WM-Fieber

OK, lange habe ich es nicht gefühlt. Jetzt ist es da. WM-Fieber. Ich war zu Tränen gerührt von der Auftaktfeier mit Robbie Williams. Ich empfand ihn äußerst charismatisch und ich muss ehrlich zugeben, das Lied „let me entertain you“ passte und das „Angels“ berühte mich. Seine Mittelfingeraktion fand ich richtig geil.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-2018-so-war-die-eroeffnungsfeier-mit-robbie-williams-a-1213020.html

Ich fand auch toll, wie die eine ARD-Korrespondentin, die vor Ort unterwegs war und ein Stimmungsbild wiedergab von Gastfreundschaft und Völkerverständigung sprach. Ganz angenehme Töne im öffentlich Rechtlichen im Zusammenhang mit Russland.

Ja, ich habe viele kritische Beiträge in meiner Timeline gesehen. Von Ablenkung und Manipulation der Massen, dass der Bundestag, für Gesetze unüblich innerhalb von einer Woche ein Gesetzt durchwinkt, wie zum Beispiel Erhöhung der staatlichen Parteienfinanzierung, da die SPD nach den Wahlniederlagen und teuren Parteitagen und Urabstimmungen pleite ist usw. Und ja, es gibt Mächte, die meinetwegen die WM ausnutzen für ihre Agenda. Aber ganz ehrlich, es werden ständig Gesetze durchgewunken, auch ohne WM können wir kaum etwas ausrichten. Und die Lösung ist es ja nun echt nicht die WM schlecht zu reden oder das Ziel diese abzuschaffen, was kann denn die WM dafür? Ich bin pro internationale sportliche Wettkämpfe, ja genauso sollten sich Nationen begegnen. Wettbewerb,Sieg oder Niederlage,ist ein männliches Prinzip, das nicht unterdrückt werden darf.Es bringt Erfahrungen und Emotionen hervor und lieber sportlich als dann die Schattenseiten im Krieg erleben zu müssen.Und ja, kritisiert, die patriarchialen Zusammenhänge, die Korruption, das Töten von Straßenhunden, Armut vs hohe Prestige-Ausgaben. Alles darf da sein und zwar parallel. Ich habe auch meine ultrakritischen Anteile, aber jetzt gebe ich meiner WM-Freude Raum.

Einfach der Hammer das 5:0 von Russland gegen Saudi-Arabien zu sehen. Ich bin schon beim 4:0 aufgestanden gewesen, weil ich zum Ecstatic Dance wollte, das 5:0 habe ich leider gar nicht mehr gesehen :-/

Heute schaue ich mir die Zusammenfassung der drei Spiele an. Spanien – Portugal 3:3. 3 Tore von Cristiano Ronaldo und mensch sieht einfach diesen herausragenden Leistungsabstand, welcher ihn zum Weltfussballer macht. Dann das Spiel Urugay gegen Ägypten, wo in der 89min das 1:0 fällt oder Iran – Marokko, zwei Länder, die keine diplomatischen Beziehungen zueinander haben. Ein Stürmer von Marokko macht in der 95min ein Eigentor. Was für ein Drama. Er saß da und hat geweint. Was für eine Emotion, eine Emotion, die sich auf die Fans an den Bildschirmen überträgt und gegenüberträgt, was für eine Verantwortung. Er saß da und hat geweint und sich hinterher im Interview bei den Fans entschuldigt.

Ja, Leute, ich bin im WM-Fieber. Bin sogar seit gestern in einer Tippgemeinschaft bei der Pokerlounge Berlin. Für die erreichten Punkte gibt es sogar einen größeren Stack bei einem Pokerturnier. Ich werde die meisten Spiele nicht schauen, aber die Zusammenfassungen und ich genieße diesen weltlichen Anteil von mir.

Wer ab und an mal Lust hat mit mir gemeinsam zu schauen, ist herzlich eingeladen, mich einzuladen. Ja, ich muss möchte mich auch mit einem Einsamkeitsanteil zeigen, dass ich nicht so den Männlichen und auch geschlechtgemischtlichen Freundeskreis habe, wo ich ganz selbstverständlich solche Sachen machen und genießen kann. Das macht mich ein wenig traurig, aber ganz so schlimm ist es ja auch nicht.

Aho

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Abtreibung

Eigentlich hätte ich an der Stelle eigentlich gerne darüber ausführlich geschrieben, dass ich zum Ersten Mal als Sozialarbeiter eine Probezeit bestanden habe. Aber es gibt ein massiv überlagenderes Thema. Meine Vorgesetzte holte mich gestern schon zur Seite und meinte, dass sie merkt, dass es mir nicht gut geht.

Der heutige Tag hat das Potential als beschissenster Tag in die Geschichte meines Lebens einzugehen.

Im Dezember hatte ich nach langem Mal wieder Sex. Krasserweise ist mir das erste mal in meinem Leben das Kondom geplatzt. Mitte Januar erfahre ich, dass sie schwanger ist. Mein Mentalkörper dachte sich auch so FUCK. Da war keine Liebesbeziehung und Scheiße ich muss meine Zukunftspläne loslassen. Bspw. wollte ich nach Afghanistan reisen, aber die Sicherheitslage wäre für mich allein schon katastrophal gewesen. Das Risiko einzugehen dass mein Kind und die Mutter, den Vater verlieren machte das Risiko nun absolut unverhältnismäßig. Ich ärgerte mich, da ich doch eigentlich Verantwortung übernommen hatte und ein Kondom benutzt hatte.

Gleichzeitig ging mein Herzraum krass auf als ich es erfuhr. Ich spürte ein bedingungsloses JA zu dem Kind und umarmte die Mutter meines Kindes lange. Ich war bereit die Verantwortung dafür zu übernehmen für das Kind. Das Geschenk vom Universum anzunehmen, auch wenn es kein Liebesbeziehungssetting gab.

Die ersten drei bis vier Wochen liefen gut. Wir hatten viel Kontakt und redeten auch über Kita und dass ich gerne meinen Vertrag verlängern würde, der Ende August ausläuft und ich dann gerne 12 Monate in die Elternzeit gehen würde. Mir ist es wichtig, gerade am Anfang für das Kind da zu sein. Auf der Beziehungsebene gab es natürlich noch Störungen. Wir waren mit unseren Themen verstrickt, aber ich war optimistisch, dass wir uns arrangieren und ich habe ja auch meine Kompetenzen, Sachen klar und getrennt zu sehen und anzugehen, schwierige Gespräche zu führen und zu halten und Sachen vernünftig und auch mit emotionalier Tiefe zu klären.

Vor meinem Geistigen Auge sah ich wie ein väterlicher Anteil in mir aufging, der verbunden war mit dem Kind und dem Mutteranteil der Frau und gleichzeitig gab es eine andere Ebene, wo wir mit unserer Alltagsidentität unsere Muster lebten.

Es war erstaunlich, wie unterschiedliche Rückmeldungen wir beide bekamen. Ich bekam durch und durch Freude ab, wenn ich es erzählte. Viele Leute spiegelten mir, dass sie eine Väterliche verantwortliche Energie wahrnehmen, meinten, dass sie sich mich als guten Vater vorstellen können. Die Mutter bekam leider viele negative Rückmeldungen. Ihr wurde das Wort “Verantwortung” kritisch entgegengehalten.

Nach weiteren 3 bis 4 Wochen machte sie einen Kontaktabbruch zu mir nachdem wir es einem Freund von mir und einer Freundin von ihr gleichzeitig erzählten. Der Freund reagierte beglückwünschend, war selber Vater einer 10 Monate alten Tochter und freute sich und betonte, auch, dass es heilende Momente gibt, aber auch, dass es anstrengend ist und wir vor der Geburt noch viel Tanzen gehen sollten. Die Freundin kam mit ihrer Pille-danach-Story und betonte in meinem Bei-Sein ihren feministischen Dämon, dass es ihre „alleinige“ Entscheidung sei usw. Ein Teil von mir fühlte sich von ihr echt bedroht und war wütend auf sie. Mein Beschützeranteil für das Kind fuhr hoch. Das Gespräch veränderte alles. Danach brauchte die Mutter Zeit für sich und ihre Ambivalenz. Meine Klarheit triggerte sie und es kam sehr häufig der Manipulationvorwurf. Ich ließ ihr für das abgesprochene Wochenende ihren Raum, aber auch danach blockierte sie blockierte den Kontakt weiter.

Als ich dann am Mittwoch erfuhr, dass sie bei einer Schwangerschaftskonfliktberatung war brach in mir ein massiver Schmerzkörper los. Ich war auf Arbeit und musste weinen. Ich kam gar nicht klar und besorgte mir bei Mica einen Termin am Nachmittag.

Auf dem Weg zur Aufstellung bei Mica, voller eigenem Schmerz über die anstehende Abtreibung, sah ich diesen Werbeaufsteller, der mich stark berührte. #synchronizität

Es wurde eine intensive Systemische Aufstellung in der ich sehr viel geweint und erkannt habe. 4 Tage später ging ich zu einer Ayahuasca-Zeremonie, nur mit der Intention meine Anteile in mir zu lösen, die eine Abtreibung wahrscheinlicher machen.

Und es gab eine Menge zu lösen. In der Ayahuasca-Zeremonie habe ich die ersten 45min nur gezuckt und hyperventiliert. Es hat sich unfassbar viel Schmerz auf der körperlichen Ebene gelöst. Jeden Tag als Kind ohne Vater, hat mir der unbewusste Gedanke, dass er mir fehlt, neuen Schmerz zugefügt und ja es gab eine Verstrickung, dass ich, in dem ich für mein Kind da sein wollte, gleichzeitig auch für meine Inneres Kind da sein wollte. Ich habe die Verstrickung erkannt und losgelassen. Auch mein Vaterthema wurde in der Zeremonie intensiv losgelassen, was auch komisch war, zumal es ja auch einen Teil meiner Identität ausmacht.

Zwischendurch war ich auch in einem Lichtkörper, der in seinem Raum, in seinen Grenzen bleibt und mit bedingungsloser Liebe alles annimmt was im Außen passiert. Wenn es den Weg der Familie und Herzöffnung gibt wird der genauso wenig bewertet wie den Weg der Abtreibung und des lebenslangen Schmerzes.

Ich bin jetzt aber nicht mehr in diesem Lichtkörper. Es ist nur ein Teil von mir. Ich bin mehr als das und das ist auch OK, dass auch in meinem System noch Schatten, Dämonen und Verstrickungen sind, die durch mich erfahren und bestenfalls ins Licht gebracht werden.

Und egal wieviel ich gelöst habe, dahinter war immer mein Herz zu erkennen und es blieb immer bei einem 100%igen Ja zu dem Kind. Das hat sich nicht einmal relativiert, auch wenn ich auf Ayahuasca ein bißchen mehr in Frieden mit dieser Option gegangen bin, dass es abgetrieben werden könnte. Ich habe erkannt, dass es in diesem Falle wichtig ist gemeinsam mit der Mutter zu trauern und zu vergeben, damit das Kind auch irgendwann losgelassen werden kann und ich ließ den Gedanken los, dass ich deswegen ein Leben lang leiden muss. Ich darf mich auch mit diesem Ereignis für das glücklich sein öffnen.

In einer intensiven Trancereise, die zwischendurch mal in der Straßenbahn passierte, erlebte ich mich auch als Embryo und spürte wie mein Vater für die Abtreibung war. Das war schlimm für mein „Inneres Embryo“, dies Intention zu spüren von der Instanz von der ich mir eigentlich Liebe, Annahme, Präsenz, Halt und Akzeptanz wünschte. Einer Instanz, die hätte da sein sollen und die Projektionen meiner Mutter auffängt, anstatt mich mit meiner Mutter und ihren ungelösten Vaterthemen und ihren entsprechenden Projektionen alleine zu lassen. In dieser Trancereise war ich wieder in dieser Art universellen, nicht bewertenden Bewusstsein und ich spürte mich in die Option meiner eigenen Abtreibung rein. Das Universelle Bewusstsein wäre in einer Art Frieden damit gewesen, es ist nicht so tangiert davon wie unser weltliches Bewusstsein. Für das Universum ist es nicht wichtig, ob ich existiere oder nicht. Mein persönliches Bewusstsein konnte damit aber nicht in Frieden gehen, das wäre schon ein Akt nahe an der Erleuchtung gewesen, so krass mit dem eigenen Tod oder dem gar nicht erst existieren in Frieden zu gehen. Da bin ich noch nicht. Stattdessen beobachte ich Dankbarkeit für diese 35 Jahre Inkarnation. Ich spüre jeden Tag Schmerz und leide, aber insgesamt habe ich ein sehr, sehr geiles Leben und es ist insgesamt ein sehr fairer Deal. Ich Liebe mich in dieser Inkarnation, inklusive der Tatsache, dass ich noch nicht mit allem im Frieden bin. Das ist ja Teil des Spiels, das wir hier alle auf der Erde spielen dürfen, diese Dualität und diese Prozesse zu erfahren. Unser Kind hat sich krasse Eltern ausgesucht. Es wäre ein krasses Leben gewesen und vielleicht hätte es noch ungelösten Scheiß von uns abbekommen und das dann als Erwachsenes Wesen klären. Aber im Grunde bin ich Vertrauen, dass wir das besser und bewusster hinbekommen hätten als viel andere Eltern und dass der potentielle Mensch am Ende auch dankbar für die Existenz gewesen wäre.

An der Stelle auch nochmal Danke an meine Mutter, dafür, was sie geleistet hat, auch wenn es in mir noch wütende und vorwurfsvolle Anteile gibt. Auch sie hat gesagt, dass sie unterstützt und dass sie die Mutter meines Kindes wie eine Tochter aufnimmt. Sie hat ein Kennenlerntermin angeboten. Ich hatte viele Impulse, wollte sie auch zu einer Session zu Mica einladen, ihr die vielen Mütter aus meinem Umfeld vorstellen. Ich wollte dass sie mich sieht, wo ich stehe und welche Ressourcen ich habe. Ich habe Freundinnen, die auch durch eine sehr schwierige Schwangerschaft gegangen sind mit schwierigen Partnern, die noch voll eine ungelöste Vaterprojektion waren und sie haben sich da durchgearbeitet und haben jetzt wundervolle Kinder zur Welt gebracht. In der Aufstellung war auch klar zu sehen, dass die Schwangerschaft extrem heftig für sie wird, auch die Geburt und die Zeit danach. Das sie ihr Trauma parellel bzw. vor allem danach heilen wird. Ich habe in der Aufstellung auch gesehen wie es passieren kann, anders als es mental erarbeitet werden kann. Die Repräsentantin der Mutter meines Kindes (Mica) sagte auch sinngemäß, dass der Dämon (Das Wort kam von mir) größer wird im Falle einer Abtreibung. Dass sie dann noch ein paar Jahre länger in ihrem Störungsbild bleibt. Das ist Comfortzone und es ist verständlich lieber bei den bekannten Mustern zu bleiben, die mensch kennt anstatt für die Heilung Anteile sterben zu lassen, die massiv mit ihrer Identität verwoben sind. Ich kenne das Festhalten von mir. Einerseits ärgere ich mich drüber, andererseits halte ich dennoch oft weiter fest, aber ehrlich gesagt, gehe ich mittlerweile auch oft in meine transformativen Loslass-Prozesse, wenn mir ein Thema gespiegelt wird.

Dieser Satz, dass es ihre „alleinige“ Entscheidung ist, triggerte mich stark, da ich sehe, dass wir systemisch verbunden sind und mein System ja verschieden auf ihre Entscheidungsmöglichkeiten reagiert. Auf der Ebene wo ich bin, kann ich diesen Satz nicht als wahr empfinden. Ihre Entscheidung tangiert massiv mein Leben. In mir ist in allem was ich in der Zukunft mache, bspw. wenn ich auf dem Rainbow Gathering oder in Workshops bin oder nach Afghanistan reise oder mit Frauen Zeit verbringe, die Angst vor dem Gedanken: „Scheiße, ich hätte jetzt auch stattdessen ne Familie haben können“. Das macht mich traurig nicht die Geburtstage meines Kindes feiern zu können, nicht zu sehen, welche Persönlichkeit es entwickelt, was für Talente es haben wird, was es der Welt geben wird.

Ich erkenne aber auch, dass ich das alles mitrekreiere. Ich wiederhole mein Muster mit einer Frau, die mir eine Familie verwehrt. Dieser Gedanken des Erwachsenen Christian war verstrickt mit dem des Inneren Kindes, das sich ne Familie wünscht und in der Ayahuascazeremonie diesen Wunsch loslassen musste. Mein Inneres Kind meinte immer, dass er noch kommt, aber ich muss akzeptieren, dass meine Kindheit so war wie sie war: Ohne „richtige Familie“. Auch hier bleibt der Wunsch hinter dieser Erkenntnis das Muster zu durchbrechen zu wollen und mit meiner väterlichen-männlichen Kraft für das Kind und die Mutter da zu sein.

Falls es heute zur Abtreibung kommt, wonach es aussieht, werde ich mich natürlich irgendwann auf den Weg des Vergebens machen. Aber dafür ist es wichtig alles zu fühlen und mit allem da zu sein was ist, sonst bleibt die Vergebung mentale Selbstverarsche.

Die Letzten Tage habe ich mich zurückgehalten, habe ihren Wunsch akzeptiert nicht in Kontakt zu gehen. Wir haben gestern telefoniert und sie hat mir die Entscheidung für die Abtreibung mitgeteilt. Ich habe fast die ganze Nacht nur geweint. Im Moment bin ich nicht im Frieden und ich habe die letzte Zeit viel mit Schmerz und Verletztlichkeit und in meinem Raum bleiben verbracht und war so vor allem in einer weiblichen Energie. Jetzt bin ich wütend und gehe mit diesem Nicht-Einverstanden sein nach Außen. Über meine Grenzen hinaus.

Ich verstehe das mit der nach außen gehenden männlichen Energie noch nicht so ganz, habe echt mein Thema damit und bewerte das Übergriffige, Dominante, Kriegerische, Zerstörerische, Vergewaltigende, Machohafte aber das ist ein anderes großes Thema. Ich sehe, dass Männlichkeit und das eben genannte existiert und das es universelles Bewusstsein gibt, das dies nicht bewertet. Und Fuck, ich habe diese Anteile in mir. Ich habe meine Verletzungen und meinen Schmerz (Schatten), die ich mit einem narzistischen Anteil (Dämon) schütze. Ich bin Aszendent Scorpion und habe mal gehört, dass wenn jemand diesem Anteil zu nahe kommt und dieser sich bedroht fühlt, dass dieser dann zusticht. Das bin ich, das sind Eigenschaften von mir und die lebe ich jetzt aus. Ich bin wütend.

An alle mentalen Feminist_innen, lasst eure Konzepte stecken, an alle Gutmenschen, ja ich habe selber in mir mentale Diskurse, die Bewertungen von richtig und falsch vornehmen, die schauen was sich gehört und was nicht. Und gleichzeitig gibt es kein Dogma, gibt es kein richtig und falsch. Gibt es nur verschiedene Prinzipien und es gibt keinen Rang, was höherwertig ist. Alles ist eine Erfahrung und ich erfahre mich selbst gerade dadurch, dass ich mich zeige. Ich zeige viel nicht und viel mache ich mit mir aus, aber es ist OK für mich mich zu zeigen, warum auch nicht. Wir sind frei. Ich bin wütend, unperfekt, ungehalten, nicht im Frieden mit mir, ich bin nicht im Frieden mit der Abtreibung, ich ärgere mich über Frauen, die an ihren Wunden festhalten, ich ärgere mich über Männer und über unsere Gewalt. Mich regt die Abtreibungslobby auf: (Bla) „mein Bauch gehört mir“. Ja es ist ihre Entscheidung, auch wenn es nicht ihre alleinige ist. Sie hat Verantwortung für die Entscheidung, ich habe Verantwortung für meine Reaktion, was ja auch eine Entscheidung ist. Meine väterlichen und herzlichen Anteile wären gestärkt worden, wenn sie sich für das Kind entschieden hätte. Ich hätte diese Familie beschützt, mich gekümmert, für die finanzielle Sicherheit gesorgt, war bereit von meinem Guthaben was jetzt langsam ankommen wird, ihren Dispo auszugleichen, damit sie keine Zinsen mehr zahlen muss. Ich wäre bereit gewesen Verantwortung zu übernehmen, gerne auch alleinerziehender Vater zu sein, notfalls auch auf Unterhaltsforderungen zu verzichten oder notfalls auch Vater, der sein Kind nicht sieht, Hauptsache das Kind lebt. Nur diese letzten 6,5 Monate Schwangerschaft und ihren Dämon, kann ich ihr leider nicht abnehmen. Da muss sie leider selber durch. Und ich meine es ernst: wenn ich könnte, ich würde so viel tun, nur um das Leben meines Kindes zu retten. Es gibt für mich keine Trennung zwischen ungeborenen Leben und dem Leben danach. Im Gedankenspiel könnte mensch ja auch sagen, dass wir Kinder mit 7 Jahren töten könnten, wenn sich die Eltern plötzlich dagegen entscheiden, weiter Eltern zu sein.

Ich bete weiterhin, die letzten Minuten oder Stunden, keine Ahnung, wann sie ihren Termin hat, dass sie ihr Herz spürt und sich umentscheidet.

Ihr seid eingeladen zu Sharings, was der Text mit euch macht. Ich habe absolut keine Lust irgendwelche mentalen Konzepte zu diskutieren.

Zu guter letzt noch die Anekdote von meinem Anteil, der Systemische Familienaufstellungen leitet:

Aufstellungen in denen es um Abtreibungen geht, sind mit die hochemotionalisten. In mir hat sich die Vorstellung etabliert, dass Kinderseelen in einer Art Zwischenwelt (zwischen purem Bewusstsein und Inkarnation, also einer Art astralen Welt) gefangen sind, solange die Abtreibung noch nicht verarbeitet ist. Und es gibt viele unbewusste Abtreibungen, viel unbewusstes Leiden, viel verantwortungslosen Sex. Am Anfang von Familienaufstellungen wird immer auch nach abgetriebenen Kindern gefragt, da, und das sieht mensch dann in den Aufstellungen, vor allem bei nachfolgenden Kindern systemisch was verrutscht und diese Menschen oft ein Leben lang anteilig und unbewusst leiden und gar nicht wissen warum.

Am letzten Samstag leitete ich zwei Aufstellungen und was für eine krasse Synchronisation, was für ein Spiegel für mich. In der ersten Aufstellung möchte der Fragesteller mit einer Partnerin eine Familie gründen, kann es aber noch nicht, weil es mit einer anderen Frau, wo der Kontakt sehr blockiert ist, eine Abtreibung gab. Der Raum war so unsicher, dass ich das Kind nicht in die Aufstellung holen konnte, die Botschaft war, dass es Zeit braucht. Ganz am Ende kam das Kind über einen Umweg doch rein und umarmte nur die Repräsentantin des Fragestellers und verschwand dann erstmal wieder bis die beiden das irgendwann klären. Und wieder: das Universum bewertet nicht, dem ist Zeit scheißegal. Dann braucht es halt ebendiese. Aber mein Ego bewertet schon. Fuck, da ist eine Frau mit ihren massiven Themen, die nicht die Verantwortung übernimmt, das zu klären und auch mit ihren Konzepten und ihrer Wut Klärung blockiert und gleichzeitig mit einer Ambivalenz nach Verantwortung durch den Mann schreit. Und von wegen immer alleine Verantwortung übernehmen. Ich fragte immer die Repräsentantin des Fragestellers, ob er noch was zu klären hat und ob da nicht doch noch ein blinder Fleck ist. Nein, da war nichts außer, dass er Geduld haben soll und nicht pushen soll. Ich nehme solch ein Erfahrungswissen und bewerte, dass es mich ärgert, dass der Fragesteller (und sinnbildlich dann auch ich) bei der Familienplanung mit der aktuellen Partnerin beeinträchtigt ist. Dass er quasi Abhängig ist von dem Klärungsprozess der Frau. Soviel zu dem Thema “es ist die alleinige Entscheidung” der Frau und den Mann geht es nichts an. Ich hoffe, dass sich dieses Denken, was im Mainstreamfeld abgespeichert ist, transformieren wird.

Gerade im Moment beschäftigt mich auch der Gedanke, dass ich als Betroffener von einer Abtreibung nicht meine Qualifiktation, aber irgendwie meinen Status als Leiter von Familienaufstellungen verloren habe. Es macht mich traurig, dass es mich trifft, Fuck.

Aber ich werde draus lernen und weiter an mir arbeiten, werde irgendwann vergeben, nach meiner Wut und Konfliktphase und hoffentlich, danach sehne ich mich sehr, irgendwann aus einer Liebesbeziehung heraus, eine Familie gründen.

Aho.

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Black Panther Deutschland-Premiere

#blackpantherberlin

Eine Sache, die ich in dieser Inkarnation am meisten liebe, ist es in Filme einzutauchen. Ich war schon am Sonntag bei Maze Runner und am Montag bei Wunder, weil der mir empfohlen wurde, aber Dienstag tagsüber erfuhr ich, dass ich bei einem Gewinnspiel bei Facebook am Montag 2 Tickets für die Deutschlandpremiere von Black Panther gewonnen habe. Da wurde eine Extra-Fan-Preview organisiert von Disney und und einer Agentur, die Youtubber betreut. Entsprechend viele Youtubber waren auch da, wie mich mein Sitznachbar aufklärte, der selber einen Kanal mit 2200 Followern und 537 Videos im Bereich Onlinespielscreening hat, und mich immer ungläubig anschaute, dass ich die nicht kenne.

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Als Vorschau gab es nur drei mir bis dato unbekannten Trailer… Allein das hat ein intensives Gefühl von Vorfreude ausgelöst. Ant Man 2: and the Wasp; Solo: a Star Wars Story und Avengers Infinity War.

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Black Panther war am Ende besser als der Trailer vermuten ließ. Ich würde es mit Dr. Strange vergleichen. Sehr gute Storyline. Ein Überschaubarer und greifbarer Bösewicht, der aus einer klaren Verletzung heraus handelt, und generell sehr charismatische Figuren. Das Setting war auch sehr politisch. Es griff die Schwarz und Weiß „Race“-Thematik auf. Ein Schwarzer Superheld vom afrikanischen Kontinent. Ein schönes Bild aus zum einen verbunden mit der Kultur und Tradition und zum anderen einer extremen technischen Moderne.

Mir persönlich haben die spirituellen Aspekte sehr gefallen. So gab es in Schamanischen Zeremonien einen Ayahuasca-ähnlichen Trunk, der die Person mit den Ahnen verbindet und einlädt mit ihnen Frieden zu schließen. Aus dieser geistigen Welt kommt auch die übermenschliche Power des Krafttieres Schwarzer Panther. Zusätzlich kamen die Superheldenfähigkeiten aus dem technischen Fortschritt wie bspw. bei Iron Man. Szenen erinnerten an James Bond und Q.

Die politischen Anteile haben mir auch gefallen, auch wenn mein Geschmack noch ein wenig mehr Diplomatie, Geheimdienste und interstaatliche Verstrickungen ausgehalten hätte, so wurde der Diskurse zu Autonomie einer Nation, Flüchtlinge Aufnehmen, Ressourcen teilen und die Unterdrückung der Schwarzen durch die Kolonisator_innen angerissen. Am Ende bleibt aber die bestehende Weltordnung für das Mainstreampublikum mit einer Gutmenschenrede erhalten anstatt, dass der Film den Mut hat Revolutionen, die wirklich strukturelle Ungerechtigkeiten beseitigt, zu Ende zu denken.

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Wut über den Wunsch des Vaters mich abzutreiben.

Ich habe Lust zu schreiben. Gerne über meine Prozesse. Ja, auch gerne öffentlich.

Es ist nur schwer, es nicht zu vermixen. Gerade ist ein FB-Posting aus mir herausgeflossen. Mein Prozess den ich hatte ist vermixt mit einem Workshop-Feedback und Werbung fürs Creators Game. Das gab mir irgendwie Power zum Schreiben. Aber für einen Blogeintrag reichts.

Ich war am Freitag beim Transformationsworkshop für Hochsensibilität, nach einer 39 Stunden-Arbeitswoche, erschöpft, angespannt und getriggert. Ich komme im Raum an und erfahre, dass es erstmal ne Halbe Stunde Ankommenszeit gibt. In dieser spirituellen Yoga-Raum-Raumenergie, wo es Matten gibt, lege ich mich hin und entspanne mein System. Die Gefühle, die ich im Alltag, meist durch Zucker wegdrücke, kommen hoch.
 
Ich kenne meine Prozesse. Ein sich endlos anfühlender Schmerzkörper. Ich gehe täglich rein und täglich unterdrücke ich ihn auch wieder, da mein Ego in der Alltagsidentität funktionieren möchte. In mir ist Frust darüber, dass ich durch das Elternthema trotz 7 Jahren spiritueller Szene immer noch nicht durch bin.
 
Viele Innere-Kind-Anteile sind noch so voller Schmerz, dass sie noch nicht vergeben können. Dieses mal ging ich ins innere Embryo, wie in einer Systemischen Aufstellung. Ich bekam energetisch mit wie mein Vater, der vor meiner Geburt weg ist, den ich nie gesehen habe, nichtmal ein Foto von ihm, von meiner Mutter wollte, dass sie abtreibt. Er war Afghane und durfte aus kulturellen Gründen keine Nicht-Ehelichen Kinder haben.
 
Ich spürte meine Todesangst, meine Urverletzung, dass der Mensch nach dem ich mich eigentlich sehne, von dem ich mir Liebe erhoffe, mich töten lassen wollte. Es fällt mir schwer in die Liebe, ins nicht-bewerten zu gehen. Auch meinen Tod, meine Nichtexistenz zu akzeptieren. Nein, ich (Mein Ego) liebe meine 35 Erdenjahre, die ich in dieser Inkarnation bin. Ich bin so fucking froh, dass ich dieses geile Leben erleben darf. Trotz diesem Schmerz, den ich jeden Tag in mir trage, bleibt es ein fairer Deal. Ich möchte dieses Leben nicht missen.
 
Als der Workshop losging lud uns Thomas ein, so zu sitzen oder liegen wie wir wollen. Er lud uns ein, „ganz Mensch zu sein“. Ich nahm die Einladung an, legte mich hin und machte, was ich gelernt habe und was ich mich in einem Workshopraum traue anders als im Alltag. Ich fühlte. Ich fühlte meine Wut. Ich gab ihr in meinem Raum Platz und sie war megapräsent. Ich agierte sie nicht nach Außen und blieb mit geschlossenen Augen mit mir und meinem inneren Raum und meiner Wahrnehmung vom äußeren Raum in Kontakt. Letzteres ging nur sehr passiv. Ich lauschte einfach Thomas Einstiegsreferat.
 
Thomas lud zu einem drei Worte Checkin ein. Ich hakte nach, ob er es wirklich so meinte, oder ob es sinnbildlich für kurzes Checkin steht. Ich kenne mich, ich weiß, dass ich freies Sprechen brauche, dass es mich fertig macht, wenn mich der Raumhalter so einengt in meinem Ausdruck. Ich bin als Hochsensibler in nem Hochsensibilätsworkshop und darf mich jetzt nur in drei Worten Sichtbar machen? Mich strengt schon die Alltagskommunikation an, wo ich soviel von meiner Wahrnehmung weglassen muss, weil es meine Gegenüber überfordert. Es challengend mich sehr. Nachdem mein Vorredner drei Worte gesprochen und eine Pause gemacht hat, sprach ich meine drei Worte. „Wut auf DreiWorteCheckInRegel“ Die nächste wollte gerade ansetzen zu sprechen, da ging mein Vorredner gefühlt vorwurfsvoll mit mir in Kontakt und sagte, dass er sich abgewürgt fühlte. Ich fühlte mich angegriffen, da ich natürlich die Aussage implizierte, dass er meint, dass ich ihn abgewürgt hätte. Ich teilte ihm mit, wie ich es wahrnahm, dass er drei Worte gesprochen hatte, dass er eine Pause gemacht hätte, dass ich explizit nachhakte, ob die Regel auch so gemeint war. Mich triggert es, wenn ich versuche mich an die Regel zu halten, der Raum aber Abweichungen toleriert, denn dann fängt mein Mind auch in diesem Unklaren Raum an, seine Spielräume zu erkunden.
 
Ich springe für den Kontakt mit der Person einerseits in den Mentalkörper, in mein Ego, in meine Sachliche Angriffs-/Verteidigungsenergie. Andererseits bleibe präsent mit dem was da ist. Ich unterdrücke meine Wut nicht, denn dann würde ich passive Aggression in den Raum senden. Ich bin spürbar, ich bin präsent und transparent, so habe ich es gelernt. Der Raumhalter greift nicht ein. Nachdem wir uns ausgetauscht haben, geht es weiter. Eine andere Teilnehmerin, sagt, unabhängig von dem drei Worte Checkin einleitend, auf die Situation beziehend, dass sie sowas nicht erwartet hätte. Einige im Raum sind getriggert, ich fühle mich bewertet, nicht gesehen, nicht verstanden. Mit einem freien Checkin wäre es leichter gewesen. Ich hätte verbal transparent machen können, wo ich gerade bin, wo ich stehe, die Leute hätten mich besser einordnen können, sie hätten die Angst vor mir verloren, da sie anhand meiner Worte erkannt hätten, dass ich im Prozess bin, ich den aber klar bei mir lasse.
 
Thomas sprach später kurz draußen mit mir, dass er überfordert mit meiner Wut war, dass sie zu präsent war, zu stark für den Raum. Zwischendurch ist mein Ausgrenzungsthema angetriggert, dass ich wieder aus dem Workshop geschmissen werde.
Tja, sorry, Leute, ich muss den ganzen Tag mit dieser Wut rumrennen und sie verschwindet nicht einfach. Wegdrücken ist ungesund und funktioniert ja bekanntlich nicht auf Dauer.
 
Der Workshop besteht dann eigentlich nur aus einer Partner_innenübung, in dem wir frei waren „das beobachte Spiel“ zu spielen“ oder uns zu unterhalten, wenn das unser Flow ist. Hier war mir der Rahmen wiederum zu frei. Gefühlt waren wir eine Stunde in der Übung. Ich circelte mit meinem Partner, er war nicht präsent und mit seiner Wahrnehmung viel im Außen. Auch schon als die Übung vorgemacht wurde, kam als Antwort auf die Frage was die Teilnehmerin denn wahrnimmt, die Antwort „nichts“. Ich bemerkte, wie ich das bewerte, wie ich vergleiche, dass ich in meinem Inneren Raum viel mehr wahrnehmen kann als die beiden Personen.
 
Ich spürte energetisch wie sich mein Partner klein machte und mich dadurch energetisch größer (Vielleicht auch andersrum, aber nicht bewusst.). Ich verbalisierte das und er resonierte. Wollte das auch nicht ändern. Also blieben wir mit unserer Wahrnehmung bis er dann anfing über die Situation zu sprechen und mich teachen wollte. Dass meine Art und Weise ja falsch gewesen wäre. Er war so ein weicher Harmonietyp, genau auch eher wie Thomas. Es bringt nichts seine Erkenntnisse oder Kommunikation auf mein System, auf meine Realität zu übertragen. Ich hatte Widerstände und tauschte mich dann mental aus, während ich in meiner Wahrnehmungspräsenz blieb.
 
Ich bemerke, wie ich auch bewerte, wie ich es als „lame“ empfand. Die Übung, das Setting, die Überforderung, die Wahrnehmung der anderen „Hochsensiblen“. Es bringt meiner Meinung nach auch nichts nur im Circling zu bleiben und einfach nur liebevoll wahrzunehmen was ist, es nicht verändern zu wollen. Meistens funktioniert es ja im Circling, dass Felder sich öffnen und sich die Dinge begradigen, dass festhaltende Anteile wieder ins Fließen kommen. Dafür braucht es aber auch einen entsprechenden Raum, der diese Prozesse passieren lässt. „Normalerweise“ (bzw. Meiner Meinung nach wäre es besser,) hätte es einen Prozess geben müssen, der dazu führt, das mein Partner und ich unsere ungleichgewichtigen Anteile lösen und am Ende uns auf Augenhöhe begegnen. Es fehlte aber neben der einfach nur liebevollen, wahrnehmenden und fließenden Instanz, die eingreifende, die aus einer höheren Perspektive schauende, die coachende, die Raumgebende und in Prozesse-einladende Instanz. Wahrnehmen was wirklich ist und in Prozesse gehen, die dich befreien in Kombination führen dich in eine Tiefe, wo das Wort Liebe wieder mit einer anderen Bedeutung übersetzt werden kann. Ein ganz andere Zustand von Liebe, den vermutlich nur wenige kennen.
 
Ich habe viel erlebt an Raumhaltung und es bleibt dabei – ich wiederhole mich – dass das Creators Game für mich wirklich der bisher einzige erlebte Workshop ist, der die eben von mir beschriebene Tiefe erreicht. Radikales Dasein mit dem was ist und von dort losarbeiten in Richtung Loslassen, Befreiung und Integration. Angello Clemente hat so ein feines hochsensitives Gespür für die Anteile, die mesnch festhälst, dass er sie geschickt antriggern kann und dich einlädt damit emotional in Kontakt zu gehen und dich durch Ausdruck davon zu befreien. Jedes Mitglied im Raum ist Teil des Raumes. Wenn einer blockiert, blockiert anteilig auch der Raum, wenn einer durch einen Prozess durchgegangen ist, dann schwingt die gesamte Raumenergie höher und es ist für die anderen Teilnehmer_innen leichter sich zu spüren und auch in den Prozess zu gehen.
 
Ich freue mich. Für mich wird das der Workshop des Jahres 2018. Schwer zu erklären, dass muss mensch erlebt haben.
 
 
Die Leute gaben am Ende des Workshops durch und durch positive Rückmeldung. Sie waren voll zufrieden mit dem was passiert war, obwohl manche eigentlich nur einfach ein Gespräch geführt hatten. Ich nahm es zur Kenntnis und bemerkte wieder meine „lame“-Bewertung. Gleichzeitig war ich auch dankbar und zufrieden, dass ich einen Raum hatte, wo ich mir erlaubte zu fühlen, mich spürbar zu machen und mir somit auch ein Bedürfnis erfüllen durfte, gesehen zu werden.
 
Und es geht mir nicht darum zu faken, sympathisch zu sein, den richtigen Ton zu treffen, wenn ich das nicht bin. Ich will nicht mit einer mental, den Konzepten von richtig folgenden Maske gesehen werden, ich will mit meinen wahrhaftigen Schatten gesehen werden und diese dadurch ins Licht und in die Liebe zu bringen.
 
Aho.
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SPIRIT BERLIN Vollmondparty

Ich teile meinen FB-Post, den ich in der FB-Veranstaltung vom

Liquid Healing Waves Fullmoon Ceremony

Mehr als 5 Wochen SPIRIT BERLIN Pause. Solange war ich seit Gründung noch nie abwesend 😉 Jetzt stehe ich unabgesprochen mit „Schattenprozess Coaching“ im Veranstaltungs-Plan und wurde eingeladen etwas über mich und meine Arbeit zu schreiben. Ich bin jetzt nicht der Typ der sich kurz und rein positiv verkaufen kann, das weiß jede_r, der mir die geschlossene Frage „gehts dir gut“ stellt 😉

Ich komme aus einer 39 Stunden Woche als Sozialarbeiter heute abend an, bin gelernter Systemischer Coach und habe eine spezielle Hochsensibilität: Ron hat am 21.12.2016 in einem Wintersonnenwendenritual mich in mein Mayazeichen eingeführt. Ich bin der „Weiße rhythmische Spiegel“: Habe viele Schatten, ein großes Ego, um die zu halten und mein Talent ist es diese zu erkennen und einen Raum zu öffnen in dem sie ins Licht dürfen.

Für mich sind Schatten, wenn etwas, was präsent sein möchte, weggedrückt wird. Dann überträgt sich das in den Raum und ich spüre das dann bspw. sehr intensiv in meinem System und fange an die Energie, die ich empfange auszuagieren. Tja, damit mache ich mich in der Regel nicht sehr beliebt – ist ja auch nicht schön im Außen zu sehen, was mensch innerlich eigentlich wegdrückt – auch im Kontakt mit Frauen werden oft ungelöste Themen vom Ex- oder vom Vater übertragen.(Andersrum passiert es aber natürlich auch, dass mir der Raum/Frauen meine Schatten spiegeln.)

Im Januar war ich auf einer Geburtstagsfeier. Der Raum bot vor allem nur die Möglichkeit an einem langen Tisch neben einer Küchenzeile zu sitzen oder im Weg zu stehen oder sich kurz am Buffet zu bedienen. Es war eine großer Raum mit 30 Leuten. Es lief Musik von der Anlage und andere Leute machten zusätzlich mit Trommeln und anderen Instrumenten Musik. Ich war ganz schön reizüberflutet und nahm wahr, wie sich die Energie im Raum nach oben in den Kopf stauten. Den Leuten blieb ja nur quatschen. Ein Schatten war, dass die Leute eigentlich gepusht waren und sich bewegen wollten, das der Raum aber nicht hergab.

Links von mir saß ein Mann und rechts von mir eine Frau. Auf Nachfrage gings der Frau „gut“, obwohl Körperhaltung und Mimik eigentlich dagegen sprachen. Ich spürte aber bei beiden einen Schmerzkörper und verbalisierte im Laufe des Gesprächs meine Wahrnehmungen. Sie bestätigten. Ich switchte dann abwechselnd in Rollen und machte quasi zwei Eins-zu-Eins-Aufstellungen parallel. Bei der Frau reichte es den Schmerzkörper zu repräsentieren und ihr die Hand zu geben. Sie übernahm dadurch wieder Verantwortung, ging in Kontakt und strahlte hinterher wieder. Als Schmerzkörper bemerkte ich, dass es ein größeres Thema ist und verbalisierte aus der Rolle, dass ich mir als Schmerzkörper wünsche, dass sie sich später ausruht und sich dem hingibt. Der Mann hatte seine Augen geschlossen. Er verbalisierte sein Vaterthema und dass er gerade nur schwarzen Nebel vor sich wahrnahm. Ich fing an, aus der Rolle heraus – also ohne Mentalkörper, ohne Konzepte dahinter – meine Hand etwa einen halben Meter vor ihm zu halten und sagte, dass die Hand das Licht vom Vater repräsentierte. Ich lud ihn ein es wahrzunehmen und auch damit in Beziehung zu gehen. Er öffnete sich für den Kontakt zu meiner Hand und seine Ausstrahlung veränderte sich spürbar. Es war ein großer Fortschritt anstatt nur den schwarzen Nebel wahrzunehmen, den Schwarzen Nebel „und“ das Licht dahinter wahrzunehmen.

Soweit Anekdoten von Nebenbei-Sessions. Ich biete natürlich auch längere Eins-Zu-Eins-Sessions und Tagesveranstaltungen Systemische Aufstellungen an und organisiere zurzeit in einem Dreierteam das Creators Game mit. Beim Creators Game kommt der beste Raumhalter, den ich in über sechs Jahren SPIRIszene erlebt habe. Für mich wird das DER WORKSHOP 2018.

Wenn ihr heute Abend wahrnehmt, dass ihr etwas präsentes unterdrückt oder Resonanz/Widerstände zu mir spürt, wenn ihr von mir getriggert seid, dann seid ihr eingeladen mit mir in Kontakt zu gehen und nach einer Session, einem eins-zu-eins-Circling o.ä. zu fragen, um sich durch das Thema durchzuarbeiten und es zu releasen. Ansonste freue ich mich auch dem Flow zu folgen und mich auch mindestens einer Massage hinzugeben.

C ya

Creators Game 9.3.18 – 11.3.18 (Tage einzeln buchbar)
https://www.facebook.com/events/182795975641722/

Systemische Aufstellung 24.2.18
https://www.facebook.com/events/1939649683019358/

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Ich lese diesen Artikel (SPON, 24.1.18) zu Waffenexorten und lasse folgendes Sharing aus meinem Mentalkörper abfließen:

FICK DICH SPD…. wer diese Partei wählt, macht sich die Finger blutig… Fick Dich „Wähler_in“ und ja und ganz selten mal was antideutsches von mir, aber ja, FICK DICH Deutschland.

Eine Partei/politische Position mit den Ansätzen der radikalen Verstaatlichung und des anschließenden Rückbaus dieses Industriezweiges würde nicht weit kommen. Hinter den 25 Mia € Umsatz stecken auch viele Familien, die dadurch ernährt werden, viele Steuereinnahmen, die unsere Infrastruktur einschließlich Sozialleistungen und Rentenzuschuss finanzieren. Industrie, Gewerkschaften, Libertäre, die Familien, die durch die Jobs ernährt werden würden auf die Barrikaden gehen und sie hätten das Geld und die Macht und die Geschicklichkeit den Protest mit Lobbyarbeit zu kontaminieren bevor er ihnen politisch wirklich gefährlich werde würde.

Die Politik resoniert mit dem Wähler, der Wählerin. Von dort kommt der Wunsch nach Arbeitsplätzen, Wirtschaftswachstum und stabile Renten und generell Stabiltät. Dieses künstliche Eingreifen in das System, das aus einer Natürlichkeit heraus zyklisch sein will, das nicht nur wachsen will, produziert Schatten. Es gibt kein Recht in diesem Universum auf grenzenloses Wachstum und grenzenlose Stabilität. Wenn wir die kleineren Zyklen nicht akzeptieren und sie passieren lassen als Reinigung, dann wird es eben große Zyklen geben für die Reinigung. Die Ego-Politik, die sich von weiblichen Prinzipien und dem universellen Fluß zu einem großen Teil trennt liefert.

Das was wir bei uns an künstlich an Wachstum und Stabilität haben und spiegelt sich woanders in Form von Krieg (Syrien, das Gegenteil von Wachstum und Stabilität und in der Zerstörung der Natur wieder.) Und am Ende ist es nur das Ego. Wir alle machen auf einer viel höheren Ebene eine gemeinsame Erfahrung. Es gibt keine Trennung vom Leid der anderen Seite. Wir sind gerade durch die Inkarnationen in einem Zustand wo wir mal nur die eine oder die andere Seite erfahren und dadurch lernen.

Es ist Zeit, dass die Wähler_innen, dass die Bevölkerung aufwacht aus seiner sich-von-der-Verantwortung-für-das-was-passiert-weg-dissoziieren-schlaf. Die Politik ist nur ein Spiegel und die aufgewachten haben noch nicht die kritische Masse erreicht. Im Gegenteil viele Spirituelle müssen ja, so ich auch, mitspielen, weil sie ja auch Menschen sind mit Angst vor Abstieg, dem Bedürfnis nach sozialer Anerkennung, Geld, einer Wohnung, einem Job. Nur die wenigsten schaffen es in die Autonomie (Gurus, Autark lebende, Top-coaches, die es mit ihren Büchern und Seminaren zu finanzieller Unabhängigkeit geschafft haben).

Wobei es eine völlige Autonomie vom System nicht geben kann. Das ist auch eine Illussion von manchen Aussteiger_innen.

Ein radikaler Ansatz wäre Umverteilung, Arbeitsplätzeabbau (Waffenindustrie, Spielotheken, JC-Mitarbeiter, da Grundeinkommen), Arbeitszeitverkürzung, bedingungsloses Grundeinkommen, Wirtschaftssenkung inklusive Neustrukturierung, Umverteilung, Autonomie, Souveränität, Naturverbundenheit. Loslassen unserer Glaubensmuster, dass unser Überleben vom Wirtschaftswachstum abhängt. Das Gegenteil ist richtig. Das System kann durch die wachsende Produktivität so strukturiert werden, dass die Leute immer weniger arbeiten müssten, stattdessen fließt die wachsende Produktivität systemisch als Gewinn und Macht nach oben. Allein durch die Zins- und Inflationspolitik. Die Leute raffen es nur nicht.

Und jeder, der sich an die Kritik dort macht, wird vernichtet.
Wenn es kleine Gruppen sind wie „die Friedensbewegung“: für die wurde der Antisemitismusvorwurf und die Rechtskeule installiert. Du brauchst nur die Macht der Banken kritisieren und kannst dir schon einen Antisemitismusvorwurf einfangen. Diese Gutmenschen der Friedensbewergung sind aber auch echt zu leicht zu spalten, die Mitte, die Angst vor dem sozialen Abstieg hat, leicht auf Linie zu bringen. (ich schließe mich in die Kritik ein, ich grenze mich auch von vielen Spinner_innen der Friedensbewegung oder von der Partei der Violetten ab und halte mich in meinem Job zurück, um nicht anzuecken.)

Die Mächtigen sind so geschickt. Sie haben die Linke Szene in Deutschland so krass unterwandert, sie instrumentalisiert, sie vom antiimperalistischen Flügel („gegen die Angriffskriege der USA“) zu „Antideutschen“ Prokapitalist_innen umgeformt. Ja, die neue linksradikale Szene rennt mit USA und Israelflaggen umher, schreit in ihrem Selbsthass „nie wieder Deutschland“ und hat sich gemein gemacht mit den Zielen der kapitalistischen Elite inklusive ihrer Kriege. Antideutsche befürworten den Abwurf der Atombombe auf Japan, da ebendiese mit Deutschland kollaboriert haben (SIC). Und sie sind rhetorisch geschickt, kommen fast nur aus dem Hochschulumfeld und bekommen überall Gelder und neu geschaffene Jobs. Sie sitzen hochrangig in den Parteien (Linke und Grüne), in den Medien und in der Hochschulzweigen.

Naja und dann gibt es da noch die Spirituellen wie Robert Betz, die sagen, schau nach innen, wenn dich etwas im Außen triggert. Schau was in dir nicht im Frieden ist. Ja, auch diese Anteile habe ich in mir erforscht und ich kenne diese spirituellen, meditativen Friedenszustände, aber zurück in meiner Alltagsidentität, in meinem Mentalkörper ist es wieder weg. Mein Mentalkörper sieht nicht ein, damit in Frieden zu gehen. Kann ja auch in Frieden damit sein, dass ich den Inneren Frieden noch nicht gefunden habe 😉

Es heißt ja auch sei im Moment und sei damit da, was da ist:
Und im Moment bin ich einfach nur sauer auf das Unbewusste (das Kreieren von Schatten, führt zu diesen „Dämonen“, die sich vom Unterdrücken ernähren), auf die kollektive Blase, auf meine Angst, auf meine Grenzen, darauf zu klein zu sein, auf meine Macht- und Hilflosigkeit und ja ich drücke meine Unperfektheit hier weiter aus mit meinen FUCK YOUs.

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verkürzte Kapitalismuskritik

Aktuelle Medienlage: Trump senkt Steuern. Gespräche zur Großen Koalition auf SPD-Parteitag knapp beschlossen. Deutsche Panzer der Türkei kämpfen gegen Panzerabwehrrakten der kurdischen Peschmerga. Deutsche Entwicklungshelferin sowie viele Mitarbeiter_innen einer afghanischen Fluglinie in Kabul durch Talibananschlag getötet. Es ist jetzt schon klar, dass Renten der aktuellen Generation höher sind als die Renten meiner Generation, weil nur bis 2030 gerechnet wird und danach geschaut wird. Viele Renten der mittleren Einkommen, werden am Ende nur bei der Grundsicherung landen. Also Leute, welche die ganze Zeit gearbeitet haben, bekommen genauso viel wie Leute, die gar nicht gearbeitet haben.

Und dieser Artikel hier zur Ungleichverteilung der Vermögen:

Spon, 23.1.18

Dazu folgender Schreibimpuls:

Wow, das lesen wir tagtäglich, während es in den unteren Einkommensgruppen, im sozialen Bereich, in der Infrastruktur ächzt und quietscht. Ken Jebsen hat mal ironisch gesagt, dass das Benutzen dieser Zahlen eine „verkürzte Kapitalismuskritik ist“, weil ihm das von den Antideutschen immer vorgeworfen wurde. Aber what the FUCK. Wir sind eine Gesellschaft, eine Gemeinschaft, die in einem bestimmten Raum lebt und wir sollten das zusammenleben entsprechend Regeln und nicht Regeln schaffen, die den großen Egos dient.

Wollen wir in dieser Ungleichheit so zusammenleben? Ist das gerecht, macht es spirituell Sinn, dass sich so ein Reichtum immer weitervererbt? In manchen Indianischen Kulturen, so habe ich mal gehört, wird wenig Besitz angehäuft und der komplette Besitz, dann mit ins Grab genommen. Nur mal um ein anderes Extrem zu zeigen. Aber dahinter gibt es eine spirituelle Qualität. Diese Indianischen Gemeinschaft leben im Einklang mit der Natur und dem was sie pro Moment zu bieten hat.

Warum haben wir keine hohe Erbschaftssteuer? Meinetwegen mit hohen Freibeträgen, insbesondere auf Immobilien. Es ist keine Ungerechtigkeit gegenüber reichen Kindern. Ihr dadurch entstehendes Leid, allerhöchstens ein Ego-Gedanke, der festhalten will.

Warum haben wir keine Vermögenssteuer? Hoch angesetzt sind es 5%. Bei einem Freibetrag von 1 Million Euro, rutscht ein Mensch mit zwei Millionen Euro nach einem Jahr auf 1,95 Mio Euro. In der Zeit hat er das Geld längst wieder drin, weil ja Kapital auch für sich arbeitet. Und es bleibt bei 5% bis dieser Mensch unter einer Mio Euro ist. Wovor hat dieser Mensch Angst, vor Armut, vor sozialen Abstieg?

Weiterhin brauchen wir eine Tobinsteuer, der die Geschwindigkeiten des Finanzmarktsektors absenkt und künstliche, von der Realwirtschaft getrennte, Spekulationsblasen verhindert. Wir brauchen ein Austrocknen von Steueroasen und ein stürzen der amerikanischen Politik, die gerade einen Steuerwettbewerb nach unten anzettelt, bei dem die Konzerne gewinnen und die Bevölkerungen verlieren werden. Wir brauchen weltweit einen Mindeststandard. Es ist doch scheiße, wenn Multinationale Konzerne, ihre Gewinne in reichen Ländern mit guter und teurer Infrastruktur machen und kleine Länder, die riesen Konzerne mit Briefkastenfirma locken, da ganz wenige Prozente von Viel besser ist als viele Prozente von nichts. Das ist ein fatales Ungleichgewicht.

Wir müssen ganz dringend, das komplett falsche Dogma von Wachstum loslassen. Dieser Planet ist mit seinen Ressourcen begrenzt und Wachstum dient in diesem System immer vor allem den Reichen.

Und überhaupt das ganze Finanzsystem ist Betrug. Die Inflation, die in das System mit eingebrandet ist und ja in Höhe von 2% erwünscht ist durch die Zentralbanken führt dazu, dass die Arbeitnehmer_innen sich abschuften und von das die in den letzten Jahrzehnten entstandene Produktivität abgeschöpft wird. Das ganze System ist darauf aus, dass das Geld durch einen Riesengroßen Finanztrick von unten nach oben verteilt wird. Es wird schlimmer und schlimmer. Und die mächtigen, haben natürlich einen anderen Zugang zur Politik, zu Medien und sie sind geschickt. Sie können mal eben 4 Milliarden in einen Umsturz in einem Land investieren, um hinterher den Markt zu erobern. Sie können Kriege gegen Länder führen, dass sich vom Dollar oder ähnliches freimachen möchte oder noch nicht in ihrer IWF oder Zentralbankstruktur angekommen ist.

Und er Kapitalismus, das schuldenbasierte Finanzsystem braucht diese Kriege. Würde er nicht weiter wachsen, neue Märkte erobern, dann würde das kapitalistische System implodieren. Es kann keinen Kapitalismus ohne Krieg geben. Und spätestens, wenn er die ganze Welt inklusive China und Russland erobert hat, dann wird es crashen. Und wir wissen es intellektuell, aber die Konzerne nehmen auch Raum ein mit ihrer Ideologie auch die Hochschulen und die intellektuelle Elite wird geprägt. Wer die Leier des Neoliberalismuses predigt, weniger Staat, mehr Privatwirtschaft, mehr Markt, wird belohnt, wer sich nicht anpasst wird geächtet und klein gehalten.

Und es wird sich nichts ändern, da sie jede Partei natürlich infiltrieren können, sobald sie in der Nähe der Macht sind. So hat die SPD, Grüne und Union, diese Politik mitzuverantworten. Da oben laufen die Diskurse anders ab. Auch die ganze EU-Infrastruktur wird es am Ende den Lobbyist_innen leichter machen, da sie je zentraler die Struktur, weniger Leute beeinflussen müssten. Ich meine, klar sie könnten mit ihren Mitteln auch ganze Volksentscheide beeinflussen, aber schwerer.

Und es ist keine Kritik nur an denen da oben. Es ist ein Spiegel für uns alle. Wieviel Verantwortung wir abgeben. Sie haben nur soviel Macht da oben, wie wir kollektiv abgeben. Und wir trennen uns nur zu leicht von uns. Wir sind abhängig vom System. Sie haben die Wohnungen, die Jobs, das Geld, das System hat Einfluss auf den sozialen Status, auf deine Teilhabe. FUCK, haben die uns an den Eiern. Und wir spielen mit. Wir/einige/viele von uns arbeiten hart, um am Ende eine Rente knapp über Grundsicherungsniveau zu bekommen. Und gerade die Mittelschicht wird mit den Sozialabgaben und wenigsten Privilegien abgeschöpft. Die Untere Schicht wird aufgestockt und die oberen Schichten haben mehr Privilegien und können mehr absetzen, so dass sie am Ende prozentual weniger Steuern und Abgaben zahlen, von wegen progressiver Steuersatz usw.

Wir konsumieren unseren Zucker und unseren Koffein, um leistungsfähig zu sein. Nicht zu vergessen, Ritalin und leistungssteigernde Medikamente und dann betäuben wir uns oft wieder mit Alkohol, Kiffen, Party ohne Ende, Netflix (nichts gegen gute Filme und Serien) und Shopping…. Achja Politik „interessiert ja nicht“ und ich kann ja eh nichts ändern. FUCK. Und es wird schlimmer und schlimmer und sie manipulieren uns in die nächsten Wirtschaftskriege hinein. Wir lassen zu, dass Deutsche Panzer in der Türkei gegen Deutsche Raketen der kurdischen Peschmerga fighten. Wir haben daran verdient, dass jetzt Menschen durch unsere Waffen sterben. Menschen, die gerade noch mutig ihr Leben Riskiert haben, um ihre Ethnie vor einem Islamistischen Dämon zu schützen. Wir haben dadurch reiche Familien/Konzerne in Deutschland gehabt, die noch reicher geworden sind, Arbeitsplätze geschaffen haben und ihre Steuereinnahmen, haben auch Spielplätze und Kitainfrastruktur mitfinanziert oder mein Sozialarbeitergehalt. Naja und durch die gestiegene Aktien profitiert auch der Durchschnittsdeutsche mit einer privaten Rentenabsicherung oder einem privaten Fonds, wovon ja sicherlich auch einige Anteile an Rüstungskonzernen haben.

Puh, bin auch auf Arbeit, voll auf Koffein und musste das mal rauslassen, weil es in meinem Kopf kreist und mich blockiert.

Und nochmal FICK DICH SPD (ernsthaft paritätischer Beitragssatz dein Erfolg, sachgrundlose Befristung, mehr Europa, mehr Familielnnachzug deine Themen; Hoffe, dass ihr Erfolge habt bei der Bürger_innenversicherung, bei der Spitzensteuer, bei der Vermögenssteuer) und CDU. FICK DICH Wähler_in. FICK DICH unbewusster, schattenkreierenden Mensch. Und da nichts getrennt ist und alles ne Projektion, richtet sich das FICK DICH auch gegen eigene Anteile. Mit FICK DICH drücke ich im übrigen – ich wiederhole mich da – verbal eine nach außen gerichtete Wut/Aggression, die in meinem System ist aus. Ich zeige mich damit und drücke es somit nicht mehr weg und bringe somit meine Schatten ins Licht. Mentaler emotional Release sozusagen.

#aufwachen
#kapitalismusabschaffen
#bedingungslosesGrundeinkommen

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