerochen werden kann und der Enemy getötet werden kann. Mädel benutz doch nen Skalpell, vor allem wenn du es vorher weißt. Ich weiß, dass es manche Feminist_innen nicht mögen, wenn ich das Aussehen einer Frau kommentiere, aber deine Schöne Nase. Ach ich vergesse manchmal, dass es nur Comicverfilmungen ist und klar, es ist OK, wenn sie sich nach diesem Move die Nase wieder richtet und sie aussieht als ob nichts gewesen wäre und vermutlich danach auch wieder riechen konnte wie vorher. 2016 gabs ja noch kein Covid. Noch eine Szene, die mich herausgebracht hat. Es wirkte so, als ob der Red Room im russischen Luftraum aufgesucht wurde. Abgestürzt ist es dann aber in den USA, weil ich die Fahrzeuge der amerikanischen Regierungsbeamt_innen zuschrieb, die danach auftauchten. Aber naja Kleinigkeiten, obwohl so ein auf die Erde herunterstürzendes Riesenteil, ausgelöst durch eine Rettungsaktion der Avengers, nicht zum besten Image von ebendiesen beitragen dürfte. Ein Ähnlicher Vorfall führte nämlich zum Sokovia-Abkommen. Der Film spielte kurze Zeit danach.

Alles in allem ein durchschnittlicher Marvelfilm, wo viele MCU-Elemente fehlten. Es fehlte mir ganz klar ein Cameo-Auftritt. Irgendeine andere MCU-Figur hätte mal auftauchen können. Was war denn in der Zeit mit Hawkeye, deren Geschichte endet in Avengers 4 so tragisch, die hätte doch nochmal erwähnung gefunden. Ein klein bißchen Dynamik zum MCU hätte gut getan. Stattdessen nur sein Foto in der Postcreditszene „Jahre später“ und die Erwähnung der anderen Avengers in den vielen Dialogen. Ich denke da an den Minicameo der X-Men in Deadpool 2, die nur für 2 Sekunden zu sehen sind, wie sie eine Tür schließen. Leider Nichtsdergleichen. Ja, ein Stan Lee Cameo ist ja leider nicht mehr möglich und das ist ein spürbarer Unterschied. R.I.P.

Weiterhin vermisse ich den typischen Marvelhumor. Es gibt jetzt keine Punchline, keine Situationskomik, die hängen geblieben ist.

Eine Große Stärke von Marvel war auch immer schon der Figuraufbau. Hier kommt „Black Widow“ wohl Jahre zu spät. Eine ältere Geschichte wäre wohl interessanter gewesen oder Black Widow und Yelena auch mal als mutigen Move im Alter von Roundabout 18 bis 21 zu zeigen. Mir fehlt noch das Wissen, wie sie sich aus dem Red Room befreien konnte und zu S.H.i.E.L.D kommt. Wird das in der Serie erklärt, die ich nicht gesehen habe?
Marvel baut ziemlich ab mit dem Aufbau einer young Avengers Nachfolge. Fand das schon bei den Spiderman Protagonisten sehr schlimm, dass sie immer jünger wurden von Tobey Maguire, der mit am besten gefiel, über Andre Garfield bis hin zu Tom Holland, der einen 15jährigen Spiderman spielt. Hier hat Marvel nachgelassen und da macht mir die Zukunft des MCU ein wenig Angst. Hoffnung machen mir aber die kommenden Produktionen, die wieder mehr ins magische gehen und das Multiverse thematisieren wie hoffentlich in Dr. Strange und dem neuen Spiderman, wo bestenfalls die anderen Spiderman-Protagonisten auftauchen oder mit Eternals Wesen, die größer als die Asgard-Gottheiten sind. Es kommen weiterhin ein neuer Thor raus, der vielleicht eine Lokiversion einbetten wird und Guardians of the Galaxy. Ich freue mich und bleibe natürlich weiterhin MCU-Fan.


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https://mailchi.mp/067bb53fc8d8/endlich-wieder-ein-indoor-workshop
Hallo Leute,

gestern endlich mal wieder im Outdoorbereich eines Restaurants essen dürfen und danach die ganze Nacht im Volkspark Friedrichshain durchgeraved. Toll diese alten Freiheiten wieder spüren zu dürfen.

So, seit gestern sind jetzt auch wieder Indoor-Workshops möglich.

Ich biete Systemische Aufstellungen am Sonntag, den 13.06.21 von 15:00 Uhr bis 21:00 Uhr an.

Raum für Osteopathie
Hallandstr. 14, 13189 Berlin
Nähe U-Bhf. Vinetastr.
https://www.raumfuerosteopathie.com/

Ablauf: 15:00 Uhr – Ankommen, entsprechend dem Hygienekonzept
15:30 Uhr – Orga, Check In und Warm-Up
16:00 Uhr – Erste Aufstellung
17:30 Uhr – Pause
18:00 Uhr – zweite Aufstellung
19:30 Uhr – Integration, Open Space, Checkout
Was ist eine Systemische Aufstellung?
Hinter diesem Link findest du ein Erklärvideo und eine kurze Beschreibung,.
https://christianfender.wordpress.com/systemische…/
Es wäre schön, wenn du an beiden Aufstellungen teilnimmst, es geht aber optional auch eine.
Ich bitte um Anmeldung, damit wir ggf. Fragen zum Hygienekonzept besprechen können und ich schonmal deine Kontaktdaten habe.

Bei Fragen, Anmeldung oder Orga, gerne WhatsApp oder Telegram oder Mail nutzen.

Handynummer:
zero 179 444394fünf


  hier ist zeitgeistgerecht mein neu erstellter Telegram-Kanal:
https://t.me/feldundraum

Energieausgleich:
Fragestellung: 100€ Teilnahme: Spendenempfehlung 20€
– Alternativ gerne auch Freiticket fürs Helfen (vorbereiten, Aufräumen) oder Leitung Warm Up.
  Ihr könnt euch gerne Eigenverpflegung mitbringen.

Hygienekonzept:
Einen kleinen Knoten im Kopf habe ich noch wegen der Coronaverordnung. Grundsätzlich nehme ich das Thema ernst und möchte einen safen Raum für meine Teilnehmer_innen. Aber ich habe eine kritische Haltung zur Maskenpflicht.

Nach der Verordnung gibt es „offiziell“ eine medizinische Maskenpflicht (OP-Maske oder FFP2), während ich erst ab 10 Teilnehmer_innen testen lassen müsste. Das Abstandsgebot kann ich natürlich nicht gewährleisten für die Dynamik meiner Stellvertreter_innen. Ich ordne das dann mal als „körpernahe Dienstleistung“ ein 😉

Also mein Fokus wird der Test sein. Ich bitte euch, euch Samstag oder Sonntag testen zu lassen. Es gibt sehr viele kostenfreie Anbieter_innen. Ihr könnt auch einen Schnelltest zu Hause machen oder vor Ort. Des weiteren bitte ich um Händewaschen beim Ankommen und ich stelle Desinfektionsmittel für die Hände bereit und werde die Räume gut durchlüften. Sollte eine Infektion bekannt werden, dann werde ich alle Teilnehmenden informieren und mit dem Gesundheitsamt kooperieren.

So genug Bürokratie. Um die Stimmung wieder ein wenig zu heben, hier noch ein paar Angebote aus dem Umfeld der SPIRIT Family.

Bitte erwähnt die Empfehlung durch mich, falls ihr eines der Angebote annehmen solltet.

Seit diesem Monat bin ich in der FB-Gruppe I-E-R. Intensiv von Simon Brych. Das steht für Intuitiv-Energetic-Reading. Du kannst persönliche Lebens-Fragen stellen und zu einem flexiblen Zeitpunkt dir die Antwort anhören, weil das Livevideo auch später noch in der privaten und vertrauten Gruppe abrufbar ist. Ich bemerke, dass er on Target ist, wenn er mich readet, weil seine Worte mich sofort tief berühren und es spürbar ist, dass die Worte, die er sagt nur für mich sind und nicht ein vorgefertigtes Produkt aus dem Mentalkörper. Seine Botschaften wirken auch in der Zeit danach in meiner Wahrnehmung und in meinen Prozessen.

Bevor du dich für eine kostenpflichte Mitgliedschaft entscheidest, kannst du ihn auch in der offenen Gruppe erstmal kennenlernen. Da gibt er auch ab und an Testreadings.

Er gibt mit seiner Partnerin Tatjana auch ein Online-Cacao-Paar-Ritual. Leider parallel zu meinem Aufstellungsevent. Also, wenn Indoorworkshop für dich noch nichts ist und du lieber Zeit zu Hause mit deinem Partner/deiner Partnerin verbringen möchtest, dann, ja nur dann, empfehle ich dir stattdessen darüber nachzudenken an diesem Event teilznehmen.
FB-Link

Appropo Ritual-Cacao:
Vom 10.6. bis zum 16.6. gibt es 7 Tage lang jeden Morgen von 9:00 Uhr bis 9:30 Uhr ein kostenfreies Cacaoritual in einer FB-Gruppe. 7 verschiedene Raumhalterinnen gehen an 7 Tagen Live.

FB-Event

Bitte bestellt über diesen Affiliate-Link gerne euern Cacao bei Cacaoloves.me

Hier mal was rein körperliches zum Entspannen, um die ganzen Cacao-Energie-und-emotionalkörper-prozesse auch physisch zu integrieren.

Anmeldung für online-Yoga über FB-Messenger an Laura oder falls nicht vorhanden, Mail an mich.

Und nach dem ganzen aufwühlenden Cacao und der anstrengenden Körperarbeit schließe ich die Mail mit was stillem und kraftvollem ab. Ich war letzten Montag schon in seinem Raum und werde auch diesen Montag wieder dabei sein im Forschungsraum für Integration und Transformation von 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr. Auf Spendenbasis (empfohlen 10€)
FB-Event

Wenn ihr auf das Bild klickt, kommt ihr auch zu seinem Podcast.

So, also hoffe euch im Reallife zu sehen. bis dahin…

LG

Christian Fender

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Wonder Woman 1984 – Ein Verriss

Tja meine Vorfreude war mit dem Trailer und der Trailermucke groß. Aber wie so oft, ist dann der Drop aufgrund hoher Erwartungen umso größer.

Durchgehendes #Gespoilere, also den Text bitte nicht lesen, wenn du den Film schauen möchtest, um die ne eigene Einordnung zu kreieren. Ansonsten kommentiere gerne wie du den Film fandest.

Fangen wir mit der Sache die mit Abstand am Besten ist. Diese Gal Gadot in der Figur der Amazonin Wonder Woman. Sie strahlt so eine breite an Archetypen von Weiblichkeit aus. Die Kriegeramazonin, die Liebende, die Businessfrau, das Frauchen, die Emanzipierte, die Distanzierte, die mit dem gebrochenen und dem offenen Herzen, Die Selbstbewusste und die, die zu anderen Frauen hochschaut. Am Anfang des Films sagte ich noch, fehlt nur der Archetyp Mutter bei ihr, aber das wird dadurch ausgeglichen, dass sie ständig kleine Süße Kinder rettet und sie ins Schaukelpferd, in den Plüschpanda setzt oder mitten in Actiongeballter Szenen Kindern noch ne Ansprache mitgibt, dass sie auf der Straße aufpassen sollen (Erinnerungen teils Verschwommen).

Es ist angenehm ihr zuzuschauen. Ich mag ihre Moves in den Kämpfen, wenn sie sich auf ihren Kniehen von Gegner zu Gegner arbeitet. Und ja, ich sage es wie es ist. Dieser Rock reizt mich als Mann in den Kampfszenen.

Der Background ist auch ähnlich Greifbar wie bei Thor und Loki aus dem MCU. Ihre Fähigkeiten hier auf der Erde speisen sich daraus, dass sie ne göttliche Abstammung hat. Oder von der Insel der Amazoninnen kommt und hier auf der Erde durch andere Rahmenbedingungen Superkräfte hat. So wird es ja dann auch bei Man of Steel erklärt, dass die Kryptonier hier auf der Erde andere Fähigkeiten haben, weil unter anderem die Schwerkraft anders ist. Hier wird mit was logischem versucht etwas unlogisches zu erklären. Bitte wenn Superman fliegen kann, dann kann ich mich darauf einlassen, weil das Teil der Fiction ist, wenn es aber mit Schwerkraft erklärt wird, dann schaltet sich mein kritisches System ein. Wieso kann er dann schweben?

In Wonder Woman 1984 tauchte der verstorbene Steve auf. (Komisch, dass er den gleichen Namen hat wie Captain America). Es ist einerseits OK, andererseits nen Retortenmove. Und ja es lud zu dem Running Gag ein, dass im ersten Teil Wonder Woman die Mode der 1918er erklärt werden musste, weil sie aus einer anderen Welt kam und jetzt musste Steve die Mode erklärt werden, weil er aus einer anderen Zeit kam. Den Gag kann mensch sogar noch als gelungen durchgehen lassen.

Die 80er waren für mich jetzt nicht so greifbar getroffen, wie sie bspw. Liebevoll in Form von Eastereggs in „Ready Player One“ eingebaut wurden. Aber OK. Sie ist ja ne Amazonin, 1918 auf die Erde gekommen und ohne zu altern geblieben.

Sie trauerte offensichtlich 66 Jahre um ihren Verlust Steve, den sie im ersten Teil verloren hatte. Ne lange Zeit, wenn ihr mich fragt, aber ok, lassen wir das mal als Teil der Fiktion durchgehen. Ihre Liebe basierte aber im ersten Teil absolut darauf, dass es von der ersten Sekunde Retter-Energie zwischen den beiden gab. Sie rettet ihn aus dem Flugzeug vor dem Ertrinken, er kämpft mit ihr gegen die Deutschen und dann geht’s auf Weltrettermission gegen Ares. In meinem letzten Posting zu „The 100“ sprach ich schon über das Phänomen von Attraktivität von Männern, nur in Krisen, Kriegs und Heldenzeiten und der Unattraktivität in Friedenszeiten, wenn es im Außen keine großen Gegner und Aufgaben gibt. So war ihre Liebe ihm gegenüber nur schwer nachzuvollziehen in dem neuen Setting, wo er mit ihr in ner Bude aufwacht. Auch meine weiblichen Mitschauenden labelten Steve als unattraktiven Mann. Dazu kann ich nichts sagen, mich hat diese Einordnung eher überrascht, aber ich fands interessant.

Immerhin hatte er ja noch sein Talent, das Fliegen. Und Klar, kann mensch, wenn du das 191x gelernt hast auch 198x Maschinen fliegen. Er macht ein paar wulstige Worte zu seinem Talent und Wonder Woman nutzt diese, dann um Fliegen zu lernen. Für mich hat das die Figur kaputt gemacht. Wieso muss sie versupermaned werden? Fuck. Und OK, Thor kann auch fliegen, wenn er seinen Hammer ganz schnell dreht. Aber das Lasso der Wahrheit und weil sie sich in die Winde legt? Sorry. Nein.

In der Story ging es um einen Wunschstein, deswegen tauschte auch Steve auf. Der nur einen Körper eines anderen Mannes besetzte, was durch einen Kameradreh eingefädelt wurde. Keine Ahnung, ob es wie in „Ghost“ war oder wie in „Rendevouz mit Joe Black“. Schwierig, aber auch Teil der Fiktion. Der Stein nimmt auch was. Bei Wonder-Woman angeblich die Kräfte und da bleibt meine Kritik innerhalb der Fiktion hat sie nicht annähernd ihre Kräfte verloren. Sie hat im Gegensatz zu vorher nur mal nen Kratzer bekommen. Kräfte verlieren sieht auch innerhalb dieser Filmrealität anders aus. Muss ich sagen ziemlich unsportliches Ungleichgewicht zulasten „der Guten“.

Zum Bösewicht komme ich gleich, weil es in Extrapaket ist. Nur in dem Zusammenhang möchte ich sagen, dass die besondere Lösung, die zum Sieg führte, als Idee auf einmal da war und unüberprüft als richtige postuliert wurde. Es gab keinen schwierigen Weg das Geheimnis zu lüften und es gab auch keine magische Hürde zu überwinden bei der Lösung, anders als beim Probleme kreieren.

Das Problem war ein Mann mit Kind. Ein schmieriger, gieriger Ölmagnat, der voll am failen und Versagen ist, sich das aber nicht eingestehen will, weil er ja natürlich nen Vater-Traumata hat und sich beweisen muss um Anerkennung zu bekommen und keine Verletztlichkeit und Schwäche zeigen darf, weil das hart bestraft wurde vom Papa. Ich finde es psychologisch wichtig die Figuren mit ihrer Kindheitspsychologie zu erklären, am Genialsten fand ich bspw. Wo JOKER in die Psychietrie einbricht, um die Akten seiner Mutter zu stehlen und seine Wahrheit liest. Hier war es mir zu platt.

Und jetzt nochmal ein bissl Wertschätzung. Die Plotidee mit dem Wunschstein, der aber vom Gott der Täuschung und Lüge auf die Erde versandt wurde ist schon ziemlich gut und relativ Innovativ. Im weitesten Sinne kannte ich das nur von Aladdin und seinem Dschinn, zuletzt gespielt von Will Smith. Die Wünsche sind begrenzt und mensch muss, wie auch in der Manifestationsarbeit zum einen darauf achten, wie sie formuliert werden und zum anderen welche Instanz mensch bittet dir auf dem Weg zu deinem Wunsch zu helfen. Es gibt dunkle und lichtvolle Spirits, welche dir helfen und die Preise sind demnach sehr unterschiedlich.

Aus diesem Plot könnte mensch dann richtig gut was machen. Aufbauen, greifbar machen. Aber es eskalierte mir zu schnell. Der Film sprang in die internationale Politik mit neuen Grenzen in Ägypten, zu der Macht des US-Präsidenten und natürlich einer 80er Jahre Atomraketen-Eskalation mit Russland. Nennen wir es mal Sprunghaft. Und OK es ist ein Comic… Comics sind Sprunghaft. Aber hey, ihr macht hier einen teuren Hollywoodfilm und auch die haben Anspruch auf Aufbau, Ruhe, Stimmigkeit. Da hapert es. Als Hollywoodfilm ein absoluter Fail. Nur mit vielen gutem Willen und Comicheftansprüchen kann mensch den Film durchwinken.

Letzter Punkt, die Genderdebatte. Ich persönlich mag ja die Frauen in meinem Umfeld und davon gibt es nicht wenige, die sich klar vom Feminismus distanzieren, aber Weiblichkeitsarbeit machen und dann gibt es diesen progressiven toxischen Feminismus in dieser Matrix. Und dazu auch, dieses Programm von Interkurelle Darstellung, was son Programm geworden ist. Es ist ja schon gar nicht mehr möglich eine weiße heterosexuelle Familie irgendwo zu porträtieren ohne das linksprogressives „das ist heteronormatives Whitewashing“ Kampfbegriffsbashing kommt.

Das Raumgeben des Archetyps einer Amazonin ist für mich die spirituelle Weiblichkeitsarbeit mit der ich resoniere. Und dann hat der Film aber noch die ganzen anderen Programme am laufen. Der Bösewicht an ein Kind und teilt sich das Sorgerecht mit der Mutter. Obwohl es eine wichtige Figur ist, bleibt die Mutter seines Kindes außen vor. Mensch sieht sie nicht. Das Kind sieht aber asiatisch aus. Und klar kann sein, kann auch in den 80er sein. Aber ich fühle es nicht. Es ist nicht authentisch. Es ist ein progressives Konstrukt unserer Zeit, dass in diesen Film hineinprojiziert wird. Es ist der Quoten-Nicht-Weiße. Und hey bei den Amazoninnen gab es immerhin schon viele Schwarze Frauen. Aber das war irgendwie stimmig, weil ne Amazonin keine Hautfarbe kennt. Aber dieses Kind nahme ich dem „Bösewicht“ nicht ab. Auch die eine Szene, wo das Kind ihm mit Wunschkraft des Steines aus dem Herzen wünschte groß zu sein, schien Bedeutung zu haben, hatte aber keine Konsequenzen. Der Film ließ es sich dann auch nicht nehmen eine Stereotype Abreihung von sogenannter Toxischer Männlichkeit aneinanderzuketten. Meine Mitschauenden Frauen reagierten dann entsprechend auf die Männer, welche dann „Schmierig“ oder „toxisch“ und „Übergriffig“ Frauen ansprachen. Und wieder nur son Bashing. Egal wie du es machst es ist falsch. Wonderwoman kommt in einem Sexy Kleid auf eine Party und blockt eigentlich jeden Kontaktversuch mit triggernder Distanziertheit ab. Und das ist auch nicht die Lösung. Boah… ich merke, ich würde genau zu dem Thema Männer sprechen Frauen an, nen sehr tiefen Extrabeitrag schreiben wollen. Aber jetzt würde ich mich nur verheddern und in ein gefährliches Feld hineinschreiben. Übrig bleibt nur mein aktueller State, dass in mir soviele, ich kann es eh nur falsch machen Programme installiert sind, dass ich es leider in der Konsequenz komplett sein lasse Frauen anzusprechen.

Am Ende des Films wird dann nochmal aus Feministischer Sicht vermutlich gelungenes Gespräch zwischen Wonder Woman und einem Mann gezeigt. Er schaut in die Luft und beachtet sie gar nicht. Er ist bei sich und in diesem Typischen Herzen, wie es in der Spiriszene gerne dargestellt wird. Er ist mit seinen Sinnen in der Natur und dadurch im Moment. Sein Fokus ist nicht bei der Frau. Er will gerade nichts. Und dann spricht Wonder Woman ihn an, in dem Fall die zivile Diana Prince. Es gibt einen kurzen Austausch und vorbei ist die Szene.

Wow. Die neue Männlichkeit? Es funktioniert und in mir ist Widerstand? Da geht die Frau in Kontakt, aber der Mann ist kaum noch da. Hinter zu viel Herz und „nicht-Wollen“ und im Moment Sein verschwunden. Ich verstehe es nicht. Aber gut ist ja jetzt auch nicht das Thema.

Sorry, ich rutsche leider noch beim Schreiben zu sehr zu meinen Themen ab?

Um mal wieder den Abschluss zu finden. Es geht wirklich besser. DC strengt euch an. Ihr könnt es. Die Dark Knight Trilogie war für mich die am besten aufgebaute Superheldenfigur aller Zeiten. Bis hin zum Butler Alfred, der eine komplexe Rolle spielte. Ich hoffe, dass euer neuer Batman mit Robert Pattinson an den düsteren Erfolg von Joker anknüpfen kann. Suicide Squad ist ein Sprung mit zu vielen Figuren in eine Realität, wo die Figuren kaum aufgebaut werden. Eure justice League war auch nur mäßig erfolgreich. Batman war neu und kaum Aufgebaut mit nem eigenem Film. Aquaman ist großartig. Flash zu unsicher und Cyborg auch zu sehr im Widerstand mit sich selbst. Das Große Problem an DC ist, dass sie den lamesten Superhelden aller Zeiten haben, nämlich Superman. Er ist zu mächtig. Den hat sich leider Marvel mit Captain Marvel auch eingeführt, aber die ist nicht so erdsesshaft, die kann mensch für Avengers beliebig aus und einblenden.

Ich freue mich auf jeden Fall auf die neuen Marvel-Filme. Sie sind halt deutlich besser. Das MCU hat einen genialen Aufbau aus Einzelfilmen und Avengersfilmen. Freue mich auf Black Widow, der bald kommen wird. Aktuelle und das ist ne Empfehlung von mir, schaue ich „WandaVision“. Eine neue Serie, die ans MCU anknüpft. Und es ist genial, es ist innovativ, mutig und eine geile Metaebenenfiction, weil es eine Serie in einer Serie ist.

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The 100

Tja, mein spirituelles Ego würde sich jetzt auch gerne mit was anderem zeigen, über was spirituelles quatschen. Aber mein Alltag besteht jetzt gerade im Lockdown mit nem Verletzten Knie Tatsache aus Serien und Filme – Bingen.

Appropo : Heute ist Deutschlandpremiere von „Wonder-Woman 1984“… habe mir erst auch „Superman V Batman“ angeschaut, wo Diana Prince eingeführt wird ins DC Extended Universe und sie den beiden Herren zu Hilfe kommen durfte (Batman: „gehört sie zu dir“, Superman „nein, ich dachte zu dir“) und Wonder Woman Teil 1. Es ist der Film, wo ich mich jetzt am intensivsten drauf gefreut habe die letzten Monate. Ich bin sehr in Resonanz mit dem Trailer, der Trailermusik und generell gerade der Amazoninnenenergie, die auch in der Serie auftaucht über die ich jetzt schreiben werde.

Und dann quatsche ich jetzt halt emotional aufgeladen nach dem unfassbar emotionalen Staffelfinale von Staffel 5 (von 7) einfach mal über ne Serie. Die Serie heißt „THE 100“ und ich schaue sie gerade in meinem Probemonat bei Joyn an.

Ich kann sie sehr empfehlen und empfehle auf gar keinen Fall weiterzulesen, wenn ihr das tun wollt. Denn ich werde #SPOILERN. Wenn ihr die Serie gesehen habt, dann freue ich mich über einen Austausch. Oder berichtet mir von euern Serienhighlights in der tristen Zeit.

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„Die“ Serie der 2000er war für mich auf jeden Fall „Lost“, wo eine Gruppe auf einer Insel landen muss und sich finden muss. Und „die“ Serie der 2010er gleichzeitig die besten Serie aller Zeiten natürlich „Game of Thrones“. Ein Vergleich mit „der“ Serie der 90er „Friends“ wäre jetzt aber zu weit hergeholt, auch wenn es natürlich ne Kerngruppe aus Freunden gibt, die auch sehr interaktiv ist 😉

Dieses Postapokalypse-Preapokalypse-Apokalypse-Postapokalypse-Preapokalypse-Endzeit-Neuzeit-Menschheitskatastrophenüberlebenskampfdrama dockt bei diesen anderen Großen Serien an. Bspw. „Lost“, weil „The 100“ sich erstmal gruppendynamisch zusammenfinden und sich dann innerhalb einer Anarchie die Leader rausbilden. Es erinnert auch an die Serie der 2010er und die besten Serie aller Zeiten, weil es dann doch sehr viele Location-Wechsel, Wanderungen und Vermischungen mit anderen Gruppen auf der Map geben wird. Aber klar kommt bei weitem nicht ran. Und ja… es sterben sehr viele Menschen auch Identifikationsfiguren. Die Serie spielt auch in der Zukunft und es taucht neben den archaischen Gruppen auch ne Sekten-KI auf oder „Implantate“, die eingesetzt werden, die eine Connection zu früheren Leadern aufbaut, was mich entfernt an die Netflix-Serie „alterned Carbon“ erinnert.

Der zentrale Punkt, den die Serie ausmacht ist die Ethik. Gruppen werden immer wieder an den Rand der Existenz gebracht. An der Stelle muss ich nochmal ausschweifen und sagen, dass es mich nervt, dass der Terminus „Existenzängste“ mit Wirtschaftlichkeiten konnotiert ist, obwohl es in der Bedeutung, die ich mit dem Begriff verbinde um Leben und Tod geht und hier in der Serie noch viel krasser: um das Überleben der gesamten Gruppe bzw. der Menschheit geht. Es müssen schwere Entscheidungen getroffen werden. Stichwort Verschwörungstheorie „Eliten planen Bevölkerungsreduktion“. Es schafft auf jeden Fall Empathie für die Eliten, die schwerste Entscheidungen treffen müssen, wo das Herz, die Moral, die Ethik, die Intuition usw. alles NEIN schreit und trotzdem ist es für die höhere Sache, dass die Menschheit überlebt, eine richtige Entschedidung, die Ethik zu brechen und bspw. Menschen geopfert werden müssen. Das wühlt echt auf. Zum Glück ist es nur ne Science-Fiction-Serie. Spannend ist auch zu sehen, dass Protagonist_innen auf der einen Seite von einer ethischen Entscheidung betroffen sein können und es natürlich dann „Scheiße ist“ und im Laufe der Staffeln steigen diese Protagonist_innen zu Leader und zur Elite auf und in einer vergleichbaren Situation in die gleiche moralische-Ethische Falle geraten und dann selber so entscheiden müssen, wie sie es damals positionsbedingt natürlich ablehnen mussten. Ein Zitat aus der Serie ist: „erst überleben und später versuchen wir die Menschlichkeit zurückzugewinnen.“

Diese Postapokalypse-Feld wird in meiner Vorstellung in den USA von einem breiten Feld getragen von Verschwörungstheoretiker_innen, Prepper_innen und Völkischen. Ein Feld bei dem ich an Mad Max denken muss oder auch an Serien wie Walking Dead. Es geht viel um Clans. Dahinter so stelle ich mir vor, diese Sehnsucht nach Schlichtheit. Ein Wegbrechen von der bürgerlichen Zivilgesellschaft, ein wegbrechen von Institutionen. Einfach mal das Kapitol stürmen und Macht demonstrieren anstatt 4 Jahre nen Leader und die Institutionen über die er an die Macht kam zu akzeptieren. Ein wegbrechen von demokratischen Verfahren, weil die zuviel Zeit kosten würden und das Überleben gefährden. Ja, dann gibt es nur noch eine Elite auf der einen Seite und den Mob auf der anderen. Leader und Entscheidungen werden von Stimmungen getragen und von der Macht des Stärkeren und schnell umgesetzt. Die Leader, die Allianzen, Koalitionen, Deals, Feindschaften, die Interessengesteuerten Dynamiken sind dementsprechend sehr dynamisch. Toll für die Dramaturgie.

Für das Feministische Feld ist es auf jeden Fall erwähnenswert, dass es sehr viele Frauen in Führungspositionen gibt. Gefühlt sogar mehrheitlich bei den relevanten Clans. Während die Männer weiterhin natürlich mehrheitlich die „Rothemden“, im Sinne von Kanonenfutter, spielen. Sie sind es auch, die stärker als die Männer ihre Sexualpartner wählen. Da sind die Progressiven Matrixprogramme schon voll umgesetzt. Aber das ist keine Kritik, im Gegenteil.

Herausstechend ist die Serienfigur von Octavia. Sie musste sich die ersten 16 Jahre in einem Zimmer auf einer Raumstation, teils unter dem Boden verstecken. Dann auf der Erde geht sie in die Anarchie und will vor allem Lebendigkeit und ihre Freiheit leben, was auch Sexualität mit einschließt. Sie lebt da ihren Luder_Anteil aus und auch wenn der Begriff wahrscheinlich politisch inkorrekt besetzt ist, ich meine es positiv. Später schnappt sie sich den ersten „Grounder“, den die unter 18-jährigen „Skypeople“ überraschend entdecken auf einem Planeten, den sie für unbewohnt hielten. Für diese Amazone muss es der wilde, wenig redende, präsente, wilde, starke und exotische Mann sein, dem sie sich hingibt.

Das ist doch immerhin noch klassisch. Was für eine Liebe.


-Eine anderes Pärchen – und das wird von der Frau direkt so formuliert – möchte auch nur in Krisenzeiten dem Typen die Klamotten vom Leib reißen, wenn er Risiken eingeht, beschützt, rettet und den Helden spielt. In 5 Jahren Frieden in einem sicheren Raum ohne Feinde mussten sie sich trennen, weil die Attraction fehlte (und seine zynischen Muster) hochkamen. –

Krass was sie für ein Charisma sie in sich trägt, als sie sich ihrer Kriegerin hingibt und von den Groundern ausbilden lässt. Und ja krass wie traumatisiert diese Kriegerin werden kann, wenn das Herz gebrochen wird. In was für ein Feld von Dunkelheit sie gehen kann als sie die Rolle der einenden Führerin von „one-Crew“ einnimmt und sich unfassbar viel Energie von Verantwortung für Entscheidungen für das Überleben (inklusive Sterben) und Schuld für den Weg, den sie dafür wählt/“wählen musste“ in ihrem System absetzt. Sehr bewegender Moment als der Ballast dieser Rolle ihr genommen wird.

Der Häufigste Satz ist immer wieder. „Ich hatte keine Wahl“… eine interessantes Phänomen, das ja auch bei Merkel thematisiert wird, wenn sie von Alternativlosigkeit spricht. Und immer wieder werden Variationen diskutiert wie bspw. „du hast nur eine Wahl!“ – „das ist ein Widerspruch in sich“.

Schön wie Serien mich aus meiner tristen Realität wegballern können. Nicht, dass ich nicht diese westlich, Mentale, infrastrukturelle,instituionalisierte und „freiheitliche“, rechtsstaatliche, digital Konsumvielfältige, aber auch toxische Gesellschaft einem Todeskampf in der Endzeit vorziehen würde. Aber es ist Tatsache schon schwerer zu seiner Rolle zu finden und faszinierend, dass auf diesem Planeten auch außerhalb der Fiction Menschen den Weg des tötenden Kriegers gehen, gegangen sind oder gehen werden und unter Einsatz ihres Lebens sich für eine Sache hingeben. Dieses Risiko und die Nähe zum Tod führt natürlich sicherlich auch zu einer Lebendigkeit im Sinne von Intensität. Gleichzeitig ist das Überleben dann auch mit Traumatan verbunden und Qual. Ja, meine Todesangst und meine karmischen Kriegeranhaftungsanteile sind auch noch Themen, die mich nahezu täglich begleiten und so eine Serie hilft das in einem mit Distanz zu berühren.

AHO

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TENƎT

Vorneweg ein R.I.P.für Chadwick Boseman

Er ist heute mit 43 Jahren an Krebs gestorben (andere Quellen geben sein Geburtsjahr mit 76 an), er hat die Krankheit gegenüber der Öffentlichkeit verheimlicht und parallel noch Filme gedreht, trotz Operationen. Meine Verbundheit ist über die Figur Black Panther entstanden, die er in Avengers Filmen und seinem Solofilm verkörperte. Hier ein Bericht von der Deutschlandpremiere, für die ich zwei Tickets gewonnen hatte. Politisch und spirituell eine Filmfigur mit starker Tiefe und Auswirkungen auf die Gesellschaft. Teile von Black Lives Matters benutzte die Wakanda-Grußformel heißt es bspw. in diesem Nachruf im Tagesspiegel vom 29.08.20.

Ich war gestern nach sehr langer Zeit wieder im Kino. Sehr spontan hat es mich zu dem Film Tenǝt gezogen. Es war von dem Meisterregisseur Christopher Nolan, welcher die Dark Knight Trilogie, Interstellar und Inception zu verantworten hat. Und ja der Trailer versprach hochgradige Innovation mit einer völlig neuen Idee mit der Zeit zu spielen. Endlich mal wieder ein guter Film, ich habe ihn genossen, wenngleich ich nicht die Kategorie Sehr gut oder hervorragend vergeben kann. An Inception kommt er bspw. nicht ran, ähneln tut sich nur die emotionale unübersichtlichkeit, die ich in beiden Filmen empfunden habe. Unter dem Trailer schreibe ich ein paar Worte zu dem Film in einer Spoilerenergie. Ich kann empfehlen den Film zu schauen, auch gerne ohne Trailer, der Text unten lädt zum Austausch mit Leuten ein, die ihn auch gesehen haben.

 

Der Film läuft auf einem Level von James Bond. Ein zweikampfstarker Agent, der sich auch mit bewaffneten Terrorist_innen anlegen kann, weil die Bösen im Film ja nicht treffen, der blitzschnell alle möglichen Ressourcen zusammenstellt, ohne dass ich als Zuschauer das Gefühl habe, dass er dafür nen Team hätte oder ich werde einfach nur vom Regisseur mit diesen lästigen Kommunikationsvorgängen verschont. Und es gibt den großen irren Bösewicht, der die gesamte Welt bedroht. Ein Unterschied ist nur, dass er in einer Partnerschaft mit Robert Pattinson begibt, der sich im neuen The-Batman-Trailer, der offensichtlich den düsteren „Joker“ aus dem Jahr 2019 toppen will, gar nicht so schlecht macht und jetzt sein Twilight-Image wirklich transformieren kann.

Ich habe das Wort innovativ benutzt. Das ist der Punkt, dass sich zeitlich vorwärtsgehende und zeitlich rückwärtsbewegende Gegenstände, Menschen, Gruppen und Transportmittel in den gleichen Szenen im gleichen Moment befinden. Und ja genau aus dieser Idee heraus ist es ein MUST-SEE Film vor allem für alle, die sagen, dass den Leuten die Ideen ausgehen.

Relativieren möchte ich die Innovation natürlich dennoch, da bestimmte Momente mich, ohne dass ich das vorwerfen möchte, an andere Filme erinnern. Der Krieg der Zukunft mit der Gegenwart erinnerte mich an den sehr brutalen Film Loopers, bei dem Auftragskiller Menschen aus der Zukunft ermorden, dafür ein tolles Leben haben, aber dafür auch ihr 25Jahre später-Ich in der Gegenwart erschießen müssen.

Die Kommunikation über Mailboxes mit der Zukunft hat es in dem Filmklassiker 12 Monkeys schon gegeben, übrigens auch wegen der Corona-„Pandemie“ ein Film zum mal wieder anschauen.

Das Spiel, dass sich der Protagonist (Wenn er rückwärts durch die Zeit läuft ist er kurz ein Antagonist #metahumor) und selbst rettet/begegnet ohne es zu wissen, erinnerte mich an den Harry Potter Teil, wo Hermine ein Zeitamulett benutzt, um parallele Unterrichtsstunden zu besuchen und die drei Hauptcharaktere den gleichen Zeitstang aus zwei Perspektiven erleben.

Zu guter letzt bleibt das Zeitreisen-Großvater-Paradox, das im Film thematisiert wird, aber nicht augelöst wird. In Avengers 4 habe ich mich mega drüber aufgeregt, in diesem Film war es akzeptabel, dass sie der Storyline zuliebe mit Unlogik gespielt habe. Filme dürfen das, auch wenn sie in der letzten Szene nochmal knallhart das Paradox provozieren. Bis heute bleibt der mir einzige bekannte Film, in dem Fall ist es sogar eine Trilogie, der das Zeitreiseparadox wirklich korrekt bearbeitet die „Zurück in die Zukunft“ – Reihe. Mein Wunsch wäre, dass sich zukünftige Zeitreisefilme wieder an diesem Schema orientieren, auch wenn es zu Lasten der Innovation geht kann damit ja viel gemacht werden.

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Desinformationskampagne und Matrixsprech der Regierungsparteien

FICK DICH JENS SPAHN.

Ich muss einfach nochmal den Irrsinn des Matrixsprechs in diesem Posting deutlich machen.

Jens Spahn sagt, „wo Freiwiligkeit herrscht, braucht es keine gesetzliche Pflicht“. So kannste auch mit nem Kind reden, du kannst dein Zimmer gerne freiwillig aufräumen oder ich führe Taschengeldentzug ein.

Hört sich erstmal nett an. „Kein Pflicht“ und Freiwiligkeit. Aber im Umkehrschluss heißt es, dass die Impfpflicht kommt, wenn nicht genug Leute freiwilig mitmachen.

Und wer legt das denn fest, wann genug ist? Ein paar Erinnerung, die Influenzaimpfrate ist bei ca. 35% bei den über 60jährigen, die WHO empfiehlt Raten von 75%. Zack müssen wir also die Impfpflicht für die über 60jährigen einführen und da wir keine Altersdiskriminierung wollen, gleich für alle. Ich glaube die Impfrate bei Masern ist bei 90%… irgendwelche Experten sagen, aber auf einmal 95% ist wichtig für die volle Ausrottung durch Herdenimmunität, zack Impfausweispflicht für schulpflichtige Kinder beschlossen.

Wichtig ist, dass sich auch dieser Narrativ in den Köpfen verankert, was das Hauptargument ist, um §2 des GG „körperliche Unversehrtheit auszuzsetzen:

„Daher müsse hier abgewogen werden. „Ja, es geht um die Freiheit des Einzelnen, die körperliche Unversehrtheit, das Elternrecht.“ Aber spätestens in der Kita oder Schule gehe es nicht nur um die eigene Freiheit.

„Zur Freiheit in einer offenen Gesellschaft gehört auch dazu, dass der andere mich nicht unnötig gefährdet.“ Und wenn es eine Impfung gebe, diese aber nicht angewandt werde, „dann ist das eben eine unnötige Gefährdung“, sagte Spahn.“
Quelle 20.05.19
https://www.aerzteblatt.de/…/Spahn-verteidigt-Vorstoss-zur-…

Ein weiteres Sprüchebild, das eine Desinformationskampagne der anderen Regierungspartei belegt:

 

Mein Kommentar von einer anderen Pinwand zu diesem Posting:

„Korrekt. Gleichzeitig sprachen sich Habeck(!), Spahn und Söder für ein Impfpflicht aus in dem Fall, dass sich nicht genug Menschen gegen Covid19 impfen lassen.

Eine Debatte kann und wird offensichtlich jetzt geführt, auch wenn der Impfstoff nicht da ist. Dieser Zusammenhang, dass mensch es erst beschließen kann, wenn der Impfstoff da ist, ist völlig ohne Fundament.

Wahr ist, dass keine Impfpflicht im aktuellen Entwurf zur Debatte stand, aber ein Impfausweis mit hohem sozialen Druck sich impfen zu lassen, wenn bspw. Arbeitgeber oder Clubs sich entscheiden den vorzeigen zu lassen oder wenn Ausgangssperren beschlossen werden und du nur ein Bußgeld für Bewegung im öffentlichen Raum ausweichen kannst, wenn du dich impfen lässt.

Traurige Realität ist das Masernschutzgesetz, was in Deutschland seit 1.3. gilt und auch noch keine Impfpflicht ist, sondern eine Impfausweispflicht. Heißt nicht geimpfte schulpflichtige Kinder, dürfen nicht in die Schule und werden solange mit Ordnunsgelder belegt bis die Eltern ihren Willen brechen. Die katastrophalen Auswirkungen des Gesetzes werden sich zu Beginn des nächsten Schuljahres zeigen. Aber die Matrixprogramme, haben bereits ganze Arbeit geleistet und Impfgegner und -kritiker_innen mit Begriffen wie Aluhut, Rechtsesoterisch Spinner gecharged, so dass es schwer wird angemessene mediale Aufmerksamkeit für diese Gruppe zu gewinnen. Hier geht es schließlich um Unversehrtheit des Körpers nach Art. 2 GG.

In diesem Rahmen ordne ich dieses Zitat als Desinformation ein mit dem Ziel zu beschwichtigen und zu beruhigen. Mein Gefühl, dass der Plan die Impfpflicht einzuführen in den Schreibtischen der Lobbyorganistationen und Thinkstanks, der Milliardenschweren Pharmaindustrie liegen, die sich geschickt Empörungswelle für Empörungswelle und mit kleinen gesetzlichen Änderungen und Einflussnahme auf das Narrativ im Mainstreamdiskurs voranarbeiten, kannste gerne als Verschwörungstheorie einordnen. Fühlt sich wahr an und ich kann es nicht belegen, es ist einfach mein freier Glaube, dass es Sachen gibt, die außerhalb des Medienfocusses liegen, Instanzen, die nicht jeden strategischen Schritt mit ner Pressemitteilung öffentlich machen.“

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Familienaufstellung und Yoga bei Yoga Vidya

Hier ein FB-Sharing von mir, wie es einen Tag vorher zu der Leitung eines Wochenendseminars gekommen ist als Einleitung.

Ich bekomme die Bahnfahrten bezahlt, habe ein wunderschönes Einzelzimmer mit Balkon zu einem riesigen speziellen Wald-Park-Gelände, kann an Yoga, Meditationen, Satsang, Kirtan, Trancereisen, geführten Spaziergängen teilnehmen, habe ein sehr leckeres gesundes Essen im Intervallfastenmodus und bekomme natürlich auch ein Honorar für die Workshopleitung. Sorry, dass ich das hier so ausbreite, aber ich fühlte es als was besonderes, mein Anerkennungsthema und mein Bedürfnis nach Privilegien wurden voll geheilt. Ich spürte unfassbar viel Dankbarkeit und Wertschätzung.

Der Seminarraum war wunderschön und hell mit zwei Fenstern zu einer großen Wiese.

Ich wusste von 6 Teilnehmenden, am Ende waren es 7. Was mir am Anfang echt zu schaffen machte, war, dass auf der Website stand, dass einerseits 6 bis 7 Aufstellungen stattfinden sollen und ich andererseits nur diese Struktur hatte von 4 Kurzen Blöcken a 1 bis 1,5 Stunden und einem großen Block von 3,5 Stunden, die ja auch noch mit Vorstellungsrunde und Theorie gefüllt werden sollten.

Angekommen sah der Aushang in der Formulierung schon besser aus (Vortrag/Workshop statt Vortrag) und stolz durfte ich meinen Namen lesen. Die Nervösität stieg. Jetzt musste ich auch liefern.

Angekommen im Raum saß dann auf einmal eine Gruppe von 7 Frauen mir gegenüber. Und ich war jetzt nicht mehr in einer Selbstsicherheit, die ich im SPIRIT BERLIN oder auf den Rainbow Gatherings beim Leiten hatte. Die Begrüßung übernahm eine Frau von Yoga Vidya, womit ich auch nicht die ranghöchste Person im Raum war und mich mehr mit Demut connecten musste. Auf Vipassana habe ich auch gesehen, dass ich als Raumhalter weniger Dissoziieren (normalerweise gehe ich immer in so einen Feld-State und moderiere nur vom Inneren Moderator im Mentalkörper und bin emotional nicht angreifbar und somit sehr stabil für schwere Prozesse) soll und mehr mit meinen eigenen Gefühlen und mit meinen Schatten präsent sein soll, weil es mich sonst zu sehr erschöpft. Ich fühlte meine Unsicherheit und war voll da damit. Weiterhin hatte ich in mir den Gedanken „Fuck, nur Frauen… Fuck, keine männliche Stellvertreter, die Täter, Väter, Partner usw. repräsentieren können, keine Männer, welche die Projektionen der Frauen abfangen können. Fuck, jetzt landet der ganze scheiß bei mir als männlicher Raumhalter“ Ja, ich war getriggert und in nem leichten Widerstand zum Raum und damit zog ich es natürlich auch an. In der Vorstellungsrunde sagte auch eine Teilnehmerin, dass sie bisher immer nur Workshops von Frauen besucht und sie durch diesen Seminarleiter_innenwechsel jetzt das erste Mal einen männlichen Seminarleiter erlebt.

Ich bin sehr gecharged. Ein mir sehr bekanntes Phänomen, das ich immer und immer wieder gerade im Workshop oder Gruppenkontext erlebe und was wirklich nur im Creators Game klar als Phänomen benutzt wird, um damit zu arbeiten. Dort wird unterschieden zwischen eigenen Gefühle/Kreationen, die wir wahrnehmen und bewusst oder als Schatten in den Raum senden und Fremdgefühle und Energien, die eigentlich Gefühle, unterdrückte Gefühle oder Projektionen von anderen sind. Auf der Oberfläche ist oft nur Wahrnehmbar, dass ich mich komisch verhalte und die Leute denken dann oft, dass ich komisch bin und wenn ich keinen Raum bekomme meine Wahrheitswahrnehmung auszudrücken und mir keiner glaubt, was häufig passiert, dann habe ich einen retraumatisierenden Konflikt. Aber deswegen habe ich mir ja auch die Raumhalterrolle kreiert, hier kann ich Boss sein und habe ne „machtvolle“ Autoritäts-Stellung in der mir anders zugehört wird. Ich fühlte eine unfassbare Masse an Fremdenergie vor meiner Brust und Oberarmen und da sich die Energie in meiner Aura befand und nicht in mir, konnte ich es klar als Fremdenergie benennen. Ich intervenierte und stand auf und stelle mich hinter den Halbkreis der Frauen, schüttelte die Energie aus mir raus und ich wurde spürbar leichter. Ich bat die Gruppe die Aufmerksamkeit weiter auf das Kissen nach vorne zu richten und sich vorzustellen, dass da ein Mann sitzt. Als sie im Spüren angekommen waren, bat ich um ein Handzeichen bei wem gerade ein Männerthema aktiv ist. Es gingen 3 Hände hoch. Und normalerweise bleibt dieses Übertragungs-Phänomen, unbewusst und wird gar nicht wahrgenommen. Wahrgenommen wird, nur, der männliche Raumhalter verhält sich komisch. Dank meiner Intervention, hatte sich die Perspektive Verändert.

Und ja, es ist mir gerade wichtig über dieses Phänomen zu schreiben. Macht ja sonst keiner.

Ich war wegen der Zeit unsicher, eigentlich hätte ich gerne auch schon am Freitag eine geleitet, um die Aufstellungen auf drei Tage zu verteilen, damit die Leute schonmal am ersten Abend integrieren können was Aufstellungsarbeit bei mir praktisch bedeutet. Die Energie war nicht da, um klassisch mit einer Aufstellung zu starten, also entschied ich mich für Circling-Übungen und bildete 4 Zweiergruppen. Meine Zweier-Gruppe war energetisch sehr high. Sie shakte, auch körperlich, ihr Thema war megaaktiv. Ich nahm wahr, wie eine Schattenenergie aus meiner Aura, durch sie hindurch ging und hinter ihr Platz nahm. Daraufhin entspannte ich mich. Ihr Schatten war aus meinem System raus und ich konnte mich wieder ein Stück weit besser spüren. (und ja, mir passiert das ständig im Kontakt oder im Öffentlichen Raum, dass ich Fremdenergien in mein System lasse und wenn ich sowas wahrnehme, dann kann ich mich nicht über Reisen, Ernährung, Tipps und Babys unterhalten, dann muss ich das Gespräch auf meine Momentwahrnehmung lenken mit der Hoffnung, dass meine Gesprächspartner_innen, den Schatten anerkennen, der in mein System springt, denn dann geht es mir besser und ich spüre mich mehr und kann wieder mehr in Kontakt gehen. Und ich bin wahrlich nicht sehr beliebt dafür, dass ich dieses Spielchen spiele und finde es aber wiederum von meiner Umwelt absurd, dass sie von mir erwarten, dass ich meine Klappe halten soll, wenn gerade eine Grenzüberschreitung mir gegenüber passiert und ich das SmallTalk-Spiel der Harmonie zuliebe mitspielen soll.)

Sie erzählte übrigens nebenbei, dass sie anfängt Aura wahrzunehmen und nahm Blaue Energie um meinen Kopf wahr. Ich fragte, was das bedeute und sie antwortete mit „Kontakt zur geistigen Welt“. Ich war berührt und beeindruckt von ihrer Fähigkeit und fühlte mich von ihr gesehen.

Ich brach die Übung in den anderen Gruppen ab und bat sie einen Kreis um unser zweier-Circling zu bilden. Weiterhin klärte ich noch, dass wir die offizielle Zeit von 22 Uhr auf maximal 22:30 Uhr verlängern, bevor ich aus diesem Circling heraus eine Aufstellung passieren ließ. Der Schatten hinter ihr wurde dann von einer Stellvertreterin eingenommen, was sich dann als Vater herausstellte. Ich ging in meiner Moderationsrolle holte noch ein paar Rollen rein, unter anderem den „Universellen Vater“, um Anteile erlebbar zu machen und somit ins System zu integrieren, die sie in ihrer Herkunftsfamilie nicht bekommen hat.

Die zwei Tage darauf teilte sie immer wieder in den Sharingrunden mit, wie sehr sie die Aufstellung verändert hat, dass sie Erkenntnisse hatte, Perspektivwechsel einnehmen konnte und viel mehr Ruhe in sich fand.

Am nächsten Morgen war die Gruppenenergie eine ganz andere und ich konnte ihr viel entspannter begegnen. Hatte auch ne intensive Prozessreiche Nacht, sieh Sharing unterm PS. Die Gruppe war synchronisierter und, was ich sehr wertschätze, zu jeder Einheit pünktlich. Es war immer stimmig, wer wann dran kam. Auch die Zeiten hauten konsequent hin. Das war ein großes Thema von mir, weil ich im Hinterkopf ja die Erinnerung/Selbsteinschätzung habe, dass Aufstellungen bei mir auch mal 1,5 bis 2 Stunden dauern können. Einerseits habe ich in mir den Wert, dass ich Aufstellungen mitten im Prozess nicht abbrechen möchte (und auch nicht wirklich „darf“) und auf der anderen Seite wusste ich, dass die Gruppe, inklusive mir, pünktlich um 9:15 beim Yoga sein wollte. Aber das Faszinierende war, dass sich das Feld erstaunlich stark mit Punktlandungen in die Zeit einfügte und es immer ein pünktliches und stimmiges Ende gab. Jede Aufstellung funktionierte und die Frauen waren zumeist tief in den Rollen und konnten die Impulse gut ausdrücken. Sie übernahmen auch die Männerrollen. Ganz selten, wenn alle Rollen besetzt waren, übernahm ich auch mal kurz Rollen von einem aktuellen „Jein“-Partner oder von der Großelterngeneration (Ein im Krieg gestorbener Opa bspw.).

Zwei Themen wurden mehrfach deutlich. Zum einen natürlich das ganz große Thema zwischen den Geschlechtern. Frauen können nicht in die Hingabe gehen, müssen den emotional abwesenden Mann ersetzen, sind unterbewusst wütend auf den Mann, doktern und kontrollieren an ihm rum, dass er endlich mal Verantwortung übernehmen und mehr funktionieren und mehr fühlen soll. Der Mann macht dann aber nochmehr zu und geht nochmehr auf Abstand, weil er den Schmerz nicht sehen will und sich nicht kontrollieren lassen möchte. In ca. 2,5 Aufstellungen ging die Frau, dann ins Aufgeben/Loslassen oder den Fokus auf ihren Weg. In einer Aufstellung blieb ein 25%-Anteil der Fragestellerin, die ganze Zeit einfach auf dem Boden liegen und machte nichts mehr. Dieser schmerzhafte-Anteil des einfach mal Ruhens und Fühlens wurde seit Jahrzehnten blockiert. Und siehe da. Als sie sich dem Anteil hingab, nicht mehr kontrollierte, nicht mehr versuchte die Familie zu halten, den 26jährigen Sohn von seiner Kiffsucht auf Spur in die Eigenverantwortung und das Ausziehen aus dem Elternhaus zu pushen, da konnte sich die Männerlinie aufraffen und das Thema zwischen Opa, Partner und Sohn unter sich klären.

Es ist paradox und ja, es ist verdammt schwierig, auch für mich ins Nichtstun und in Qualitäten von Hingabe, Dunkelheit, Vertrauen, Kontrolle loslassen zu gehen, weil zum einen „das Weibliche“ in dieser Matrix mehr als gestört ist. Und woran liegt das? Weil „das Männliche“ zutiefst gestört ist und nur mit Abwesenheit und Flucht in Arbeit, Strukturen und äußerer Kontrolle beschäftigt ist und es zwar megamentale Stärke gibt, aber kaum Familienpräsenz. Wie denn auch, wenn wir die ganze Zeit damit beschäftigt sind, die Welt vor den Problemen zu retten, die wir vor lauter Beschäftigung im Außen in der Welt kreiert haben. Dieser Absatz ist ein persönlicher Kommentar. Meine Sicht auf die Dinge hole ich mir nicht nur aus teils toxischen Gender- und Feminismusdiskursen des Mainstreams, sondern eher aus meinen vielen Reisen in die geistige Welt: Bspw. empfehle ich sehr stark dieses Video, in dem Mica den Inneren/Kollektiven Mann repräsentiert und ich die Innere/kollekte Frau.

In zwei weiteren Aufstellungen wurde der Fokus vom Feld auf Kriegstraumata gelegt, die sich bspw. bei einer Klientin in Form von einer unerklärlichen Angst im Dunkeln zeigte. Auch hier konnten wir Klärungen durch die Generationen hinweg moderieren, das Traumata aus dem Schatten holen, Anerkennen, Vergeben und der Energie einen Platz im Licht/Universum zuweisen, so dass es nicht mehr unterbewusst im Familiensystem um Aufmerksamkeit bettelnd rumspuken muss.

Zwischen den Aufstellungen gab es viele Sharingrunden. Ich teilte maximal mein Wissen und beantworte alle Fragen zu Aufstellungen und Moderation ebendieser. Im Checkout wurde auch anerkannt, „dass ich daraus kein Geheimnis mache“, und motivierte meine Teilnehmerinnen, unter gewissen Voraussetzungen, es auch mal auszuprobieren. Denn genauso habe ich es ja auch gelernt. (Gibt halt nur nen paar Regeln und Grundsätze zu beachten, sonst kann es auch nach Hinten losgehen) Die Herz-Energie und das Vertrauen in der Gruppe waren am Sonntag sehr high. Ich hatte das Gefühl und die Wahrnehmung, dass jede mit ihren Aufstellungen zufrieden war und ordentlich Prozesse angestoßen wurden und es gab auch die Rückmeldung, dass über die Stellvertretungen Erkenntnisse und interessante Perspektiven zugeflossen sind.

Ein wichtiger und witziger Satz in der Feedbackrunde war, dass sie jetzt nach all den Aufstellungen verstehen, warum ich am Freitag Abend so krass auf Übertragungen reagiert habe.

Ich hatte die Erlaubnis die Feedbackbögen anzuschauen. Ich hatte durchweg ein „Sehr gut“ für Seminar und Seminarleitung. Sätze wie Christian Fender unbedingt ins  Yoga Vidya Programm aufnehmen oder Dankbarkeit für Seminarleitungswechsel schmeichelten mir sehr. Es gab zweimal ein „gut“ bei Leitung mit dem Kommentar „komischer Seminarleiter, aber Kompetent“ und auch einmal den Kommentar, dass es viel war und ich schnell geredet habe. Aber ja, musste ja viel unterbringen in der kurzen Zeit. Lustig fanden sie auch meine Anglizismen. Checkin, Checkout, Sharing, Connecten, Tissues (Ja, ich musste ne Menge Tissues besorgen, weil ordentlich Tränen floßen.)



Danke Universum für die wundervolle Erfahrung, gerne wieder. Aber jetzt liegt mein Fokus auf Männer- und Kriegerenergie, denn ich halte am 10. Oktober am Ende der offenen Männergruppe von ManKindProject Deutschland ein einstündiges praktischen Workshop zum Archetyp des Kriegers. Genug am Frauenfeld gearbeitet. Jetzt ist das Männerfeld dran und einer der wichtigsten Aspekte ist nunmal die mangelnde Präsenz aufgrund des unterdrückten Kriegers, der bspw. im Mayakalender für Präsenz steht. Männer sind herzlich eingeladen vorbeizukommen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

PS: Ich war auch ordentlich in Prozessen und teile mal einige davon. Und ja, ich habe auch noch ein ordentliches Paket an Themen. Jeden Tag spüre ich physischen und energetischen Schmerz in Waden, Rückgrat, Herz und Stirn. Und ja es ist komisch, sich als Raumhalter mit eigenen Themen zu zeigen, genauso wie es komisch wäre, sich als Raumhalter in der Öffentlichkeit damit zu verstecken und somit aus Marketingstrategischen Gründen ein verzerrt positives Bild darzustellen.

„Alptraum“ in der Nacht von Freitag zu Samstag: Ich träumte, dass Sa auf einmal 40 Leute da waren anstatt die 7 von Freitag, weil es spontane Anmeldungen gab. Der Raum war natürlich zu klein und wir gingen raus. Ich versuchte ruhig und geduldig zu sein und spürte Inneren Druck, denn ich hatte nur 1:10 Std. Zeit bis Yoga anfängt, um die Gruppe zu synchronisieren und ne Aufstellung zu schaffen. Ich spürte auch Erwartungsdruck und ich wusste, dass ruhig bleiben der beste Weg zum Erfolg ist anstatt sich aufzuregen. Die Gruppe ließ sich aber nicht von mir synchronisieren, ein Teilnehmer fing draußen auf der Wiese auch noch ganz frech nen Telefonat an. Ja, leichter Horror, diese Angst den Raum nicht halten zu können. Ich bin verdammt gut darin, wenn ich den Raum synchronisiert bekomme und in die Tiefe gehen kann. Aber Freeflowenergie ist mein absolutes Kryptonit.

Weiterhin hatte ich ne Trancereise wieder mal in die Dunkelheit, wo ich eigentlich täglich hinreise. Dunkelheit steht für mich für den Raum des Unbewussten, wo Schattenwesen leben. Diesen Raum habe ich auf Vipassana erstmalig geöffnet und betreten, vorher habe ich ihn auch wahrgenommen, aber ne große Angst davor gehabt. Seit Vipassana weiß ich, dass es meine spirituelle Berufung ist, die Dunkelheit zu halten. Auch die Wesen dort sind Wesen, des Universums, die Liebe und Halt verdient haben. Nur manche haben sich in der Dunkelheit verlaufen und das Licht vergessen. Meine Aufgabe ist es weder das Licht in die Dunkelheit zu bringen, das habe ich über einen mehrdimensionalen Zeitraum gemacht und habe ich dabei selber verdunkelt und mein eigenes Licht vergessen, noch ist es meine Aufgabe diese Wesen ins Licht zu bringen, denn sie haben den Weg der Dunkelheit gewählt, um dort Erfahrungen zu machen. Nur manche haben sich verlaufen, verirrt, auf Dämonen eingelassen oder das Licht vergessen. Meine Aufgabe ist es sie zu halten, ihnen das Licht zu zeigen, so dass sie sich wieder erinnern können, dass auch sie von der Quelle kommen und sie sich von dämonischen Verirrungen befreien können und dass sie wieder ihren Weg weitergehen können.

Ich erlebte ein Wesen aus dunkler Energie. Es dauerte eine Weile bis ich es erfassen und wahrnehmen konnte, es kam mir auch ziemlich dämonisch vor. Es hatte da wo die Hände waren, dunkle Energiestränge, wie Fäden, die weit rausgreifen konnten. Die dunkle Energie sah dann später optisch wie Latex aus und ich erkannte, dass das Wesen weiblich war. Es war meine Innere Frau (in dem Fall eine spirituelle Version), die noch voll von dunkler Energie ist und sie war es, die Themen-Energien von anderen Menschen anzapft, vor allem von Frauen, und in mein System holt. Ich bin an der Stelle kein Opfer von übergriffigen Frauen, die ihre Themen nicht in der Verantwortung haben, und unschuldig daran das Projektionen von Frauen in meinem System landen. Nein, ich bin auch Täter im Sinne von ein Teil in mir ist dazu aktiv am Werkeln, dass dies passiert.  Es ist in meinem System: eine kleine Delle, ein Trauma, eine Konditionierung durch das Mutterthema halt. Ich heile im Außen Themen von Frauen, ignoriere aber meine eigene Innere Frau, die massig Themen hat. Bspw. hat sie krasses Borderline. Sie wünscht sich so sehr Beziehung, Bindung, Intimität (nichtsexuelle) und gleichzeitig ist da noch ein so großes Schwarzes Loch im Herzen, dass wenn sie berührbarer Beziehungsebene berührt wird, dass sie den Schmerz nicht aushält und ich als Christian Fender immer noch dissoziiere und mich lieber ins Mentale, ins narzisstische und in den Raumhalter flüchte, um in Kontakt mit der Umwelt gehen zu können. Ich muss also das was ich mir sehnlichst wünsche, wegdrücken, weil ich den Schmerz im Herzen immer noch nicht ertragen kann. Habe mir aber viel Zeit für die Innere Frau genommen, auch am Samstag als ich in den Aufstellungen soviel Hingabe und Nichtstun gesehen habe als Mittel der Heilung. Das habe ich dann auch, abends beim Kirtansingen, mich einfach hinigelegt und mich den Gefühlen, wie bspw. Erschöpfung und dem dunklen Raum hingegeben, um wieder aufzutanken. Und einfach nur den Teil geliebt, der sich mit dem Satz ausdrückte „ich will mich nicht zeigen“. In der Trancereise befreite ich ihre Hände von den Fäden. Sie hatte unfassbar kleine und zarte Hände. Ein bewertetender Gedanke von meinem männlichen Ego war, dass sie damit ja nicht viel anfangen, geschweige denn arbeiten kann. Ich befreite auch ihren Hals und ihre Brüste von der nach Latex ausschauenden dunklen Energie. Mehr ging nicht und fragt nicht warum ausgerechnet diese Stellen, war nicht „meine Entscheidung“, und hey, das Universum bewertet nicht 😉 Als die Brüste von der dunklen Energie befreit waren, konnte dort Liebe fließen. An den restlichen Stellen wurde die Dunkelheit noch als Schutz gebraucht und die Fäden an den Händen trennte ich, um dieses Spielchen Themenenergie von Frauen anzuzapfen zu beenden, was meine innere Frau nur spielte, um irgendwie dann halt in Kontakt mit Frauen zu kommen, wenn auch auf ne „toxische“/dunkle Art, wohingegen ich aus dem „toxischen“ Spiel wiederum ein Heilertalent über mein spirituelles Ego kreiert habe. Das Talent, das ich mir über den Umweg kreiert habe, werde ich auch behalten, auch wenn ich dieses Verstrickungsspiel beende und wieder mehr in meinem Raum und meiner Beziehungsfähigkeit ankomme.

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Kollektiver/Innerer Mann VS Kollektive/Innere Frau

Auf meinem 15tägigen Vipassana-Retreat im Juli 19 habe ich gesehen, dass ich mit dem Projekt aus dem Feld in die Welt, dass ich seit März, „losgelassen“ hatte meinen Talenten hier in dieser Matrix Ausdruck verleihen werde und über dieses Projekt einer größeren Sache dienen werde.

Das Video hatten wir schon im September 2018 direkt nach einer Aufstellung aufgenommen, in der Mica den Inneren/Kollektiven Mann und ich die Innere/Kollektive Frau repräsentierte. Es war so eine krasse und auch lange Storyline, durch die uns das Feld da führte und es wäre genial gewesen, wenn wir das aufgezeichnet hätten.

Es ist nur ein Bericht geworden, aber auch der hat es m.E. in sich. Ich habe echt ein großes Thema mit Kameras und mich auf Fotos zu sehen. Aber das hier ist wirklich mein bester Auftritt vor einer Kamera in meinem bisherigen Leben. Selten hatte ich das Gefühl mich mal sympathisch zu finden. Und naja Mica ist eh der Hammer.

Ein Freund, den ich mal vor einiger Zeit durch nen Prozess begleitete, meldete sich bei mir. Er bedankte sich zum einen dafür, dass ich damals seine abgespaltene Wut repräsentierte und meinte, dass es nachhaltig was veränderte. Zum anderen machte er mir ein Sharing per Sprachnachricht, in der er mir erzählte, dass er das Video zusammen mit seiner Freundin anschaute. Sie hatte Widerstände, ist aber schon an dem Punkt, zu wissen, dass wenn sie Widerstände hat, dass es da was anzuschauen gibt. Also schauten sie sich das Video an. Sie war vom Ende des Videos am meisten berührt, als es um eine der essentiellen Erkenntnisse, den Kampf der Frauen, ging.

Sie fühlte einen starken Schmerz in ihrer Brust und konnte ausgelöst durch das Video in ein tiefes Sharing mit ihrem Partner gehen, wo sich endlich ein Teil dieses Schmerzes lösen konnte.

Hier ein weiteres Feedback, das ich über Whatsapp erhalten habe:

Und hier noch ein FB-Kommentar:

Und dieser Nachricht kam in unserer Likesite rein:

Es ist kein mentales U-Tube-Video zum eben mal nebenbei konsumieren. Es sind 18,5 min auf die mensch sich gerne mal wirklich einlassen darf. Ich kann nichts versprechen, aber es hat durchaus Potential zu berühren, wenn mensch die mentalen Programme aus den Matrix-Diskursen ein wenig loslässt.

 

 

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The hate u give

Ich habe mir den Film „The hate U give“ angeschaut.

Ein Film über die Schussgewalt von Weißen amerikanischen Polizisten gegenüber jungen schwarzen, oft unbewaffneten Männern. Ein Großes Thema in den USA, das die Black Life Matters Bewegung hervorgerufen hat.

Zugegeben ich bin in dem Thema nicht so drin, weil es mich natürlich durch meinen Wohnort nicht so tangiert und ich das nur über die News mitbekomme. Aber es war richtig schön sich dem Thema hinzugeben. Der Film ist große Klasse, für mich glaube einer besten, der das schwarz-Weiß-Thema beleuchtet.

Ich mag an ihm vor allem, dass er da sehr intelligent und mit systemischen Perspektiven rangeht.

So durfte ich über den mehrdimensionalen Spruch „Thug Life“, der einfach übersetzt nur Gangsterleben heißt und den ich als lustiges Meme kannte auf dem der Filmtitel sich bezieht folgendes lernen:

„Bei Thug Life handelt es sich um ein sogenanntes Akronym – Dabei steht jeder Buchstabe des Wortes THUG LIFE für ein eigenes Wort. Was Tupac Shakuruns mit T H U G L I F E mitteilen wollte war: “The Hate U Gave Little Infants Fucks Everybody”

“Der Hass, den ihr kleinen Kindern entgegenbringt, fickt (bzw: zerstört) jeden bzw. alle”

Dieser Satz steht bis heute als Symbol für die allgemeine Ungerechtigkeit und den eisernen Willen sich trotz aller Widrigkeiten im Leben durchzubeißen!“

Ich stelle fest, dass ich an den ersten Szenen merke, ob der Film die Power hat mich reinzuziehen oder nicht. Und dieser Film startete mit einer Konversation in einer schwarzen Familie, die so nur in einer schwarzen Familie stattfinden kann und zack, ich war so tief drin, ich war dort wo der Film mich haben wollte: in der Perspektive der Schwarzen. Und es tat mir gut, es berührte mich.

Dieser Film hat die Power zu spiegeln und Wunden zu heilen, vor allem in den USA und er wendet Tricks an. Zum einen eine sehr charismatische Hauptdarstellerin, die auch stark im Feld der Weißen ist, da sie auf eine Weiße privilegierte Schule geht. Die Ambivalenzen, die sie durchmacht, sind richtig gut dargestellt und das Gutmenschengetue der Weißen wirkt absurd.

Ich mag auch, dass der Film nicht individualisiert, was viele Leute in dieser Matrix immer machen, dass Leute das Programm installieren wollen, dass es nicht auf die Hautfarbe ankommt.

Deutlich wurde es an dem Spruch bei einem Liebespaar, wo der weiße Junge sagt: ich sehe dich, ganz egal, welche Hautfarbe du hast und die Frau antwortet, wenn du meine Hautfarbe nicht siehst, dann siehst du mich nicht.

Ja, es kommt auf die Hautfarbe an, weil du mit deiner Hautfarbe neben deiner Individualität, Teil des kollektiven Feldes der Schwarzen bist. Und klar, kann sich ein Schwarzer entscheiden in die weiße Matrix einzusteigen, er wird dann aber immer ganz andere innere Prozesse haben, wie ein weißer. Eine tolle mutige Szene wie sie einen schwarzen Polizisten sprechen lassen und deutlich wird, dass er sich wie ein weißer Polizist unterschiedlich zu Weißen und Schwarzen Drogendealern verhalten würde und das bei letztere Gruppe der Finger lockerer am Abzug sitzt. Es wird halt auch die systematische rassistsiche Ungerechtigkeit dahinter deutlich und auch die Eigenverantwortung der Schwarzen, die „in Fallen“ tappen Drogendealerbandenkriege zu führen, weil sie halt nicht genug Zugang zu den Weißen Ressourcen haben, die Medien sind dan wieder voll von Schwarzen Kriminellen und das füttert die Stereotype und die Angst der Weißen.

Also alles in allem ein großartiger und empfehlenswerter und starker Film, der wirklich gut gemacht ist und dem ich viel Erfolg wünsche in den USA.

Kritisch war es nur die komplizierten Patchworkkonstellationen zu verstehen und dass ich mir vorstelle, dass die Frau, die beim Tod ihres Freundes dabei war, sich selber mehr Schuldgefühle kreiert hätte, weil das ein typisches Muster wäre und ich mir gewünscht hätte, dass das wenigstens in einem Satz aufgearbeitet wird.

Quelle des Thug Life Zitats:
https://brudiletten.de/thug-life-uebersetzung-auf-deutsch-…/

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Captain Marvel

#spoilerwarnung: Der Artikel spoilert nichts Handlungsrelevantes (Gag, Filmkatze, Postcredit, Filmmusik und Bekannte Sachen aus dem Trailer) Ein Spoiler am Ende des Textes ist extra gekennzeichnet.

Fazit: Der Film ist sehr empfehlenswert. Überhaupt das gesamte MCU

Es kam eine Gruppe aus Vier Leuten zustande, die am Premierentag, interessanterweise ein Tag früher als in den USA, sich gleich die erste Vorstellung um 14 Uhr gönnte, also quasi die Premiere.

Ich freute mich mega, hatte aber Erwartungen runtergeschraubt. Der erste Trailer von Captain Marvel triggerte mich stark. Schön und gut, dass es die erste weibliche Superheldin mit Hauptfilm im MCU ist, aber ich fand sie echt uncharismatisch. Kein Vergleich zu Tony Stark, Black Panther, Doctor Strange oder Hawkeye. Der späteren Trailer wurde schon deutlich besser.

Und ja, der Film war wieder verdammt gut. Ich kann nicht herausragend sagen, weil das der 21te(!) MCU-Film war und dieses Filmuniversum einfach in einer eigenen Liga spielt. Und ja Story, war echt gut, es ging um eine spannende Interaktion von drei Rassen, Menschen, Kree und Skrulls. Einerseits eine komplexe Dynamik, was ich andererseits relativieren muss, da der Konflikt natürlich Superheld_innenmäßig gelöst wird und natürlich die politische Ebene fehlt. Das Formwandler_innenvolk der Skrulls ist sicherlich auch ein Leckerbissen für Teile der Alien-Verschwörungsszene, die daran glaubt, dass in der Tat Reptiloiden oder andere Formwandler_innen oder menschlich aussehende Außerirdische unter uns weilen und Teile des Systems kontrollieren.

Es gab eine Riesenmediendebatte im Vorfeld des Films, dass die weibliche Hauptdarstellerin dafür kritisiert wurde, dass sie nicht lächelt, worauf natürlich wieder eine Genderdiskussion losgetreten wurde, dass unterschiedliche Maßstäbe für Mann und Frau gelten. (Hier eine witzige Reaktion auf die Debatte, in der männlichen Superhelden mit Photoshop ein Lächeln hineingezaubert wurde, um diese Kritik ins Lächerliche zu ziehen.)
Fakt ist, dass sie überraschend viel Spaß in den Kampfszenen hatte und es gab ein Lächeln in diesem Film, das für mich das berührendste und bedeutsamste Lächeln der Filmgeschichte war! Es war ziemlich meta, wenn ihr den Spoiler haben wollt, dann scrollt ganz nach unten, ansonsten schaut den Film und ihr werdet den Moment sicher in seiner ganzen Frische erleben dürfen.

Sehr berührend fand ich für mich als 90er-Jahre-Kind auch, dass sie es gut hinbekommen haben eine entsprechende Kulisse aufzubauen für das Jahr 1995. Der Film war bspw. mit Musik von Nirvana unterlegt. Eine der lustigsten Szenen im schnell geschnittenen Hollywood-Zeitalter war, wie eine ganze Gruppe darauf wartet, dass eine Datei bei Windows 95 geladen wird. Die Katze, die in Wahrheit ein außerirdischer Flerken ist, hat mich sehr stark an die Katze aus Men in Black aus dem Jahre 97 geklaut.

In großem und ganzen ein gut eingebetter MCU-Film, der die Infinitystones und Captain Fury, den Gründer von S.H.I.E.L.D ihren Platz einräumt und natürlich in der Postcreditszene eine Szene aus Avengers 4 End Game aufblitzen lässt, in der – Überraschung – Captain Marvel nach dem Pageranruf aus Avengers 3 Infinity War auftaucht. Respekt an die Maske, die ja fast in der Liga von Benjamin Button spielt, dass Samuel Jackson eine jüngere Version von sich selbst spielt.

Ich hatte zusätzlich meine Freude an dem Film, weil ich mich auch Teile meinen aktuellen Prozesse da reinprojizieren konnte. So bin ich ja jemand, dessen System vor lauter Schmerz und Traumata noch an der Vergangenheit festhält und gleichzeitg habe ich über meine Wahrnehmung, Meditation, Aufstellungen, Prozesse, Heilpflanzen Zugang zu außermenschlichen Spirits, die mich aber vor allem in den Moment holen und deren Hilfe in dieser Welt dann doch immer sehr beschränkt ist, weil sie ja eben nicht aus dieser Welt kommen und menschliche Probleme nicht nachvollziehen können. Ich bleibe dann oft alleine zurück mit meinem Mentalkörper und grübele nach über „richtig und falsch“. Bspw. über die Frage, ob Richtig oder Falsch denken überhaupt richtig ist, oder ich dieses Denken nicht loslassen sollte, also ob es überhaupt „falsch“ gibt und wenn ja, what the fuck mache ich dann falsch, dass ich immer noch anteilig so leide. Es rasen tausende Instanzen, Perspektiven und Anteile durch meinen Mentalkörper und debattieren endlos, Richtig nervig, die vielen spirituellen Konzepte in meinem Konzept, die mein spirituelles Ego füttern, aber sich doch irgendwie so sehr widersprechen. Es gibt keine Instanz, die mir da Halt und Grenzen gibt, denn die müsste ja auch zusätzlich kreiert werden und müsste von allen anderen Anteilen als Autorität anerkannt werden. Das gibt es aber im Universum nicht. Nichtmal Gott wird von allen Anteilen als Autorität anerkannt (Atheist_innen, Dämonen). Aber ich war schon in Reisen in der Nondualität, wo auch mein Leiden einfach nur als Teil, des universellen Ausdrucks ohne „richtig und falsch“ wahrgenommen habe, einfach nur, dass ich einen speziellen Platz im Universellen Erfahrungsspektrum einnehme, welches einfach auch nur gerne genauso erfahren werden möchte wie ich es gerade erfahre.

Und spannend war es dann die Geschichte zu sehen, wie die Superheldin im Film mit einem Gedächtnisverlust ihr Leben lebt. Das hat den Vorteil, sie kann voll im Hier und Jetzt leben und sich auf ihre Fähigkeiten entwickeln für ihre Berufung als „Kriegerheldin“ und nicht so wie ich ständig mit Gedanken in der Vergangenheit identitär verhaftet zu sein. Und gleichzeitig hat sie Zugang zu einem höheren Spirit, der sie führt und ihr den Weg weist, etwas nachdem ich mich einerseits auch sehne, andererseits aber anzweifeln würde, ob der Spirit jetzt wirklich mich auf den richtigen Weg begleitet, ob ich die „richtige“ Entscheidung getroffen habe diesem Spirit zu folgen oder ob sich nicht einfach ein kleiner lästiger Dämon mit Eigeninteressen als Lichtwesen ausgibt. Und für diese Entscheidung ist es ja wiederum gut seine Vergangenheit zu kennen und zu wisse, wer mensch ist.

Ja, auch aus der Perspektive konnte ich den Film richtig gut für mich genießen und verdammt tief eintauchen.

Abschließend nochmal einen emotionalen #Spoiler, den ihr euch nicht geben solltet, wenn ihr den Film noch sehen wollt:

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Urlaub in Marokko

30.01.19

Ich hatte mir für 2019 etwas mehr Magie gewünscht. Anfang\Mitte Januar fragt mich eine Freundin, mit der ich 2014 mal Zusammen im SPIRIT BERLIN wohnte – ganz plötzlich – ob wir zusammen in den Urlaub wollen. Intuitiv sagte ich sofort ja. Da war ein klein wenig die manifestierte Magie zu spüren.

Es wurde Marokko, vor allem wegen des günstigen Fluges.

Marokko ist ein Land in dem erst im Dezember 2 skandinavische Frauen vom IS ermordet wurden. Mein Mentalkörper freute sich auf die Reise. aber ich hatte auch Todesalpträume und ziemlich reale Todesangst (vor dem physischen, nicht dem Egotod) im Vorfeld. Es war auch schwierig das Gefühl Freude in meinem Emotionalkörper zu finden, das machte mich immerhin traurig.

Der erste Urlaub seit Jahren. Vorher war immer alles sehr Workshop und heilungsorientiert aus meinem heilen-wollen-mindset.

Und klar nahm ich wieder Heilungsintentionen mit. Aber es ging dieses mal mehr um entspannen und loslassen lernen, im Körper ankommen. Und ich erhoffte mir ein klares Signal zum thema Geld verdienen\ Berufung zu bekommen. Blieb bisher aus. Es kreisen immer noch die selben widersprüchlichen Gedankengänge in meinem Mentalkörper.

Wir buchten für die erste Woche Yoga und Surf in einem Hostel inklusive Verpflegung. Das war ein Paket und ich nutzte dann alles so oft wie möglich. Ich hatte ganz gute Auflösungswahrnehmungen in den Endentspannungen vom Yoga und das Surfen tat mir richtig gut. Es frustrierte auch, weil ich meine 120Kg nicht zum Stehen brachte, aber ich hatte Spaß. In einer Session vor wenigen Monaten sagte mir eine hochintuitive Frau zum Thema Wut, dass ich was mit Wasser machen soll, ohne konkret zu werden. Vermutlich war es das. War halt schon ein schönes körperliches rumtoben, was erwachsenenangemessen ist. Es tat mir gut in meine Kraft gehen zu muessen, mich immer gegen die Wellen rauszuarbeiten und es immer wieder zu versuchen aufs Brett zu kommen und waehrenddessen von der Power der Wellen ergriffen zu werden. Diese kleine Teil vom Ozean war ne kleine Kompensation für das fehlende Rangeln und grenzen spueren mit dem Vater. Der Kontakt mit der Größe des Ozeans berührt eine Demut in mir. Es war auch faszinierend die Wellen im koerper zu spüren lange nachdem ich aus dem Wasser war. Ahnlich wie mensch noch Schwanken spüren kann, wenn mensch von einem Boot steigt.

Es gab auch zwei Ausflüge ins Hammam, einer Waschsauna bei gefuehlt 45°. Beim zweiten Mal nahm ich die Massage fuer 5Euro in Anspruch, wo mann erst gewaschen wird und dann eine Überdehnungsmassage bekommt. Vorstellbar in etwa wie Griffe im MMA oder Wrestling mit denen der Gegner zum Aufgeben gezwungen wird. Eine der schmerzhaftesten Massagen, aber die Entspannung hinterher ging sehr tief.

Im Preis war auch ein Ausflug ins Paradise Valley, ein Naturgebiet mit nem Canyon und schönen Badestellen. Ich liebe das Durchlaufen durch Canyons. Die Natur war sonst nicht sehr schoen. Das Wüstenklima ließ viel sehr baustellengeroellhaft wirken.

Das war die Einleitung von mir. Ich bin jetzt (2.2.19) in Freiburg und mache Urlaub vom Urlaub. Meine Reisebegleitung besucht ihre Family und ich bin in einem Hostel. Habe Lust auf Natur und wandern, vergaß aber völlig (wirklich), dass in Deutschland Winter ist und so sitze ich jetzt erstmal hier am freien Internet-PC und verarbeite durch Schreiben.

Ich fange mit mir und der Gruppendynamik und Kommunikation an. Es waren viele Tourist_innen, vor allem aus UK und meist deutlich jünger, da. Es gab sehr viel von dieser mich triggernden Smalltalkkommunikation. Diese Stereotypen Gespräche. How Are You. Where are you from. Nice to meet you. Es wurde viel über Essen, Sprache und Reisen und Wetter gesprochen. Und alles war immer so nice, really nice und jeden Tag gab es was zu essen, welches das beste Something since ages war. (Ich kenne eine Deutsche aus meinem Freundeskreis über die ich mich immer aufrege, weil sie auch immer andauernd „voll schön“ sagt)

Ein typisches Gespräch war dann, dass ich mithören durfte wie irgendne Frau vor zwei Jahren in einem bestimmten Lokal in einer bestimmten Stadt saß, wo das Wetter immer so und so ist und das sie dort das beste Frühstück hatte, dass sie jemals gegessen hat.

Naja, wenn ich dann gefragt wurde, wie es mir geht und ich von meiner Dunkelheit oder Erschöpftheit sprach wurde sofort interveniert, dass ich doch positive Gedanken haben solle, wenn gefragt wurde wie das Yoga war und ich über meine Sterbeprozesse beim Schavasana (Endentspannung im Yoga) berichtete waren die Leute auch leicht überfordert, sogar die Yogalehrerin oder wenn ich gefragt wurde, was ich mache, konnten die Leute es nicht greifen, dass ich auf nem Selbstfindungstrip bin und nicht ne kurze, greifbare und klare Antwort geben konnte.

Klar, weiß ich, dass ich der weirde Guy bin in dieser Welt. Und gleichzeitig ist das normale dieser Welt so weird für mich. Es ist so infantil, so stereotyp, so blind. Ich sehe so viel mehr und ich weiß, dass ich das was ich mehr sehe keine Einbildung ist zusätzlich zu dem was die anderen wahrnehmen, nein, ich nehme Sachen wahr, die die anderen einfach nicht wahrnehmen.

Ein Beispiel noch: Im Zug in sonem Fünfsitzerabteil möchte ich mich neben meine Reisebegleitung setzen, damit wir zusammen einen Film schauen können. Ich bitte eine Frau „entschuldigung, können Sie ihre Sachen bitte von dem Platz auf den legen, damit ich mich da hin setzen kann. Wir wollen zusammen einen Film schauen.“ Meine Reisebegleitung spiegelt mir, was, was mir oft gespiegelt wird. Ich bin plump, komme sofort zu dem Punkt, den ich will, baue keine Beziehung auf und es wirkt irgendwie überrumpelnd, weird. Ich aus mir heraus nehme das einerseits als normales Verhalten wahr, andererseits resoniert die Spiegelung. Ich mache mir danach viele Gedanken, was mit mir nicht stimmt usw. Ja, ich habe voll ein Thema damit auf Beziehungsebene zu gehen und fühle mich auf der Sachebene wohl. Und gleichzeitig möchte ich euch ein Gegenbeispiel bringen, wo mein Mentalkörper sagt, meine Variante ist die bessere. In Marokko gehen viele mit dir auf Beziehungsebene, oder vielleicht kennt ihr das, wenn ihr ganz lieb von Schwarzen im Görli gefragt werden, wie es dir geht und ob alles gut ist. Und dann erst kommen sie mit ihren Verkaufsabsichten. Mich macht das wütend. Mich ärgert es. Es fühlt sich ziehend an. Und ich weiß, wenn ich mit der Frau erstmal auf der Beziehungsebene berühre, obwohl ich ja schon im Hintergrund weiß, dass ich ein sachliches Interesse habe, dann ist das in dem Moment ein Schatten, den ich in die Beziehungsebene reinsende und für die Frau fühlt sich mein in Beziehung gehend auch ziehend an. Ich überspringe genau deswegen diesen Punkt und kläre immer erstmal alles auf der Sachebene oder synchronisiere Informationen oder den Raum usw. und dann entspanne ich mich und lasse mich auf auf Beziehung oder Gruppe ein.

Ein ehemaliger Klient und Immobilienverkäufer erklärte mir auch die subtile Wirkung des Einladens deiner potentiellen Käufer_innen zu eine Tasse Tee oder Kaffee. Es ist eine nette und unverbindliche Geste während eines Beratungsgesprächs. Auf der Beziehungsebene triggert aber eine Falle im Unterbewusstsein an. Du wurdest eingeladen und jetzt schuldest du dem Verkäufer was. Es ist jetzt etwas (Promillebereich) schwieriger dem Verkäufer nein zu sagen, da du ihm unbewusst und ohne es zu merken, was schuldest.

Naja für meine Leser_innen oder für viele Menschen mag das jetzt hier banal klingen, aber ich mache mir ständig Metareflektionsgedanken über Kommunikation und ja ich möchte mich auch damit zeigen.

Zurück zur Gruppendynamik. Ich grenzte mich sehr viel ab, da mich diese SmallTalkkommunikation auf Englisch sehr anstrengte. Zumal es ihre Heimatlanguage, sie schnell sprachen und die Iren und Schotten auch mit ihren Akzenten sprachen. Im Übrigen waren alle gegen den Brexit, aber an der Stelle habe mich mal lieber meinen Mund gehalten.

Anstrengend fand ich auch die Normalisierung des rumgehenden Joints, Abend für Abend, nahezu ohne Pause. Selbst der Bushido-Verschnitt von marokkanischem Fahrer macht sich absolut Null Gedanken dazu, sich am Steuer eines mit 9 bis 10 Menschen vollen Transporters seinen Joint zu rauchen. Ich war nicht in der Position was zu sagen, zumal ich ja auch weiß, dass ich wieder der weird Guy bin, der gegen diese Normalität aneckt und ich mit meinem Contra ganz schön viel Disharmonie in Gruppen bringen kann. So hielt ich es mal für mich, auch ne Übung.

Ich hatte ja grundsätzlich Lust auf Gruppe und Kontakt. Ich konnte wieder mal meine typischen Muster und Strategien beobachten. Wenn ich voll in die Annahme des Moments gegangen wäre, dann wäre ich jetzt Außenseiter und weird Guy und ich hätte da reinsurrendern können. (weibliches Prinzip/Hingabe) Oder aber und das ist eine Strategie, die ich mein Leben lang verfolge um diesen Schmerz des Außenseiterstatus zu vermeiden ich gehöre ins dazugehören wollen. Mithilfe des Männlichen, präsenten, nach außen gehenden, wollenden Prinzip, das halt auch anstrengt.

Ich kreierte mir den Raum so, dass er mir gefällt. Beim ersten Abend spielten wir Dooble, das war noch ganz nettes Geschicklichkeitsspiel. Aber dann spielten wir auch Kartenspiele, wo mensch einfach von links eine Karte ziehen musste und wenn mensch ein Paar hat, legt mensch die Karten raus und wer keine mehr hat, gewinnt. Das krasseste No-Brainer-Kartenspiel, das ich je erlebt habe. Da würde ich mit 5jährigen in der Kite spielen können. Auch Uno langweilte mich und so ergriff ich die Initiative und erklärte Poker. Und es resonierte. Die Leute fanden Spaß dran. Es gab einige kostenfreie Runden, aber ich initiierte auch, dass um Geld gespielt wurde, denn erst dann funktioniert Poker, es reicht eine symbolische Geste und das Spiel verändert sich und dann macht es auch Spaß. Bis zu meiner Abreise spielten wir dann Poker, Turniere mit 4 bis 8 Leuten. Einsätze zwischen einem Euro und Zwei Euro Fünfzig. Auch für mich ist es eine Herausforderung gegen Anfänger zu spielen, das liebe ich an Poker, es machte mir Spaß, aber klar, letztendlich setzen sich Skillz durch und ich cashte in 5 von 7 Turnieren.

Und ja, ich habe mir die Abende so kreiert, dass es mir „gut“ ging. Das Wort „gut“ und insbesondere „alles gut“ ist bei mir sehr negativ besetzt. Es ist das Ego, das möchte, dass es einem immer gut geht und dafür zahlst du immer einen Preis, weil du dich dafür von anderen Anteilen trennst. Ich habe die Abende genossen, war in meiner Kraft, war ein Teil der Gruppe, war wahrnehmbar und die Leute haben auch einen Benefit bekommen durch mich, da sie was gelernt haben. Ich habe jeden Abend 3 bis 4 Stunden Gedealt, selber hochkonzentriert gespielt und nebenbei gecoacht und sogar noch über andere Themen geredet. Ich war in meiner Mentalen Power in der ich sehr Multitaskingfähig war. Aber ich ging über meine Grenzen, trennte mich von meinen Gefühlen, vor allem der Erschöpfung und erhöhte mich in eine Rolle. Ich war nicht mehr berührbar auf Beziehungsebene, sondern Lehrer und Gegner und Servicekraft zugleich. (Gab übrigens Gelächter, dass ich das Wort Pokergegner mit Enemy übersetzte anstatt mit Opponent.)

Ich ging am Strand auch viel mit Massageaustausch in Kontakt. Ich mag Körperkontakt so viel mehr als Reden. Ich komme beim Massieren oder massiert werden in eine Stille an nach der ich mich sehne, in einer Unkompliziertheit. Ich initierte auch einen Massagekreis, baute mir das über mehrere Tage auf. Dann passte es und ich versuchte in den Raumhalter zu gehen, weil ich die junge aufgedrehte Gruppe synchronisieren musste. Während ich schon anleite stehen sie noch auf und machen Fotos, die andere ist von der ungewohnten Stille, die ich herbeiführe so getriggert, dass sie die ganze Zeit einen Lachkrampf hat. Sie entschuldigt sich dafür. Ich weiß, dass es ein gesunder emotional Release ist. Sie ist eine sehr hübsche 19jährige, die sehr viel lacht und Prinzess_innenhaft strahlt. Viele Männer drehen sich nach ihr um und auch bei mir aktiviert sie Begehren. Typisches Muster von mir jung, hübsch, schlank, strahlend und Grenzenthema mit Männern, wo ich immer wieder drauf anspringe. Ich wähle sie als Partnerin im Massageaustausch. Beim Massieren bemerke ich den intuitiven Impuls sie nur zu berühren. Sie lacht. Ich spüre über meine Hochsensibilität, dass ich gerade an Grenzen und Schattenthemen dran bin. Ich frage was sie fühlt. In ihrer Sprache kann sie nur mit „gut“ antworten. Ich erwidere, dass das kein Gefühl ist. Sie bekommt einen Lachkrampf und ist mit der Kommunikation Gefühle zu verbalisieren zu überfordert. Es ist interessant, dass sich entgehen meiner optischen Assoziationen ihr Körper sehr schwer und überhaupt nicht erotisch anfühlt. Ich tausche nicht, weil ich im Geben-modus bleibe. In der zweiten Runde kann sie Gefühle verbalisieren. Scham und Demut. Wow. Ich habe sie in Kontakt mit ihren Gefühlen gebracht und es ist wirklich eine Ehre, dass sie sich auf mich einlässt, obwohl es ja offensichtlich „nicht-gut“ Gefühle bei ihr berührt.

Meine Reisebegleitung fängt an über meine Aufstellungen zu reden. Ich hätte das nicht gemacht. In den folgenden Tagen muss ich das auf Nachfrage immer und immer wieder erklären, wobei ich den Mentalkörper rutsche. Nach ein Paar Tagen leite ich dann eine Aufstellung für eine Person, die das haben wollte. Ich hatte im Vorfeld Angst, wusste nicht, ob ich genug Fokus fokussieren kann, da die Aufmerksamkeitsspanne und das Urlaubsfeeling das echt schwer macht. Und als die Aufstellung begann war das Feld auch nicht wie gewohnt da. Das wovor ich Angst hatte ist eingetreten und ja ich kann das Feld nicht kontrollieren und Fuck, ich hatte vorher mal gesagt es funktioniert jedesmal und habe damit nicht Wahrheit gesprochen (Ich habe auch nen Theme damit, wenn Menschen „immer“ benutzen, da das meist auch ne Trennung von der Wahrheit ist) Ich muss die Aufstellung aufgeben und schäme und ärgere mich dafür. Ich switche zu einem Coaching. Sie hält Mental an einem Punkt fest und wiederholt einen Satz ca. 30 mal in verschiedenen Formulierungen. Aber wir arbeiten uns durch und das Feld kommt langsam. Ich gebe den anderen kleine Rollen und es kommen leichte Impulse.

An einem Tag begleite ich eine andere Frau am Strand in einen Prozess. Auslöser war, dass am Vorabend sie mit anderen gekifft hatte und der andere Typ meinte, ob er ihr Reikienergie senden darf. (hah, war nicht der einzige weird guy) Sie hatte zwar nen komisches Gefühl sagte aber ja, weil sie nichts machen musste. Jetzt am Strand war sie getriggert von ihm und hatte das Gefühl, dass sie Fremdenergie von ihm in seinem System hatte. Ich begleitete sie dadurch, da dieser Übergriff auch Mutterthemen und ein Lack of Wut/Abgrenzung antriggerte. Aber mein Bild über Marihuana bestätigt sich wieder, dass es Feld für Fremdenergien aufmacht und dass es dann gefährlich wird und kiffende Menschen eigentlich keine Heil- oder Energiearbeit machen sollten.

Und auch wenn ich mich von nem weird Guy mit meinen Strategien zum nem Anerkannten, wichtigen und beliebten und haltenden und zusammenbringenden lehrreichen Teil der Gruppe entwickelt habe, bleibt mein großes Thema Ablehnung von Frauen auf ner Attractionebene. Ich fand die Frau, die ich durch den Prozess begleitete körperlich sehr attraktiv und trotz meiner Intelligenz fällt mir nichts ein um in ne angenehme, attraktive, spannungsreichen Nähe zu kommen. Ich kann diese Knöpfe bei der Frau nicht drücken mich attraktiv zu finden, zu flirten, Pick Up Strategien anwenden usw. Es tut weh. Ich fühle jeden Abend meinen Mangel und die Sehnsucht und werde getriggert, wenn andere Urlauber_innen mal einen Tag und zwei Nächte mit dem marokkanischen Surflehrer verschwinden. Da ist Traurigkeit und Frust darüber, dass ich nicht zwei Wochen im Urlaub sein kann und mal randommäßig irgendeine sexuelle Erfahrung anziehe. Bin noch nichtmal in die Nähe von Küssen gekommen. Es ist etwas so schönes und wenn ich drin bin, dann kann ich auch was schönes geben. Aber ich verstehe nicht, warum es so kompliziert sein muss dahinzukommen.

Ich erkenne mich in meiner erschöpfenden Strategie wieder, die ich all die Jahre anwende nur über Rollen in Kontakt zu gehen und Berührbarkeit zu vermeiden. Gleichzeitig wäre auch kein Raum für mich da mich in dieser Smalltalkallesistpositivblase berührbar zu zeigen. Was für ein Fucking Dilemma. Was für zwei Extreme. Ich sehe die verfickte Mitte, ich sehe die Lösung nicht.

Aber OK, vielleicht orientiere ich mich auch an den falschen Leuten. Jungen Tourist_innen im Urlaub. Und ja vielleicht ist es eine Schwäche Belangloses Reden und darüber in Beziehung zu treten nicht zu können, vielleicht muss ich so krass an mir arbeiten, bis ich belanglosen Herzoffenen, bei sich bleibenden, erwartungsfreien Smalltalk in Liebe integriert habe oder Fuck, ich muss es einfach loslassen, mich so akzeptieren wie ich bin und mir Räume suchen, wo ich damit sein kann. Ihr merkt, ich bin schon in meinem Kreisenden Grübeln drin.

Ich spüre auf jeden Fall jetzt in mir klar den Impuls in eine Gemeinschaft leben zu wollen. Mit bewussten und hochsensiblen Menschen. Struktur, Tiefe, gesunder Ernährung, Leben mit Zyklen und Tagesenergien und klaren Verantwortlichkeiten. Sehen und Gesehen werden, das Anerkennen von Talenten, Grenzen, Bedürfnissen, Bewusste Kommunikation, die auch Raum für Schatten schafft und Heilungs und Prozessräume für das transformieren von Dämonen.

Die erste Woche holte mich sehr in den Körper. Ich spürte stark meine Erschöpfung. Sie ist krass. Aber es gibt einen wichtigen paradoxen scheinenden Spruch, den ich aus den Erdungszentrierungssessions als Anker mitgenommen habe: Es ist entspannter die Anspannungen und Erschöpfung zu fühlen im Körper als zu dissoziieren(, was sich ja nur vermeintlich „gut“ anfühlt, da etwas negatives verschwunden ist.)

Am Anfang ging es ganz gut mit zuckerfrei essen, aber dann ging die Gruppe zu dieser Bakery, wo es kleine Schokokugeln für 20cent gab. Die Leute holten sich eine und vielleicht eine zweite später. Ich holte mir drei und zwei später. Dann war ich zwei Tage am Überfressen und dann setzte mein Körper so starke Fastenimpulse, denen ich nachgehen musste. Es ist und bleibt ein ständiger Kampf mit dem Essen. Es ist so schön und leicht mich ins Ego zu pushen mit Zucker, mich von Gefühlen zu trennen, Kraft zu haben, zu funktionieren und Kontaktfähig zu sein. Weiterhin muss ich auch sagen, dass ich trotz meiner ungesunden Ernährung oberflächlich kaum krank werde im Gegensatz zu fast allen anderen vor Ort. Andererseits glaube ich, dass ich im Bauchraum noch so einige Prozesse vor mir habe, was ich aber noch nicht spüre, weil ich diesen Bereich, der für Sexualität, Gefühle, Innerer Raum, Wut, Bauchgefühl (Grenzen), Kreativität ziemlich betäubt habe.

In der zweiten Woche gab es kein Paket mehr, ich fuhr aber weiterhin jeden Tag mit der Surfgruppe zum Strand, ging Baden, klettern, Spazieren, joggen und prozessierte den ganzen Tag am Strand. Wenn ich mich entspanne kommt keine Stille. Bei mir kommen. Themen, heftige Gefühle und mein Superego/Moderator, der alles Kontrollieren, Sortieren und modieren muss. Ich komme kaum an die Stille hinter dem Superego. Komme aber an Stilleprozesse, wo das Superego noch aktiv bleibt. Das ist ein Folge dessen, dass ich alleine prozessiere. Das ich in mir einerseits einen Anteil kreiere, der hält und anderseits einen Anteil, der sich fallen lässt. Komplett fallen lassen ist halt nen krasser Sterbeprozess, den ich noch nicht hinbekomme, zumal mein Superego, ja sogar den Sterbeprozess auf LSD aufgehalten hat. Ich sehne mich nach Sessions in gehaltenen Räumen, wo ich mit Liebe und Halt ins Kontrolle des Superegos begleitet werde und die Stille hinter dem Superego erleben darf, was es ja gut meint mit mir, aber mich in der Trennung und Grübelstörung gefangen hält.

Wenn ich von Prozessen schreibe, dann sind das nicht mentale Zustände in denen ich Erkenntnisse sammel und Qualitäten integriert werden. Wenn ich mich entspanne, dann hilft mir die geistige Welt. Es ist nur krass, dass es so krass bei mir abgeht jedesmal, wenn ich mich entspanne und ich das bei anderen nicht beobachte.

Beispielsweise geht es viel um Männlichkeit. Diese Qualität habe ich zu ca. 10 bis 20% jetzt in mein System geladen. Immerhin. In den Prozessen wird mir beigebracht was es heißt. Die Energien bringen mich in einen anderen Wahrnehmungszustand in dem ich mehr aus einer weiten Präsenz heraus Welt wahrnehme anstatt durch meine Ego und Wollenbrille. Und diese Wahrnehmung ist subtil. Sie ist schwer zu halten und sie beantwortet keine Fragen. Und es reicht der Gedanke an Frauen und dieses Wollen hat bei mir immer noch eine megapower und ich springe zurück in meine Egowahrnehmung und ich halte fest, weil ich mir vom Wollen und meinen Zielen mehr Erfolg erhoffe als vom Frauen wollen loslassen. Anssi schrieb mal, das kein Problem ohne Gedanken existieren kann. Und er hat Recht, wenn ich den Rest meines Lebens ohne diesen Gedanken verbringen würde, dann gäbe es kein Problem mehr mit Frauen wollen. Aber ich habe halt Angst davor, dass ich damit in Frieden gehe ohne Frauen und Sexualität den Rest meines Lebens zu verbringen und ich habe Angst davor, dass ich mir das mit diesem Loslassen auch zu einfach mache und vor anderen Qualitäten des Universum, bspw. diesen Punkt lernen wollen wegrenne.

Die Prozesse laden mich ein in innere souveränität zu gehen wie in einer Aufstellung aufzustehen, meine Schultern von Ballast zu befreien, damit da überhaupt Platz geschaffen wird, dass sich eine Frau da anlehnen kann. Und es geht immer um Innere Ruhe und Stille, vor allem im Bauchraum und im Körper bleiben. Und wenn ich in diesen State bin, dann zieht mich eine dunkle Energie nach unten, aus dem Stehen raus. Ich gehe wieder zu Boden und will mich in meine Schatten prozessieren. Ich wühle mich in dem Leid des Inneren Kindes im Liebesmangel und in der Haltlosigkeit. Und in diesen Muster sehe ich immer wieder neue Sachen und Erkenntnisse, kleine Muster, die ich mir kreiert habe und mich jetzt stark tangieren in meinem Alter. Bspw. das Muster Sachen dissoziiert zu erleben und schon beim erleben ganz klar nen Programm zu haben, das später zu verarbeiten. Ein Programm, das mir in der Kindheit das Überleben gesichert habe, was ich jetzt aber nicht mehr brauchen würde, wenn ich alle Gefühle des Momentes im gleichen Moment auch halten könnte. Dann würde ich es nicht später verarbeiten müssen, zumal ich mir später auch kaum Zeit nehme und ja immer wieder neue Sachen reinkommen, die ich Aufschieben muss zum Verarbeiten. Nur mein Erschöpfungsschlaf gleicht das einigermaßen wieder aus.

Ich erkenne, dass ich einerseits einen Fehler mache mich in den Prozessen zu wühlen, andererseits ist es notwendig, um irgendwann loslassen zu können. Ich mache den Fehler, dass ich sehr in de Vergangenheit festhänge und immer wieder mein vergangenes Ich retten will. Ich will auch meine Mutter retten und verändern, aber insgeheim ja nur aus Eigeninteresse um mein Inneres Kind zu retten. Und das ist nicht möglich. Das ist das wo ich anfange zu kreisen und mir Dämonen ins System zu holen. Es geht um Loslassen, akzeptieren wie die Vergangenheit war und im Moment ankommen. Und da kommt Wut hoch. Wut darauf, dass meine Vergangenheit so war wie sie ist und Wut aufs Universum, dass ich sie nicht ändern kann.

In einer Trancereise wurde mir das Bild geschickt wie Jesus in der Wüste zu sein, passend zur Marokkanischen Landschaft, der von Gott geprüft wird, ob er diese Leere und Rahmenbedingungen aushält ohne sich von Dämonen verführen zu lassen. Und ja, ich lasse mich von Dämonen verführen. Und Dämonen sind in diesem Fall schon das festhalten an Erfolgsfantasien mit Frauen, das geliebt werden „wollen“, um das Leid zu kompensieren. Ich sehe eine göttlich-väterliche Figur, die mich in der Wüste beobachtet. Ich bin am Ausrasten, so voller Wut, da ich den Sinn nicht erkenne, da ich die Belohnung nicht sehe von den Dämonen ablasse, dass ich sterben muss, wenn ich mich Gott hingebe. Und ich sehe in dieser Trancereise als Beobachter, dass ich selber diese beobachtende Väterliche Instanz bin mit der Botschaft, dass ich mir die Prüfungen selber auferlege, aber ich bleibe fucking Wütend und lebe meinen ganzen Hass und meine Wut auf Gott und die Welt innerlich aus, dahinter steckt mein Widerstand gegen Leid, das Teil der göttlichen Erfahrung ist. Und es macht mich wütend, die Vorstellung wie Menschen bei Terroranschlägen sterben, wie Identitäten ausgelöscht werden, zack Flugzeug fliegt in den Tower und mehrere 100 Menschen verpuffen zu weniger als Asche oder müssen aus dem brennenden Tower springen. Mein größter Unfrieden mit Mutter Natur und Gott ist die Tatsache, dass ich sterben muss.

Einen Tag später bin ich wieder in meinen Prozessen in meinem Leid. Ich frage mich welche Entität ich aus der geistigen welt um Hilfe bitte. Alle nur nicht Gott kommt mir. Und ich reflektiere und prozessiere mich durch diesen Widerstand durch und vertiefe meinen Prozess mit einem Gebet zu Gott. Die Einladung die dann aus der geistigen Welt kam war: Lass deine Geschichte los, dass du ohne Vater und mit einer psychisch kranken Mutter aufgewachsen bist. Und ja, ich erwähne es mehr oder weniger ständig. Mein System ist am Ausflippen, das ist doch die Wahrheit und ich brauche doch diese Geschichte als Erklärung dafür, dass ich jetzt als 36jähriger so gestört bin. Ich brauche es als Begründung für meine Bindungsstörung, Haltlosigkeit, Dissoziation, Narzisstischen Züge, Erfolglosigkeit, Unklarheit, Grübelstörung, Borderline und meine Depressionen. Wer bin ich denn ohne die Geschichte. Mein Superego versucht zu fragen, zu diskutieren, zu verhandeln. Keine Chance, kein Kompromiss und es wird mir auch keine Alternative zu der Geschichte angeboten und auch nicht erklärt wer ich dann bin ohne diese Geschichte. Einfach nur loslassen. Irgendwann kommt das Aufgeben. Und gut, wenn ich jetzt schon zu Gott gebetet habe und eine Antwort bekommen habe, dann muss ich das jetzt auch machen. Was solls. Ich muss eh irgendwann sterben und damit auch meine Geschichte. Dann kann ich jetzt auch mal die Erfahrung machen ohne die Geschichte zu sein. Ich ließ mich aus meinem Prozessstate aufs Loslassen ein. Ich bekam einen massiven energetischen Krampf im Inneren Wurzelchakra, der sich durch den ganzen Körper zog und zuckte mich wellenartig durch die Krämpfe, die massive innere Anspannungen löste durch. Irgendwann floß eine intensive Lichtenergie in mein Wurzelchakra hinein und füllte mich mit einer Art universeller Liebe. Hört sich schön und toll an, war es auch, aber ich musste mich trotzdem sehr anstrengen meinen inneren Moderator still zu halten, der den Prozess unterbrechen wollte mit Gedanken. Was willst du denn mit dieser nichtgreifbaren Liebe, sie wird dir auch nicht beim Verstehen helfen.

Ich habe es noch nicht ganz losgelassen. In meinem Mentalkörper schwirrt sowas wie last Blogeintrag zum Mutterthema. Und generell war das Festhalten an dieser Bloggenwollensucht auch ein großes Thema. Gerade ist es noch da und ich akzeptiere es. Ich tue es jetzt einfach, um mich (meinen Mentalkörper) zu befreien, zu verarbeiten und mich zu entspannen. Irgendwann brauche ich es vielleicht nicht mehr. Irgendwann, so stelle ich es mir vor, wenn ich hier durch bin, werde ich im Moment, in meiner Präsenz und in meinen Gefühlen sein und richtig gute Videos machen. Zurzeit kann ich es noch nicht, da, wenn ich rede es noch zu lang, mental und analytisch und unberührend ist.

Ich bat meine Reisebegleitung, sie ist Osteopathin auch um eine Session. Es ging um starke Physische Tentions, die ich schon lange habe im Herzbereich. Da kommt ein Sodbrennen-, ein Lungen- und Herzmuskelschmerz zusammen. Ein großes verstricktes Thema, das sich da physisch abgelegt hatte. Ich bekam die Session nicht, weil ein „wollen“ in mir aktiv war.

Kurz vor Ende der zweiten Woche legte sie sich zu mir und legte ihre Hand auf mein Herz. Ich ging so stark in ein Gefühl aus Hass und Schmerz. Es war so intensiv. Ich hing da bestimmt 20min drin. Und es war ein großer Unterschied zu meinen Prozessen, die ich alleine mache. Auch wenn ich sehr viel weine und fühle und release in meinen Prozessen fühle ich nicht. Das heißt meine Prozesse finden alleine kaum auf der Emotionalkörperebene statt, sondern viel auf einer Energieebene. Ich nehme meine Emotionen als Energie wahr. Als ich diesen weiblichen Halt bekam, fühlte ich. Es war auf ne andere Art intensiver und es war viel wärmender und nach innen gehender als was ich sonst so kenne aus meinen Prozessen, die eher auf so Trance oder Aura oder Feldwahrnehmungsebenen stattfinden.

Ja, danke für den Urlaub, hat mir hoffentlich gut getan und ich weiß, dass ich noch weiter Zeit brauche. Ich hätte noch länger bleiben können und ich glaube, dass ich echt nen paar Wochen am Stück bräuchte in einer Naturnahen und gehaltenen Umgebung in der ich nur Zugang zu gesundem Essen habe, um wirklich durch die Erschöpfung und Dunkelheit durchzugehen. Und klar widerspricht das meiner Ungeduld, die lieber jetzt durch wäre und lieber Klarheit von den Prozessen bekommen hätte wo es jetzt lang gehen soll in meinem Leben anstatt jetzt weiter meine großen Entscheidungen hinausschieben zu müssen, da mein System noch zu gestört ist und ich noch zu sehr vom Herzen getrennt bin, um jetzt gesunde Herzensentscheidungen treffen zu können. Aber gut, letzter Monat ALG1. Denn darf ich mir noch gönnen.

Ich bin meiner Reisebegleitung auch sehr dankbar. Wer mich kennt oder das so liest, kann es sich nicht vorstellen: Aber es lief Konfliktfrei ab, fast schon Harmonisch. Und bei sonen Sätzen stelle ich mir vor, wie menschen sagen: „voll schön“ oder „that’s really nice“ und ich denke mir so, scheiße, ich will mehr. Danke erstmal für die Erkenntnis, dass ich zu Freundschaften zu Frauen fähig bin. Aber ich möchte beim nächsten Mal dann doch entweder mit Männern reisen oder mit einer Frau mit der mehr als nur harmonische Freundschaft ist. Eine Frau, wo es auch Spannungen gibt, Anziehende und Konfliktreiche, wo Wachstum und Lebendigkeit ist, aber ohne dass es in Stress oder Energysuck endet, sondern, so dass es erfüllend ist und das Herz öffnet und Raum für Gefühle und Drama da sein dürfen, für Verletzlichkeit, Schwäche, Schüchternheit, Unsicherheit, Verbundenheit, Wut, Aggressionen, Körperlichkeit, Rangeln und Sex, sehr gerne in der Natur.

Aho

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Unbreakable

Am 5.1.19 mache ich dieses FB-Posting.

Zusammengefasst: Split macht einen der krassesten Kniffs der Filmgeschichte und deutet in der letzten Szene an, dass es sich um den zweiten Film eine Trilogie handelt, obwohl die Handlungen aus Unbreakable und und Split als Einzelfilme für sich stehen. Diese Woche ist Premiere von Glass, leider an meinem ersten Urlaubstag, am Donnerstag ohne Mittwochspreview, so dass ich ihn nicht wie geplant mit Martin schauen kann.

Ich freue mich auf den Filmabend mit Martin. Hat etwas männliches-freundschaftliches. Was mit Männern zu machen und zusammen Filme zu schauen ist eines der Dinge, die ich gefühlt zu wenig mache. Tagsüber war ich mit zwei sehr guten Freundinnen in zwei verschiedenen Fitnessstudios. Immerhin, geiler Tag, ich liebe mein Leben. Ich liebe die Freundschaften zu Frauen, ich profitiere stark von ihnen, auch wenn es einen Teil in mir gibt, der unter den Frauenfreundschaften leidet solange ich im sexuellen Mangel bin.

Mit einer von den beiden habe ich auf dem Tribal Gathering gekuschelt, irgendwann ging meine Hand zu ihrem Po. Sie setzte ihre Grenze und teilte mir im Fitnessstudio mit, dass sie noch zwei Tage danach wütend auf mich war, dass sie es als Vertrauensbruch empfunden hat. Sie hat es schon ordentlich für sich durchgefühlt. Die Beziehung ist stabil. Ich erlaube ihr ihre Wut an mir auszudrücken. Sie nimmt die Einladung an und schubst mich. Und für mich ist es auch besser, wenn sie alles an mir ablädt, als wenn sie drüber geht und es dann eine subtile Spannung zwischen uns gibt. Sie fängt an auch was giftiges/ fieses zu bemerken und drückt das mit Kneifen aus.

Dann gehe ich in einen gewaltigen Schatten von mir. Wut darüber von Frauen abgelehnt zu werden und ich drücke diese Wut mit einem symbolischen Schubser aus. Ohne Vorwarnung, sie kann es halten, es bringt uns in Kontakt. Ich bin soviele Jahre abgelehnt worden und habe mir aus meiner mentalen Dissoziation heraus dieses irrationale Gefühl nicht erlaubt. Mein Mindset sagte, ich habe nicht das Recht wütend zu sein, wenn mich eine Frau ablehnt. Und es verletzt Männer, die das Risiko haben. Und ja, ich habe vor meinem geistigen Auge auch dieses Klischeebild von einem „toxischen Macho-Mann, der eine Frau anbaggert, er abgelehnt wird und sie dann beleidigt und als Schlampe abwertet. Dieser Mann ist hinter seiner Aggression auch verletzt und dieses narzisstische Abwerten schützt ihn davor seine Verletzung zu zeigen und zu spüren. Sich immer nur korrekt zu verhalten und die Gefühle zu unterdrücken ist ein anderes Extrem in der Gesellschaft. Ich kenne meine Mitte noch nicht. Mir wurde es noch nicht ordentlich beigebracht Frauen anzusprechen und dann mit meinem irrationallen Gefühlen dazu sein, zumal ich auch Angst meine Verletzlichkeit zu zeigen, auch wenn das von einigen Frauen so gerne betont wird, dass Männer, die ihre Schwäche zeigen, ganz stark sind, blablabla. Ich fühle mich aber nicht safe meine Verletzlichkeit zu zeigen, wenn ich von einer Frau einen Korb bekomme. Ich kenne sie ja nicht und wer weiß, ob sie nicht auch eine toxisch projizierende Aggression in meinem System ablädt, nachdem ich sie meine Schwäche und Verletzlichkeit spüren lassen habe.

Ich möchte aber hier nochmal meine persönliche Statistik vom Tribal Gathering teilen, um auch zu zeigen, dass es auch anders ablaufen kann und jetzt nicht nur dieser Vorfall in den Köpfen hängen bleibt. Es ging dreimal meine Hand zum Po einer Frau, jedesmal im Rahmen eines vertrauten Kuschelns. Die erste, brach dann ab und signalisierte, wie oben beschrieben, dass es eine Grenzüberschreitung gab. Die zweite Nahm einfach meine Hand weg, setzte für mich spürbar ihre Grenze und blieb in einem intensivem kuschelnden Kontakt mit mir und die dritte akzeptiere meine Hand an ihrem Po und es fühlte sich auch so an, als ob es OK für sie war.

Ich weiß, dass das Konzept Wheel of Consent propagiert wird, in dem es bspw. eine Regel ist, dass mensch vorher immer um Erlaubnis fragt, bevor mensch etwas macht. Die Regel hat die Funktion, dass immer vorher reingespürt werden kann bevor ein Impuls ausagiert wird und soll so vor dem Überschreiten von Grenzen schützen. Ich persönlich mag das Konzept anteilig und nutze es auch, lehne den dogmatischen Anteil darin aber auch ab. Einer meiner Widerstände ist bspw. dass ich es für mich schwer finde aus einem State des Fühlens, des im Körper seins, des Impulse wahrnehmens in den State des Fragens zu gehen. Gerade bei mir – ich habe das schon oft beschrieben – ist das verbunden mit einem Sprung aus der Connection in den Mentalkörper. Wenn ich dann eine Antwort bekommen habe, kann das Feeling von dem Impuls oder der Impuls selber schon weg sein und es fühlt sich dann getrennt an.

Ich ordne das eher als sone Schutzregel ein, die von traumatisierten Frauen kommt, um sich vor ihrem Schmerz, den sie durch übergriffige Erlebnisse noch abgespeichert haben, schützen wollen. Ich habe auch die Vorstellung davon, dass Frauen es unattraktiv finden, wenn der Mann immer vor jeder Aktion um Erlaubnis fragt und dass in diesen Groschenromanen für Frauen auch sehr gerne das Bild von Frauenfantasien gezeichnet wird, dass der Mann einfach von hinten ankommt und die Frau „nimmt“. Ich habe auch in kleinen Coachings und Gesprächen, vor allem mit Frauen, die Rückmeldung erhalten, dass ich mir das mehr erlauben soll und mutiger zu meinen Impulsen stehen soll und dass die Frau dann schon für ihre Grenzen verantwortlich ist und sie setzen kann. Ich spüre in das kollektive Thema gerade hinein und spüre eine Zerrissenheit und getrenntheit. Eine Genervtheit von Frauen, die sich den Mann zurechterziehen soll und andere Frauen, die von den Schlappschwänzigkeit der von ihnen erzogenen Männer genervt sind. Ein Gedanke zu diesem Konzept ist noch die Vorstellung, dass wenn ich vom Kopf her eine Frau frage ob ich sie berühren darf, dass sie dann vom Kopf nein sagt, weil im Kopf viele Programme aktiviert aktiviert werden unter anderem auch das Spiel erstmal nein sagen zu müssen, und wenn ich sie ungefragt berührt hätte, sie dann die Energie der Berührung auf einer nichtmentalen Ebene gefühlt hätte zumal ich ja dann auch in einer Nichtmentalen Energie handele und sie dann spürt, dass es sich gut anfühlt und dann ja sagt. Und ja ich bin verunsichert bzgl. des Themas und megaverkopft und ich habe meine Angst dass die Frau mir eine Grenuüberschreitung spiegelt sehr stark abgespeichert, obwohl das was ich ja mache, ja gar nicht die Intention hat Grenzen zu überschreiten und ich mich dann doch übergriffig und schuldig fühle nachdem es passiert ist.

Wie dem auch sei. Meine Dunkelheit, mein Mangel, mein Wollen, meine Frustration, meine Bedürftigkeit, meine Schuldgefühle, mein Grübeln darüber was ich machen soll, wie ich heilen kann, wie ich es endlich richtig machen kann ohne ständig abgelehnt zu werden sind aktiviert. Es ist anstrengend, da ich im ÖPNV auf dem Weg nach Stelitz bin dissoziiere ich mich von meinen Gefühlen, die ja Prozess bedeuten würden.

Angekommen bei Martin bekomme ich mein Bedürfnis erfüllt und kann erstmal alleine mit mir in meinem Prozess ankommen. Ich gerate sofort in eine Trancereise und visualisiere einen mir bekannten Inneren Raum. Ein Haus. In der Mitte ein Wohnzimmer, rechts der Raum vom inneren Mann, links von der Inneren Frau, oben vom Inneren Mädchen und vom Inneren Jungen. Ich reise öfters dorthin und erfahre mich über die Bilder. Innere Frau und Innere Mann habe ich noch nicht wirklich in einen harmonischen Kontakt bringen können. Sie sind verstrickt. Er hofft auf ihre Liebe, dass er Halt findet und sie hofft auf seinen Halt, dass sie lieben kann. Sie steht an ihrer Tür mit verschränkten Armen und beobachtet. Der Innere Mann merkt, dass es sein Scheiß ist und dass er das jetzt ohne die Frau lösen muss. Durch das Öffnen der Tür zum Raum vom Inneren Mann fließt eine Schwarze Flüssigkeit ins Wohnzimmer und breitet sich aus. Das Kind sitzt oben auf der Couchlehne und beobachtet auch ist davon nicht tangiert. Der Mann steht Schienbeinhoch in dieser klebrigen Teerflüssigkeit. Mein Innerer Moderator denkt, dass er das jetzt irgendwie reinigen und releasen muss und versucht Lösungen zu finden. Ich öffne die Tür zum Garten, wo eine Wiese und ein Baum steht, aber es fließt nicht ab. Der Mann versucht sich reinzulegen und sich der Flüssigkeit voll hinzugeben. Der Innere Mann kann dort nicht atmen und es passiert nichts. Also steht er wieder auf. Ich bin ein wenig irritiert und frustriert, weil mir die Bilder keine Lösung anbieten. Irgendwann gehe ich zum Raum vom Inneren Mann, ich bin dort noch nie drin gewesen und meine Wahrnehmung verändert sich stark von einer Trancereise hin zu in einem leeren Raum gehend. Ich befand mich im Männerfeld, die Kommunikation switchte zu Feldkommunikation, Eingaben, Channeling ohne Visualisierung. Die Botschaft war, dass ich mehr durch Sport und körperlichen Ausdruck diese Flüssigkeit verbrennen soll, also wirklich mit Anfachen von Feuer und ja, ganz ehrlich das mache ich zu wenig. Ich gehe immer nur brav zum Yoga.

Aber heute bspw. hat die eher spirituelle Superfitlehrerin zwei Übungen eingebaut, die es in der Form noch nie gab. Den Holzfäller und den Löwen. Sie hat explizit zum Emotional Release eingeladen, was bei Superfit noch nie passiert ist und lud das eher weltliche Fitnesscenter-im-Alexa-Einkaufszentrum-Publikum beim Löwen so lautstark wie möglich zu schreien und damit auch Gefühle zu befreien. Geil. Mir gehts auch saugut danach.

Ich wusste dass am nächsten Tag ein Treffen der Spirit Family wegen eines Abschieds und eines Bday waren und ich sah bei FB, dass auch der Playfight stattfindet. Ich hatte mich eigentlich mich entschieden den sozialen Kontakten Vorrang zu einem Workshop zu geben. Aber das Männerfeld sagte klar, dass ich zum Rangeln gehen sollte. Mein Ego/ meine weltliche Identität war ganz schön getriggert und hatte Schwierigkeiten, die Entscheidung zu dem Family-Event zu gehen loszulassen. Aber ich habe natürlich auch das Mindset, dass wenn ich schonmal in der geistigen Welt bin und um Rat frage, dass ich dann auch vertraue und höre. Weiterhin sagte das Männerfeld, ich übersetze es jetzt mit meinen Worten, jetzt hier bei Martin, darfst du das verletzlich sein üben, was dir bei Frauen nicht gelingt.

Ich beendete den Prozess und war jetzt wieder emotional synchron mit mir, weich, im Körper. Es gab eine tiefe Checkin-Runde zwischen Martin und mir und dann schauten wir den Film. Es war schön mit ihm in einem Bett zu liegen, dass ich mich dem Raum hingeben konnte und auf diesen wundervollen Großbildschirm einen Film zu schauen auf den ich richtig Bock hatte. Ich hatte diesen Film aus dem Jahr 2000 bereits gesehen, schaute ihn aber mit einem anderen Mindset und fand ihn auch eher langweilig, weil er schon relativ wenig Action hat im Vergleich zu Stirb Langsam oder True Lies aus der Zeit oder auch viel weniger Gruseleffekte, als the Sixth Sense.

Aber ich schaute ihn jetzt mit einem großen Interesse, um mich für Glass zu synchronisieren, einem anderen Mindset und mit einer ganz anderen Verbundenheit.

Achtung, es folgen SPOILER

Schon die erste Szene, die Geburt von Glass, hat mich emotional in den Film reingesogen. Er hatte gebrochene Arme und Beine bei der Geburt und überhaupt, seine Knochen waren dann als Erwachsener schon 54mal gebrochen. Was für ein Schmerz, was für ein Leid. Was für eine Ungerechtigkeit. Es gabe tolle Rückblenden in seine Kindheit, wie er zu Comics geführt wurde und dort seine Antworten suchte. Dieser Film ist, auch wenn er nicht so wirkt ein Superhelden-Comicfilm. Vielleicht der Subtilste, vielleicht der geerdetste. Er spielt mit dem Spiegelgesetz, dass da wo Superhelden auftauchen mit besonderen Fähigkeiten, sie automatisch Bösewichte anziehen mit besonderen Fähigkeiten. Da wo eine unfassbare Verletzlichkeit auftaucht, taucht auch „unbreakable“ auf. Und nicht im Sinne von Wolverine, wo mensch die Schusswunden nachwachsen sieht. Der Film verzichtet auch auf die Schusswunde, um seine Superheldenfähigkeit zu testen. Nein er überlebt ein Zugunglück als einziger. Hätte auch in dieser Realität passieren können, dass es genau einen unverletzten Überlebenden gibt.

Ich bin voll drin im Film. Bruce Willis repräsentiert eine Männlichkeit, die mir fern ist. Er redet wenig, gehört zur einfachen Arbeiterschicht. Intellektualisiert nichts, ist einfach Vater mit weltlichen Trennungsproblemen. Die Frau redet mit ihm über die Beziehung und anstatt, zu reagieren oder so wie ich die Emotionen auszuverbalisieren und zu analysieren und alles mögliche klären zu wollen, schweigt er. Er ist präsent, er ist spürbar, er ist im Kontakt und die Frau spürt, dass das was sie sagt ankommt und er Zeit braucht darauf zu reagieren. Sie verlässt das Gespräch nachdem sie geredet hat ohne dass er antwortet.

Glass Fähigkeit ist weiterhin seine Intelligenz und auch seine Intuition. Er ist eine Art Engel, der Bruce Willis dazu bringen möchte sich selbst und seine Fähigkeiten zu erkennen und seiner Berufung zu folgen, damit er nicht mehr jeden Morgen mit dieser subtilen Trauer aufwachen muss. Dessen Zweitfähigkeit ist auch eine starke Intuition, die mich als Weißen Spiegel mega berührt hat. Er kann die Schatten und Dämonen von Menschen sehen und lebt dann sein Talent als Superheld aus.

Und hier macht der Film wieder einen genial berührenden, geerdeten und subtilen optischen Trick. Der Film steckt ihn nicht etwa in ein Superheldenkostüm, sondern lässt es just in dem Moment in Strömen regnen, so dass er ein Regencape trägt, was dann die Power eines Superheldenazugs übernimmt. Das Phantombild erscheint dann in der Zeitung und spielt mit der Comic-Assoziation.

Martin entdeckt dann noch ein Easteregg, dass Glass, gespielt von Samuel L. Jackson in einer Comic-Ausstellung vor einem S.H.I.E.L.D Plakat steht. Genau jener Organisation, welche dann von Nick Fury, gespielt von Samuel L. Jackson, geführt wird.

Hier zu sehen, wo er am Ende von Avengers drei in letzter Sekunde Captain Marvel ruft. Ein entscheidende Brücke zu den letzten beiden Teilen des MCU mit Captain Marvel und Avengers 4 Endgame.

Der Film endet dann mit einem überraschenden und unerwartetem Gänsehautmoment, wo die Fähigkeit und die Aufgaben von Glass und der unbreakbale Figur zusammentreffen.

Also wirklich ein sehr geiler Film und für mich ein must-see-film der Filmgeschichte.

Ich freue mich jetzt auf den Dritten Teil der Trilogie.

 

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Tantra Temple -Transfiguration Circle

Am 9.1.18 zog es mich zum Tantratemple – Transfiguration Circle mit Kabira. Ich halte sehr viel von ihr als Raumhalterin. Ich erkenne ihre Fähigkeit an auch dunkle Anteile von mir zu sehen und darin das Licht zu erkennen. Ich fühle mich von ihr gesehen und gewertschätzt. Ich kannte sie von Veranstaltungen im SPIRIT BERLIN und holte sie zu den SPIRIT Vollmondevents, die ich organisieren durfte auch als Mainevent mit rein, weil sie Leute zieht und ich sehr viel von ihrer Arbeit halte. Beim letzten Workshop hier in Berlin kamen 44 Leute in einen sehr kleinen Raum, der zugestellt war mit vielen Einrichtungsgegenständen wie großen Pflanzen und nem Piano, was alles an die Ränder geschoben wurde. Ich musste gehen, weil meine Hochsensibilität, die sich nach safen Spaces sehnt, dazu gehört auch nen gewisses Maß an freien Bewegungsspace für mich, austickte. Ich war eh erschöpft und mein Körper zwang mich gegen meine Egoangst was zu verpassen auf meine Grenzen zu achten. Dieses Mal waren ca. 46 Leute in einem geeigneteren, doppelt so großen Raum, der nicht so zugestellt war. Die Location in der aktuell auch die SPIRIT Vollmondpartys stattfinden. Ich fühlte mich viel wohler und war auch in einer ganz anderes Stabilität, auch wenn ich jetzt heute, einen Tag danach noch ne starke Anstrengung und Erschöpfung von gestern in mir spüre, das noch verarbeite.

Wir gingen einige Agreements durch. Bspw. Confidentality, worunter ich verstehe, dass das was im Raum passiert im Raum bleibt, so dass ein vertrauensvoller Raum entsteht wo passieren darf, wo ich mich zeigen darf und wo ich mit meinen Prozessen gelassen werde. Auch gerade an der Stelle mag ich ihre Raumhaltung, da in ihrem Raum sein darf und es nicht nur ums Funktionieren als Teilnehmender geht.

Wir saßen im Kreis. Die erste Übung war, dass ich meinen linken Partner zwei Minuten erzählen sollte, warum ich nicht hier sein will und was mich an der Präsenz des Hier seins hindert. Ich mag diese paradoxe bewusstseinsschaffende Übung, da sie die Leute einlädt sich ihren Schatten bewusst zu werden, die oft verdrängt werden, weil mensch ja Erwartungen an sich selbst und die eigene Stimmung und das was mensch erfahren möchte hat. Dem rechten Partner erzählte ich dann warum ich hier bin. Ich erzählte, dass ich normalerweise zu solchen Workshops gehe weil ich mich nach den körperlichen, sexuellen Resonanzen sehne und ab und an eine Herzöffnung im Kontakt mit Frauen erlebe und dies in meinem Alltag nicht hinbekomme, einen Mangel darin habe und deswegen zu Workshops gehe um diesen zu kompensieren. Und ja, da ist ein Erfahrung-machen-Wollen-Anteil in mir, der mich vom Moment vom Herzen, vom Loslassen trennt. Ich weiß das dieses dämonische Wollen (dämonisch: Energien, die vom Herzen/der Annahme des Moments trennen) vom Schatten des Mangels genährt wird (Schatten: weggedrückte präsente Emotionen/Anteile) und eins meiner größten Probleme ist, so gab ich mir die Intention dieses Wollen radikal loszulassen, was mir ja eigentlich auch ne fürs Ego angenehme Energie und Präsenz gibt, und mir zu erlauben mich mit dem zu zeigen was dahinter ist und was ich gerne verstecke: Lustlosigkeit, Schwäche, Interesselosigkeit, Grenzen/Schutz meiner Verletzlichkeit (normal bin ich in meinem Mentalkörperstate eher grenzenlos). In mir war auch Scham über mein dickliches Aussehen was ich zur Abwechslung mal nicht wegdrängte sondern voll da sein ließ, weil es halt nunmal auch meine Fucking Wahrheit ist, dass ich mich für meine 120Kg schäme, auch wenn es mir leicht fällt mit mentaler Energie und Einstellungen über diese feinfühlige Schamwahrnehmung drüber zu gehen.

Nach dieser Übung lud Kabira ein die Sachen, die mensch von seinen Nachbar_innen gehört hatte in den Raum zu rufen in kurzen Ein-Wort-Stichpunkten. Ich war getriggert, ich teilte ja etwas in einem eins-zu-eins-Rahmen, was ich nicht mit der großen Gruppe teilen würde und dann wurde es fremdbestimmt in den Raum gegeben ohne dass ich eine Kontrolle darüber hätte. Ich merkte, dass ich getriggert war von dieser Form von Übergriffigkeit. Ich habe das Wort Confidentality noch nicht nachgeschlagen, aber ich glaube, dass genau dieses Gefühl verletzt wurde. Ich landete in einer Bewertung der anderen, die der Einladung folgten und in einem Urteil über diese Anleitung. In mir staute sich Anspannung und ich benutzte eine Strategie, die ich von mir kenne, um mich wieder mit dem Raum zu synchronisieren. Ich machte mit, denn dann war ich mitschuldig und meine Bewertung änderte sich von „die anderen“ zu „mich eingeschlossen“ und das Phänomen ist ja, wenn mensch selber etwas macht, dann bewertet mensch das anders als wenn es nur die anderen machen. Ich nannte als Grund für das hier sein, weil die Partnerin es so wollte. Und für den Raum war klar, dass es entweder um die Person links oder rechts von mir gehen würde. Ich hatte eine persönliche Information geteilt und sie war zu 50% einer Person zuordbar. Ich fühlte mich übergriffig, ich fühlte eine Fremdscham, dass ich eine Information, die mir in einem eins zu eins Sharing anvertraut wird dem Raum transparent zu machen ohne dass ich die Person vorher um Erlaubnis fragte und ohne dass der Person vorher klar war, dass die Übung so endet.

Die Hauptübung war, dass es einen inneren und einen äußeren Kreis geben wird: Transfiguration-Circle. Innen saßen die Leute, die Lust auf Shiva-Energie haben, das männliche Prinzip aus Präsenz, Stille, Halten und einem geradlinigem Focus. Sie bleiben das Ritual über die ganze Zeit sitzen. Die andere Hälfte durfte in die Shakti-Energie gehen, das weibliche Prinzip aus Energie, Formen, Fließen, Lebendigkeit, Ausdehnen.

Sie erklärte dass die Shaktis jedem Shiva (und andersrum) mit einem Augenkontakt und einem Händegriff begegnen werden während die Shivas sitzen bleiben und die Shaktis sich im äußeren Kreis bewegen. Sie erklärte ein tantrisches Prinzip mit einem Dreieck das unten eine Polarität zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit kreiert und nach oben hin zu der Spitze eine Perspektive der Nondualität, die sich vor allem im Dritten Auge aufsplittet. Sie lud ein ganz bewusst in diese lichtvolle, nicht-wertende, herzliche und in allem das schöne sehende Perspektive zu gehen im Augenkontakt. Eine Qualität von Kabira ist es auch, dass sie einerseits so ein Konzept in den Raum haut, mit dem ich übrigens resoniere, und andererseits sehr humorvoll mit einem herzlichen Lachen eine Einladung ausspricht es einfach Jimbo und Jambo (oder so ähnlich) zu nennen für alle, die nicht an die Prinzipien von Männlichkeit/Weiblichkeit und Shiva/Shakti glauben. Wieder ein schönes Spiel von Dualität von ihr mit Konzepten reingeben und sie gleichzeitig loszulassen.

Es gab weiteres Warm Up mit Massageketten und Tanzen. Unter anderen Nirvana, wo sich wenigstens einer fand, der mit mir gepogt hatte, das tat gut, brachte mich in den Körper, auch das Massage bekommen löste dieses angenehme Gänsehautgefühl aus, dass ich mir nicht selbst kreieren kann und was mich so fucking abhängig nach Berührungen durch andere macht. Ich dachte die ganze Zeit darüber nach, ob ich in die Shiva oder Shaktirolle gehe. Es zog mich mehr in die Shaktirolle, aber gleichzeitig hatte ich Scham und Angst dafür als unmännlich bewertet zu werden, hatte das Bild, dass ich außen vor allem mit den Frauen sitze und nur Männern im inneren Kreis begegne. Ich habe noch anteilig das Programm, dass ich zwar gerne in die Shaktienergie gehen würde, aber dann einer Frau in der Shiva-Energie begegnen wollen würde. Da steckt noch ne Angst mit Männern in Kontakt zu gehen dahinter. Als es dann losging sollten wir die Handflächen entweder nach oben machen für die Shivaposition oder nach unten für die Shaktiposition und dann eine Polarität finden mit der wir dann den Kreis bilden. Und die Antwort kam dann außerhalb meines Kopfes über meine Hände. Ich probierte beides aus und die leichtere Position war die Shaktihaltung. Klar ich hätte im Laufe des Abends auch gerne gewechselt, aber insgesamt bin ich froh über die Entscheidung. Denn die Kreise waren wirklich durchweg geschlechtergemischt. Das entspannte mich.

Ich hatte eine sehr schöne blonde Frau mit großen blauen Augen und vollen Lippen vor mir, sie stand bei dem Warm Ups etwas distanziert am Rand und wirkte auf mich getriggert, was ja auch zu meinem (gestörten) Beuteschema gehört, wenn ich Themen sehe bei Frauen. Dabei hat sie nur auf ihre Grenzen geachtet, aber ja, unterbewusst eine Frau auszusuchen, die gerade ihre Grenzen hochgefahren hat, ist wohl auch schon ein Teil des Spiels von mir, dass ich Übergriffig-sein-Erfahrungen mache.

Wir wurden nochmal eingeladen uns bei der ersten Person mit unserer Intention zu verbinden, was ich tat. Und dann ging die Reise los. Ich begegnete daraufhin ca. 22 Männern und Frauen, die sich in die Qualität der Shivaenergie begeben haben. Ich ließ in der Shaktienergie mein sexuelles Wollen im Becken los und öffnete eine nach außen gerichtete Herzenergie im Brustbereich.

Ich liebe Workshops, ich darf in diesem geschützten Space jetzt auf eine Art und Weise in Kontakt gehen, die mir im Alltag nicht gelingt. Im Alltag sind meine Egoprogramme, meine Anspannung, meine Schutzmuster, meine Masken sehr aktiv. Ich gehe vor allem über mentale Energie und über Rollen in Kontakt. Ich vermeide diese normalen Beziehungsgespräche (ich habe das oft erwähnt in meinen Blogs, ich beobachte als Alien diese banale und herzliche Kommunikation zwischen Menschen, wenn die Kassiererin und Kundin dann herzlich verbindend lachen über einen aus Unsicherheit rausgepressten Witz und ich steh dann dahinter und denke mir, das war doch nicht lustig, dennoch sind die Leute im Kontakt. Oder wenn die Leute über ihre Reisen, Inneneinrichtung, Beziehungen, Arbeit, Kochen, Kinder und Familien reden, dann beobachte ich, dass etwas verbindendes zwischen den Leuten entsteht. Bei mir passiert das nicht. Ich habe zwar ein großes Bewusstsein und nehme viel wahr pro Moment, aber sobald ich anfange zu reden, springe ich instant in mein Ego und ich kann das ziemlich gut beobachten. Mir wird auch immer und ständig gesagt, dass ich viel attraktiver bin, wenn ich schweige und mir wird es auch ständig empfohlen, weil sich der Raum dann entspannt. Bei jedem eben genannten „banalem“ Thema über das Leute reden kommen bei mir kaum haltbare Emotionen hoch, weil alles was mit Erdung, weltlich sein, Wohnung, Essen, Familie so stark noch mit Mangel und Unfrieden besetzt ist. Ich kann diese Emotionen noch nicht halten, kann das aber auch nicht beiseite schieben und mich nur für den anderen freuen, weil in dem Moment wo es präsent ist und ich drüber gehe, kreiere ich einen spürbaren Schatten für den anderen. Wenn dann ein Mangel in mir aktiv ist oder Wut darüber, dass mein Kind abgetrieben wurde, kann ich nicht sagen, dass ich mich freue, dass die andere Person mir erzählt wie sie ihr Geld für geile Urlaubsreisen ausgibt oder mich für ihr Kinder haben freuen, weil ich ne andere Energie sende. Ich habe dann die narzisstische Strategie, dass ich in den Mentalkörper gehe um nicht unpassend in meine Emotionen zusammenzusacken und das Thema auf mich und meine Themen lenken muss, weil das meine einzige Möglichkeit ist, dann noch im Kontakt zu bleiben. (Etwas anderes ist nur die Coaching oder die Raumhalterrolle, da gehe ich in einen stabilen State, in eine Kraft in der ich frei von meinem Themen bin und für den Raum und meine Teilnehmer_innen und Klient_innen da bin. Und ja dieser State ist leicht dissoziiert von meiner Berührbarkeit, aber als Raumhalter ist es von Vorteil, weil ich dann tiefe Prozesse einfach mit meiner hochsensiblen Wahrnehmung halten und begleiten kann ohne mich emotional im Prozess des anderes durch Empathie zu verlieren). Und es passiert schon wieder, dass ich eigentlich über den Workshop schreiben will, aber jetzt erstmal mein System erkläre, über mich rede, damit meine Erfahrung innerhalb dieses Workshops für den Lesenden eingeordnet werden kann. 😉

Meine Erfahrung die ich machte war dann, dass ich im Kontakt mit jeder einzelnen Person genau einen Anteil, eine Emotionen oder eine Beziehungsqualität reinbekam. Also ich entschied mich nicht mental dazu, es kam wie bei einer Aufstellung oder einem Channeling rein, ich übersetzte das nur mit einem mentalen Gedanken. Und ja auf einer weniger spirituellen Perspektive, auf einer psychologischen Ebene würde ich formulieren, dass jede Person eine andere Projektion in mir aktivierte. Und zu guter letzt kommt mir noch der Gedanke, dass das was ich erlebt habe, vielleicht so „normal“ für andere ist, dass sie diese Sachen wahrnehmen, dass sie darüber nicht reden und ich dieses „Normale“ nur aus einer verzerrten Perspektive für spirituell oder besonders halte, weil ich mein Leben bisher nur aus dieser von Berührbarkeit und Beziehungsfähigkeit getrennten Maskenperspektive erlebt habe.

Hier an der Stelle seid ihr eingeladen zu kommentieren. Mich interessiert eure Wahrnehmung beim in Kontakt gehen mit Menschen, so dass ich einen Realitycheck machen kann.

Was zum Beispiel reinkam war ein Mann, der auf dem Fersensitz saß, größer als ich und sehr kräftig meine Hände in der Luft hielt, während ich sie locker hängen ließ. Ich spürte die Qualität von Hierarchie zu einem starken Mann, der mich hält, schaute zu ihm auf und öffnete mich für diese Ebene von Beziehung. Entgegen meiner Programme, welche Hierarchie auch ein wenig ablehnen, was es schön. Es gab dann auch einen Mann mit dem ich voll die Qualität von Augenhöhe erfuhr. Eine Frau kontrollierte auch mit einem festen Griff die Position mit Hände. Ich fühlte mich von ihr dominant geführt, schaute ihr in die Augen und gab mich dieser Beziehungsqualität hin, die mich sonst triggert, bspw. als Sozialarbeiter mit weiblichen Vorgesetzten. Auch bei einer Frau erlebte ich in meiner Projektion eine Energie, wie sie mich verändern will. Ich weiß, dass ich da normalerweise in Widerstand und Abwehrreaktionen gehe. Aber ich blieb in mir, öffnete mein Herz, schaute ihr in die Augen und nahm einfach eine Frau war, die mich verändern wollte und ging in Frieden damit. Ein Mann war für mich nicht greifbar, ich hatte Schwierigkeiten den Augenkontakt zu halten, er interessierte mich nicht, aber ich hielt den Kontakt und ging in Beziehung zu dem Mann, den ich nicht greifen konnte. Bei einer Frau spürte ich einen klammernden Anteil in mir und ich ging voll rein in die Erfahrung und ließ dieses Klammern in meinem Herzen und Händen da sein, bis die ein bis zwei Minuten um waren – Kabira spielte wirklich für jede Begegnung eine eigenen Track an – und sie dazu einlud sich mit einem Namaste zu bedanken und die Shaktis, zu denen ich gehörte, bat, einen Platz weiterzurutschen.

Bei einer Frau kam einfach nur mein Schmerz über die erlebte Abtreibungen hoch und ich fühlte das die ganze Zeit im Kontakt mit ihr. Ich hätte gerne hinterher mal gefragt, ob sie ne Abtreibung hinter sich hatte, ob meine Eingaben irgendwie in Resonanz mit der Wirklichkeit der Person war oder ob es wirklich nur Randomprojektionen waren. In einer Frau sah ich den Archetyp der Tänzerin und ich ging in einen weibliches Feld in meinem Herzen und wandelte ein Gefühl von Neid zu Respekt und Bewunderung und Freude über ihr Talent. In einem Mann sah ich einen Clubszenetypen, der da voll aufgeht, in dieser für mich mittlerweile auch dunklen Welt. Ich ging in Frieden mit mir, dass es nicht mehr mein Weg ist, obwohl ich soviele Jahre dort Zeit verbrachte immer auf der Suche nach Annahme und Zugehörigkeit, und ich freute mich, dass das Universum diesen Aspekt halt über einen anderen Menschen auslebt anstatt durch mich. Ich sah auch einen Crazy-Guy, den ich sehr mochte oder einen, den ich mit radikaler Ehrlichkeit verband. Dann war da noch der Typ, der die meisten Redebeiträge hatte. Auf einer sympathischen Art und Weise machte er viele Beiträge, aber er stellte immer sehr mental Fragen zu spirituellen Erfahrungen, was mich triggerte, weil genau diese Fragen nicht spirituell beantwortet werden können. Kabira antwortete auch mit einem lachenden „i dont Know“, sie versuchte gar nicht erst in den spirituellen Expert_innenstatus zu gehen und mental Erfahrungen zu erklären, so wie ich es bspw. gerne tue. Ich begegnete diesem Typen schweigend und sah den Aspekt von herzlicher Mentalität und öffnete mein Herz für ihn. Wenn ich über Herzöffnung schreibe meine ich ein warmes nicht wertendes Gefühl und betrachtungsweise, die in Form von Wärme in meiner Brust spürbar war. Ich war sehr stark auf der Wahrnehmungsebene und so gut es ging präsent im Körper, wo Gefühle auf einem Lowlevel wahrzunehmen waren. Ich nehme meist eher auf der Feld- oder Energieebene Gefühle war anstatt auf der emotional fließenden Ebene. Weiterhin spürte ich wie das Sitzen und die lange Dauer des Rituals sehr anstrengend für mein körperliches Empfinden wurde. Einmal setzte ich mich in den Versensitz, ich rutschte in die Beziehungs-Qualität des mich Überhöhens und Herabschauens und spürte wie es mich anstrengte mich zu überhöhen, beim nächsten Shiva ging ich in meine Qualität der Erschöpfung, sackte zusammen, stützte meine Ellenbogen in die Oberschenkel und zeigte mich auf der Beziehungsebene damit. Das war ein megagutes Training für mich, weil ich es in Beziehungskontakten vermeide mich mit meiner Erschöpfung und Schwäche zu zeigen. Beim letzten Shiva des Kreise kam bei mir nochmal ein Intensität rein. Ich war erschöpft und trotzdem traurig, dass das Ritual gleich vorbei war. Ich fühlte Abschied und auf eine subtile Wahrnehmungsebene kam Stille und Tod in meine Präsenz. Ein Ministerbeprozess. In der Zeit gönnte sich jemand, ich muss stark davon ausgehen, dass es ein Typ war ein lautes Furzen. Der Raum bekam einen Lachkrampf. Krass wie aufgewacht der Typ ist, seine Körpergeräusche liebt, sich frei machen kann von den Reaktionen im Raum und sich von dieser Matrix-Regel „sowas macht mensch doch nicht“ entkonditioniert hat. Sein befreites Furzen war so ein Geschenk von ihm. In Wahrheit war ja gefühlt keiner Böse auf ihn oder bewertete ihn, es lud den Raum zum Lachen und vielleicht fremdscham spüren ein und ich ging voll in meinem Lachkrampf rein. Es ging dann beim Lachen gar nicht mehr um seinen Furz, ich spürte wie es mich und eine Anspannung im Raum, wir durften ja nich reden, löste. Ich assoziiere emotional Release mit Lachkrämpfen. Dahinter steckt meist Trauer. (Es ist immer wieder schade, wenn ich sehe wie Leute in Lachkrämpfen sind und Leute in den Trauerprozess (Ja, achtet mal drauf, hinter Lachkrämpfen stecken meist unerwünschte Gefühle, die sich Raum schaffen wollen) mit der Frage „Warum lachst du“ reingehen, weil dieses „Warum“ dieses Lachen unterbricht und in den Kopf in die Erklärung/Rechtfertigung holt. Ich kenne auch eine Spirit-Vollmondparty mit einem Mexikanischen Sterberitual, wo der Sterbeprozess mit einem Lachkrampf verbunden wird. Im Sterben sollten wir über alle Probleme, die wir haben lachen, weil in Angesicht des Todes alle Probleme radikal bedeutungslos werden. Ich war also angekommen in meinem Sterbeprozess und meinem Lachkrampf (Trauer). Mein Bewusstseinszustand vertiefte sich. Kabira lud ein letztes Mal ein, einen Platz weiter zu rutschen. Ich war wieder vor diese wunderschönen blonden Frau, mit den großen blauen Augen und vollen Lippen

Im Hintergrund meines Mentalkörpers ist gerade beim Schreiben die leicht angstbesetzte und einschränkende und mich selbst bewertende Vorstellung, dass linksfeministische progressive Kräfte mir ihre besetzten Konzepte von Sexismus und Lookism vorwerfen.

Ich fand sie so wunderschön und ließ mich in ihre Augen fallen. Ich war so berührbar wie den ganzen Abend nicht. Ich hatte das ganz intensive Gefühl von Neugeburt und Dankbarkeit, ah, nach dem Tod gehts ja doch weiter. Eine neue Runde, nachdem ich in der ersten Runde viele Erfahrungen mit vielen verschiedenen Menschen machen durfte. Kabira lud ein sich mit einer Umarmung zu verabschieden und im Kreis im Körperkontakt zu gehen mit unseren Sitznachbar_innen. Sie hielt die Umarmung, die von mir ausging, sehr kurz und distanziert und ich spürte auch, dass sie im Sharingkreis keinen Körperkontakt wollte und ließ es sein. Toll, da hatte ich schon meine Neugeburt, aber das Thema, dass ich Frauen attraktiv finde, die mich ablehnen ist immer noch da.

Ein dunkler Teil von meinem Mentalkörper redet gerade dazwischen, dass es eine mathematische Logik ist, dass wenn keine Frau dich attraktiv findet und du egal auf welchen Typ Frau du stehst, du immer auf Frauen stehen wirst, die dich nicht attraktiv finden.

Interessant auch, dass ich meine Programme loslassen konnte, nahe und körperliche Erfahrungen zu machen und meine Sexualität zu spüren zu wollen, wenn ich in einen Tantraworkshop gehe. Diese Qualität tauchte nur bei einer Frau auf, dass ich sie in einer Shaktienergie in mein Wurzelchakra eindringen ließ und sie voll vom Herzen umschlungen/eingenommen habe. Ich spüre mein Wollen in mir, diese Erfahrungen machen zu wollen und meinen Widerstand gegen das was ich als Banal einordne. Dieser Anteil hätte viel lieber intensive tantrische weggespacte symbiotische Erfahrungsräume anstatt in Frieden mit den Gesprächen über die Banalitäten des Alltags zu kommen und dann mit Herzoffenheit den Scheiß von Alltagsgelaber mitzumachen anstatt bspw. stundenlang über nen Workshoperfahrung zu bloggen, weil das aus jetztiger Perspektive eine Verschwendung von Lebenszeit ist, wenn doch soviele andere krasse und intensive Sachen in dieser Inkarnation theoretisch möglich wären.

Aber ich bin auch sehr dankbar für diesen Raum gestern und dass ich mir erlaubt mich mal auf diesen Erfahrungsraum hinter meinem Wollen und meinen Sehnsüchten einzulassen. Es hat mich geerdet und es war mal wieder etwas neues im Gegensatz zu den sich wiederholenden Erfahrungen abgelehnt zu werden und mit Schmerz da sein zu müssen, dass Bedürfnisse und Sehnsüchte nicht erfüllt sind. Ich konnte sehr gut an meiner Schwachstelle der Beziehungsfähigkeit arbeiten. Ich stelle mir vor, dass ich durch diese Übung, die in Schweigen abgehalten wurde, ein wenig die Angst vor der Beziehungsebene verloren habe, auch wenn mein Thema noch nicht gelöst ist, dass ich berührbar sein und gleichzeitig normal kommunizieren kann.

Namaste

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spirituelles Ego und Schatten als Brücke zum Urvertrauen

Eine Falle des spirituellen Egos:

Die Frage nach meinen Zielen und meiner Motivation so tief in die Spiriszene einzutauchen, habe ich oft damit beantwortet, dass ich heilen will.
In meinem Alltag bekam ich Spiegelungen und Trigger. Ablehnung von Frauen/Beziehungsunfähigkeit und Ausgrenzungen/Kündigungen und der ganze Rattenschwanz (Innere Getrenntheit, fehlende Berufung, Schulden). „Heil“ war ich in meiner Vorstellung, wenn ich endlich in meiner Berufung bin, wenn das Geld fließt, wenn ich attraktiv bin, wenn ich schlank bin/keine Esssucht mehr habe, wenn ich Frauen attracte, Sex habe und irgendwann nach einer Austobezeit mich in einer Beziehung wiederfinde und ja vielleicht auch in der Lage bin Vater zu sein, einen Familianalltag zu halten.
Mein Konzept war, dass das alles nicht klappte, weil ich noch Traumata, unterdrückte Gefühle hatte. Emotional Release war also das Allheilmittel. Ich müsste solange die Scheiße durchfühlen bis der Schmerz sich von alleine verabschiedet, verschwindet und nur noch Glückseligkeit und Leichtigkeit übrigbleibt. Und so machte ich mich auf den Weg und suchte und suchte immer wieder nach den Räumen in denen ich mich in meinen exorbitanten Schmerz fallen lassen konnte, ich suchte Räume, die mich halten konnten und ja damit kam ich schon mit einer überfordernden Erwartung in Räume. Ich hatte Verantwortung abgegeben, erhoffte mir Heilung im Außen zu finden. Ich verzeihe mir das, Eigenverantwortung und selber Halt geben war halt genau das was ich nicht gelernt habe, genau das war mein Teufelskreis. Und ja ich kannte mit der Zeit die Spiriphrasen und Konzepte „im Innen suchen“ und „Eigenverantwortung“ und „Erwartungen loslassen“ bis zum Erbrechen. Meinen Mentalkörper saugte das auf, aber es wurde zu einem Kreisen darin, keine Synchronizität mit dem Rest meines Systems, es blieb eine Gap zu meiner Realität. Hilflosigkeit und Opferdasein und Verzweiflung darüber, dass ich soviel ausprobierte und nichts wirklich half. Klar, mir wurde Entwicklung vom Außen bescheinigt und ich hatte seit ich mit 30 in Spiriszene gekommen bin mehr Sex mit Frauen als in der doppelt solangen Zeit davor.

Die Falle war halt, dass ich unterbewusst mich in all meinen Prozessen abgelehnt habe. Der Pure Selbsthass was ich war. Ein Ehemaliger verwirrter Langzeitstudent mit 5 Kündigungen, teilweise bis zu 4000€ Schulden, der nicht in einem gewünschten Maß an die Frauen rankommt, nach denen er sich so sehr sehnte. An die mangelnde Liebe, die er da reinprojizierte. Und jeden Prozess, jedes mich in den Schmerz fallen lassen all die Jahre war natürlich einerseits hilfreich, klar. Aber der Schmerz wurde gleichzeitig nicht kleiner. Hinter meinen Prozessen war ein unbewusstes Superegoprogramm, dass ich nur in den Schmerz gehe, um ihn loszuwerden, um etwas anderes zu werden als ich jetzt bin, um endlich nicht mehr abgelehnt zu werden. In diesem Spiel gab ich dem Schmerz aber keine Liebe. Ich hasste ihn. Er war schuld daran, dass ich bedürftig war, dass ich von Frauen abgelehnt werde, dass es mir Scheiße ging. Und es gab kein Aussteigen aus mir selbst. Ich war gefangen.

Konzepte kamen in mein System wie aufs Positive Konzentrieren. Jeder Versuch das zu machen, künstlich in die Freude zu gehen scheiterte. Und ich habe ne Abwehr dagegen. Meine Gutmenschenanteile, meine ganzen Masken sind ja Versuche mich auf etwas positives zu konzentrieren. Und ich konnte machen was ich wollte, so positiv sein wie ich wollte, irgendwann kam der Trigger, immer und immer wieder. Der Tritt vom Universum in my Face, die Einladung, die Erinnerung noch ne Runde durch den Schmerz zu gehen, er war immer noch nicht durch. Und dann wenn der Schmerz als Trigger präsent wurde, gab es kein weiter aufs Positive konzentrieren, das würde zu einer spürbaren Trennung führen. Für mich, für meine Kontaktpersonen oder für die Gruppe. Ich weiß, dass ich wenn in mir Gefühle berührt werden, die ich nicht halten kann, ich diesen Schatten in den ganzen Raum sende und viel mit der Energie eines Raumes machen kann. Und ich kannte ja meine Prozesse. Wieder war ich in einer Falle, nichts von den vielen Konzepten, die in meinem Mentalkörper rumschwirrten half in diesen Situationen. Alle Phrasen und Tipps redeten an meiner Realität vorbei. Ich hätte den Raum entweder, die Kontrolle und das Verantwortung für andere übernehmen, also Rücksicht auf sie zu nehmen loslassen können und mich meinem Gefühl und meinem massivem Prozessen hingeben können. Aber die Leute hätten auf mich eingeredet, hätten versucht mich zu regulieren, wieder an den Raum anzupassen, wären mir mit Konzepten gekommen, ich solle Eigenverantwortung übernehmen. Ich weiß, dass wenn ich im Gefühl bin und jemand auf mich mental einredet, dass ich dann in eine Retraumatisierung gehe, weil das genau der nicht sichere Raum ist vor dem ich Angst habe. Und klar es ist natürlich auch unangenhm mit exorbitanten Gefühlen die die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, macht mensch ja nicht. Mir blieb nur übrig mich zu kontrollieren, es dauert dann aber nicht lange bis sich Störungen im Raum zeigen, die dann am Ende zu dem anderen großen Trigger führen, dass ich ausgegrenzt werde.  Dann aber wegen meiner Egomasken, die ich über die heftigen Gefühle drüber gelegt habe: ich rede bspw. sehr viel mental, wenn ich getriggert bin, anstrengend war für den Raum und ja unbewusst versuche ich auch Räume mir in die Richtung zu kontrollieren, dass sie für mich sicher sind und das widerspricht oft den Bedürfnissen von anderen. Ich fühle mich in der Tiefe sicher und Freeflow bringt mich ins dissoziieren und bei fast allen anderen ist es andersrum.

Ein anderes Konzept war Loslassen, aber auch da kam ich nicht ran, ich habe wie ich in meinen Sterbeprozessen ja nochmal explizit feststellte (gerade wo ich diesen Absatz hier im Internetcafe angefangen habe, dröhnt let go durchs Autoplay von Utube) hatte ich einen richtig krassen Festhaltedämon in meinem Superego und habe die entsprechenden Strukturen natürlich immer noch in meinem System. Ich halte massiv fest an meiner Vergangenheit, an meinen Erfahrungen und kreiere mir darüber Identität, was sich bspw. an meiner Blockade zeigt endlich Sachen aus meiner Vergangenheit wegzuschmeißen. Wer bin ich wenn ich loslasse, wer ohne das Traumata, ohne meine Prozesse, ohne mein Drama, ohne Gedanken/Reflektionen an Vergangenheit oder Zukunft, dieser State löst Todesangst in mir aus.

Nachdem ich Mitte des Jahres nochmal durch gewaltige Prozesse ging (Schwarzes Loch Creators Game und Tribal Gathering sowie Sterbeprozess auf LSD) fand ich mich Ende September mit Mica zu einem Projekt namens aus dem Feld in die Welt zusammen. Von meinem Mentalkörper her hätten wir schon in der ersten Woche Videos und die Likesite Pushen können, aber wir wurden vom Feld gebremst und bekamen ordentlich Hausaufgaben vom Feld, die wir bearbeiten mussten, bevor wir mit dem Projekt rausgehen. Wir treffen uns zweimal die Woche mehrere Stunden und wir gehen nahezu jedesmal ins Feld/ ins Channeling oder in irgendwelche Prozesse. Und es ist echt heftig wieviel Arbeit das ist. Da hatte ich dann nochmal einen Dämonsterbeprozess. Ich hatte eine Besetzung von einem Anteil von mir aus früheren Inkarnationen, der nicht sterben wollte und meine Energy suckte. Seit dieser Befreiung haben sich meine Prozesse massiv verändert vor allem der Focus. Es ging vor allem dann erstmal viel um Halt, anstatt Schmerz loszuwerden ihn selber halten zu können. Dazu dann auch mein Prozess in der Männergruppe zum Thema Dissoziation. Ein großer Schritt in die Eigenverantwortung. Zurzeit mache ich begleitete Erdungsmeditation. Erst gestern wieder wurde ich eine Stunde lang begleitet. 10 min lag ich da und releaste einen Anteil. Ich wiederholte immer wieder den Satz von dem Anteil: „Ich will nicht im Körper sein“, so dass sich der Anteil gesehen fühlen kann und entspannen kann. Es war ein Teil meines Willens, der diesen Satz sagte und dessen Energie anteilig im Festhalten dieses Satzes gebunden war. Es war sehr schön für mich das in diesem Prozess so klar wahrnehmen zu können. Im Prozess nahm ich den Willen als Anteil war, der auch massiv verletzt war. Ich gab der Verletzung Mitgefühl.

In den letzten Wochen (Monaten) gehe ich jeden Tag in Prozesse, auch in Aufstellungsenergie, also die Arbeit mit dem Feld und höheren oder innere Instanzen, die andere Wahrheiten haben als mein Ego. Das Ego ist natürlich in meinem Alltagszuständen am präsentesten und übernimmt viel Kontrolle. Aber es bringt ja leider nicht den Erfolg, den ich mir erhoffe.

Die Wahrheiten, die mir gezeigt werden: Gehe nicht mehr zu Workshops, vor allem nicht da, wo Cacao getrunken wird. Für mein Ego ist das superschwer: ich sehe in meinem FB-Kalender Cacao und Kuscheln, Cacao und Tantra, jeden Adventssonntag ein Kakaoevent mit Anir Leben und noch viele mehr. Weiterhin kommt die Eingabe triff dich nicht mit Friendzonefrauen und ja ein Prozess konfrontierte mich damit meine Wahrheit anzunehmen, dass ich null Freund_innen habe. Das Feld sagte Stopp dazu mich in Räume zu begeben in denen nur mein Schmerz getriggert wird. Frauen, Gruppen usw. und meine konditionierte Identität zieht es natürlich da hin. Ein riesen Innere Kampf zwischen Ego und meiner Wahrheit, dass ich mich nach innen zurückziehen soll, zwischen dem narzisstischen, extrovertierten und Kontaktgeilem Anteil und der inneren Einsamkeit, dem Mangel, der Dunkelheit, der Erschöpfung. Das paradoxe ist, dass es mir im Ego halt verdammt gut geht mit meinen Kompensationsspielchen. Ich bekomme ja Kontakt, Socialising, nen gewissen Halt in Workshops mich authentisch auszudrücken, den ich im Alltag nicht finde, Nähe zu Frauen, da Kuscheln meist immer OK ist, solange ich nicht sexuell bin. Und dann gibt es da das Nicht-Ego. Meditieren, ins Herz gehen, nach innen gehen, Still werden usw. Ihr kennt das ja vermutlich von den vielen spirituellen Sprüchebildchen auf FB, das ich irgendwie mit dem Versprechen konnotiere, dass es dich glücklich macht. Jedes Mal, wenn aus dem Ego in diese Ebenen wechsele, dann kam Schmerz und Prozess und ja, jeden Tag und ja teilweise heftig mit Hyperventilieren und Panikattacken. Und ja es ist anstrengend und ja ich laufe immer noch mit Zucker, Internet und Schlafrythmusstörungen und anderen Strategien vor meinen Gefühlen weg.

Gestern ging ich mit einer FB-Veranstaltung raus, dass ich mich jetzt selbständig mache. Ein großer Schritt für mich, den ich lange rausgezögert habe (und ja für alle die es paradox finden dass ich so gestört bin und trotzdem als Coach arbeite: ich bin mit meinem Bewusstseins zum einen woanders als die meisten anderen Menschen und zum anderen wenn ich in der Raumhalterrolle bin, bin ich in einem feldangebundenen State, wo ich frei von meinem Themen und Triggern bin. Es ist irgendwie leichter für mich äußere Räume zu halten und Leute in eine Tiefe zu begleiten und ja ein Coach muss selber nicht perfekt sein, um diese Arbeit machen zu können, genauso wenig Sozialarbeiter, dafür gibt es ja dann auch professionelle Rollen)

Abends kamen bei mir Existenzängste hoch und zwar gewaltige. Was wenn keiner kommt zu dem Preis, den ich mir wert bin. Was wenn ab März 2019 kein ALG1 mehr habe und ja dann mit den Konsequenzen leben muss, dass ich mich entschieden habe nicht mehr als Sozialarbeiter mein Geld zu verdienen. Zweifel an meiner Vernunft tauchen auf und ob nicht doch und dann wieder nein Fuck It, das ist meine Inkarnation und ich lebe meine Spiritualität und werde die nicht mehr für Systemjobs unterdrücken. In meinen Fantasien habe ich auch Vorstellungen dass mir viel Geld zufließt, aber es ist noch mit Arbeit und Anstrengung verbunden. Ich sehne mich nach passiven Einkommen von mindestens 1000€. Auf dieser Basis würde ich dann meine Workshops und Sessions anbieten und zwar in einem Rahmen und einer Menge wie ich Bock habe, so dass ich nicht über meine Grenzen gehe und im Herzen bleiben kann. Jetzt ist die Vorstellung da, dass ich mindestens 20 Sessions pro Monat geben muss, gut am Anfang reichen 10 um auf niedrigem Niveau zu leben, aber ich habe ja Bock auf viel Geld. Und gerade diese Zusammenhänge machen es schwer. Gerade die ersten Sessions mache ich dann in meiner Vorstellung noch mit einer Energie, die nicht vom Herzen kommt, sondern mit der Botschaft: Bitte kommt und bezahlt mich, ich brauche das Geld für meine Grundexistenz. Ich mache die ersten 10 Sessions pro Monat aus nem Mangel. Und dann kam Angst vor Armut, vor Schulden. Die größte Angst dabei war die Unfreiheit, dass ich Druck bekomme wieder einen Systemjob annehmen zu müssen.

In anderen Prozessen zeigte mir das Feld auch schon, dass ich Verzicht lernen müsse. Hat meinem Ego natürlich nicht gefallen. Aber ja 1000€ sind für jemandem mit nem hohen Lebensstandard schnell weg und nen Rainbowwarrior legt es beiseite und freut sich des Lebens beim Containern. Worauf ich hinaus will: Wer verzicht lernt, wird in Relation zu dem vorhandenem materiellem Umstand immer reicher und reicher.

Da sich das männliche Thema Halt gerade etwas gesetzt hatte bei mir, ich wirklich Fortschritte bemerken durfte, kam jetzt das weibliche Thema Herzöffnung im Kontext mit dem Urvertrauen seit einer Woche in mein System. Ja, mein Urvertrauen ins Leben ist schwer beschädigt, da ich nen beschissenen Start hatte und ich nie den State hatte mich als Kind irgendwo hinfallen lassen zu können und Raum zu haben, dass mein Schmerz sein durfte. Ich habe viel meine Wut und meinen Hass aufs Leben ausgedrückt, weil es dem Kontakt zum Urvertrauen im Weg stand. Aber dennoch fehlte der Kontakt, ich wusste nicht wie ich in Beziehung treten sollte, es gibt ja keinen Knopf und eine aktive Entscheidung allein hilft ja nicht. Der Weg ist ja über die Hingabe, das Loslassen. Am Montag hatte ich schon eine kleine Herzöffnung. Ich sah eine großen metallenen Schutzpanzer vor meiner Brust und kam lange nicht dahinter, aber irgendwann drehte ich ein Ventil auf und es strömte grüne Energie hinaus. Wow, was für ein Fortschritt, was für ein schöner Moment.

Und jetzt komme ich zu der Essenz dieses ganzen Textes ein kleiner alltäglicher Prozess von gestern, der sich wie so oft wie ein riesengroßer Fortschritt anfühlt und gleichzeitig aus der Gesamtlage meiner Themen vielleicht ein Zehntausendstel Progress widerspiegelt. (Das gute an dem mathematischen Bild was ich benutzte ist, dass ich wenn ich täglich an mir arbeite ja in 10000/365,25= 27,38 Jahren vielleicht mit meinen Themen durch bin, ich es also in dieser Inkarnation schaffen könnte)

Ich sah Bilder wie ich mir Urvertrauen vorstelle. Kinder kommen zur Welt und finden Halt und Liebe, Wärme und Geborgenheit und sie dürfen sein, sie haben Impulse und folgen ihnen. Sie bekommen beschützende Energie von der Mama und motivierende Anerkennung vom Vater. „toll wie du die Rutsche runtergerutscht bist“. Kinder haben Erlebnisse und fallen nach jedem Erlebnis in den sicheren Raum der Eltern zurück und am nächsten Tag neue Impulse von Autonomie, Erfahrungen von Grenzen, Beziehung, Kontakt, Gruppen, Einordnung in der Welt, Rebellion und selbst nach der Autonomie des Auszuges und in der Berufung angekommen sein gibt es die Familie, wo mensch, wenn mensch mal ne wirtschaftliche Krise hatte sich Geld leihen kann. Für menschen aus bürgerlichen bzw. liebenden Familien, wo dieses Urvertrauen kreiert wurde, ist es leicht sich selbständig zu machen, da dieses Urvertrauen ausstrahlt. Sie können durch Krisen gehen, weil sie unterbewusst immer dieses Weiche Kissen das sie unbewusst in ihr System übernommen haben spüren, den Halt im Rücken spüren, wo sie hinfallen.

(Hier ein aktuelles, sehr wertvolles Posting in dem ein kollektives Erschüttern von Urvertrauen bei Kita-Kindern widergespiegelt wird)

Wenn ich, also mein System an die Vorstellung denkt sich selbstständig zu machen und an finanzielles Risiko denkt, dann spürt mein System kein kleines Fallen in ein weiches Kissen zum Ausruhen und weitermachen, nein, dann fühlt es einen Absturz ins Bodenlose. Unfassbare Existenzangst, Angst vor Schulden, Armut, Anstrengung, Zerreibung. Diese Angst sah ich in meinem System und ich ging so krass rein bis ich eine Panikattacke bekam.

Und ich könnte den Menschen in die Fresse hauen, die behaupten, dass alle Menschen gleich sind, dass jeder seines Glückes Schmied ist und dass jede_r die gleichen Chancen hätte, es nur eine Frage des Wollens ist. Nein die Komplexitäten, die Ressourcen, die uns abhängig von Elternhaus, Sozialisation, gesellschaftlichen Verhältnissen mitschwingen, sind ultrakomplex und ich wünsche mir, dass dieser Unterschied zwischen Menschen auch gesehen wird.

Dann ging der Prozess mit dem Feld weiter. Ich repräsentierte das Urvertrauen. Dieses lud Christian ein mal in das Gefühl der Armut zu gehen vor der er so Angst hat. Ich wechselte die Rolle und folgte mit leichtdem Widerstand der Einladung, eine Decke übernahm die Rolle des Urvertrauens und ich ließ mich in sie fallen. Meinem Ego, dass Fantasien von Reichtum kreiert, gefällt es nicht, aber irgendwie fühlte es sich im Körper und emotional wohlig an. Ich sah die Situation auch aus einer höheren Perspektive, dass ich keinen Anspruch auf Reichtum habe, bloß, weil ich lebe, dass soviele andere Menschen das auch nicht vergönnt ist und dass es im Universum nicht darum geht. Ich entspannte mich und merkte wie ich mir ne Fallhöhe in mein System einbaute mit dem totalen Spüren der Armut, die ich ja kannte, aber unterbewusst immer ablehnte. Wenn ich diesen Schatten annehme und liebe, dann falle ich, wenn ich falle in etwas, das ich kenne und liebe, wenn ich es aus Angst ablehne, dann falle ich in etwas, dass ich aus Angst ablehne. Und ja aus Coachingsicht ist es paradoxe Intervention und es widerspricht vielen Methoden von Manifestationen oder dem Law of Attraction oder dem Zielorientierten Denken. Viele Coaches würde es anders machen. Würden den Klienten einladen mal den Reichtum zu spüren, sich auf das Ziel, den Focus und die Entscheidungen und die das immer wieder aufstehen, die Motivation konzentrieren und ich mache radikal den Weg der Schattenarbeit bzw. bringt mir eine höhere Instanz das gerade so bei und es fühlt sich stimmig an. Ich machte das mit all den anderen Schatten auch und ließ mich in diesem Prozess in meine Wahrheit fallen, gegen die ich mich so wehrte. Ich ließ das Gefühl der Ausgrenzung in mich eindringen und es wärmte mich, ich ließ das Gefühl der Ablehnung in mich eindringen und es wärmte mich. Gleichzeitig ließ ich mentale Identifikation damit los, die dazu führt, dass es immer wieder passiert. Es war jetzt einfach ein Teil meiner Vergangenheit und dieses Moments. Und gleichzeitig ließ ich meinen Widerstand etwas los mehr Frauen nicht mehr zu begegnen und zu Workshops zu gehen. Ich ließ den „wollen“-Anteil etwas los. Und Leute, das ist nicht wahrlich nicht leicht für mich, ist nicht das erste Mal, dass ich von dem Feld eingeladen wurde Frauen loszulassen. Mein Schmerzmangelsystem wehrte sich. Frauen loszulassen war verstrickt mit meinem Inneren Kind die Liebe von der Mutter loszulassen nach der es sich so sehr sehnte und in der Wahrheit des Schmerzes von nicht geliebt werden anzukommen.

Dazu teile ich mal noch ein Musikvideo, welches ich heute in einem Restaurant gesehen habe, das mich sehr berührt hat und ich mit einem Liebeslied zum Inneren Jungen assoziiere. (Zum Glück verstehe ich ja kein Englisch)

 

Nachtrag

Ich wache heute morgen auf. Bin in meinem Körper in meinen unangenehmen Gefühlen.

Bei FB freue ich mich über die 5 Likes und drei Kommentare unter diesem Beitrag oben, den ich auch bei FB teilte. Ich sah aber auch Seans Beitrag von heute morgen in dem er ähnlich wie ich über seine Prozesse shared, aber anders als ich kürzer und weniger mental reflektierender als ich. Er hat verfickte 61 Likes. Neid kommt auch, nicht dass ich ihm es nicht gönne, aber Minderwertigkeit taucht auf. Ich stelle mich, meine Beliebtheit, meinen Wert, meine Qualität in Frage. Und klar ich rede mir natürlich ein, dass ich das für mich mache und ich für therapeuthische Zwecke mache, aber ich möchte auch berühren. Und ja meine Texte tun das offensichtlich nicht so wie die von Sean. Ehrlichkeit und sich transparent zeigen ist geil. Aber wenn Sean es macht ist es geiler. Bei mir noch nicht ganz so geil. Ja, Fuck ich mache mich mal transparent damit was likes mit mir machen, bin ja damit hoffentlich nicht der einzige und ja likes, haben ne Power. Mica und ich machen am selben Tag zusammen neue Profilfotos und stellen sie zeitlgleich bei FB hoch. Ich bekomme 22 Likes und einen Kommentar bei 500FB-Freund_innen und Mica bekommt 53 likes und drei Kommentare. Und jetzt könne mensch den Spiriphrasensatz drüberlegen, dass mensch nicht vergleichen soll, aber dieses Konzept ist eine drüberglegte Trennung von der Realität. Wenn ich den Satz in mein System hole, dass ich nicht vergleichen soll, dann unterdrücke ich eine Realität in mir. Ja ich bin mensch, ich vergleiche und es macht was mit mir und es ist OK.

Ich lasse mich in die Schatten fallen und setze den Prozess vom Vortag um. Es ist OK diesen dunklen Gefühle zu fühlen, aber wie so oft fangen dann parallel an die Gedanken zu kreisen. Ich fing an über meine Selbständigkeit nachzudenken und an der Stelle verstehe ich immer wieder erleuchtete Gurus nicht, die sagen, sei radikal im Moment und denke nicht. Denn für meine Berufung, Planung, Orga usw. brauche ich ja Gedanken, die mal eben auch nichts mit dem Moment zu tun haben. Ich mache Morgen eine Aufstellung mit einer Klientin und suche noch zwei Stellvertreterinnen, weil genau zwei Frauen und ein Mann gewünscht waren, am 8.12. biete ich zwei Aufstellungen an, habe aber noch keinen angemeldete Fragestellerin und am 15.12. mache ich mit Mica nen Workshop, der auch finanzielles Risiko birgt.

Und dann kommen Angstgedanken. Was wenn nicht zwei Frauen morgen kommen und ich vor meiner Klientin stehe und „versagt“ habe zwei Frauen als Stellvertreterin zu attracten, was wenn sich keine Fragesteller_innen zu meiner Aufstellung anmelden, wenn nicht genug Leute kommen zu unserem Workshop. Ich bin echt bereit viele Schatten anzunehmen, aber ich habe Angst vor dem Nicht-Erfolg, habe Angst, dass ich dann mir auch denken, na dann eben nicht Leben, dann nimm mir neben Frauen, Gruppen usw. gerne noch meine neugefundene Berufung als Coach und Workshopleiter weg. Ich schon schwer genug die Entscheidung. Ja, gerne fühle ich noch den Schatten des Versagers und lasse es los das mit Strategien zu kompensieren. Aber was dann, wer bin ich dann, was mache ich dann, wie bestreite ich meinen Lebensunterhalt, liebes Universum ich verstehe es nicht, einerseits gibt es Heilungsbedarf und auf der anderen Seite sehe ich auch immer wieder die spirituelle Konzeptphrase, dass alles richtig ist so wie es ist und es keiner Veränderung bedarf. Puh was ist richtig, ich bin verwirrt. Und es spiegelt nur einen Teil meines Gedankenkreisens wieder. Ich bin mittlerweile sogar schon in der Lage solche fertimachenden Widersprüchlichkeiten zu lösen.

Ich lese bei FB diesen Text erst ein Statement von Ron zum Tribel Gathering, wo es ausschnittsweiße heißt:

Dieses Gathering ist keine Silvesterparty.
Never!
Das ist kein hedonistisches Gelage,um mal etwas Abstand zum Alltag zu bekommen.
Es ist ein modernes Gebet für das Leben.
Ein auf die Knie gehen und in Demut sich vor dem Leben verbeugen.
Ein zurückfinden in meine wahre Natur und Größe.
Durch die Dunkelheit ins Licht.
Hier gibt es keine Substanzen, kein Kaffee, nur veganes Essen, Ehrlichkeit, Ankommen, Sein, Raum um mich meinen Themen stellen zu können.
Es wird keine Luxus-Doppelzimmer-Honeymoon-Kreuzfahrt ins ewige Glück.
Schlafmangel, Überforderung, Emotionen, Projektionen, enttäuschte Erwartungen, alte Wunden, ungefühlte Schmerzen…..Schattentransformation ist der Weg des Lichtkriegers (Karl Jung).

Ich freue mich, meine Energie geht hoch, ich freue mich dass ich dabei sein darf und einen Abend vor den bis zu 180 Menschen und 30 Kindern mithalten darf. Das ist der richtige Platz für mich.

Weiter lese ich heute morgen einen längeren Text: „Fallen der Spiritualität“ Geile Synchronizität zu meinem Blogartikel gestern Nacht. Da tut sich was im Feld.

https://www.facebook.com/Seelenschmelze/posts/2168310366526932

Und dieses Zitat löst die eben formulierte Widersprüchlichkeit auf. So arbeite ich auch als Coach, kein Optimieren und Verändern für ein „besseres“ ich, sondern einfachnur den Raum halten, in der Präsenz sein, eine Erfahrung anbieten in dem sich meine Klient_innen selbst tiefer erfahren können.

Ein Heiler ist jemand, der anderen hilft, sich an ihre Ganzheit zu erinnern. Aber man kann Menschen nur dahin bringen, wo sie gerade stehen. Du kannst die Energie für Menschen halten, du kannst das Gewahrsein für Menschen halten, aber du bist nicht wirklich der Heiler. Du öffnest nur einen sicheren Raum, indem du absolut im Moment bist. Alle Heilung ist Selbstheilung.

Und auch wenn ich hier meinen Schatten schriftlich viel Raum gebe, es sind nur Schatten und ich bin jetzt in einem Normalstate und bin handlungsfähig. Ich werde nun ca. 10 Frauen direkt anschreiben, ob sie denn morgen kommen können und ja ich mache es einerseits mit Schattenenergie (Angst sonst als Versager morgen dazu stehen), einem Mangel (ich „brauche“ zwei Frauen) und gleichzeitig einer weltlichen Notwendigkeit, so ist das nunmal als Selbständiger. Da braucht es auch mal Akquise, auch wenn es unbezahlte Arbeitszeit ist. Am Ende hoffe ich einfach nur, dass ich morgen Dienen darf und mein Geld wert sein werde.

PS:

Ich lese in der  Kitaverlinkung den Kommentar „Wer gibt schon gerne seine kranken Kinder in der Kita ab,aber oft haben Arbeitgeber überhaupt kein Verständnis und die Existenz steht mitunter leider auf dem Spiel“ Und ich schreibe auch oft über Existenzangst.

Aber ist euch mal aufgefallen was für ein durch die Matrix aufgeladene Konnotation in diesem Begriff steckt. Spirituell heißt Existieren etwas ganz anderes als womit es mittlerweile verknüpft ist. Beim Reiki gibt es das Gebet ich bin dankbar dafür, dass ich existiere, was ich wirklich mit tiefer Resonanz übernehmen kann und ich bin fucking Dankbar für meine Existenz, auch wenn ich jetzt Todesängste erleben muss/darf.

Und gleichzeitig heißt es Existenz aufbauen, haben oder zerstören im Kontext von Berufung, Arbeit und Selbständigkeit. What the Fuck. Das ärgert mich sehr. Die Gesellschaft hat es damit echt geschafft unseren Wert, unser Wurzelchakra, unser Sein unsere Gefühle, einfach alles in unserer Wahrnehmung damit zu verknüpfen, ob wir arbeiten oder nicht. Es heißt es können Existenzen zerstört werden (jemand geht pleite) aber in Wahrheit macht ja die Existenz nur die Erfahrung, dass mensch pleite geht. Die Existenz wird ja nicht bedroht durch das Pleite werden. Sie macht nur eine unangenehm eingeordnete Erfahrung. So, das musste mal raus.

 

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Berufung

Es gibt einen Satz, den ich an den Anfang dieses Blogartikels stellen möchte, weil ich eine Doppelrolle in der Öffentlichkeit einnehme als sich selbst transparent machender Blogger und jemandem, der Akquise für Workshops und Coachings macht:

Ich habe die Fähigkeit in meinem Raumhalterstate in eine Präsenz zu gehen in der ich „frei“ von meinem Themen bin, in der ich angebunden bin an das Feld, einer Instanz, die größer ist als mein Ego, und ich diene in dem ich den Impulsen und Eingaben folge, so dass die Menschen mit denen ich arbeite eine in einem safen Space eine tief in Kontakt mit eigenen wahrheiten gehen können sich von blockierenden Verstrickungen und Anteilen befreien können, so dass die Energie wieder fließt.

Ich bin auf dem Weg in meine Berufung und ja ich werde nicht mehr mit Klient_innengruppen der sozialen Arbeit arbeiten. Es ist Verschwendung meines Talents, wenn ich mit Menschen arbeite, die mit Einwortsätzen antworten, die Monate für Bindungsaufbau brauchen und die Themen haben, wo meine Energie runtergeht. Der Sozialarbeiter ist nämlich viel für die Alltagsstabilität, Wohnen, Bürokratie, Finanzen, Arbeitsfähigkeit, Gesundheit usw. zuständig. Dinge, die jetzt alle wahrlich nicht zu meiner Stärke gehören. Auch gehört die Arbeit mit Zwangskontexten und unfreiwilligen Settings mit dazu, was mit viel unbewusster Manipulation des Systems (Du hast dich für diese Einrichtung und diesen Job entschieden, also hast du dich auch für alle anderen Punkte des Vertrages entschieden und die musst du jetzt einhalten, obwohl dein Gefühl, deine Wahrheit in diesem Moment eine andere ist.)

Meine Stärke ist es mit Leuten und Gruppen zu arbeiten, die freiwillig zu mir kommen und Hilfe, Heilung, Bewusstheit, Klarheit, Lösung von Verstrickung, gesehen, gehalten, geliebt werden oder ähnliches suchen einen klaren Space bekommen in den Anteile hinter Masken und Programmen sich zeigen dürfen und eine andere Dynamik passieren darf. Die Energie ist eine andere in diesem Setting und meine Feldwahrnehmung springt nur an, wenn die Leute für „Heilung“ (was aus spiritueller Sicht darunter verstanden wird) offen sind. Und ja ich liebe es, schnell zur „Sache“ zum Thema kommen und nicht soviel Zeit mit Socialisen zu verschwenden.

Meine Mission als Mann ist es Räume zu kreieren in denen die Wahrheit gesehen wird und fließen darf. Ein Raum in dem Schatten ins Licht dürfen. Meine Mission ist es wieder Frieden zwischen Männern und Frauen herzustellen und zwar ohne künstliche Programme aus der Matrix.

Ich komme aus der weltlichen Welt. Habe einen Bachelor-Abschluss als Sozialpädagoge, habe einen Abschluss als Systemischer Coach und war 5 Jahre lang Kommunalpolitiker für die Grünen in Marzahn-Hellersdorf. Ich bin diskursbewusst was Gender, Sozialräume, Institutionelle Strukturen, politische Zusammenhänge usw. angeht und bin fit in Kommunikationstechniken und habe ein hohes Bewusstsein für professionelle Rolle und Grenzen.

Das ist meine Basis bevor ich mich mit 30 Jahren in die spirituelle Szene aufmachte. Das erste was ich (mit 30!) lernen musste war, dass Gefühle im Körper sitzen. Ich wusste das als radikalverkopfter nicht! Ich dachte zu dem Zeitpunkt, dass alle Probleme durch nachdenken gelöst werden müssten.

Vom Sternzeichen her bin ich Jungfrau. Analytisch, mental stark, das kritisches und selbstkritischste Sternzeichen und es ist ein Erdzeichen, das die Erdung gerne in Form von Strukturen auslebt.

Ich bin 2012 zum spirituellem Gruppentreffen gekommen, das beste und niedrigschwelligste was mir passieren konnte um in Kontakt mit dieser Welt zu kommen, die in Medien sehr peripher und sehr verzerrt dargestellt wird, und habe es aufgrund meines Orga- und Vernetzungstalents am Leben gehalten. Ich stelle die für mich wahre Behauptung auf, dass es ohne mich versandet wäre. Aber aus Eigeninteresse, weil ich selber so massiv davon profitierte, gab ich immer wieder Orgaenergie rein. Die zweite Hälfte 2014 war die euphorischste meines Lebens. Ich habe mit Hilfe von zwei Monaten Wohnungslosigkeit endlich meinen Bezirk Marzahn-Hellersdorf losgelassen. 16 Semester Studium an der (zum Teil linksradikalen, Antideutschen, Genderextremistischen) Alice-Salomon-Hochschule, 5 Jahre Kommunalpolitiker und meine ersten beiden Sozialarbeiterjobs waren dann auch noch in Hellersdorf und in Marzahn.

Fünfeinhalb Wochen verbrachte ich auf dem Rainbow Gatherings in Rumänien und Ungarn, wo ich das Creators Game kennenlernte, den immer noch krassesten Workshop, den ich je erlebt habe. Ein Gathering in der Natur auf dem es nur vegane Ernährung gibt und von dem ich körperlich neu konditioniert als Vegetarier zurückkam und bis an mein Lebensende bleiben werde. Das Highlight meines Orgatalentes war die Organisation der Einweihungsfeier für das SPIRIT BERLIN am 26.7.2014. Eine 15stündige Party mit einem mega Programm und ca. 400 Gästen! Ich organisierte auch weitere große und kleinere Events Veranstaltungen: Silvester, Gatherings, Vollmondpartys, wöchentliche Massagekreise, Systemische Familienaufstellungen, einen Wochendworkshop mit durchgehendem Projekt und einer Übernachtung in dem alle Teilnehmer die ganze Zeit blind waren, Filmabende, als Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der Violetten viele Veranstaltungen zur Berlinwahl 2016.

Ich habe dann ein Jahr im SPIRIT BERLIN gewohnt und kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass ich derjenige bin, der die meisten Workshops und Veranstaltungen im SPIRIT BERLIN besucht hat.

Diese Ära wird Ende Februar 2019 zu Ende gehen. Es war eine geile Zeit. Ich hoffe, dass ich die Checkout/Closingparty mit halten darf.

Eine neue Erfahrungswelt tat sich von 2011 bis heute in der spirituellen Szene auf. Ich spürte langsam mein Leid, mein Vaterthema, das ich bis dahin komplett verdrängt hatte. Ich hielt es für was völlig normales mit einer alleinerziehender Mutter aufzuwachsen. In Wahrheit habe ich als Kind jeden Tag mit dem unterbewussten Gedanken, mir fehlt mein Vater Leid kreiert, was ich aber nicht fühlen oder halten konnte. Dieser Schmerz durfte nicht da sein, es hätte den Schmerz meiner Mutter berührt, die ebenfalls ohne ihren Vater und mittlerweile ohne Partner aufgewachsen ist. Ich hatte Angst sie damit zu killen. Unbewusst bekam ich auch viele Projektionen ihrer ungelösten Männerthemen ab, wodurch auch Übergriffigkeitserfahrung durch meine Mutter erlebte.

Es dauerte viele Prozesse, viele Jahre projizierte ich mein Vaterthema auf Räume, Gruppen oder Raumhalter, da ein einzelner Mann nicht Power gehabt hätte meine Projektion zu halten und erfuhr Ausgrenzung, was jedes Mal meinen Grundschmerz von Haltlosigkeit berührte. Und ich zog Frauen an mit Männer/Vaterissues und verstrickte mich. Mein Inneres Kind wollte Liebe, der junge Erwachsene Sex und Christian Safetyzone mit verschlossenem Herzen maximale Kompensation meiner Mangelanteile.

Endlich komme ich wirklich im Erwachsensein, im Krieger an. Es hat bei mir solange gedauert, weil ich wenn ich dann erwachsen bin auch ein „guter“ und bewusster Erwachsener sein möchte gewisse Spiele nicht weiterspielen möchte und an nächste Generationen weitergeben möchte. FICK DICH abwesender, verantwortungloser Mann.

Wow, was habe ich alles erlebt: Intuitionsspiele, intuitives Arbeiten, Remote Viewing (Hellsichtigkeit), Gruppen und Workshops zu AKE (außerkörperliche Erfahrung, Astralreise, Nahtod), Gruppendynamik (spirituelles Gruppentreffen, Synchronisation, Check in, Check Out, Kreiskultur, Sharings, Spiegeln, Konflikte, Projektionen, Übertragungen, Gegenübertragungen), Schamanische Trancereisen und Rituale, Jahreszeitenfeste, Vollmondrituale, Tarotkarten, Geistige Aufrichtung, Hypnose, Reiki, Massageworkshops, Rangeln, Playfight, Eyecontact, Mantren Singen(hören/mitschwingen, Kirtan, Tantra, Consciues Touch, Heilsame Berührung, Bewegungs und Tanzwroskhops, Barfusstanzpartys, Tantramassagen, Radical Honesty, Authentic Relating Games, Wheel of Consent, Circling, Creators Game, Männerkreisen, Männerworkshops, Männerinitiation, Wut-Workshops, Körperarbeit, Zentrierungsmeditation und unzählige andere, Schattenarbeit, Lichtarbeit, Ernährung (Fasten, Rohkost), Herzmeditation, Trauerarbeit, Improtheater, Cacao-Zeremien (Cacao und Kuscheln), Arbeit mit Engeln, begleitete Inkarnationsreisen, Lesen (bspw. Osho – Mut, viele Artikel), Schreiben, Chakrenarbeit, Coachings, Seminare.

Herauszuheben ist die systemische Aufstellung. Ich nahm 2012 an den ersten teil und wurde süchtig, weil ich es so geil fand über die Rollen was zu fühlen, weil ich mich da selbst noch nicht spüren konnte. Als ich das erste Mal Fragesteller war, war das ein Durchbruch. Vaterthema. Meine Stellvertreterin hat so krass gelitten, sie lag  knapp 10 min auf dem Boden als Inneres Kind und ließ sich 10 min lang nicht zum Aufblicken moderieren, weil das Leid zu groß war. Ich habe während der Aufstellung geheult wie zu dem Zeitpunkt noch nie zuvor in meinem Leben. Mittlerweile habe ich weit über 250 erlebt und geleitet. Das trainierte im Übrigen auch diesen Wahrnehmungskanal in mir im Kronenchakra.

Herausragend auf meinem spirituellen Weg war auch die Arbeit mit Substanzen. Seit Ende 2014 habe ich 7 Ayahuascareisen mit verschiedenen Schaman_innen, drei LSD-Reisen, dreimal San Pedro (männlicher Pendant zu Ayahuasca) und einige Male Kambo und einmal Pilze, sowie halt Cacaozereomien.

„Wow, die Mutter aller Heilpflanzen „Ayahuasca“ hat mich zu sich gerufen und ich bin ihrem Ruf gefolgt. Ich habe eine andere Seite des Seins erleben dürfen. Es ist unbeschreiblich und nicht in Wort zu fassen. Ein zweistündiger Trip mit meinem „spirituellen ich“. Meine Wahrnehmung war außerhalb der Sinne, Raum, 360°, Kugelförmig und darüberhinaus multidimensionale Gleichzeitigkeiten. Ich sah eine Architektur von Bildern, die sich mein Mentalkörper nicht hätte vorstellen können, weil sie nicht mehr auf Dreidimensionalität angewiesen ist. Die Zeit hatte eine andere Bedeutung.
Es war so voller Fülle und Komplexität, dass dort alle meine (20!) Fragen, die ich mir vorher aufgeschrieben habe, keine Bedeutung mehr hatten. Worte und Fragen waren dort wertlos. Es gab auch keine Zahlen oder einen Unterschied zwischen eins und viele. Was ich wahrgenommen habe war ein multikomplexer Film, der alles im Raum mit einbezogen hatte. Jede Körperregung, jedes Geräusch und leider auch jeder Gedanke wurde Teil des visuellen Films, der ich gleichzeiti war. Es gab keine Trennung mehr zwischen Film und Beobachter. Es gab dort nicht mehr wirklich die Identität, die ich kannte, nur das pure wertfreie Bewusstsein. Kommunikation lief da so ab, dass ich meine Bilder kreiere und Mama Ayahuasca ihre und im Kontakt wurden gemeinsame Bilder kreiert. Bei meiner ersten Reise war es sehr schön, ich war ein Seelenbaby und bekam unfassbare mütterliche Liebe. Später war ich ein Seelenkleinkind und es sollten mir ein paar Lektionen beigebracht werden auf der Reise und mir wurden Bilder gezeigt (die gleichzeitig Gefühl und Erfahrung waren), um mir Weisheit beizubringen, aber ich selber war so laut durch die ca. 20 Fragen, die ich mir vorher aufgeschrieben hatte, dass ich immer wieder die Bilder mit „meiner“ Energie verzerrte. Es entstant ein kleiner Machtkampf um das Bilderkreieren. Irgendwann wurde sie strenger und es gab die erste Lektion. Höre auf zu fragen. Denn nur in der Stille können die Antworten zu dir kommen. Diese mütterliche strenge Grenzesetzung machte mich demütig. Ich wusste, dass sie Recht hatte. Meine Grübelstörung störte aber weiter ohne dass ich es kontrollieren konnte. Die Reise war durchweg positiv. Eine Essenz war auch, lebe und genieße dein Leben. Es ist wie Urlaub von der anderen Seite.
In der zweiten Ayahuasca-Zeremonie erlebte ich meinen letzten Tod. Ich sah mich als Soldat in einem Hubschrauber, der abgeschossen wurde. Ich stürzte ab, der Hubschrauber auf mich drauf. Ich hinterließ Frau und Kinder. Ich bemerkte, dass ich keinen Raum hatte diese Gefühle, die das alles ausgelöst hat, zu fühlen und ich quasi das in dieses Leben mitgenommen hatte, da ich ja relativ schnell inkarniert bin. Es erkläre meine Depression: ich hatte eine posttraumatische Belastungsstörung, wie es Soldaten nunmal haben, wenn sie aus dem Krieg zurückkehren. Ich habe in dem Moment auch verstanden, dass warum ich mir soviel Leid kreiert habe, dass ich ohne Vater aufgewachsen bin. Das war, weil ich Schuldgefühle hatte, dass durch meinen Tod ja auch meiner Familie ohne Vater weiterleben musste. Ich sollte den Soldaten dann begraben und schaffte es nicht und holte das zwei Jahre später bei eine Kundalinimeditation nach.
In einer weiteren Zeremonie wurde mir explizit das Kronenchakra geöffnet und es passiert wahrlich viel pro Sekunde in so einer zwei bis achtstündigen Session. Ich könnte stundenlang darüber schreiben.
In dieser Zeremonie, die ich 2015 direkt nach dem Jakobsweg machte, begegnete ich auch Jesus Christus. Meine Arme gingen auseinander und ich spürte ihn wie er am Kreuz sagte „Herr Vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“. Ich sah in dem Moment einen gewaltigen Weltschmerz durch uns durchfließen. Jesus, die Vergebung ist der Weg zu Gott. Ich verstand auch da, dass ich mir viel Leid in diese Inkarnation mitgenommen habe, um einer größeren Sache zu dienen, um zu heilen.
Wieder eine Inkarnationen später lernte ich kennen was die apathischen Zustände bedeuten, die ich manchmal erlebe und ich grausam finde. Ich erlebte einen Seelentanteil von mir, einen Arbeiter/Diener auf einer höheren Ebene, Teil einer geistigen Welt, mehr als eine einzelnen Inkarnation und erlebte mich als Weltenüberbrücker (Vergleichbar Gevatter Tod, den ich auch mehrmals begegnete). Ja, es ging in den letzten Jahren viel um Tod, was meinem Aszendenten Skorpion entspricht. Ich sehne mich mehr als andere nach emotionaler Tiefe und steche übrigens giftig zu, wenn ich mich in die Ecke gedrängt fühle 😉
Ich sah unfassbar viele Kriege und Tote, Soldaten, die es nicht geschafft haben auf die andere Seite zu gehen und festgehalten haben, begleitete ich rüber ins Jenseits. Und irgendwie ist die Rolle immer noch leichter als mit dem eigenen Tod konfrontiert zu sein. Todesangst, Angst meine physische Inkarnation mal wieder verlassen müssen ist immer noch stark in meinem System. Siehe mein letzter LSD-Trip. So dankbar ich Mutter Natur und Gott bin, dass ich existieren darf, so sehr bin ich auch noch mit den Spielregeln, dass ich wieder gehen muss nicht im Frieden. Aus diesem Schatten, diesem Unfrieden nährt sich übrigens ein bestimmte Art von Super-Ego-Dämon, den ich in meinem System wiedererkenne und den ich weltweit in patriarchialen Strukturen Strukturen maninfestiert wiedererkenne.
Meine erste San Pedro schaffte mir Frieden mit meiner Vaterlinie. Ich spürte, dass er keine Verantwortung für mich übernehmen konnte, weil für ihn auch keine Verantwortung übernommen wurde. Damit konnte ich ein Stück weit diesem Arsch vergeben. Es öffnete mir dann auch einen Inneren Väterlichen Raum, der dann erstmalig Innere Kind Arbeit machen musste. San Pedro erklärte mir, dass ich als Erwachsener jetzt meinem Inneren Kind das geben muss, was es als Kind nicht verstanden habe. Das habe ich in der Folgezeit auch gemacht, Schwierigk wurde es dann, wenn systemisch auch die Mutter gebraucht wurde. Mein Innerer Mann und meine Innere Frau waren jedesmal wenn ich sie visualisierte im Clinch miteinander. Die Innere Frau halbtot, wartete darauf, dass der Innere Mann in seine Kraft kommt, der Innere Mann wartete auf die Innere Frau, dass sie ihn liebt, damit er in seine Kraft kommt und in diesem Chaos das völlig zerstörte Innere Kind. Vor zwei Wochen bei einer Meditiation haben Innerer Mann und Innere Frau das erste Mal miteinander getanzt. Auf Schlittschuhen mit verringerter Schwerkraft, die es in der geistigen Welt ja nicht gibt. In der Natur auf einem vereisten See. Vergleichbar mit Bildern aus diesem Musik-Video

Ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich diese Elemente wieder loslassen. Ich brauchte den Umweg über diese Heilpflanzen, weil ich über die oberen Chakren verstehen musste, warum ich soviel Leid in mir habe und mich nicht in meinen Körper, der voller Blockaden war hineinerden konnte. Hatte ja auch letztens schon darüber gebloggt, dass ich mit einem Schwarzen Engel sprach, der mir erklärte, dass dieses Portale öffnen nicht der lichtvollste Weg ist. Und ich bin der Meinung, dass hier ind er verdrugten Berliner Szene ständig Portale geöffnet werden zur geistigen Welt und sich Fremdenergien hier einnisten, die unser Leben schwerer machen. Substanzen nur im Kontext von einem Ritual oder mit Heilungsintention. Ich habe ein klares Nein zum Kiffen und Ähnliches als Spaß- oder Ablenkungsdroge. Mich kotzt diese Unbewusstheit gerade an. Ich persönlich lasse diesen Weg los und nehme meine Inkarnation voll an und gehe vor allem viel den weg über des Körper spürens und im Moment Seins.

Ein weiteres Talent, was in einer Session mit einer Freundin und einem mit offenen Augen für beide sichtbaren Lichtpunkt-Engel, releast wurde, ist die Fähigkeit heilende Energie durch meine Hände fließen zu lassen. Ähnlich wie Reiki, wo ich auch den ersten Grad habe, nur dass es sich bei meiner Energie um eine braune Flamme handelt, die eine feurig erdende Wirkung auf Menschen haben kann.

In meiner Mayazeremonie ersten Mayazeremonie meinte Ron zu mir, dass ich der Weiße Spiegel bin. Drei Aspekte:

Große Schatten
(ohja, was ich an Schmerz, Wut, anderen Gefühlen und an anderen Anteilen unterdrücke ist wahrlich viel.)

Großes Ego
Ja, ich habe einen narzisstischen Anteil, Rollen, Masken: Ich kreierte mir diesen Schutz, um zu funktionieren, um teilzuhaben an der Matrix, der weltlichen Welt, um nicht zusammenzubrechen, auch eine Vernunft, um nicht mit meine Aggression und Zerstörungspower Räume zu zerstören und auch um meine Wut und Verletzung gegenüber Frauen nicht spürbar zeigen zu müssen.

Ein großes Talent
Und ja, ich habe die Fähigkeit Schatten, Wächter und Dämonen bei anderen wahrzunehmen. Schatten sind nichts negatives. Oft ist es auch Freude, ein Talent, Ängste. Wächter sind Blockaden und Dämonen sind drübergelegte Anteile wie Sucht, die sich vom Schatten ernähren. Auch letztere brauchen Liebe und gesehen werden, damit sie den Schatten freigeben. Um dieses Talent zu nutzen benutze ich mein weiteres Talent Räume kreieren zu können in denen Menschen sich selbst mit diesen Anteilen bewusst und wertfrei wahrnehmen können und sich durch den Halt den sie spüren in eine heilende Tiefe fallen zu lassen.

Ich arbeite auch als >Systemischer< Coach. Ich liebe Systemisches Denken, weil das eine große Brücke zwischen weltlicher und zur geistigen Welt ist, welche das Trennungsdenken überwinden kann. Diese Denkweise bzw. Wahrnehmungsweise besteht daraus, dass alles im Zusammenhang mit allem steht und dass es manchmal gar nicht so wichtig ist am Problem zu arbeiten, sondern das Problem als Spiegel für ein systemische Störung woanders zu behandeln und dort zu arbeiten, so dass sich das Problem von alleine erübrigt.

Und nein, ich arbeite nicht als klassicher Coach oder Sozialarbeiter und ich werde meine Klient_innen auch nicht zu Tode Analysieren, auch wenn ich es könnte. Ich arbeite wenn ich Sessions gebe mit einer Feldanbindung, einer Instanz, die größer ist als mein Ego, meine mentalen Fähigkeiten. Ich bin in einem State des Raum kreierens, wo ganzheitlich sein darf des und spürens und folge in diesem State radikal den Eingebungen und Impulsen. Ich habe eine ziemlich klare Wahrnehmung in diesem State was von mir kommt und was aus der geistigen Welt bzw. dem Feld.

Ich bin gerade in einem Umbruch und befreie mich gerade von Themen, Glaubenssätzen, die mich noch von Erfolg und finanziellem Fluss fernhalten.

Mir ist wichtig zu sagen, dass ich nicht einer dieser Coaches sein möchte, der sich nach außen hin so darstellt, als ob er schon fertig wäre, mit einem einzigen klaren Konzept und seiner Wahrheit. So und so ist es richtig und wenn du es genauso machst wie ich und die neuen Glaubenssätze übernimmst, dann wirst du glücklich. Ich habe ne Scheiß Wut auf viele Schattenkreierende glücksversprechende Lichtansätze in der spirituellen Szene.

Und klar ich habe den Glaubenssatzanteil auch, dass ich gerne Stärke und Erfolg ausstrahlen möchte, wenn ich ins Marketing gehe. Aber ich möchte nicht in die Maskenfalle trappen. Deswegen wird es auch weiter mein Weg sein, mich hier radikal transparent zu machen mit Talent, Schatten und meinem Dämonen. Und ja ich habe Angst, dass Leute sagen, der Typ ist gestört, zu dem gehe ich nicht hin. Mich stört etwas im Außen, dass die Leute sich soviel verstecken, insbesondere auch Männer mit ihren Gefühlen. Ich möchte eine andere Gesellschaft. Und wie heißt es so schön, sei der Change, den du dir in der Welt wünschst. Ich werde mich in meiner Zukunft sehr berührbar zeigen. Radikale Transparenz habe ich hier bereits mit meinem Blog gezeigt. Das fällt mir leicht, weil da ne Distanz, ne Trennung vom Moment, ne Kontrolle, ne Selbstbestimmtheit drin ist. In Kontakt mit Menschen fällt es mir noch schwer mich emotional und berührbar zu zeigen, weil es einfachnoch viel ist und ich Angst habe/hatte, dass ich und die Gruppe es nicht halten kann. Ein Teil meiner Selbständigkeit ist das Projekt aus dem Feld in die Welt. Wir wollen mit Videos auch an die Öffentlichkeit gehen, welches diese „Feld“-Arbeit, Aufstellungsarbeit zu kollektiven Themen sichtbar macht. Und ich blockiere gerade in diesem Projekt beim ersten Video. Mich sieht mensch dort im Inneren Kind oder mit meinem Beziehungsthema, was natürlich gleichzeitig auch kollektive Themen berührt nur mit dem Unterschied, dass ich mich entschieden habe mich damit radikal zu zeigen und mich auch Bewertungen in einem sehr kritischen Internet auszusetzen. Ich hatte immer panische Angst, wenn irgendwo in Workshops Kameras rausgeholt wurden, das blockierte mich voll zu weinen/meine Gefühle zu zeigen, weil ich keine Kontrolle über die Bilder habe, wenn sie im World Wide Web zu sehen sind. Es löst noch krasse Gefühle aus, mich auf Fotos oder auf Videos zu sehen. Da gehe ich als nächstes durch. Weiterhin sieht mensch mir meine Wahrnehmung nicht an und ja ich switche da auch sofort in normalen Settings oder wenn ich anfange zu sprechen schnell raus. Ist immer witzig in mir sehr hohes Bewusstsein parallel zu nem Schlichten Mann in der Persönlichkeit zu beobachten.

Das ist ein Teil meiner zukünftigen Arbeit. Das ist viel Arbeit mit Videos vorbereiten, mit Prozessarbeit zu drehen, produzieren, Schneiden, veröffentlichen und zu vermarkten. Ziel ist es irgendwann mal damit Passives Einkommen zu generieren. Ein Traum ist es irgendwann mal 1.000€ monatlich zu mir fließen zu lassen und auf dieser Basis dann meine Workshops und Coachings zu geben. Es gibt leider noch nicht das bedingungslose Grundeinkommen. Es ist in mir aber eine ganz andere Energie, wenn ich so und soviel Coachings machen muss pro Monat, um mein Lebenseinkommen abzusichern, denn dann gehe ich vielleicht auch über meine Grenzen oder handele aus einem Mangel oder wenn ich abgesichert bin und dann frei bin zusätzlich zu geben und Geld zu mir fließen zu lassen. Letzteres ist dann viel mehr aus dem Herzen, weil ich dann auch nein sagen kann und mir bspw. im Sommer und im Winter radikale Auszeiten gönnen kann ohne Angst haben zu müssen, dass in dieser Zeit meine Ausgaben meine Einnahmen übersteigen.

Und ja, damit will ich auch transparent sein an dieser Stelle. Ich habe richtig Lust, auf richtig viel Geld. Ich möchte mir mit meinem Jahreseinkommen arbeitsfreie Auszeiten, Urlaube, vielleicht eine Reise nach Afghanistan leisten können, vielleicht auch irgendwannmal für eine Fahrerlaubnis und ein Auto. Ja, ich habe Lust auf einen guten Laptop für meine Arbeit auch mit Videoschnitt, ich habe Lust mir Workshops, Seminare, Coachings, Supervision, Massagen, Spa-Besuche leisten zu können. Ich habe Lust Geld zu mir fließen und durch mich fließen zu lassen. Ich habe Lust Geld zu verwalten, zurückzulegen für Eigentumswohnen, für eine Rente weit über dem Grundsicherungsniveau, damit ich auch im Alter mein Leben in einer großen Community oder mit meiner Familie genießen. Ich bin meine Preise mehr als wert, weil ich kein einzelnes Produkt an jeden Verkaufe, nein, ich gehe selber energetisch tief mit und sehe mich nicht einen Monat lang täglich 4 Sessions zu leiten. Ich brauche als Hochsensibler viel mehr Zeit für Regeneration und auch meine Freizeitaktivitäten, was meine Arbeitszeit auch wieder wertvoller macht.

Und ja ich weiß bei mir und bei anderen sind noch viele Themen rund um das Thema Talent leben und Geld fließen zu lassen. Daher laden Mica und ich euch ein euch auf unserer Reise mitzureißen. Es wird kein Seminar wo wir euch erklären wie es geht, sondern es geht um Empowerment und darum mit Hilfe der geistigen Welt, dem Feld eine kollektive Blockade zu lösen. Ich möchte dass wir die lange kollektiv unterdrückten spirituellen Talente befreien und wir uns erlauben auch in dieser Welt uns einen Platz mit Fülle zu kreieren. Dieses Glaubensmuster Menschen dürfen für spirituelle Arbeit kein Geld nehmen zu zerstören, während sich viele Teile der Matrix am Symptome Kreiren und Symptome Scheinbehandeln bereichern.

Workshop 15.12.18 FB-Event

Aho.

 

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Diary 16 – 18.11.18

Freitag abend nach meiner Vierstundeblogsession ging ich noch zu einer Party, von der ich wusste, dass dort chemische Drogen genommen werden. Im Prozess am Donnerstag, sagte meine Intuition, sowas von klar, gehe da nicht hin. Freitag  Abend um 21:30 hatte ich nach dem Schreiben noch wache mentale Energie und mein Egohunger was erleben zu wollen/ die Angst was zu verpassen packte mich und meinte: ach kurz könnteste doch da hingehen. Ich könnte ja meine Abgrenzung trainieren. Und immerhin fand ich auf dem Weg dahin einen 10€-Schein auf der Straße.

Vor Ort war ich sehr stark mit meiner Hochsensibiltät beschäftigt und hatte Schwierigkeiten mich mit der Energie der anderen zu synchroniseren. Eine Frau, der ich erzählte, dass ich keine gebrauchten Klamotten kaufe, weil die sich für mich energetisch besetzt anfühlen, antwortete zu mir in ihrer weltlichen Energie, dass das nur in meinem Kopf stattfinde. Ich konterte, dass es auch auf mehreren Ebenen stattfindet, aber ich fing an, an mir zu zweifeln.

Sie wollten später noch zu ner Party Voodoohop. Mein spiritueller Mentalkörper hat er negative Assoziationen gehabt. Aber da die Tarotkarte für meinen Schatten vor Ort „ordnung“ und für mein Licht“Rhythmus“ und das interpretierte ich als, ich soll mich mal nicht so haben und Tanzen gehen und das eben mal vorbeigehen verlängerte sich. Tricky Ego. Ich spürte wie mein Innerer Raum dunkel wurde. Da war kein Licht, kein Herz. Später nahm ich Schattenenergie, dunkle Energiewolken in meiner Aura vor meinem Gesicht wahr. Ich kann diese Energie mittlerweile sehr gut als Fremdenergie einordnen.

Ich sah, dass es sich den ganzen Abend nicht mehr retten lassen würde, es keine Möglichkeit für mich gab gut drauf zu kommen und verabschiedete mich dann doch wieder vor 12 Uhr mit  den Worten, dass ich ne Müdigkeitsattacke bekommen habe. Das wird ja weltlich anerkannt. Die Antwort war, ja, das liegt daran, dass du keine Peppen genommen hast.

Ich bin gegangen und die Schattenenergie vor meinem Gesicht war weg. Und ja, Fuck Off, ich bilde mir das nicht ein. Und ja, ich kann mich als Hochsensibler nicht in einem Raum aufhalten in dem mit Peppen künstlich gute Laune Energie herbeigezaubert werden. Die dafür weggedrückten schlechte Laune Anteile, Müdigkeit und Erschöpfung verschwindet ja durch die Peppen nicht einfach. Es werden Schatten und ich als Hochsensibler ohne die gleiche Droge, bekomme das dann in meinem System ab.

Samstag Vormittag habe ich wieder eine Erdungsmeditationssession bei J. Super gleich nach dem Aufwachen, in meinem Bett, wo ich noch nicht so hochgefahren bin. Wir legen auch gleich los, weil jedes Reden meine Programme hochfahren würde. Ich bemerke wieder die Dissoziation. J. fragt mich, wo ich eine ruhige Stelle im Körper wahrnehmen kann. Ich scanne lange und muss dann leider sagen, dass es nur die Hände sind. Ihre Methode beruht darauf diese Ruhepunkte im Körper wahrzunehmen parallel zu dem Prozess und Gefühl sanft durchfließen zu lassen ohne Karthasisprozesse. Ich bin traurig, dass ich nur so wenig im Körper bin und arbeite mich mit Mühe in die Beckenwahrnehmung vor. Der Oberkörper ist Dissoziiert. Ich nehme diese Leere, dieses außerhalb, dieses nicht in mir, diese Kälte wahr. Was ich normalerweise in solchen Situationen mache, wenn ich alleine bin ist, in den Mentalkörper zu flüchten. J. moderiert mich und ich bleibe in dem State. Es ist unerträglich. Ein Innere Kampf. Irgendwann gehe ich in den Dissoziationsdämon rein. Mein Aurafeld weitet sich, ich fühle mich großartig, ich bin groß und stolz. Ich drücke den Stolz aus, schaue mal wie geil ich dissoziieren kann und feiere mich dafür. (Das ist eine paradoxe Intervention, so entspannen sich Blockaden/Wächter und Dämonen, die ja in Wahrheit auch nur herbeigerufene oder selbstkreierte Diener sind.) Es geht vor allem um die Erschöpfung, die ich nicht fühlen will. Ich weiß, dass sie energetisch, nicht als Gefühl da ist und ich kann sie null orten. Sie hat sich so verdammt gut versteckt, sie ist überall und nirgends. Ich lege mich hin mit der Intention reinzugehen und werde ruhiger. Mein Mentalkörper ist stark da und zieht Aufmerksamkeit. J. moderiert mich in den State, dass Kopf auch Körper ist und ich nehmen den Halt des Körperteils wahr. Die Dissoziation geht langsam zurück, weil die Energie viel besser „in“ mir gehalten werden kann, durch das Körper spüren.

Ich komme in einen spirituellen State, den ich kenne, ich wurde schon öfters in einen Lichtkörper begleitet. Pures Licht, Liebe und Frieden. Aber Identitätslosigkeit, Bedeutungslosigkeit. Und demgegenüber ein großes Knäuel aus Dunkelheit. Eine große dunkle Wolke in meinem Kopf, die sich mit dem Satz „ICH WILL LEBEN“ beschreiben lassen würde. In dieser Wolke sind „Wollen“, „Sehnsüchte“ und „Mangel“ fest miteinander zusammengepresst. Ich bin vor einem altbekannten Dilemma Sterben oder Leiden.

Ich nehme mir aber einen Satz raus aus der dunklen Wolke „ich will Frauen“, der eine energiesuckende Konnotation, basierend auf Mangel. Dieser Satz entspricht vielleicht 0,05% dieser Wolke und ich kann die dunkle Energie dieses einen Satzes in meinen Körper ziehen und dann mit dem Licht verbinden. Dunkelheit und Licht werden eins, es vermischt sich. Ich sage den Satz nochmal „ich will frauen“ und er hat auf einmal eine entspannte Energie. Ich mache die positive Erfahrung, dass es nicht entweder/oder gibt, sondern einen Mischweg. Aber Fuck, der ist echt schwer. Ich habe wieder ne Stunde Raumhaltung gebraucht, um  in diesen heilsamen Stat zu kommen. Alleine im Alltag, habe ich nicht den Space so tief zu gehen, da ist ja das Ego und das Funktionieren, die Masken beim in Kontakt gehen mit der Matrix gefragt.

Den Tag über ist nicht viel passiert. SuperFit Kurs mitgemacht und mich abends auf ein Bier mit zwei weltlichen Freunden getroffen. Etwas Normalität. Ich konnte bei den Bierthemen nicht so mitreden, meine Energie ging hoch bei Filmen und anstehenden Konzerten. Vielleicht ist the Prodigy am 27.11. ne Option. Ich weiß, dass ich mich mit meinen Themen und Spiritualität zurücknehmen muss, das und mein präsentes Bedürfnis nach Nähe und Körperkontakt sucken meine Energie etwas, weil beim Sprechen kein Raum ist parallem diese Mangelgefühle durchfließen zu lassen.

Dafür gehe ich Abends nochmal mit meiner gespaltenen Persönlichkeit in Prozess.

Ich sehe die vielen abgespaltenen Anteile in mir: den radikal Schüchternen, den ultraverletzten und verletzlichen Mann, das Innere Kind, der Innere Erwachsene, dann aber auch den selbstbewussten, den dominanten, kontrollierenden, den Raumhaltenden, dem schlichten Vögeln wollenden Mann, dem Bewusst tantrisch ekstatischen, den Heiler dem männlichen, dem autistischen Anteil, dem Eso und Spiritanteilen, den Weißen Spiegel Anteil, den vielen mentalen politischen Anteilen (Links, Rechts, Mainstream, Staatstragend, Queerfront, radikal-Fundamental-Oppositionist, Verschwörungstheoretiker, Antiverschwörungstheoretiker).

Puh und ich spüre diesen Irrsinn als Folge der (männlichen, egohaften) Trennung.
Ich denke an den Film Split. (Geiler Überraschungsmoment am Ende, weil der Film ein Metafilmthema aufmacht.)
Trennung habe ich in mein System geholt, sie hat den Benefit, dass sie einzelne Anteile wahrnehmbar macht. Aber jetzt vermisse ich die (weibliche) Einheit. Das Eins Sein mit mir, wer bin ich denn auf der Metaebene und nein der Beobachter reichte mir in dem Moment nicht. Ich wollte was greifbares für den Alltag.

Da sehe ich den Krieger, den ich von anderen Prozessen kannte. Ich dachte erst, dass ist auch nur ein Anteil, aber nein, es ist eine Instanz, die alle anderen Anteile hält. Es ist die Präsenz, das im Moment, das im Inneren Raum sein. Die geistige Welt lud mich ein, meine Identitäre Anhaftung ans Ego aufzugeben und die Kontrolle in Zukunft dem Krieger zu überlassen. Ich hatte eine sehr lange Diskussion mit mir, meinem Ego und meinem Krieger und prüfte das tausendmal nach. Und ja, scheiße die Argumente waren eindeutig. Bisher lebte ich unter der Kontrolle des Egos und wie geht es mir? Scheiße. Das Ego hat zwar nette Ziele, die aber mit Wollen und Mangel verbunden sind und es kriegt es nicht hin. Das ego hat keine Power, ist feige und am Ende werden meine Bedürfnisse im Alltag ja nicht befriedigt, weil ich soviel Abstant zu anderen Menschen und innerlich auch zu mir selbst kreiere. Immer mit dem Argument, ich müsste mich vor der Dissoziation schützen. Und ja, der Krieger hat diese Ängste nicht. Er kann Gefühle im Inneren Raum halten, er kann dieses Wollen loslassen und im Moment bleiben, er kann es aushalten, dass er sich auch mal unbeliebt machen, weil er die Gefühle der Ablehnung in sich fließen lassen kann und er kann auf eine Art lieben ohne was zu wollen.

Tja, mein höheres Selbst oder so ähnlich traf dann die Entscheidung, wie gesagt mit viel Angst und Widerstand, aber meinem Ego gingen die Argumente aus. Ich ging dann in diese Qualität und dieser Krieger war auf einmal wie ein Vater zu dem Ego. Sehr liebevoll und halten und liebend und sehend. Das Ego bekam ein sehr krasses Bedürfnis erfüllt. Es wurde gesehen mit dem Leid was dahintersteckt, dass es sich selbst so kreieren lassen musste. Ich weinte bitterlich. Eine Große Blockade löste sich, ist natürlich noch nicht ganz weg. Am nächsten Tag fühlte ich mich ja auch wieder „normal“ im Ego und ich schreibe ja auch gerade wieder viel, was sehr dafür spricht, dass das Bedürfnis nach gesehen werden noch stark da ist. Und ja das ist Comfortzone. Im Krieger ist Wutenergie die ganze Zeit präsent, mein Ego redet mir ein, dass es anstrengender ist in diesem State zu sein, als in diesem und ja, ich habe Angst vor diesem Krieger, Angst vor meiner Größe und den Gefühlen und Anteilen, die in Folge dessen ja nicht mehr unterdrückt werden sondern sich besser fließen und zeigen können im Raum des Kriegers.

Auch schön, sich mal mit so positiven Sachen zu zeigen:

Sonntag 18.11.18

Ich schaue in meinen FB-Kalender und die Workshop- und Heilungssucht packt mich. Drei Workshops je im Abstand von einer Stunde.

Um 12 Uhr gab es den ersten Meditationsworkshop aus dem Bereich Zen-Buddhismus.Ich kenne Jion aus meiner Anfangszeit in der spirituellen Szene im Jahre 2012. Ich war fast jeden Sonntag bei seinen dreistündigen, günstigen und sehr intuitiven Workshops. Er bediente viele Ebenen von Körperlichkeit über Gruppendynamik bis ins Fühlen. Jeder Workshop war eine völlig neue Zusammenstellung von angeleiteten Impulsen und Übungen. Ich habe da langsam wieder fühlen gelernt. Jion war drei Jahre lang in einem japanischen Zen-Kloster, ist aus meiner Sicht ziemlich aufgewacht und wie ich Weißer Spiegel.

Dieses Mal war der Fokus vor allem auf der Meditation und irgendwelchen Zen-buddhistischen Koantechniken. Ich wusste von einer Freundin, dass sie ca. 15 min später kommt. Er fing pünktlich an und die Meditation machte natürlich was mit mir, mein Bewusstsein switchte ein wenig, aber 20 bis 30% meiner Aufmerksamkeit waren dabei auf die Freundin zu warten. Die Meditation war im Erdgeschoss im Simon-Dach-Kiez und ich schaute direkt zur verglasten Ausgangsfront. Es wurde immer später und sie kam nicht. Und das war ein Trigger für mich, eine Mentale Information war nicht synchron mit dem Raum. Und das blöde war, dass ich keinen Knopf fand loszulassen und mich voll auf die Meditation einzulassen. Ich ging also tiefer in den Trigger anstatt versuchen ihn wegzuschieben und ich bekam das Bild, dass ich mir die Anwesenheit von ihr wünschte. Und die Energie dahinter würde ich mit dem Bedürfnis nach Greifbarkeit beschreiben. Und jetzt ging ein Raum auf, der nichts mehr mit der Person zu tun hatte, ich war wieder ein innere Baby, das einfach nach dem Körper der Mutter, speziell auch der Brust greifen wollte und ich sah das legitime Bedürfnis des Babys und wie es offensichtlich unerfüllt und ungesättigt ist und parallel den Erwachsenen, wo es die Regel gibt, dass er sich nicht einfach ne Frau greifen und nehmen kann.

Naja, ich meditierte mich durch das Mangelgefühl und sortierte so meine Innere geistige Welt etwas. Später ging es um die Einladung „Wach Auf“ und ich verspürte eine megastarke Angst meine Kontrolle zu verlieren mit der ich dann da war.

Der zweite Workshop war in einem buddhistischen Tempel, direkt neben dem U Bahnhof Naturkundemuseum. Sehr schöne Location und das zweite Mal an diesem Tag eine verglaste Erdgeschosseinrichtung. Ich freute mich innerlich voll, dass es soviele Angebote in Berlin gibt, Super Alternativen zur verdrugten Partyszene. Die Veranstaltung war auch gut besucht.

Draußen stand ganz groß dran Meditation zum Thema „Einsamkeit“ und Leute lasen das uns schauten rein, da kam schon ein wenig Scham auf. Auf dem Weg fühlte ich die Einsamkeit auch sehr stark in Form von einem ein stechendem Brennen in oder vorm Herzen. Als ich ankam nahm ich schon leichte Schatten war, ähnlich wie am Freitag. Ich legte mich auf eine Couch und fühlte rein. Keine Lust in Kontakt zu gehen. „Und? Was zieht dich so zu einer Meditationsveranstaltung zum Thema Einsamkeit“ ist jetzt noch so der geile Icebreaker.

Es gab ein gute Laune Lied Gebetslied zu Beginn das mich null erreichte und dann gab es einen Vortrag von einem Mann mit buddhistisch kurzen Haaren, aber Hemd und eine Art Jeanshose. Er redete sehr geschmeidig, ruhig und klar und ich ordnete ihn wenig später in die Kategorie Schattenkreierender Lichtmensch ein. Das zweite Mal innerhalb von einer Woche, dass ich eine leitende Person in einem buddhistischen Tempel so in der Form erlebe. (Am Dienstag als ich beim Umzug half, waren wir im ältesten Buddhistischen Kloster, um eine Waschmachine abzuholen, ich hörte son Typ mit Akzent lautstark reden über Anhaftungen, mit sehr ideologischer Energie und passiv Aggressiver Energie im Raum. Der Typ von dem wir die Waschmachine abholten meinte auch, dass er bald ausziehen würde, da Schattenarbeit völlig verboten ist und Teal Swan von ihm als Untergangssekte bezeichnet wird. Sic.

Hatte eigentlich eins sehr gutes Bild vom Buddhismus, was ich jetzt relativieren muss.

Der Vortrag war ne Katastrophe vom spirituellen Niveau fühlte ich mich zurückgestuft in Kindergartenalter. Er redete von irgendwelchen Inseln und verglich diese mit den Teilnehmern und dann sagte er, dass wir alle das jeden Morgen kennen, dass wir aufstehen und uns als Insel wahrnehmen. Das war übergriffige, gewaltvolle, verallgemeinernde Kommunikation. Er weiß nicht wie ich mich fühle, wenn ich morgens aufstehe und wenig später nahm er dieses Inselmodell und stellte es rhetorisch ungeschickt (also nicht böse meinend, er hat ja ganz lieb und nett geredet und es sicher nicht so gemeint) gesagt, dass das „die“ (Konnotation: alleinige) Ursache für Leid ist.

Ich reagiere sehr, sehr empfindlich darauf, wenn nicht Wahrheit gesprochen wird und auf gewaltvolle Kommunikation. Insbesondere auf Wörter wie immer, nie, alles, nichts, kein usw. in bestimmten Zusammenhängen. Meine Fresse, ich bin echt kein Fan von manchen Definitionen von gewaltfreier Kommunikation, aber verfickte Scheiße, dass ist doch nunmal die mindestgrundlage der Kommunikation.

Ich musste mich entschieden zu gehen. Ein Dableiben hätte keinen Benefit gebracht, sondern, ein höfliches Sitzenbleiben wäre eine Grenzüberschreitung gewesen. Eine andere Wahrheit wäre gewesen aufzustehen und Lautstark ihn zu spiegeln, Wort zu ergreifen und it Kali-Energie die Unwahrheit im Raum zerstören und so wieder Energie in den Raum zu bringen. Aber es gibt Regeln in der Matrix und auch in der spirituellen Welt, dass mensch sowas nicht macht, zumal ich dann auch so konsequent sein müsste, mich mit dem Schmerz hinter dem Trigger zu zeigen. Ich weiß nicht, was mein Thema dabei ist, warum ich damit nicht im Frieden bin und ganz ehrlich, ein Teil von mir will lieber das Außen verändern anstatt damit Frieden zu finden.

Ich fuhr nach Neukölln und setzte mich in ein Internetcafe. Ich fühlte eine starke Leere, keine Lust zu schreiben. Leere steht für eine große emotionale Blockade und es war offensichtlich kein Raum sie durchzufühlen. Ich hörte ein paar berührenden Lieder und irgendwann floss es in mir dann auch und ich konnte den ersten Teil des Blogeintrages schreiben.

Eins dieser sehr berührenden Musikvideos ist Everlast mit What its Like. Wahnsinn wie sehr mich die Ausstrahlung der Protagonist_innen erreicht, was für tolle Bilder er da mit den Unterwasseraufnahmen kreiert und wie berührend seine Stimme in mein System eindringt. Und dann die Pointe von dem Musikvideo. Zum Heulen. Ein Stich ins Herz. Hammer.

Es ist übrigens sehr faszinierend, wie sehr ich die letzten Wochen mein Schreiben blockiert habe und jetzt wo mein Laptop kaputt ist fließt es voll. Es ist ein großer Unterschied, ob ich zu Hause auf dem Bett liege und meine Energie absackt oder ob ich im Internetcafe sitze, Geld pro Halbe Stunde bezahle und somit auch einen Leistungsansporn habe.

Dann ging es 19 Uhr zum Playfight. Ich hatte vereinzelte Erfahrungen und es zog mich an, habe Lust auf meinen Kriegeranteil, auf Wut, Präsenz, Körperkontakt, harter Begegnung. Keinen Bock mehr auf weichgespülte Harmoniescheiße. Es war eine richtig gute Entscheidung. Über 25 Männer und Frauen, die bei sich waren, die im Körper waren, die Erfahrungen mit Grenzen hatten. Die Leute kannten sich teilweise schon seit 9 Jahren meinte der Leiter, vermutilch über die Schwelle 7. Die Begrüßung, war nett und angemessen, ich wurde als neuer gut empfangen. Es war sehr viel Humor und Lachen im Raum. Eine Freundin, die ich vom spirituellen Gruppentreffen kannte und mit der ich mal einen ziemlich geilen Rangelfight auf ner LUCID Party im Sommer auf einer Riesenparty hatte, war zufällig auch das erste Mal da. Eine Tolle Frau, die auch spürbar an ihrer inneren Weiblichkeit gearbeitet hat. Das Warm Up war klasse, Viel Körperdehnung und dann durch den Raum laufen und sich gegenseitig bodychecken dürfen. I Love it, da ich dieses geile Gefühl, was da aufkommt vom Pogen kenne. Dann gab es eine explizite Übung zum Thema Grenzen und die waren nicht zimperlich, beim Vorführen stellte er sich einfach auf seinen Vorführpartner und machte einfach, während er erklärte. Ich hatte dann die mir bekannte Freundin in dieser Warm Up Übung und ich muss richtig deutlich betonen, dass ich die Version, der andere benennt seine Grenzen, wenn ich sie berühre viel, viel geiler finde als diese Wheel of Consent Security-Strategie, wo ich bei Jedem Impuls um Erlaubnis frage bevor ich ihm folge, damit die Frau (der andere) darüber nachdenken („nachdenken“) kann bevor er_sie ein OK gibt und ich ja nicht versehentlich eine Grenze überschreite oder berühre. Ist auch ne richtig geile Methode, kann mensch mal machen, da es wirklich viele traumatisierte Menschen gibt, die das oft nicht benennen können oder zu spät merken. Aber diese Version ist einfach besser gerade geignet für mich. Es war toll für mich, mich auf sie raufzulegen und ein Feedback zu bekommen, wann ich zu schwer werde, es war ne tolle Übung um mich und die Grenzen meines Gegenübers praktisch(!) kennenzulernen.

Ich hatte dann vier richtig tolle Playfights. Zwei mit Frauen und zwei mit Männern. Ein Mann war mir von der Sportlichkeit überlegen, der andere Mann, schwerer als ich. Die eine Frau war technisch sehr angenehm und offensichtlich sehr erfahren, es war auch spielerisch und auch der eine Fight mit der mir bekannten Frau war sehr flowig.

Ich fühlte mich hinterher sehr, sehr lebendig und weiß, dass das jetzt mein Ding ist und ich öfter kommen werde. Ich wusste es schon länger, auch beim Rainbow im September gab es ja einen Rangelworkshop. Eine frische Erschöpfung und Müdigkeit fließt durch mein System, ich hatte jetzt noch Power den Eintrag zu Ende zu schreiben und werde heute sicherlich richtig gut schlafen.

Morgen früh arbeite ich weiter an dem Megaprojekt aus dem Feld in die Welt mit Mica.

 

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Spontane Säuberung am Landwehrkanal in Kreuzberg

Ich habe Lust, dieses Video, an dem ich beteiligt war zu teilen, gibt sicher ne Menge zu teilen zu dem Thema, aber das Netz ist ja voll damit. Auch so ein Phänomen, wie nah das Problem durch Social Media von verendeten Tieren ist, die an Plastik ersticken oder in ihren Mägen haben oder jetzt Mikroplastik aus Kosmetikprodukten über Fischkonsum wieder zurück zum Menschen kommt und in ihrem Körper aufgenommen wird und somit auch die Gesundheit beeinträchtigt. Und Gleichzeitig ist es soweit weg, es kommt mir vor wie eine Dissoziation, das Teilen über Social Media, wie ein Gewissen beruhigen, wie Bewusstsein schaffen ohne was zu ändern. Und klar es ändert sich was, es erreicht ja jetzt auch Mainstreammedien und es wird irgendwann die Politik erreichen, die dann aber wieder von der Industrie ausgebremst wird.

Naja bis dahin sammeln wir weiter Likes mit Videos von Privat Finanzieren Projekten, wo Leute Plastikmüll aus den Meeren fischen.

Ich hole mir auch hoffentlich ein paar Likes mit dem Video. Für mich fühlte sich das was Seanicy gemacht hat sehr lebendig an, sehr praktisch, sehr macherisch.

Aber vorher noch ein paar Gedanken von mir zum Thema:

Es ist schon ärgerlich, wie Leute ihren Müll im öffentlichen Raum entsorgen und noch so in einer Trennung leben. Sie verstehen, nicht, dass sie „ihrem Raum“ schaden. Und es ist nen Unterschied, ob mensch jetzt im Kino sein Popcorn stehen lässt, da am Ausgang drei bezahlte Angestellte stehen, die dann saubermachen oder ob, wie heute wieder erlebt eine S-Bahn einfährt und Leute an der Zigarette ziehen und die brennende Zigarette an der S-Bahn vorbei auf die Gleise fallen lassen. Genau wie Wasser ein Ort, wo es kaum Saubermachinfrastruktur gibt.

Ein weiterer zentraler Punkt ist, dass ich es nervig finde, dass bewusstes Leben so anstrengend ist und ich intensiv gegen einen Flow arbeiten muss, der mir im öffentlichen Raum mit den Fast Food Verpackungen und Einwegbechern angeboten wird. Es kann nicht sein, dass alles libertär gehandhabt wird und es dann meine individuelle freiheitliche Entscheidung ist, ob ich mich umweltbewusst verhalte oder nicht. Nein, darauf habe ich keinen Bock. Ich will, dass der Raum sich verändert und klare Strukturen schafft, dass die Umwelt geschützt wird, dass über Preise und Regeln Bewusstsein geschaffen wird. Das banalste Beispiel ist halt die Kostenpflicht für die Plastiktüte. Und ich will Sondersteuern oder höhere MwSt. für Verpackungsintensitität und Plastik.  Eine Ferrero Geschenkpackung aus Plastik oder ein Tüte Gummibären mit vielen kleinen Tüten Gummibären sollte höher besteuert werden, da nen Verbot sich eh nicht durchsetzen würde. Aber, das sind Maßnahmen, die sind nicht populär und der Aufschrei, der libertären Egostrukturen wird groß sein mit der Phrase, wer das nicht will, sollte das halt nicht kaufen.

Naja soviel dazu. Genießt das Video und teilt es gerne.

 

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I <3 MCU

Enthält #Spoiler zu MCU-Filmen.

FB-Video, das mich inspirierte jetzt loszuschreiben.

Eines meiner großartigsten Leidenschaften in dieser Inkarnation sind Filme. Ich bin so begeistert davon, dass in einer Welt, wo oft das Gefühl da ist, dass alles schonmal da gewesen ist, dass sie es schaffen immer noch innovativ zu sein.

Und ja mein Inneres Kind und ich lieben Superheldenfilme und so genoß ich auch die Vielfalt der Marvel-Held_innen und Bösewichte. Viele Archetypen wurden repräsentiert. Der Charismatische Milliardär mit Führungsausstrahlung, der so narzisstisch ist, dass er sich nicht in der Anonymität versteckt, der Patriot, die Spionin, der Zauberer, Leute vom Militär, das wütende innere Monster, der Sehende, die künstliche Intelligenz, der Zauberer/Magier, das Insekt, der Donnergott, der Opportunist, der Wissenschaftler, der König, der Student/Schüler.

Ich erkenne auch sehr viel Spiritualität in den Filmen. Am meisten bei Doctor Strange mit seinen Astralreisen, dem Öffnen des Dritten Auges, dem Beschützen vor Dämonen. Auch Wahnsinn der Bösewicht bei Doctor Strange, ein Riesiges Paralleluniversumsdämonwesen, was sich von Todesangst ernährt und das ewige Leben verspricht.

Auch großartig wie bei Black Panther eine Pflanze konsumiert wird und er zu den Ahnen reist. Alles Sachen, die für mich gar nicht so ausgedacht sind, sondern für mich Teil unserer Realität und ich bin dankbar, dass die großen Filmemacher das wieder in den Mainstream bringen wovon wir uns getrennt haben, seitdem wir uns als Gesellschaft von Schamanen und der Natur getrennt haben.

Im Übrigen auch toll der Sterbeprozess von Deadpool 2 (gehört jetzt nicht so MCU aber zu Marvel), der auch genutzt wird, um mit Verstorbenen in Kontakt zu gehen und Erkenntnisse aus der geistigen Welt zu bekommen.

Oder auch wie die Kämpfe der Götter aus der griechisch Römischen Mythologie miteinander ausgetragen werden, oder das ein Gott EGO heißt bei den Guardians und damit auch eine Qualität repräsentierte.

Ich sahe die Filme, die seit 2008 laufen. Aber erst als es Richtung Avengers Infinity War ging habe ich verstanden, dass die ganzen Filme in einem Kontext zueinander stehen, dass alle Filme 20 Filme dieses Epos aufbauen. https://www.moviepilot.de/…/alle-marvel-filme-in-chronologi…
Ich war schon vom Trailer weggeflasht, dass dann so viele Superhelden aufeinander prallen in wirklichen sehr interessanten Konstellationen. Bspw. hätte ich mir nie träumen lassen dass die Guardians of the Galaxy dann mit den Avengers verknüpft werden könnte (Achja Archetyp Baumwesen und in den 80ern hängen geblieben und eine Waisenfrau, die als Vater den Mörder ihres Volkes hat.)

Ich habe mir jetzt nochmal alle in der richtigen Reihenfolge angeschaut. Bspw. hatte ich mir Captain America Teil zwei und drei damals nicht angeschaut, weil ich die Figur nicht so mochte. Großer Fehler. Captain America – Civil War, war für mich falsch benannt. Eigentlich war es ein Avengers Film. Einer der wichtigsten, der neue Figuten wie Spiderman und Black Panther einführte und wo es einen Riesigen Clash gibt innerhalb der Avengers. Eine der besten und wichtigsten Szenen der ganzen MCU-Serie, wo die eine Hälfte der Avengers gegen die andere kämpft.

Sonntag schloß ich das 20 Filme suchten endlich mit Infinity War ab. Ich hasse es Filme zweimal zu sehen. Ich weiß noch wie ich beim ersten Mal bei Infinity War im Kino saß und es mir den Atem verschlagen hat. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass ein Avengers 4 geplant war. Ich konnte es nicht fassen wie der Film endete. Eine Überraschung die mindestens in einer gleichen Liga wie Fight Club ist und ich werde mich immer noch hüten zu spoilern.

Ich musste es mir aber ganz bewusst alles nochmal anschauen, dieses Mal mit dem Focus auf die Infinitysteine (Soul, Power, Time, Space, Mind und Realitystone) Eastereggs und die größeren Filmzusammenhänge zu achten.

Also meinen Riesenrespekt vor den Macher_innen. Die mit Abstand größte Filmreihe der Filmgeschichte. Wahnsinn was für eine kreative und überblickende Leistung dahinter steckt und auch Respekt an die Schauspielenden. Jetzt kommt noch Captain Marvel und dann Avengers 4 2019 in die Kinos. Dann mal schauen wie es weitergeht. Venom, der Archetyp des Dämons, bringt es ja wieder etwas runter, dass wirklich nur eine Figur in einem Film auftaucht. Aber vielleicht wird es ja noch größer, dass es Crossovers mit den X-Men oder den DC Superhelden geben wird. Wer weiß. Ich weiß nur, ich liebe Filme und ich brauche jetzt dringend eine Pause, der wie alles sein Licht hat, so hat es auch seinen Schatten: bei mir war es Ablenkung und Sucht.

Aber ich wollte meine Begeisterung einfach nochmal mit euch teilen.

 

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Demo Marsch für das Leben

Um jetzt meine Bloggingreihe abzuschließen, hier noch ein kurzer Bericht zu meiner Teilnahme am Marsch für das Leben. Am Hauptbahnhof musste ich mich erstmal durch die Gegendemo kämpfen. Eine kleine Zumutung für die Stimmung, sich gleich zu Beginn so provozieren lassen zu müssen. Ich traf zwei Freund_innen auf der Gegenseite, die in Bunten Kostümen für das Frauenrecht demonstrieren wollten. Auch mit ihnen unterhielt ich mich lange und brachte meine Argumente. Ich spüre eine Arroganz in dem Satz, dass ich mir ne gewisse Tiefe und ein Verständnis in dem Thema zuschreibe, das ich anderen abschreibe. Ich sehe so klar einen blinden Fleck in der „my Body – my Choice“ Phrase, den ich mal mit einer symbolischen Bild aufdecken möchte:

 

Weiterhin wurde das Wort Weltbild verwendet gegenüber meiner Position. Das resonierte nicht. Ich hatte früher Weltbilder, bspw. wenn ich mir was mental durch Medien, durch meine damalige Partei, durch das Außen übernehme oder integriere. Aber es gibt Sachen, die sind größer als „Welt“bilder und größer als nur mit dem Mentalkörper zu erfassen. Es geht auch um Positionen, die emotional und spirituell zu erfassen sind oder, die ich mir aufgrund meiner Erfahrungen jetzt von innen heraus kreiere. Naja, weiter kam dann nur das Argument, dass eine Beatrix von Storch letztes Jahr an der Demo teilgenommen hat, was ich nicht wusste. Aber auch wieder so what. Auch die AFD ist Teil dieser Gesellschaft, sie repräsentiert 15% der Wähler_innen bei der letzten Bundestagswahl. Ich kann doch nicht wegen ein paar christlichen Fundamentalist_innen oder Rechtsgerichteten Personen das Anliegen vom Trauermarsch diskreditieren. Ich werde mit Sicherheit auch Menschenfeindliche Positionen bei den Gegendemonstrant_innen finden, zumal da viele Antideutsche rumrennen.

In einer Diskussion meinte ein Mann, dass es sich bei einem Fötus doch nur um einen Fetzen Gewebe handelt, ich erwiderte, dass sowas wie er – ein Mensch – aus diesem Gewebe entstehe und dass er nicht hier stehen würde, wenn er abgetrieben worden wäre. Die Reaktion war, und wenn schon, ein Mensch weniger. Ich war überrascht über diese Aussage und spürte Selbsthass als Energie dahinter. Sich selber so wenig wert zu sein spiegelt schon ne krasse Trennung wider.

Ich teile mal die weiteren Sprüche von den Gegendemonstrant_innen, die wir uns die ganze Zeit während des Schweigemarsches anhören mussten.

„nie wieder Deutschland“, „hätte Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“, „wir sind die Perversen, wir sind euch auf den Fersen“, „eure Kinder werden so wie wir“ … ein wirrer Gegendemonstrant schrie in die Demo, dass Jesus ans Kreuz gegangen ist und wir es ihm nachtun sollen (im Sinne von Sterben), da wir dann eine gute Tat verbringen würden, gleich ein paar Meter weiter gab es „Wir sind friedlich, was seid ihr“-Rufe in Richtung Polizei, was ich sehr witzig fand, da ich die Gegendemonstration als sehr aggressiv und Invasiv empfand mit Sitzblockaden und rumrennen in unserer Demo.

Den Besten Spruch fand ich „für die Freiheit, für das Leben, Fundis von der Straße fegen“, denn den würde ich eins zu eins übernehmen und der Gegenseite zurufen.

Auf Seite der sogenannten christlichen Fundamentalist_innen sah ich folgende Sprüche. One Child – one Choice, Nie wieder „unwertes Leben“, „gegen Euthanasie und Selektion“ (bspw von weiblichen Föten), „echte Männer“ übernehmen Verantwortung und auch Sprüche pro §219 … auch in den Reden hörte ich weder Extremismus, noch Fundamentalismus, noch das Wort Abtreibungsverbot noch die von den Linken vorgeworfene Heteronormativität. In einem Beispiel in der Predigt sprach der Pfarrer (oder so ähnlich) von einer alleinerziehenden Mutter, dessen 15jährige Tochter schwanger wird. Der 17jährige Vater nahm Abstand und ihr wurde zur Abtreibung geraten. Sie machte dann aber ein Jahr Schulauszeit und bekam mit Unterstützung das Kind. Er zitierte aus der Bibel irgendwas mit Last verteilen, was erst Widerstand von meinem „Eigenverantwortungsprogramm“ auslöste, aber in seiner Predigt machte es Sinn, dass es darum geht sich in der Gesellschaft solidarisch zu unterstützen und auch mal eigene Einbußen hinzunehmen um einer größeren Sache zu dienen.

Ich kann nur ganz klar wiederholen, dass ich die Gegendemonstrant_innen voll in einem aus einem manipulierten, dogmatischen, Ideologischen Film heraus handelnd wahrnehme. Wie aus einer Blase, eine Brille, welche die Realität verzerrt. Sie waren laut und invasiv störend, während der Marsch für das Leben die ganze Zeit in Stille verweilte.

Ich habe meine Mitdemonstrant_innen sehr dafür beneidet, dass sie alle ruhig liefen und sich überhaupt nicht provozieren ließen. Das ist eine Erwachsenenfähigkeit in die ich noch reinwachsen muss.

Ich war in meinem ADHS-Modus, Aufgrund meiner Hochsensibilität konnte ich mich kaum drauf einlassen einfach nur schweigend am Trauermarsch teilzunehmen, ich war mit meiner Aufmerksamkeit im Außen. Ein Typisches Muster bei mir, ich fühlte mich die ganze Zeit eine Art Grenzüberschreitung und fühlte mich provoziert. Gleich am Ausgang vom Hauptbahnhof griff eine Gegendemonstrant einen Mann an und versuchte sein Schild zu entreißen. Ihr passte der Spruch „Abtreibung ist eine Todsünde“ nicht. Später im Gespräch sagte sie, dass sein Spruch eine Todsünde ist. So witzig, dass sie bei ihm kritisiert, weil sie sich selber anmaßt, festzulegen was eine Todsünde ist oder nicht. Ich habe keine Lust den Spruch zu verteidigen, er spricht ja für sich und gibt seine Haltung kund. Auch Muslime sagen ja Ungläubig sein ist eine Sünde und wir kommen alle in die Hölle. Insofern einfach ganz normaler religiöser Scheiß, der in unserer Gesellschaft akzeptiert wird. Ich schubste sie instinktiv weg als sie gerade versuchte das Plakat zu zerstören, um den Mann zu schützen und sein Recht auf unversehrt an einer Demonstration teilzunehmen zu schützen. Gern geschehen. Die Ganze Zeit war ich in einer Art Krieger-Modus, der aber auf der Lichtseite ist, die Schwachen beschützt vor den Aggressor_innen.

Am Ende gab es einen Gottesdienst mit Gesang. Ich setzte mich ziemlich weit nach vorne auf den Stein, so nah an die Lautsprecher, dass endlich ich mal die Sprechchöre nicht mehr hören musste. Ich sackte vor Erschöpfung in mich zusammen und tauchte in die Energie der Musik und der Gebete ein, auch wenn ich mich innerlich von so einiger Christenrhetorik abgrenzte, öffnete sich mein Herz. Mein Herz öffnete sich aufgrund mancher Textzeile. Ich spürte erstmalig eine heilige Maria-Energie, welche Unschuld repräsentierte, ich ließ die Energie durch mich strömen und fühlte auch meine dunklen Anteile, meine Schuldgefühle. Ich betete, verband mich mit Jesus, der für mich für Vergebung steht und dem ich bereits auf einer Ayahuascareise sehr intensiv begegnete.

Danke für diesen Marsch für das Leben. Meine Intention ist jetzt, das Thema radikal loszulassen und in mir Raum für anderes zu schaffen. Der nächste Trauermarsch ist am 21.9.19. Da werde ich wahrscheinlich wieder teilnehmen, einfach weil mir das Thema dennoch sehr wichtig ist und das für mich eine der wichtigsten Demos ist. Es geht um die Kinder, die ungeborenen Leben, die keine Choice haben, die leiden, die getötet werden von der Instanz von der sie sich eigentlich liebe erhoffen. Würde mensch stellvertretend die ungeborenen Kinder fragen, ob sie wegen der finanziellen Probleme der Mutter oder der Abwesenheit des Vaters doch lieber abgetrieben werden wollen würden, würden die Kinder sicherlich nicht ja sagen, weil die noch im Feld der Liebe sind und sich ihre Eltern und ihre Geburtssituation ja schon auf einer sehr hohen Ebene ausgesucht haben.

Ich beende den Blogeintrag mit einem Video, das ich gerade gesehen habe welches gerade Licht (Sonne) und Kinder verbindet. So süß 😉

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Marsch für das Leben – What the Fuck

Ich komme um 17 Uhr nach Hause, bin erschöpft. Ein Teil von mir sagt, ruhe dich aus, gebe dich deiner Erschöpfung und deinen Gefühlen hin und gehe nach Innen. Ein anderer Teil sagt, nö, ich gehe jetzt raus zu einem erlebnisorientierten Spaziergang. Ein bekanntes Pattern von mir, eine Erlebnissucht, eine Angst was zu verpassen, das Bedürfnis im Außen zu sein, Energie zu bekommen, getriggert zu werden und so an Themen und an Gefühle ranzukommen. In mir läuft auch ein Borderlineprogramm ab. In mir gibt es auch eine Sehnsucht nach Gemeinschaft, einer Gruppe, die mit meinen Werten und Idealen identisch ist. Aber wo ist die Gemeinschaft, meine Position ist, dass ich mich ziemlich in der Mitte wahrnehme und das Thema mir gleichzeitig wichtig ist. Der Mitte ist das Thema aber egal, weil sie die aktuellen Gesetze so wie ich OK finden und es keinen Grund für eine Demo gibt, den gibt es für die Smash $218 & 219 Leute, sowie für Abtreibungsgegner. Die jeweilige Gruppe kreiert ein Gemeinschaftsgefühl, wir gegen die anderen. Ich habe zu beiden Gruppen eine Ambivalenz. Ich fühle mich verbunden mit dem Marsch für das Leben und bin dankbar, dass sie Energie in dieses Thema stecken und das organisieren, gleichzeitig grenze ich mich von gewissen Flügeln und Werten der Teilnehmenden ab. Zu meiner Widersprüchlichkeit, die ich heute auf der feministischen, Antikapitalistischen, Antipatriarchialen, Pro-Choice Smash §218/§219 StGB komme ich jetzt.

Ich ging hin um mich reinzufühlen und auch um mich triggern zu lassen. Ich kam nicht mit der Intention Stress zu machen oder meine Haltung zu politisch zu demonstrieren. Ich war in der Rolle eines Demobeobachters. Ich lief deutlich neben der Demo her im einem gewissen Abstand und fühlte.

Ja, witzig, dass gerade die Leute, welche die Abtreibungen mit lauten Bässen feiern den Slogan „für das Leben“ führen. Vielfältig ist auch keine Option, da ihnen ein Lebensstil, der nicht in ihre Vorstellung von „bunt“ passt abgelehnt wird und somit innerhalb des Bunt seins eine Trennung gibt. Naja Vielfältig und Grenzenlos sind auch Begriffe über die mensch auseinanderphilosophieren könnte.

Auf dem Plakat stand „weg mit der heteronormativen Kleinfamilie“. Das fand ich echt heftig mit so einer Botschaft durch die Innenstadt zu ziehen. Ihre Welt soll so bunt sein, dass diese Option verschwindet. Ich sprach die Transpiträgerin an und bekam eine relativierende Antwort im Intellektuellensprech, dass damit ja nur eine Norm gemeint sein soll. Ich erwiderte, dass das nicht deutlich wird aus dem Plakat und beließ es dabei.

Immer und immer wieder wurde die Gegenseite in den Kundgebungen nur als Fundamentalist_innen betitelt. So witzig, dass sie einerseits mit dem Sterben von Frauen durch illegalisierte Abtreibungen argumentieren aber hier das Wort Abtreibung, was mit einer Tötung assoziiert ist auf einen lebenden Politiker beziehen. Deutlich geschmacklos, deutlich eine Grenze überschritten. Und für mich ist das Fundamentalistische glasklar eine Projektion eines Schatten dieser Gruppe.

Es gab in einer Zwischenkundgebung eine Rede in der alles Religiöse und alles Esoterische mit knallharten Worten, die keinen Zwischenraum duldeten abgelehnt wird. So eine heftige Rede habe ich noch nie gehört. Sie lehnten klar jede Alternative zum Materialismus ab. Wow, das habe ich zum ersten Mal so konkret auf einer Linksradikalen Demo gehört. Sie redeten davon dass alles nur ne Ersatzbefriedigung ist für Bedürfnisse, wie bspw. Gemeinschaft und das nichts, also wirklich gar nichts mit höheren Prinzipien erklärt werden darf. Sie forderten auch die Hörenden auch dazu auf, dass jegliche Linke, die anfangen Esoterisch zu argumentieren und jegliche Feminist_innen, die ihre Position von Naturgeistern ableiteten aus ihrer Gemeinschaft auszuschließen sei. Wow, die Rede hat gesessen, scheiße, dass ich sie nicht aufgenommen habe, ich hoffe, ich finde einen Mitschnitt im Netz.

Der größte Trigger des Abends war als der Weg-Bassen-Wagen das Lied „New World Order“ von Mister X & Mister Y spielten, ein Project von Westbam und Africa Bambata.

>NEW WORLD ORDER< auf einer von antideutschen eingenommenen Demo. So SIC.

Im Übrigen wurden die Demoteilnehmer aufgerufen den Trauermarsch zu einem Desaster zu machen, indirekt immer wieder zu Stören, es wurden juristische Hinweise durchgegeben usw.

Verbundenheit

Es gab auch einen Anteil in mir der mit der Demo resonierte und mit einigen Parolen. Klar, es gibt in mir ja auch noch einen Anteil, der früher auf antifaschiste Demos gegangen ist oder zum 1.Mai bspw. Ein Teil davon ist noch damit identifiziert und freute sich über Parolen wie „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchiat“.

Weiterhin genoß ich die harten Beats des Wegbassenwagens. Es war richtig geiles Elektro, bspw. die Elektroversion von Nirvanas Come As You Are. Ich musste an den Suizid von Kurt Cobain denken und war berührt.

Es waren durchweg junge Leute, die Stimmung war ausgelassen, eine Artistentruppe in Pink machte unterhaltsame Moves. Ich ging in eine meditative Haltung, ließ meinen Mentalkörper los, vergaß die politischen Botschaften und tauchte radikal ein in den Moment. Was ich in der mentalen Stille wahrnahm, war Energie, Raumeinnehmen, Lebendigkeit, Gemeinschaft. Ich öffnete mein Herz für meine Wahrnehmung, aber auch meinen Schmerz, meinen Hass und meine Verachtung. Zwischendurch sah ich eine Frau, die der Mutter meines Kindes ähnlich sah und für ein Sekunde schoß ein Bild wie ich ihr auf die Fresse hauen, dafür, dass sie mein Kind getötet hat durch mein System. Ich ließ es durchfließen und entspannte mich auch gleich wieder.

Ich wollte die Musik und die Energie der Demo in einem kurzen Video einfangen, ich dachte daran es zu dokumentieren und für die Leser_innen meines Blog zu verwenden. Ich hatte weiter keine böse Absicht. Aber die Leute reagierten auf mich, kamen instamäßig auf mich zu und wollten mich davon abbringen. Ich blieb ruhig und argumentierte dass das eine öffentliche Demo ist. Ich hatte dann das erste längere Gespräch mit einem Demoteilnehmer. Ein Typisches Muster, wie ich in borderline in Kontakt gehe, Verbindung herstelle: über einen Konflikt. Ein Anteil freute sich über den Kontakt, über das Gespräch. Ich konnte meine Argumente bringen, die ich auch in dem Video heute teilte, direkt an den Mann bringen, als sie einfach nur im Netz stehen zu haben. Ich erzählte von Familienaufstellungen und dem Leid was durch Abtreibungen entsteht. Er erzählte, dass er mit seiner Mutter hier ist, die auch abgetrieben hat. Weiter bekam ich nichts raus, wie es ihr damit geht bspw. Am Ende beendete er das Gespräch mit der Phrase „naja, mir sind Frauenrechte trotzdem wichtiger“ und ich verließ den Kontakt mit einer kleinen Enttäuschung und Bewertung, dass mir die Tiefe fehlte.

Eskalation

Ich lief weiterhin in mich ruhend und aufgewühlt gleichzeitig neben der Demo her. Und ich betone nochmal, dass ich nicht vorhatte Stress zu machen. Im Gegenteil ich versuchte immer wieder mein Herz zu öffnen. Es wurde Enger. Zwischen Oranienburger Str. und S Hackescher Markt wurde die Str. sehr eng und der Gehweg schrumpfte auf einen Meter. Vor mir sah ich eine Rangelei. Ein Mann Vergriff sich mit einer Hand im Arm eines anderes Mannes und mit einer anderen Hand zerriss er Flyer. Ich schnallte natürlich sofort intuitiv, dass es sich um einen Gegendemonstrant handelte, der von einem Linken angegriffen wurde und ging sofort mit meiner körperlichen Präsenz dazwischen und stellte mich schützend vor dem Menschen, der angegriffen wurde. Tadaa, da hatte ich mein Erlebnis. Ich kann nicht ausschließen, dass es einen unterbewussten Anteil in mir gab, der sich diese Action gewünscht hat. Sofort reagierten in dem Engen Raum die Demoteilnehmer an. Es standen Frauen vor mir. Ich stand auf dem Bordstein, sie davor, das half meiner Präsenz und auch, dass ich keine Angst haben musste. Sie pöbelten dann minutenlang auf mich ein. Der Demozug kam zu stehen. Dreißig Personen richteten ihre Augen auf mich. Ich blieb weiterhin ruhig und präsent und erklärte ganz ruhig, dass es Gewalt gab und ich nur dazwischen gegangen bin. Ich wusste, dass ich ihnen keinen Grund geliefert hatte, auf mich loszugehen. Ich hielt mich mit meiner politischen Meinung bedeckt. Eine dicke pöbelnde Punkerin mit vielen Pickeln im Gesicht sendete ordentlich Energie. Ich spürte es als Hochsensibler, dass sie ordentlich Themen hatte und setzte meine Grenze, dass sie aufhören soll mich anzupöbeln und dass ich ihre Energie unangenehm fand. Wieder keine beabsichtigte Provokation, ich rede so, es war meine Wahrheit. Eine Freundin von ihr, reagierte auf das Wort Energie als ob ich sie beleidigt hätte. Vergesse immer meine Spirisprache abzustellen, bzw. habe ich verlernt in solchen Situationen das zu sagen, was ich sagen will ohne Spirisprache. Ich mutmaßte, dann in Circlingkommunikation dass sie sicherlich süchtig sei. Puh, dann stand sie vor mir und äffte mich nach. Die Situation war unübersichtlich. Ich wurde von mehreren Leuten angeschrieen, dass ich gehen soll. Ich sagte ganz ruhig, dass ich das nicht tun werde, da ich je wegen der Demo hergekommen bin. Sie drängte mich massiv zu gehen, sagten, dass ich unerwünscht bin. Eine Frau rief lautstark in den Mob, wer möchte, dass dieser Mann geht und die Leute reagierten entsprechten. Ich fragte ganz ruhig in die Menge rein, wer denn mitbekommen habe, was passiert sei und was mir vorgeworfen wird. Da waren sie alle ruhig. Es ist eine interessante Erfahrung vor so einem Mob zu stehen und ja ich schreibe das hier gerne, weil dieses irrationale Mobphänomen nicht nur die Rechten betrifft, dieses Phänomen kann ganz schnell auch mit Feindbildern hochgeputschten Linken auftreten. Naja soviel zum Thema „My Body – My Choice“, wenn sie mir sagen, dass ich gegen meinen Willen meinen Körper da wegbewegen soll.

Dann kam noch ein Altlinker, um die 55 Jahre mit einem Weißen Zopf und einem Antifascista Pullover. Ziemlich spät und ich war mir sehr sicher, dass er zu null Prozent mitbekommen hat, was passiert ist, geschweige denn nachgefragt hat. Er hat nur die Energie, die gegen uns gerichtet war gespürt und ließ den Aggressiven Macker raushängen und schubste ihn und mich gewaltig weg, was schon eine brenzliche Situation war, ich konnte mich nicht wehren, sonst wäre der Mob auf mich losgegangen. Zum Glück ließ der Mann nach je einem Schubser von uns ab. Die Polizei kam und klärte die Situation ich wurde dann noch vom Mob angefeindet, weil ich mit der Polizei sprach. Sehr witzig, dabei waren sie es, die sie zur Hilfe geholt hatten. Sie nahmen meinen Person für eine Zeugenaussage entgegen, weil der andere Mann, der sich bei mir für meine Zivilcourage bedankte eine Anzeige machte und dann ließ die Polizei mich auch schon wieder zur Demo gehen. Dieses Mal waren sie ganz nett, ich kenne auch Situationen, wo sie mich ne Stunde festgehalten haben wegen Personalausweiskontrolle.

Ich ging wieder zur Demo. Kleingruppen kamen auf mich zu und redeten auf mich ein. Mit Fragen, die eigentlich Botschaften waren, wieso, ich denn noch hier bin. Und sie fragten durcheinander und ich wusste nicht wohin mit meinem Focus. Ich klärte also vorab mir den Raum mit zwei Sachen. Erstens der klaren Ansage, dass ich nur mit einer Person rede, zweitens mit der Frage, ob sie überhaupt eine Antwort wollen. Mich ärgerte es dass sie erst dann wirklich zuhörten und sie mich die ganze Zeit immer so als Feind labelten, obwohl ich mich nicht aktiv böswillig verhalten habe.

Wenn ich dann Raum bekommen hatte, antwortete ich immer wahrheitsgemäß und rhetorisch einigermaßen geschickt und klar auf die Fragen. Ich sagte, dass ich einen Schmerz wegen einer Abtreibung hatte und dass ich hier bin um das zu fühlen. Ich konnte auch immer geschickt mit den Leuten connecten, da uns ja auch Themen verbanden. Ich freute mich über den Kontakt und dass ich Raum zum Sprechen bekam, es war mir wichtig von denen gehört und gesehen zu werden, den Dialog zu suchen, einen kleinen Tropfen ins Feld zu geben und den Blinden Fleck, den ihre Ideologische Rhetorik hat zu schließen. Den Schmerz und die Kinder, die systematisch ausgeblendet werden.

Erkenntnis

Ich ging wieder in Stille weiter neben der Demo her und blieb bis zum Ende bei der Musik. Mir war klar, dass ich das Thema nach diesem WE loslassen möchte. Es nimmt gerade zuviel Raum in meinem Leben ein und es hält mich fest. Ich wusste, dass ich dazu die Wut und Verachtung klären müsste, ich weiß, dass es meins war. Mental konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, meine Verachtung und Bewertung gegenüber „den Unbewussten“, gegenüber den Verlorenen Materialist_innen, die sich in der Party, Verkopftheit, Kiffen, Alkohol ungeschütztem unheiligem Sex verlieren loszulassen. Und klar, ich habe natürlich nen Programm in mir, das weiß, dass die Projektionen mein Shit sind, diese Reflektion allein, hilft aber noch nicht beim Loslassen.

Ich öffnete mein Herz und innerhalb von einer Sekunde schoß eine energetische, Nichtmentale Erkenntnis durch mein System, das ich hinterher mental zusammenbasteln muss: Die Demo repräsentierte meinen Vater, der wollte, dass ich abgetrieben werde. Deswegen die Verachtung, der Hass und das bedroht fühlen. Gleichzeitig gab es eine Identifikation mit der Demo, stellvertretend für meinen Vater. Eine Verstrickung aus Liebe, ein Embryo, dass ja irgendwie Sinn finden möchte, in dem was der Vater will. Ein Teil, in mir übernahm den zerstörerischen Willen des Vaters (=Dämon), genährt von Selbsthass (Schatten), den ich mir ja auch kreiert habe, nachdem mein System mitbekommen hat, dass es vom Vater abgelehnt wird.

Tja, interessante Erkenntnis. Für die hat es sich dieser Spaziergang mit dem ich über meine Grenzen gegangen bin doch gelohnt. Gute Nacht und bis morgen beim Marsch für das Leben.

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