The hate u give

Ich habe mir den Film „The hate U give“ angeschaut.

Ein Film über die Schussgewalt von Weißen amerikanischen Polizisten gegenüber jungen schwarzen, oft unbewaffneten Männern. Ein Großes Thema in den USA, das die Black Life Matters Bewegung hervorgerufen hat.

Zugegeben ich bin in dem Thema nicht so drin, weil es mich natürlich durch meinen Wohnort nicht so tangiert und ich das nur über die News mitbekomme. Aber es war richtig schön sich dem Thema hinzugeben. Der Film ist große Klasse, für mich glaube einer besten, der das schwarz-Weiß-Thema beleuchtet.

Ich mag an ihm vor allem, dass er da sehr intelligent und mit systemischen Perspektiven rangeht.

So durfte ich über den mehrdimensionalen Spruch „Thug Life“, der einfach übersetzt nur Gangsterleben heißt und den ich als lustiges Meme kannte auf dem der Filmtitel sich bezieht folgendes lernen:

„Bei Thug Life handelt es sich um ein sogenanntes Akronym – Dabei steht jeder Buchstabe des Wortes THUG LIFE für ein eigenes Wort. Was Tupac Shakuruns mit T H U G L I F E mitteilen wollte war: “The Hate U Gave Little Infants Fucks Everybody”

“Der Hass, den ihr kleinen Kindern entgegenbringt, fickt (bzw: zerstört) jeden bzw. alle”

Dieser Satz steht bis heute als Symbol für die allgemeine Ungerechtigkeit und den eisernen Willen sich trotz aller Widrigkeiten im Leben durchzubeißen!“

Ich stelle fest, dass ich an den ersten Szenen merke, ob der Film die Power hat mich reinzuziehen oder nicht. Und dieser Film startete mit einer Konversation in einer schwarzen Familie, die so nur in einer schwarzen Familie stattfinden kann und zack, ich war so tief drin, ich war dort wo der Film mich haben wollte: in der Perspektive der Schwarzen. Und es tat mir gut, es berührte mich.

Dieser Film hat die Power zu spiegeln und Wunden zu heilen, vor allem in den USA und er wendet Tricks an. Zum einen eine sehr charismatische Hauptdarstellerin, die auch stark im Feld der Weißen ist, da sie auf eine Weiße privilegierte Schule geht. Die Ambivalenzen, die sie durchmacht, sind richtig gut dargestellt und das Gutmenschengetue der Weißen wirkt absurd.

Ich mag auch, dass der Film nicht individualisiert, was viele Leute in dieser Matrix immer machen, dass Leute das Programm installieren wollen, dass es nicht auf die Hautfarbe ankommt.

Deutlich wurde es an dem Spruch bei einem Liebespaar, wo der weiße Junge sagt: ich sehe dich, ganz egal, welche Hautfarbe du hast und die Frau antwortet, wenn du meine Hautfarbe nicht siehst, dann siehst du mich nicht.

Ja, es kommt auf die Hautfarbe an, weil du mit deiner Hautfarbe neben deiner Individualität, Teil des kollektiven Feldes der Schwarzen bist. Und klar, kann sich ein Schwarzer entscheiden in die weiße Matrix einzusteigen, er wird dann aber immer ganz andere innere Prozesse haben, wie ein weißer. Eine tolle mutige Szene wie sie einen schwarzen Polizisten sprechen lassen und deutlich wird, dass er sich wie ein weißer Polizist unterschiedlich zu Weißen und Schwarzen Drogendealern verhalten würde und das bei letztere Gruppe der Finger lockerer am Abzug sitzt. Es wird halt auch die systematische rassistsiche Ungerechtigkeit dahinter deutlich und auch die Eigenverantwortung der Schwarzen, die „in Fallen“ tappen Drogendealerbandenkriege zu führen, weil sie halt nicht genug Zugang zu den Weißen Ressourcen haben, die Medien sind dan wieder voll von Schwarzen Kriminellen und das füttert die Stereotype und die Angst der Weißen.

Also alles in allem ein großartiger und empfehlenswerter und starker Film, der wirklich gut gemacht ist und dem ich viel Erfolg wünsche in den USA.

Kritisch war es nur die komplizierten Patchworkkonstellationen zu verstehen und dass ich mir vorstelle, dass die Frau, die beim Tod ihres Freundes dabei war, sich selber mehr Schuldgefühle kreiert hätte, weil das ein typisches Muster wäre und ich mir gewünscht hätte, dass das wenigstens in einem Satz aufgearbeitet wird.

Quelle des Thug Life Zitats:
https://brudiletten.de/thug-life-uebersetzung-auf-deutsch-…/

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Captain Marvel

#spoilerwarnung: Der Artikel spoilert nichts Handlungsrelevantes (Gag, Filmkatze, Postcredit, Filmmusik und Bekannte Sachen aus dem Trailer) Ein Spoiler am Ende des Textes ist extra gekennzeichnet.

Fazit: Der Film ist sehr empfehlenswert. Überhaupt das gesamte MCU

Es kam eine Gruppe aus Vier Leuten zustande, die am Premierentag, interessanterweise ein Tag früher als in den USA, sich gleich die erste Vorstellung um 14 Uhr gönnte, also quasi die Premiere.

Ich freute mich mega, hatte aber Erwartungen runtergeschraubt. Der erste Trailer von Captain Marvel triggerte mich stark. Schön und gut, dass es die erste weibliche Superheldin mit Hauptfilm im MCU ist, aber ich fand sie echt uncharismatisch. Kein Vergleich zu Tony Stark, Black Panther, Doctor Strange oder Hawkeye. Der späteren Trailer wurde schon deutlich besser.

Und ja, der Film war wieder verdammt gut. Ich kann nicht herausragend sagen, weil das der 21te(!) MCU-Film war und dieses Filmuniversum einfach in einer eigenen Liga spielt. Und ja Story, war echt gut, es ging um eine spannende Interaktion von drei Rassen, Menschen, Kree und Skrulls. Einerseits eine komplexe Dynamik, was ich andererseits relativieren muss, da der Konflikt natürlich Superheld_innenmäßig gelöst wird und natürlich die politische Ebene fehlt. Das Formwandler_innenvolk der Skrulls ist sicherlich auch ein Leckerbissen für Teile der Alien-Verschwörungsszene, die daran glaubt, dass in der Tat Reptiloiden oder andere Formwandler_innen oder menschlich aussehende Außerirdische unter uns weilen und Teile des Systems kontrollieren.

Es gab eine Riesenmediendebatte im Vorfeld des Films, dass die weibliche Hauptdarstellerin dafür kritisiert wurde, dass sie nicht lächelt, worauf natürlich wieder eine Genderdiskussion losgetreten wurde, dass unterschiedliche Maßstäbe für Mann und Frau gelten. (Hier eine witzige Reaktion auf die Debatte, in der männlichen Superhelden mit Photoshop ein Lächeln hineingezaubert wurde, um diese Kritik ins Lächerliche zu ziehen.)
Fakt ist, dass sie überraschend viel Spaß in den Kampfszenen hatte und es gab ein Lächeln in diesem Film, das für mich das berührendste und bedeutsamste Lächeln der Filmgeschichte war! Es war ziemlich meta, wenn ihr den Spoiler haben wollt, dann scrollt ganz nach unten, ansonsten schaut den Film und ihr werdet den Moment sicher in seiner ganzen Frische erleben dürfen.

Sehr berührend fand ich für mich als 90er-Jahre-Kind auch, dass sie es gut hinbekommen haben eine entsprechende Kulisse aufzubauen für das Jahr 1995. Der Film war bspw. mit Musik von Nirvana unterlegt. Eine der lustigsten Szenen im schnell geschnittenen Hollywood-Zeitalter war, wie eine ganze Gruppe darauf wartet, dass eine Datei bei Windows 95 geladen wird. Die Katze, die in Wahrheit ein außerirdischer Flerken ist, hat mich sehr stark an die Katze aus Men in Black aus dem Jahre 97 geklaut.

In großem und ganzen ein gut eingebetter MCU-Film, der die Infinitystones und Captain Fury, den Gründer von S.H.I.E.L.D ihren Platz einräumt und natürlich in der Postcreditszene eine Szene aus Avengers 4 End Game aufblitzen lässt, in der – Überraschung – Captain Marvel nach dem Pageranruf aus Avengers 3 Infinity War auftaucht. Respekt an die Maske, die ja fast in der Liga von Benjamin Button spielt, dass Samuel Jackson eine jüngere Version von sich selbst spielt.

Ich hatte zusätzlich meine Freude an dem Film, weil ich mich auch Teile meinen aktuellen Prozesse da reinprojizieren konnte. So bin ich ja jemand, dessen System vor lauter Schmerz und Traumata noch an der Vergangenheit festhält und gleichzeitg habe ich über meine Wahrnehmung, Meditation, Aufstellungen, Prozesse, Heilpflanzen Zugang zu außermenschlichen Spirits, die mich aber vor allem in den Moment holen und deren Hilfe in dieser Welt dann doch immer sehr beschränkt ist, weil sie ja eben nicht aus dieser Welt kommen und menschliche Probleme nicht nachvollziehen können. Ich bleibe dann oft alleine zurück mit meinem Mentalkörper und grübele nach über „richtig und falsch“. Bspw. über die Frage, ob Richtig oder Falsch denken überhaupt richtig ist, oder ich dieses Denken nicht loslassen sollte, also ob es überhaupt „falsch“ gibt und wenn ja, what the fuck mache ich dann falsch, dass ich immer noch anteilig so leide. Es rasen tausende Instanzen, Perspektiven und Anteile durch meinen Mentalkörper und debattieren endlos, Richtig nervig, die vielen spirituellen Konzepte in meinem Konzept, die mein spirituelles Ego füttern, aber sich doch irgendwie so sehr widersprechen. Es gibt keine Instanz, die mir da Halt und Grenzen gibt, denn die müsste ja auch zusätzlich kreiert werden und müsste von allen anderen Anteilen als Autorität anerkannt werden. Das gibt es aber im Universum nicht. Nichtmal Gott wird von allen Anteilen als Autorität anerkannt (Atheist_innen, Dämonen). Aber ich war schon in Reisen in der Nondualität, wo auch mein Leiden einfach nur als Teil, des universellen Ausdrucks ohne „richtig und falsch“ wahrgenommen habe, einfach nur, dass ich einen speziellen Platz im Universellen Erfahrungsspektrum einnehme, welches einfach auch nur gerne genauso erfahren werden möchte wie ich es gerade erfahre.

Und spannend war es dann die Geschichte zu sehen, wie die Superheldin im Film mit einem Gedächtnisverlust ihr Leben lebt. Das hat den Vorteil, sie kann voll im Hier und Jetzt leben und sich auf ihre Fähigkeiten entwickeln für ihre Berufung als „Kriegerheldin“ und nicht so wie ich ständig mit Gedanken in der Vergangenheit identitär verhaftet zu sein. Und gleichzeitig hat sie Zugang zu einem höheren Spirit, der sie führt und ihr den Weg weist, etwas nachdem ich mich einerseits auch sehne, andererseits aber anzweifeln würde, ob der Spirit jetzt wirklich mich auf den richtigen Weg begleitet, ob ich die „richtige“ Entscheidung getroffen habe diesem Spirit zu folgen oder ob sich nicht einfach ein kleiner lästiger Dämon mit Eigeninteressen als Lichtwesen ausgibt. Und für diese Entscheidung ist es ja wiederum gut seine Vergangenheit zu kennen und zu wisse, wer mensch ist.

Ja, auch aus der Perspektive konnte ich den Film richtig gut für mich genießen und verdammt tief eintauchen.

Abschließend nochmal einen emotionalen #Spoiler, den ihr euch nicht geben solltet, wenn ihr den Film noch sehen wollt:

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Urlaub in Marokko

30.01.19

Ich hatte mir für 2019 etwas mehr Magie gewünscht. Anfang\Mitte Januar fragt mich eine Freundin, mit der ich 2014 mal Zusammen im SPIRIT BERLIN wohnte – ganz plötzlich – ob wir zusammen in den Urlaub wollen. Intuitiv sagte ich sofort ja. Da war ein klein wenig die manifestierte Magie zu spüren.

Es wurde Marokko, vor allem wegen des günstigen Fluges.

Marokko ist ein Land in dem erst im Dezember 2 skandinavische Frauen vom IS ermordet wurden. Mein Mentalkörper freute sich auf die Reise. aber ich hatte auch Todesalpträume und ziemlich reale Todesangst (vor dem physischen, nicht dem Egotod) im Vorfeld. Es war auch schwierig das Gefühl Freude in meinem Emotionalkörper zu finden, das machte mich immerhin traurig.

Der erste Urlaub seit Jahren. Vorher war immer alles sehr Workshop und heilungsorientiert aus meinem heilen-wollen-mindset.

Und klar nahm ich wieder Heilungsintentionen mit. Aber es ging dieses mal mehr um entspannen und loslassen lernen, im Körper ankommen. Und ich erhoffte mir ein klares Signal zum thema Geld verdienen\ Berufung zu bekommen. Blieb bisher aus. Es kreisen immer noch die selben widersprüchlichen Gedankengänge in meinem Mentalkörper.

Wir buchten für die erste Woche Yoga und Surf in einem Hostel inklusive Verpflegung. Das war ein Paket und ich nutzte dann alles so oft wie möglich. Ich hatte ganz gute Auflösungswahrnehmungen in den Endentspannungen vom Yoga und das Surfen tat mir richtig gut. Es frustrierte auch, weil ich meine 120Kg nicht zum Stehen brachte, aber ich hatte Spaß. In einer Session vor wenigen Monaten sagte mir eine hochintuitive Frau zum Thema Wut, dass ich was mit Wasser machen soll, ohne konkret zu werden. Vermutlich war es das. War halt schon ein schönes körperliches rumtoben, was erwachsenenangemessen ist. Es tat mir gut in meine Kraft gehen zu muessen, mich immer gegen die Wellen rauszuarbeiten und es immer wieder zu versuchen aufs Brett zu kommen und waehrenddessen von der Power der Wellen ergriffen zu werden. Diese kleine Teil vom Ozean war ne kleine Kompensation für das fehlende Rangeln und grenzen spueren mit dem Vater. Der Kontakt mit der Größe des Ozeans berührt eine Demut in mir. Es war auch faszinierend die Wellen im koerper zu spüren lange nachdem ich aus dem Wasser war. Ahnlich wie mensch noch Schwanken spüren kann, wenn mensch von einem Boot steigt.

Es gab auch zwei Ausflüge ins Hammam, einer Waschsauna bei gefuehlt 45°. Beim zweiten Mal nahm ich die Massage fuer 5Euro in Anspruch, wo mann erst gewaschen wird und dann eine Überdehnungsmassage bekommt. Vorstellbar in etwa wie Griffe im MMA oder Wrestling mit denen der Gegner zum Aufgeben gezwungen wird. Eine der schmerzhaftesten Massagen, aber die Entspannung hinterher ging sehr tief.

Im Preis war auch ein Ausflug ins Paradise Valley, ein Naturgebiet mit nem Canyon und schönen Badestellen. Ich liebe das Durchlaufen durch Canyons. Die Natur war sonst nicht sehr schoen. Das Wüstenklima ließ viel sehr baustellengeroellhaft wirken.

Das war die Einleitung von mir. Ich bin jetzt (2.2.19) in Freiburg und mache Urlaub vom Urlaub. Meine Reisebegleitung besucht ihre Family und ich bin in einem Hostel. Habe Lust auf Natur und wandern, vergaß aber völlig (wirklich), dass in Deutschland Winter ist und so sitze ich jetzt erstmal hier am freien Internet-PC und verarbeite durch Schreiben.

Ich fange mit mir und der Gruppendynamik und Kommunikation an. Es waren viele Tourist_innen, vor allem aus UK und meist deutlich jünger, da. Es gab sehr viel von dieser mich triggernden Smalltalkkommunikation. Diese Stereotypen Gespräche. How Are You. Where are you from. Nice to meet you. Es wurde viel über Essen, Sprache und Reisen und Wetter gesprochen. Und alles war immer so nice, really nice und jeden Tag gab es was zu essen, welches das beste Something since ages war. (Ich kenne eine Deutsche aus meinem Freundeskreis über die ich mich immer aufrege, weil sie auch immer andauernd „voll schön“ sagt)

Ein typisches Gespräch war dann, dass ich mithören durfte wie irgendne Frau vor zwei Jahren in einem bestimmten Lokal in einer bestimmten Stadt saß, wo das Wetter immer so und so ist und das sie dort das beste Frühstück hatte, dass sie jemals gegessen hat.

Naja, wenn ich dann gefragt wurde, wie es mir geht und ich von meiner Dunkelheit oder Erschöpftheit sprach wurde sofort interveniert, dass ich doch positive Gedanken haben solle, wenn gefragt wurde wie das Yoga war und ich über meine Sterbeprozesse beim Schavasana (Endentspannung im Yoga) berichtete waren die Leute auch leicht überfordert, sogar die Yogalehrerin oder wenn ich gefragt wurde, was ich mache, konnten die Leute es nicht greifen, dass ich auf nem Selbstfindungstrip bin und nicht ne kurze, greifbare und klare Antwort geben konnte.

Klar, weiß ich, dass ich der weirde Guy bin in dieser Welt. Und gleichzeitig ist das normale dieser Welt so weird für mich. Es ist so infantil, so stereotyp, so blind. Ich sehe so viel mehr und ich weiß, dass ich das was ich mehr sehe keine Einbildung ist zusätzlich zu dem was die anderen wahrnehmen, nein, ich nehme Sachen wahr, die die anderen einfach nicht wahrnehmen.

Ein Beispiel noch: Im Zug in sonem Fünfsitzerabteil möchte ich mich neben meine Reisebegleitung setzen, damit wir zusammen einen Film schauen können. Ich bitte eine Frau „entschuldigung, können Sie ihre Sachen bitte von dem Platz auf den legen, damit ich mich da hin setzen kann. Wir wollen zusammen einen Film schauen.“ Meine Reisebegleitung spiegelt mir, was, was mir oft gespiegelt wird. Ich bin plump, komme sofort zu dem Punkt, den ich will, baue keine Beziehung auf und es wirkt irgendwie überrumpelnd, weird. Ich aus mir heraus nehme das einerseits als normales Verhalten wahr, andererseits resoniert die Spiegelung. Ich mache mir danach viele Gedanken, was mit mir nicht stimmt usw. Ja, ich habe voll ein Thema damit auf Beziehungsebene zu gehen und fühle mich auf der Sachebene wohl. Und gleichzeitig möchte ich euch ein Gegenbeispiel bringen, wo mein Mentalkörper sagt, meine Variante ist die bessere. In Marokko gehen viele mit dir auf Beziehungsebene, oder vielleicht kennt ihr das, wenn ihr ganz lieb von Schwarzen im Görli gefragt werden, wie es dir geht und ob alles gut ist. Und dann erst kommen sie mit ihren Verkaufsabsichten. Mich macht das wütend. Mich ärgert es. Es fühlt sich ziehend an. Und ich weiß, wenn ich mit der Frau erstmal auf der Beziehungsebene berühre, obwohl ich ja schon im Hintergrund weiß, dass ich ein sachliches Interesse habe, dann ist das in dem Moment ein Schatten, den ich in die Beziehungsebene reinsende und für die Frau fühlt sich mein in Beziehung gehend auch ziehend an. Ich überspringe genau deswegen diesen Punkt und kläre immer erstmal alles auf der Sachebene oder synchronisiere Informationen oder den Raum usw. und dann entspanne ich mich und lasse mich auf auf Beziehung oder Gruppe ein.

Ein ehemaliger Klient und Immobilienverkäufer erklärte mir auch die subtile Wirkung des Einladens deiner potentiellen Käufer_innen zu eine Tasse Tee oder Kaffee. Es ist eine nette und unverbindliche Geste während eines Beratungsgesprächs. Auf der Beziehungsebene triggert aber eine Falle im Unterbewusstsein an. Du wurdest eingeladen und jetzt schuldest du dem Verkäufer was. Es ist jetzt etwas (Promillebereich) schwieriger dem Verkäufer nein zu sagen, da du ihm unbewusst und ohne es zu merken, was schuldest.

Naja für meine Leser_innen oder für viele Menschen mag das jetzt hier banal klingen, aber ich mache mir ständig Metareflektionsgedanken über Kommunikation und ja ich möchte mich auch damit zeigen.

Zurück zur Gruppendynamik. Ich grenzte mich sehr viel ab, da mich diese SmallTalkkommunikation auf Englisch sehr anstrengte. Zumal es ihre Heimatlanguage, sie schnell sprachen und die Iren und Schotten auch mit ihren Akzenten sprachen. Im Übrigen waren alle gegen den Brexit, aber an der Stelle habe mich mal lieber meinen Mund gehalten.

Anstrengend fand ich auch die Normalisierung des rumgehenden Joints, Abend für Abend, nahezu ohne Pause. Selbst der Bushido-Verschnitt von marokkanischem Fahrer macht sich absolut Null Gedanken dazu, sich am Steuer eines mit 9 bis 10 Menschen vollen Transporters seinen Joint zu rauchen. Ich war nicht in der Position was zu sagen, zumal ich ja auch weiß, dass ich wieder der weird Guy bin, der gegen diese Normalität aneckt und ich mit meinem Contra ganz schön viel Disharmonie in Gruppen bringen kann. So hielt ich es mal für mich, auch ne Übung.

Ich hatte ja grundsätzlich Lust auf Gruppe und Kontakt. Ich konnte wieder mal meine typischen Muster und Strategien beobachten. Wenn ich voll in die Annahme des Moments gegangen wäre, dann wäre ich jetzt Außenseiter und weird Guy und ich hätte da reinsurrendern können. (weibliches Prinzip/Hingabe) Oder aber und das ist eine Strategie, die ich mein Leben lang verfolge um diesen Schmerz des Außenseiterstatus zu vermeiden ich gehöre ins dazugehören wollen. Mithilfe des Männlichen, präsenten, nach außen gehenden, wollenden Prinzip, das halt auch anstrengt.

Ich kreierte mir den Raum so, dass er mir gefällt. Beim ersten Abend spielten wir Dooble, das war noch ganz nettes Geschicklichkeitsspiel. Aber dann spielten wir auch Kartenspiele, wo mensch einfach von links eine Karte ziehen musste und wenn mensch ein Paar hat, legt mensch die Karten raus und wer keine mehr hat, gewinnt. Das krasseste No-Brainer-Kartenspiel, das ich je erlebt habe. Da würde ich mit 5jährigen in der Kite spielen können. Auch Uno langweilte mich und so ergriff ich die Initiative und erklärte Poker. Und es resonierte. Die Leute fanden Spaß dran. Es gab einige kostenfreie Runden, aber ich initiierte auch, dass um Geld gespielt wurde, denn erst dann funktioniert Poker, es reicht eine symbolische Geste und das Spiel verändert sich und dann macht es auch Spaß. Bis zu meiner Abreise spielten wir dann Poker, Turniere mit 4 bis 8 Leuten. Einsätze zwischen einem Euro und Zwei Euro Fünfzig. Auch für mich ist es eine Herausforderung gegen Anfänger zu spielen, das liebe ich an Poker, es machte mir Spaß, aber klar, letztendlich setzen sich Skillz durch und ich cashte in 5 von 7 Turnieren.

Und ja, ich habe mir die Abende so kreiert, dass es mir „gut“ ging. Das Wort „gut“ und insbesondere „alles gut“ ist bei mir sehr negativ besetzt. Es ist das Ego, das möchte, dass es einem immer gut geht und dafür zahlst du immer einen Preis, weil du dich dafür von anderen Anteilen trennst. Ich habe die Abende genossen, war in meiner Kraft, war ein Teil der Gruppe, war wahrnehmbar und die Leute haben auch einen Benefit bekommen durch mich, da sie was gelernt haben. Ich habe jeden Abend 3 bis 4 Stunden Gedealt, selber hochkonzentriert gespielt und nebenbei gecoacht und sogar noch über andere Themen geredet. Ich war in meiner Mentalen Power in der ich sehr Multitaskingfähig war. Aber ich ging über meine Grenzen, trennte mich von meinen Gefühlen, vor allem der Erschöpfung und erhöhte mich in eine Rolle. Ich war nicht mehr berührbar auf Beziehungsebene, sondern Lehrer und Gegner und Servicekraft zugleich. (Gab übrigens Gelächter, dass ich das Wort Pokergegner mit Enemy übersetzte anstatt mit Opponent.)

Ich ging am Strand auch viel mit Massageaustausch in Kontakt. Ich mag Körperkontakt so viel mehr als Reden. Ich komme beim Massieren oder massiert werden in eine Stille an nach der ich mich sehne, in einer Unkompliziertheit. Ich initierte auch einen Massagekreis, baute mir das über mehrere Tage auf. Dann passte es und ich versuchte in den Raumhalter zu gehen, weil ich die junge aufgedrehte Gruppe synchronisieren musste. Während ich schon anleite stehen sie noch auf und machen Fotos, die andere ist von der ungewohnten Stille, die ich herbeiführe so getriggert, dass sie die ganze Zeit einen Lachkrampf hat. Sie entschuldigt sich dafür. Ich weiß, dass es ein gesunder emotional Release ist. Sie ist eine sehr hübsche 19jährige, die sehr viel lacht und Prinzess_innenhaft strahlt. Viele Männer drehen sich nach ihr um und auch bei mir aktiviert sie Begehren. Typisches Muster von mir jung, hübsch, schlank, strahlend und Grenzenthema mit Männern, wo ich immer wieder drauf anspringe. Ich wähle sie als Partnerin im Massageaustausch. Beim Massieren bemerke ich den intuitiven Impuls sie nur zu berühren. Sie lacht. Ich spüre über meine Hochsensibilität, dass ich gerade an Grenzen und Schattenthemen dran bin. Ich frage was sie fühlt. In ihrer Sprache kann sie nur mit „gut“ antworten. Ich erwidere, dass das kein Gefühl ist. Sie bekommt einen Lachkrampf und ist mit der Kommunikation Gefühle zu verbalisieren zu überfordert. Es ist interessant, dass sich entgehen meiner optischen Assoziationen ihr Körper sehr schwer und überhaupt nicht erotisch anfühlt. Ich tausche nicht, weil ich im Geben-modus bleibe. In der zweiten Runde kann sie Gefühle verbalisieren. Scham und Demut. Wow. Ich habe sie in Kontakt mit ihren Gefühlen gebracht und es ist wirklich eine Ehre, dass sie sich auf mich einlässt, obwohl es ja offensichtlich „nicht-gut“ Gefühle bei ihr berührt.

Meine Reisebegleitung fängt an über meine Aufstellungen zu reden. Ich hätte das nicht gemacht. In den folgenden Tagen muss ich das auf Nachfrage immer und immer wieder erklären, wobei ich den Mentalkörper rutsche. Nach ein Paar Tagen leite ich dann eine Aufstellung für eine Person, die das haben wollte. Ich hatte im Vorfeld Angst, wusste nicht, ob ich genug Fokus fokussieren kann, da die Aufmerksamkeitsspanne und das Urlaubsfeeling das echt schwer macht. Und als die Aufstellung begann war das Feld auch nicht wie gewohnt da. Das wovor ich Angst hatte ist eingetreten und ja ich kann das Feld nicht kontrollieren und Fuck, ich hatte vorher mal gesagt es funktioniert jedesmal und habe damit nicht Wahrheit gesprochen (Ich habe auch nen Theme damit, wenn Menschen „immer“ benutzen, da das meist auch ne Trennung von der Wahrheit ist) Ich muss die Aufstellung aufgeben und schäme und ärgere mich dafür. Ich switche zu einem Coaching. Sie hält Mental an einem Punkt fest und wiederholt einen Satz ca. 30 mal in verschiedenen Formulierungen. Aber wir arbeiten uns durch und das Feld kommt langsam. Ich gebe den anderen kleine Rollen und es kommen leichte Impulse.

An einem Tag begleite ich eine andere Frau am Strand in einen Prozess. Auslöser war, dass am Vorabend sie mit anderen gekifft hatte und der andere Typ meinte, ob er ihr Reikienergie senden darf. (hah, war nicht der einzige weird guy) Sie hatte zwar nen komisches Gefühl sagte aber ja, weil sie nichts machen musste. Jetzt am Strand war sie getriggert von ihm und hatte das Gefühl, dass sie Fremdenergie von ihm in seinem System hatte. Ich begleitete sie dadurch, da dieser Übergriff auch Mutterthemen und ein Lack of Wut/Abgrenzung antriggerte. Aber mein Bild über Marihuana bestätigt sich wieder, dass es Feld für Fremdenergien aufmacht und dass es dann gefährlich wird und kiffende Menschen eigentlich keine Heil- oder Energiearbeit machen sollten.

Und auch wenn ich mich von nem weird Guy mit meinen Strategien zum nem Anerkannten, wichtigen und beliebten und haltenden und zusammenbringenden lehrreichen Teil der Gruppe entwickelt habe, bleibt mein großes Thema Ablehnung von Frauen auf ner Attractionebene. Ich fand die Frau, die ich durch den Prozess begleitete körperlich sehr attraktiv und trotz meiner Intelligenz fällt mir nichts ein um in ne angenehme, attraktive, spannungsreichen Nähe zu kommen. Ich kann diese Knöpfe bei der Frau nicht drücken mich attraktiv zu finden, zu flirten, Pick Up Strategien anwenden usw. Es tut weh. Ich fühle jeden Abend meinen Mangel und die Sehnsucht und werde getriggert, wenn andere Urlauber_innen mal einen Tag und zwei Nächte mit dem marokkanischen Surflehrer verschwinden. Da ist Traurigkeit und Frust darüber, dass ich nicht zwei Wochen im Urlaub sein kann und mal randommäßig irgendeine sexuelle Erfahrung anziehe. Bin noch nichtmal in die Nähe von Küssen gekommen. Es ist etwas so schönes und wenn ich drin bin, dann kann ich auch was schönes geben. Aber ich verstehe nicht, warum es so kompliziert sein muss dahinzukommen.

Ich erkenne mich in meiner erschöpfenden Strategie wieder, die ich all die Jahre anwende nur über Rollen in Kontakt zu gehen und Berührbarkeit zu vermeiden. Gleichzeitig wäre auch kein Raum für mich da mich in dieser Smalltalkallesistpositivblase berührbar zu zeigen. Was für ein Fucking Dilemma. Was für zwei Extreme. Ich sehe die verfickte Mitte, ich sehe die Lösung nicht.

Aber OK, vielleicht orientiere ich mich auch an den falschen Leuten. Jungen Tourist_innen im Urlaub. Und ja vielleicht ist es eine Schwäche Belangloses Reden und darüber in Beziehung zu treten nicht zu können, vielleicht muss ich so krass an mir arbeiten, bis ich belanglosen Herzoffenen, bei sich bleibenden, erwartungsfreien Smalltalk in Liebe integriert habe oder Fuck, ich muss es einfach loslassen, mich so akzeptieren wie ich bin und mir Räume suchen, wo ich damit sein kann. Ihr merkt, ich bin schon in meinem Kreisenden Grübeln drin.

Ich spüre auf jeden Fall jetzt in mir klar den Impuls in eine Gemeinschaft leben zu wollen. Mit bewussten und hochsensiblen Menschen. Struktur, Tiefe, gesunder Ernährung, Leben mit Zyklen und Tagesenergien und klaren Verantwortlichkeiten. Sehen und Gesehen werden, das Anerkennen von Talenten, Grenzen, Bedürfnissen, Bewusste Kommunikation, die auch Raum für Schatten schafft und Heilungs und Prozessräume für das transformieren von Dämonen.

Die erste Woche holte mich sehr in den Körper. Ich spürte stark meine Erschöpfung. Sie ist krass. Aber es gibt einen wichtigen paradoxen scheinenden Spruch, den ich aus den Erdungszentrierungssessions als Anker mitgenommen habe: Es ist entspannter die Anspannungen und Erschöpfung zu fühlen im Körper als zu dissoziieren(, was sich ja nur vermeintlich „gut“ anfühlt, da etwas negatives verschwunden ist.)

Am Anfang ging es ganz gut mit zuckerfrei essen, aber dann ging die Gruppe zu dieser Bakery, wo es kleine Schokokugeln für 20cent gab. Die Leute holten sich eine und vielleicht eine zweite später. Ich holte mir drei und zwei später. Dann war ich zwei Tage am Überfressen und dann setzte mein Körper so starke Fastenimpulse, denen ich nachgehen musste. Es ist und bleibt ein ständiger Kampf mit dem Essen. Es ist so schön und leicht mich ins Ego zu pushen mit Zucker, mich von Gefühlen zu trennen, Kraft zu haben, zu funktionieren und Kontaktfähig zu sein. Weiterhin muss ich auch sagen, dass ich trotz meiner ungesunden Ernährung oberflächlich kaum krank werde im Gegensatz zu fast allen anderen vor Ort. Andererseits glaube ich, dass ich im Bauchraum noch so einige Prozesse vor mir habe, was ich aber noch nicht spüre, weil ich diesen Bereich, der für Sexualität, Gefühle, Innerer Raum, Wut, Bauchgefühl (Grenzen), Kreativität ziemlich betäubt habe.

In der zweiten Woche gab es kein Paket mehr, ich fuhr aber weiterhin jeden Tag mit der Surfgruppe zum Strand, ging Baden, klettern, Spazieren, joggen und prozessierte den ganzen Tag am Strand. Wenn ich mich entspanne kommt keine Stille. Bei mir kommen. Themen, heftige Gefühle und mein Superego/Moderator, der alles Kontrollieren, Sortieren und modieren muss. Ich komme kaum an die Stille hinter dem Superego. Komme aber an Stilleprozesse, wo das Superego noch aktiv bleibt. Das ist ein Folge dessen, dass ich alleine prozessiere. Das ich in mir einerseits einen Anteil kreiere, der hält und anderseits einen Anteil, der sich fallen lässt. Komplett fallen lassen ist halt nen krasser Sterbeprozess, den ich noch nicht hinbekomme, zumal mein Superego, ja sogar den Sterbeprozess auf LSD aufgehalten hat. Ich sehne mich nach Sessions in gehaltenen Räumen, wo ich mit Liebe und Halt ins Kontrolle des Superegos begleitet werde und die Stille hinter dem Superego erleben darf, was es ja gut meint mit mir, aber mich in der Trennung und Grübelstörung gefangen hält.

Wenn ich von Prozessen schreibe, dann sind das nicht mentale Zustände in denen ich Erkenntnisse sammel und Qualitäten integriert werden. Wenn ich mich entspanne, dann hilft mir die geistige Welt. Es ist nur krass, dass es so krass bei mir abgeht jedesmal, wenn ich mich entspanne und ich das bei anderen nicht beobachte.

Beispielsweise geht es viel um Männlichkeit. Diese Qualität habe ich zu ca. 10 bis 20% jetzt in mein System geladen. Immerhin. In den Prozessen wird mir beigebracht was es heißt. Die Energien bringen mich in einen anderen Wahrnehmungszustand in dem ich mehr aus einer weiten Präsenz heraus Welt wahrnehme anstatt durch meine Ego und Wollenbrille. Und diese Wahrnehmung ist subtil. Sie ist schwer zu halten und sie beantwortet keine Fragen. Und es reicht der Gedanke an Frauen und dieses Wollen hat bei mir immer noch eine megapower und ich springe zurück in meine Egowahrnehmung und ich halte fest, weil ich mir vom Wollen und meinen Zielen mehr Erfolg erhoffe als vom Frauen wollen loslassen. Anssi schrieb mal, das kein Problem ohne Gedanken existieren kann. Und er hat Recht, wenn ich den Rest meines Lebens ohne diesen Gedanken verbringen würde, dann gäbe es kein Problem mehr mit Frauen wollen. Aber ich habe halt Angst davor, dass ich damit in Frieden gehe ohne Frauen und Sexualität den Rest meines Lebens zu verbringen und ich habe Angst davor, dass ich mir das mit diesem Loslassen auch zu einfach mache und vor anderen Qualitäten des Universum, bspw. diesen Punkt lernen wollen wegrenne.

Die Prozesse laden mich ein in innere souveränität zu gehen wie in einer Aufstellung aufzustehen, meine Schultern von Ballast zu befreien, damit da überhaupt Platz geschaffen wird, dass sich eine Frau da anlehnen kann. Und es geht immer um Innere Ruhe und Stille, vor allem im Bauchraum und im Körper bleiben. Und wenn ich in diesen State bin, dann zieht mich eine dunkle Energie nach unten, aus dem Stehen raus. Ich gehe wieder zu Boden und will mich in meine Schatten prozessieren. Ich wühle mich in dem Leid des Inneren Kindes im Liebesmangel und in der Haltlosigkeit. Und in diesen Muster sehe ich immer wieder neue Sachen und Erkenntnisse, kleine Muster, die ich mir kreiert habe und mich jetzt stark tangieren in meinem Alter. Bspw. das Muster Sachen dissoziiert zu erleben und schon beim erleben ganz klar nen Programm zu haben, das später zu verarbeiten. Ein Programm, das mir in der Kindheit das Überleben gesichert habe, was ich jetzt aber nicht mehr brauchen würde, wenn ich alle Gefühle des Momentes im gleichen Moment auch halten könnte. Dann würde ich es nicht später verarbeiten müssen, zumal ich mir später auch kaum Zeit nehme und ja immer wieder neue Sachen reinkommen, die ich Aufschieben muss zum Verarbeiten. Nur mein Erschöpfungsschlaf gleicht das einigermaßen wieder aus.

Ich erkenne, dass ich einerseits einen Fehler mache mich in den Prozessen zu wühlen, andererseits ist es notwendig, um irgendwann loslassen zu können. Ich mache den Fehler, dass ich sehr in de Vergangenheit festhänge und immer wieder mein vergangenes Ich retten will. Ich will auch meine Mutter retten und verändern, aber insgeheim ja nur aus Eigeninteresse um mein Inneres Kind zu retten. Und das ist nicht möglich. Das ist das wo ich anfange zu kreisen und mir Dämonen ins System zu holen. Es geht um Loslassen, akzeptieren wie die Vergangenheit war und im Moment ankommen. Und da kommt Wut hoch. Wut darauf, dass meine Vergangenheit so war wie sie ist und Wut aufs Universum, dass ich sie nicht ändern kann.

In einer Trancereise wurde mir das Bild geschickt wie Jesus in der Wüste zu sein, passend zur Marokkanischen Landschaft, der von Gott geprüft wird, ob er diese Leere und Rahmenbedingungen aushält ohne sich von Dämonen verführen zu lassen. Und ja, ich lasse mich von Dämonen verführen. Und Dämonen sind in diesem Fall schon das festhalten an Erfolgsfantasien mit Frauen, das geliebt werden „wollen“, um das Leid zu kompensieren. Ich sehe eine göttlich-väterliche Figur, die mich in der Wüste beobachtet. Ich bin am Ausrasten, so voller Wut, da ich den Sinn nicht erkenne, da ich die Belohnung nicht sehe von den Dämonen ablasse, dass ich sterben muss, wenn ich mich Gott hingebe. Und ich sehe in dieser Trancereise als Beobachter, dass ich selber diese beobachtende Väterliche Instanz bin mit der Botschaft, dass ich mir die Prüfungen selber auferlege, aber ich bleibe fucking Wütend und lebe meinen ganzen Hass und meine Wut auf Gott und die Welt innerlich aus, dahinter steckt mein Widerstand gegen Leid, das Teil der göttlichen Erfahrung ist. Und es macht mich wütend, die Vorstellung wie Menschen bei Terroranschlägen sterben, wie Identitäten ausgelöscht werden, zack Flugzeug fliegt in den Tower und mehrere 100 Menschen verpuffen zu weniger als Asche oder müssen aus dem brennenden Tower springen. Mein größter Unfrieden mit Mutter Natur und Gott ist die Tatsache, dass ich sterben muss.

Einen Tag später bin ich wieder in meinen Prozessen in meinem Leid. Ich frage mich welche Entität ich aus der geistigen welt um Hilfe bitte. Alle nur nicht Gott kommt mir. Und ich reflektiere und prozessiere mich durch diesen Widerstand durch und vertiefe meinen Prozess mit einem Gebet zu Gott. Die Einladung die dann aus der geistigen Welt kam war: Lass deine Geschichte los, dass du ohne Vater und mit einer psychisch kranken Mutter aufgewachsen bist. Und ja, ich erwähne es mehr oder weniger ständig. Mein System ist am Ausflippen, das ist doch die Wahrheit und ich brauche doch diese Geschichte als Erklärung dafür, dass ich jetzt als 36jähriger so gestört bin. Ich brauche es als Begründung für meine Bindungsstörung, Haltlosigkeit, Dissoziation, Narzisstischen Züge, Erfolglosigkeit, Unklarheit, Grübelstörung, Borderline und meine Depressionen. Wer bin ich denn ohne die Geschichte. Mein Superego versucht zu fragen, zu diskutieren, zu verhandeln. Keine Chance, kein Kompromiss und es wird mir auch keine Alternative zu der Geschichte angeboten und auch nicht erklärt wer ich dann bin ohne diese Geschichte. Einfach nur loslassen. Irgendwann kommt das Aufgeben. Und gut, wenn ich jetzt schon zu Gott gebetet habe und eine Antwort bekommen habe, dann muss ich das jetzt auch machen. Was solls. Ich muss eh irgendwann sterben und damit auch meine Geschichte. Dann kann ich jetzt auch mal die Erfahrung machen ohne die Geschichte zu sein. Ich ließ mich aus meinem Prozessstate aufs Loslassen ein. Ich bekam einen massiven energetischen Krampf im Inneren Wurzelchakra, der sich durch den ganzen Körper zog und zuckte mich wellenartig durch die Krämpfe, die massive innere Anspannungen löste durch. Irgendwann floß eine intensive Lichtenergie in mein Wurzelchakra hinein und füllte mich mit einer Art universeller Liebe. Hört sich schön und toll an, war es auch, aber ich musste mich trotzdem sehr anstrengen meinen inneren Moderator still zu halten, der den Prozess unterbrechen wollte mit Gedanken. Was willst du denn mit dieser nichtgreifbaren Liebe, sie wird dir auch nicht beim Verstehen helfen.

Ich habe es noch nicht ganz losgelassen. In meinem Mentalkörper schwirrt sowas wie last Blogeintrag zum Mutterthema. Und generell war das Festhalten an dieser Bloggenwollensucht auch ein großes Thema. Gerade ist es noch da und ich akzeptiere es. Ich tue es jetzt einfach, um mich (meinen Mentalkörper) zu befreien, zu verarbeiten und mich zu entspannen. Irgendwann brauche ich es vielleicht nicht mehr. Irgendwann, so stelle ich es mir vor, wenn ich hier durch bin, werde ich im Moment, in meiner Präsenz und in meinen Gefühlen sein und richtig gute Videos machen. Zurzeit kann ich es noch nicht, da, wenn ich rede es noch zu lang, mental und analytisch und unberührend ist.

Ich bat meine Reisebegleitung, sie ist Osteopathin auch um eine Session. Es ging um starke Physische Tentions, die ich schon lange habe im Herzbereich. Da kommt ein Sodbrennen-, ein Lungen- und Herzmuskelschmerz zusammen. Ein großes verstricktes Thema, das sich da physisch abgelegt hatte. Ich bekam die Session nicht, weil ein „wollen“ in mir aktiv war.

Kurz vor Ende der zweiten Woche legte sie sich zu mir und legte ihre Hand auf mein Herz. Ich ging so stark in ein Gefühl aus Hass und Schmerz. Es war so intensiv. Ich hing da bestimmt 20min drin. Und es war ein großer Unterschied zu meinen Prozessen, die ich alleine mache. Auch wenn ich sehr viel weine und fühle und release in meinen Prozessen fühle ich nicht. Das heißt meine Prozesse finden alleine kaum auf der Emotionalkörperebene statt, sondern viel auf einer Energieebene. Ich nehme meine Emotionen als Energie wahr. Als ich diesen weiblichen Halt bekam, fühlte ich. Es war auf ne andere Art intensiver und es war viel wärmender und nach innen gehender als was ich sonst so kenne aus meinen Prozessen, die eher auf so Trance oder Aura oder Feldwahrnehmungsebenen stattfinden.

Ja, danke für den Urlaub, hat mir hoffentlich gut getan und ich weiß, dass ich noch weiter Zeit brauche. Ich hätte noch länger bleiben können und ich glaube, dass ich echt nen paar Wochen am Stück bräuchte in einer Naturnahen und gehaltenen Umgebung in der ich nur Zugang zu gesundem Essen habe, um wirklich durch die Erschöpfung und Dunkelheit durchzugehen. Und klar widerspricht das meiner Ungeduld, die lieber jetzt durch wäre und lieber Klarheit von den Prozessen bekommen hätte wo es jetzt lang gehen soll in meinem Leben anstatt jetzt weiter meine großen Entscheidungen hinausschieben zu müssen, da mein System noch zu gestört ist und ich noch zu sehr vom Herzen getrennt bin, um jetzt gesunde Herzensentscheidungen treffen zu können. Aber gut, letzter Monat ALG1. Denn darf ich mir noch gönnen.

Ich bin meiner Reisebegleitung auch sehr dankbar. Wer mich kennt oder das so liest, kann es sich nicht vorstellen: Aber es lief Konfliktfrei ab, fast schon Harmonisch. Und bei sonen Sätzen stelle ich mir vor, wie menschen sagen: „voll schön“ oder „that’s really nice“ und ich denke mir so, scheiße, ich will mehr. Danke erstmal für die Erkenntnis, dass ich zu Freundschaften zu Frauen fähig bin. Aber ich möchte beim nächsten Mal dann doch entweder mit Männern reisen oder mit einer Frau mit der mehr als nur harmonische Freundschaft ist. Eine Frau, wo es auch Spannungen gibt, Anziehende und Konfliktreiche, wo Wachstum und Lebendigkeit ist, aber ohne dass es in Stress oder Energysuck endet, sondern, so dass es erfüllend ist und das Herz öffnet und Raum für Gefühle und Drama da sein dürfen, für Verletzlichkeit, Schwäche, Schüchternheit, Unsicherheit, Verbundenheit, Wut, Aggressionen, Körperlichkeit, Rangeln und Sex, sehr gerne in der Natur.

Aho

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Unbreakable

Am 5.1.19 mache ich dieses FB-Posting.

Zusammengefasst: Split macht einen der krassesten Kniffs der Filmgeschichte und deutet in der letzten Szene an, dass es sich um den zweiten Film eine Trilogie handelt, obwohl die Handlungen aus Unbreakable und und Split als Einzelfilme für sich stehen. Diese Woche ist Premiere von Glass, leider an meinem ersten Urlaubstag, am Donnerstag ohne Mittwochspreview, so dass ich ihn nicht wie geplant mit Martin schauen kann.

Ich freue mich auf den Filmabend mit Martin. Hat etwas männliches-freundschaftliches. Was mit Männern zu machen und zusammen Filme zu schauen ist eines der Dinge, die ich gefühlt zu wenig mache. Tagsüber war ich mit zwei sehr guten Freundinnen in zwei verschiedenen Fitnessstudios. Immerhin, geiler Tag, ich liebe mein Leben. Ich liebe die Freundschaften zu Frauen, ich profitiere stark von ihnen, auch wenn es einen Teil in mir gibt, der unter den Frauenfreundschaften leidet solange ich im sexuellen Mangel bin.

Mit einer von den beiden habe ich auf dem Tribal Gathering gekuschelt, irgendwann ging meine Hand zu ihrem Po. Sie setzte ihre Grenze und teilte mir im Fitnessstudio mit, dass sie noch zwei Tage danach wütend auf mich war, dass sie es als Vertrauensbruch empfunden hat. Sie hat es schon ordentlich für sich durchgefühlt. Die Beziehung ist stabil. Ich erlaube ihr ihre Wut an mir auszudrücken. Sie nimmt die Einladung an und schubst mich. Und für mich ist es auch besser, wenn sie alles an mir ablädt, als wenn sie drüber geht und es dann eine subtile Spannung zwischen uns gibt. Sie fängt an auch was giftiges/ fieses zu bemerken und drückt das mit Kneifen aus.

Dann gehe ich in einen gewaltigen Schatten von mir. Wut darüber von Frauen abgelehnt zu werden und ich drücke diese Wut mit einem symbolischen Schubser aus. Ohne Vorwarnung, sie kann es halten, es bringt uns in Kontakt. Ich bin soviele Jahre abgelehnt worden und habe mir aus meiner mentalen Dissoziation heraus dieses irrationale Gefühl nicht erlaubt. Mein Mindset sagte, ich habe nicht das Recht wütend zu sein, wenn mich eine Frau ablehnt. Und es verletzt Männer, die das Risiko haben. Und ja, ich habe vor meinem geistigen Auge auch dieses Klischeebild von einem „toxischen Macho-Mann, der eine Frau anbaggert, er abgelehnt wird und sie dann beleidigt und als Schlampe abwertet. Dieser Mann ist hinter seiner Aggression auch verletzt und dieses narzisstische Abwerten schützt ihn davor seine Verletzung zu zeigen und zu spüren. Sich immer nur korrekt zu verhalten und die Gefühle zu unterdrücken ist ein anderes Extrem in der Gesellschaft. Ich kenne meine Mitte noch nicht. Mir wurde es noch nicht ordentlich beigebracht Frauen anzusprechen und dann mit meinem irrationallen Gefühlen dazu sein, zumal ich auch Angst meine Verletzlichkeit zu zeigen, auch wenn das von einigen Frauen so gerne betont wird, dass Männer, die ihre Schwäche zeigen, ganz stark sind, blablabla. Ich fühle mich aber nicht safe meine Verletzlichkeit zu zeigen, wenn ich von einer Frau einen Korb bekomme. Ich kenne sie ja nicht und wer weiß, ob sie nicht auch eine toxisch projizierende Aggression in meinem System ablädt, nachdem ich sie meine Schwäche und Verletzlichkeit spüren lassen habe.

Ich möchte aber hier nochmal meine persönliche Statistik vom Tribal Gathering teilen, um auch zu zeigen, dass es auch anders ablaufen kann und jetzt nicht nur dieser Vorfall in den Köpfen hängen bleibt. Es ging dreimal meine Hand zum Po einer Frau, jedesmal im Rahmen eines vertrauten Kuschelns. Die erste, brach dann ab und signalisierte, wie oben beschrieben, dass es eine Grenzüberschreitung gab. Die zweite Nahm einfach meine Hand weg, setzte für mich spürbar ihre Grenze und blieb in einem intensivem kuschelnden Kontakt mit mir und die dritte akzeptiere meine Hand an ihrem Po und es fühlte sich auch so an, als ob es OK für sie war.

Ich weiß, dass das Konzept Wheel of Consent propagiert wird, in dem es bspw. eine Regel ist, dass mensch vorher immer um Erlaubnis fragt, bevor mensch etwas macht. Die Regel hat die Funktion, dass immer vorher reingespürt werden kann bevor ein Impuls ausagiert wird und soll so vor dem Überschreiten von Grenzen schützen. Ich persönlich mag das Konzept anteilig und nutze es auch, lehne den dogmatischen Anteil darin aber auch ab. Einer meiner Widerstände ist bspw. dass ich es für mich schwer finde aus einem State des Fühlens, des im Körper seins, des Impulse wahrnehmens in den State des Fragens zu gehen. Gerade bei mir – ich habe das schon oft beschrieben – ist das verbunden mit einem Sprung aus der Connection in den Mentalkörper. Wenn ich dann eine Antwort bekommen habe, kann das Feeling von dem Impuls oder der Impuls selber schon weg sein und es fühlt sich dann getrennt an.

Ich ordne das eher als sone Schutzregel ein, die von traumatisierten Frauen kommt, um sich vor ihrem Schmerz, den sie durch übergriffige Erlebnisse noch abgespeichert haben, schützen wollen. Ich habe auch die Vorstellung davon, dass Frauen es unattraktiv finden, wenn der Mann immer vor jeder Aktion um Erlaubnis fragt und dass in diesen Groschenromanen für Frauen auch sehr gerne das Bild von Frauenfantasien gezeichnet wird, dass der Mann einfach von hinten ankommt und die Frau „nimmt“. Ich habe auch in kleinen Coachings und Gesprächen, vor allem mit Frauen, die Rückmeldung erhalten, dass ich mir das mehr erlauben soll und mutiger zu meinen Impulsen stehen soll und dass die Frau dann schon für ihre Grenzen verantwortlich ist und sie setzen kann. Ich spüre in das kollektive Thema gerade hinein und spüre eine Zerrissenheit und getrenntheit. Eine Genervtheit von Frauen, die sich den Mann zurechterziehen soll und andere Frauen, die von den Schlappschwänzigkeit der von ihnen erzogenen Männer genervt sind. Ein Gedanke zu diesem Konzept ist noch die Vorstellung, dass wenn ich vom Kopf her eine Frau frage ob ich sie berühren darf, dass sie dann vom Kopf nein sagt, weil im Kopf viele Programme aktiviert aktiviert werden unter anderem auch das Spiel erstmal nein sagen zu müssen, und wenn ich sie ungefragt berührt hätte, sie dann die Energie der Berührung auf einer nichtmentalen Ebene gefühlt hätte zumal ich ja dann auch in einer Nichtmentalen Energie handele und sie dann spürt, dass es sich gut anfühlt und dann ja sagt. Und ja ich bin verunsichert bzgl. des Themas und megaverkopft und ich habe meine Angst dass die Frau mir eine Grenuüberschreitung spiegelt sehr stark abgespeichert, obwohl das was ich ja mache, ja gar nicht die Intention hat Grenzen zu überschreiten und ich mich dann doch übergriffig und schuldig fühle nachdem es passiert ist.

Wie dem auch sei. Meine Dunkelheit, mein Mangel, mein Wollen, meine Frustration, meine Bedürftigkeit, meine Schuldgefühle, mein Grübeln darüber was ich machen soll, wie ich heilen kann, wie ich es endlich richtig machen kann ohne ständig abgelehnt zu werden sind aktiviert. Es ist anstrengend, da ich im ÖPNV auf dem Weg nach Stelitz bin dissoziiere ich mich von meinen Gefühlen, die ja Prozess bedeuten würden.

Angekommen bei Martin bekomme ich mein Bedürfnis erfüllt und kann erstmal alleine mit mir in meinem Prozess ankommen. Ich gerate sofort in eine Trancereise und visualisiere einen mir bekannten Inneren Raum. Ein Haus. In der Mitte ein Wohnzimmer, rechts der Raum vom inneren Mann, links von der Inneren Frau, oben vom Inneren Mädchen und vom Inneren Jungen. Ich reise öfters dorthin und erfahre mich über die Bilder. Innere Frau und Innere Mann habe ich noch nicht wirklich in einen harmonischen Kontakt bringen können. Sie sind verstrickt. Er hofft auf ihre Liebe, dass er Halt findet und sie hofft auf seinen Halt, dass sie lieben kann. Sie steht an ihrer Tür mit verschränkten Armen und beobachtet. Der Innere Mann merkt, dass es sein Scheiß ist und dass er das jetzt ohne die Frau lösen muss. Durch das Öffnen der Tür zum Raum vom Inneren Mann fließt eine Schwarze Flüssigkeit ins Wohnzimmer und breitet sich aus. Das Kind sitzt oben auf der Couchlehne und beobachtet auch ist davon nicht tangiert. Der Mann steht Schienbeinhoch in dieser klebrigen Teerflüssigkeit. Mein Innerer Moderator denkt, dass er das jetzt irgendwie reinigen und releasen muss und versucht Lösungen zu finden. Ich öffne die Tür zum Garten, wo eine Wiese und ein Baum steht, aber es fließt nicht ab. Der Mann versucht sich reinzulegen und sich der Flüssigkeit voll hinzugeben. Der Innere Mann kann dort nicht atmen und es passiert nichts. Also steht er wieder auf. Ich bin ein wenig irritiert und frustriert, weil mir die Bilder keine Lösung anbieten. Irgendwann gehe ich zum Raum vom Inneren Mann, ich bin dort noch nie drin gewesen und meine Wahrnehmung verändert sich stark von einer Trancereise hin zu in einem leeren Raum gehend. Ich befand mich im Männerfeld, die Kommunikation switchte zu Feldkommunikation, Eingaben, Channeling ohne Visualisierung. Die Botschaft war, dass ich mehr durch Sport und körperlichen Ausdruck diese Flüssigkeit verbrennen soll, also wirklich mit Anfachen von Feuer und ja, ganz ehrlich das mache ich zu wenig. Ich gehe immer nur brav zum Yoga.

Aber heute bspw. hat die eher spirituelle Superfitlehrerin zwei Übungen eingebaut, die es in der Form noch nie gab. Den Holzfäller und den Löwen. Sie hat explizit zum Emotional Release eingeladen, was bei Superfit noch nie passiert ist und lud das eher weltliche Fitnesscenter-im-Alexa-Einkaufszentrum-Publikum beim Löwen so lautstark wie möglich zu schreien und damit auch Gefühle zu befreien. Geil. Mir gehts auch saugut danach.

Ich wusste dass am nächsten Tag ein Treffen der Spirit Family wegen eines Abschieds und eines Bday waren und ich sah bei FB, dass auch der Playfight stattfindet. Ich hatte mich eigentlich mich entschieden den sozialen Kontakten Vorrang zu einem Workshop zu geben. Aber das Männerfeld sagte klar, dass ich zum Rangeln gehen sollte. Mein Ego/ meine weltliche Identität war ganz schön getriggert und hatte Schwierigkeiten, die Entscheidung zu dem Family-Event zu gehen loszulassen. Aber ich habe natürlich auch das Mindset, dass wenn ich schonmal in der geistigen Welt bin und um Rat frage, dass ich dann auch vertraue und höre. Weiterhin sagte das Männerfeld, ich übersetze es jetzt mit meinen Worten, jetzt hier bei Martin, darfst du das verletzlich sein üben, was dir bei Frauen nicht gelingt.

Ich beendete den Prozess und war jetzt wieder emotional synchron mit mir, weich, im Körper. Es gab eine tiefe Checkin-Runde zwischen Martin und mir und dann schauten wir den Film. Es war schön mit ihm in einem Bett zu liegen, dass ich mich dem Raum hingeben konnte und auf diesen wundervollen Großbildschirm einen Film zu schauen auf den ich richtig Bock hatte. Ich hatte diesen Film aus dem Jahr 2000 bereits gesehen, schaute ihn aber mit einem anderen Mindset und fand ihn auch eher langweilig, weil er schon relativ wenig Action hat im Vergleich zu Stirb Langsam oder True Lies aus der Zeit oder auch viel weniger Gruseleffekte, als the Sixth Sense.

Aber ich schaute ihn jetzt mit einem großen Interesse, um mich für Glass zu synchronisieren, einem anderen Mindset und mit einer ganz anderen Verbundenheit.

Achtung, es folgen SPOILER

Schon die erste Szene, die Geburt von Glass, hat mich emotional in den Film reingesogen. Er hatte gebrochene Arme und Beine bei der Geburt und überhaupt, seine Knochen waren dann als Erwachsener schon 54mal gebrochen. Was für ein Schmerz, was für ein Leid. Was für eine Ungerechtigkeit. Es gabe tolle Rückblenden in seine Kindheit, wie er zu Comics geführt wurde und dort seine Antworten suchte. Dieser Film ist, auch wenn er nicht so wirkt ein Superhelden-Comicfilm. Vielleicht der Subtilste, vielleicht der geerdetste. Er spielt mit dem Spiegelgesetz, dass da wo Superhelden auftauchen mit besonderen Fähigkeiten, sie automatisch Bösewichte anziehen mit besonderen Fähigkeiten. Da wo eine unfassbare Verletzlichkeit auftaucht, taucht auch „unbreakable“ auf. Und nicht im Sinne von Wolverine, wo mensch die Schusswunden nachwachsen sieht. Der Film verzichtet auch auf die Schusswunde, um seine Superheldenfähigkeit zu testen. Nein er überlebt ein Zugunglück als einziger. Hätte auch in dieser Realität passieren können, dass es genau einen unverletzten Überlebenden gibt.

Ich bin voll drin im Film. Bruce Willis repräsentiert eine Männlichkeit, die mir fern ist. Er redet wenig, gehört zur einfachen Arbeiterschicht. Intellektualisiert nichts, ist einfach Vater mit weltlichen Trennungsproblemen. Die Frau redet mit ihm über die Beziehung und anstatt, zu reagieren oder so wie ich die Emotionen auszuverbalisieren und zu analysieren und alles mögliche klären zu wollen, schweigt er. Er ist präsent, er ist spürbar, er ist im Kontakt und die Frau spürt, dass das was sie sagt ankommt und er Zeit braucht darauf zu reagieren. Sie verlässt das Gespräch nachdem sie geredet hat ohne dass er antwortet.

Glass Fähigkeit ist weiterhin seine Intelligenz und auch seine Intuition. Er ist eine Art Engel, der Bruce Willis dazu bringen möchte sich selbst und seine Fähigkeiten zu erkennen und seiner Berufung zu folgen, damit er nicht mehr jeden Morgen mit dieser subtilen Trauer aufwachen muss. Dessen Zweitfähigkeit ist auch eine starke Intuition, die mich als Weißen Spiegel mega berührt hat. Er kann die Schatten und Dämonen von Menschen sehen und lebt dann sein Talent als Superheld aus.

Und hier macht der Film wieder einen genial berührenden, geerdeten und subtilen optischen Trick. Der Film steckt ihn nicht etwa in ein Superheldenkostüm, sondern lässt es just in dem Moment in Strömen regnen, so dass er ein Regencape trägt, was dann die Power eines Superheldenazugs übernimmt. Das Phantombild erscheint dann in der Zeitung und spielt mit der Comic-Assoziation.

Martin entdeckt dann noch ein Easteregg, dass Glass, gespielt von Samuel L. Jackson in einer Comic-Ausstellung vor einem S.H.I.E.L.D Plakat steht. Genau jener Organisation, welche dann von Nick Fury, gespielt von Samuel L. Jackson, geführt wird.

Hier zu sehen, wo er am Ende von Avengers drei in letzter Sekunde Captain Marvel ruft. Ein entscheidende Brücke zu den letzten beiden Teilen des MCU mit Captain Marvel und Avengers 4 Endgame.

Der Film endet dann mit einem überraschenden und unerwartetem Gänsehautmoment, wo die Fähigkeit und die Aufgaben von Glass und der unbreakbale Figur zusammentreffen.

Also wirklich ein sehr geiler Film und für mich ein must-see-film der Filmgeschichte.

Ich freue mich jetzt auf den Dritten Teil der Trilogie.

 

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Kakao & Kuscheln

Mein Sharingposting in Kakao & Kuscheln vom 11.1.18

Danke an die Gruppe, die Helfer_innen und die Raumhalterin für diese Forschungsreise. Es war schön in die kindliche Neugier zu gehen und sich in einen State zu versetzen, dass die Sachen zum ersten mal erlebt werden. Meine Erfahrungen sind jedesmal einerseits neu, weil es sich doch sich die Erfahrungen verschieden ausdrücken und es immer wieder neue Erkenntnisse, Emotionen und Schatten gibt, die ich entdecke, andererseits es sich leider doch immer noch um die gleichen ungelösten tief festsitzenden Grundthemen handelt.

Es war schön wieder wie auch schon am Mittwoch beim Tantra – Transfiguration Circle (siehe christianfender.de) der Methode zu begegnen wie die Menschen mit Inneren und Äußeren Kreis in Kontakt gebracht werden. Gleich nachdem mensch nach eine Kakaomeditation mit sich selbst und der Deva in seinem Körper ankommt.

In meiner Kakaomeditation wollte ich mich erst in Richtung der weiblichen Qualität der Hingabe hingeben, aber dann sah ich eine Masse an angestauter gebender Männlicher Energie. Vor allem in Armen und Beinen, im Wurzelchakra. Die Sehnsucht danach Frauen zu halten und zu berühren, sie zu erden und ungefragt meinen Impulsen folgen zu dürfen und somit raus aus dem Kopf in einen wahrhaftigen Flow zu gelangen. Diese Energie ist gestuckt, weil ich das Ablehnungsthema habe, weil mein Herz noch so verletzt ist, dass ich es nicht aufkriege und weil sich dieser fiese Bedürftigkeitsdämon in meinem System festgesetzt hat. Seit Jahren arbeite ich dran und versuche dieses Thema zu lösen und ich finde den Knopf nicht ihn loszuwerden. Ich kann in gebende Energiestates reingehen, aber Frauen spüren es trotzdem, dass da diese ziehende Energie irgendwo im Systemhintergrund ist und ich kann mit meinem Mindset steuern wie ich will, ich kann nichts dagegen machen… als Weißer Spiegel sind meine Schatten immer sehr präsent. Aber ich habe auch gelernt, dass mein dieses Bedürftigkeit loszuwerden wollen schon ein Teil des Problems ist, da es von der Selbstliebe trennt, aber diesen verfickten Anteil in Liebe bringen zu müssen ist auch echt ätzend, weil ich noch voll wütend auf ihn bin, da er aus meiner Egosicht schuld daran ist, dass ich so krass abgelehnt werde.

In einer Aufstellung letzten Montag kam raus, dass ich so fucking viel probiere um von Frauen geliebt und nicht mehr abgelehnt zu werden und dass das ein Spiel vom Inneren Kind ist, das alles probiert von der Mutter geliebt zu werden. Ergebnis war, dann, dass ich das Kind einladen musste aufzugeben. Das Kind/mein System ist vom ständigen Bemühen und Wollen ultraangespannt und angestrengt. Daher auch ständige Erschöpfungsgefühle. Ich musste in einem emotionalen Prozess dem Kind sagen, egal was du versuchst, es wird nicht klappen, du hast keine Chance und es liegt nicht in deiner Macht, du kannst es auch sein lassen. Das führt mich natürlich in eine Entspannung, aber in dieser Entspannung ist dann Schmerz in dem ich mich verliere. Dem Schmerz darüber, dass Bedürfnis geliebt zu werden nicht erfüllt wurde/wird. Die Aufgabe ist es damit zu sein, ich verstehe es noch nicht ganz und gehe doch wieder zu Kakao und Kuscheln, wo meine Sehnsüchte nach Kontakt anspringen und ich erfahrungsgemäß ja auch Erfahrungen machen kann, die ich außerhalb von Workshops nicht machen kann.

Und ja, ich bemerke meine Erfahrungen verändern sich. Ich hatte zwar gegen Ende in einer Vierergruppe, die sich zusammengekuschelt hatte, was ich sehr sehr lange sehr schön fand und sich lange stimmig anfühlte, die Erfahrung gemacht, dass dann beide Frauen dem Kuscheln mit mir eine Grenze gesetzt haben. Ablehnung. und sie dann zu dritt mit dem anderen Typen weitergemacht haben, Ausgrenzung. Das war hart. Nebenbei lief Herz berührende Herzmantralivemusik. Anders als früher konnte ich diesen nur noch Handballgroßen Energieball aus Schmerz in meiner Brust halten. Der Raum war dunkel und safe. Ich nahm es an und wehrte mich nicht mehr so wie früher dagegen, auch wenn Frust da ist, dass ich es immer noch so krass anziehe. Auch im Laufe der einiger Partner_innenübungen wurde mir meine Bedürftigkeit gespiegelt, bspw. als eine Frau sagte, dass sie den Impuls hat einen Schritt nach hinten zu gehen als es eigentlich darum ging in Kontakt zu gehen.

Aber ich hatte auch wieder gute, heilsame Begegnungen. Mein Wunsch nach einem Kuss, den ich am Anfang im Check in ausgesprochen hatte, hat sich erfüllt. Und ja, ich habe mich geschämt dass ich mich damit gezeigt habe. Aber es gibt das Phänomen, dass ich von solch radikaler Ehrlichkeit, bspw. auch solchen Texten, wie diesen hier, profitiere. Es tut gut sich mit seiner Wahrheit zu zeigen und diese Spielchen „sowas sagt mensch doch nicht öffentlich“ zu durchbrechen. Boah, ich bin so dankbar für die Erfahrung. In dem Moment ging mein Licht in der Brust auf und ich spürte ein krasses Strahlen.

Es bleibt faszinierend wie in meiner weltlichen Wahrnehmung das äußere Einfluss auf das Innere Empfinden hat, entgegen dem spirituellen Konzept, dass das Innere ja im Außen die Sachen kreiert. Es hat sich auch eine gute Session ergeben in der ich tief reingehen konnte in das krass abgespeicherte Muster, dass ich Frauen nicht lustvoll berühren darf, das ich mir jetzt tief ins Unterbewusstsein eingeritzt habe, weil ich immer wieder Ablehnung erfahre, sobald ich mit mit meiner Bedürftigkeit oder meinen Interessen, meiner sexuellen Energie spürbar bin.

Ich durfte diese Frau lustvoll berühren. In mir kam Scham, Schuldgefühle, Angst vor Grenzüberschreitung hoch. Sie war hochsensibel und ich konnte mich transparent machen und der Kontakt blieb gehalten. Das war ein krasses Geschenk vom Universum. Ich konnte sehr tief in meinen Glaubenssatz gehen und ihn direkt in der neuen positiv besetzten Erfahrung mit einer Frau neu programmieren. Anders und viel schwerer ist es meiner Erfahrung nach zu Hause allein sich solche Sachen neu zu programmieren, wenn ich in meinen mentalen auf Negativ-Erfahrung basierenden Selbstbildern kreise.

Ich bin jetzt in der Dankbarkeit und auf einem Postkakaojourney Laberflash, den ich jetzt durch Schreiben ausdrücke, um mein System zu entspannen, mich zu sortieren und nicht ins Gedankenkreisen zu kommen.

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Tantra Temple -Transfiguration Circle

Am 9.1.18 zog es mich zum Tantratemple – Transfiguration Circle mit Kabira. Ich halte sehr viel von ihr als Raumhalterin. Ich erkenne ihre Fähigkeit an auch dunkle Anteile von mir zu sehen und darin das Licht zu erkennen. Ich fühle mich von ihr gesehen und gewertschätzt. Ich kannte sie von Veranstaltungen im SPIRIT BERLIN und holte sie zu den SPIRIT Vollmondevents, die ich organisieren durfte auch als Mainevent mit rein, weil sie Leute zieht und ich sehr viel von ihrer Arbeit halte. Beim letzten Workshop hier in Berlin kamen 44 Leute in einen sehr kleinen Raum, der zugestellt war mit vielen Einrichtungsgegenständen wie großen Pflanzen und nem Piano, was alles an die Ränder geschoben wurde. Ich musste gehen, weil meine Hochsensibilität, die sich nach safen Spaces sehnt, dazu gehört auch nen gewisses Maß an freien Bewegungsspace für mich, austickte. Ich war eh erschöpft und mein Körper zwang mich gegen meine Egoangst was zu verpassen auf meine Grenzen zu achten. Dieses Mal waren ca. 46 Leute in einem geeigneteren, doppelt so großen Raum, der nicht so zugestellt war. Die Location in der aktuell auch die SPIRIT Vollmondpartys stattfinden. Ich fühlte mich viel wohler und war auch in einer ganz anderes Stabilität, auch wenn ich jetzt heute, einen Tag danach noch ne starke Anstrengung und Erschöpfung von gestern in mir spüre, das noch verarbeite.

Wir gingen einige Agreements durch. Bspw. Confidentality, worunter ich verstehe, dass das was im Raum passiert im Raum bleibt, so dass ein vertrauensvoller Raum entsteht wo passieren darf, wo ich mich zeigen darf und wo ich mit meinen Prozessen gelassen werde. Auch gerade an der Stelle mag ich ihre Raumhaltung, da in ihrem Raum sein darf und es nicht nur ums Funktionieren als Teilnehmender geht.

Wir saßen im Kreis. Die erste Übung war, dass ich meinen linken Partner zwei Minuten erzählen sollte, warum ich nicht hier sein will und was mich an der Präsenz des Hier seins hindert. Ich mag diese paradoxe bewusstseinsschaffende Übung, da sie die Leute einlädt sich ihren Schatten bewusst zu werden, die oft verdrängt werden, weil mensch ja Erwartungen an sich selbst und die eigene Stimmung und das was mensch erfahren möchte hat. Dem rechten Partner erzählte ich dann warum ich hier bin. Ich erzählte, dass ich normalerweise zu solchen Workshops gehe weil ich mich nach den körperlichen, sexuellen Resonanzen sehne und ab und an eine Herzöffnung im Kontakt mit Frauen erlebe und dies in meinem Alltag nicht hinbekomme, einen Mangel darin habe und deswegen zu Workshops gehe um diesen zu kompensieren. Und ja, da ist ein Erfahrung-machen-Wollen-Anteil in mir, der mich vom Moment vom Herzen, vom Loslassen trennt. Ich weiß das dieses dämonische Wollen (dämonisch: Energien, die vom Herzen/der Annahme des Moments trennen) vom Schatten des Mangels genährt wird (Schatten: weggedrückte präsente Emotionen/Anteile) und eins meiner größten Probleme ist, so gab ich mir die Intention dieses Wollen radikal loszulassen, was mir ja eigentlich auch ne fürs Ego angenehme Energie und Präsenz gibt, und mir zu erlauben mich mit dem zu zeigen was dahinter ist und was ich gerne verstecke: Lustlosigkeit, Schwäche, Interesselosigkeit, Grenzen/Schutz meiner Verletzlichkeit (normal bin ich in meinem Mentalkörperstate eher grenzenlos). In mir war auch Scham über mein dickliches Aussehen was ich zur Abwechslung mal nicht wegdrängte sondern voll da sein ließ, weil es halt nunmal auch meine Fucking Wahrheit ist, dass ich mich für meine 120Kg schäme, auch wenn es mir leicht fällt mit mentaler Energie und Einstellungen über diese feinfühlige Schamwahrnehmung drüber zu gehen.

Nach dieser Übung lud Kabira ein die Sachen, die mensch von seinen Nachbar_innen gehört hatte in den Raum zu rufen in kurzen Ein-Wort-Stichpunkten. Ich war getriggert, ich teilte ja etwas in einem eins-zu-eins-Rahmen, was ich nicht mit der großen Gruppe teilen würde und dann wurde es fremdbestimmt in den Raum gegeben ohne dass ich eine Kontrolle darüber hätte. Ich merkte, dass ich getriggert war von dieser Form von Übergriffigkeit. Ich habe das Wort Confidentality noch nicht nachgeschlagen, aber ich glaube, dass genau dieses Gefühl verletzt wurde. Ich landete in einer Bewertung der anderen, die der Einladung folgten und in einem Urteil über diese Anleitung. In mir staute sich Anspannung und ich benutzte eine Strategie, die ich von mir kenne, um mich wieder mit dem Raum zu synchronisieren. Ich machte mit, denn dann war ich mitschuldig und meine Bewertung änderte sich von „die anderen“ zu „mich eingeschlossen“ und das Phänomen ist ja, wenn mensch selber etwas macht, dann bewertet mensch das anders als wenn es nur die anderen machen. Ich nannte als Grund für das hier sein, weil die Partnerin es so wollte. Und für den Raum war klar, dass es entweder um die Person links oder rechts von mir gehen würde. Ich hatte eine persönliche Information geteilt und sie war zu 50% einer Person zuordbar. Ich fühlte mich übergriffig, ich fühlte eine Fremdscham, dass ich eine Information, die mir in einem eins zu eins Sharing anvertraut wird dem Raum transparent zu machen ohne dass ich die Person vorher um Erlaubnis fragte und ohne dass der Person vorher klar war, dass die Übung so endet.

Die Hauptübung war, dass es einen inneren und einen äußeren Kreis geben wird: Transfiguration-Circle. Innen saßen die Leute, die Lust auf Shiva-Energie haben, das männliche Prinzip aus Präsenz, Stille, Halten und einem geradlinigem Focus. Sie bleiben das Ritual über die ganze Zeit sitzen. Die andere Hälfte durfte in die Shakti-Energie gehen, das weibliche Prinzip aus Energie, Formen, Fließen, Lebendigkeit, Ausdehnen.

Sie erklärte dass die Shaktis jedem Shiva (und andersrum) mit einem Augenkontakt und einem Händegriff begegnen werden während die Shivas sitzen bleiben und die Shaktis sich im äußeren Kreis bewegen. Sie erklärte ein tantrisches Prinzip mit einem Dreieck das unten eine Polarität zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit kreiert und nach oben hin zu der Spitze eine Perspektive der Nondualität, die sich vor allem im Dritten Auge aufsplittet. Sie lud ein ganz bewusst in diese lichtvolle, nicht-wertende, herzliche und in allem das schöne sehende Perspektive zu gehen im Augenkontakt. Eine Qualität von Kabira ist es auch, dass sie einerseits so ein Konzept in den Raum haut, mit dem ich übrigens resoniere, und andererseits sehr humorvoll mit einem herzlichen Lachen eine Einladung ausspricht es einfach Jimbo und Jambo (oder so ähnlich) zu nennen für alle, die nicht an die Prinzipien von Männlichkeit/Weiblichkeit und Shiva/Shakti glauben. Wieder ein schönes Spiel von Dualität von ihr mit Konzepten reingeben und sie gleichzeitig loszulassen.

Es gab weiteres Warm Up mit Massageketten und Tanzen. Unter anderen Nirvana, wo sich wenigstens einer fand, der mit mir gepogt hatte, das tat gut, brachte mich in den Körper, auch das Massage bekommen löste dieses angenehme Gänsehautgefühl aus, dass ich mir nicht selbst kreieren kann und was mich so fucking abhängig nach Berührungen durch andere macht. Ich dachte die ganze Zeit darüber nach, ob ich in die Shiva oder Shaktirolle gehe. Es zog mich mehr in die Shaktirolle, aber gleichzeitig hatte ich Scham und Angst dafür als unmännlich bewertet zu werden, hatte das Bild, dass ich außen vor allem mit den Frauen sitze und nur Männern im inneren Kreis begegne. Ich habe noch anteilig das Programm, dass ich zwar gerne in die Shaktienergie gehen würde, aber dann einer Frau in der Shiva-Energie begegnen wollen würde. Da steckt noch ne Angst mit Männern in Kontakt zu gehen dahinter. Als es dann losging sollten wir die Handflächen entweder nach oben machen für die Shivaposition oder nach unten für die Shaktiposition und dann eine Polarität finden mit der wir dann den Kreis bilden. Und die Antwort kam dann außerhalb meines Kopfes über meine Hände. Ich probierte beides aus und die leichtere Position war die Shaktihaltung. Klar ich hätte im Laufe des Abends auch gerne gewechselt, aber insgesamt bin ich froh über die Entscheidung. Denn die Kreise waren wirklich durchweg geschlechtergemischt. Das entspannte mich.

Ich hatte eine sehr schöne blonde Frau mit großen blauen Augen und vollen Lippen vor mir, sie stand bei dem Warm Ups etwas distanziert am Rand und wirkte auf mich getriggert, was ja auch zu meinem (gestörten) Beuteschema gehört, wenn ich Themen sehe bei Frauen. Dabei hat sie nur auf ihre Grenzen geachtet, aber ja, unterbewusst eine Frau auszusuchen, die gerade ihre Grenzen hochgefahren hat, ist wohl auch schon ein Teil des Spiels von mir, dass ich Übergriffig-sein-Erfahrungen mache.

Wir wurden nochmal eingeladen uns bei der ersten Person mit unserer Intention zu verbinden, was ich tat. Und dann ging die Reise los. Ich begegnete daraufhin ca. 22 Männern und Frauen, die sich in die Qualität der Shivaenergie begeben haben. Ich ließ in der Shaktienergie mein sexuelles Wollen im Becken los und öffnete eine nach außen gerichtete Herzenergie im Brustbereich.

Ich liebe Workshops, ich darf in diesem geschützten Space jetzt auf eine Art und Weise in Kontakt gehen, die mir im Alltag nicht gelingt. Im Alltag sind meine Egoprogramme, meine Anspannung, meine Schutzmuster, meine Masken sehr aktiv. Ich gehe vor allem über mentale Energie und über Rollen in Kontakt. Ich vermeide diese normalen Beziehungsgespräche (ich habe das oft erwähnt in meinen Blogs, ich beobachte als Alien diese banale und herzliche Kommunikation zwischen Menschen, wenn die Kassiererin und Kundin dann herzlich verbindend lachen über einen aus Unsicherheit rausgepressten Witz und ich steh dann dahinter und denke mir, das war doch nicht lustig, dennoch sind die Leute im Kontakt. Oder wenn die Leute über ihre Reisen, Inneneinrichtung, Beziehungen, Arbeit, Kochen, Kinder und Familien reden, dann beobachte ich, dass etwas verbindendes zwischen den Leuten entsteht. Bei mir passiert das nicht. Ich habe zwar ein großes Bewusstsein und nehme viel wahr pro Moment, aber sobald ich anfange zu reden, springe ich instant in mein Ego und ich kann das ziemlich gut beobachten. Mir wird auch immer und ständig gesagt, dass ich viel attraktiver bin, wenn ich schweige und mir wird es auch ständig empfohlen, weil sich der Raum dann entspannt. Bei jedem eben genannten „banalem“ Thema über das Leute reden kommen bei mir kaum haltbare Emotionen hoch, weil alles was mit Erdung, weltlich sein, Wohnung, Essen, Familie so stark noch mit Mangel und Unfrieden besetzt ist. Ich kann diese Emotionen noch nicht halten, kann das aber auch nicht beiseite schieben und mich nur für den anderen freuen, weil in dem Moment wo es präsent ist und ich drüber gehe, kreiere ich einen spürbaren Schatten für den anderen. Wenn dann ein Mangel in mir aktiv ist oder Wut darüber, dass mein Kind abgetrieben wurde, kann ich nicht sagen, dass ich mich freue, dass die andere Person mir erzählt wie sie ihr Geld für geile Urlaubsreisen ausgibt oder mich für ihr Kinder haben freuen, weil ich ne andere Energie sende. Ich habe dann die narzisstische Strategie, dass ich in den Mentalkörper gehe um nicht unpassend in meine Emotionen zusammenzusacken und das Thema auf mich und meine Themen lenken muss, weil das meine einzige Möglichkeit ist, dann noch im Kontakt zu bleiben. (Etwas anderes ist nur die Coaching oder die Raumhalterrolle, da gehe ich in einen stabilen State, in eine Kraft in der ich frei von meinem Themen bin und für den Raum und meine Teilnehmer_innen und Klient_innen da bin. Und ja dieser State ist leicht dissoziiert von meiner Berührbarkeit, aber als Raumhalter ist es von Vorteil, weil ich dann tiefe Prozesse einfach mit meiner hochsensiblen Wahrnehmung halten und begleiten kann ohne mich emotional im Prozess des anderes durch Empathie zu verlieren). Und es passiert schon wieder, dass ich eigentlich über den Workshop schreiben will, aber jetzt erstmal mein System erkläre, über mich rede, damit meine Erfahrung innerhalb dieses Workshops für den Lesenden eingeordnet werden kann. 😉

Meine Erfahrung die ich machte war dann, dass ich im Kontakt mit jeder einzelnen Person genau einen Anteil, eine Emotionen oder eine Beziehungsqualität reinbekam. Also ich entschied mich nicht mental dazu, es kam wie bei einer Aufstellung oder einem Channeling rein, ich übersetzte das nur mit einem mentalen Gedanken. Und ja auf einer weniger spirituellen Perspektive, auf einer psychologischen Ebene würde ich formulieren, dass jede Person eine andere Projektion in mir aktivierte. Und zu guter letzt kommt mir noch der Gedanke, dass das was ich erlebt habe, vielleicht so „normal“ für andere ist, dass sie diese Sachen wahrnehmen, dass sie darüber nicht reden und ich dieses „Normale“ nur aus einer verzerrten Perspektive für spirituell oder besonders halte, weil ich mein Leben bisher nur aus dieser von Berührbarkeit und Beziehungsfähigkeit getrennten Maskenperspektive erlebt habe.

Hier an der Stelle seid ihr eingeladen zu kommentieren. Mich interessiert eure Wahrnehmung beim in Kontakt gehen mit Menschen, so dass ich einen Realitycheck machen kann.

Was zum Beispiel reinkam war ein Mann, der auf dem Fersensitz saß, größer als ich und sehr kräftig meine Hände in der Luft hielt, während ich sie locker hängen ließ. Ich spürte die Qualität von Hierarchie zu einem starken Mann, der mich hält, schaute zu ihm auf und öffnete mich für diese Ebene von Beziehung. Entgegen meiner Programme, welche Hierarchie auch ein wenig ablehnen, was es schön. Es gab dann auch einen Mann mit dem ich voll die Qualität von Augenhöhe erfuhr. Eine Frau kontrollierte auch mit einem festen Griff die Position mit Hände. Ich fühlte mich von ihr dominant geführt, schaute ihr in die Augen und gab mich dieser Beziehungsqualität hin, die mich sonst triggert, bspw. als Sozialarbeiter mit weiblichen Vorgesetzten. Auch bei einer Frau erlebte ich in meiner Projektion eine Energie, wie sie mich verändern will. Ich weiß, dass ich da normalerweise in Widerstand und Abwehrreaktionen gehe. Aber ich blieb in mir, öffnete mein Herz, schaute ihr in die Augen und nahm einfach eine Frau war, die mich verändern wollte und ging in Frieden damit. Ein Mann war für mich nicht greifbar, ich hatte Schwierigkeiten den Augenkontakt zu halten, er interessierte mich nicht, aber ich hielt den Kontakt und ging in Beziehung zu dem Mann, den ich nicht greifen konnte. Bei einer Frau spürte ich einen klammernden Anteil in mir und ich ging voll rein in die Erfahrung und ließ dieses Klammern in meinem Herzen und Händen da sein, bis die ein bis zwei Minuten um waren – Kabira spielte wirklich für jede Begegnung eine eigenen Track an – und sie dazu einlud sich mit einem Namaste zu bedanken und die Shaktis, zu denen ich gehörte, bat, einen Platz weiterzurutschen.

Bei einer Frau kam einfach nur mein Schmerz über die erlebte Abtreibungen hoch und ich fühlte das die ganze Zeit im Kontakt mit ihr. Ich hätte gerne hinterher mal gefragt, ob sie ne Abtreibung hinter sich hatte, ob meine Eingaben irgendwie in Resonanz mit der Wirklichkeit der Person war oder ob es wirklich nur Randomprojektionen waren. In einer Frau sah ich den Archetyp der Tänzerin und ich ging in einen weibliches Feld in meinem Herzen und wandelte ein Gefühl von Neid zu Respekt und Bewunderung und Freude über ihr Talent. In einem Mann sah ich einen Clubszenetypen, der da voll aufgeht, in dieser für mich mittlerweile auch dunklen Welt. Ich ging in Frieden mit mir, dass es nicht mehr mein Weg ist, obwohl ich soviele Jahre dort Zeit verbrachte immer auf der Suche nach Annahme und Zugehörigkeit, und ich freute mich, dass das Universum diesen Aspekt halt über einen anderen Menschen auslebt anstatt durch mich. Ich sah auch einen Crazy-Guy, den ich sehr mochte oder einen, den ich mit radikaler Ehrlichkeit verband. Dann war da noch der Typ, der die meisten Redebeiträge hatte. Auf einer sympathischen Art und Weise machte er viele Beiträge, aber er stellte immer sehr mental Fragen zu spirituellen Erfahrungen, was mich triggerte, weil genau diese Fragen nicht spirituell beantwortet werden können. Kabira antwortete auch mit einem lachenden „i dont Know“, sie versuchte gar nicht erst in den spirituellen Expert_innenstatus zu gehen und mental Erfahrungen zu erklären, so wie ich es bspw. gerne tue. Ich begegnete diesem Typen schweigend und sah den Aspekt von herzlicher Mentalität und öffnete mein Herz für ihn. Wenn ich über Herzöffnung schreibe meine ich ein warmes nicht wertendes Gefühl und betrachtungsweise, die in Form von Wärme in meiner Brust spürbar war. Ich war sehr stark auf der Wahrnehmungsebene und so gut es ging präsent im Körper, wo Gefühle auf einem Lowlevel wahrzunehmen waren. Ich nehme meist eher auf der Feld- oder Energieebene Gefühle war anstatt auf der emotional fließenden Ebene. Weiterhin spürte ich wie das Sitzen und die lange Dauer des Rituals sehr anstrengend für mein körperliches Empfinden wurde. Einmal setzte ich mich in den Versensitz, ich rutschte in die Beziehungs-Qualität des mich Überhöhens und Herabschauens und spürte wie es mich anstrengte mich zu überhöhen, beim nächsten Shiva ging ich in meine Qualität der Erschöpfung, sackte zusammen, stützte meine Ellenbogen in die Oberschenkel und zeigte mich auf der Beziehungsebene damit. Das war ein megagutes Training für mich, weil ich es in Beziehungskontakten vermeide mich mit meiner Erschöpfung und Schwäche zu zeigen. Beim letzten Shiva des Kreise kam bei mir nochmal ein Intensität rein. Ich war erschöpft und trotzdem traurig, dass das Ritual gleich vorbei war. Ich fühlte Abschied und auf eine subtile Wahrnehmungsebene kam Stille und Tod in meine Präsenz. Ein Ministerbeprozess. In der Zeit gönnte sich jemand, ich muss stark davon ausgehen, dass es ein Typ war ein lautes Furzen. Der Raum bekam einen Lachkrampf. Krass wie aufgewacht der Typ ist, seine Körpergeräusche liebt, sich frei machen kann von den Reaktionen im Raum und sich von dieser Matrix-Regel „sowas macht mensch doch nicht“ entkonditioniert hat. Sein befreites Furzen war so ein Geschenk von ihm. In Wahrheit war ja gefühlt keiner Böse auf ihn oder bewertete ihn, es lud den Raum zum Lachen und vielleicht fremdscham spüren ein und ich ging voll in meinem Lachkrampf rein. Es ging dann beim Lachen gar nicht mehr um seinen Furz, ich spürte wie es mich und eine Anspannung im Raum, wir durften ja nich reden, löste. Ich assoziiere emotional Release mit Lachkrämpfen. Dahinter steckt meist Trauer. (Es ist immer wieder schade, wenn ich sehe wie Leute in Lachkrämpfen sind und Leute in den Trauerprozess (Ja, achtet mal drauf, hinter Lachkrämpfen stecken meist unerwünschte Gefühle, die sich Raum schaffen wollen) mit der Frage „Warum lachst du“ reingehen, weil dieses „Warum“ dieses Lachen unterbricht und in den Kopf in die Erklärung/Rechtfertigung holt. Ich kenne auch eine Spirit-Vollmondparty mit einem Mexikanischen Sterberitual, wo der Sterbeprozess mit einem Lachkrampf verbunden wird. Im Sterben sollten wir über alle Probleme, die wir haben lachen, weil in Angesicht des Todes alle Probleme radikal bedeutungslos werden. Ich war also angekommen in meinem Sterbeprozess und meinem Lachkrampf (Trauer). Mein Bewusstseinszustand vertiefte sich. Kabira lud ein letztes Mal ein, einen Platz weiter zu rutschen. Ich war wieder vor diese wunderschönen blonden Frau, mit den großen blauen Augen und vollen Lippen

Im Hintergrund meines Mentalkörpers ist gerade beim Schreiben die leicht angstbesetzte und einschränkende und mich selbst bewertende Vorstellung, dass linksfeministische progressive Kräfte mir ihre besetzten Konzepte von Sexismus und Lookism vorwerfen.

Ich fand sie so wunderschön und ließ mich in ihre Augen fallen. Ich war so berührbar wie den ganzen Abend nicht. Ich hatte das ganz intensive Gefühl von Neugeburt und Dankbarkeit, ah, nach dem Tod gehts ja doch weiter. Eine neue Runde, nachdem ich in der ersten Runde viele Erfahrungen mit vielen verschiedenen Menschen machen durfte. Kabira lud ein sich mit einer Umarmung zu verabschieden und im Kreis im Körperkontakt zu gehen mit unseren Sitznachbar_innen. Sie hielt die Umarmung, die von mir ausging, sehr kurz und distanziert und ich spürte auch, dass sie im Sharingkreis keinen Körperkontakt wollte und ließ es sein. Toll, da hatte ich schon meine Neugeburt, aber das Thema, dass ich Frauen attraktiv finde, die mich ablehnen ist immer noch da.

Ein dunkler Teil von meinem Mentalkörper redet gerade dazwischen, dass es eine mathematische Logik ist, dass wenn keine Frau dich attraktiv findet und du egal auf welchen Typ Frau du stehst, du immer auf Frauen stehen wirst, die dich nicht attraktiv finden.

Interessant auch, dass ich meine Programme loslassen konnte, nahe und körperliche Erfahrungen zu machen und meine Sexualität zu spüren zu wollen, wenn ich in einen Tantraworkshop gehe. Diese Qualität tauchte nur bei einer Frau auf, dass ich sie in einer Shaktienergie in mein Wurzelchakra eindringen ließ und sie voll vom Herzen umschlungen/eingenommen habe. Ich spüre mein Wollen in mir, diese Erfahrungen machen zu wollen und meinen Widerstand gegen das was ich als Banal einordne. Dieser Anteil hätte viel lieber intensive tantrische weggespacte symbiotische Erfahrungsräume anstatt in Frieden mit den Gesprächen über die Banalitäten des Alltags zu kommen und dann mit Herzoffenheit den Scheiß von Alltagsgelaber mitzumachen anstatt bspw. stundenlang über nen Workshoperfahrung zu bloggen, weil das aus jetztiger Perspektive eine Verschwendung von Lebenszeit ist, wenn doch soviele andere krasse und intensive Sachen in dieser Inkarnation theoretisch möglich wären.

Aber ich bin auch sehr dankbar für diesen Raum gestern und dass ich mir erlaubt mich mal auf diesen Erfahrungsraum hinter meinem Wollen und meinen Sehnsüchten einzulassen. Es hat mich geerdet und es war mal wieder etwas neues im Gegensatz zu den sich wiederholenden Erfahrungen abgelehnt zu werden und mit Schmerz da sein zu müssen, dass Bedürfnisse und Sehnsüchte nicht erfüllt sind. Ich konnte sehr gut an meiner Schwachstelle der Beziehungsfähigkeit arbeiten. Ich stelle mir vor, dass ich durch diese Übung, die in Schweigen abgehalten wurde, ein wenig die Angst vor der Beziehungsebene verloren habe, auch wenn mein Thema noch nicht gelöst ist, dass ich berührbar sein und gleichzeitig normal kommunizieren kann.

Namaste

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spirituelles Ego und Schatten als Brücke zum Urvertrauen

Eine Falle des spirituellen Egos:

Die Frage nach meinen Zielen und meiner Motivation so tief in die Spiriszene einzutauchen, habe ich oft damit beantwortet, dass ich heilen will.
In meinem Alltag bekam ich Spiegelungen und Trigger. Ablehnung von Frauen/Beziehungsunfähigkeit und Ausgrenzungen/Kündigungen und der ganze Rattenschwanz (Innere Getrenntheit, fehlende Berufung, Schulden). „Heil“ war ich in meiner Vorstellung, wenn ich endlich in meiner Berufung bin, wenn das Geld fließt, wenn ich attraktiv bin, wenn ich schlank bin/keine Esssucht mehr habe, wenn ich Frauen attracte, Sex habe und irgendwann nach einer Austobezeit mich in einer Beziehung wiederfinde und ja vielleicht auch in der Lage bin Vater zu sein, einen Familianalltag zu halten.
Mein Konzept war, dass das alles nicht klappte, weil ich noch Traumata, unterdrückte Gefühle hatte. Emotional Release war also das Allheilmittel. Ich müsste solange die Scheiße durchfühlen bis der Schmerz sich von alleine verabschiedet, verschwindet und nur noch Glückseligkeit und Leichtigkeit übrigbleibt. Und so machte ich mich auf den Weg und suchte und suchte immer wieder nach den Räumen in denen ich mich in meinen exorbitanten Schmerz fallen lassen konnte, ich suchte Räume, die mich halten konnten und ja damit kam ich schon mit einer überfordernden Erwartung in Räume. Ich hatte Verantwortung abgegeben, erhoffte mir Heilung im Außen zu finden. Ich verzeihe mir das, Eigenverantwortung und selber Halt geben war halt genau das was ich nicht gelernt habe, genau das war mein Teufelskreis. Und ja ich kannte mit der Zeit die Spiriphrasen und Konzepte „im Innen suchen“ und „Eigenverantwortung“ und „Erwartungen loslassen“ bis zum Erbrechen. Meinen Mentalkörper saugte das auf, aber es wurde zu einem Kreisen darin, keine Synchronizität mit dem Rest meines Systems, es blieb eine Gap zu meiner Realität. Hilflosigkeit und Opferdasein und Verzweiflung darüber, dass ich soviel ausprobierte und nichts wirklich half. Klar, mir wurde Entwicklung vom Außen bescheinigt und ich hatte seit ich mit 30 in Spiriszene gekommen bin mehr Sex mit Frauen als in der doppelt solangen Zeit davor.

Die Falle war halt, dass ich unterbewusst mich in all meinen Prozessen abgelehnt habe. Der Pure Selbsthass was ich war. Ein Ehemaliger verwirrter Langzeitstudent mit 5 Kündigungen, teilweise bis zu 4000€ Schulden, der nicht in einem gewünschten Maß an die Frauen rankommt, nach denen er sich so sehr sehnte. An die mangelnde Liebe, die er da reinprojizierte. Und jeden Prozess, jedes mich in den Schmerz fallen lassen all die Jahre war natürlich einerseits hilfreich, klar. Aber der Schmerz wurde gleichzeitig nicht kleiner. Hinter meinen Prozessen war ein unbewusstes Superegoprogramm, dass ich nur in den Schmerz gehe, um ihn loszuwerden, um etwas anderes zu werden als ich jetzt bin, um endlich nicht mehr abgelehnt zu werden. In diesem Spiel gab ich dem Schmerz aber keine Liebe. Ich hasste ihn. Er war schuld daran, dass ich bedürftig war, dass ich von Frauen abgelehnt werde, dass es mir Scheiße ging. Und es gab kein Aussteigen aus mir selbst. Ich war gefangen.

Konzepte kamen in mein System wie aufs Positive Konzentrieren. Jeder Versuch das zu machen, künstlich in die Freude zu gehen scheiterte. Und ich habe ne Abwehr dagegen. Meine Gutmenschenanteile, meine ganzen Masken sind ja Versuche mich auf etwas positives zu konzentrieren. Und ich konnte machen was ich wollte, so positiv sein wie ich wollte, irgendwann kam der Trigger, immer und immer wieder. Der Tritt vom Universum in my Face, die Einladung, die Erinnerung noch ne Runde durch den Schmerz zu gehen, er war immer noch nicht durch. Und dann wenn der Schmerz als Trigger präsent wurde, gab es kein weiter aufs Positive konzentrieren, das würde zu einer spürbaren Trennung führen. Für mich, für meine Kontaktpersonen oder für die Gruppe. Ich weiß, dass ich wenn in mir Gefühle berührt werden, die ich nicht halten kann, ich diesen Schatten in den ganzen Raum sende und viel mit der Energie eines Raumes machen kann. Und ich kannte ja meine Prozesse. Wieder war ich in einer Falle, nichts von den vielen Konzepten, die in meinem Mentalkörper rumschwirrten half in diesen Situationen. Alle Phrasen und Tipps redeten an meiner Realität vorbei. Ich hätte den Raum entweder, die Kontrolle und das Verantwortung für andere übernehmen, also Rücksicht auf sie zu nehmen loslassen können und mich meinem Gefühl und meinem massivem Prozessen hingeben können. Aber die Leute hätten auf mich eingeredet, hätten versucht mich zu regulieren, wieder an den Raum anzupassen, wären mir mit Konzepten gekommen, ich solle Eigenverantwortung übernehmen. Ich weiß, dass wenn ich im Gefühl bin und jemand auf mich mental einredet, dass ich dann in eine Retraumatisierung gehe, weil das genau der nicht sichere Raum ist vor dem ich Angst habe. Und klar es ist natürlich auch unangenhm mit exorbitanten Gefühlen die die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, macht mensch ja nicht. Mir blieb nur übrig mich zu kontrollieren, es dauert dann aber nicht lange bis sich Störungen im Raum zeigen, die dann am Ende zu dem anderen großen Trigger führen, dass ich ausgegrenzt werde.  Dann aber wegen meiner Egomasken, die ich über die heftigen Gefühle drüber gelegt habe: ich rede bspw. sehr viel mental, wenn ich getriggert bin, anstrengend war für den Raum und ja unbewusst versuche ich auch Räume mir in die Richtung zu kontrollieren, dass sie für mich sicher sind und das widerspricht oft den Bedürfnissen von anderen. Ich fühle mich in der Tiefe sicher und Freeflow bringt mich ins dissoziieren und bei fast allen anderen ist es andersrum.

Ein anderes Konzept war Loslassen, aber auch da kam ich nicht ran, ich habe wie ich in meinen Sterbeprozessen ja nochmal explizit feststellte (gerade wo ich diesen Absatz hier im Internetcafe angefangen habe, dröhnt let go durchs Autoplay von Utube) hatte ich einen richtig krassen Festhaltedämon in meinem Superego und habe die entsprechenden Strukturen natürlich immer noch in meinem System. Ich halte massiv fest an meiner Vergangenheit, an meinen Erfahrungen und kreiere mir darüber Identität, was sich bspw. an meiner Blockade zeigt endlich Sachen aus meiner Vergangenheit wegzuschmeißen. Wer bin ich wenn ich loslasse, wer ohne das Traumata, ohne meine Prozesse, ohne mein Drama, ohne Gedanken/Reflektionen an Vergangenheit oder Zukunft, dieser State löst Todesangst in mir aus.

Nachdem ich Mitte des Jahres nochmal durch gewaltige Prozesse ging (Schwarzes Loch Creators Game und Tribal Gathering sowie Sterbeprozess auf LSD) fand ich mich Ende September mit Mica zu einem Projekt namens aus dem Feld in die Welt zusammen. Von meinem Mentalkörper her hätten wir schon in der ersten Woche Videos und die Likesite Pushen können, aber wir wurden vom Feld gebremst und bekamen ordentlich Hausaufgaben vom Feld, die wir bearbeiten mussten, bevor wir mit dem Projekt rausgehen. Wir treffen uns zweimal die Woche mehrere Stunden und wir gehen nahezu jedesmal ins Feld/ ins Channeling oder in irgendwelche Prozesse. Und es ist echt heftig wieviel Arbeit das ist. Da hatte ich dann nochmal einen Dämonsterbeprozess. Ich hatte eine Besetzung von einem Anteil von mir aus früheren Inkarnationen, der nicht sterben wollte und meine Energy suckte. Seit dieser Befreiung haben sich meine Prozesse massiv verändert vor allem der Focus. Es ging vor allem dann erstmal viel um Halt, anstatt Schmerz loszuwerden ihn selber halten zu können. Dazu dann auch mein Prozess in der Männergruppe zum Thema Dissoziation. Ein großer Schritt in die Eigenverantwortung. Zurzeit mache ich begleitete Erdungsmeditation. Erst gestern wieder wurde ich eine Stunde lang begleitet. 10 min lag ich da und releaste einen Anteil. Ich wiederholte immer wieder den Satz von dem Anteil: „Ich will nicht im Körper sein“, so dass sich der Anteil gesehen fühlen kann und entspannen kann. Es war ein Teil meines Willens, der diesen Satz sagte und dessen Energie anteilig im Festhalten dieses Satzes gebunden war. Es war sehr schön für mich das in diesem Prozess so klar wahrnehmen zu können. Im Prozess nahm ich den Willen als Anteil war, der auch massiv verletzt war. Ich gab der Verletzung Mitgefühl.

In den letzten Wochen (Monaten) gehe ich jeden Tag in Prozesse, auch in Aufstellungsenergie, also die Arbeit mit dem Feld und höheren oder innere Instanzen, die andere Wahrheiten haben als mein Ego. Das Ego ist natürlich in meinem Alltagszuständen am präsentesten und übernimmt viel Kontrolle. Aber es bringt ja leider nicht den Erfolg, den ich mir erhoffe.

Die Wahrheiten, die mir gezeigt werden: Gehe nicht mehr zu Workshops, vor allem nicht da, wo Cacao getrunken wird. Für mein Ego ist das superschwer: ich sehe in meinem FB-Kalender Cacao und Kuscheln, Cacao und Tantra, jeden Adventssonntag ein Kakaoevent mit Anir Leben und noch viele mehr. Weiterhin kommt die Eingabe triff dich nicht mit Friendzonefrauen und ja ein Prozess konfrontierte mich damit meine Wahrheit anzunehmen, dass ich null Freund_innen habe. Das Feld sagte Stopp dazu mich in Räume zu begeben in denen nur mein Schmerz getriggert wird. Frauen, Gruppen usw. und meine konditionierte Identität zieht es natürlich da hin. Ein riesen Innere Kampf zwischen Ego und meiner Wahrheit, dass ich mich nach innen zurückziehen soll, zwischen dem narzisstischen, extrovertierten und Kontaktgeilem Anteil und der inneren Einsamkeit, dem Mangel, der Dunkelheit, der Erschöpfung. Das paradoxe ist, dass es mir im Ego halt verdammt gut geht mit meinen Kompensationsspielchen. Ich bekomme ja Kontakt, Socialising, nen gewissen Halt in Workshops mich authentisch auszudrücken, den ich im Alltag nicht finde, Nähe zu Frauen, da Kuscheln meist immer OK ist, solange ich nicht sexuell bin. Und dann gibt es da das Nicht-Ego. Meditieren, ins Herz gehen, nach innen gehen, Still werden usw. Ihr kennt das ja vermutlich von den vielen spirituellen Sprüchebildchen auf FB, das ich irgendwie mit dem Versprechen konnotiere, dass es dich glücklich macht. Jedes Mal, wenn aus dem Ego in diese Ebenen wechsele, dann kam Schmerz und Prozess und ja, jeden Tag und ja teilweise heftig mit Hyperventilieren und Panikattacken. Und ja es ist anstrengend und ja ich laufe immer noch mit Zucker, Internet und Schlafrythmusstörungen und anderen Strategien vor meinen Gefühlen weg.

Gestern ging ich mit einer FB-Veranstaltung raus, dass ich mich jetzt selbständig mache. Ein großer Schritt für mich, den ich lange rausgezögert habe (und ja für alle die es paradox finden dass ich so gestört bin und trotzdem als Coach arbeite: ich bin mit meinem Bewusstseins zum einen woanders als die meisten anderen Menschen und zum anderen wenn ich in der Raumhalterrolle bin, bin ich in einem feldangebundenen State, wo ich frei von meinem Themen und Triggern bin. Es ist irgendwie leichter für mich äußere Räume zu halten und Leute in eine Tiefe zu begleiten und ja ein Coach muss selber nicht perfekt sein, um diese Arbeit machen zu können, genauso wenig Sozialarbeiter, dafür gibt es ja dann auch professionelle Rollen)

Abends kamen bei mir Existenzängste hoch und zwar gewaltige. Was wenn keiner kommt zu dem Preis, den ich mir wert bin. Was wenn ab März 2019 kein ALG1 mehr habe und ja dann mit den Konsequenzen leben muss, dass ich mich entschieden habe nicht mehr als Sozialarbeiter mein Geld zu verdienen. Zweifel an meiner Vernunft tauchen auf und ob nicht doch und dann wieder nein Fuck It, das ist meine Inkarnation und ich lebe meine Spiritualität und werde die nicht mehr für Systemjobs unterdrücken. In meinen Fantasien habe ich auch Vorstellungen dass mir viel Geld zufließt, aber es ist noch mit Arbeit und Anstrengung verbunden. Ich sehne mich nach passiven Einkommen von mindestens 1000€. Auf dieser Basis würde ich dann meine Workshops und Sessions anbieten und zwar in einem Rahmen und einer Menge wie ich Bock habe, so dass ich nicht über meine Grenzen gehe und im Herzen bleiben kann. Jetzt ist die Vorstellung da, dass ich mindestens 20 Sessions pro Monat geben muss, gut am Anfang reichen 10 um auf niedrigem Niveau zu leben, aber ich habe ja Bock auf viel Geld. Und gerade diese Zusammenhänge machen es schwer. Gerade die ersten Sessions mache ich dann in meiner Vorstellung noch mit einer Energie, die nicht vom Herzen kommt, sondern mit der Botschaft: Bitte kommt und bezahlt mich, ich brauche das Geld für meine Grundexistenz. Ich mache die ersten 10 Sessions pro Monat aus nem Mangel. Und dann kam Angst vor Armut, vor Schulden. Die größte Angst dabei war die Unfreiheit, dass ich Druck bekomme wieder einen Systemjob annehmen zu müssen.

In anderen Prozessen zeigte mir das Feld auch schon, dass ich Verzicht lernen müsse. Hat meinem Ego natürlich nicht gefallen. Aber ja 1000€ sind für jemandem mit nem hohen Lebensstandard schnell weg und nen Rainbowwarrior legt es beiseite und freut sich des Lebens beim Containern. Worauf ich hinaus will: Wer verzicht lernt, wird in Relation zu dem vorhandenem materiellem Umstand immer reicher und reicher.

Da sich das männliche Thema Halt gerade etwas gesetzt hatte bei mir, ich wirklich Fortschritte bemerken durfte, kam jetzt das weibliche Thema Herzöffnung im Kontext mit dem Urvertrauen seit einer Woche in mein System. Ja, mein Urvertrauen ins Leben ist schwer beschädigt, da ich nen beschissenen Start hatte und ich nie den State hatte mich als Kind irgendwo hinfallen lassen zu können und Raum zu haben, dass mein Schmerz sein durfte. Ich habe viel meine Wut und meinen Hass aufs Leben ausgedrückt, weil es dem Kontakt zum Urvertrauen im Weg stand. Aber dennoch fehlte der Kontakt, ich wusste nicht wie ich in Beziehung treten sollte, es gibt ja keinen Knopf und eine aktive Entscheidung allein hilft ja nicht. Der Weg ist ja über die Hingabe, das Loslassen. Am Montag hatte ich schon eine kleine Herzöffnung. Ich sah eine großen metallenen Schutzpanzer vor meiner Brust und kam lange nicht dahinter, aber irgendwann drehte ich ein Ventil auf und es strömte grüne Energie hinaus. Wow, was für ein Fortschritt, was für ein schöner Moment.

Und jetzt komme ich zu der Essenz dieses ganzen Textes ein kleiner alltäglicher Prozess von gestern, der sich wie so oft wie ein riesengroßer Fortschritt anfühlt und gleichzeitig aus der Gesamtlage meiner Themen vielleicht ein Zehntausendstel Progress widerspiegelt. (Das gute an dem mathematischen Bild was ich benutzte ist, dass ich wenn ich täglich an mir arbeite ja in 10000/365,25= 27,38 Jahren vielleicht mit meinen Themen durch bin, ich es also in dieser Inkarnation schaffen könnte)

Ich sah Bilder wie ich mir Urvertrauen vorstelle. Kinder kommen zur Welt und finden Halt und Liebe, Wärme und Geborgenheit und sie dürfen sein, sie haben Impulse und folgen ihnen. Sie bekommen beschützende Energie von der Mama und motivierende Anerkennung vom Vater. „toll wie du die Rutsche runtergerutscht bist“. Kinder haben Erlebnisse und fallen nach jedem Erlebnis in den sicheren Raum der Eltern zurück und am nächsten Tag neue Impulse von Autonomie, Erfahrungen von Grenzen, Beziehung, Kontakt, Gruppen, Einordnung in der Welt, Rebellion und selbst nach der Autonomie des Auszuges und in der Berufung angekommen sein gibt es die Familie, wo mensch, wenn mensch mal ne wirtschaftliche Krise hatte sich Geld leihen kann. Für menschen aus bürgerlichen bzw. liebenden Familien, wo dieses Urvertrauen kreiert wurde, ist es leicht sich selbständig zu machen, da dieses Urvertrauen ausstrahlt. Sie können durch Krisen gehen, weil sie unterbewusst immer dieses Weiche Kissen das sie unbewusst in ihr System übernommen haben spüren, den Halt im Rücken spüren, wo sie hinfallen.

(Hier ein aktuelles, sehr wertvolles Posting in dem ein kollektives Erschüttern von Urvertrauen bei Kita-Kindern widergespiegelt wird)

Wenn ich, also mein System an die Vorstellung denkt sich selbstständig zu machen und an finanzielles Risiko denkt, dann spürt mein System kein kleines Fallen in ein weiches Kissen zum Ausruhen und weitermachen, nein, dann fühlt es einen Absturz ins Bodenlose. Unfassbare Existenzangst, Angst vor Schulden, Armut, Anstrengung, Zerreibung. Diese Angst sah ich in meinem System und ich ging so krass rein bis ich eine Panikattacke bekam.

Und ich könnte den Menschen in die Fresse hauen, die behaupten, dass alle Menschen gleich sind, dass jeder seines Glückes Schmied ist und dass jede_r die gleichen Chancen hätte, es nur eine Frage des Wollens ist. Nein die Komplexitäten, die Ressourcen, die uns abhängig von Elternhaus, Sozialisation, gesellschaftlichen Verhältnissen mitschwingen, sind ultrakomplex und ich wünsche mir, dass dieser Unterschied zwischen Menschen auch gesehen wird.

Dann ging der Prozess mit dem Feld weiter. Ich repräsentierte das Urvertrauen. Dieses lud Christian ein mal in das Gefühl der Armut zu gehen vor der er so Angst hat. Ich wechselte die Rolle und folgte mit leichtdem Widerstand der Einladung, eine Decke übernahm die Rolle des Urvertrauens und ich ließ mich in sie fallen. Meinem Ego, dass Fantasien von Reichtum kreiert, gefällt es nicht, aber irgendwie fühlte es sich im Körper und emotional wohlig an. Ich sah die Situation auch aus einer höheren Perspektive, dass ich keinen Anspruch auf Reichtum habe, bloß, weil ich lebe, dass soviele andere Menschen das auch nicht vergönnt ist und dass es im Universum nicht darum geht. Ich entspannte mich und merkte wie ich mir ne Fallhöhe in mein System einbaute mit dem totalen Spüren der Armut, die ich ja kannte, aber unterbewusst immer ablehnte. Wenn ich diesen Schatten annehme und liebe, dann falle ich, wenn ich falle in etwas, das ich kenne und liebe, wenn ich es aus Angst ablehne, dann falle ich in etwas, dass ich aus Angst ablehne. Und ja aus Coachingsicht ist es paradoxe Intervention und es widerspricht vielen Methoden von Manifestationen oder dem Law of Attraction oder dem Zielorientierten Denken. Viele Coaches würde es anders machen. Würden den Klienten einladen mal den Reichtum zu spüren, sich auf das Ziel, den Focus und die Entscheidungen und die das immer wieder aufstehen, die Motivation konzentrieren und ich mache radikal den Weg der Schattenarbeit bzw. bringt mir eine höhere Instanz das gerade so bei und es fühlt sich stimmig an. Ich machte das mit all den anderen Schatten auch und ließ mich in diesem Prozess in meine Wahrheit fallen, gegen die ich mich so wehrte. Ich ließ das Gefühl der Ausgrenzung in mich eindringen und es wärmte mich, ich ließ das Gefühl der Ablehnung in mich eindringen und es wärmte mich. Gleichzeitig ließ ich mentale Identifikation damit los, die dazu führt, dass es immer wieder passiert. Es war jetzt einfach ein Teil meiner Vergangenheit und dieses Moments. Und gleichzeitig ließ ich meinen Widerstand etwas los mehr Frauen nicht mehr zu begegnen und zu Workshops zu gehen. Ich ließ den „wollen“-Anteil etwas los. Und Leute, das ist nicht wahrlich nicht leicht für mich, ist nicht das erste Mal, dass ich von dem Feld eingeladen wurde Frauen loszulassen. Mein Schmerzmangelsystem wehrte sich. Frauen loszulassen war verstrickt mit meinem Inneren Kind die Liebe von der Mutter loszulassen nach der es sich so sehr sehnte und in der Wahrheit des Schmerzes von nicht geliebt werden anzukommen.

Dazu teile ich mal noch ein Musikvideo, welches ich heute in einem Restaurant gesehen habe, das mich sehr berührt hat und ich mit einem Liebeslied zum Inneren Jungen assoziiere. (Zum Glück verstehe ich ja kein Englisch)

 

Nachtrag

Ich wache heute morgen auf. Bin in meinem Körper in meinen unangenehmen Gefühlen.

Bei FB freue ich mich über die 5 Likes und drei Kommentare unter diesem Beitrag oben, den ich auch bei FB teilte. Ich sah aber auch Seans Beitrag von heute morgen in dem er ähnlich wie ich über seine Prozesse shared, aber anders als ich kürzer und weniger mental reflektierender als ich. Er hat verfickte 61 Likes. Neid kommt auch, nicht dass ich ihm es nicht gönne, aber Minderwertigkeit taucht auf. Ich stelle mich, meine Beliebtheit, meinen Wert, meine Qualität in Frage. Und klar ich rede mir natürlich ein, dass ich das für mich mache und ich für therapeuthische Zwecke mache, aber ich möchte auch berühren. Und ja meine Texte tun das offensichtlich nicht so wie die von Sean. Ehrlichkeit und sich transparent zeigen ist geil. Aber wenn Sean es macht ist es geiler. Bei mir noch nicht ganz so geil. Ja, Fuck ich mache mich mal transparent damit was likes mit mir machen, bin ja damit hoffentlich nicht der einzige und ja likes, haben ne Power. Mica und ich machen am selben Tag zusammen neue Profilfotos und stellen sie zeitlgleich bei FB hoch. Ich bekomme 22 Likes und einen Kommentar bei 500FB-Freund_innen und Mica bekommt 53 likes und drei Kommentare. Und jetzt könne mensch den Spiriphrasensatz drüberlegen, dass mensch nicht vergleichen soll, aber dieses Konzept ist eine drüberglegte Trennung von der Realität. Wenn ich den Satz in mein System hole, dass ich nicht vergleichen soll, dann unterdrücke ich eine Realität in mir. Ja ich bin mensch, ich vergleiche und es macht was mit mir und es ist OK.

Ich lasse mich in die Schatten fallen und setze den Prozess vom Vortag um. Es ist OK diesen dunklen Gefühle zu fühlen, aber wie so oft fangen dann parallel an die Gedanken zu kreisen. Ich fing an über meine Selbständigkeit nachzudenken und an der Stelle verstehe ich immer wieder erleuchtete Gurus nicht, die sagen, sei radikal im Moment und denke nicht. Denn für meine Berufung, Planung, Orga usw. brauche ich ja Gedanken, die mal eben auch nichts mit dem Moment zu tun haben. Ich mache Morgen eine Aufstellung mit einer Klientin und suche noch zwei Stellvertreterinnen, weil genau zwei Frauen und ein Mann gewünscht waren, am 8.12. biete ich zwei Aufstellungen an, habe aber noch keinen angemeldete Fragestellerin und am 15.12. mache ich mit Mica nen Workshop, der auch finanzielles Risiko birgt.

Und dann kommen Angstgedanken. Was wenn nicht zwei Frauen morgen kommen und ich vor meiner Klientin stehe und „versagt“ habe zwei Frauen als Stellvertreterin zu attracten, was wenn sich keine Fragesteller_innen zu meiner Aufstellung anmelden, wenn nicht genug Leute kommen zu unserem Workshop. Ich bin echt bereit viele Schatten anzunehmen, aber ich habe Angst vor dem Nicht-Erfolg, habe Angst, dass ich dann mir auch denken, na dann eben nicht Leben, dann nimm mir neben Frauen, Gruppen usw. gerne noch meine neugefundene Berufung als Coach und Workshopleiter weg. Ich schon schwer genug die Entscheidung. Ja, gerne fühle ich noch den Schatten des Versagers und lasse es los das mit Strategien zu kompensieren. Aber was dann, wer bin ich dann, was mache ich dann, wie bestreite ich meinen Lebensunterhalt, liebes Universum ich verstehe es nicht, einerseits gibt es Heilungsbedarf und auf der anderen Seite sehe ich auch immer wieder die spirituelle Konzeptphrase, dass alles richtig ist so wie es ist und es keiner Veränderung bedarf. Puh was ist richtig, ich bin verwirrt. Und es spiegelt nur einen Teil meines Gedankenkreisens wieder. Ich bin mittlerweile sogar schon in der Lage solche fertimachenden Widersprüchlichkeiten zu lösen.

Ich lese bei FB diesen Text erst ein Statement von Ron zum Tribel Gathering, wo es ausschnittsweiße heißt:

Dieses Gathering ist keine Silvesterparty.
Never!
Das ist kein hedonistisches Gelage,um mal etwas Abstand zum Alltag zu bekommen.
Es ist ein modernes Gebet für das Leben.
Ein auf die Knie gehen und in Demut sich vor dem Leben verbeugen.
Ein zurückfinden in meine wahre Natur und Größe.
Durch die Dunkelheit ins Licht.
Hier gibt es keine Substanzen, kein Kaffee, nur veganes Essen, Ehrlichkeit, Ankommen, Sein, Raum um mich meinen Themen stellen zu können.
Es wird keine Luxus-Doppelzimmer-Honeymoon-Kreuzfahrt ins ewige Glück.
Schlafmangel, Überforderung, Emotionen, Projektionen, enttäuschte Erwartungen, alte Wunden, ungefühlte Schmerzen…..Schattentransformation ist der Weg des Lichtkriegers (Karl Jung).

Ich freue mich, meine Energie geht hoch, ich freue mich dass ich dabei sein darf und einen Abend vor den bis zu 180 Menschen und 30 Kindern mithalten darf. Das ist der richtige Platz für mich.

Weiter lese ich heute morgen einen längeren Text: „Fallen der Spiritualität“ Geile Synchronizität zu meinem Blogartikel gestern Nacht. Da tut sich was im Feld.

https://www.facebook.com/Seelenschmelze/posts/2168310366526932

Und dieses Zitat löst die eben formulierte Widersprüchlichkeit auf. So arbeite ich auch als Coach, kein Optimieren und Verändern für ein „besseres“ ich, sondern einfachnur den Raum halten, in der Präsenz sein, eine Erfahrung anbieten in dem sich meine Klient_innen selbst tiefer erfahren können.

Ein Heiler ist jemand, der anderen hilft, sich an ihre Ganzheit zu erinnern. Aber man kann Menschen nur dahin bringen, wo sie gerade stehen. Du kannst die Energie für Menschen halten, du kannst das Gewahrsein für Menschen halten, aber du bist nicht wirklich der Heiler. Du öffnest nur einen sicheren Raum, indem du absolut im Moment bist. Alle Heilung ist Selbstheilung.

Und auch wenn ich hier meinen Schatten schriftlich viel Raum gebe, es sind nur Schatten und ich bin jetzt in einem Normalstate und bin handlungsfähig. Ich werde nun ca. 10 Frauen direkt anschreiben, ob sie denn morgen kommen können und ja ich mache es einerseits mit Schattenenergie (Angst sonst als Versager morgen dazu stehen), einem Mangel (ich „brauche“ zwei Frauen) und gleichzeitig einer weltlichen Notwendigkeit, so ist das nunmal als Selbständiger. Da braucht es auch mal Akquise, auch wenn es unbezahlte Arbeitszeit ist. Am Ende hoffe ich einfach nur, dass ich morgen Dienen darf und mein Geld wert sein werde.

PS:

Ich lese in der  Kitaverlinkung den Kommentar „Wer gibt schon gerne seine kranken Kinder in der Kita ab,aber oft haben Arbeitgeber überhaupt kein Verständnis und die Existenz steht mitunter leider auf dem Spiel“ Und ich schreibe auch oft über Existenzangst.

Aber ist euch mal aufgefallen was für ein durch die Matrix aufgeladene Konnotation in diesem Begriff steckt. Spirituell heißt Existieren etwas ganz anderes als womit es mittlerweile verknüpft ist. Beim Reiki gibt es das Gebet ich bin dankbar dafür, dass ich existiere, was ich wirklich mit tiefer Resonanz übernehmen kann und ich bin fucking Dankbar für meine Existenz, auch wenn ich jetzt Todesängste erleben muss/darf.

Und gleichzeitig heißt es Existenz aufbauen, haben oder zerstören im Kontext von Berufung, Arbeit und Selbständigkeit. What the Fuck. Das ärgert mich sehr. Die Gesellschaft hat es damit echt geschafft unseren Wert, unser Wurzelchakra, unser Sein unsere Gefühle, einfach alles in unserer Wahrnehmung damit zu verknüpfen, ob wir arbeiten oder nicht. Es heißt es können Existenzen zerstört werden (jemand geht pleite) aber in Wahrheit macht ja die Existenz nur die Erfahrung, dass mensch pleite geht. Die Existenz wird ja nicht bedroht durch das Pleite werden. Sie macht nur eine unangenehm eingeordnete Erfahrung. So, das musste mal raus.

 

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